In wenigen Tagen beginnen im kanadischen Kamloops (Britisch-Columbia) die 4. Senioren-Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathleten. Für laufszene-thueringen.de der Anlass, einen Blick auf die diesjährigen internationalen Höhepunkte der Seniorenläufer zu werfen. Diese Hallen-Titelkämpfe, vom 1. bis 6. März 2010, werden nach den Veranstaltungsorten Sindelfingen (2004), Linz (AUT, 2006) und Clermont-Ferrand (FRA, 2008) erstmals außerhalb Europas stattfinden. Interessant für die Läufer sind neben den Bahnwettkämpfen über 800 m, 1500 m und 3000 m auch die Außenwettbewerbe im 8-km-Crosslauf sowie im Halbmarathon. Der Anmeldetermin war bereits im Januar, mittlerweile sind die Teilnehmerlisten im Internet zu finden. Thüringer Läufer haben nicht gemeldet.
Zum Himmelfahrtswochenende Mitte Mai finden in Cerdanyola del Valles (ESP), einem Vorort von Barcelona, die 3. Senioren-Berglauf-Europameisterschaft statt. Diese alle 2 Jahre stattfindende Meisterschaft wird im Rahmen des Cursa per Collserola, einem der wichtigsten Bergläufe Spaniens, durchgeführt. Dabei überwinden die Läufer auf einer Strecke von 11,7 km insgesamt 400 Höhenmeter. Da es ein Bergauf- und Bergablauf ist, ähnelt das Streckenprofil manchem Volkssportlauf in Thüringen. Zu beachten ist der frühe Meldetermin bis 26. März 2010 (Posteingang) beim Deutschen Leichtathletikverband.
Im Sommer (15. bis 24. Juli) sind die 17. Leichtathletik-Europameisterschaften der Senioren in Nyiregyhaza (HUN), einer 120.000-Einwohnerstadt 230 km östlich von Budapest, der nächste internationale Höhepunkt. Diese Meisterschaft wird wie das europäische Indoorchampionat im 2-jährigen Wechsel mit den Weltmeisterschaften ausgetragen. Neben den Bahnwettbewerben von 800 m bis 10000 m sowie dem Hindernislauf wird am Abschlusstag der Marathon durchgeführt. Bei diesem gibt es neben der Einzel- auch eine Mannschaftswertung, die für viele Läufer ein Startanreiz bildet. Auch bei dieser Meisterschaft ist der letzte Meldetermin am 24. Mai 2010 beim DLV einzuhalten.
Eine Woche eher als ursprünglich geplant, bereits am 28. August 2010, finden im polnischen Korbielow die 10. Senioren-Weltmeisterschaften im Berglauf statt. An den Pilsko-Hängen, des mit 1557 m dritthöchsten Berges des Beskid Zywiecki-Gebirges, geht es von etwa 600 m ü.N. auf einer 8 bzw. 10 km Strecke hinauf zum Gipfel. Also ein klassischer Berglauf, der den Kletterspezialisten besonders entgegen kommen sollte.
Über alle Meisterschaften informiert der Deutsche Leichtathletikverband auf seiner Internetseite Senioren/ Termine. Dort gibt es bei den einzelnen Veranstaltungsterminen entsprechende Links zu Anmeldeformular, DLV-Infobrief, vorläufigen Zeitplan, Entry-Booklet sowie wichtigen Hinweisen in Sachen Doping. Neben den zeitigen Meldeterminen ist zu beachten, dass sich bei internationalen Meisterschaften die Altersklassenzugehörigkeit aus dem Geburtstag, und nicht wie in Deutschland üblich aus dem Geburtsjahr, ergibt. Mindestleistungen sind für eine Teilnahme nicht erforderlich.
Zum Schluss sei noch ein Blick über das Jahr 2010 hinaus erlaubt. Wer sich langfristig auf eine Internationale Meisterschaft vorbereiten will, hier die Termine und Veranstaltungsorte der derzeit vergebenen Senioren-Titelkämpfe:
16 .- 20. März 2011 – 8. Senioren-Hallen-Europameisterschaft / Gent (BEL)
13. – 15. Mai 2011 – 12. Senioren-Straßenlauf-Europameisterschaft/ Thionville & Yutz (FRA)
06. – 17. Juli 2011 – 19. Senioren-Weltmeisterschaft/ Sacramento (USA/ California)
10. – 17. Sep. 2011 – 2. European Master Games/ Lignano (ITA)
03. – 08. April 2012 – 5. Senioren-Hallen-Weltmeisterschaft/ Jyväskylä (FIN)
16. – 25. Aug. 2012 – 18. Senioren-EM/ Dreiländereck Zittau, Bogatynia (POL), Hradek n.M. (CZE)
24. Juli – 04. Aug. 2013 – 20. Senioren-Weltmeisterschaft/ Porto Alegre (BRA)
August 2013 – World Master Games/ Turin (ITA)
(aus Laufszene Thüringen, von Steffen Meyer • 21.02.2010
Amtlich: 8. Deutsche Senioren-Winterwurfmeisterschaften erst 2011
DLV-Senioren-Sportwartesprecherin Gisela Stecher (Grevenbroich) hat am Freitag lampis.net mitgeteilt, dass die am vergangenen Wochenende witterungsbedingt ausgefallenen 8. Deutschen Senioren-Winterwurfmeisterschaften in Sindelfingen weder dort noch sonstwo nachgeholt werden! Ganz davon abgesehen, dass zunächst einmal ein Ausrichter gefunden werden müsste, sieht sich der Verband "aus organisatorischen und finanziellen Gründen" -u.a. wären Urkunden und Medaillen neu anzufertigen- außer Stande, eine solch aufwändige Zweitagesveranstaltung auf die Schnelle zu stemmen. Just deshalb kamen sie auch nicht als "Anhängsel" der im Rahmen der Nordrhein-Hallenmeisterschaften der Schüler/innen am 14. März 2010 im Düsseldorfer Esprit-Arena-Sportpark nachgeholten Westdeutschen Senioren-Winterwurfmeisterschaften in Frage. Ausschreibung und Zeitplan hierfür unter www.lvnordrhein.de
(geschrieben von Axel Hermanns, gefunden auf lampis.net, 21.02.2010)
Mehr zum Thema auch hier im Blog.
Italien: Ugo Sansonetti (M90) und Carla Forcellini (W50) mit Hallenweltrekorden
Ugo Sansonetti (*1919), der wie kaum ein anderer die italienische Seniorenleichtathletik repräsentiert, hat gestern bei den 27. italienischen Hallenmeisterschaften der Seniorenleichtathleten (Vorschau in ital. Sprache hier) einen neuen Weltrekord über 60m aufgestellt. Es war übrigens der 29. im Jahr 2010.
Der 100m-M90-Weltmeister von Lahti 2009 erreichte dabei im Palaindoor von Ancona 11,38 sec. Damit war er 9 Hundertstel schneller als der Schwede Herbert Liedtke (*1916) vor drei Jahren im heimischen Borås.
Bereits am vergangenen Dienstag hatte in Florenz Carla Forcellini (*1959, Foto re.) einen neuen Stabhochsprung-Hallenweltrekord in der Altersklasse W50 aufgestellt: 3,30m! Den Wettkampf bei den FIDAL- Provinzmeisterschaften der Toscana hatte sie bei, im zweiten Versuch übersprungenen 2,80m begonnen, ließ dann 2,90m aus, übersprang im ersten Versuch 3,00m, verzichtete auf 3,10m und sprang dann jeweils im ersten Anlauf 3,20m und die neue Rekordhöhe von 3,30m. Sie verbesserte mit dieser Leistung ihren am 23. Januar in Ancona aufgestellten WR um 10 Zentimeter. (Foto: © Andrea Benatti web-atletica.blogspot.com; 21.02.2010)
Alle Resultate aus Ancona hier.
Auszeichnung: Verdienstkreuz am Bande für Margret Lehnert
Margret Lehnert, Ehrenvizepräsidentin des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV), hat am Mittwoch in Pfungstadt das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. „Wir ehren mit Margret Lehnert einen großartigen Menschen, der sich mit enormer Leidenschaft für den Sport und für seine Mitmenschen engagiert hat.“ sagte dabei der hessische Staatssekretär Dirk Metz, der die engagierte Leichtathletin im Namen von Bundespräsident Horst Köhler auszeichnete.
Schon früher hatte der Deutsche Leichtathletikverband die Mutter von zwei Kindern ausgezeichnet und ihr 1995 die Ehrennadel in Gold und 2003 das Ehrenschild des DLV verliehen. (Foto: Ausgezeichnete Margret Lehnert; © Barbara Schlosser; 18.02.2010)
Niederlande: Weltrekord durch Dreispringerin Janine Kortbeek (W55) - 10 Landesrekorde
Janine Kortbeek (*1953) hat bei den Niederländischen Hallenmeisterschaften in Apeldoorn einen großartigen W55-Hallendreisprungrekord erzielt. Sie verbesserte den ein Jahr alten Rekord von Christine Friedrich (*1953; 9,40m) um fast einen Meter auf 10,36m und übertraf damit sogar ihren zwei Jahre alten Freiluftweltrekord um 8 cm. Schon im letzten Jahr hatte die Niederländerin an gleicher Stelle den bisherigen WR übertroffen; aber die damaligen Ergebnisse sind bisher nicht anerkannt. In diesem Jahr dürfte es damit jetzt klappen.Neben dem weltrekord brachten die Titelkämpfe insgesamt zehn nationale niederländische Masters-Hallenrekorde. Kees van Giezen (GAC-H) sprang an seinem 76. Geburtstag im M75-Stabhochsprung 2,35m (bisheriger Landesrekord: 2,15 m), M70-er Wim Fokker (Atverni) stieß die Kugel auf 11,54m (alter Rekord: 11.12), M65-er Frits Martens (Hollandia) kam im Kugelstoßen auf 10,95m (10.87), Willem Schoone (NOVA) gewann den M60-Weitsprung mit 5.16m (4,66m), Paul Boer (Avanti) gewann den M60-Dreisprung mit 9,66m (bisher 9,18m), Wim Threels (GAC-H) lief die 400m der M55 in 57,06 sec (bislang: 57,30), Janine Kortbeek (PH) gewann auch den W55-Weitsprung mit 4,46m (4,21m), Cees Meijer (SAV) siegte in der Altersklasse M55 über 1500m in 4:50,05 min (bisher: 5:00,34 min), Stein Kuipers (PH) wurde in der Altersklasse M40 mit neuem Rekord von 15,26m (bisher 15,05m) niederländischer Senioren-Hallenmeister 2010, Ingrid Grutters (W35, PH) lief die 800m in guten 2:14,64 min (2:19,30). Tilly Jacobs (PEC, W50) stellte über 60m mit 8,43 ihren eigenen Landesrekord ein, den sie vor zwei jahren aufgestellt hatte. Alle NL-Resultate und mehr hier; 18.02.2010)
M40-Weltrekordler Darren Scott (GBR) im Interview mit Ken Stone:
EM-Start geplant - "Ohne M35 nicht mehr dabei"
Einige Tage, nachdem der Schotte Darren Scott (*1969, Trafford/Southern Counties Vets) am 7. Februar in Birmingham seinen eigenen, erst drei Wochen zuvor in Sheffield aufgestellten Hallenweltrekord gleich um eine Zehntelsekunde auf 21,71sec verbessert hatte, stand der selbstbewusste Sprinter jetzt US-Mastersjournalist Ken Stone (www.masterstrack.com) Rede und Antwort. Hier das Interview in deutscher Übersetzung:
Masterstrack.com: Was hast Du früher gemacht? Bist Du damals schneller als 20 Sekunden gelaufen?
Darren Scott: Ich bin erst mit 21 mit Leichtathletik angefangen, vorher war ich Fußballer. 1994 traf ich dann auf meinen jetzigen Trainer Morris Condon, der erfolgreich seinen Sohn trainierte - Allyn Condon, der auch im britischen Nationalteam lief. Meinen ersten internationalen Wettkampf für Schottland habe ich erst mit 29 bestritten; bei meinen ersten 200m überraschte ich alle mit einem Sieg über die favorisierten US-Sprinter Christian Malcom und Kevin Braunskill. Mein Trainer meint, ich hätte vielleicht an die 20 Sekunden heranlaufen können. Aber wegen der Arbeit und weil ich so spät mit der Leichtathletik angefangen habe, habe ich nie mein ganzes Potenzial ausschöpfen können.
Was hast Du früher beruflich gemacht, was machst Du heute und welche Pläne gibt es?
Früher war ich Maler und Raumausstatter. Seit sieben Jahren arbeite ich jetzt privater Sportlehrer (personal trainer) - übrigens ein riesengroßer Unterschied zu meinem eigenen Training. Meine Arbeit macht mir Spaß und, weil ich selbständig bin, kann ich mein eigenes Training gut darauf abstimmen. Auch künftig will ich im Sportbereich arbeiten.
Wie trainierst Du — wie häufig und intensiv, machst Du Kraft- und Ausdauertraining? Hast Du einen Trainer?
Im Winter mache ich drei Trainingseinheiten auf der Bahn, zwei Mal Krafttraining und einmal noch -naja- von allem ein bisschen. Im Sommer verzichte ich auf Krafttraining, mach eine Sprinteinheit, einmal Ausdauersprint, natürlich Starts und Schnelligkeit. Dabei bin ich aber flexibel, achte also immer auf meinen Körper und wie ich mich fühle. Das optimiert mein tägliches Training besonders.
Kannst Du etwas über Dich und Deine Familie erzählen?
Die letzten Jahre bin ich, gottseidank, Single! Ich hab keine Kinder, nicht mal Haustiere. Aber meine Familie ist schon sehr stolz auf das, was ich jetzt erreiche, und es macht ihr nichts, was ich früher verpasst habe und hätte erreichen können.
Siehst Du Chancen, die M40-Weltrekorde über 200m und 400m zu toppen (20,64sec und 47,81 sec)?
Die 20,64 sind ein bisschen außerhalb des Möglichen. Aber ich glaub' schon, an 21,0 'ranlaufen zu können. Über 400m - nun, das wäre vielleicht möglich. Für dieses Ziel wäre das ein heftiges Training; das tät dann richtig weh.
Welche Erklärung hast Du für Deine jetzigen Leistungen ? Vielleicht, dass Du Dich nicht in jungen Jahren aufgerieben hast?
Ich denke schon, dass ich deshalb als Ü40-Sprinter so gut bin, weil ich damals nie mein Potenzial ausgeschöpft habe. Übrigens wiege ich genauso viel wie vor 20 Jahren, knapp 69 kg, und mein "bodyfat" liegt zwischen 5% und 7%. Außerdem lebe ich viel bewusster als damals. Und ich trainiere einfach besser.
Was ist Deine eigentliche Motivation, als Ü40er noch wettkampfmäßig zu sprinten?
Bestleistungen aufzustellen und unvergessen zu werden.
Glaubst Du, dass Du mit 50 oder 60 auch noch dabei bist?
Ich weiß wirklich nicht, wie lang ich das noch weitermache. Im Augenblick würde ich sagen, ich laufe bis ich 100 bin.
Kennst Du andere Sprintlegenden persönlich — also Payton Jordan, Bill Collins, Merlene Ottey?
Ja, die kenne ich alle und ich will schneller sein als sie. Bei uns in Großbritannien ist Steve Peters eine Legende. Mein erstes Ziel war es, schneller als er zu sein und die großen Titel zu gewinnen. Als M35er habe ich das dann geschafft.
Macht eigentlich der britischen Seniorenleichtathletikverband BMAF gute Arbeit und bietet gestandenen Athleten wie Dir genug?
Die BMAF macht Fortschritte und wird besser und besser. Mit Leuten wie mir, kann es nur bergauf gehen. Aber wenn die Altersklasse M35 nicht gekommen wäre, würde ich wahrscheinlich nicht mehr laufen. Die M35 war für mich die beste Sache, die passieren konnte.
Machst Du außer Sprint noch andere Disziplinen?
Klar, mach ich das. Hochsprung - 1,80m, Weitsprung 6,79m, 400m Hürden in 55,9sec und auch Crossläufe. Aber ganz klar: Sprinten ist für mich der Knaller.Welche aktuellen Pläne hast Du für die Mastersleichtathletik? Willst Du auch in der offenen Klasse starten?
Bei der Masters-EM im Juli in Ungarn will ich dabei sein, und ich will auch in der offenen Klasse starten, um unter größerem Druck zu stehen. 2011 will ich bei der Hallen-EM (in Gent) und bei der Masters-WM in Sacramento laufen.
(Interview: Ken Stone, www.masterstrack.com; Fotos: Darren Scott 2008 © Tom Philipps; 18.02.2010)
Hallen-WM in Kanada: Athleten und Zeitplan im Internet
Seit heute sind die Athletenmeldungen und der genaue Wettkampfzeitplan der Hallen-WM der Senioren in Kamloops (CAN) im Internet. (17.02.2010)
Deutschland-Frankreich: Auch 2010 "Internationale Challenge"
Auch in diesem Jahr findet ein Seniorenleichtathletik-Länderkampf zwischen Deutschland und Frankreich statt. Das Leichtathletikereignise mit dem etwas gestelzten Namen "Internationale Challenge" wird am Samstag 10. Juli im ostfranzösischen Yutz/Thionville stattfinden - dem Ort der nächsten Straßenlauf-Senioren-EM. Es knüpft an das erste Treffen im vergangenen Sommer im saarländischen St. Ingbert an. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) wird nach einem Beschluss des Bunesausschusses Senioren am vergangenen Wochenende am Rande der Senioren-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen seine Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 15. Juni nominieren. Jeweils zwei Senioren/Seniorinnen pro Disziplin und Nation gehen an den Start.
Auf Wunsch der französischen Gastgeber sind jetzt zu den Laufwettbewerben die Disziplinen Weitsprung, Kugelstoßen, Diskus und Hammerwurf in das Wettkampfprogramm aufgenommen, an dessen Ende die Olympische Staffel (400– 200– 200– 800 Meter) stehen wird. Das Programm:
Seniorinnen 50+:
100 Meter – 400 Meter – 800 Meter – 3.000 Meter - Weitsprung - Kugelstoßen – Diskuswurf – Hammerwurf - Olympische Staffel
Senioren 50+:
100 Meter – 400 Meter – 800 Meter – 5.000 Meter – Weitsprung - Kugelstoßen – Diskuswurf – Hammerwurf - Olympische Staffel
(17.02.2010)
Hallenmeisterschaften in Frankreich:
M35-Weltrekord Wilfrid Boulineau im Fünfkampf und W50-Europarekord durch Nicole Alexis-Barilly (60m)
Großartigen Sport präsentierten die französischen Leichtathletikmasters am vergangenen Wochenende bei ihren nationalen Halenmeisterschaften in Nogent (Oise). 526 Athleten (2009 in Eaubonne: 498) waren am Start. Höhepunkt der Meisterschaften war sicherlich der M35-Hallenweltrekord im Fünfkampf durch Wilfrid Boulineau (*13.05.1970) mit 3847 Punkten und dabei 1,95m im Hochsprung. Über 60m sprintete Nicole Alexis-Barilly die 60m in neuer Europarekordzeit von 8,23 sec und war damit eine Hundertstel schneller als die Schweizerin Christine Müller (*1958) vor einem Jahr bei der EM in Ancona.
Zu den anderen guten Ergebnissen zählen die 7,90sec (60m) und 25,84 sec( 200m) durch Maryvonne Icarre (*1965) und die 8,01sec von Violetta Lapierre (*1963) über 60m. Über 1500m überzeugte Mittlstrecklerin Corinne Roy (*1966) in 4:52,51min, Anne Ustaritz in 10:38,83 min über 3000m . Drei Hallenmeistertitel errang Sonia del Prete (*1970): 60m Hürden in 9,24 sec, Weitsprung 5,61m und im Fünfkampf (4229 Punkte). Bei den Senioren sprinete Jean-Michel Nitharum (*1965) die 60m in 7,35sec und die 200m in 23,59sec über 200 m (2.). Jean Pierre Maillot holte zwei Mal Gold in 23,40sec über 200m und 52,15sec über 400m. Der neue französische Hallenmeisterschaft der Senioren Jean Etienne Jeannot (*1962) lief starke 2:01,88min über 800m, Langstreckler Noreddine Khezzane (*1967) 8:50,78 min über 3000m, Marine Garrigues (*1965) 8,66 über 60m Hürden, Laurent Godichon (*1969) 1,90m im Hochsprung. (17.02.2010)
Sindelfingen: Guido Müller (M70) und Horst Schrader (M75) laufen 200m Hallenweltrekorde
Christel Happ (W80) gewinnt mit 1,08m-Weltbestleistung W65-Konkurrenz
Zahlreiche deutsche Hallenbestleistungen
Es ware eine mustergültige Hallen-DM, die am Wochenende im Sindelfinger Glaspalast über die Bühne ging. Die Athleten bedankten sich mit zahlreichen Rekorden für eine exzellente Organisation. Guido Müller (*1938, TSV Vaterstetten) setzte dabei am Samstagabend das Ausrufezeichen und verbesserte seinen eigenen 200m-Hallenweltrekord ( 26,88 sec) exakt um eine Hundertstel auf nunmehr 26,87 sec. Direkt zuvor hatte der Niedersachse Horst Schrader (*1935, TuS Celle) in der M 75 in 28,88sec die fünf Jahre alte Weltrekordmarke von Wolfgang Reuter (*1929, TSV Klausdorf) um eine Zehntelsekunde verbessert und damit seine Ankündigung wahr gemacht, den Rekord zu knacken. Ende Januar hatte er vor seinem 75. Geburtstag gegenüber einem Journlisten sagt: " Ich habe ein gutes Gefühl, dass ich das schaffen kann"!
Auch der vielseitigen Christel Happ (*1929, Turbine Halle) gelang ein besonderes Meisterstück: Denn die 80-jährige Athletin stellte im Hochsprung mit 1,08m ihren vor zwei Wochen gesprungenen Hallenweltrekord ein und gewann damit die W65-Konkurrenz...
Ein weiterer Weltrekord kam nicht zustande. Wolfgang Ritte (*1953, Weseler TV) versuchte sich nach seiner Siegeshöhe von 4,25m im Stabhochsprung drei Mal vergeblich an 4,52cm. Aber er hielt sich mit zwei weiteren Meistertiteln schadlos: Der IAAF-Masters of the Year 2008 überzeugte im 60m Hürdenfinale am Sonntagmorgen mit 9,29sec (zwei Hundertstel vor dem starken Roland Hepperle *1955, LG Neckar-Enz) und im Weitsprung mit 5,52m ( 4 cm vor dem auch hier zweitplatzierten Roland Hepperle).
Im Hochsprung der Frauen verbesserte Frauke Lindemann (*1965, TSV Burgdorf) bei ihrem Sieg den deutschen W45-Hallenrekord gleich um 5 Zentimeter auf 1,62m (bisher Helga Freyer-Krause, *1961, SF Blau-Gelb Marburg). Über 60m Hürden gewann Anke Moritz (*1959, ABC Ludwigshafen) mit neuem W50-Hallenrekord von 9,67 sec (bisher 10,09 sec durch Geraldine Otto, *1949, ABC Ludwigshafen). Neue Rekordhalterion der W55 über 400m ist seit Sonntag Gisela Seifert (*1955, USV Halle) mit 67,06 sec (bisher 67,98 sec durch Ulrike Hiltscher, *1952, LG Neiße).
Die 4 x 200m-Staffel der hessischen LG OVAG Friedberg-Fauerbach mit Bernd Lachmann (*1968), Holger Ühlein (*1966), Holger Beims (*1967) und Dominic Ullrich (*1968) lief in 1:35,37sec eine neue M40 Bestleistung (bisher 1:35,51sec durch den OTB Osnabrück). Im 60m Hürdenfinale der M50 siegte Martin Vogel (*1959, SV Schlau.Com Saar 05 Saarbrücken) in neuer deutscher Rekordzeit von 8,95 sec (bisher Wolfgang Ritte, *1953, Weseler TV in 8,99sec). Im Stabhochsprung der M65 stellte der neue Seniorenhallenmeister Dr. Rolf Geese (*1944, LG Göttingen) mit 3,20m einen neuen deutschen Stabhochsprung-Hallenrekord auf (bisher 3,01 m durch Walter Müller, 1938, TSV Urach). Über 3000m der M70 siegte Karl Walter Trümper (*1939, LC Rapid Dortmund) in 11:00,45 min; damit verbesserte er seine eigene, vor einem Jahr bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Düsseldorf aufgestellte Bestleistung um 4,03sec.
laufreport.de schrieb über Trümpers Erfolg: "Er ließ sich nicht vom Anfangstempo des zunächst führenden Joachim Knorr (SV Vorwärts Zwickau) verleiten, sondern lief sein eigenes Tempo um am Ende mit 11:00,45 Minuten einen neuen deutschen Rekord in der M70 aufzustellen. Knorr wurde Dritter (11:43,85) hinter Albert Walter (MTV 1881 Ingolstadt, 11:22,61). Horst Schlecht (SG Misburg) siegte in der M75 in 12:41,61."(Mehr über die 3000m hier)
Mit 1,47m verbesserte M70-Hochsprungsieger Hermann Albrecht (*1940, Spvgg Satteldorf) den alten deutschen Rekord dieser Altersklasse von Erich Strack (*1937, TV Gosenbach) um 5 Zentimeter. Im selben Finale stellte M75-er Gustav Stähle (*1934, VfL Bad Kreuznach) mit 1,35 m die 13 Jahre alte deutsche Bestleistung von Walter Hess (*1922, LG Forchheim) ein. Die bei der Senioren-WM vor zwei Jahren in Clermont-Ferrand (FRA) gesprungenen 2,90m im Stabhochsprung der M 70 sind seit Samstag Rekordgeschichte; denn der neue M70-Stabhochsprungmeister Siegbert Gnoth (*1940, TuS Gildehaus) übersprang 3,10 m. In der M75 lief über 800m Horst Schlecht (*1935, SG Misburg) in 2:45,24min eine neue deutsche Altersklassenbestleistung (bisher 2:47,18 min durch Helgo Staack, *1934, IGL Reutlingen)
Während der Hallenmeisterschaften wurden die W/M-70er Lydia Ritter und Karl-Heinz Marg ausgezeichnet. Sie hatten die vom Fachmagazin "SeniorenLeichtathletik" erneut ausgeschriebene Wahl zu "Deutschlands Seniorenleichtathleten" 2009 gewonnen. Der so geehrte Karl-Heinz Marg konnte übrigens in Sindelfingen seinen M70-Kugelstoß-Titel nicht verteidigen, da er sich beim Golf eine Schulterverletzung zugezogen hatte. lampis.net-Macher Axel Hermanns kommentierte: "Fachlich ausgedrückt: Eine Kugel, die weniger als vier Kilo wiegt, taugt nicht zum Sport treiben."
Alle Resultate aus Sindelfingen hier als html und hier als pdf (15.02.2010, aufgefrischt am 24.02.2010)
Deutsche Winterwurfmeisterschaften abgesagt
Der DLV hat heute zwei Tage vor Beginn die deutschen Winterwurfmeisterschaften in Sindelfingen aus Sicherheitsgründen abgesagt. Aufgrund der starken Schneefälle sei ein Wettkampf auf dem Außengelände nahe des Glaspalastes in Sindelfingen "unverantwortlich", erläuterte soeben der technische Leiter der Winterwurfmeisterschaften Thomas Strohm gegenüber masters-sport.de die Entscheidung, die am späten Nachmittag von Heidi Pratsch (DLV) und Dieter Locher (WLV) getroffen worden war.
Die Hallenmeisterschaften im Glaspalast finden selbstverständlich statt. Für die Anreise sollte allerdings ausreichend Zeit eingeplant werden, obwohl sich die Wetterlage zum Wochenende beruhigen soll. (11.02.2010)
Hallen-WM 2010: Teilnehmer online
Wie nach den dürftigen europäischen Meldezahlen erwartet, sind dieTeilnehmerfelder der Hallen-WM im kanadischen Kamloops zum Teil sehr dürftig. Jetzt sind sie alle hier veröffentlicht.
Aus Europa sind 437 Teilnehmer gemeldet (mehr...) (11.02.2010, aufgefrischt am 20.02.2010)
"Reckemeier" erschienen: Senioren-Bestenliste 2009
Er hat Wort gehalten. Auf Anfrage von masters-sport.de am Monatsanfang antwortete der Oldenburger Statistikpapst Jörg Reckemeier: "Das Jahrbuch 2009 soll Ende der Woche fertig sein und kostet weiterhin 14,50 (incl. Versandkosten)."
Einmal mehr ist "der Reckemeier" also rechtzeitig zu den Deutchen Hallen- und Winterwurfmeisterschaften der Senioren- erschienen, die an diesem Wochenende stattfinden. Die weltweit einzigartige Seniorenbestenliste erscheint auch in der Ausgabe für das Jahr 2009 in traditioneller Buchform. Sie ist mit einem Rekordumfang von 658 Seiten auf dem Markt und kostet preisstabil konkurrenzlos-günstige 14,50 Euro (einschließlich Versandkosten).
Bestellungen wünscht der Autor per E-Mail. Die rund 1000 Mastersathleten, die am Wochenende zur DM nach Sindelfingen pilgern, können das Buch aber dort auch direkt kaufen. (10.02.10)
Pfalz: Arno Hamaekers (M70) um 3 Hundertstel an Hallenweltrekordzeit vorbei
Es waren die außer Konkurrenz startenden Mastersleichtathleten, die am Sonntag bei den Pfalzmeisterschaften der Seniorenleichtathleten in der Ludwigshafener Leichtathletikhalle die besten Leistungen erzielten. So präsentierte sich in Meisterschaftsform die Wormserin Ulrike Görling (*1962, MTG Mannheim) in 8,35sec. Auch die älteren Seniorinnen zeigten wie erwartet gute Zeiten über 60m Renate Kimmel (*1939, TSV Speyer) in exakt 10,00 und Rosemarie Kreiskott (*1931, TV Bad Dürkheim), die nach 11,39 sec ins Ziel lief. Olga Becker (*1961, ABC Ludwighafen) lief die 60m Hürden in 9,50 sec. Anke Moritz (*1959, ABC Ludwigshafen) hatte wegen einer Muskelverhärtung verzichtet, will aber bei der DM in Sindelfingen an den Strat gehen.
Bruno Kimmel (*1939, TSV Speyer) sprintete 8,82sec und der im wahrsten Wortsinn außer Konkurrenz laufende Arno Hamaekers (*1940, LAG Obere Murg) überzeugte in schnellen 8,56sec un nachmittags über 200m in 29,14sec; schon früh morgens hatte er über 60m Hürden die aktuelle M70-Weltrekordzeit in 9,92 sec nur um drei Hundertstel verpasst. Allerdings wird er erst in einigen Wochen die 70 Jahre vollenden und sagte entsprechend nach seinem Rennen: "Jetzt freue ich mich auf die 80 m Hürden im Freien; denn dann werde ich ein echter 70er sein."
Peter Höll (*1960, LC Schifferstadt) gewann die 200m der M50 in sehr guten 24,11sec. Die 400m-Zeit von Markus Selinger (*1964, LC Schifferstadt) betrug 54,05sec, über 800m gewann mit Frank Becker (*1960, LC Schifferstadt) in locker gelaufenen 2:14,29 min ein weiterer M50-er. Außer Konkurrenz erreichte die Rheinfeldener Langläuferin Roswitha Schäffler (*1946, LCM Rheinfelden) gute 13:20,79 min. Im Weitsprung wurde Lothar Fischer (*1936, TG Waldsee) mit 4,45m neuer M70-Pfalzmeister. Seine weibliche Altersklassenkollegin Renate Kimmel (*1939, TSV Speyer) gewnn mit 3,45m. Mit 13,58m stieß Kugelstoßer Reinhard Eckel (*1959, TV Bürstadt) die größte Weite in der M50.
Alle Resultate aus Ludwigshafen hier (10.02.10)
4,51m: "Alternder Sportler" Wolfgang Ritte (M55) glänzt mit neuem Stabhochsprung-Hallenweltrekord
Sozusagen einen ganz langen Anlauf hat Wolfgang Ritte ('1953, Weseler TV) am Wochenende genommen, um am Sonntag beim traditionellen Stabhochsprung-Meeting mit Musik des Alsfelder SC 96 seinen eigenen, bei der Hallen-EM 2009 in Ancona gesprungenen Hallenweltrekord gleich um 11 Zentimeter (!) auf jetzt 4,51m zu verbessern (Video).
Erst tags zuvor war der 57-jährige aus den USA eingeflogen, wo er auf Einladung von UCS-Chef Steve Chappell und gesponsert durch Heinz Peters (Europarepräsentant UCS-Spirit) beim weltgrößten Stabhochsprungtreffen in Reno (Nevada, USA) gestartet war, aber nicht seine ganze Leistungsstärke abrufen konnte. Der Jetlag habe ihm unerwartet zu schaffen gemacht , hieß es aus seiner Umgebung. Am Sonntag nach dem langen Rückflug aus Kalifornien war dies im hessischen Alsfeld nahe Gießen ganz anders; auch die dreistündige Anreise und zwei Stunden Wartezeit während des Wettkampfes der Frauen konnten ihm nichts anhaben. Wolfgng Ritte sprang locker wie lange nicht mehr. Zunächst versuchte er sich nach 4,02m und 4,22m direkt an der neuen Weltrekordhöhe von 4,42 m . Im zweiten Versuch wackelte die Latte zwar, blieb aber dennoch liegen. Dann allein im Wettkampf ließ Wolfgang Ritte 4,51 m auflegen. "Alles passte genau, so dass auch diesmal die Latte – allerdings ohne zu wackeln – liegen blieb." Der IAAF-Masters 2008 siegte so mit neuer M55-WR-Höhe von 4,51m im Wettkampf der Männer; in der Frauenkonkurrenz belegte Ehefrau Ute Ritte (*1952, Weseler TV) mit 2,62m (SB) Platz 3.
Wolfgang Ritte bedankte sich auch im Namen seiner Frau bei Macher Jörg Schüßler "noch einmal ganz herzlich für den tollen Wettkampf und die tolle Atmosphäre. Es hat uns riesigen Spaß gemacht und wir werden sicherlich - sofern wir gesund bleiben - nicht das letzte Mal in Alsfeld gewesen sein." Und er bat um die Siegerurkunde; denn: "Normalerweise renne ich nicht jeder Urkunde hinterher, aber eine Urkunde mit 4,51 m drauf ist auch für einen alternden Sportler schon was Besonderes!"
Inzwischen stehen der alte und neue M55-Weltrekordler, Ehefrau Ute und M30-Springer Thomas Ritte vor einer ganz neuen Herausforderung. Sie wollen nämlich in Sindelfingen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften am kommenden Wochenende mit dem Stab springen - bloß hat der Weseler TV sie nicht gemeldet. Aber es wird bestimmt eine Lösung geben... (Foto © Ritte; 09.02.2010)
Westdeutsche: Tilman Northoff (M40) stößt fast 18m - Starke Mastersgeher
Kaum Mastersathleten starteten am vergangenen Wochenende bei den Westdeutschen Hallenmeisterschaften in Leverkusen. Dabei gewann ein starker Tilman Northoff (*1969, LG Bielefeld) mit 17,82m überlegen die Kugelstoßkonkurrenz. Der 28 Jahre alte deutsche M40-Rekord (18,12m() von Ferdinand Schladen (*1939, LGJ Bonn/Troisdorf) ist für den Ostwestfalen in Reichweite. Rang 4 der Konkurrenz erreichte Martin Fischer (*1972, LC Paderborn, 14,24m).
Schon traditionell stark waren die Senioren im Bahngehen vertreten. Im 5000m Bahngehen lieferte sich Manfred "Manni" Kreutz (*1965, LG Ahlen) einen spannenen Zweikampf mit dem 16 Jahre jüngeren Matthias Holtermann (*1981, Alemannia Aachen) Am Ende gewann der Aachener in 24:19,56 min vor dem Ahlener in 24:27,01 min. Bronze ging an Ulrich Brämer (*1967, Alemannia Aachen, 25:54,05min), Rang 4 belegte Hermann Fröhlingsdorf (*1960, LG Wuppertal, 26:11,68 min) und Fünfter wurde Bernd Heck (*1964, TV Herkenrath, 27:40,25 min).
Nur eine Mastersathletin startete in den Frauenkonkurrenzen. Geherin Aina Mikrikow-Warnt (*1972, DJK Tusa Düsseldorf ) kam über 3000m in 15:49,11m auf Platz 2 ins Ziel. (08.02.2010)
"Mächtig zufrieden!": Christina Ziemann (W40) springt deutschen Hallenrekord
16,06m: Michael Mertens stößt M45-Rekord
M45-Kugelstoßer Michael Mertens (*1965, LG Braunschweig) überzeugte mit 16,06 m und der Silbermedaille bei den Norddeutschen Hallenmeisterschaften am Wochenende in Hannover. Seine Weite war ein neuer deutscher M45-Hallenrekord und ein besonderer dazu. Denn der VW-Mitarbeiter verbesserte die immerhin genau 22 Jahre alte Rekordleistung von Kugelstoß von Manfred Buchmüller (*1943, LG Bayer Leverkusen) um 8 Zentimeter. Mit der rekordweite übertraf er auch M40-er Oliver Rohwer (*1970, LBV Phönix Lübeck), der mit 15,67m auf Rang drei kam.
Nur wenige Mastersathleten waren in der Leichtathletikhalle nahe des Maschsees am Start, und wie vor Wochenfrist bei den Niedersächsischen und Bremer Hallenmeisterschaften trat erneut das neu gebildete StG Team Niedersachsen I an. In 1:39,17 min erzielten Erik Wickinger (*1965), Heiko Tute (*1961), Gert Deppe (*1964) und Karsten Tute (*1965) eine gute Zeit, die aber wiederum nicht an den im Januar gelaufenen neuen deutschen M45-Staffelrekord des Pfalz Team 40 heranreichte. Auch Hochspringer Jan Hille (*1973, BTB Oldenburg) bestätigte mit 1,73m in etwa seine Leistung aus der Vorwoche, während Stabhochspringer Volkmar Reinecke, (*1965, Hannover 96) dieses Mal ohne gültigen Versuch blieb und dementsprechend enttäuscht war.
Da kam die 12malige deutsche Seniorenmeisterin Dr. Christina Ziemann (*1968, MTV 49 Holzminden, Foto re.) deutlich besser zurecht. Diesmal passte alles, sie übersprang im zweiten Versuch 3,30 m und stellte damit einen neuen deutschen W40-Hallenrekord auf. Die neue Rekordhalterin zu masters-sport.de: "Die Höhe kam an diesem Wochenende schon etwas unerwartet, weil ich in der Woche vorher im Training nichts richtig hinbekommen habe und auch das Einspringen mit ziemlichen Kopfschmerzen nicht optimal verlaufen ist. Eigentlich hatte ich im Einspringen nur einen Sprung, der einigermaßen geklappt hat. Im Wettkampf war aber dann, warum auch immer, plötzlich Sicherheit da, und ich bin alle Höhen bis 3,10 m im ersten Versuch gesprungen. Dann mußte ich allerdings einen härteren Stab nehmen, den ich bisher im Wettkampf noch nie vernünftig gesprungen bin. Ich habe dann aber trotzdem auch die 3,20 m auf Anhieb geschafft. Für die 3,30 m habe ich allerdings letztendlich zwei Anläufe gebraucht. So war ich natürlich mächtig zufrieden!"
Auch Silvia Janke (*1960, LG Bremen-Nord) bestätigte mit 2,90m stabile Form. Dreispringerin Katja Pobanz (*1974, 1. Leichtathletik-Club Dessau) belegte mit 13,18 m in ihrer Konkurrenz ebenso den zweiten Rang wie Kugelstoßerin Iris Coors (*1971, LG Fallingbostel) mit den erzielten 13,30m. Über 1500m lief Gabriele Doert (*1971, LG Weserbergland) 5:16,52 min. (Foto © privat, 08.02.2010, aufgefrischt 09.02.2010)
Leichtathletik-WM 2009: Berlin und Veranstalter ziehen positive Bilanz
Das Land Berlin hat gemeinsam mit den Veranstaltern der letztjährigen Weltmeisterschaften ein positives Fazit im Hinblick auf die Großveranstaltung gezogen. Nun sollen auch Leichtathletik-Europameisterschaften in der Bundeshauptstadt stattfinden. Auf der WM-Bilanzpressekonferenz erklärte Berlins Regiereder Bürgermeister Klaus Wowereit: „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben wir das Optimale erreicht.“ Insbesondere wirtschaftlich sei das Sportfest ein voller Erfolg gewesen. Die Zuschauer gaben insgesamt 120 Millionen Euro in der Stadt aus. Erfreulich sei zudem, dass man etwa fünf Millionen Euro unter den kalkulierten Kosten geblieben sei. Dadurch habe der Landeszuschuss von 20 Millionen Euro nicht komplett abgerufen werden müssen.
Mit derlei positiven Erfahrungen sei man auch für zukünftige Herausforderungen gerüstet: „Berlin ist bereit für die Ausrichtung der Leichtathletik-Europameisterschaften 2016 oder 2018 im Olympiastadion“, so der 56–jährige SPD-Politiker. Als kleiner Makel in der Gesamtbilanz wurde das nicht erreichte Kartenverkaufsziel genannt. Die gewünschte Marke von einer halben Million Eintrittskarten sei um 83.000 verfehlt worden. Trotzdem könne man zufrieden sein, habe man doch deutlich mehr Tickets als bei den beiden vorangegangenen Meisterschaften im japanischen Osaka (2007/254.000) und dem finnischen Helsinki (2005/345.000) veräußern können. (gefunden bei sportgericht.de, 08.02.2010)
DM in Sindelfingen: Übergewicht-Informationen auf lampis.net
Moderne Kommunikationsmittel machen es möglich. Nur vier Tage nach dem Meldeschluss beim eigenen Landesverband sind die Teilnehmer in den verschiedenen Altersklassen und Disziplinen für die Deutschen Senioren-Hallen- und Winterwurf-Meisterschaften vom 12. bis 14. Februar 2010 in Sindelfingen bereits hier veröffentlicht. Soweit es sich um Stoß und Wurf handelt, ist es keine große Überraschung, dass in der kuscheligen Atmosphäre unter dem Hallendach des Glaspalastes im Kugelstoßen die meisten Teilnehmer gemeldet sind. Nämlich 120 an der Zahl, davon 67 Männer und 53 Frauen. Ein Streifzug durch die drei Freiluft-Wettbewerbe förderte indes Erstaunliches zu Tage. Im Diskus- und Hammerwurf liegt das vermeintlich schwächere, aber zweifellos schönere Geschlecht vorn. Insbesondere mit dem Hammer ist es mehr als die vielzitierte Brustbreite: 48 zu 37. Fürwahr ein Hammer! Auch die Tatsache, dass die Konkurrenzen just mit diesem Gerät in der M 30 und 35 mangels Masse gar nicht erst stattfinden. Mit dem Diskus haben die "Mädels" mit 49 zu 46 ein leichtes, pardon, Übergewicht. Natürlich nur was die Meldungen angeht. Dass es letztlich bei den Disziplinen paritätisch zugeht, dafür sorgt der Speerwurf mit einem Plus der "Jungs" von 42 zu 34. Per Saldo sind dies 192 Nennungen bei den Senioren und 184 bei den Seniorinnen. Nur dreimal bei insgesamt 80 Möglichkeiten bewegen sich die Meldungen im zweistelligen Bereich: Kugel M 40 (noch 11) und 50 (10) sowie Hammer W 40 (11). Soviel für die Freunde der Statistik.
Ein bisschen Ross und Reiter könnte es schon noch sein, mag jetzt womöglich manch eine(r) denken. Klar doch. Großes Frohlocken wird vermutlich unter den potenziellen Medaillenkandidaten im Kugelstoßen der M 40 ausgebrochen sein: Tilman Northoff (Bild) von der LG Bielefeld, der haushohe Favorit und derzeitige Primus der Senioren-Szene in diesem Metier, hat nicht gemeldet. Pustekuchen! Eine besorgte Nachfrage von Lampis bei Northoff ergab, dass er sehr wohl beabsichtigt im Schwabenländle Gold zu schürfen. "Da muss irgendwo eine Panne passiert sein", meinte der Drehstoßer. "Vielen Dank für den Hinweis! Der Sache werde ich nachgehen." Ein Erfolgserlebnis unseres Internet-Portals von Werfern für Werfer der besonderen Art.
Ein weiterer herausragender Mann am runden Eisen wird jedoch definitiv fehlen. Reinhard Krone (M 60) vom SC Magedburg, der in dieser Hallensaison schon in drei Wettkämpfen über 16 Meter stieß (16,10, 16,06, 16,04 m), zog sich beim Abendsportfest seines Klubs einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zu. Hier wirft der Chef selbst heißt es beim Diskuswurf der M 45. Homepage-Betreiber Peter Holthuijsen (TV Erkelenz) möchte seinen Titel natürlich allzu gerne verteidigen, hat aber sehr starke Mitbewerber. Ein Selbstläufer wird es mit Sicherheit nicht. Der gebürtige Niederländer mit Lebensmittelpunkt und Startrecht in Deutschland geht tags darauf bei den Senioren-Meisterschaften seines Ursprungslandes in Appeldorn im Kugelstoßen in den Ring, ebenfalls als Vorjahressieger. Seinerzeit war es ein Novum, innerhalb von nicht einmal 24 Stunden in zwei verschiedenen Ländern nationaler Titelträger bei den Senioren/Masters geworden zu sein. Natürlich überhaupt kein Grund, es nicht wieder versuchen zu wollen.
Der aktuell weltweit erfolgreichster Senior unter den Schwerathleten in der Leichtathletik ist als Nachwuchsmann der M 75 logischerweise eine Klasse für sich. Allemal national. Peter Speckens vom SV Rot-Weiß Schlafhorst (siehe auch unser Interview unter Blog) wird bei seinem Debüt in der neuen Altersklasse mit Kugel, Diskus und Hammer jeweils abbräumen. Wetten, dass... (gefunden bei und © lampis.net, Autor Axel Hermanns (Danke!), 07.02.2010)
Kamloops WM: Neue Meldezahlen
Uns liegen neue Meldezahlen aus Europa für die 4. Hallen-WM Anfang nächsten Monats in Kanada vor. Die Briten entsenden ein Team von 65 Athleten (43 Männer und 22 Frauen). Team Manager ist der "BMAF Race Walking Secretary" John Hall. Österreich hat nun doch noch 15 Starter gemeldet. Enttäuschend sind die Zahlen aus Frankreich (28), Italien (29) und Finnland, das nur 10 Starter entsendet. Aus Deutschland sind 87 gemeldet.
Aus den Vereinigten Staaten nehmen 298 Athleten teil; dort hat man die Nachmeldemöglichkeit kräftig genutzt, nachdem zunächst nur rund 250 Athleten gemeldet hatten. Die leistungsstärksten US-Masters in Kamloops werden Bill Collins, Mike Waller, Phil Raschker, IAAF-Mastersathletin 2009 Rita Hanscom, Kathy Martin, Becky Sisley, Jeanne Daprano, Christel Donley, Bill Murray und Nolan Shaheed sein. (04.02.10, aufgefrischt: 14.02.10))
M40: Shabunin (RUS) läuft 1500m-Hallenweltrekord
Bei den russischen Junioren-Leichtathletikhallenmeisterschaften hat der 40-jährige Wjatscheslaw Shabunin am Sonntag einen neuen, beeindruckenden 1500m-Hallenweltrekord seiner Altersklasse aufgestellt. Als Gesamtvierter erreichte er die neue Bestzeit von 3:44.39 min und war damit rund eine Sekunde schneller als die handgestoppten 3:45,3 min, die der Ire Eamonn Coghlan am 26. Februar 1993 in New York Cityerreicht hatte.
Shabunin ist übrigens russischer Rekordhalter über 1500m in der Halle ( 3:36,68 min) und im Stadion (3:32,28 min). Anfang Januar hatte Wjatscheslaw Shabunin bereits über 3000m in 8:04.34 min einen neuen M40-Hallenrekord erzielt. (04.02.10)
Sachsen: Herausragende Petra Herrmann (W50) stellt deutschen Hochsprungrekord ein
Nur eine Woche nach ihrer W50-Europabestleitung im Stabhochsprung war Petra Herrmann (*1959, SG Vorwärts Frankenberg) mit vier durchweg hochklassigen Leistungen bei vier Starts die herausragende Athletin der Senioren-Hallen-Meisterschaften am letzten Wochenende in Chemnitz. Sie gewann nicht nur die 60 m ihrer Altersklasse in 8,86 sec und den Weitsprung mit 4,78 m sondern stellte im Hochsprung mit 1,48 m die fünf Jahre alte deutsche W50-Hallenbestleistung ein, die die Schleswig-Holsteinerin Astrid Reinhold (*1955, Büdelsdorfer TSV) gesprungen war. Im Stabhochsprung, den sie überlegen mit 3,00m gewann, scheiterte sie drei Mal nur knapp an der neuen Weltrekordhöhe von 3,12m, die sie jetzt bei der Senioren-DM in Sindelfingen springen will.
In der W40 siegte Silvia Klimpfinger (*1966, LG Neiße) in 8,32sec über 60m und 4,94m im Weisprung. Simone Noack (*1967, LG Neiße) gewann mit 27,08 sec über 200 m und 60,22 Sekunden über 400 m zwei Landestitel. Ihre Vereinskameradin Sigrid Böse (*1958) lief über 60m Hürden gute 10,32sec und wurde im Weitsprung mit derselben Weite wie Petra Herrmann, aber dem mit 4,66m um 10cm schlechteren zweiten Sprung Vizemeisterin. In der W55 gewann Ulrike Hiltscher (*1952, LG Neiße) den 60m Sprint in 9,06sec, die 200m in 30,50sec und die 400m in 70,50sec. Mit weiteren Erfolgen im Hochsprung, Weitsprung und Kugelstoßen und dem Vizetitel über 60m Hürden unterstrich die Europameisterin ihre beeindruckend große Vielseitigkeit. In der Altersklasse W 60 gewann Dr. Kristina Hanke (*1949, SSV Heidenau) in 10,03sec die 60m und Liane Muschler (*1950, SC DHfK Leipzig) die 300m-Entscheidung in mehr als ordentlichen 12:23,48 min.
Ein blendend aufgelegter Sven Richter (*1966, TSG Markkleeberg von 1903) lief die 60m Hürden in schnellen 8,88sec und erreichte im Dreisprung 12,46m. In der M50 sprintete Lutz Herrmann (*1960, SG Vorwärts Frankenberg) die 60m in 7,95 sec, musste über die anschließenden 200m aber nach 100m wegen einer Zerrung aufgeben. M55-er Wolfgang Thate (*1954, Chemnitzer PSV) lief bei seinem "Heimspiel" die 400m in guten 59,87sec. Wolfgang Niemann (*1952, TSV Kitzscher) lief die 60 m der M 55 in 7,97 sec. Joachim Knorr (*1940, SV Vorwärts Zwickau) gewann in der Klasse M 70 mit 11:49,07 min über 3000 m - eine starke Zeit. Auch die 14:15,59 von Roland Lange (*1935, Post SV Chemnitz) müssen als gute Leistung genannt werden; über dieselbe Strecke kam auch Uwe Friedrich (*1972, Chemnitzer PSV) auf sehr gute 9:18,44 min. Kugelstoßer Bernd Rosemeier (*1938, SV Lindenau Leipzig) siegte in der M70 mit 13,26m und Horst Fuhrmann (*1928, TuS Dippoldiswalde) mit 11,06 m in der M 80.
Alle Resultate aus Chemnitz hier (03.02.10)
Wolfgang Ritte in Reno (Nevada): Weitester Weg, größte Höhe
Wolfgang Ritte (*1953, Weseler TV) hatte die weiteste Anreise zum "Nationalen Stabhochsprunggipfel" am Samstag in Reno (US-Bundesstaat Nevada). Doch der Weltrekordler und IAAF-Masters of 2008 wurde den Erwartungen gerecht und gewann die Konkurrenz mit übersprungenen 4,30m. Anschließend scheiterte er aber an der neuen M55-Weltrekordhöhe von 4,45m (Video). Mehr als 30 Mastersspringer waren am Samstag beim "National Pole Vault Summit" in Reno am Start. Hier alle Resultate. (01.02.2010)
Sindelfingen: Zu junge Elfriede Hodapp mit zwei deutschen W75-Rekorden
Elfriede Hodapp (*1935, LG Ortenau Nord, Foto re.) läuft nun national in der W 75 und stellte am Freitag in Sindelfingen gleich zwei neue deutsche Senioren-Hallenbestleistungen auf. Bei den baden-württembergischen Senioren-Hellanemeisterschaften im Sindelfinger "Glaspalast" lief die Badenerin die 800m in 3:31,36min und anschließend die 3000m in 14:54,06min. Sie verbesserte jeweils Bestleistungen, die keine geringere als die IAAF-Best Masters 2006 Melitta Czerwenka-Nagel (*1930, LAG Saarbrücken) vor vier Jahren bei der 2. Hallen-WM der Senioren in Linz (AUT) aufgestellt hatte (800 m: 3:31,94 und 3000m: 16:46,03).
Entgegen ersten Meldungen sind die Leistungen aber noch keine neuen Weltrekorde, weil Elfriede Hodapp erst im Juni das 75. Lebensjahr vollendet, also bis dahin international als W70-erin gewertet wird. Da hilft es nicht, dass ihre erzielten Zeiten besser waren als Emma Mazzengas (*1933, ITA) 800m-Weltrekordzeit
im vergangenen Jahr in Ancona (3:31,74min) und vor allem fast eine Minute (!) schneller als die 15:43,66min, die Louis Adams (*1922, USA) bei den US-Hallenmeisterschaften 1997 in Boston gelaufen ist. Auch die Europabestleistung 15.50,01min von Kamloops-Starterin Ruth Angelis (*1927, PSG Mannheim) -erzielt bei der Hallen-EM in San Sebastian 2003 - bleibt unangetastet in den Rekordlisten. Zu den weiteren hervorzuhebenden "Sifi"-Resultaten:
Hauchdünn lag in der M35 über 60m Matthias Rotzler (*1974, LG Welfen; 7,26 sec) vor Steffen Bolich (*1974, TSV Baden Östringen; 7,27 sec), der sich dann über 200m revanchierte 22,98sec (Bolich) und 23,12sec (Rotzler). Robert Rissmann (*1975, LG Karlsruhe) gewann die 400m in 51,12 sec. Der außer Konkurrenz in der Altersklasse M40 startende Sachse Dr. Bernd Schauwecker (*1969, LV 90 Thum) war zwei Mal schneller als der neue Landesmeister Thomas Keßler (*1970, TSV 05 Rot); über 60m liefen Schauwecker in 7,40sec und Keßler 7,48sec, über 200m waren es 23,20sec zu 24,43sec. Mit nur einem gültigen Versuch auf 6,28m gewann Thomas Straub (*1961, StTV Singen) den M45-Weitsprung und außerdem in 7,62sec den 60m-Sprint. Ulrich Metzger (*1964, LAC Pliezhausen) siegte in 2:05,45 min über 800m. Über dieselbe Distanz erzielte M50er Rolf Bohrer (*1960, LG Karlsruhe) 2:14,64 min.
In der M55 sprintete Reinhard Michelchen (*1953, VfL Sindelfingen) die 60m in 7,84 sec und in 25,23sec die Hallenrunde; damit lag er 77 Hundertstel vor seinem jüngeren Dauerkonkurrenten und Vereinskameraden Bernhard Grißmer (*1955, VfL Sindelfingen), der anschließend in 58,37 sec die 400m gewann. Mit 1,56m ersprang sich Rudi Appel (*1955, SG Bad Schönborn) den Hochsprungtitel der M55.
Die 60m der M60 gewann in 8,38 sec Klaus-Jürgen Müller (*1950, TB Emmendingen) und anschließend mit 5,18m den Weitsprung. Bogdan Markowski (*1946, SV Vaihingen) übersprang mit dem Stab 3,40 m. Im allerletzten Versuch errang Kugelstoßer Riachard Bauder (*1949, Neckarsulmer Sport-Union) mit 13,80 m den Titel vor seinem Vereinskameraden Munib Kulovac (*1948, Neckarsulmer Sport-Union; 13,42 m). Peter Lessing (*1941, LG Ortenau Nord) absolvierte in 11:07,56 min in seinem letzten M65-Jahr ein klug eingeteiltes Rennen. Im Hochsprung setzte Helmut Rebholz (*1943, LAG Obere Murg) mit 1,44 m den Maßstab.
In die M70 aufgerückt sprintete der wieder genesene Arno Hamaekers (*1940, LAG Obere Murg, Foto re.) in 8,61 sec zum Sieg. Sein Vereinskamerad Jürgen Radke (*1937, LAG Obere Murg) beeindruckte über 200m in 28,71 sec. Im M70-Hochsprung konnte Hermann Albrecht (*1940, SpVgg Satteldorf, 1,40 m) den deutschen Hallenmeister 2008 Jürgen Volkert (*1938, LG Staufen 1,36 m) hinter sich lassen. M70-Rekordhalter Walter Müller (*1938, TSV Urach) gewann den Stabhochsprung mit 2,60 m. M70-Weitsprungsieger wurde Walter Schnitzler (*1938, LG Eningen-Reutlingen) mit 4,56 m. 13,01m war die gute Siegesweite von Kugelstoßer Wilfried Hack (*1938, LG Hohenlohe). Doppelmeister in der M75 wurde Horst Garbsch (*1935, LAG Obere Murg). Über 60m sprintete er 9,32 sec und über 200m schnelle 31,42sec. In 13:12,72 min absolvierte Helgo Staack (*1934, IGL Reutlingen) die 3000m, nachdem er bereits zuvor über 800m in 2:59,86 min überzeugt hatte. In der M80 sind die 3,56 m von Weitspringer Hans Eberle (*1926, LG Remseck) zu nennen.
Bei den Seniorinnen ließen die 13,03m von W35-Kugelstoßerin Dunja Koch (*1973, TUS Metzingen) aufhorchen. In der W40 gab es zwei Titel für die Mittelstrecklerin Birgit Bendel (*1968, SV Reinstetten) mit 62,34 sec über 400m und 2:22,37 über 800m. Im 60m Sprint gewann Anja Wagenknecht (*1969, LG Freiberg a.N.) in 8,41 sec. Unangefochten siegte in ihrem letzten W45-Jahr Angelika Grißmer (*1961, LG Neckar-Enz) über 60m in 8,44 sec und über 200m in 2727sec. Zwei Landesmeistertitel errang auch Regina Kempf (*1964, LG Sigmaringen) über 800m in 2:34,07 min und über 3000m in 11:29,18 min.
In der W50 sprintete Helga Ulrich (*1958, DJK Käfertal-Waldhof) zur baden-württembegrischen Meisterschaft über 60m (9,14sec) und 200m (29,72sec). Brigitte Hoffmann (*1957, LG Welfen) machte über 3000m in 11:43,57min deutlich, dass sie in zwei Wochen bei den Deutschen Hallenmeisterschafte an gleicher Stelle mitreden will, wenn es um die Medaillen geht.
In der W55 gewann Anita Bayha-Zaiser (*1951, Forum Gesundheit Sersheim) über 60m in 9,35 sec und über 200m in 32,04sec. Nach großen Fußproblemen in der vergangenen Saison verzichtete Weltmeisterin Lidia Zentner (*1953, Gazelle Pforzheim/Königsbach) auf die 3000m; aber über 800m zeigte sie in ausgezeichneten 2:40,55 min wachsende Leistungsstärke. W60-erin Roswitha Schäffler (*1946, LC Marathon Rheinfelden) lief die 3000m in 13:31,85 min und die 800m in guten 3:15,93min. 10,46 sec lautete die 60m-Zeit von Erika Sauer (*1940, Spvgg Warmbronn).
Alle Resultate aus Sindelingen hier
(Foto: © Herbert Jaehtzen und © privat, 01.02.2010)
DM Gehen: Gute Zeiten in Frankfurt-Kalbach
Mit der deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften der Geher ist gestern die erste Deutsche Seniorenmeisterschaft der Leichtathleten im Jahr 2010 über die Bühne gegangen. Knapp 100 Athleten hatten für Frankfurt-Kalbach gemeldet und der lokale Veranstalter TV 1861 Neu-Isenburg präsentierte - eingebettet in die 8. Deutsche Hallen-Mehrkampfmeisterschaften- eine gute Organisation. besonders überzeugend war einmal mehr die Leistung von M45-Meister Dick Gnauck (*1963, ASV 1902 Sangerhausen). Der Taxi-Fahrer aus Berlin, der seit drei Jahren für den ASV Sangerhausen startet, ging mit 13:46,43 min die Zweitschnellste 3000m-Zeit aller 17 Geher "U50". Schnellster Geher war erwartungsgemäß M35-Meister Steffen Borsch (*1973, ASV 1902 Sangerhausen), dessen 13:18,88min aber noch Potential enthält.
Spannend geriet die M40-Entscheidung, wo Denis Franke (*1969, SV Einheit 1875 Worbis, 13:51,67 min) einen packenden Dreikampf gegen Steffen Meyer (*1966, GutsMuths-Rennsteiglaufverein, 13:52,63) und Dan Bauer (*1969, LAC Quelle Fürth, 13:57,16min) für sich entschied.
In der M55 wurde Helmut Prieler (*1955, SpVgg Niederaichbach) in 14:41,90 min seiner Favoritenrolle voll gerecht und lag im Ziel mehr als eine Minute vor der Konkurrenz. Er war damit auch schneller als M50-Meister Uwe Schröter (*1959, LG Vogtland, 14:47,10min). Ein gut aufgelegter Hans Kehrer (*1948, LLG Landstuhl) konnte sich über gute 15:43,96 min und den Meistertitel der M60 freuen. Spannend war die M65-Entscheidung. Hier siegte am Ende doch der niedersächsische Titelverteidiger Karl Degener (*1943, DJK Sparta Langenhagen, 16:20,14 min) gegen Peter Schumm (*1942, Alemannia Aachen, 16:26,46min). In der Altersklasse M70 setzte sich Erich Sturz (*1940, MBB-SG Augsburg, 17:25,41 min) gegen Klaus Gottert (*1939, ASV Erfurt, 17:29,37 min) durch.
Titelverteidigerin Nicole Best (* 1968, TV Groß-Gerau) ließ reinweg gar nichts anbrennen und siegte mit der weitaus besten Zeit von 13:45,61 min bei den Seniorinnen. Brit Schröter (*1974, LG Vogtland, 14:47,37min) gewann die W35 und - in Abwesenheit von Geh-Welt- und -Europameisterin Karen Böhme (*1964, LG Süd Berlin) - gewann die Württembergerin Barbara Primas (*1965, SG Esslingen, 15:04,40 min ) überzeugend die Altersklassenwertung der W45.In 17:00,39 min wurde Marion Fuchs (*1960, Alemannia Aachen) neue Deutsche Meisterin der W50. Im Lauf der älteren Seniorinnen gingen Kopf an Kopf heidrun Neidel (*1947, TSG 1893 Leihgestern, 20:10,53min) und die Badenerin Gisela Theunissen (*1942, Turnerbund Gaggenau 20:10,71 min) jeweils als Siegerin ihrer Altersklasse über ie Ziellinie. W70-meisterin wurde Helga Dräger (*1939, LG Esslingen) in ordentlichen 22:49,77 min.
Alle DM-Resultate hier (31.01.10)
Knaller in Fürth:
Arno Hamaekers schlägt Guido Müller und der läuft zwei Hallenweltrekorde
Das traditionsreiche Senioren-Hallensportfest der LAC Quelle Fürth am Samstag hielt, was es im Vorfeld versprach. Zuschauer und ein Teilnehmerrekord von 243 Athleten sahen großartige Seniorenleichtathketik. Gleich im ersten Wettbewerb des Hallensportfestes gab es eine faustdicke Überraschung, als der ehemalige Audi-Testfahrer Arno Hamaekers (*1940, LAG Obere Murg) mit neuem deutschen M70-Rekord den IAF-Mastersathleten 2009 Guido Müller (*1938, TSV Vaterstetten, Foto) schlug und ihm dabei auch noch den deutschen Hallenrekord abnahm.
Das wurmte den Oberbayern aber offensichtlich so, dass er anschließend seine ganze Klasse zeigte - mit zwei neuen Hallenweltrekorden seiner Altersklasse M70 über 400m in 59,48 sec und über 200m in 26,88sec. Guido Müller verbesserte jeweils seine eigenen, vor Jahresfrist bei der Hallen-DM in Düsseldorf aufgestellten Weltrekorde - über 400m um 44 Hundertstel und über 200m um vier Hundertstel. Über 400m sah es ganz so aus, als ob die dritte Runde nicht wie geplant verlief, als
Arno Hamakers kommentierte anschließend: "Ich war am Start noch etwas zu ängstlich, konnte den Rückstand aber problemlos wettmachen. Ich sehe daher noch Reserven und werde versuchen am kommenden Sonntag in Ludwigshafen, falls ich als Gast starten darf, noch was drauf zu packen."
Auch Walter Hess (*1922, LG Forchheim) erreichte mit übersprungenen 1,17m einen beeindruckenden neuen deutschen Hochsprung-Hallenrekord der Altersklasse M85 und blieb nur 2 zentimeter unter der Weltbestleistung; den alten deutschen Rekord (1,06m) hatte bei der 1. Hallen-WM in Sindelfingen Klaus Langer (*1916, LG HNF Hamburg) aufgestellt.
Über 800m überzeugte Johann Schrödel (*1948, TSG 08 Roth) bei seinem Sieg in 2:17,44 min. Erfolgversprechend für die Deutschen Hallen-Meisterschaften probtenGut in Form zeigten sich auch die Seniorinnen der LAZ Obernburg-Miltenberg: Heike Jörg (*1966) lief über 60m 8,15 sec und 26,65 sec über 200 m, Romana Schulz (*1962) lief über 60 Meter Hürden 9,63 sec und Annegret Nanz (*1959) gewann die W50-Weitsprungwertung mit 4,71 m.
Alle Resultate aus Fürth hier.(Foto: © Herbert Jaehtzen; 30.01.10, aufgefrischt 01. u. 03.02.10)
Magdeburg: Christel Happ mit neuem W80-Hochsprungweltrekord
Nur rund eine Woche nach ihrem W80-Hochsprungsweltrekord lief es diesmal für Christel Happ (*1929, Turbine Halle) noch besser. Sie übersprang am vergangenen Sonntag in der Leichtathletikhalle neben der MDCC-Arena in Magdeburg bei den Offenen Hallen-Bezirksmeisterschaften der Senioren 1,08m und steigerte damit ihre eigene Weltbestleistung gleich um 8 cm.
Auch dieses Mal holte sich Reinhard Krone (*1947, Sportclub Magdeburg) überlegen den Titel im Kugelstoßen seiner Altersklasse. Dabei steigerte er sich Vergleich zu den Landesmeisterschaften auf eine beachtliche Weite von 16,06 m. (29.01.10)
Horst Schrader feiert seinen 75. Geburtstag und denkt an weitere Titel und Rekorde
24 Landesmeister-, 20 norddeutsche Meister- und 5 deutsche Meistertitel lautet die beeindruckende Bilanz der letzten 10 Jahre von Horst Schrader aus Abbesbüttel. Noch beachtlicher: Diese sportlichen Erfolge holte ein Mann, der am kommenden Sonntag seinen 75. Geburtstag feiert. Der für den TuS Celle startende Läufer ist in seiner Altersklasse M75 über 100, 200 und 400 Meter und in der Halle über 60 und 200 Meter einer der erfolgreichsten in Deutschland. Erst jüngst hat der schnelle Senior aus dem Papenteich seiner schon umfangreichen Sammlung an Urkunden und Medaillen einige weitere hinzugefügt. Bei den offenen Hallenmeisterschaften in Halle an der Saale gewann er die 60 Meter in 8,89 Sekunden und stellte als Sieger über die 200 Meter mit 29,72 sec einen neuen Hallenrekord auf. Auf beiden Strecken war er übrigens schneller als die Gewinner der "Youngster" in der Altersklasse M70 und M 65. "Erst in der M 60 war einer schneller. Und der ist immerhin zwölf Jahre jünger", erzählt der Abbesbütteler stolz.
Diesen Stolz bewegt Horst Schrader jedoch nicht, demnächst seine Beine öfters hochzulegen. Ganz im Gegenteil: Bei den deutschen Meisterschaften in Sindelfingen am 13. und 14. Februar will er den deutschen und gleichzeitigen Weltrekord über 200 m der M 75 in der Halle knacken. Der steht bei 28,98 Sekunden. "Ich habe ein gutes Gefühl, dass ich das schaffen kann", gibt sich der Pensionär zuversichtlich. Dass seine Einschätzung keine Floskel ist, bewies Schrader am vergangenem Wochenende bei den offenen Bezirksmeisterschaften in Magdeburg. Er gewann die 200 Meter in 29,32 Sekunden - eine klare Steigerung zu dem Lauf in Halle. "Ich bin schon ganz zufrieden", wertet Schrader, der auch die 60 Meter in 8,91 Sekunden gewann.
Der Trainingsaufwand des erfolgreichen "Oldie-Sprinters" hält sich übrigens in Grenzen. Neben Krafttraining in der Abbesbütteler Sporthalle geht es lediglich drei Mal die Woche allein in den Wald in Sichtweite seines Hauses. "Dort mache vorwiegend Intervall-Training", erzählt Horst Schrader. Ein Karriereende hat der 75-Jährigen übrigens noch nicht in Sichtweite. "Es macht einfach zu viel Spaß. Ein paar Jahre habe ich noch vor mir." (von Gundolf Tospann in Braunschweiger Zeitung (Gifhorn) vom 29.01.2010 )
Vorschau auf das Senioren-Hallensportfest in Fürth
Schon über 130 Voranmeldungen liegen für das Senioren Hallensportfest am kommenden Samstag (30.1.2010) in Fürth vor. Aufgrund ihrer Erfahrungen der letzten Jahre rechnen die Veranstalter am Ende zwischen 150 und 170 Seniorenathleten am Start. Organisator Dieter Krumm: "Mit Meldungen aus ganz Bayern, Trier, Göttingen, Hünxe, Lugwigshafen, Berlin, Bad Ems, Saalfeld, Bielefeld, Sindelfingen und sogar aus Mailand sind doch viele Regionen in Fürth vetreten. Wir hoffen auf gutes Wetter damit die Athleten auch stressfrei nach Fürth anreisen können."
Für die erste Disziplin, 60m Hürden, liegen 12 Meldungen vor mit einem Aufeinandertreffen von Guido Müller, Arno Hameakers, Dr. Klaus Wucherer und in der M60 mit Dieter Tisch, Rudi Hausner und Winfried Heckner. Im Weitsprung wird Gene Allen ( Jahrgang 69 M40 ) versuchen seine ausgezeichnete Weite von 6,61m von den BLV Meisterschaften am vergangenen Wochenende zu verbessern. Die Hoffnung der Veranstalter, dass ie ehemalige 2-Meter-Springerin Daniela Rath ( Jahrgang 77 ) an den Start geht, hat sich nicht beahrheitet. Die aktuelle Hochsprungtrainerin der LAC will erst in der Freiluftsaison wieder einen Hochsprungwettkampf bestreiten. (28.01.10)
Sachsen: Europarekord und Landestitel für Stabhochspringerin Petra Herrmann (W50)
Bei den 20. Sächsischen Hallenmeisterschaften am vergangenen Wochenende in Chemnitz gewann Petra Herrmann (*1959, SG Vorwärts Frankenberg) als 50 Jahre alte Athletin nicht nur den Titel im Stabhochsprung der Frauen, sondern stellte mit 3,10 m auch noch einen neuen Hallen-Europarekord für diese Altersklasse auf. An 3,15m -und damit an einem neuen Hallenweltrekord der W50- scheiterte sie drei Mal nur knapp. Die alte Bestmarke wurde seit zwei Jahren mit 3,00 m von der Britin Jennifer Ibbitson gehalten. Auch Ehemann Lutz Herrmann (*1960, SG Vorwärts Frankenberg) konnte mit übersprungenen 4,00 m in seiner neuen Altersklasse M50 wirklich zufrieden sein; er wurde Landesvizemeister vor Torsten Voß (*1972, SV Elbland Coswig-Meißen), der 3,80 m überquerte.
Falk Balzer (*1973, RBA Chemnitz) sprintete die 60m in 7,33sec, verzichtete aber auf einen Start in der 60m-Hürdenkonkurrenz. Anja Rücker (*1972, RBA Chemnitz) sprintete die 60 Meter in 8,14 sec, Simone Noack (*1967, LG Neiße) lief die 400 Meter in 60,28 sec. Sandra Boitz (*1974, SC DHfK Leipzig) gewann über 3000m in 10:31,38min.
Alle Ergebnisse hier (27.01.10)
Hannover: Wolfgang Knabe mit M50-Weltrekord im Dreisprung
Topfit präsentierte sich Wolfgang Knabe (*1959, OSC Damme) bei den Leichtathletik-Hallenmeisterschaften der DLV-Landesverbände Bremens und Niedersachsens am vergangenen Wochenende (23/24.01) in Hannover. Als Vizemeister der Männer kam er auf 14,11 m und stellte damit einen neuen Hallenweltrekord auf. Der alte Rekord -13,76m- war vor 20 Jahren (!) vom Finnen Stig Bäcklund aufgestellt. Auch mit seinen weiteren gültigen Versuchen von 13,94 m und 13,90 m überbot Wolfgang Knabe den bisherigen Rekord.
wie erwartet überzeugten auch die Masters-Stabhochspringer: Volkmar Reinecke (*1965 Hannover 96) überquerte mit dem Stab 4,50m (Platz 4) und Dr. Christina Ziemann (*1968, MTV 49 Holzminden) übersprang als Gesamtdritte bei den Frauen sehr gute 3,10m und die künftig in der W50 startende Silvia Janke (*1960, LG Bremen-Nord) kam auf 2,80 m .
Die neu gebildete M45-Startgemeinschaft Niedersachsen kam in der 4 x 200m-Staffel auf ausgezeichnete 1:39,28 min. Die Staffel in der Besetzung Heiko Tute (*1961); Erik Wickinger (*1965), Karsten Münkel (*1965) und Karsten Tute (*1965) blieb damit aber knapp zwei Sekunden über dem neuen deutschen Rekord der M45-Staffel aus der Pfalz. Hochsprungsechster wurde Jan Hiller (*1973, BTB Oldenburg) mit übersprungenen 1,79 m. Der in die M40 aufgerückte Kugelstoßer Michael Mertens (*1965, LG Braunschweig) wurde neuer Niedersachsenmeister mit 15,94 m.
Bei den Frauen setzte sich Birgit Meißner (*1968, SC Kirchweyhe und Westerweyhe) über 400m in 62,30sec gut in Szene. 9,90m erreichte Kugelstoßerin Carola Petersen (*1958, LG Lüneburg Stadt und Land).
Alle Resultate aus Hannover hier (27.01.10)
Saarbrücken: Deutscher W45-Hochsprungrekord durch Ulrike Julien
Bei einem Leichtathletikmeeting des SLB am Sonntag (24.01.) in Saarbrücken erzielte Ulrike Julien (*1965, LAC Saarlouis) mit 1,59 Metern eine neue deutsche Hochsprung-Hallenbestleistung für die Klasse W 45 und konnte sich über einen optimalen Saisonauftakt freuen. Sie verbesserte die im vergangenen Jahr gesprungene alte Rekordhöhe von Helga Freyer-Krause (*1961, SF Blau-Gelb Marburg) um zwei Zentimeter. Mehr... (27.01.10)
M40: 200m-Hallenweltrekord in Sheffield
Der Brite Darren Scott (Trafford AC) hat am vergangenen Wochenende mit 21,81 sec bei den nordenglischen Meiterschaften in Sheffield einen beeindruckenden neuen 200m-Weltrekord der Altersklasse M40 aufgestellt. Der 40jährige Sprinter aus Runcorn dankte anschließend seinem langjährigen Trainer Morris Condon : "Ein großes Dankeschön geht an Morris; denn ohne seine Erfahrung und Sachkunde hätte ich das nicht geschafft. Ib der vergangenen Saisn hatte der neue Weltrekordler wegen einer hartnäckigen Knöchelverletzung pausieren müssen.
“I wusste, dass ich gut in Form war, nachdem ich in 6,98sec meine schnellsten 60m seit 12 Jahren gesprintet. Mal sehen eas jetzt noch geht. 21,7 traue ich mir zu." (Quelle; 27.01.10)
Marathon: Europa-Ehrung für Guido Müller
Auf Wolke sieben schwebte im Vorjahr Wolfgang Ritte, der -wie nun Guido Müller- kurz nach seiner Ehrung bei der WMA auch Europas Bester wurde und dann auf Einladung des Europäischen Seniorenleichtathletikverbandes EVAA in Athen und Marathon unvergessliche Tage in Griechenland mit seiner Ehrung erleben durfte. Nicht anders erging es am letzten Wochenende Guido Müller (Vaterstetten), der im November von der WMA in Monte Carlo ausgezeichnet wurde und nun -wie er sagte- in sehr netter familiärer Atmosphäre die Auszeichnung als bester Europäer entgegennehmen durfte.
Bevor es zur Ehrung kam, wurden die beiden Preisträger -neben Guido Müller die dänische W50-Langläuferin Gitte Karslhöj (Aarhus) (Foto)- von Georgios Constantopoulos in die Historie geführt- also auf eine "Stadtrundfahrt mit Geschichte". Mit Beginn in Marathon am Startplatz zum Traditionslauf, vorbei an den Schlachtfeldern von 490 v.C., einem Besuch im Marathon-Museum dann ins Zentrum von Athen zum Antik-Stadion ("Panathinaikos") und hinauf zur Akropolis.
Am Abend wurde Guido Müller in Anwesenheit von mehr als 50 geladenen Gästen in der Zentrale des griechischen Leichtathletik-Seniorenverbandes geehrt und mit einer Statue ausgezeichnet der griechischen Siegesgöttin Nike ausgezeichnet - wie konnte es auch anders sein. Die Laudatio für Guido Müller hielt sein Hürdenkollege und EVAA-Sekretär Kurt Kaschke, der noch einmal das Jahr 2009 Revue passieren ließ.
In seiner Dankesrede griff Guido Müller in seine eigene Sportgeschichte zurück und erwähnte einen Wettkampf, den er in den 60er Jahren in Athen bestritten hatte und bei dem auch der damalige griechische Hürdenrekordler Georgios Marcello teilgenommen hatte. Zum Erstaunen aller und erst recht zum Erstaunen von Guido Müller stand dann aus der Schar der geladenen Gäste genau dieser Sportler auf. Ein beeindruckendes Wiedersehen nach mehr als 40 Jahren. Der Abend klang aus in einem gemütlichen typischen griechischen Restaurant. (26.01.10)
FOCUS: Interview mit Guido Müller
Welt- und Europa-Senior 2009 Guido Müller (*1938, TSV Vaterstetten) stand nach seiner Auszeichnung bei der IAF Gala in Monaco dem Wochenmagazin FOCUS Rede und Antwort. Am Montag, 25. Januar wird nun dieses seit dem vergangenen Dezember erwartete Interview in dem Wochenmagazin ("Fakten, Fakten, Fakten!") nachzulesen sein.
Sollte der FOCUS nach Anlaufschwierigkeiten mit eigenen Interpretationsaussagen -2005 nach der Masters-WM in San Sebastian- nun erkannt haben, dass bei den Leichtathletik-Seniorinnenen und Senioren wirklich "etwas los" ist. Freuen wir uns auf die Montagsausgabe des FOCUS. (Foto: IAF Gala 2009 - Guido Müller mit Albert von Monaco © masters-sport.de 22.01.10)
Europaübersicht: Hallenmeisterschaften 2010
Der Europäische Seniorenleichtathletikverband EVAA hat eine Übersicht der diesjährigen Hallenmeisterschaften seiner Mitgliedsverbände vorgelegt. Besonders interessant sind die offenen Titelkämpfe, die in Belgien, Österreich, Slowenien und Ungarn stattfinden. Von diesen wiederum sind die Intrenationalen belgischen Meisterschafte vor allem interessant. Sie finden nämlich in der Leichtathletikarena von Gent statt, in der im kommenden Frühjahr die nächsten Europäischen Hallenmeisterschaften über die Bühne gehen. Hier die EVAA-Übersicht:
Belgien 13. März in Gent (offene Titelkämpfe)
Dänemark 14. März in Hvidøvre
Deutschland 13./14. Februar in Sindelfingen
Frankreich 13./14. Februar in Nogent sur Oise
Griechenland 24. Januar in Athen
Großbritannien 27./28. März in Lee Valley
Italien 19.-21. Ffebruar in Ancona
Lettland 20. Februar in Riga
Niederlande 14. Februar in Apeldoorn
Österreich 21. Februar in Dornbirn (offene Titelkämpfe)
Polen 13. März in Spala
Portugal 23./24. Januar in Espinho
Schweden 13./14. Februar in Bollnäs
Schweiz 27. Februar in Magglingen
Slowenien 28. Februar in Ljubljana (offene Titelkämpfe)
Spanien 20./21. Februar Zaragoza
Ungarn 14. Februar in Budapest (offene Titelkämpfe)
(21.01.10)
USA: 60m-Hallenweltrekord in der M65
Aus den Vereinigten Staaten wird ein Hallenrekord gemeldet. beim Duke City All-Comers Sportfest in Albuquerque (US-Bundesstaat New Mexico) verbesserte Don Neidig, eigentlich eher ein Langsprinter, die 60m Hallenbestleistung des Finnen Jorma Manninen um exakt 1 Hundertstel Sekunde auf jetzt 7,98sec.
Es war das erste Mal nach fünf Jahren, dass Neidig auf der Hallenstrecke antrat. Dem Vernehmen nach will er aber jetzt auch bei den US-Hallenmasters in Boston an den Start gehen. Mehr (21.01.09)
Rheinland-Pfalz-Hallenmeisterschaften: "Pfalz Team 40" läuft deutsche M45-Rekordzeit
Die Sprintstaffel "Pfalz Team 40" der Startgemeinschaft Leichtathletikclub (LC) Schifferstadt - ABC Ludwigshafen hat die Rheinland-Pfalz-Hallenmeisterschaften der Aktiven in Ludwigshafen zu einem erfolgreichen Formtest genutzt. Auf 4x200 Meter verbesserte das Team (Foto) den deutschen Rekord für die Altersklasse M45 gleich um eine halbe Sekunde auf 1:37,49 Minuten. Dabei profitierte das Quartett von einem stark besetzten Staffelfinallauf, in dem man nach einem spannenden Rennen in der Besetzung Werner Schwaab (ABC), Robert Wagner, Markus Selinger und Frank Becker (alle LCS) den erst ein Jahr alten Seniorenrekord eliminieren und Platz vier belegen konnte. Für große Freude beim LCS sorgte zuvor bereits Markus Selinger, der sich in der Männerkonkurrenz über 400 Meter in 54,13 Sekunden die Bronzemedaille erkämpfte.
Als nächster Formtest steht nun am 7. Februar an gleicher Stelle die Seniorenhallenmeisterschaft des Leichtathletikverbandes Pfalz auf dem Plan, bevor eine Woche später die Deutschen Seniorenhallenmeisterschaften in Sindelfingen stattfinden.
Im B-Finale der Frauen über 60m sprintete Gabi Rollepatz (*1968, LG Rhein-Wied) 8,19sec (200m: 27,61sec). In den Vorläufen hatten Olga Becker (*1961 ABC Ludwigshafen) in 8,56sec und Gabi Horwedel Gabi (*1957, LG Rhein-Wied) 8,84 sec, die in 30,13 sec über 200m die 30-Sekunden-grenze knapp verfehlte. Anne Breuhauer (* 1970,) TV Bad Bergzabern) gefiel in 27,30sec über die Hallenrunde besser als in 8,57 sec über 60m; allerdings hatte sie da auch schon dicke Beine von schnellen 61,26sec über 400m. Ulrike Dupré (*1961, LG Idar-Oberstein) kam im Stabhochsprung auf 2,60m und im Kugelstoßen (3 kg) erreichte Ingrid Geil (*1962, TUS Niederneisen) gute 10,84m.
Bei den Männern wussten über 60m die Sprinter Rusli Daeng (*1973 USC Mainz, 7,27sec) und Chaibou Hassane (*1964, LG Bernkastel-Wittlich, 7,35 sec) zu gefallen; Hassanes 200m zeit von 23,74sec muss ebenfalls erwähnt werden. Rusli Daeng erreichte über 60m Hürden die Vizemeisterschaft in 8,53sec.
Über 800m war Neu-M50e Jürgen Degen (*1960, LC Haßloch) in 2:09,94 min schneller als der außer wertung startende Dirk Butz (*1967, TV Rheinau 1893, 2:10,04 min). Im Dreisprung kam Matthias Gerlach (*1965, LG Rheinfront) auf gute 11,90m. Kugelstoßer Lothar Koch (*1972, TV Alzey) erreichte 14,42m. Alle Resultate hier (Foto: © M. Selinger; Quelle Rheinpfalz, 20.01.10)
Erinnerung an den Senioren-Formtest in Fürth
Formtest in Fürth. Die Startgelegenheit für Leichtathletiksenioren am Samstag, 30.1.2010 in Fürth liegt exakt zwei Wochen vor den DLV Senioren - Hallenmeisterschaften in Sindelfingen - also eine perfekte Möglichkeit, die aktuelle Form zu überprüfen.
Alle Informationen, Ausschreibung und Zeitplan finden sich unter www.lacquelle.de Menupunkt Senioren-Hallensportfest.
(20.01.10)
Einladung aus Köln: PACE-Studie untersucht Zusammenhänge von Masters-Leistungen
Sportler aller Altersklassen, Leistungsbereiche und Sportarte sind eingeladen, an der PACE-Internet-Befragung (www.dshs-koeln.de/pace) teilzunehmen. Das Institut für Physiologie und Anatomie der Deutschen Sporthochschule Köln führt mit seiner PACE-Studie (Performance, Age, Competition, Exercise) in einem langfristig angelegten Projekt Zusammenhänge zwischen Training, Alter, Motivation zum Sporttreiben, Lebensstilfaktoren und der körperlichen Leistungsfähigkeit erfassen und ermitteln.
Erste Ergebnisse der Studie belegen, dass so genannte "Lifestyle"-Faktoren einen bedeutend stärkeren Einfluss auf Gesundheits- und Alterungsprozesse haben als die biologische Alterung. Insbesondere die Seniorenleichtathleten beweisen außerdem eindrucksvoll, dass auch im fortgeschrittenen Lebensalter hervorragende Leistungen erzielt werden können. Bislang bestehen jedoch noch viele offene Fragen, wie es den Sportlern gelingt, diese positiven Leistungen zu erbringen. Hier setzt die PACE-Studie an: Mit Hilfe der Online-Befragung werden wichtige Fakten zur Trainings- und Wettkampfgestaltung in vielen Sportarten erhoben.
Bislang haben mehr als 15.000 Sportler an der PACE-Befragung teilgenommen. Interessierte Seniorenleichtathleten können sich auf der Internetseite des Projekts informieren und mitmachen. Jeder Sportler erhält als Dankeschön für die Teilnahme im Anschluss an die Beantwortung Gelegenheit, einige interessante Daten zu ermitteln (Body-Mass-Index; täglicher Energieumsatz in Ruhe, bei Arbeit und im Sport; Trainingsherzfrequenzbereiche für ein Lauftraining). Marathon- und Halbmarathonläufer können ihre persönlichen Laufzeiten mit mehr als 400.000 Ergebnissen deutscher Wettbewerbe der Jahre 2003 bis 2007 vergleichen. (Quelle PACE/EVAA/SeLa 1/2010, 19.01.10)
Halle/Saale: Zwei neue Hallen-Weltrekorde durch Christel Happ (W 80)
Reinhard Krone (M60) stößt die Kugel auf 15,22m - Schneller Horst Schrader (M75)
Zwei Weltrekorde waren die Glanzlichter der Offenen Hallenleichtathletikmeisterschaften Sachsen-Anhalts 2010. Die beeindruckende Christel Happ (*1929, Turbine Halle) stellte sie im Hoch- und im Weitsprung ihrer Altersklasse W80 auf. Weil die Meisterschaften längst über die Landesgrenzen hinaus ein großes Echo haben, fanden sich am Samstag 16.01.2010 in der Leichtathletikhalle Brandberge in Halle an der Salle eine engagierte Leichtathletikgemeinde ein und überzeugte guten Resultaten. Neu in der M50 überzeugte Hardy Puschmann (*1960, USC Magdeburg) in 7,90 sec im 60m Sprint. Ein blendend aufgelegter Reinhard Krone (*1947, Sportclub Magdeburg) stieß die Kugel auf exzellente 15,22 m.
60m-Hürdensprinter Dr. Günther Herzberg (*1949, Universitäts-SV Halle) konnte mit 11,84 sec noch nicht seine Vorjahresleistung erreichen. Manfred Koch, (*1947, Turbine Halle ) konnte sich nach 60m Sprint über gute 8,33 sec freuen. Über 800m war Roland Kluttig (*1947, Chemnitzer PSV) mit 2:31,50 min so schnell in der Halle wie seit zwei Jahren nicht mehr. Den M65-Zweikampf über 800m in der Altersklasse M65 gewann Bernd Krüger (*1942, USC Magdeburg, 2:34,94 min) gegen Prof. Dr. Gerhard Flachowsky (*1944 MTV Hondelage, 2:35,81 min). Dr. Karl Schmidt (*1938, SV Detag Weiden) war in 8,90 sec schnellster M70-Sprinter über 60m. Kugelstoßer Uwe Schmidt (*1940, SV Kali Wolmirstedt e.V. ) erreichte 14,21 m. In der Altersklasse M 75 kam der Niedersachse Horst Schrader (* 1935, TuS Celle von 1992) auf hervorragende Sprintzeiten: die 60m lief er in 8,89sec, die 200m in 29,72sec. In der M80 stieß Emil Bölling (*1930, MSV Buna Schkopau) die Kugel auf 10,26 m.
Bei den Seniorinnen gewann Evelyn Heinrich (*1965, SV Teutschenthal) alle (!) fünf W45-Titel. Hervorzuheben sind dabei die 60m in 8,77 sec, die 200m in 28,97 sec und in 10,56 sec die 60m Hürden. In der W50 erreichte Kugelstoßerin Ute Ganzer, (*1960, TSG Wittenberg) 10,21 m. Die neu in die W55 aufgerückte Gisela Seifert, (*1955, Universitäts-SV Halle) lief über 60m Hürden 11,67 sec. Eine muntere Christel Happ (* 1929, Turbine Halle) kam über 60m auf 12,06sec und lief anschließend die 200m in 45,75 sec. Vor allem aber mit ihren Sprungleistungen konnte sie mehr als zufrieden sein: 2,89m weit und exakt 1,00m hoch. Das war jeweils eine neue W 80-Weltbestleistung in der Halle und steigerte in beiden Fällen Rekorde, die bei der 2. Hallen-WM in Linz vor vier Jahren aufgestellt worden waren. Im Hochsprung sprang Christel Happ vier Zentimeter höher als die Bestmarke von Margarethe Strüven (*1922, LG HNF Hamburg) und im Weitsprung 15 cm weiter als die 2,74m von Ingrid Lorenz (*1925, TSV Trittau). Anschließend stapelte die Weltrekordlerin aus Sachsen-Anhalt ganz tief: Die neuen Bestleitungen seien "zwar Weltrekord, aber nicht so toll". Aber es war allemal ein toller Jahresauftakt.
Alle Resultate aus Halle hier. (18.01.10)
Lydia Ritter und Karl-Heinz Marg sind „Seniorenleichtathleten des Jahres 2009“
Die Mittelstrecklerin Lydia Ritter (TuS Rot-Weiß Koblenz) und der Kugelstoßer Karl-Heinz Marg (SG Osterholz) sind von den Leserinnen und Lesern der vom Aachener Meyer & Meyer Verlag herausgegebenen Zeitschrift „Senioren Leichtathletik“ zur „Seniorenleichtathletin des Jahres 2009“ bzw. zum „Seniorenleichtathleten des Jahres 2009“ gewählt worden.
Lydia Ritter, die vielseitige Mittelstrecklerin, dominierte bei den Weltmeisterschaften in Lahti als letztendlich vierfache Weltmeisterin ihre Altersklasse nach Erfolgen zuvor bei den Hallen-Europameisterschaften und den nationalen Titelkämpfen in der Halle und im Stadion. Die sympathische 71-Jährige gewann in Finnland die 400 m, 800 m und die 1.500 m und konnte darüber hinaus den vierten WM-Titel mit der 4 x 400 m- Staffel der Damen in der Altersklasse W 65 erringen. „Mit all den Erfolgen in Lahti hatte ich eigentlich nicht gerechnet“, so die Ausnahmeläuferin, die von 400 m bis 3000 m im Vorjahr die Szene komplett im Griff hatte. Eine Verletzung hatte für dieses Fragezeichen gesorgt und so hatte sie während der drei Einzelrennen in Finnland immer wieder das Gefühl, aufgeben zu müssen.
Für den 71-jährigen Karl-Heinz Marg war 2009 ebenfalls ein sehr erfolgreiches Jahr, konnte er doch im Kugelstoßen alle nur denkbaren Titel erringen: Deutscher Meister (Halle und Stadion), Europameister Halle und Weltmeister Stadion. Von besonderer Spannung war hierbei der WM-Kampf, in dem sich der Athlet der SG Osterholz gegen seinen österreichischen Konkurrenten bei gleicher Siegerweite (14,93 m) durch den besseren Zweitversuch durchsetzen konnte. „Das ist eine hohe Ehre für mich und eine Anerkennung“, so der 71-jährige Kugelstoßer aus der niedersächsischen Osterholz, als er von seiner Wahl erfuhr.
Die offizielle Ehrung der beiden Athleten wird am 13. Februar 2010 um 16:00 Uhr im Rahmen der Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen erfolgen. (Pressemitteilung, Meyer & Meyer • Der Sportverlag, 14.01.2010 )
Südbayerische: Guido Müller kommt auf Touren
Langsam auf Touren kommt IAAF-Masters of the Year 2009 Guido Müller (*1938, TSV Vaterstetten). Bei den Südbayerischen Hallenmeisterschaften in München lief er die 200 m in 27,44 sec (PB 26,92 Sek, HWR). Außer dem Vorzeigemasters nahmen zahlreiche weitere Senioren teil, die unter www.blv-sport.de nachzulesen sind. Hier ein Auszug:
M 45: Thomas Schiessl (*1965, FTSV Straubing) 200m: 25,11 sec; Wilhelm Martin (*1965, DJK Waldram-Wolfratshausen) Hoch: 1,71 m.
M 50: Gerhard Zorn (*1956, TSV Vaterstetten) 200m: 26,29sec und 60m: 8,07sec; Matthias Konopka (*1958, FTSV Straubing) 200m: 26,76sec.
M 65: Hans-Jürgen Frühauf (*1945, TSV Weilheim) 200 m: 28,17 Sek.
(12.01.10)
HH, M-V, S-H: Gute Sprinter und Kugelstoßer in Hamburg
Gute Sprintleistungen gab es bei den Gemeinsamen Hallenmeisterschaften der drei norddeutschen landesverbände Hamburg, mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein am Sonntag in der Hamburger Leichtathletikhalle. Im mit Spannung erwarteten 60m-Finale der M40 setzte sich Abdelaziz Boukaia (*1968, LG Elmshorn) in 7,41 sec gegen Meinert Möller (*1966, TuS H/M Kiel) durch, der auf 7,52sec kam. Möller siegte allerdings in 24,10sec über 200m.
Außer Konkurrenz kam der Bremer Manfred Hiller (*1960,TuS Huchting Bremen) über 60m auf 7,74 sec und Katja Behrend (*1962, SV Großhansdorf) siegte über 60m in 8,40sec und über 200m ebenso unangefochten in 27,58sec. In der M 70 hatte Hans-Joachim Lange (*1937, LG Alsternord) in 9,01 sec knapp die Nase vorn vor Lothar Müller (*1936, TSV Trittau) in 9,04sec, der anschließend in 4,47m den Weitsprung der M70 gewann. Gut war auch die 200m-Leistung von Horst Hufnagel (*1935, LG Alsternord): 31,26sec. Höhepunkt der meisterschaften war der 60m-Endlauf der M 65. Hier gewann favorit Klaus Gailus (*1944, LG Alsternord, 8,53sec) vor de starken Norbert Meyer-Hartmann (*1945, LG Alsternord, 8,61 sec) und Hans-Jürgen Wolff (*1943, LG Alsternord, 8,72 sec).
Auch die Kugelstoßer zeigten gute Leistungen: Auf beeindruckende 10,95m stieß Adolf Grell (*1935, SV Polizei Hamburg) die 4kg-Kugel. Eine Topleistung im Kugelstoßen zeigten Oliver Rohwer (*1970, LBV Phönix Lübeck) mit 15,12m iund Carola Petersen (*1959, LG Lüneburg Stadt und Land ) mit 11,07m.
Ihre Form noch nicht gefunden haben Hochspringer Peter Malinowski (*1962, LG Neumünster), der 1,77 übersprang und Brigitte Heidrich (*1961, TSV Eintracht Hittfeld), die über 800m auf 2:37,29 min kam.
Alle Resultate aus Hamburg hier (11.01.10)
Kamloops verlängert Anmeldefrist: 23. Januar
Die Organisatoren der 4. Hallen-WM vom 1. bis 6. März im westkanadischen Kamloops haben die WM-Anmeldefrist bis zum 23. Januar verlängert. Es kann also noch gestartet werden. Bislang haben 49 Länder gemeldet. Dazu die Vergleichszahlen der früheren Meisterschaften: 2004 Sindelfingen (DE) meldeten 2638 Teilnehmer aus 58 Ländern, 2006 in Linz waren es 3336 Teilnehmer aus 60 Ländern, und 2008 in Clermont-Ferrand (F) wollten 3561 Teilnehmer aus 58 Ländern an den Start.
Auch der DLV hat entsprechend das Meldefenster noch einmal geöffnet. Die Meldungen werden dort bis zum 21. Januar erwartet. Die beiden restlichen Tage braucht man zur Abwicklung. "Der 23. ist ein Samstag!" hieß es aus der deutschen Leichtathletikzentrale. (11.01.10, aufgefrischt 12.01.10)
Weltrekordwochenende:
Westfale Karl-Walter Trümper (M70) und Italiener Mario Longo (M 45) mit neuen Rekorden
Gleich zwei neue Hallen-Weltbestleistungen in den Altersklassen gab es an diesem Wochenende. Karl-Walter Trümper (*1939, LC Rapid Dortmund; Foto lks) lief bei den Westdeutschen Meisterschaften in Düsseldorf in der M70 einen neuen Hallenweltrekord über 1500m. In einem grandiosen Rennen deklassierte Trümper die Konkurrenz in 5:09,62 min um 30 Sekunden. Seine neue Bestzeit steigerte den fünf Jahre alten M70-WR des großen Kanadiers Ed Whitlock (*1932) um knapp 5 Sekunden.
Kugelstoßer Northoff Tilman Northoff (*1969, LG Bielefeld) überzeugte mit 17,45m. Die Mittelstreckenkonkurrenz n der Altersklasse M50 waren ein besonderer Leckerbissen. Im letzten Jahr seiner Zugehörigkeit zur M50 setzte sich Robert James Payne (*1956, Mönchengladbacher LG) sowohl über 800m als auch zwei Stunden später über 1500m jeweils knapp gegen Altersklassenneuling Wolfgang Vehlewald (*1960, TuS Eintracht Minden) durch. Über 800m in 2:16,17 min zu 2:16,84min und über 1500m in 4:40,70 min zu 4:41,73 min. In sehr guten 7,97 sec gewann Wolfgang Lotz (*1954, TSV Bayer Leverkusen) den Titel eines Westdeutschen 60m-Meisters in seiner Altersklasse M55. Mit 14,25m gewann Axel Hermanns (*1944, LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) das Kugelstoßen der M65. In der M70 gewann Klemens Wittig (*1937 LC Rapid Dortmund) die 800m in 2:40,84 min. Bei den Frauen überraschte Ute Böggemann (*1957, ART Düsseldorf) mit 1,41 m im Hochsprung der W50. Hannelore Venn (*1942, Pulheimer SC) lief die 200m in 33,74min. Alle Düsseldorf-Resultate hier
Auch Italien meldet einen großartigen Weltrekord in der noch jungen Hallensaison. Mario Longo (*1964, Athletic Marano) lief im Palaindoor von Ancona, der EM-Halle des Vorjahres, bei einem nationalen Hallensportfest über 60m als erster Mensch dieser Atersklasse schneller als 7 Sekunden. Bereits im Vorlauf hatte Longo mit 7,02sec den bisherigen M45-Weltrekord von Stan Whitley (USA) eingestellt, der seit dem 21.03.1991 Bestand hatte; damit qualifizierte sich der Neapolitaner für das Finale der acht Sprinter von insgesamt 60 (!) Athleten. Hier gewann der neue Weltrekordler die Entscheidung in überragenden 6,97 Sekunden.
Die Stabhochsprungkonkurrenz entschied Giacomo Befani (*1970, TR024 Ass. Atletica Libertas Orvieto) mit 4,80m für sich. Alle Ancona-Resultate hier
(Foto: © Hanspeter Skala 11.01.10)
M40: Shabunin (RUS) läuft Hallenweltrekord über 3000m
Der Russe Wjatscheslaw Shabunin (*1969, Dynamo Moskau) hat am Donnerstag beim 19. Yalamov Memorial in Jekaterinenburg einen neuen 3000m-Hallenweltrekord seiner Altersklasse aufgestellt. Als zweiter seines Laufes verbesserte er mit 8:04,34 min die acht Jahre alte WR-Marke des Iren Marcus O'Sullivan ( 8:09,13 min) um knapp 5 Sekunden. Bemerkenswert ist, dass die Nachricht am Wochenende in einem Artikel der offiziellen Internetseite des Europäischen Leichtathletikverbandes - der seit Jahresfrist offiziell EA abgekürzt wird- verbreitet wurde.
Bei dem selben Hallensportfest gewann Maria Konovalova (*1974) die 2000m in 5.38,98min und stellte damit einen neuen nationalen russischen Rekord auf. Die Mastersathletin war 11. bei der Leichtathletik-WM in Berlin über 10.000m geworden. (10.01.10, aufgefrischt 11.01.10)
Wir gratulieren Rüdiger Nickel: 65 Jahre!
'Seine (sportlichen) Eckdaten sind unvergessen: 50,1 sek. über 400 m, 1:51,5 min über 800 m und 2:27,3 min über 1000 m. Alle Zeiten erzielt im "Glanzjahr "1965. Seine Eckdaten als Funktionsträger ebenfalls unvergessen: DLV-Jugendwart zu Beginn der 90er nach Jahren im hessischen LA-Verband, DLV-Sportwart und Vizepräsident von 1993 bis 2004, dazu engagierter Doping-Bekämpfer. Auszeichnungen mit den DLV-Nadeln in Silber und Gold und mit dem DLV-Ehrenschild und DLV-Medienpreis.
Gemeint ist Rüdiger Nickel, der heute seinen 65. Geburtstag im heimischen Hanau feiert. Seit seinem Rücktritt von den DLV-Ämtern im Jahre 2004 ist Rüdiger Nickel keineswegs von seinen Aktivitäten in der Doping-Bekämpfung zurückgetreten. Im Gegenteil. Das, was sich Rüdiger Nickel als erster Antidoping-Beauftragter (1991 bis 1993) im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) auf die Fahnen geschrieben hatte, das verfolgt er auch heute noch. Zusammen mit seinem damaligen Amtskollegen im DLV, Vizepräsident Theo Rous, hat er in der Zwischenzeit zwei Handbücher zum Thema "Antidoping" veröffentlicht, engagiert sich in diesem Themenbereich bei proMASTERs, hat zusammen mit Guido Müller, Arno Hamaekers und Dieter Massin die "Vaterstettener Erklärung" konzipiert, die nun weltweit bekannt ist und genutzt wird, und ist vor allem beim europäischen Senioren Leichtathletik-Verband (EVAA) als Berater tätig und wirkt bei vielen Neuerungen in der Antidoping-Bewegung europaweit mit. Sein "FINDEX", die tabellarische Übersicht verbotener Medikamente, hat weltweit Anerkennung gefunden und dient so manchem Athleten (gerade Senioren!) als wichtige Informationsquelle.
ProMASTERs wünscht dem Jubilar alles Gute, beste Gesundheit und ein noch langes engagiertes Mitwirken.
Ad multos annos, Rüdiger!'
(mit freundlicher Erlaubnis von proMasters-la.de, 09.01.2009)
HH, M-V und S-H: Gemeinsame Hallen-Titelkämpfe in Hamburg
Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt, da ermitteln auch bereits die norddeutschen Leichtathletinnen und Leichtathleten die ersten Titelträger 2010. Schauplatz der gemeinsamen Senioren-Landesmeisterschaften für die DLV-Landesverbände Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ist am Sonntag die Alsterdorfer Leichtathletikhalle, in der etwa 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Altersklassen W/M 30 bis 80 in acht Disziplinen ihre Meister ermitteln.
Los geht's um 10.30 Uhr mit dem Kugelstoßen der Frauen, der erste Laufwettbewerb ist um 11 Uhr der 60-Meter-Sprint der Männer. Bemerkenswert ist dieser Hinweis in der Ausschreibung: Alle Vereine, die drei oder mehr Teilnehmer melden, müssen je angefangene zehn Teilnehmer je zwei Helfer stellen. Die Einteilung erfolgt über eine Liste, unter Berücksichtigung der Veranstaltungsanforderungen, Meldezahlen und gestellten Kampfrichter. (Quelle: Hamburger Abendblatt, 08.01.09)
Nachschlag für Kamloops! 72 Deutsche zur Hallen-WM
masters-sport.de-Leser Guido Müller hat recht. Auf der Internetseite des DLV ist die neueste Teilnehmerliste nachzulesen und dort sind inzwischen (Stand 06.01.) 72 Masters-Leichtathleten (davon 23 Athletinnen) aufgeführt, die an der 4. Hallen-WM in Kamloops (Kanada) vom 1. bis 6. März teilnehmen wollen.
Auch aus Österreich sind "mindestens zwei Athleten" dabei, schreibt Angelika Holder und kritisiert die negativen Kommentare zur Hallen-WM wie "lange Reisezeiten, Zeitumstellung und Kosten" und ergänzt: "Wo ist eigentlich der Gedanke, dass die außereuropäischen Athleten in den letzten Jahren oftmals genau dieses in Kauf nehmen mussten, ... oder meint man, die Welt dreht sich nur um Europa?" (07.01.10)
Steffi Nerius (W37) ist Deutschlands Leichtathletin des Jahres
Die beiden deutschen Weltmeister von Berlin sind auch die „Leichtathleten des Jahres“ 2009. Diskuswerfer Robert Harting (SCC Berlin) und Speerwerferin Steffi Nerius (*1972, TSV Bayer 04 Leverkusen), die ihre Karriere nach der WM-Saison beendet hat, lagen in der Gunst der Leser der Fachzeitschrift leichtathletik und der User von leichtathletik.de weit vorn. Fast 3.000 Leichtathletik-Fans haben gewählt und ihr Votum fiel eindeutig aus: Mit jeweils mehr als 30 Prozent der Stimmen wurden die deutschen Weltmeister Robert Harting (32,8 Prozent) und Steffi Nerius (39,1 Prozent) gewählt. Mehr Menschen haben bei dieser Wahl noch nie ihre Stimme abgegeben.
Die 37 Jahre alte Leverkusenerin setzte sich deutlich gegen Ariane Friedrich (LG Eintracht Frankfurt) und ihre Vereinskollegin Jennifer Oeser durch. Auf die WM-Dritte im Hochsprung aus Frankfurt entfielen 30,1 Prozent der Stimmen, für die WM-Überraschungszweite im Siebenkampf stimmten 12,8 Prozent der Teilnehmer. „Das ist ein toller Abschluss für ein Wahnsinnsjahr. Im Januar 2009 hätte ich mir das alles ja gar nicht träumen lassen. Dieses Jahr war für mich mehr wert als ein Sechser im Lotto“, kommentierte Steffi Nerius den Ausgang der Wahl. Für sie war es der zweite Sieg bei der Wahl nach 2004, als sie bei den Olympischen Spielen in Athen (Griechenland) den zweiten Platz belegt hatte.
Noch deutlicher fiel das Ergebnis bei den Männern aus, wo Robert Harting mehr als 14 Prozentpunkte Vorsprung auf den zweitplatzierten Raúl Spank (Dresdner SC; 18,1 Prozent) hatte. Hinter dem Hochsprung-Dritten von Berlin folgten der WM-Dritte im Kugelstoßen, Ralf Bartels (SC Neubrandenburg; 12,9), und der Hallen-Europameister und -rekordler im Weitsprung, Sebastian Bayer (Hamburger SV/11,7), auf den Plätzen drei und vier. Der Diskus-Weltmeister war überrascht von seinem Triumph bei der Wahl: „Eigentlich bin ich ja gar nicht der Typ, der solche Wahlen gewinnt“, sagte er, „mich macht diese Auszeichnung sehr stolz, weil sie zeigt, dass die Fans mich nach meinen sportlichen Leistungen beurteilen. Das ist für mich eine ganz wichtige Sache.“ (aus www.leichtathletik.de, 07.01.10)
Antidoping: FINDEX© aktualisiert
Die einzigartige FINDEX-Datenbank sowie die FINDEX-Infos als PDF-Dateien, die auf Grundlage der aktuellen WADA-Verbotsliste des Jahres 2010 basieren, sind aktualisiert und verfügbar. Dies teil die Athletenvereinigung pro-MASTERS mit. Auf der proMASTERS-Internetseite kann im Menu FINDEX die online-Abfrage gestartet, und es findet im "Menu Download" auch der Text zum Herunterladen.
Beim proMASTERs FINDEX© handelt es sich bekanntlich um einen von Rüdiger Nickel (Hanau) sorgfältig zusammengestellten Antidoping-Service für Athleten. In Sekundenschnelle prüft die Datenbank, ob der gesuchte Wirkstoff auf der WADA-Verbotsliste steht oder nicht. (06.01.10)
Aktuell: Westdeutsche ohne Winterwurf!
Durch Lampis nicht nur immer bestens, sondern auch schnellstens informiert: Wie Gisela Stecher (Grevenbroich), Senioren-Wettkampfwartin des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein (LVN) heute mitteilte, entfallen die Wurfwettbewerbe (Diskus, Speer, Hammer) bei den Westdeutschen Senioren-Meisterschaften am kommenden Sonntag in Düsseldorf. Das Sportamt der Landeshauptstadt hat die vom Schnee bedeckten Außenanlagen im "Esprit-Arena-Sportpark" (heißt wirklich so!) mit Hinblick auf die drohende Verletzungsgefahr von Athleten, Trainern und Kampfrichtern gesperrt. Es fehlen bei den vielen anderen öffentlichen Aufgaben der Räumdienste einfach die Arbeitskräfte, ordnungsgemäße Wettkampfanlagen zu gewährleisten.
Dies auch mit dem Hintergrund, dass der Wetterdienst für Freitag 20 Zentimeter Neuschnee und weiterhin Minus-Temperaturen am Niederrhein prognostiziert hat. Ski-Langlauf und Rodel gut, Diskus, Speer und Hammer schlecht. Wer also nur hierfür gemeldet hatte: Bitte getrost zu Hause bleiben und wirklichen Wintersport im Fernsehen gucken. (05.01.10)
Kamloops ohne Europa? Nur 53 deutsche Senioren wollen nach Kanada
Was sich seit Wochen abzeichnete, ist offenbar Realität. Die 4. Hallen-Weltmeisterschaften der Senioren vom 1. bis 6. März im westkanadischen Kamloops finden in Europa kein Interesse. Nur 53 deutsche Mastersathleten (19 davon Frauen) haben laut DLV-Internetseite für diese "WM jenseits des großen Wassers" gemeldet. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren in Clermont-Ferrand waren es fünf Mal so viel: 368. Auf der österreichischen Internetseite finden sich bisher keine Teilnehmer (Stand 04.01.) und aus der Schweiz werden uns "zwei bis vier" Interessenten gemeldet; Experten rechnen damit, dass auch aus den skandinavischen Ländern kaum Wettkämpfer an den Start gehen. Immerhin finden im finnischen Jyväskylä keine zwei Wochen nach der Kanada-WM die Nordischen Hallenmeisterschaften statt. Die Briten schließen zwar ihre Meldeliste erst am kommenden Samstag. Aber weitere Kamloops-Teilnehmerlisten aus Europa sind bisher im Internet nicht zu finden - gemeinhin kein Zeichen großen Interesses.
Von den prominenten Athleten definitiv nicht dabei ist die Schweizerin Christine Müller (*1959, LC Zürich), IAAF-Masters of the Year 2008. Sie hat sich eine langwierige Verletzung zugezogen und hat deshalb die komplette Hallensaison abgehakt. Wolfgang Ritte (*1953, Weseler TV) startet lieber einen Monat vor Kamloops beim großen Stabhochsprungmeeting in Reno (Nevada). Vorzeigeathlet Guido Müller (*1938, TSV Vaterstetten) tritt ebenso wenig in Kamloops an wie Mehrkämpfer Dr. Rolf Geese (*1944, LG Göttingen).
Für masters-sport.de wird aus Kanada u.a. Hürden- und Sprintspezialist Dieter Tisch (*1948, ABC Ludwigshafen) berichten. (05.01.2010)
800m: Karl-Walter Trümper (M70) mit Hallen-Europarekord, Jörg Sender mit deutscher M50-Bestleistung
Einen neuen Halleneuroparekord und eine neue deutsche Hallenbestleistung gab es am Sonntag beim 45. Hallensportfest des BV Teutonia Lanstrop in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle zu feiern. Eine Woche vor den Westdeutschen Seniorenmeisterschaften in Düsseldorf unterstrich Karl-Walter Trümper (*1939, LC Rapid Dortmund) in der M70 mit 2:32,52min über 800m seine Ausnahmestellung und erreichte einen neuen Halleneuroparekord; seit 18 Jahren (!) hatte der Brite James Todd (*1921) den alten EM-Rekord inne gehabt. Im selben Lauf kam Klemens Wittig (*1937, LC Rapid Dortmund) in 2:40,88min ins Ziel. Die erstklassigen 2:19,59min des Niederländers Hans Smeets (*1947, Achilles-Top Kerkrade) rundeten das Bild ab.
Ebenfalls über 800m der M50 glänzte der in diese Altersklasse aufgerückte Jörg Sender (*1960, TuS Eintracht Minden) mit der neuen deutschen Bestleistung von 2:05,14 min; die bisherige Rekordleistung (2:06,66 min) hatte 2004 Bernd Bächle (*1953, LT Freigericht) bei der 1. Hallen-WM der Senioren in Sindelfingen aufgestellt.
Alle Resultate aus Dortmund (04.01.2010).
Massin: "pre-Masters bei EM in Ungarn"
Ungewohnt diplomatisch hat sich Dieter Massin, Präsident des Europäischen Seniorenleichtathlikverbandes EVAA in einem Interview mit unserer Internetseite geäußert. Entlocken ließ er sich aber auf Nachfrage, dass erstmals „pre veterans“ ab 30 Jahren bei der um einen Tag verkürzten EM im Sommer in Ungarn dabei sind. Sie können in insgesamt fünf Disziplinen starten. Damit setzt sich die EVAA deutlich von neueren Entwicklungen der IAAF ab, die auf ihrem Berliner Kongress die M/W 35-Altersklassenwertung im Marathon abgeschafft hatte. Der EVAA-Präsident aus Ahlen (Westfalen) bestätigte auch eine aktuelle US-Information, dass es bei der EM in Lahti zu einem weitern Dopingfall gekommen ist, nannte aber keine Einzelheiten.
Hier das Interview im Wortlaut
masters-sport.de: Herr Massin, was waren für Sie die Höhepunkte der Seniorenleichtathletik im letzten Jahr?
Dieter Massin: Zweifelsohne waren die internationalen Seniorenmeisterschaften im Vorjahr erfreulich und prägend für die weltweite Seniorenszene. Von Ancona (Hallen-EM) mit dem Schritt in ein neues Technikzeitalter über Aarhus (Straßen-EM) mit dem Blick auf eine notwendige Überarbeitung des Wettkampfprogramms bis hin zu Lahti (Stadion-WM), als sich Europa mit einer glanzvollen Vorstellung für die nächsten beiden WM eindrucksvoll verabschiedet hat.
Welche Erwartungen haben Sie für 2010?
DM: Für 2010 stehen aus europäischer Sicht die Reformen für die EVAA-Meisterschaften an. Diese Überarbeitung ist erklärtes (und auch versprochenes) Ziel des EVAA-Councils und es bedeutet eine besondere Herausforderung, diese Reformen im Sinne der Athleten und im Sinne einer meisterschaftswürdigen Ausgestaltung zu realisieren und mit unseren ungarischen Freunden umzusetzenDer erste Schritt wird in Ungarn bereits getan, wenn die Dauer der Meisterschaftstage um einen Tag reduziert wird, mit je fünf Disziplien sind „pre veterans“ ab 30 erstmals dabei, die „medal standards“ werden wieder eingeführt und „minimum requirements“ (Eingangsempfehlungen) werden nach den nächsten Meisterschaften erarbeitet.
Wie sehen Sie die aktuellen Entwicklungen in der weltweiten Seniorenleichtathletik? Wo sind Erfolge, wo Defizite?
DM: Es steht mir nicht an, Erfolge und Defizite der weltweiten Seniorenleichtathletik zu bewerten. Ich werde versuchen, meine Vorstellungen in der weltweiten Seniorenleichtathletik dahingehend geltend zu machen, indem ich -als Kontinentvertreter- auf die positiven Entwicklungen in Europa verweise und diese als Muster bzw. Möglichkeit für die weltweite Seniorenleichtathletik einbringe.
Es gab zwei aufgedeckte Dopingfälle bei der letzten WM in Lahti? Wie bewerten Sie die?
DM: Bislang gibt es offiziell einen „aufgedeckten“ Dopingfall in Lahti. Damit widerspreche ich nicht der Äußerung des WMA-Präsidenten Stan Perkins, der einen zweiten Fall angekündigt hat.
Die Art und Weise, wie der zwischenzeitlich suspendierte Athlet des „aufgedeckten“ Falles damit umgegangen ist und wie er sich in der Öffentlichkeit artikuliert hat, ist schon gewöhnungsbedürftig und dem Bestreben der WMA und auch EVAA im Antidoping-Kampf nicht gerade förderlich. Hier wird es sicher noch Gesprächsbedarf geben müssen.
Wie laufen die Vorbereitungen für die nächsten EVAA-Meisterschaften?
DM: EVAA wird ein weiteres Mal im östlichen Teil Europas eine Meisterschaft austragen, zum zweiten Mal in Ungarn (nach 1990 in Budapest). Da sowohl der ungarische Leichtathletikvrband -mit den Gebrüdern Gyulai an der Verbandsspitze- als auch die Stadt und die Region um Nyíregyhazá voll hinter der Meisterschaft stehen, ist eine Grundvoraussetzung für die Durchführung einer Meisterschaft gegeben. Das hat es in den letzten Jahren in dieser Form seltener gegeben und ist vor allem für die Organisatoren vor Ort -wie auch für die EVAA- eine wertvolle Unterstützung.
Leider hat es bei der Anwendung der neuen Standard-CD für die Ausschreibungsbroschüre Irritationen und missverständliche Entwicklungen gegeben, die aber zwischenzeitlich abgestellt sind.
In Ungarn werden die Europameisterschaften ab 2012 vergeben. Welche Bewerbungen liegen vor?
DM: Erfreulicherweise hat das Interesse an Europameisterschaften, Halle, Straße, Berglauf und Stadion, in der letzten Zeit wieder (enorm) zugenommen. Die EVAA hat es nicht mehr mit einem einzigen Bewerber zu tun, sondern kann auswählen. Das ist schön zu wissen und bestärkt auch gleichzeitig, dass eine Vertrauensbasis mitbestimmend ist bei Bewerbungen und Interessensbekundungen. Derzeit ist das EVAA-Council mit der Auswertung vieler Kandidaturen beschäftigt und wird für die Generalversammlung sicher einen sehr guten Bewerber den Delegierten präsentieren können.
Seit Lahti sind Sie nun weltweit für den Bereich „Antidoping“ zuständig. Gibt es da Neuerungen zu erwarten?
DM: Ich habe das Glück gehabt, eine sehr kompetente Mannschaft im „Antidoping & Medical Committee“ zusammenstellen zu können. Bestehend aus Ärzten und Juristen, (erstmals) aus allen Teilen der Welt kommend. Mit diesem Team beabsichtige ich ein Programm zu erarbeiten, das auf den Erfahrungen basieren wird, die in Europa in den letzten Jahren -mit Erfolg!- gesammelt wurden. Vorrangig geht es mir darum zu vereinfachen, ob bei den TUE-Anträgen oder bei den Informationen. Derzeit ist das IAAF-System für die Topp-Athleten in einigen Bereichen einfacher zu handhaben als bei den Senioren.
Bei allen Vorhaben werde ich gern die Arbeit meines Vorgängers Stan Perkins genauso aufgreifen wie das mehr als dankenswerte und lobenswerte Pionierwerk von Prof. Dr. Karri Wichmann.
(Foto: 02.01.2010)
Antidoping: TUE-Antragsfristen für Veranstaltungen im ersten Quartal 2010
Der Antidoping-Newletter des DLV schreibt heute: "Sollten Sie planen, an einer der nachstehend aufgeführten Veranstaltungen teilzunehmen und dafür noch eine eventuell erforderliche medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE) beantragen müssen, gelten die in der Liste angegebenen Antragsfristen. Ob Sie eine TUE beantragen müssen, entnehmen Sie der offiziellen Verbandsseite des Deutschen Leichtathletik-Verbands www.leichtathletik.de, Bereich Anti-Doping/Medizinische Ausnahmegenehmigungen/Schemata.
Bitte beachten Sie die Änderungen in der ab 01.01.10 gültigen WADA-Verbotsliste – besonders in Bezug auf den Gebrauch von Beta-2-Agonisten und Pseudoephedrin. Seniorinnen und Senioren sollten bei einem geplanten internationalen Start dringend darauf achten, dass nun eine TUE-Antragsfrist von mindestens 28 Tagen vor Veranstaltungsbeginn einzuhalten ist:
DM Bahngehen am 30./31. Januar in Frankfurt-Kalbach/GER
TUE-Antrag bis spätestens 06.01.10 an NADA
DM Senioren Halle + Winterwurf am 13./14. Februar in Sindelfingen/GER
TUE-Antrag bis spätestens 20.01.10 an NADA
WM Senioren Halle + Winterwurf vom 1. bis 6. März in Kamploos/CAN
TUE-Antrag bis spätestens 27.01.10 an WMA
DM Cross am 6. März in Stockach/GER
TUE-Antrag bis spätestens 10.02.10 an NADA"
(01.01.2010)
Wolfgang und Ute Ritte vor Start in Reno (USA) - Guter Saisonauftakt in Paderborn
Für Stabhochspringer Wolfgang Ritte (*1953, Weseler TV) geht nach "drei Jahren auf
Wolke 7" (Ritte) im kommenden Januar ein "ein weiterer ganz großer Traum in Erfüllung". Zur Erinnerung: 2007 wählten ihn die Fans der Seniorenleichtathletik zu Deutschlands Seniorenleichtathlet des Jahres, 2008 wurde der Stabhochspringer vom Niederrhein "IAAF World Best Male Master 2008" und im Frühjahr 2009 ehrte ihn der Europäische Seniorenleichtathletikverband EVAA in Griechenland als "European Best Male Master". Und jetzt haben die Veranstalter des größten Stabhochsprungmeetings der Welt die stabhochspringenden Eheleute Wolfgang Ritte und Ute Ritte (*1952, Weseler TV) nach Reno (Nevada) eingeladen. Nicht nur in den USA gilt das "Pole Vault Summit in Reno" Ende Januar als "The Greatest Event in Track and Field!". Viele Weltmeister und Olympiasieger konnten sich in den vergangenen 20 Jahren bereits als Sieger in die Ergebnislisten dieser großen Sportveranstaltung eintragen. Mit Unterstützung durch die US-Sportartikelfirma UCS/Spirit und ihres deutschen Repräsentanten Heinz Peters geht Rittes Reise von Düsseldorf aus über San Franzisko, Reno, Las Vegas und Washington wieder zurück nach Düsseldorf.
Gegenüber masters-sport sagte Wolfgang Ritte, die Hallensaisonplanung sei jetzt ganz auf das Sportfest in den Vereinigten Staaten abgestellt. Bisher hätten seine Frau und er "verletzungsfrei und intensiv trainieren" können. Tatsächlich haben beide im Vergleich zu früheren Jahren sehr früh, nämlich bereits am 13. Dezember beim "Spar- und Bauverein PB Meeting" in Paderborn ihre Wettkampfsaison begonnen. Der erste Formtest war für beide Rittes mehr als zufriedenstellend, denn nach übersprungenen 4,20 m versuchte Wolfgang Ritte, mit 4,41 m den Hallenweltrekord seiner Altersklasse zu verbessern. Der zweite Versuch war dabei "recht knapp. Super wäre es natürlich, wenn der Weltrekord nun in Reno gelingen könnte!", kündigt Wolfgang Ritte an. Auch Ute Ritte zeigte in Paderborn eine gute Frühform und übersprang 2,50m (27.12.09)
Neue Internetseite von Bernd Rehpenning
Ein Mehrkampf-Weihnachgeschenk
Weltweit dürfen sich alle Masters-Mehrkämpfer in diesem Jahr über ein besonderes Weihnachtsgeschenk freuen. Denn Statistik-Guru Bernd Rehpenning hat für sie eine einzigartige Webseite ins Internet gestellt. Darauf weist jetzt der Europäische Seniorenleichtathletikverband EVAA hin.
Mit unglaublichem Fleiß hat der Niedersachse, selbst erstklassiger M70-Werfer, akkurat seine neue Internetseite erarbeitet. Sie enthält eine Allzeit-Bestenliste der Senioren-Mehrkämpfer aller Altersklassen, die künftig am Ende jeder Saison aktualisiert wird. Bernd Rehpenning, Vordenker und Entwickler der neuen Altersklassen-Leistungsfaktoren, präsentiert seine Internetseite der besten Mehrkampfleistungen in deutsch und englisch und erläutert den schwierigen Weg, sie fertig zu stellen.
Zur neuen Bernd-Rehpenning-Internetseite für Mehrkämpfer geht es hier... (23.12.2009)
Eifelcup: Sechster Cupsieg für Siegfried Krischer
Einmal mehr setzte sich Siegfried Krischer (*1968) beim Sparkassen-Eifelcup 2009 bei den Männern durch. Der Leichtathlet der TSV Bayer Leverkusen sicherte sich damit seinen sechsten Eifelcup-Sieg in Folge. Seit 2004 beherrscht er das Laufkriterium, das er auch 2000 für sich entscheiden konnte. Gleich zu Beginn der Eifelcup-Läufe legte er den Grundstein für die Titelverteidigung. In Gemünd und Leudersdorf lief Krischer als Erster über die Ziellinie. Danach ließ er Gesamtsiege in Marmagen, Kreuzweingarten, Scheven und Kommern folgen. Mit sechs Gesamtsiegen holte er auch die maximal mögliche Punktzahl.
Seit Jahren nimmt Siegfried Krischer mit Erfolg an internationalen Senioren-Meisterschaften im Berglauf teil. Im Sportjahr 2009 gelang ihm ein doppelter Coup: Bei den Berglauf-Seniorenweltmeisterschaften im kroatischen Zagreb belegte er den zweiten Platz in der Einzelwertung (M 40). Noch erfolgreicher war er mit der deutschen Mannschaft, denn die holte sich den WM-Titel in der Altersklasse M 40.
Gesamtzweiter wurde Richard Luxen (*1959, LG Vulkaneifel), der bei sechs Starts auf 114 Punkte kam. Hinter der mit 8 Siegen überragenden Submasterin Tanja Pesch (*1977, TuS Kreuzweingarten) belegte W45-erin Astrid Schmitz (*1962, TuS 08 Schleiden) Rang 2; sie war sechs Mal direkt hinter der Siegerin ins Ziel gekommen. Nur knapp dahinter wurde Hiltrud Trippe (*1957, SV 47 Mutscheid) Gesamtdritte. Mehr... (Quelle Rundschau-online, 23.12.2009)
Steffi Nerius ist Deutschlands Sportlerin des Jahres
Erst stand sie bei der Deutschen Meisterschaft in Ulm ganz oben auf dem Podest, dann bei der WM in Berlin und am späten Sonntagabend wurde Steffi Nerius nun auch zur Sportlerin des Jahres gewählt. Die Leverkusenerin erhielt im Bénazetsaal des Kurhauses von Baden-Baden die Auszeichnung von WM-Maskottchen Berlino. Bei den Männern kam Diskuswerfer Robert Harting (SCC Berlin) auf den dritten Rang. In ihrem letzten Jahr als Athletin wurde Steffi Nerius am Sonntag zum ersten Mal in ihrer Karriere zur Sportlerin des Jahres gewählt. Die 37-Jährige lag in der Gunst der Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportjournalisten vor Vorjahressiegerin Britta Steffen (2.) und Skirennläuferin Maria Riesch (3.).
Die Speerwurf-Weltmeisterin, die in Berlin mit 67,30 Meter den Titel gewann, beendete damit eine neun Jahre anhaltende Durstrecke der deutschen Leichtathleten bei der Wahl zum Sportler des Jahres. Die letzten Leichtathleten, welche die Wahl gewannen, waren im Jahr 2000 Weitsprung-Olympiasieger Heike Drechsler und 800-Meter-Olympiasieger Nils Schumann.
Die Auszeichnung zur Sportlerin des Jahres erhielt Steffi Nerius aus den Händen von einem weiteren WM-Star: Maskottchen Berlino war extra nach Baden-Baden gereist, um den Preis zu überreichen. "Es war einfach das perfekteste, super-geilste Jahr meiner Karriere", sagte die zu Tränen gerührte Steffi Nerius. (aus www.leichtathletik.de, 20.12.2009)
DLV-Seite präsentiert "Die besten Seniorenfotos"
Auch im ablaufenden Jahr waren die Leichtathletik-Senioren wieder erfolgreich auf den Sportplätzen unterwegs und sammelten national wie international zahlreiche Medaillen und Rekorde. Wie schön und begeisternd dies sein kann, zeigen jetzt die Fotografien des Foto-Wettbewerbs 2009, der unter dem Motto "Seniorensportler – Mittendrin statt nur dabei" stand. Nach dem Erfolg des Wettbewerbs in den beiden vergangenen Jahren, hatte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) auch in diesem Jahr wieder seinen Sport-Fotografie-Wettbewerb ausgeschrieben. Knapp 100 eingesandte Fotos spiegelten die gesamte Bandbreite der Senioren-Leichtathletik wider.
Die besten Motive hat eine Jury ausgesucht, die aus Prof. Dr. Michael Böhnke, gerade ausgeschiedener DLV-Vizepräsident Allgemeine Leichtathletik, Peter Schmitt, DLV-Mediendirektor, und Karl-Heinz Flucke aus dem Bundesfachausschuss Senioren bestand. Die preisgekrönten Aufnahmen werden hier bis zum Heiligabend präsentiert. (Quelle: www.leichtathletik.de, 13.12.2009)
DLV-Initiative: "Kamloops ruft die Senioren"
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat zum Wochenende die Initiative ergriffen. Er "erinnert alle Seniorensportler/innen an die Meldefrist für die 4. Hallen-Weltmeisterschaften in Kamloops (Kanada; 1. bis 6. März 2010)", die am 4. Januar 2010 (Posteingang beim DLV) abläuft. Bisher haben sich erst 21 deutsche Athletinnen und Athleten angemeldet.
Aber, so der DLV, noch ist "Zeit genug, um in der Adventszeit die Anmeldung vorzunehmen und die Reise nach British Columbia zu organisieren und sich damit ein schönes Weihnachtsgeschenk zu machen. " Der DLV veröffentlicht auf seiner Webseite gleich eine ganze Handvoll nützlicher Ratschläge, Hinweise und Tipps, die den Athletinnen und Athleten die Teilnahme an der nach Sindelingen (2004), Linz (2006), Clermont-Ferrand (2008) vierten Senioren.Hallen-WM erleichtern.
Für diejenigen, die sich mit dem Land und der Sprache nicht so gut auskennen, bietet "unser Sportfreund" Friedel Schunk einen besonderen Service an. Neben der DLV-Geschäftsstelle beantwortet der ehemalige Schatzmeister des Seniorenleichathletikweltverbandes WMA "gerne Fragen oder leistet Hilfestellung zur Hallen-Weltmeisterschaft."
Weiter auf den Seiten des DLV... (12.12.09)
Dieter Massin erhält Bundesverdienstkreuz
Dieter Massin ist am Donnerstag mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. In seiner Heimatstadt Ahlen überreichte ihm Landrat Dr. Olaf Gericke die von Bundespräsident Dr. Horst Köhler verliehene Ehrung. Das "Bundesverdienstkreuz am Bande" ist für Dieter Massin, aktuell EVAA-Präsident, eine Auszeichnung für jahrzehntelange Einsätze im Sport, insbesondere in der Leichtathletik, wie die Ahlener Zeitung betonte. Unter anderem ist das weltweite Engagement Massins Hintergrund dieser Ehrung, das in den 70-er Jahren begann, als der nun 69-jährige Ahlener für das NOK Deutschlands, das Außenministerium der Bundesrepublik und für verschiedene Universitäten Deutschlands als Entwicklungshelfer tätig war.
Die Laudation hielt mit Wilhelm Köster (Sulingen) ein Mitgründer des Europäischen Seniorenleichtathletikverbandes und langjähriger Weggefährte. (11.12.2009)
Antidoping: Neues für TUE-Anträge bei Seniorenleichtathleten
Es gibt Änderungen im Verfahren für medizinische Ausnahmegenehmigungen bei den Leichtathletik-Senioren. So hat die WMA eine neue Antragsfrist beschlossen. Anträge auf medizinische Ausnahmegenehmigungen ("TUE") müssen jetzt bereits bis 28 Tage vor jedem Wettkampf eingereicht worden sein, beispielsweise für die Hallen- WM der Senioren vom 1. bis 6. März 2010 in Kamloops (Kanada) bereits bis zum 31. Januar 2010.
Nachdem Prof. Dr. Karri Wichmann (Helsinki) in den wohlverdienten Ruhestand getreten ist, sind die TUE-Anträge jetzt an seinen italienischen Nachfolger zu richten: Dr. Pier Luigi Fiorella, Via Orlandi 3, 40068 San Lazzaro (Bologna), Italien, Fax: 0039 051452187.
Das vereinfachte TUE-Verfahren gibt es übrigens nicht mehr. Und auch für Masters gilt ab 1. Januar 2010 die neue Liste der verbotenen Substanzen und Methoden, wonach die Anwendung beispielsweise von inhalativem Salbutamol und Salmeterol bis zu einem Grenzwert von 1.600 Nanogramm pro 24 Stunden nur noch anzeigepflichtig, dafür aber Pseudoephedrin ab einer Dosis von 150 µg/ml im Urin im Wettkampf wieder verboten ist.
(Quelle: Antidopingnewsletter des DLV, 08.12.09)
proMasters: Wahl zum Seniorensportler des Jahres 2009
Auch in diesem Jahr ruft die Athletenvereinigung proMasters zur Wahl des "Seniorensportler des Jahres" auf. "Wählen Sie aus drei Sportlerinnen und drei Sportlern Ihre Favoriten und schicken Sie uns Ihre Wahl bis zum 07. Januar 2010 möglichst mittels des Wahlformulars per E-Mail zu." heißt es auf ihrer Internetseite. Erneut auch winken den Wählern "attraktive Preise".
Nominiert sind drei Männer und drei Frauen, wobei gleich fünf der Altersklasse M/W 70 angehören; bei den Frauen sind dies Lydia Ritter (Rot-Weiß Koblenz), Anne Chatrine Rühlow (SV Burgsteinfurt) und Christiane Schmalbruch (HSG Uni Rostock). Bei den Männern stehen M 65er Dr. Rolf Geese (LG Göttingen), Karl-Heinz Marg (SG Osterholzer LA) und Guido Müller (TSV Vaterstetten) zur Wahl. (mehr...)
Geehrt werden die beiden Gewählten dann Mitte Februar in Sindelfingen anlässlich der Senioren-DM Halle und Winterwurf.Zum Wahlformular geht es hier
(07.12.09)
Neu im Netz: Lampis - das Werferportal von Peter Holthuijsen, Axel Hermanns und anderen
"Guten Abend allerseits", schreibt der bekennende Kugelstoßer Axel Hermanns, in einer E-Mail heute an seine Fans und Freunde. Ein Hauch von Facebook weht nunmehr auch im Stoß- und Wurf-Bereich. Das Internet-Portal von "Werfern für Werfer" ist ins Netz gegangen. In Anlehnung an einen Loriot-Sketch, so Axel Hermanns, "bin ich geneigt zu sagen: "Ja, wo werfen sie denn?". Virtuell und digital unter: www.lampis.net".
Bei aller gebotenenen Bescheidenheit "darf wohl mit Fug und Recht konstatiert werden, dass hier, wie eingangs erwähnt, alles ein weinig anders ist als anderswo im World Wide Web. Denn es handelt sich nicht um pures klassisches Stöbern im Internet, was freilich auch möglich ist, sondern um aktives Gestalten. Jeder eingeloggte Nutzer kann sich ein eigenes Profil (mit Foto übrigens) erstellen, Artikel verfassen, an die digitale Pinnwand schreiben, eigene Fotos und Videos herunterladen sowie vieles mehr. " Also: "Grau ist alle Theorie. Einfach 'mal reinklicken, dann findet ihr alles Wissenswerte, und schon bald danach loslegen. Es macht Spaß, riesigen Spaß." Axel Hermanns versichert: "Versprochen! Und ich bin wahrlich kein Computer- und/oder Internet-Freak."
Folgerichtig sind die vier Administratoren von Lampis, federführend Initiator, Werfer und Werbe-Designer Peter Holthuijsen, an einer schnellen Verbreitung interessiert. "Und das funktioniert eben immer noch bestens im Schneeball-System. Deshalb die ebenso herzliche wie eindringliche Bitte: Leitet diese Mail einfach an nicht im Verteiler genannte E-Mail-Adressen von Werfern weiter und bittet sie, gleichermaßen zu verfahren und so fort..."
In dem Zusammenhang die Bitte der Initiatoren, ihnen alle bekannten Hallen- und Freiluft-Wettkämpfe 2010 mit Stoß und Wurf zu melden, die nicht schon unter Veranstaltungen aufgeführt sind. Es ist nämlich fast unmöglich, jede Veranstaltung bundesweit zu recherchieren. "Um die Plattitüde zu benutzen, dass Rom auch nicht an einem Tag erbaut wurde, sind wir für Tipps, Anregungen und sachliche Kritik offen. Natürlich können wir nicht versprechen, alles auch umzusetzen. Aber zumindest werden wir bei unserem regelmäßig stattfindenden Gedankenaustausch darüber nachdenken." Für die deutschsprachige Version der noch in Niederländisch und Englisch daher kommenden Homepage ist Axel hermanns Ansprech- oder Anmailpartner, der sagt: "Bekanntlich gibt es keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten. Also Feuer frei! Allerdings mit Ausnahme der Zeit zwischen 22 und 8 Uhr." Wer neugierig geworden ist: Nix wie rein unter www.lampis net (07.12.09)
Überstunden bei Senioren-Hallen-DM in Sindelfingen
"Wir bitten", schreibt der DLV auf seiner Internetseite, "bei Ihren Planungen zu den Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen 2010 folgendes zu beachten: Die Disziplinen Weitsprung und Speerwurf der Altersklassen M65, M70 und M75 sowie W60, W65, W70 (nur Speerwurf) werden bereits ab Freitagnachmittag (12. Februar) ausgetragen."
Die DLV-Ausschreibungsbroschüre 2010 mit weiteren Details kann ab Mitte Dezember über den Online Shop auf www.leichtathletik.de bestellt werden, sagt der DLV. Masters-sport.de setzt hinzu, falls man sich nicht im Internet auf dem Laufenden hält. Auszüge zu den jeweiligen Meisterschaften sind ab Jahresbeginn 2010 auch auf der Internetseite www.leichtathletik.de abrufbar. (Quelle www.leichtathletik.de, 03.12.09)
Zugspitz-Lauf: Freispruch für Peter Krinninger im Strafprozess
Freigesprochen hat das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen den 54-jährigen Angeklagten Peter Krinninger am Dienstag vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung in zwei Fällen und der fahrlässigen Körperverletzung in neun Fällen. Sowohl die beiden Teilnehmer, die kurz vor dem Gipfel erfroren, als auch die neun anderen Sportler, die Unterkühlungen erlitten, hätten sich „eigenverantwortlich selbst gefährdet“, sagte der Vorsitzende Richter Paul-Georg Pfluger zur Begründung des Freispruchs. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Geldstrafe von 13.500 Euro beantragt. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Nach fünf Verhandlungstagen entschied das Amtsgericht dann, dass der Veranstalter nicht für den Tod der zwei Läufer sowie für die neun Verletzten im Sommer 2008 verantwortlich gemacht werden könne.
Bei dem Zugspitzlauf am 13. Juli 2008 waren ein 41-Jähriger und ein 45-Jähriger unterhalb des Gipfels von Deutschlands höchstem Berg an den Folgen von Erschöpfung und Unterkühlung gestorben. Sie waren - lediglich mit T-Shirt und kurzer Hose bekleidet - steif gefroren und völlig erschöpft zusammengebrochen. Weitere Teilnehmer des 2200 Höhenmeter führenden Extrem-Berglaufs mussten auf der Intensivstation im Krankenhaus behandelt werden. Die Ursache war ein massiver Wetterumschwung an diesem Tag.
Das Amtsgericht ging in seinem Urteil am Dienstag davon aus, dass die beiden späteren Opfer zum Zeitpunkt des Wetterumschwungs in der Lage gewesen wären, das Rennen abzubrechen. Viele der anderen Teilnehmer seien teilweise nicht angemessen bekleidet gewesen oder hätten aus sportlichem Ehrgeiz das Rennen trotz der schlechten Wetterlage bis zum Gipfel fortsetzen wollen. Außerdem seien die Läufer bereits vor dem Rennen über die passende Bekleidung, mögliche Risiken sowie die Wetterprognose ausreichend informiert gewesen, betonte Strafrichter Pfluger. Deshalb habe auch der plötzliche Wetterumschwung die Gefahrenlage für die Teilnehmer nicht erhöht.
Peter Krinniner zeigte sich nach der Urteilsverkündung gegenüber den Medien erleichtert: „Ich bin froh, dass die Situation beendet ist und dass ich die Vorwürfe in allen Punkten widerlegen konnte.“ Es sei „eine extrem schwierige Zeit“ für ihn gewesen. Zugleich erhofft er sich eine höhere Sensibilität für Eigenverantwortung im Sport: „Der Berg ist da. Wir setzen den Rahmen und geben die Informationen, aber es liegt am Sportler selbst, Verantwortung für sich zu übernehmen.“ Künftig sollen die aktuellen Sicherheitsstandards beim Zuspitzlauf beibehalten werden. Zum Thema
Ob die Sache für den angeklagten Veranstalter tatsächlich erledigt ist, steht noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft hat noch nicht entschieden, ob sie gegen das Urteil Berufung einlegt. Das müsste innerhalb einer Woche geschehen. Im Sommer hatte die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl beantragt, der vom Strafrichter in Garmisch-Partenkirchen erlassen wurde und der eine Geldstrafe von 13 500 Euro (90 Tagessätze a 150 Euro) gegen den staatlich geprüften Skilehrer und Geschäftsführer der Veranstaltungsagentur "get going" festgesetzt. Dagegen hatte Krinninger Einspruch eingelegt; deshalb war es jetzt zu der emhrtägigen Hauptverhandlung gekommen. (01.12.09)
Glückwunsch! Wilhelm Köster ist 75 Jahre
Es gibt wohl kaum einen Bereich in der nationalen und/oder internationalen Seniorenleichtathletik, der nicht die Handschrift von Wilhelm Köster trägt. Schon früh (zu Beginn der 70er) hatte Wilhelm Köster erkannt, dass der Seniorensport in der Leichtathletik eine große Zukunft haben wird. Wie recht er behalten sollte. 1978 gehörte er zusammen mit Hans Axmann und Cesare Beccalli (u.a.) der Gruppe an, die in Viareggio (ITA) den europäischen Seniorenverband EVAA gründete. Über all die Jahre der Existenz der EVAA war Wilhelm Köster engagiert und involviert in allem, was die Seniorenleichtathletik in Europa anging.
Parallel dazu liefen seine Aktivitäten im DLV, wo er -berufsbedingt- die Fäden zog und zusammen mit Mitstreitern wie Harold Gähr die deutsche Seniorenleichtathletik national wie auch international salonfähig machte. U.a. auch bei internationalen Meisterschaften wie 1979 bei der 3. Senioren-WM in Hannover und auch bei der Premiere der Hallen-WM 2004 in Sindelfingen. Ob Satzung, Regelwerk, Zeitplan, Organisation oder Statistik. Immer dabei war Wilhelm Köster, der sein -geschätztes- Fachwissen in all den genannten Bereichen einbrachte und somit zum erfolgreichen Bestehen des Seniorensports beitrug.
Als vor fünf Jahren Wilhelm Köster seinen 70. Geburtstag im heimischen Sulingen feierte, brachte es Torsten Carlius (SWE) damals WMA-Präsident auf den Punkt, als er feststellte: „Wilhelm Köster ist weltweit ein Protagonist in der Seniorenleichtathletik. Ohne Wilhelm Köster hätte die internationale Seniorenleichtathletik nicht den Stand, den sie heute hat!“ Gleiches ist zum nationalen Sektor zu sagen. Nach wie vor ist Wilhelm Köster gefragt. National wie auch international, regional wie auch lokal. Bestes Beispiel ist zweifelsohne seine erneute Berufung in ein Komitee des Weltverbandes. Für die Amtszeit 2009 bis 2013 gehört er (erneut) dem Law & Legislation - Komitee der WMA an. Und bei der EVAA ist er als direkter Berater des EVAA – Councils tätig.
Ad multos annos, Wilhelm Köster, dem alle proMASTERS - Leser beste Gesundheit und weiterhin ein erfolgreiches Wirken „pro“ Seniorenleichtathletik wünschen An seinem Geburtstag, dem 25. November hält er sich mit seiner Frau Marlies zu einer Urlaubsfahrt auf.
(mit freundlicher Genehmigung entnommen bei promasters-la, Foto @ promasters-la.de, 25.11.09)
IAAF: Die ganz große Bühne für Guido Müller
Seit Bestehen der Ehrung "Best Masters of the Year" der IAAF fiel bereits viermal die Wahl auf deutsche Mastersathleten. Es begann 2004, als Guido Müller als Weltbester ausgezeichnet wurde, 2006 folgte Melitta Czerwenka-Nagel, 2008 dann Wolfgang Ritte und nun 2009 ist der Vaterstettener erneut Weltbester Mastersleichtathlet geworden. Zusammen mit der US-Amerikanerin Rita Hanscom stand Guido Müller ganz vorn. Dieses Mal aber im wahrsten Sinne des Wortes.
Fand in den Vorjahren die Ehrung der besten Masters immer am Rande der IAF-Gala im "Salle d'Étoiles" von Monaco stand, so gelang in diesem Jahr der -längst ünerfällige- Durchbruch. Die beiden Welt-Seniorensportler wurden vor den Augen der über 700 geladenen Gäste auf genau der Bühne geehrt, auf der zuvor noch Sanya Richards und Usain Bolt als beste (IAAF-) Leichtathleten des Jahres von Prinz Albert und Lamine Diack ausgezeichnet wurden. Die Ehrung der Masters nahm IAAF-Vizepräsident Lord Sebastian Coe vor.
Für den Weltverband WMA und die Seniorenleichtathletik bedeutet diese Ehrung auf der Weltbühne einen enormen Schritt nach vorn. Die Mastersleichtathleten und die Mastersbewegung sind an diesem Abend in Monaco im wahrsten Sinne des Wortes in den Blickpunkt der Weltleichtathletik gerückt worden. Verständlich, dass sich zusammen mit Rita Hanscom /Foto) und Guido Müller (Foto, 2. von re) der neue WMA-Präsident Stan Perkins (Foto lks) genauso freute wie WMA-"Past-Präsident" Tom Jordan (re.) . (Foto: © masters-sport.de; 24.11.09)
Zugspitzlauf 2008: Angeklagter Veranstalter bestreitet Schuld
Knapp eineinhalb Jahre nach dem Kältetod von zwei Bergläufern beim Rennen auf die Zugspitze im Juli 2008 hat der Veranstalter des Laufes jetzt vor dem Strafrichter in Garmisch-Partenkirche jegliche strafrechtliche Schuld von sich gewiesen. "Ich bin nach langem Nachsinnen zu der Überzeugung gelangt, dass mich keinerlei Schuld trifft", sagte Peter Kinninger (54) am Montag im Amtsgericht zum Auftakt des auf fünf Tage angelegten Strafprozesses. Fahrlässige Tötung in zwei Fällen und fahrlässige Körperverletzung in neun Fällen wirft die Staatsanwaltschaft München dem angeklagten veranstalter vor, der den Angehörigen der Opfer sein Bedauern aussprach, sich selbst aber nicht in der Verantwortung sieht.
Kinniger hatte Einspruch gegen einen Strafbefehl über 90 Tagessätze a 150 Euro eingelegt hatte, obwohl er mit dieser Strafe als nicht vorbestraft gegolten hätte. Bei dem Extremberglauf zur Zugspitze im Juli 2008 waren die 600 Läufern mehrere hundert Meter unterhalb des Gipfels in Schneetreiben und eisige Winde geraten. Zwei Männer im Alter von 41 und 45 Jahren brachen wenige hundert Meter vor ihrer Ankunft auf dem Zugspitzplatt zusammen und starben unter anderem an Unterkühlung. Weitere Sportler mussten unterkühlt und teilweise mit leichten Erfrierungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ein Teil der Sportler trug bei dem Extremberglauf über 16,1 Kilometer und rund 2000 Höhenmeter nur kurze Hosen und T-Shirts.
Laut Anklage wies Peter Kinniger vor Beginn des Laufes zwar auf die notwendige Ausrüstung hin. Die Staatsanwaltschaft meint jedoch, angesichts des schlechten Wetters hätte der Organisator schlecht ausgerüstete Läufer in kurzen Hosen und Laufhemden gar nicht erst starten lassen dürfen oder statt dessen für ausreichende Ausrüstung sorgen müssen. "Der Angeklagte hätte bereits zum Start des Rennens erkennen können, dass viele Teilnehmer nicht ausreichend ausgerüstet zum Lauf angetreten waren", sagte Staatsanwältin Andrea Titz. Außerdem hätte Peter Kinniger sofort nach einer ersten Schneewarnung der Bergwacht den Zieleinlauf in untere Höhenlagen verlegen müssen. Der Angeklagte selbst sagte dazu, er habe den Zieleinlauf nach einer zweiten Schneewarnung der Bergwacht nach unten verlegen lassen. "Ich fühlte, dass die Bergwacht überfordert werden könnte", begründete er diese damalige Entscheidung vor Gericht.
Die Wetterlage habe er aber nicht als alarmierend genug für einen Abbruch empfunden, ergänzte er. Er habe sich selbst auf dem Berg ein Bild von der Situation gemacht und mitbekommen, dass ein Läufer kollabiert sei. Auf die Frage des Richters, wie es dazu kommen konnte, sagte der Unternehmer: "Das kann ich Ihnen nicht sagen." Sein Verteidiger Stefan Beulke erklärte, die Läufer hätten sich offenbar selbst falsch eingeschätzt. Dass von den damals neun verletzten Läufern bisher nur zwei einen Strafantrag gestellt hätten, wertete er als "Indiz dafür, dass die Läufer auch eine Mitschuld bei sich selbst sehen", erklärte Anwalt . "Ich erwarte von diesem Prozess einen Freispruch", sagte der Verteidiger - eine für den Peter Kinniger optimistische Einschätzung, die Prozessbeobachter nicht unbedingt teilen.Laut Staatsanwaltschaft erstreckt sich der Strafrahmen bei fahrlässiger Tötung von einer Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren. Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage mit 25 Zeugen und einem Sachverständigen angesetzt. Das Urteil soll voraussichtlich am 1. Dezember gesprochen werden. (Foto: Zugspitze © Manuela Mahr, pixelio; 24.11.09)
DLV: Rekord von Gretel Bergmann wird anerkannt
Beim 45. Verbandstag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in Berlin hat der DLV-Verbandsrat beschlossen, die Leistung von 1,60 Meter der Hochspringerin Gretel Bergmann aus dem Jahre 1936, mit der sie den damaligen bestehenden Rekord eingestellt hatte, als deutschen Rekord anzuerkennen. Die nationalsozialistische Sportführung hatte ihr die Anerkennung des Rekords und die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Berlin versagt, weil sie Jüdin war. Die 95-Jährige lebt seit 1937 mit ihrem 99-jährigen Mann in den USA.
„Wir wissen, dass dies keine Wiedergutmachung sein kann. Aber es ist ein Akt der Gerechtigkeit und eine symbolische Geste des Respekts vor Gretel Bergmann“, meinte der Ehrenpräsident des DLV, Theo Rous. Verbunden mit einer Grußadresse will der DLV diese Entscheidung Gretel Bergmann mitteilen. Zuvor hatte das DLV-Präsidium in einem Brief an die Deutsche Sporthilfe die Aufnahme von Gretel Bergmann in die „Hall of Fame“ des Deutschen Sports angeregt. (23.11.09)
DLV vergibt 2010 keine DM im 100-Kilometer-Lauf
Das Präsidium des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) hat entschieden, 2010 keine Deutschen Meisterschaften im 100-Kilometer-Lauf zu vergeben und durchzuführen. Der Beschlussfassung im Präsidium lag eine umfassende Analyse der Meisterschaften im 100-Kilometer-Lauf in den letzten beiden Jahren sowie der ersten Deutschen 24-Stundenlauf-Challenge zugrunde. Im Ergebnis setzte sich die Einsicht durch, dass weder Meisterschaft noch Challenge von den beiden Interessenverbänden im Ultramarathonbereich, der DUV und der VFUM, in ausreichender Weise mitgetragen würden.
„Es gibt derzeit keine tragfähige, das heißt von allen getragene Basis für ein weiteres Engagement des DLV im Ultramarathonbereich“, so der scheidende DLV-Vizepräsident Prof. Dr. Michael Böhnke am Wochenende auf dem Verbandstag in Berlin. Am 12. Dezember 2009 will der DLV mit den Athletenvertretern des DLV-Ultramarathon-Kaders beraten, wie das Engagement des DLV im Ultramarathon national wie international sinnvoll weitergeführt werden kann.
Hier alle Deutschen Leichtathletikmeisterschaften für Senioren in der Zusammenfassung (23.11.09, aufgefrischt am 25.11.09)
DLV: Beeindruckende Zustimmung für Clemens Prokop
Mit überwältigender Zustimmung haben am Samstag die Delegierten des 45. Verbandstages des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) Clemens Prokop (52; mehr...) für eine weitere Amtszeit als Präsidenten wiedergewählt. Die beeindruckende Zustimmung lässt sich an Zahlen ablesen: 176 der 187 stimmberechtigten Delegierten stimmten in geheiner Wahl -ohne Gegenkandidat- für den alten und neuen Präsidenten. «Wir streben 2012 in London Platz vier in der Nationenwertung an», betonte Clemens Prokop gegenüber den Delegierten und ergänzte: «Wir wollen das Schiff Leichtathletik gemeinsam auf Kurs halten und bei den Olympischen Spielen in London erfolgreich sein. Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen können." Der bayerische Amtsgerichtsdirektor führt den fünftgrößten deutschen Sportverband mit seinen knapp 890 000 Mitgliedern jetzt mehr als acht Jahre. Im März 2001 hatte er die Nachfolge des Tübingers Prof. Dr. Helmut Digel angetreten.
Um Prokop herum wurde ein runderneueres Präsidium gebildet. Von den acht zur Wahl stehenden Präsidiumsmitgliedern wurden zwei in ihren Ämtern bestätigt und gleich sechs neu hewählt. Der Verbandstag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) beschloss am Samstag auch die satzungsgemäße Einrichtung von drei Bundesausschüssen im Bereich der Allgemeinen Leichtathletik. Der bisherige DLV-Vize Prof. Dr. Michael Böhnke Foto: © DLV) gab damit seinem Nachfolger Dr. Matthias Rieck (143 Ja-Stimmen) drei neue Bundesausschüsse mit auf den Weg Die bisherigen Bundesfachausschüsse Laufen, Senioren sowie Gesundheit, Prävention und Projektentwicklung sind jetzt in den Strukturen des Verbandes verankert. Die Arbeit dort erfolgte bisher auf Projektbasis.
Eine Schlüsselfunktion als Vizepräsidenten Leistungssport übernahm in Berlin wie erwartet der 18-malige deutsche Stabhochsprungmeister Günther Lohre. Der 56 Jahre alte Unternehmensberater aus Leonberg (Baden-Württemberg) erhielt 147 Stimmen; 37 votierten gegen ihn. Auch bei den weiteren Wahlen gab es keine Kampfabstimmungen. Vizepräsidentin für Wirtschaft/Veranstaltungsmanagement bleibt Dagmar Freitag (174 Ja), die designierte Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag (mehr...). ,,Meine Aufgabe als Sportausschussvorsitzende ist natürlich strikt von meinem Amt beim DLV zu trennen. Es wird keine Lex Leichtathletik im Sportaussschuss geben", bekräftigte die einzige Frau im Präsidium. Im Verband will sich die Iserlohnerin dafür einsetzen, die sauberen Sportler zu schützen. Mit 123 Ja-Stimmen wurde Jürgen Scholz zum Stellvertreter des DLV-Präsidenten gewählt. Mit nur 114 Ja-Stimmen wurde Franz-Josef Probst zum Schatzmeister gewählt; er ersetzt den früheren DLV-Generalsekretär Heiner Henze aus Egelsbach, der nicht mehr kandidierte. Fred Eberle wurde zum Bundesausschuss-Vorsitzenden Aus- und Fortbildung, Wissenschaft, Trainerschule gewählt (168 Ja) und Frank O. Hamm zum Vorsitzenden des Bundesausschusses Wettkampforganisation (122 Ja).
Zu Beginn des Verbandstages hatten Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, der bisherige DLV-Schatzmeister Heiner Henze und Volker Wollschläger, seit 1993 Bundesausschuss-Vorsitzender Wettkampforganisation im Verband, den auf zehn lebende Träger beschränkten Ehrenring erhalten, der als eine der höchsten DLV-Auszeichnungen gilt. Der nächste ordentliche Verbandstag 2013 in Dresden statt. (Quelle Süddeutsche, www.leichtathletik.de 21.11.09)
Antidoping-Information: Änderungen auf der neuen WADA-Verbotsliste 2010
Ab 1. Januar 2010 tritt die neue WADA-Liste der verbotenen Substanzen und Methoden in Kraft. Es wird einige wesentliche Änderungen geben, auf die der DLV uf seiner Internetseits hinweist. Die Beta-2-Agonisten Salbutamol und Salmeterol bei inhalativer Anwendung stehen künftig nicht mehr auf der Verbotsliste. Aber: Die Anwendung dieser beiden Substanzen ist durch eine Declaration of Use gegenüber der NADA bekannt zu machen. Die Anwendung ist in jedem Fall auf dem Dopingkontrollformular anzugeben. Für inhalatives Salbutamol muss weiterhin eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden, wenn die maximale therapeutische Dosis von 1.600 Nanogramm pro Tag überschritten wird. Das sind je nach Medikament etwa bis zu 8 bzw. 16 Hübe.
Verboten bleibt Salbutamol weiterhin dann, wenn dessen Konzentration im Urin mehr als 1.000 Nanogramm pro Milliliter beträgt. In diesem Fall wird davon ausgegangen, dass die Substanz nicht inhalativ eingenommen wurde. Der Athlet ist dann in der Pflicht nachzuweisen, dass die Konzentration auf eine medizinisch indizierte inhalative Einnahme von Salbutamol zurückzuführen ist.
Pseudoephedrin wurde wieder in die Verbotsliste aufgenommen. Beobachtungen der WADA im Rahmen des Monitoring-Programms ergaben, dass Pseudoephedrin im Sport zunehmend missbraucht wird. Zudem gibt es Studien, die Pseudoephedrin leistungssteigernde Wirkung nachweisen. Deshalb ist diese Substanz, die auch in dem Medikament Aspirin Complex enthalten ist, ab einer Konzentration von 150 Mikrogramm pro Milliliter verboten. Aufgrund der individuellen Abbauzeiten wird von einem Gebrauch aber ganz abgeraten.
Für den Fall, dass das Verhältnis zwischen Testosteron und Epitestosteron (T/E ratio) höher als 4 ist, wird eine Isotopen-Verhältnis-Massenspektronomie (IRMS) vorgenommen. Ergibt diese Methode keinen Nachweis der exogenen Anwendung einer verbotenen Substanz, sind keine weiteren Dopingkontrollen oder -analysen mehr erforderlich.
Die Gabe von inhalativem Sauerstoff, wie etwa mittels Oxygensprays, ist nicht mehr verboten. Neben EPO wurde nun auch CERA ausdrücklich auf die Verbotsliste genommen. Mit Einschränkungen ist die Eigenbluttherapie Platelet Rich Plasma nach Anzeige mittels Erklärung des Gebrauchs erlaubt. Nicht erlaubt sind weiterhin intramuskuläre Verabreichungen.
Die Substanz Sildeanfil (enthalten in Viagra) wurde nicht in die Liste aufgenommen. Aufgrund der potentiellen Fähigkeit dieser Substanz, Lungenvolumen in der Höhe zu vergrößern, betreibt die WADA weitere Studien zur Erforschung von Sildenafil. Glycerol ist nun ausdrücklich dann verboten, wenn es als Plasmaexpander eingesetzt wird. Damit ist geklärt, dass die Einnahme von Glycerol als Hilfsstoff in Arznei- oder Lebensmitteln erlaubt ist. Es wurde zudem klargestellt, dass Pamabrom keine verbotene Substanz ist. Alle (!) Infusionen sind künftig verboten, mit Ausnahme von solchen, die aufgrund medizinischer Indikation bei Krankenhausaufenthalten oder klinischen Untersuchungen verabreicht werden.
Der DLV empfiehlt, die neue Verbotsliste der WADA intensiv zu lesen, damit sie auch auf die Änderungen aufmerksam werden, die hier nicht ausführlich beschrieben wurden. Mehr... (www.leichtathletik.de, 20.11.09)
Vor dem 45. DLV-Verbandstag in Berlin
In Berlin findet am Samstag (21. November) der 45. ordentliche Verbandstag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) statt. Zur Weichenstellung der Verbandsarbeit für die nächsten vier Jahre treffen sich die 187 Delegierten aus den 20 Landesverbänden des DLV im Hotel Berlin, Berlin, in dem während der Weltmeisterschaften im August das DLV-Team untergebracht war. Die Delegierten vertreten rund 900.000 Mitglieder im fünftgrößten Fachverband des deutschen Sports. Im Mittelpunkt des Verbandstages stehen neben Ehrungen und der Behandlung von Anträgen die turnusmäßigen Wahlen zum ehrenamtlichen Führungsgremium des Verbandes, dem Präsidium. Dr. Clemens Prokop (Saal/Donau), der seit 2001 den DLV führt, hat angekündigt, für eine dritte Amtszeit als Präsident zur Verfügung zu stehen. „Wir wollen mit dem Rückenwind einer erfolgreichen WM in die Zukunft aufbrechen“, sagte Dr. Clemens Prokop.
Auch Dagmar Freitag (Iserlohn) steht für eine Wiederwahl als Vizepräsidentin Wirtschaft/Veranstaltungen bereit. Alle anderen Wahl-Positionen des DLV-Präsidiums müssen mit neuen Mitarbeitern/innen besetzt werden, weil die bisherigen Amtsinhaber im Vorfeld angekündigt hatten, dass sie nicht für eine weitere Legislaturperiode kandidieren. Um die Position des Vizepräsidenten Leistungssport, der für die Nationalmannschaft und die Spitzensportförderung zuständig ist, bewirbt sich ein ehemaliger Topathlet, der zu seiner aktiven Zeit bereits als langjähriger Athletensprecher Erfahrungen in DLV-Entscheidungsgremien sammeln konnte: Der 18-malige Deutsche Stabhochsprung-Meister Günther Lohre (Eltingen/Württemberg) kandidiert als Nachfolger von Prof. Dr. Eike Emrich. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Robert Prohl von der Uni Frankfurt zum Thema „Perspektiven der Leichtathletik im Sportunterricht“. (aus www.leichtathletik.de, 19.11.09)
Die flotte Charlotte wird 60 Jahre
Am 23. November 2009 wird die flotte Charlotte 60 Jahre. Nur die älteren Langstreckler kennen den Namen Charlotte Teske. Sie beherrschte in den 80er Jahren die deutsche Laufszene in eindrucksvoller Weise mit und feiert am 23. November ihren 60.Geburtstag. Sie lief als erste Frau bereits 1982 in Miami die Marathondistanz mit 2:29:02 h unter 2:30 Stunden.
Man kann Charlotte Teske nach Liane Winter und Christa Vahlensieck zu den Pionierinnen des deutschen Frauen-Langstreckenlaufs in den frühen achtziger Jahren zählen. Die Förstertochter aus... weiter auf der Internetseite von laufreport.de (18.11.09)
Der neue Sportausschuss …
… des Bundestages hat sich etwas verändert. Ein Fußball-Schiedsrichter, ein Reiter, ein Fußballer, ein UDIOCM-Fan fehlen diesmal - dafür kommen ein Teppichhändler und Handballer (Steffel), eine Leichtathletin (von Cramon-Taubadel), eine ehemalige Drogenbeauftragte (Bätzing) und einige andere Abgeordnete hinzu, deren Wirken hier weiter aufmerksam verfolgt und dokumentiert wird. Allerdings nur, wenn der Ausschuss auch in der 17. Wahlperiode grundsätzlich öffentlich tagen sollte, wonach es derzeit doch wieder aussieht. Wir werden sehen.
Die Übersicht derzeit,... weiter hier im Blog von Jens Weinreich (18.11.09)
"Man weiß ja, was man getan hat" - Finnischer WM-Doper im Interview
Der finnische Kugelstoßer Pekka Viippo hat jetzt in einem Interview mit einem finnischen Radioreporter seine Beweggründe für das Doping geschildert, das ihm nachgewiesen wurde. Der M45-Athlet war bei der WM in Lahti nach seinem Silbermedaillengewinn gleich auf drei Substanzen (Testosteron, Norandrosteron and Methylphenidat) positiv getestet worden. Im Anschluss daran verlor er seine Medaille und wurde er für zwei Jahre gesperrt.
FRAGE: Sie sind im August in Lahti positiv getestet worden. Wie fühlen Sie sich heute, nachdem dies bekannt geworden ist?
Pekka Viippo: Natürlich bedauere ich, dass ich so etwas getan habe. Aber ich kann es nicht mehr rückgängig machen. Was geschehen ist, ist geschehen.
Was bringt einen Athleten dazu, sich für eine solche Meisterschaft zu dopen?
Vielleicht weil ich ziemliche Probleme mit Schulter- und Muskelschmerzen hatte und meine Trainingsvorbereitung abbrechen musste, und nach dem finnischen Meisterschaften fing ich an damit zu prahlen, dass ich eine Medaille in Lahti hole. Also, das ist eine kurze Zusammenfassung; jetzt ist nur übrig geblieben , dass mein Körper völlig fertig ist.
Sie haben sich wirklich gezielt mit einem ganzen Cocktail von Steroiden, Testosteron und Diuretika auf die Meisterschaft vorbereitet – oder ?
Für die Diuretika hatte ich ja ein ärztliches Rezept, so dass mir die zu Unrecht in den Medien vorgeworfen wurden. Denn ich nehme ein verschriebenes Blutdruck-Medikament, in dem auch ein Diuretikum enthalten ist. Das ist für mich keine verbotene Substanz, ich habe ja ein Rezept dafür. Aber für die übrigen Stoffe hatte ich natürlich kein Rezept.
Befürchten Sie, dass Sie Ihren guten Ruf mit dieser Sache jetzt los sind?
Nun, man muss ja nur in zwei Jahren zurückkommen und die gleiche Leistung im Wettbewerb bringen, getestet oder nicht getestet. Aber was meine Reputation betrifft, dies ist wahrscheinlich weg, und jeder wird wohl glauben, dass man nicht sauber trainiert hat.
Sie sind auch vielfacher finnischer Meister im Boxen. Fürchten Sie, dass dieser Vorfall auch einen Schatten auf diese Erfolge wirft?
Nun, wer diesen Sport (Boxen) kennt, weiß, dass die gefundenen Stoffe nichts damit zu tun haben. Ich kenne das Profiboxen nicht, aber im Amateur-Boxen glauben doch meines Erachtens die, die den Sport kennen, immer noch, dass der Boxer sauber ist.
War es eigentlich eine Überraschung für Sie, dass Sie tatsächlich in Lahti getestet wurden?
Ich hatte so ein bestimmtes Gefühl, dass man vielleicht ein Auge auf mich geworfen haben könnte, auch wenn sich meine Resultate einige Jahre nicht wirklich verändert hatten. Aber natürlich, wenn man herumprahlt und ein bisschen Show macht, dann hat auch das wahrscheinlich damit etwas zu tun.
Waren Sie überrascht, dass man Sie geschnappt hat?
Nach dem Test war es keine Überraschung. Man weiß ja, was man getan hat.
(Quelle: www.masterstrack.com 16.11.09)
Neuwahlen im DLV: Günther Lohre soll auf Eike Emrich folgen
Günther Lohre kandidiert für das Amt des Vizepräsidenten des Deutschen Leichtathletikverbandes auf dem bevorstehenden DLV-Verbandstag am 21. November und soll als Vizepräsident Leistungssport auf Eike Emrich folgen, der nicht wieder antritt. Der frühere deutsche Stabhochsprung-Rekordhalter: "Ich denke, dass es Zeit ist für mich, so ein Ehrenamt zu übernehmen", bestätigte der 56-Jährige aus dem württembergischen Leonberg die Kandidatur. Eike Emrich, Soziologe aus Saarbrücken, hört aus beruflichen Gründen auf. Rund zwei Monate nach der erfolgreichen WM in Berlin strebt Präsident Clemens Prokop eine Wiederwahl an, muss aber voraussichtlich mit einem großteils neuen Präsidium regieren.
Lohre ist derzeit Trainer beim TSV Eltingen und selbstständiger Marketingberater. Für Salamander Kornwestheim war er 18 Mal deutscher Meister und 1976 in Montreal Olympia-Neunter im Stabochsprung (Bestleistung 5,65m (1982)). Von 1979 bis 1983 war Lohre auch Aktivensprecher der Leichtathletik-Nationalmannschaft. Für den Posten des Vizepräsidents abgesagt hatte der frühere Zehnkämpfer Paul Meier, der vom Verband angesprochen worden war. "Ich hatte das in Erwägung gezogen, aber es lässt sich mit meinem Beruf nicht vereinbaren", sagte der 38-Jährige. Der Leverkusener war 1993 in Stuttgart WM-Dritter, arbeitet heute als Vertriebsleiter bei Microsoft und ist mit der Hochsprung-Olympiasiegerin Heike Henkel verheiratet. (13.11.09)
Deutsche Senioren-Meisterschaften für 2010 vergeben
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat im Umlaufverfahren Termine und Austragungsorte von sechs Deutschen Meisterschaften im kommenden Jahr vergeben. Folgende Austragungsorte wurden festgelegt:
DM Halbmarathon in Bad Liebenzell (Württemberg) am 18. April 2010
DM Berglauf Männer und Frauen in Müllheim (Baden) am 6. Juni 2010
DM Senioren I in Kaiserslautern (Pfalz) am 26./27. Juni 2010
DM Senioren II in Kevelaer (Nordrhein) am 2. bis 4. Juli 2010
DAMM Endkampf in Bad Oeynhausen (Westfalen) am 11. September 2010
DM Senioren Berglauf in Zell am Harmersbach (Baden) am Nationalfeiertag, 3. Oktober 2010.
Am 13.02. - 14.02.2010 finden die Deutschen Seniorenmeisterschaften in der Halle und Winterwurf im württembergischen Sindelfingen statt. Die Cross-DM geht am 6. März in Stockach am Bodensee über die Bühne. (aus www.leichtathletik.de, 11.11.2009)
Dagmar Freitag (MdB): “Sportausschuss des Bundestages soll weiter öffentlich tagen”
Die bisherige Sportsprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und DLV-Vizepräsidentin Dagmar Freitag fordert von der schwarz-gelben Koalition, dass die Sitzungen des Bundestags-Sportausschusses weiter öffentlich sein sollen. "Der Sportausschuss des Deutschen Bundestages hat in der abgelaufenen Legislaturperiode grundsätzlich öffentlich getagt und Sportpolitik transparent gemacht. Sportinteressierte konnten die Standpunkte der Fraktionen live verfolgen, Journalisten konnten auf ungefilterte Originalstatements zurückgreifen. Die Arbeit des Sportausschusses und damit auch die Bedeutung der Sportpolitik wurden dank überregionaler Berichterstattung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht."
Die Ausschüsse des Deutschen Bundestags konstituieren sich am 25.11., wobei der Sportausschuss von 16 auf 18 Mitglieder erweitert werden soll. Mehr im Blog von Jens Weinreich (08.11.09)
Dopingfall bei der WM: Finnischer Kugelstoßer gesperrt
Der Mastersleichtathletik Weltverband WMA hat jetzt mitgeteilt, dass es bei den zurückliegenden WM in Lahti einen Dopingfall gegeben hat. Zuvor hatte die finnische Veterans' Athletic Association (SVU) den Weltverband davon in Kenntnis gesetzt, dass der Silbermedaillengewinner im Kugelstoßen der M45 Pekka Viippo (Finnland) nach dem Endkampf im Kugelkstoßen am Nachmittag des 2. August positiv getestet worden ist. Nachgewiesen wurden in der offenbar gezielt veranlassten Dopingprobe des Vizeweltmeisters gleich mehrere Dopingmittel, nämlich Testosteron, Norandrosteron -ein Abbauprodukt des anabolen Steroids Nandrolon- , Methylphenidat und Ritalinsäure. Eine mögliche Ausnahmegenehmigung für Ritalin hatte der Finne nicht beantragt.
Infolge seines Dopingvergehens wurde der Finne von seinem Verband zwei Jahre bis zum 17. Oktober 2011 gesperrt. Außerdem wurde er nachträglich disqualifiziert. Aufgrund der Disqualifikation des Finnen ist der Luxemburger Fernand Heintz neue Vizeweltmeister; er hatte 14,34m gestoßen. Die Bronzemedaille geht an den Franzosen Emmanuel Greber (12,80m). Deutsche Athleten waren in Lahti in dieser Disziplin und Altersklasse nicht am Start. (06.11.09)Stan Perkins, WMA-President
Rückblick: Frank Löschner gewinnt die M50-Wertung - Hütthalers "schiefe Optik"
Der 40. New York Marathon ist gelaufen. Ein deutscher Athlet war dabei außerordentlich erfolgreich und gewannen jeweils ihre Altersklassen. In der M50 siegte Frank Löschner (*1959, TV Büschergrund) in beachtlichen 2:35:20h. In der W55 errang die bayerische Halbmarathonmeisterin Gerlinde Kolesa (*1954, TSV Hepberg) in ausgezeichneten 3:16:13h den zweiten Platz. Zweiter wurde auch Walter Koch (*1930, LG Filder). Er lief wenige tage vor Vollendung seines 70. lebensjahres in der M65 auf den Silberrang und erzielte dabei ausgezeichnete 3:09:26h. Ob übrigens die bereits 68jährige Inge Münker tatsächlich die W65 in 3:24:51 h gelaufen ist und gewonnen hat, bezweifeln wir. Sie ist läuferisch in den Bestenlisten ein völlig unbeschriebenes Blatt.
Die starke Zeit der Österreicherin Lisa Hütthaler in New York (2:49:33 h ) wird keine Berücksichtigung in den Bestenlisten des Österreichischen Leichtathletikverbands (ÖLV) finden. Die Ex-Triathletin, deren Dopingsperre zwar Ende September abgelaufen ist, sei, so der ÖLV, bei keinem Verband als Athletin gemeldet und bewege sich daher außerhalb der Anti-Doping-Bestimmungen, so die Begründung. In New York wurde die 26-Jährige als beste Österreicherin 18. und katapultierte sich mit einer Zeit von 2:49:33 h an die vierte Stelle der ÖLV-Jahresbestenliste bzw. auf Rang 19 der ewigen Bestenliste.
"Sollte Lisa Hütthaler nach Beendigung ihrer Triathlonkarriere bzw. ihrer Dopingsperre nun den Einstieg in die Leichtathletik anstreben, muss sie das der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA Austria melden und für Kontrollen zur Verfügung stehen", teilte der ÖLV mit. Das sei bisher noch nicht passiert. Außerdem sieht der Weltverband (IAAF) bei Leichtathleten vor, "dass zur Wiedererlangung der Startberechtigung nach einer Dopingsperre drei Kontrollen mit einem zeitlichen Abstand von maximal jeweils zwei Monaten absolviert werden müssen". Wie sich der ÖLV beeilte festzuhalten, entstehe durch Hütthalers Marathon-Start eine "schiefe Optik", weil sie von Triathlons ausgeschlossen sei, an Laufveranstaltungen als Hobbysportlerin jedoch teilnehmen dürfe. Der ÖLV habe sich wegen dieser Sportarten übergreifenden Thematik bereits an die österreichische NADA gewandt."Schiefe Optik" für ÖLV
Hütthaler war wegen jahrelangen Dopings mit diversen verbotenen Substanzen im Frühjahr ursprünglich für sechs Jahre gesperrt worden, sie hatte aber durch Inanspruchnahme der Kronzeugenregelung eine Reduktion der Sperre auf 18 Monate erwirkt. Im April trat sie vom Leistungssport zurück. Im Juni war die Niederösterreicherin dann wegen versuchter Bestechung einer Mitarbeiterin im Dopinganalyselabor Seibersdorf zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. (Quelle: orf.at, 03.11.09)
Hechingen: 25. Hohenzollernberglauf am Sonntag - Startet Marie-Luise Heilig-Duventäster?
»Der Berg ruft« – heißt es wieder am kommenden Sonntag, 8. November, wenn um 10 Uhr der Startschuss zum 25. Hohenzollernberglauf fällt. Zur Jubiläumsveranstaltung rechnen die Organisatoren vom Skiclub Hechingen mit mehreren hundert Läufern. »301 Anmeldungen liegen uns bereits vor«, sagt Susanne Bitzer vom Organisationsteam des SC Hechingen. Sie rechnet damit, dass die 500-er-Marke in diesem Jahr geknackt wird.
Die beiden Vorjahressieger, Heiko Baier (*1984, LG Fulda), der die Männerkonkurrenz mit einer Zeit von 30:44 Minuten gewann, und die Siegerin bei den Frauen, Marie-Luise Heilig-Duventäster (*1961, LG Welfen), die für die acht Kilometer lange Strecke mit insgesamt 365 Höhenmetern 35:56 Minuten benötigte, haben bisher ihre Zusage noch nicht gegeben. »Aber ich rechne fest damit, dass sich die Beiden in den nächsten Tagen noch in die Starterliste eintragen werden, denn sie können beide zum dritten Mal in Folge gewinnen«, sagt Susanne Bitzer, die wieder ein Teilnehmerfeld auf hohem Niveau erwartet.
Um Punkt 10 Uhr machen sich die Läufer vom Hechinger Weiherstadion aus auf den Weg zur Burg. Nach einem kleinen Flachstück folgt ein kurzer, aber kerniger Anstieg, ehe es 2,5 Kilometer auf der Ebene weiter geht bis zur Domäne. Dort können die Läufer bereits den Blick nach oben zur Burg und noch einmal tief Luft holen, denn ab der Domäne geht es die nächsten vier Kilometer nur noch bergauf. Als Belohnung erwartet die Läufer auf den letzten Metern die Anfeuerungsrufe der Zuschauer, ehe es bei der Kanone im Burghof durch die Ziellinie geht.
Nachmeldungen für den Berglauf sind noch bis kurz vor dem Start möglich. (Quelle: Schwarzwälder Bote, 03.11.2009)
Aktualisiert: WADA-Verbotsliste 2010
Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hat im Oktober die WADA-Verbotsliste 2010 veröffentlicht, die ab dem 1. Januar 2010 gültig ist. In einer Zusammenfassung weist sie auf die Änderungen im Detail hin. So ist es für Asthmatiker wichtig zu wissen, dass die Beta-2-Agonisten Salbutamol und Salmeterol ab 2010 nicht mehr genehmigungspflichtig sind. Für die inhalative Anwendung genügt die Übersendung einer Erklärung zum Gebrauch an die NADA bzw. den Internationalen Fachverband. Salbutamol darf allerdings nur bis zu einer maximalen Dosis von 1600 µg pro 24 Stunden (je nach Präparat bis zu acht Hübe bzw. bis zu 16 Hübe) angewandt werden. Für höhere Dosierungen ist weiterhin die Erteilung einer medizinischen Ausnahmegenehmigung erforderlich. Der Status in Bezug auf andere Beta-2-Agonisten hat sich nicht geändert.
Weiterhin wurden Änderungen im Bereich der Wachstumshormone, bei den Diuretika und bei den Stimulanzien vorgenommen. So wurde Pseudoephedrin, das z. B. in Aspirin Complex (!) enthalten ist, wieder in die WADA-Verbotsliste aufgenommen. Ebenso gibt es in der WADA-Verbotsliste 2010 Änderungen in den Punkten „Cannabinoide“ und „Chemische und physikalische Manipulationen“. Einzelheiten können Sie auf www.deutscher-leichtathletik-verband.de im Bereich Anti-Doping oder auf www.nada-bonn.de nachlesen. (Quelle: DLV - Antidoping-Newsletter; 01.11.2009)
Guido Müller ist auch Europas Seniorenleichtathlet des Jahres
Guido Müller (*1938, TSV Vaterstetten) und die Dänin Gitte Karlshoj (*1959, Arhus 1900)) sind jetzt vom Präsidium des Europäischen Leichtathletikverbandes EVAA zu "European Best Veterans 2009" gewählt worden. Offiziell werden sie die Auszeichnungen am 23. Januar 2010 in Marathon (Griechenland) geehrt. Guido Müller wurde nach seiner Wahl zum IAAF-Best Masters 2009 auch durch die EVAA ausgezeichnet, nachdem er in der Saison gleich in fünf Einzeldisziplinen neue Weltrekorde seiner Altersklasse aufgestellt hatte:The award ceremony will take place in the EVAA Central Office in Marathon (GRE) on January 23, 2010.
Man:
1. Guido Müller, GER
200m Halle (26.92) 28.02.09
400m Halle (59.92) 01.03.09
200m Stadion (26.48/-0.6) 01.07.09
400m Stadion (59.34) 07.08.09
300m Hürden Stadion (45.24) 10.07.09
Bei den Halleneuropameisterschaften der Senioren vom 25. bis 29. März in Ancona (ITA) gewann der bayerische Ausnahmeathlet über 60m (8.30) nd 400m (60.08) jeweils Gold.Über 200m nahm er nicht teil. bei der Senioren-WM vom 28.07. bis 08. August in Lahti (Finnland) gewann er über 100m, (13.17/W: +0.6), 200m (26.81W: /-2.1) und 400m (59.34). Als Mitglied der ergolgreichen deutschen Staffeln errang er auch Gold in der 4 x 100m-Staffel (53.07) und 4 x 400m -Staffel( 4.17.47 min, Weltrekord). Über 300m Hürden verbesserte er den 10 Jahre alten Weltrekord von Canadas Masterslegende Earl Fee von 49.07 auf sage und schreibe 45,24sec!
Die Dänin Gitte Karlshöj (*1959, Aarhus 1900) wurde bei den Frauen ausgezeichnet. Sie stellte in der abgelaufenen Saison drei Weltrekorde und einen Europarekord auf:
- 1500m (4.40.7m) 16.05.09
- 3000m (9.47.20) 19.05.09
- 5000m (16.51.17) 23.06.09
- 10 000m (35.41.90) 25.08.09 Europarekord
Überzeugend gewann sie bei der WM in Lahti den Titel über 5000m (17.24.63 min). Bei der Straßenlauf-EM in ihrer Heimatstadt Aarhus siegte sie im Mai in 36.11 min in ihrer Altersklasse W50 und lag damit drei Minuten vor der Zweitplatzierten. (31.10.09)
Irina Mikitenko (W35): 2010 in New York City
Bereits vor dem 40. New York Marathon am Sonntag steht Irina Mikitenko (*1971, TV Wattenscheid) als Gesamtsiegerin der World-Marathon-Majors-Serie 2008/09 fest. Während an iesem Tag die rund 40 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch alle fünf New Yorker Stadtteile laufen, wird Mikitenko einen entspannten Vormittag genießend; denn nach dem Rennen erhält sie einen Scheck über 500 000 Dollar , weil sie auch in diesem Jahr die World Majors Series gewonnen hat. «Im letzten Jahr musste ich noch zittern. Das war kein Spaß, aber ich konnte allen beweisen, dass ich die beste Marathonläuferin bin. Das war nicht nur Glück», sagte Mikitenko der Deutschen Presse-Agentur dpa vor ihrem Abflug mit Ehemann und Trainer Alexander.
Im Vorjahr hatte auch die Äthiopierin Gete Wami wie Mikitenko 65 Punkte in der Serie 2007/08 erreicht. Die Renndirektoren von Boston, London, Berlin, Chicago und New York ernannten dann Mikitenko letztlich zur Gesamtsiegerin, weil sie ihr Ergebnis bei nur drei Starts erreichte, während Wami dafür vier Marathonläufe benötigt hatte. Diesmal ist es anders. Denn nach ihren beiden Erfolgen 2008 und 2009 in London sowie dem Sieg im September 2008 in Berlin machte Mikitenko vor drei Wochen mit einem zweiten Platz bei ihrem US-Debüt in Chicago ebenso alles klar, wie der Olympiasieger von Peking Sammy Wanjiru (KEN) bei den Männern.
Im dpa-Interview äußerte Mikitenko auch, dass sie im kommenden Jahr in New York an den Start gehen will. «Ich möchte auf jeden Fall mal in New York laufen. Vorgeplant ist es 2010, aber noch nicht ganz fest», so Mikitenko. Der Geldsegen habe ihr Leben bisher nicht verändert und werde das auch künftig nicht tun, betonte sie. «Das Umfeld, die Familie und die Freunde - das ist stabil, und das wird so bleiben. Aber ich bin froh, dass ich etwas in der Hand habe. Ich habe zwei Kinder und muss auch an die Zukunft denken. Und das Geld gibt uns eine gewisse Sicherheit.»
Sonntag gilt die dreimalige New York-Siegerin und Titelverteidigerin Paula Radcliffe (*1973, GB) als Favoritin. Am Start ist auch Joan Benoit Samuelson (*1957), die aber ganz persönliche Ziele hat. Die erste Marathon-Olympiasiegerin von 1984 in Los Angeles: «Ich habe noch nie mehr als drei Stunden gebraucht und ich habe noch nie einen Marathon aufgegeben», so die Amerikanerin. Bei den Männern wird ein Vierkampf zwischen den Kenianern Martin Lel, James Kwambai und Robert K. Cheruiyot sowie dem brasilianischen Vorjahressieger Marilson Gomos dos Santos erwartet. (Quellen: Süddeutsche, dpa, 30.10.09)
DLV-Fotowettbewerb vor dem Abschluss
Der diesjährige Fotowettbewerb im Senioren-Leichtathletik-Bereich steht unter dem Thema "Seniorensportler - Mittendrin statt nur dabei" und bereits etliche Fotografen haben sich daran beteiligt, da wieder attraktive Prämien winken.
Noch bis Ende des Monats (31. Oktober) kann man sich beteiligen; denn wer möchte nicht gerne 500 Euro für den 1. Platz, 300 Euro für den 2. Platz und 200 Euro für den 3. Platz gewinnen? Für Berufsfotografen wurde ein Sonderpreis in Höhe von 300 Euro ausgelobt. Eine Beteiligung lohnt sich auf jeden Fall, denn die besten Fotos werden im Internet täglich im Dezember (bis Heiligabend) veröffentlicht.
Die Ausschreibungsbedingungen und Regeln finden Sie hier (www.leichtathletik.de, 27.10.09)
Frankfurt-Marathon der Superlative - Winfried Schmidt (M60) nur sechs Wochen nach Berlin wieder vorn
Der von der Commerzbank gesponserte 26. Frankfurt-Marathon hielt am Sonntag, was er im Vorfeld versprochen hatte. Der Kenianer Gilbert Kirwa unterbot als Sieger in 2:06:14 Stunden den ein Jahr alten Streckenrekord um 1:07 Minuten. Vorjahressieger Robert Kiprono Cheruiyot blieb als Zweiter in 2:06:23 Stunden ebenfalls unter der alten Bestmarke des Frankfurt-Marathons. Gesamtdritter und Bester M35-er wurde William Kiplagat (*1972, KEN) in exzellenten 2:07:05h. Der 37-Jährige Trainer des Zweitplatzierten Cheruiyot verpasste dabei seine zehn Jahre alte Bestzeit von 2:06:50 Stunden nur um 15 Sekunden. Insgesamt sechs Läufer blieben unter 2:10 Stunden. Schnellste Frau war die Kenianerin Agnes Kiprop in 2:26:57 Stunden. Luminita Zaituc (*1968, LG Braunschweig; 2:35:06 h) wurde bei ihrem Abschied Zehnte.
Bei rund 12 Grad waren um 10 Uhr morgens die rund 12000 Läufer zum 28. Frankfurt-Marathon gestartet. Das Top-Feld der Männer ging das Rennen noch schneller an als geplant, so dass alles auf eine Endzeit unter 2:06 Stunden hindeutete, bevor das Tempo im weiteren Verlauf gedrosselt wurde. Nach einem lebhaften Rennverlauf zog bei 38 Kilometern Gilbert Kirwa (KEN) das Tempo erneut an, mit vor Anstrengung verzerrtem Gesicht und erreichte als erster die Frankfurter Festhalle, die „Gud Stubb“ mit ihrer einmaligen Gänsehaut-Atmosphäre. Damit bestätigte er auch denSportlichen Leiter des Marathons, Christoph Kopp, der den jungen Keniaer als persönlichen Top-Favoriten gehandelt hatte. In 2:06:14 lief Kirwa eine neue persönliche Bestleistung. Bei seinem bislang einzigen Marathon in Wien hatte er in 2:08:21 Stunden gewonnen. „Zwei Siege in meinen ersten beiden Marathonrennen – ich bin sehr glücklich“, sagte er im Ziel. Belohnt wurde er mit insgesamt 95.000 Euro, dem höchsten Preisgeld bei einem deutschen Marathon in diesem Jahr.
Wohl kaum freuen kann sich der Pole Zbigniew Nadolski (*1967, Sochanski Athletiks) über seine Wertung als Erster der Altersklasse M40; denn in seinem Wettkampftableau fehlen diverse Zwischenzeiten, was zur Disqualifikation führen wird. Daher dürfte am Ende der Dieter Metz (*1967, StartNet Team DSW Darmstadt) verdienter Sieger der M 40 sein. Dies wird ihn etwas dafür entschädigen, dass er in 2:30:52 h sein Vorhaben, unter 2:30 zu bleiben knapp verfehlte. Die M45 beherrschte der vor einem Jahr schnellste Deutsche Marathinläufer dieser Altersklasse, Hakim Ouahioune (*1963, SF Blau-Gelb Marburg, 2:30:11h). Auch M50-Favorit Jürgen Theofel (*1958, FV Wallau) gewann seine Altersklasse, konnte aber mit den erreichten 2:35:21h nicht ganz zufrieden sein. In seiner neuen Altersklasse M55 lag am Ende in netto 2:48:48 h der Krakauer Andrzej Maciol (*1954, Cracovia Maraton) klare acht Minuten vor Triathlet Herbert Nothacker (*1954, TSV Calw, 2:56:03h). Schneller als das M55-Siegerduo und in netto 2:44:19h auch acht Sekunden schneller als er selbst vor sechs Wochen in Berlin war Winfried Schmidt (*1948, TuS Köln rrh) M60-Bester. Als zweiter konnte sich Manfred Hartung (*1947, LC Michelstadt, 2:58:53h) über seine schnellste Marathonzeit seit zwei Jahren freuen. Deutlich langsamer als 2008, aber allemal schnell genug für den M65-Erfolg war Klaus Pannek (*1943, LG-EVO-Seligenstadt) in 3:20:37h. Fast eine Viertelstunde vor dem zweiten seiner Altersklasse M70 zeigte Helmut Scholtz (*1939, LG Wettenberg) in 3:30:14h seine Leistungstärke. Die Wertung der ältesten Marathonläufer (AK M75) gewann Artur Hahn (*1930, TG Großalmerode) in 4:09:22h.
Bei den Frauen gab es einen kenianischen Doppelerfolg durch Agnes Kiprop (2:26:57 h) und Hellen Kimutai Jemaiyo (2:27:50 h), die im Ziel Arm in Arm gemeinsam feierten. Sichtlich Probleme auf der Strecke hatte Luminita Zaituc (*1968, LG Braunschweig) bei ihrem letzten Marathon-Rennen als Leistungssportlerin. „Als kurz vor dem Start die Kameras auf mich gerichtet waren, hätte ich beinahe angefangen zu weinen“, sagte sie. „Auf der ersten Hälfte war ich beflügelt, danach fiel es mir ganz schön schwer“, berichtete sie. „Aber ich wollte einfach unbedingt ins Ziel kommen.“ In der Frankfurter Festhalle wurde sie vom Publikum begeistert gefeiert. Hand in Hand mit Renndirektor Jo Schindler lief sie auf dem roten Teppich zurück und verabschiedete sich als schnellste Mastersläuferin (1. W40; 2:35:06h) von den Frankfurter Fans. Am ende lag sie übrigens nur 20 Sekunden vor der kämpfenden Altersklassenkollegin Bernadette Pichlmaier (*1969, LAG Mittlere Isar, 2:35:26h). Nicht ins Ziel kam hingegen die Düsseldorferin Sonja Oberem (*1973, Rhein-Marathon Düsseldorf ), die nach zwölf Kilometern das Rennen vorzeitig beendete. „Ich hatte bereits in der Vorbereitung enorme Knieprobleme und musste deswegen auch mein Training umstellen“, erklärte sie. In der vergangenen Woche seien die Schmerzen verschwunden gewesen, am Sonntag waren sie aber bereits nach fünf Kilometern wieder aufgetreten und schnell schlimmer geworden. „Manchmal kann man Schmerzen ausblenden, aber das ging heute nicht“, sagte sie. „Ich bin dauernd eingeknickt. Wenn man nicht schnell laufen kann macht es auch keinen Sinn.“
In der W45 überraschte die Norwegerin Nina Wavik Ytterstad (*1962, SK Vidar, Foto lks.)in 2:56:36h und lag damit vor der Königsteiner Orthopädin Dr. Viera Böhler (*1963, Spiridon Frankfurt, 2:57:37 AK-PB) und Ute Philippi (*1963, LAV Asics Tübingen, 3:01: h), die im Gegensatz zu ihrem Altersklassensieg 2008 die 3-Stunden-Grenze nicht unterbieten konnte. Die W50 gewann mit der Schwedin Janna Jobe (* Solvikingarna Göteborg) ebenfalls eine Skandinavierin und meinte anschließend: "Das war ein herrlicher Marathon. 12° und wenig Wind, die großen Sambabands an der Strecke und der rote Teppich in die Festhalle - die ganze Atmosphäre hat die gute Zeit gebracht." Irene Hoffmann (*1950 LSG Karlsruhe) war Erste der W55 in 3:27:26h netto und Favoritin Karin Risch (*1946, LG Biebesheim/Eschollbrücken/Cromstadt) siegte in der W60 in 3:28:02h ebenso unangefochten wie Helga Walker(*1941, TV Rheinau 1893) in 3:51:54h in der nächst höheren Altersklasse W65. (Foto: © Kondis, Mona-EekJensen 25.10.09)

M85er Horst Albrecht (*1923, TuS Fleestedt) war nach Anzahl der errungenen Medaillen der erfolgreichste männliche Sportler dieser WM. Er gewann sieben Mal Gold, zuletzt am Samstag den Dreisprung mit 6,46m. Der Australier Peter Crombie nahm in der M65 drei Medaillen mit nach down-under, zwei Gold und eine Silber, die er am Samstag in 62,36sec über 400m errang und dabei nur von dem überlegenen Roger Pierce (USA, 61, 33sec) geschlagen wurde. Ugo Sansonetti (Italien) stellte zwei Weltrekorde in der M90 auf, den zweiten in 1:46,78min über 400m am Samstag; die Zeit unterbot die 1:48.33min des Schweden Herbert Liedtk. Sansonetti hatte am Mittwoch der Woche bereits in 41,13sec eine Altersklassenweltbestleistung über 200m aufgestellt.
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