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Annettes Seite 2004:

Meine Informationen und Nachrichten für die deutsche Masters-Leichtathletik
Sonderseite zur EM 2004 in Århus


Mehr als 200 Deutsche melden für Hallen-EM

Eine deutliche Zunahme der Meldungen für die bevorstehende 5. Hallen-EM der Senioren in Schweden meldet der DLV. Er präsentiert gleichzeitig online alle deutschen Athletinnen und Athleten, die vom 10. bis 13.03.2005 in Eskilstuna (Schweden) bei der Hallen-EM an den Start gehen wollen. Insgesamt 202 Starter umfasst das deutsche Team: 64 Frauen in den Altersklassen W35 bis W80 sowie 138 Männer zwischen M35 und M80. Im Vergleich zu den letzten Hallen-Europameisterschaften 2003 in San Sebastian ist dies eine deutliche Steigerung. Damals waren nur 153 Athleten vertreten. (24.12.04)


Nun ist auch dieses Jahr schon wieder vorüber. Es war nicht leicht, aber schön und manchmal auch bewegend. Wir durften es trotz aller Anstrengungen genießen und sind jetzt erwartungsfroh und neugierig auf das, was kommt. 2005 wird spannend und ist mit sportlichen Höhepunkten vollgepackt: die Europameisterschaften in Eskilstuna und Vila Real, der erste Masters Grandprix im Sommer in Finnland, die Worldmasters Games in Edmonton und die WM in San Sebastian. Die Masters-Leichtathletik darf sich jedenfalls auf ein aufregendes Neues Jahr freuen.
Wir hoffen, dass im kommenden Jahr alles so kommt, wie jede und jeder von Euch es sich erhofft. Wir wünschen allen Seniorensportlerinnen und Seniorensportlern und denen, die sich für unseren Sport engagieren, Gesundheit, Erfolg, Anerkennung und, wenn nötig, auch stets ein großes Stück Gelassenheit.
Schöne Feiertage und ein glückliches 2005
Annette und Robert Koop


Massins Antidoping-Initiative II:
Die Medikamentenanfrage

Um einen langwierigen Fragenmarathon schnell zu verkürzen, sollten alle Seniorensportler und -Sportlerinnen, die Medikamente oder Wirkstoffe zu sich nehmen, folgenden Weg beschreiten:
Ob ein Medikament erlaubt ist oder nicht, wird am besten durch eine Medikamentenanfrage geklärt. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) ist dafür in Deutschland die zuständige Stelle für Auskünfte zu Medikamenten und Wirkstoffen. Ihre Adressen:

Post: NADA, Heussallee 38, 53113 Bonn
Telefon: 0228 – 8129200
Fax: 0228 – 8129229
E-Mail: anfrage@nada-bonn.de

Eine (Medikamenten-)Anfrage kann an die NADA wie folgt gerichtet werden:
Die DLV-Website aufrufen, dann den Menüpunkt "DLV" anklicken, dort aus der Liste an der 7. Stelle erneut Klick bei "Anti-Doping". Auf der sich dann öffnenden Antidoping-Seite bei den fünf unterstrichenen Themen den Menüpunkt "Wirkstoffe und Medikamente" anklicken. Jetzt öffnet sich eine Seite mit allen Informationen zur Antidoping-Kampagne.
An fünfter Stelle in diesem Themenfeld findet sich das "Formular Medikamentenanfrage".
Dieses Formular ist auszudrucken, mit den erforderlichen persönlichen Daten und Medikamenten auszufüllen und an die NADA zu schicken.
Dieser Weg ist der beste, weil dann eine schriftliche Auskunft der NADA erfolgt, die jederzeit als Beleg und Nachweis dient.
(22.12.04)


Hamburg Marathon 2005 mit Rekordmeldeergebnis

Allein 22.034 Marathonläuferinnen und -läufer und annähernd 200 Walker wollen am 24. April kommenden Jahres dabei sein, wenn der Startschuss zum Jubiläumslauf des Hamburger Leichtathletik-Verbandes fällt. Und wie in den vorangegangenen Jahren musste kein einziger, der in Hamburg Marathon laufen möchte, abgelehnt werden. Alle Anmelder haben jetzt vom veranstaltenden Hamburger Leichtathletik-Verband eine feste Startplatzzusage erhalten.
"Aufbauend auf den Erfahrungen der letzten drei Jahre und aufgrund der Auswertung anderer Marathonläufe (rund 20% der angemeldeten Läufer verzichten auf einen Start) konnten wir allen Marathonläufern, die sich um einen Startplatz in Hamburg beworben haben, trotz Überschreiten des Teilnehmerlimits jetzt eine Startzusage geben", erklärt Race Director Wolfram Götz die zusätzliche Zulassung von somit mehr als 4.000 Teilnehmern. Und auch Hamburgs Leichtathletik-Präsident Erwin Rixen freut sich über das weiterhin ansteigende Interesse: "Mit diesem Meldeergebnis, das noch nicht einmal die rund 1.500 Skater, Rollstuhlfahrer und Handbiker einschließt und das auch die annähernd 2.000 Schülerinnen und Schüler als Teilnehmer am Jugendlauf "Das Zehntel" nicht berücksichtigt, unterstreichen wir unsere führende Position als größte Hamburger Sportveranstaltung."
Um alle Anmelder schnellstmöglich nach Ablauf der Anmeldefrist am 30.11. über ihre Teilnahme zu informieren, wurden in diesem Jahr erstmals alle offiziellen Teilnahmebestätigungen noch vor den bevorstehenden Feiertagen zugeschickt. Auch hier macht sich das veränderte Anmeldeverfahren unter Nutzen einer festen Mitgliedsnummer, die jeder Läufer erhält, der bereits in Hamburg gewesen ist, und das die Hamburger als einzige deutsche Veranstalter nutzen, positiv bemerkbar.
Und was können Läufer/innen tun, um doch noch in Hamburg zu starten und nicht nur als Zuschauer dabei zu sein? In diesem Fall verweist Götz auf die Sportreise-Veranstalter wie interair, Karstadt-Reisen u.a., die feste Startplatzkontingente eingekauft haben und noch über freie Plätze verfügen. Weitere Informationen hierüber finden Interessierte unter www.marathon-hamburg.de unter der Rubrik "links" oder unter der Rufnummer 040 - 61 67 73. Skurilität am Rande: Auf der Internetseite des Hamburger Leichtathletikverbandes findet sich übrigens kein Hinweis auf den Jubiläumslauf.
(21.12.04)


Massins Antidoping Initiative:
"Antidoping - auch ein Thema für Senioren"

DLV-Vizepräsident Dieter Massin reagiert auf die jüngsten Doipingfälle in der Seniorenleichtathletik. In den nächsten Tagen wird er auf der Internetseite des DLV www.leichtathletik.de in der Rubrik „Senioren“ regelmäßig über das Antidoping-Regelwerk informieren und dadurch den Masterssportlern die Bedeutung und die Anwendung von Senioren "mit der Absicht, Hilfe zu leisten", wie er dazu erläuterte. Ein Hintergrund ist dabei, dass aus rein medizinischen Gründen vielen Seniorensportler ärztlicherseits Medikamente verschrieben werden, die als Dopingmittel verboten sind. Das durfte jüngst noch Diskuswerfer Ralf Prochnau (*1963, Pulheimer SC) feststellen, dem sein Arzt ein Blutdruck senkendes Mittel verschrieben hatte, das verboten ist, weil es nebenbei auch die Einnahme von Dopingmittel verschleiert.
Weil die Antidoping-Regeln häufig nicht leicht zu finden sind, fasst Massin sie jetzt kurzerhand in seiner Inforeihe zusammen. Der DLV-Vize prüft übrigens ebenfalls, nach dem Vorbild der Niederlande über die Antidoping-Regeln alle Teilnehmerinnen und Teilnehmern an Seniorenmeisterschaften ("jenseits des Internet") in einer Broschüre über Antidoping zu informieren.
Aber Dieter Massin stellt auch unmissverständlich klar: "Bei aller Hilfe wird jedoch schon jetzt darauf hingewiesen: Für das, was in den Körper hineinkommt, was sich im Körper befindet, ist ausschließlich der Seniorensportler/die Seniorensportlerin verantwortlich. Und kein Trainer. Kein Verband und kein Verein. Kein Arzt."
Folgende Informationen sind für die kommenden Wochen vorgesehen, die erste schon am 22.12.:

1. Wo finde ich auf der DLV-Homepage Hinweise zum Antidoping-Kampf?
2. Wie informiere ich mich über Medikamente?
3. Welche Verfahren gibt es, um einen Ausnahme-Antrag für Medikamente stellen zu können?
4. Gibt es spezielle Verfahren für nationale, gibt es spezielle Verfahren für internationale Meisterschaften?
5. Adressen, die wichtig sind…

Dieter Massin: "Darüber hinaus biete ich mich an, schriftlich eingehende Fragen zu sammeln und je nach Häufigkeit zu beantworten. Adresse: Dieter Massin c/o Deutscher Leichtathletik-Verband, breitensport@leichtathletik.de. Die Initiative ist direkt abgestimmt mit dem Präsidenten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Dr. Clemens Prokop. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang darauf, dass der Leiter der Antidoping-Kommission, DLV-Vizepräsident Theo Rous, derzeit krankheitsbedingt nicht zur Verfügung stehen kann." (21.12.04)


Hartz IV im Sport: Keine Konkurrenz zum Haupt- und Ehrenamt

Der Sport will die Förderungsmöglichkeiten nach der Arbeitsmarktreform Hartz IV nutzen und Langzeitarbeitslosen Beschäftigungspositionen und damit Reintegrations-Chancen für den ersten Arbeitsmarkt bieten. Dies hat Dr. Andreas Eichler, generalsekretär des Deutschen Sportbundes, deutlich gemacht. Das Interesse bei Vereinen, Fachverbänden und bei der Sportjugend sei groß, neue Beschäftigungsfelder für Arbeitsgelegenheiten nach Hartz IV zu schaffen und damit an einer zentralen gesellschaftlichen Aufgabe mitzuwirken. Allerdings sollen die Zusatzjobber kein Ersatz für das Haupt- oder Ehrenamt sein und auch keine Hilfsarbeiten übernehmen. Die Beschäftigungsfelder sind umfangreich: von der Mitgliederbetreuung, der Organisation von Fahrten, Feten und Events, der Organisation internationaler Begegnungen bis hin zur Mitarbeit im Sportbetrieb, zur Erfassung von Sportgeräten und zur Mitarbeit bei Aus- und Fortbildungsprojekten. Der örtliche Fallmanager entscheidet auch über die Höhe der Leistungen. Pro Zusatzjobber stehen im Monat 500 Euro zur Verfügung: 200 Euro gehen im Schnitt an den Langzeitarbeitslosen, 300 Euro sind für den Beschäftigungsgeber bestimmt, von denen der wesentliche Teil in die Fortbildung der Mitarbeiter investiert werden muss. Mehr... (21.12.04)


Handelsblatt über DLV-Entwicklung:
Prokop einziger Kandidat für DLV-Präsidentenamt

Das offenbar gut informierte Düsseldorfer Handelsblatt hat am Montag über die aktuelle Situation im DLV nach der tagung von Verbandsrat und Präsidium am Wochenende berichtet. Hier der Artikel im Wortlaut:
" Wenn am 16. April 2005 die Wahl zum DLV-Präsidenten ansteht, wird sich die Auswahl wahrscheinlich in Grenzen halten. Neben dem reformerischen Amtsinhaber Clemens Prokop zeichnet sich keine Opposition ab.
DLV-Präsident Clemens Prokop will mit sieben Vizepräsidenten in seine zweite Amtszeit gehen und damit die Weichen für eine Umstrukturierung innerhalb des Deutschen Leichtathletik-Verbandes stellen. Der 44 Jahre alte Kelheimer Amtsgerichtsdirektor erklärte vor DLV-Präsidium und Verbandsrat in Darmstadt, er wolle am 16. April 2005 in Kevelaer/Niederrhein wie 2001 für das Präsidentenamt kandidieren. Eine Opposition zeichnet sich derzeit nicht ab, auch weil sich kaum jemand ermutigt fühlt, die bei der Olympiapleite in Athen (nur zweimal Silber) deutlich gewordenen Probleme mit hohem Zeitaufwand anpacken zu wollen.
Nach bisher nicht bestätigten Informationen stehen fünf hauptamtlichen Trainer fest, die zum 31. Dezember 2004 nicht mehr weiter beschäftigt werden sollen. Dazu gehören offenbar zwei Teamleiter: neben dem aus Altersgründen scheidenden Lothar Hirsch (Koblenz/Lauf) auch Claus Marek (Kamp-Lintfort/Zehnkampf). Darüber hinaus drei Disziplintrainer aus den neuen Bundesländern.
Der DLV hatte ohnehin sein System mit hauptamtlichen Teamchefs für reformbedürftig erklärt und angekündigt, man werde in Zukunft verstärkt auf Heimtrainer setzen. Prokop bestätigte, der DLV müsse nach erheblichen Mittelkürzungen durch den Deutschen Sportbund (DSB) für 2005 sechs bis acht hauptamtliche Trainer einsparen. Somit werden statt bisher 31 nur noch 25 oder 23 hauptamtliche Trainer übrig bleiben.
Wie stark die Kürzungen sind, ist laut Prokop nicht klar, weil der DSB noch immer keine konkreten Zahlen vorgelegt habe. Die Rede ist von Einschränkungen um 25 Prozent. "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir keinem Trainer einen Vertrag anbieten, da wir immer noch nicht verbindlich wissen, welche Gelder uns ab Januar zugeteilt sind", erklärte Frank Hensel. Der Sportdirektor und Generalsekretär des DLV stellte dabei das neue Leistungssport-Förderkonzept vor.
Die Kader werden künftig stark reduziert, so im A-Kader von 66 auf 16 Athleten. Dem Top-Team-Kader gehören im Hinblick auf Olympia 2008 in Peking insgesamt 54 Athleten an. Verschärft wurden die Nominierungsrichtlinien für internationale Ereignisse. Der 2001 ins Präsidentenamt gewählte Clemens Prokop hatte die erneute Kandidatur signalisiert, nachdem Berlin vor zwei Wochen den Zuschlag zur Ausrichtung der 12. Leichtathletik-WM 2009 erhalten hatte. "Ich werde mit dem kompletten Team wieder zur Wahl antreten", meinte Prokop und nannte auch schon vier Namen.
Die sieben Vizepräsidenten sollen für die Bereiche Wirtschaft und Finanzen (Rene Scheer/Dortmund), Leistungssport (Eike Emrich/Frankfurt), Kommunikation (Petra Freitag/Iserlohn) Allgemeiner Sport, Innere Angelegenheiten, Wettkampf-Management und Athleten (Florian Schwarthoff/Berlin) zuständig sein. Neben dem nach Athen zurückgetretenen Rüdiger Nickel (Hanau/Leistungssport) werden auch die bisherigen Vizepräsidenten Theo Rous (Alpen/Niederrhein) aus Altersgründen sowie Dieter Massin (Ahlen/Breitensport) aus persönlichen Überlegungen heraus ausscheiden."
(Quelle: www.handelsblatt.de, 20.12.04)


Rous nach Schlaganfall im Krankenhaus

DLV-Vizepräsident Theo Rous ist in der vergangenen Woche nach einem leichten Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden. Nach der Aufnahme wurde zusätzlich auch eine Herzerkrankung diagnostiziert. Am 30.12. vollendet Rous sein 70.tes Lebensjahr.
Der pensionierte Altphilologe ist einer der profiliertesten Spitzenfunktionäre der deutschen Leichtathletik. Seit Jahren gilt der engagierte Vorsitzende der Anti-Doping-Kommission des DLV als einer der sachkundigsten Kämpfer gegen das Doping.
Rous wird im kommenden April nach dem Ende seiner Amtszeit als DLV-Vizepräsident den Frankfurter Oberstaatsanwalt und Drogenexperten Dr. Harald-Hans Körner im Vorstand der deutschen Anti-Doping-Agentur NADA ablösen.
Vor drei Jahren war Rous, in seiner aktiven Zeit Mittelstreckler bei Rotweiß Oberhausen, gemeinsam mit dem Hanauer Rechtsanwalt und damaligen DLV-Vize Rüdiger Nickel aufgrund seiner Kritik am DLV-"Urvaters" Carl Diem und dessen Rolle im Nationalsozialismus vor dem Landgericht Darmstadt vergeblich von Diems Sohn verklagt worden; Rous und Nickel hatten in dem Aufsehen erregenden Zivilprozess nachgewiesen, dass Diem die NS-Ideologie verherrlicht hatte. 1998, als der DLV 100 Jahre alt wurde, war Theo Rous mit dem Hanns-Braun-Wanderpreis des DLV für besondere Leistungen und außerordentliche Verdienste in der Führung der deutschen Leichtathletik geehrt.
(20.12.04)


DLV: Künftig mit neuer EDV - aber wo bleiben die Senioren ?

Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat am Wochenende auf seiner Präsidiums- und Verbandsratssitzung in Mühltal bei Darmstadt beschlossen, künftig mit der EDV des SELTEC- Wettkampfprogramms zu arbeiten. Das von einem österreichischen Unternehmen entwickelte Programm soll die bisher gebrauchten EDV-Programme ablösen. In der Vollversion wird Seltec 464 Euro kosten, in der abgespeckten Version 278,40 Euro. Das neue bundeseinheitliche EDV-Wettkampfsystem soll ab 1.4.2005 eingeführt werden.
Dr. Clemens Prokop bestätigte, beim Verbandstag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) am 16. April 2005 in Kevelaer erneut als DLV-Präsident zu kandidieren: „Ich werde mit einem kompletten Team wieder zur Wahl antreten. Mitglieder dieses Teams sind unter anderem Professor Dr. Eike Emrich, Florian Schwarthoff, Dagmar Freitag sowie der derzeitige DLV-Schatzmeister Rene Scheer“, sagte er. Trotz lebhafter Diskussionen und Kritik im Vorfeld wurde auf der Präsidiums- und Verbandsratsitzung letztlich ohne Diskussion und Gegenkonzept das vom starken Mann im DLV, Sportdirektor und Generalsekretär Frank Hensel, erarbeitete "Grobkonzept" für das neue DLV-Präsidium vorgestellt.
Für die bisher erfolgreiche und unter dem scheidenden Dieter Massin aufgeblühte DLV-Seniorenleichtathletik sieht es in diesem Konzept jedoch schlecht aus. Sie wird wohl dem Vizepräsident "Allgemeiner Sport" zugeordnet werden, zu dessen Aufgabenbereich "Straßenleichtathletik, Gesundheitssport, Seniorensport" gehören sollen. Der gesuchte Nachfolger für den scheidenden Dieter Massin soll dabei, so das Konzept, große Erfahrung im Bereich Straßenleichtathletik sowie der "gesundheitlichen Positionierung des Breitensports" haben und besonders kreativ sein - über die Seniorenleichtathletik findet sich nichts Konkretes. Im Gespräch als künftiger DLV-Vize "Allgemeiner Sport" ist, wie aus Kreisen des Verbandsrats verlautete, offenbar der Westfale Anton Budde, der seine Kreativität in der Seniorenleichtathletik jüngst in besonderer Weise unter Beweis stellte: Schulrektor Anton Budde ist für das Aus der westfälischen Seniorenfünfkampfmeisterschaften verantwortlich, gegen das Werner Schallau (SuS Schalke 1896) als Aktivensprecher der DLV-Senioren vergeblich protestierte.
(20.12.04)


Grundlagen: CD-Arbeitshilfe für Trainer

Darauf haben viele Trainer und Sportlehrer sicherlich gewartet: Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen hat eine CD mit dem Titel „Das Grundlagentraining der Leichtathletik“ herausgebracht. Die Silber-Scheibe bietet zahlreiche unentbehrliche Arbeitshilfen für alle, die im Bereich der Leichtathletik tätig sind bzw. tätig werden wollen. Die CD, die unter der Regie von Heinz-Dieter Antretter (Leitender Landestrainer des FLVW) und Peter Westermann (LA-Lehrwart des FLVW) nach zweijähriger Produktionszeit entstanden ist, enthält neben einem theoretischen Teil auch zahlreiche Praxishilfen und Videos, die Bewegungsabläufe anschaulich darstellen. Äußerst hilfreich sind auch die vorgeschlagenen Gymnastik-Übungen und Spiele, mit denen sich das Leichtathletik-Training bzw. der Sportunterricht recht abwechslungsreich gestalten lässt. Praktisch ist auch, dass sich viele Seiten ausdrucken lassen.
„Wir haben mit dieser CD eine gemeinsame Grundlage für unsere Trainer-Ausbildung geschaffen. Ziel ist es nun, mit unseren benachbarten Landesverbänden Nordrhein, Hessen, Niedersachsen, Rheinland und Rheinhessen zusammenzuarbeiten, um eine gemeinsame Schulungsbasis zu schaffen und unsere Trainer- und Übungsleiterlizenzen gegenseitig anzuerkennen. Mit der CD möchte der FLVW auch einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung aller Trainer und Sportlehrer erreichen", betonte der westfälische Leichtathletik-Vorsitzende Anton Budde bei einer ersten Präsentation des digitalen Lern- und Praxismaterials.
Die CD, die sich auch im Bereich der Lehrerfortbildung einsetzen lässt, ist zum Preis von 39,50 Euro beim Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (Ansprechpartner: Heinz-Dieter Antretter, Tel. 02307/371538 oder E-Mail: DieterAntretter@flvw.de) erhältlich.
(Quelle: Peter Middel, www.leichtathletik.de, 19.12.04)


2006 in Linz: Webseite im Netz

Mit einer professionell, wenn auch überwiegend in englischer Sprache gemachten Internetseite hat sich in dieser Woche der Ausrichter der nächsten Hallen-Senioren-WM im oberösterreichischen Linz gemeldet. Unter der Adresse www.linz2006.com/ finden sich beeindruckende Bilder und erste wertvolle Informationen der inzwischen auf den 5-Tages-Zeitraum vom 15. bis 20. März 2006 festgelegten zweiten Weltmeisterschaft in der Halle. Der Chef des Organisationskomitees, Percy Hirsch, weist auch auf die "WM-Generalprobe" in der beeindruckenden neuen Linzer Leichtathletik-Arena hin, die in diesem Februar stattfinden wird: Die erste "Austrian Masters Challenge" soll am Wochenende 12. und 13. Februar 2005 über die Bühne gehen. Die Ausschreibung für diese Masterpremiere findet sich auf der Webseite als pdf-Dokument. Auf dem Programm der Austrian Masters Challenge stehen alle klassischen Halen-Laufwettbewerbe 60m, 200m, 400m, 800m, 3000m, 60m Hürden, 3000m Bahngehen, Weit-, Hoch- und Dreisprung, Kugelstoßen und Stabhochsprung. Ein besonderer Höhepunkt ist außerdem die ins Programm aufgenommene 4 x 200m Staffel. Die Meldegebühren betragen maßvolle 10 plus 5 Euro für jeden weiteren Wettkampf.
Zu erreichen ist Linz in knapp 3 Stunden mit dem Wagen ab München (270 km). Der Hauptbahnhof der Stadt liegt nur 5 min von der Arena entfernt. Direkte Flugverbindungen zum "Blue-danube-Airport", 20 min vor den Toren der Stadt gelegen, gibt es ab Düsseldorf und Frankfurt.
(17.12.04)


Aktuelle Mitteilungen durch den Bundesausschuss Wettkampforganisation

Der Bundesausschuss Wettkampforganisation des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gibt bekannt:
1. Hammergriff
Die in den Internationalen Wettkampfregeln für den 01.01.2005 vorgesehenen Änderungen des Hammergriffs treten vorerst nicht in Kraft. Die IAAF beabsichtigt eine Regeländerung zum 01.01.2006.
2. Imhof
Die Fa. Imhof (Zeitmessung) teilt mit, dass Gerüchte über ein Insolvenzverfahren unrichtig sind.
(www.leichtathletik.de, 17.12.04)


Uwe Manns mit deutschem Hallenrekord

Seine starke Form bestätigte Uwe Manns (*1964, Post Sport Telekom Trier) bei der Eröffnungs-Gala der neu gestalteten Düsseldorfer Leichtathletikhalle, in der in zwei Monaten die deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren stattfinden werden. Er lief 3:56,73 min über 1500m und verbesserte damit um 1,93 Sekunden seine eigene Bestmarke, die er vor Jahresfrist in Potsdam bei den deutschen Seniorenmeisterschaften in der Halle erreicht hatte. Auch Annette Weiss (*1968, Siegburger TV) ist schon in guter Form. Sie gewann mit großem Vorsprung den 3000m-Lauf in 10:06,13 min. (14.12.04)


W 35: Silke Knoll mit ganz starkem Auftritt in Münster

Silke Knoll schnürt sich wieder die Spikes! Beim Hallen-Sportfest in Münster sorgte die 37-jährige Silke Knoll (LAC Dortmund) für Verblüffung, als sie sich im 60-Meter-Sprint hinter Siegerin Katchi Habel (LG Olympia Dortmund, 7,64 sec) in der respektablen Zeit von 7,92 Sekunden den zweiten Platz erkämpfte. Das war sogar eine Hundertstel schneller als der Sprint von Meisterin Angelika Forster (*1969 TSV Wolfratshausen) bei der Hallen-DM im Februar in Potsdam und auch besser als die 7,96 sec der Schweizer Claudia Wiederkehr bei ihrem Hallen-WM-Titel in Sindelfingen.
Die frühere Staffel-Europameisterin, die zwei- oder dreimal in der Woche "ein besseres Fitness-Training absolviert" (www.leichtathletik.de), hatte seit sieben Jahren kein Einzelrennen mehr bestritten.
„Da ich beruflich stark eingespannt bin, werde ich keine Hallensaison im eigentlichen Sinne bestreiten. Mein Ziel ist vielmehr, bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften am 19. und 20. Februar 2005 in Sindelfingen in der 4x200-Meter-Staffel meines Vereins zu starten“, betonte die blonde LAC-Sprinterin, die voraussichtlich erst Ende Januar wieder an einem Einzelwettbewerb teilnehmen wird.
Bereits bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig hatte Silke Knoll im Juli in der 4x100-Meter-Staffel des LAC Dortmund, die im Finale in 47,26 Sekunden den siebten Platz belegte, ausgeholfen.
Silke Knoll, die ihr früheres Wettkampfgewicht (1,62m/52kg) fast gehalten hat, bastelt jedoch nicht an einer zweiten Karriere: „Spaß hätte ich schon, aber ich bin erst oft spät abends zu Hause, und da ist es für mich manchmal eine Überwindung, noch zum Training zu gehen.“ Beruflich arbeitet Silke Knoll, die während ihrer langen Karriere 22 Deutsche Meisterschaften gewann, 1994 Staffel-Europameisterin (42,90 sec) wurde und an drei Olympischen Spielen teilnahm, als Werbekauffrau bei der Coesfelder Firma Parador, die Parkett-Böden verlegt.
(Quelle: Peter Middel auf www.leichtathletik.de; 13.12.04).


Hallen-EM: Deutlich mehr als 1000 Masters erwartet

Mit großer Erwartung warten die Organisatoren der 5. EVAA-Hallenmeisterschaften in Eskilstuna vom 10. bis 13. März 2005 auf die Meldungen der europäischen Verbände. Ab Dienstag, 15. Dezember 2004 schließt der DLV die Meldelisten!
Die Schweden erwarten mehr deutlich Teilnehmer als 1999 in Malmö bei der zweiten Auflage der Hallenwettkämpfe. Damals kamen 853 Athleten aus 28 verschiedenen Ländern, darunter 172 DLV-Starter. Denn in der Zwischenzeit hat die Popularität der Masters-Leichtathletik auch in Deutschland merklich zugenommen, so dass es durchaus deutlich mehr als 1.000 Seniorensportler werden dürften, zumal die Anreise mit Billigfliegern nicht zu sehr auf den Geldbeutel schlägt.
Vorrangig scheinen die Geher (!) Interesse an einer Teilnahme zu haben. Sie haben sich die Bedingungen genauestens angesehen und dabei festgestellt, dass bei den Medaillenstandards ein Fehler in der offiziellen Broschüre vorliegt. Offensichtlich ein Druckfehler, den die EVAA inzwischen korrigiert hat: in der M 55 muss es beim 3000 Meter Bahngehen 16:15,00 anstatt 15:15,00 Minuten heißen. EVAA-Präsident Dieter Massin: "Die EVAA bittet um Nachsicht und wünscht allen Athleten eine erfolgreiche Vorbereitung auf diese 5. Hallenmeisterschaften."
(12.12.04)


Abrechnungschaos in Brandenburg:
Ermittlungen wegen Fördermittelbetrug

Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt nach einer Anzeige wegen angeblichen Betrugs mit Fördermitteln gegen den Präsidenten des Leichtathletik-Verbandes Brandenburg (LVB), Rainer Friedrich, den Geschäftsführer Hans-Ulrich Hannemann und Schatzmeister Ulrich Eickelmann. Unklar ist bisher, wer die Strafanzeige erstattet hat. Auch die Betroffenen haben bisher keine öffentliche Erklärung abgegeben.
Unverhofft in anderem Zusammenhang erscheint nach dieser Entwicklung auch das Finanzgebaren der Potsdamer in Sachen Senioren-EM 2002, das nun vielleicht doch noch einmal untersucht wird. Noch geht es aber in Brandenburg ausschließlich um Sportfördermittel des Landes für den Leichtathletiknachwuchs. Von Seiten des zuständigen Ministeriums für Jugend, Bildung und Sport wurde dies bestätigt. "Bisher konnte der Leichtathletik-Verband Brandenburg nicht konkret nachweisen, dass 2003 die zweckgebundenen Mittel in Höhe von 30 000 Euro für die Talentförderung auch wirklich eingesetzt wurden", sagte in der vergangenen Woche der Sprecher des Ministeriums Thomas Hainz. Daher habe sich das Ministerium zur Rückforderung der Gelder entschlossen und bereits ein Mahnverfahren eingeleitet.
"Derzeit ist aber noch nicht erkennbar, dass die Mittel wirklich zweckentfremdet verwandt wurden", fügte der Ministeriumssprecher hinzu. Es könne durchaus noch sein, dass auf die Rückforderung verzichtet werde, wenn die entsprechenden Belege erbracht würden. Nachdem aber am Donnerstag der Rathenower PDS-Landtagsabgeordnete Christian Görke über eine Anfrage im Brandenburger Landtag Aufklärung zu erreichen suchte, legte sich am Freitagabend auch Thomas Hainz gegenüber dem TV-Magazin „Brandenburg aktuell“ fest: „Die Gelder sind nicht dort angekommen, wo sie hätten ankommen sollen."
Von der Staatsanwaltschaft Potsdam wird der Fall unter Aktenzeichen 440Js 45642/04 bearbeitet. Da die Fakten noch sehr unkonkret seien, sagte Staatsanwalt Ralf Roggenbruck als Sprecher der Ermittungsbehörde am Freitag zunächst gegenüber DPA, müsse abgewartet werden, ob "Anhaltspunkte für eine verfolgbare Straftat vorliegen". Diese Stellungnahme ist aber offenbar unzutreffend. Denn das "Js"-Aktenzeichen, unter dem der Vorgang bei der Behörde registriert ist, belegt für Fachleute, dass tatsächlich bereits ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts einer konkreten Straftat geführt wird. Die Buchstabenkombination wird nur bei konkreten Ermittlungen verwendet.
Öffentlich bekannt wurde jetzt auch, dass bereits im April 2004 bei der Landesverbandstagung in Potsdam der zuständige LVB-Kassenprüfer in seinem Prüfbericht einen "Fördermittelbetrug" beanstandete, weil für 23.000 Euro des Gesamtbetrages die Verwendungsnachweise fehlten. Beide Kassenprüfer sowie die Verbandsdelegierten des LVB verweigerten damals die Entlastung des Vorstandes. Bis heute ist dies unverändert, und es gibt dem Vernehmen nach auch keinen bestätigten Haushaltsplan 2004 des Landesverbandes. Allerdings sind diverse Belege inzwischen angeblich aufgetaucht; es fehlen aber immer noch Belege für 11.000 Euro vom Land gezahlter Jugendfördermittel.

Das offenkundige Abrechnungschaos mit dem aufziehenden Skandal um den Landeszuschuss für den Leichtathletiknachwuchs wirft auch noch einmal ein Schlaglicht auf die undurchschaubar wirkende Abrechnung der Senioren-EM 2002, bei der die Brandenburger ein Minus von 120.000 Euro zusammenrechneten. Diese EM-Finanzen um den Brandenburgischen Leichtathletikverband, den SC Potsdam ("SCP") und eine nach dem Ausscheiden der ersten "Eventagentur" einspringende kommerzielle Sport Consulting Potsdam GmbH (Abkürzung auch "SCP") ist bisher nicht aufgeklärt, geschweige denn sorgfältig überprüft worden.
Dabei geht es noch um mehr als eine Abrechnungskontrolle: Denn das unerwartete Defizit der Potsdamer Senioren-EM war wohl - neben überraschenden finanziellen Forderungen des DLV und seiner Leichtathletik-Marketinggesellschaft LMG sowie dem Reinfall der DLV-Gala in Erfurt Anfang Juni mit nur ein paar Hundert verkauften Eintrittskarten - der Grund für den peinlichen Rückzug der Bewerberstädte Halle und Erfurt von der Ausrichtung der Hallen- und der Straßenlauf-EM der Senioren 2006/2007. Die Verantwortlichen in Sachsen-Anhalt und Thüringen hatten nämlich kalte Füße bekommen, als Brandenburgs Präsident Rainer Friedrich im Frühsommer dieses Jahres sein EM-Abrechnungsminus von 120.000 Euro präsentierte, der DLV und seine LMG plötzlich finanzielle Forderungen erhoben und zeitgleich in Erfurt die DLV-Gala scheiterte. Nachdem sie Anfang Juli ihre Bewerbung zunächst mündlich storniert hatten, haben Ralf Hafermann (Präsident Thüringen) und Prof. Dr. Heß (Präsident Sachsen-Anhalt) Ende Oktober die Bewerbung auch schriftlich zurückgezogen, offiziell wegen "nicht geklärter finanzieller Forderungen" des Europäischen Senioren-Leichtathletikverbandes (EVAA). Weil aber seit langen Jahren unverändert alle Finanzfragen in den standardisierten EM-Ausrichterverträgen der EVAA enthalten sind und quer durch Europa von allen Veranstaltern vor jeder Bewerbung gelesen und nach Vergabe der jeweiligen EM unterzeichnet wurden, wirkt die offizielle Begründung für die Absage nur vorgeschoben. Potsdam grüßt...
(11.12.04, update 12.12.04)


USA: 2jährige Dopingsperre für Hellebuyck (M 40)

Der US-Rekordhalter im Marathon Eddy Hellebuyck ist für zwei Jahre wegen EPO-Doping gesperrt worden. Dies teilte jetzt die Antidopingagentur USADA mit. Der in Belgien geborene, inzwischen eingebürgerte Langstreckler startete 1996 für sein Geburtsland bei den Olympischen Spielen im Marathonlauf. Er gewann in den USA u.a.2003 den "Twin-Cities"-Marathon in der nationalen M40-Rekordzeit von 2:12:46 h. Der US-Amerikaner war bereits am 31. Januar 2004 bei einer Trainingskontrolle positiv getestet worden, hatte jedoch Einpruch eingelegt und wurde jetzt nach einem vollständigen Verfahren vor dem Schiedsgericht der US-Antidopingagentur USADA gesperrt. Alle seit dem positiven Test erzielten Resultate wurden zugleich annulliert, auch der 8. Platz bei den US-Trials in Brimingham (Alabama). Hellebuyck ist insgesamt der 19. US-Leichtathlet im Jahr 2004, der wegen Doping gesperrt wurde.
Das synthetische Hormon EPO stimuliert die Körperproduktion roter Blutkörperchen und erhöht auf diese Weise den Sauerstofftransport und die Audauer.
(11.12.04)


Plötzlicher Herztod: Empfehlungen des IOC

Die Leistungssportler Miklos Feher, Marc-Vivien Foé, Axel Jüptner, Sergej Grinkow und Heiko Fischer eint ein tragisches Schicksal. Sie alle starben jung am so genannten "plötzlichen Herztod" und ließen die Öffentlichkeit aufhorchen. "Wegen der Medienpräsenz wird eine scheinbare Häufung solcher Fälle bei Spitzensportlern angenommen, was aber so nicht stimmt", sagt Prof. Dr. Wilfried Kindermann, Chefarzt des deutschen Olympiateams. Aber häufiger seien Freizeitsportler betroffen. "Untrainierte haben bei ungewohnter und intensiver körperlicher Belastung ein vielfach höheres Risiko als Trainierte", betont der Sportmediziner. Nach Expertenschätzungen sterben jährlich rund 100 000 Menschen in Deutschland am plötzlichen Herztod, etwa 900 davon sind Sportler.
Eine Adhoc-Arbeitsgruppe im Auftrag des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) unter Leitung des Schweizer Herzspezialisten Prof. Dr. Erik J. Meijboom hat jetzt Empfehlungen zur Risikoeinschätzung des "plötzlichen Herztod" abgegeben. Diese "Lausanner Empfehlungen" richten sich in erster Linie an Ärzte und sollen dazu beitragen, den gefürchteten plötzlichen Herztod bei Sportlern zu verhindern. Sie fassen das Ergebnis einer zweitägigen Tagung von medizinischen Experten und Sportwissenschaftlern am Sitz des IOC in Lausanne (Schweiz) zusammen. Der dramatische "Sudden death" im Sport ist, so die Fachleute, zu mehr mehr als 90% auf eine bestehende Herzanomalität oder Vorschädigung der Herzkranzgefäße zurückzuführen.
Die "Lausanner Empfehlungen" beinhalten daher medizinische Checklisten, um so genau wie möglich herauszufinden, ob das Herztod-Risiko bei einem Sportler oder einer Sportlerin gegeben ist. Neben den medizinischen Grundfragen zur Vita des Athleten werden dabei detaillierte Fragen zur Familiengeschichte, eine körperliche Untersuchung und ein Elektrokradiogramm empfohlen.
Nach Beobachtungen deutscher Kardiologenei ist bei über 40-Jährigen meist eine Erkrankung der Herzkranzgefäße die Ursache für den "plötzlichen Herztod". Für einen Zusammenhang mit Doping gibt es nach Expertenauskunft bislang keine aussagekräftigen Untersuchungen. Aber Auslöser kann etwa eine Herzmuskelentzündung nach einer Grippe sein, wenn Betroffene zu zeitig wieder Sport treiben. Denn die vorschnelle Wiederbelastung nach einem fieberhaften Infekt oder einer Viruserkrankung ist das größte Herztod-Risiko für einen Sportler. Das Alter spiele dabei, so die Experten, kaum eine Rolle. Bei Fieber oder etwa chronisch vereiterten Infektionen sollten Patienten sich nicht mit Sport belasten, warnt beispielsweise der Ehrenpräsident des Weltverbands für Sportmedizin, Prof. Dr. Wildor Hollmann. Nach hohem Fieber sollte mindestens 14 Tage pausiert werden, nach leichtem 8 Tage.
Hier - für den nächsten oder ersten Besuch beim (Sport-)Arzt - die "Lausanner Empfehlung" in engl. Sprache (pdf)...
(Quelle: IOC, dpa 11.12.04)


DLV reagiert: Anti-Doping-Initiative im Seniorenbereich

Drei "positive" Fälle bei den Deutschen-Senioren-Mannschaftsmeisterschaften (DAMM) in Lübeck sind Anzeichen dafür, dass auch der Seniorensport vom Doping nicht verschont bleibt. Der für den Seniorensport im Deutschen Leichtathletik-Verband zuständige Vizepräsident Dieter Massin, gleichzeitig auch Präsident des Europäischen Senioren-Verbandes (EVAA), zeigt sich verärgert darüber, dass manipulierende Seniorensportler eine ganze Altersgruppe und eine weltweit expandierende Bewegung in Verruf zu bringen in der Lage sind.
Andererseits sind die positiven Kontrollen geeignet, all den Seniorensportlern Motivation zu geben, die sich eine manipulationsfreie Leichtathletik auf die Fahnen geschrieben haben. „Und das ist die überwiegende Mehrzahl der Senioren“, ist Dieter Massin aufgrund der engen Kontakt, die er zu den Seniorensportlern hat, überzeugt.
Dennoch müssen die Bemühungen, durch verstärkte Kontrollen mehr Sicherheit und Transparenz zu schaffen, ausgedehnt werden, denn der Seniorensport ist auch in Zukunft freizuhalten von einem Manipulationsimage. Hierzu sollen vermehrte Kontrollen, aber auch verstärkte Aufklärung dienen.
Jeder Seniorensportler, der am Wettkampfbetrieb des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und seiner Unterorganisationen teilnimmt, müsse wissen, so Dieter Massin, dass er sich damit auch dem Doping-Kontroll-System unterwerfen. Kein anderer Verband betreibe soviel Aufklärungsarbeit wie der Deutsche Leichtathletik-Verband, denn sämtliche Hilfen kann jeder Seniorensportler im Internet abrufen (www.leichtathletik.de).
Diese seien vor allem für die Seniorensportler hilfreich, die wegen gesundheitsbedingter Probleme Medikamente einnehmen müssen und nicht wissen, ob sie bei einer Wettkampfteilnahme ein Risiko eingehen. Besonders ausgearbeitete Medikamenten-Anfragen, eine vollständige Wirkstoff-Verbotsliste sowie sämtliche einschlägigen Regelungen des DLV und des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF) sind abrufbar.
Darüber hinaus bieten die internationalen Verbände WMA und EVAA Antragsmöglichkeiten für Medizinische Ausnahmegenehmigungen (www.evaa.nu bzw. www.world-masters-athletics.org).
Zusammen mit dem Vorsitzenden der Anti-Doping-Kommission des DLV, Theo Rous, und bei persönlicher Beratung will Dieter Massin in Kürze eine Aktion starten, die offensiv mit diesem Thema umgehen wird. Zudem plant er diese Initiative auf den Bereich der EVAA auszudehnen und dort im „Masters’ Development Program“ vorrangig zu behandeln.
(Quelle: leichtathletik.de, 10.12.04)


Mi 15.12.: Meldefrist für Hallen-EM 2005 läuft ab

Mitte kommender Woche läuft die Meldefrist für die 5. Hallen-Europameisterschaften der Senioren im schwedischen Eskilstuna ab, die in der Zeit vom 10. bis 13. März 2005 stattfinden. Bis zum Mittwoch, 15. Dezember 2004 können sich interessierte Seniorensportler für diese Hallen-EM anmelden und Auskunft beim DLV bekommen.
Neben dem Hallenprogramm in Schweden finden übrigens zum ersten Mal auch Freiluftwettbewerbe wie Straßengehen und Crosslauf als Individual-Wettkampf statt. Vom Winterwurf haben die EVAA wie auch der schwedische Organisator aufgrund der Witterungsverhältnisse aus Sicherheitsgründen abgesehen.
Auch für die EM-Straßenwettbewerbe in Vila Real de Santo Antonio im Mai (13. bis 15. Mai 2005) ist inzwischen der Meldeschluss für die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer festgelegt: bis zum 11. März 2005 Eingang in Darmstadt.
Die Ausschreibungen zu beiden Meisterschaften sind in deutscher Sprache auf www.evaa.nu einzusehen. Es werden laut DLV aber nur Meldeformulare akzeptiert, die von der DLV-Geschäftsstelle versandt wurden bzw. aus dem Senioren-Terminkalender auf leichtathletik.de heruntergeladen werden.
(Quelle: leichtathletik.de, 10.12.04)


Frische Details zur neuen "SENIOREN-LEICHTATHLETIK"

Der Aachener Meyer&Meyer-Verlag beginnt in diesen Tagen mit der Abonnentenwerbung für die neue "SENIOREN-LEICHTATHLETIK". Die neue Publikation bietet künftig sportartenübergreifende Informationen zu Laufen, Springen und Werfen, einschließlich des LSW-Spezialsports. Die Schwerpunkte des Magazins werden dabei laut Verlagsprospekt in der "ausführlichen Ergebnisberichterstattung" sowie in "aktuellen Übersichten von Startgelegenheiten" liegen. Abgerundet wird die Zeitschrift durch regelmäßige Lehrbeilagen und Informationen aus der deutschen und internationalen Senioren-Leichtathletikszene.
Auch der Abopreis ist inzwischen - rechtzeitig vor Weihnachten ! - bekannt: Im Jahresabonnement gibt es zehn Ausgaben zum Preis von € 48,00 / Schweizer Franken 78,90, jeweils einschließlich Versand. Die Einzelausgabe ist nicht ganz preiswert und kostet € 5,- bzw. SFr 9,- dann noch zzgl. Versand. Bezahlt werden kann per Bankeinzug oder per gängiger Kreditkarte. Weitere Auslandspreise teilt Meyer&Meyer auf Anfrage mit.
Die Abonnements können übrigens an den MEYER & MEYER Verlag, Von-Coels-Str. 390, D-52080 Aachen per Post oder per Fax an seine Vertriebsabteilung 02 41- 9 58 10 -10, telefonisch über die Hotline 0180 - 510 1115 (0,12 €/Minute) oder per E-Mail an verlag@m-m-sports.com aufgegeben werden.
(08.12.04)


Cross: Heilig-Duventäster in Bestform

Bei der DM-Cross in Bremen war sie nicht am Start. Aber beim 12. Nikolaus-Crosslauf in Horgenzell zeigte sie, dass sie in ausgezeichneter Form ist. Mastersläuferin Marie-Luise Heilig-Duventäster gewann das Rennen am Bodensee überlegen und das zum dritten Mal hintereinander sowie zum siebten Mal überhaupt.
Dabei hatte die Athletin der LG Welfen stärkste Konkurrenz und lag bis zur Hälfte des Laufes noch hinter Katrin Engelen (*1976, LG Badenovia Norschwarzwald), die vergangenes Jahr Deutsche Meisterin über 3000m Hindernis geworden war. Doch zum Schluss war die mehrfache Seniorenweltmeisterin (*1961) auch dieses Jahr die Schnellste und ihr Vorsprung auf komfortable 18 Sekunden angewachsen. Für die ca. 8 km lange Strecke benötigte sie 29:16 min. Eigentlich habe sie sich angesichts der Bestzeit von 34 Minuten über 10000m ihrer Konkurrentin Katrin Engelen gar keine Chance ausgerechnet, sagte Marie-Luise Heilig-Duventäster anschließend. Doch nun habe es doch das verflixte siebte Mal für einen Sieg geklappt. Andreas Roth (*1964, Team Medobs SG) siegte in der Altersklasse M40 und gewann, übrigens als Gesamtsechster, damit den Gedächtnispokal zum Gedenken an den in diesem Jahr tödlich verunglückten Uli Strobel, Mitbegründer des Nikolaus-Crosslaufs.
(07.12.04)


IAAF steigt wieder in Anti-Doping-Kampf ein

Gut ein Jahr nach der vielfach kritisierten Auflösung seiner Anti-Doping-Kommission hat der Leichtathletik-Verband IAAF seinen Fehler eingestanden. Mit dem fünfköpfigen Referat Anti-Doping nimmt der Verband den Kampf gegen Doping wieder aktiv auf. Grundlage dafür sind Empfehlungen, die eine im Sommer am Rande der Olympischen Spiele in Athen gegründete Expertengruppe ausgesprochen hat.
Der Leichtathletik-Verband IAAF hat damit einen Nachfolger für die vor rund einem Jahr aufgelöste Anti-Doping-Kommission installiert. Fünf Mitglieder gehören dem neu gegründeten Gremium an. Dies beschloss das IAAF-Council auf seiner Tagung am Wochenende in Helsinki.
Damit revidiert die IAAF, die derzeit jährlich sieben Millionen Dollar für den Anti-Doping-Kampf ausgibt, einmal mehr eine erst vor kurzer Zeit getroffene Entscheidung. Die Anti-Doping-Kommission war auch gegen massiven deutschen Widerstand beim IAAF-Kongress 2003 in Paris aufgelöst worden. Begründung: Die Internationale Anti-Doping-Agentur (Wada) decke diesen Bereich weitgehend ab, und IAAF-intern sollten die Doping-Probleme in der Medizinischen Kommission behandelt werden.
Vor allem der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hatte gegen die Auflösung protestiert. Das Tübinger Council-Mitglied Prof. Helmut Digel fürchtete damals, dass die künftige Medizinische Kommission vor allem mit Medizinern, nicht aber mit Juristen und Doping-Fachleuten besetzt sei. Nun sagt die IAAF, die schon bei Olympia in Athen aus aktuellem Anlass eine "Task Force" gegründet hatte, dass das neue Referat mit Fachleuten aller Bereiche im Anti-Doping-Kampf besetzt werde. Vorgesehen ist, dass künftig die Anti-Doping-Aktivitäten vor allem bei den großen Meetings überwacht werden. Ab 2005 sollen auch mehr Trainings- und Wettkampfkontrollen stattfinden. Blutkontrollen sind im Vorfeld der WM von Helsinki geplant. Dort soll jeder vierte Athlet der erwarteten 2000 Athleten kontrolliert werden.
IAAF-Vizepräsident Prof. Arne Ljungqvist (Schweden), Chef der Medizinischen Kommission, erklärte in Helsinki, man wolle die Ressourcen besser ausschöpfen, zusammen mit der Wada an neuen Projekten arbeiten und finanzielle Mittel für die Weiterentwicklung der Tests bereitstellen. Mehr in englischer Sprache....
(Quelle; Handelsblatt , 07.12.04)


WM 2009 in Berlin: Interview mit DLV-Präsident Prokop

Wie haben Sie, Herr Dr. Prokop, denn am Samstag in Helsinki den Erfolg bei der WM-Vergabe gefeiert?
Prokop:
Wir sind nach der Bekanntgabe des Ergebnisses in die deutsche Botschaft gefahren und hatten dort eine schöne Feier, die allerdings relativ ruhig verlaufen ist, da bei allen eine gewisse Erschöpfung über den Endspurt spürbar gewesen ist.
Wie sehen jetzt die nächsten konkreten Arbeits-Schritte aus?
Prokop:
In den nächsten Tagen wird es Gespräche mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, sowie Werner Gegenbauer, dem designierten Vorsitzenden des OK-Komitees, geben. Dabei werden wir uns auf die weiteren Schritte festlegen.
Wie groß ist die personelle Mannschaft, die die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin organisieren soll?
Prokop
: Es ist jetzt zu früh, exakte Zahlen zu nennen. Inhaltlich werden wir in den nächsten Wochen das Konzept verabschieden und dazu zählen auch personelle Entscheidungen.
Werner Gegenbauer wird Präsident des OK-Komitees Berlin 2009. Welche Rolle hat er während der gesamten Bewerbungsphase gespielt?
Prokop:
Werner Gegenbauer war ein zentrales Element der Bewerbung. Durch ihn ist es uns gelungen einen Schulterschluss zwischen Berliner Wirtschaft, Politik und Sport zu erreichen. Persönlich war er zu jeder Zeit unglaublich engagiert, dass wir die WM nach Berlin bekommen.
Welche Veränderungen kommen durch die WM 2009 auf den DLV zu?
Prokop:
Auf den DLV wird eine Latte von Mehrarbeit zukommen. Wie genau dies im Einzelnen aussehen wird, hängt davon ab, wie die Struktur des künftigen OK’s aussieht.
Wird eine WM im eigenen Land auch einen Schub für die deutsche Leichtathletik bringen?
Prokop:
Eine WM im eigenen Land hat immer ein immenses Potential, aber per se werden dadurch nicht unsere Probleme gelöst. Wir setzen auf eine gewisse Langzeitwirkung. Zum einen wollen wir 2009 durch eine gezielte Eliteförderung eine starke Mannschaft präsentieren, zum anderen setzen wir auf Talentförderung, um auch nach der WM 2009 Athleten in den Kreis der Topathleten zu bekommen.
Sie haben immer gesagt, ob Sie im kommenden Jahr beim Verbandstag in Kevelaer erneut kandidieren, werden Sie nicht vor der WM-Vergabe entscheiden. Können Sie die Frage jetzt beantworten?
Prokop:
Die Frage einer erneuten Kandidatur wird spätestens nach der Verbandsratsitzung am 18. Dezember entschieden sein, wenn sich das DLV-Präsidium zusammen mit allen Präsidenten der Landesverbände im Mühltal bei Darmstadt trifft.
Wer hat Ihnen als erstes zum Erfolg in Helsinki gratuliert?
Prokop:
Einer der ersten Gratulanten war NOK-Präsident Dr. Klaus Steinbach, der mir per SMS gratuliert hat.
(05.12.04)


Berlin jubelt über WM 2009

„Es ist ein großer Tag für die deutsche Leichtathletik“, sagte DLV-Präsident Dr.Clemens Prokop, unmittelbar nachdem Berlin den Zuschlag für die WM 2009 bekommen hatte. IAAF-Präsident Lamine Diack verkündete das Ergebnis am frühen Samstagabend im Rahmen der IAAF-Council-Sitzung in Helsinki. Berlin setzte sich bereits im ersten Wahlgang überaus deutlich mit, wie inoffiziell zu hören war, 24:2 Stimmen gegen die Konkurrenten aus Valencia und Split durch. Dass der vermeintlich schärfste Rivale, Valencia, noch nicht einmal mit dem Bürgermeister nach Helsinki gereist war, hatte schon im Vorfeld gezeigt, wie die Spanier ihre Chancen gegen Berlin einschätzten.
Hochkarätig besetzt wie keine andere Delegation waren die Berliner nach Finnland gereist. Bundesinnenminister Schily war der einzige Vertreter einer Landesregierung der drei Kandidaten. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, der für Sport zuständige Senator Klaus Böger, der designierte Präsident des Berliner Organisationskomitees Werner Gegenbauer, der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) Clemens Prokop sowie die Leichtathletik-Olympiasiegerin Heike Drechsler wirkten bei der Präsentation mit. Als Überraschungs-Gast trat zudem noch Frank Fredericks in Helsinki auf - ein cleverer Schachzug, denn der 37-jährige ist in IAAF-Kreisen sehr populär, gehört der Athletenkommission des Verbandes an und ist IOC-Mitglied. Der Sprinter aus Namibia, der in diesem Jahr seine lange Karriere beendete, hat zudem enge Verbindungen nach Berlin.
„Berlin hatte eine starke Bewerbung, deswegen habe ich sie gerne unterstützt“, erklärte Fredericks.
Um 14.50 Uhr Ortszeit startete die deutsche Delegation die Präsentation mit einem Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit („Berlin und die Berliner sind überglücklich“). In der Darstellung vor dem IAAF-Council standen das Olympiastadion, die Leichtathletik-Tradition in Berlin, wo 1913 übrigens die IAAF gegründet wurde, sowie die sehr gute Infrastruktur im Mittelpunkt. Dabei wurde die deutsche Hauptstadt als internationale Metropole vorgestellt. Und am Ende erhielten die Council-Mitglieder noch kleine Berliner Bärchen.
Moderiert wurde die Präsentation von der Kanadierin Charmaine Crooks, einer früheren 800-m-Läuferin, die 1996 bei Olympia in Atlanta 1996 für ihr Land Fahnenträgerin war. Crooks ist bei den IAAF-Mitgliedern ein bekanntes Gesicht; sie moderiert jährlich das IAAF-World Athletics Final in Monte Carlo. Nach der gut 30minütigen Präsentation musste noch zweieinhalb Stunden gewartet werden, ehe IAAF-Präsident Diack verkündete: „Der Sieger ist Berlin.“
Diesmal durfte im Unterschied zu 2002 gejubelt werden. Damals hatte bei der WM-Vergabe in Nairobi Helsinki die Nase vorne vor Berlin. „Wir wollten diesmal nichts anbrennen lassen, und ich denke Berlin hat verdient gewonnen“, sagte Heike Drechsler. Große Freude herrschte auch bei DLV-Generalsekretär Frank Hensel, der zuletzt praktisch nurmehr für die WM-Bewerbung gearbeitet hatte: „Es ist gut für Deutschland, hervorragend für Berlin, ausgezeichnet für die deutsche Leichtathletik.“ Minister Otto Schily äußerte: „Herzlichen Glückwunsch an Berlin, aber auch an ganz Deutschland. Die Entscheidung, die WM nach Berlin zu vergeben, ist nicht nur ein Gewinn für Berlin, sondern für das ganze sportbegeisterte Deutschland insgesamt“.
„Wir sind einfach glücklich. Die Arbeit hat sich gelohnt“, sagte Werner Gegenbauer, der designierte Vorsitzende des OK-Komitees Berlin 2009. Für die Vizepräsidentin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Dagmar Freitag (SPD-MdB), ist der Erfolg auch ein „Signal für den Sportstandort Deutschland.“
Die WM wird in fünf Jahren 9 Tage lang im Berliner Olympiastadion stattfinden, das 76.065 überdachte Sitzplätze, 113 Einzellogen – darunter 15 Skyboxen direkt unterhalb der Dachkonstruktion, eine neu gestaltete Ehrentribüne und einen modernen VIP-Bereich bietet. Die erste große Bewährungsprobe des Stadions nach der Totalrenovierung wird im Mai 2005 das deutsche Turnfest mit über 100.000 Teilnehmern sein. Im Jahr 2006 wartet die Fußball-WM.
Berlin ist mit 3,4 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 890 Quadratmetern die mit Abstand größte Stadt Deutschlands. Im vergangenen Jahr verzeichnete Berlin 4,9 Millionen Besucher, die 11,3 Millionen Übernachtungen buchten. 450.000 Ausländer aus 184 Ländern leben heute in Berlin.
(Quelle: www..leichtathletik.de, 05.12.04)


Kein ärgerlicher Zeitverlust mehr
Offizielle Anerkennung der Nettozeiten freut die Läufer

Auf diese Nachricht hat die Straßenlauf-Szene lange gewartet: Das zuständige Gremium des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) traf vor wenigen Tagen die Entscheidung, künftig die so genannten Nettozeiten für Bestenlisten anzuerkennen. Damit wird die individuelle Leistung endlich auch offiziell honoriert, der ärgerliche Zeitverlust zwischen dem Startschuss und dem Erreichen der Startlinie entfällt.
Bei den großen Volks- und Cityläufen - im besonders engen Startbereich des Köln-Marathons oder in der Startkurve des Hermannslaufes - benötigen Teilnehmer, die den Startschuss aus einer hinteren Reihe erwarten, manchmal eine Viertelstunde und mehr, um sich dorthin vorzuarbeiten, wo der Lauf eigentlich erst beginnt. M60-Senior Bernd Johann auf der Heide (TuS Eintracht), der am 12. September in Köln mit 3:22:59 Std. "brutto" eine respektable Zeit für seine Altersklasse erzielte, verlor genau eine Minute. Bei einer Breitensportlerin wie Ingrid Dransmann-Frentrup (TSVE) aber betrug die Zeitdifferenz - notabene - mehr als eine halbe Stunde.
Der am Schuh befestigte Chip steht längst für die moderne Zeitmessung im Straßenlauf und in vergleichbaren Sportarten. Er löst die Uhr beim Startschuss und beim Überlaufen der Startmatten aus, erfasst aber auch Zwischenzeiten und ermöglicht somit Kontrollen wie Rennanalysen. Sein "Siegeszug" war unaufhaltsam. Noch vor wenigen Jahren konnten sich die Organisatoren den Chip-Einsatz beim Hermannslauf kaum vorstellen; inzwischen ist er hier ebenso zur Selbstverständlichkeit geworden wie bei vielen Läufen des Active-Wintercups.
Weil die Top-Läufer das Privileg genießen, unmittelbar oder doch sehr nah an der Startlinie zu stehen, büßen sie in der Regel kaum Zeit ein. Aber auch wenige Sekunden können für die Bestenlisten-Platzierung entscheidend sein. Für den schnellsten Bielefelder beim diesjährigen Berlin-Marathon, Stephan Schröder (TSVE, 2:42:27 Std.), betrug der Unterschied zwischen "Shot Time" und "Real Time" nur sieben Sekunden; sein M60-Vereinskollege Peter Erdmann (3:27:53) verlor immerhin 1:26 Minuten.
Frust über die Nicht-Anerkennung der tatsächlichen Leistung wird es vom 1. Januar 2005 an nicht mehr geben. Erst dann gilt die neue Regelung, mit der die DLV-Verantwortlichen Mut bewiesen und sich zu Gunsten der Läufer vom Regelwerk des internationalen Verbandes absetzten. Allerdings: Für die Platzierung bleibt die Bruttozeit maßgeblich. "Es wäre nicht hinnehmbar", so ein Funktionär, "dass der zuerst am Ziel eintreffende Läufer vom Publikum als Sieger gefeiert wird und nach der Nettozeit-Auswertung vielleicht nur Vierter geworden ist." Mit dieser Zweigleisigkeit muss der Marathoni nun leben; aber seine Freude über die neue Bestenlisten-Regel trübt das nicht.
Auch Mannschaften jönnen künftig nach den Nettozeiten gebildet werden.
Außerdem hat der Bundesausschuss des DLV festgelegt, dass bei Straßenläufen als Meisterschaft die ersten 50 Finisher mit einer zusätzlichen Zeitmessung erfasst werden müssen, auch wenn Chip-Zeitmessung erfolgt
(Quelle: Claus-Werner Kreft in Neue Westfälische, 04.12.04, update: 11.12.04 und 15.02.05)
Mehr auf der Internetseite von Klaus Michalski


DM Cross: Favoritensiege bei den Senioren

Die Favoriten gewannen die Seniorenläufe bei den gestrigen Deutschen Crosslauf-Meisterschaften auf der Galopprennbahn in Bremen. So entschied Markus Pingpank (*1964, TSV Kirchdorf) klar die M40 über 6,7km in 23:34 min für sich; das waren 20 Sekunden schneller, als Mittelstreckler Uwe Manns (*1964, Post-Sport Telekom Trier) benötigte. Der letztjährige Vizemeister Ralf Kropp (*1962 Endspurt OWL) wurde hinter Michael Kordys (*1964, TuS Ricklingen, 24:01min ) Vierter in 24:15 min.
Lutz Wolfram (*1958, LG Wedel-Pinneberg) gewann in Abwesenheit von Titelverteidiger Johann Hopfner und dem deutschen Marathonmeister Jürgen Theofel wie erwartet die M 45 in 25:07min. Einen spannenden Zweikampf gab es in der M 50, in der Wilhelm Schüttler (*1954, TV Waldstraße Wiesbaden) seinen Lauf klug einteilte und auf den letzten Metern am lange führenden Marathon-Vize-Europameister von Aarhus Klaus-Dieter Grabowsky (*1953, SC Spelle-Venhaus) vorbei ging und mit ganzen 5 Sekunden Vorsprung in 25:24 min gewann. M 55-Sieger wurde ganz überlegen Titelverteidiger Winfried Schmidt (*1948, TuS Köln rrh.). Er war nach 25:58 min im Ziel und hatte mehr als eine Minute Vorsprung auf den Zweitplatzierten Wolfgang Lutz (*1949, LG Hannover).
Auch bei dieser Cross-DM starteten die Seniorenläufer der Altersklassen M60 und älter gemeinsam mit den Seniorinnen über 5,7km. Erwartungsgemäß und überlegen gewann - in Abwesenheit von Dauerkonkurrent Peter Lessing - der Titelverteidiger von Bad Dürrheim 2003 Peter Arms (*1943, TSV Lelm) seinen Titel in 23:54 min; die M 65 entschied Karl-Walter Trümper (*1939, LG Olympia Dortmund) in 25:29 min für sich. In der Altersklasse M 70 verteidigte Werner Beecker (*1932, LC Wuppertal) seinen letztjährigen Crosstitel in 26.400 min und neuer M75-Meister ist Eckart Maas (*1928, SuS Bertlich) in 31:17min.
Bei den Seniorinnen, von denen insgesamt nur 74 ins Ziel kamen, kam es durch Anke Härtl (*1966, DV VfB Coburg) in der W 35 zu einem ganz knappen Spurtsieg. Sie war in einem spannenden Rennen mit 23:52 min nur ganze zwei Sekunden schneller als Vize-Meisterin Anke Kemmener (*1969, LG Kreis Lübbecke).
Nach Platz 5 in Bad Dürrheim überzeugte diesmal Ksenia Yermakova (*1960, SC DHfK Leipzig) in 24:49 min und wurde im letzten Jahr der Zugehörigkeit zur W 40 deutsche Meisterin dieser Altersklasse. Die W 45 gewann Lokalmatadorin Rebecca Weise-Jung (*1957, LG Bremen-Nord) in 25:24 min - nur 4 Sekunden vor der Dritten von 2003 Renate Grimm (*1956, SC Roth). Nach einer kontrollierten Anfangsrunde machte die Bremerin dabei in der zweiten acht Plätze gut und sicherte in der dritten Runde den neunten Gesamtplatz. Im Ziel war sie von ihrem Sieg völlig überrascht: "Da die Nummern nicht gekennzeichnet waren, hatte ich keinen Überblick über die Altersklassenkonkurrenten. Und von den Namen her waren mir die auch unbekannt." Die W 50 entschied Edith Knobeloch (*1951, TG Werste) in 26:57 min ebenso überlegen für sich wie Marianne Spronk (*1948, SV Viktoria Goch, 27:10min) die W 55 und Heidelore Bensch (*1942, LG Hannover, 29:34min) die W 60; alle drei wurden ihrer Favoritenstellung unangefochten gerecht; Marianne Spronk und Heidelore Bensch verteidigten unangefochten ihre Meistertitel.
In der W35/40-Teamwertung bejubelten Bianca Sollmann, Manuela Köhne und Barbara Brandenburg (Dritte in der Einzelwertung) von der LG Osnabrück ihre Goldmedaille. Für Manuela Köhne, in der Einzelwertung Fünfte, war es ohnehin ein besonderer Tag. Exakt ein Jahr zuvor war Sohn Tom geboren worden. „Ich habe es als gutes Omen gesehen - und es hat offensichtlich geholfen", so die 39-jährige Läuferin aus Georgsmarienhütte.
Die vielen Richtungswechsel und eine Streckenführung, die auch durch Sand führte, machten die flache Strecke anspruchsvoll und gleichermaßen zuschauerfreundlich. Denn die Zuschauer konnten wegen der zahlreichen Schleifen der Strecke von einem Teil der Strecke zum anderen zu laufen und "ihre" Athleten überall anfeuern. „Das waren tolle Meisterschaften mit einer tollen Stimmung“, so DLV-Trainer Detlef Uhlemann, dessen Resumee lautete: „Aus den Möglichkeiten, die eine Galopprennbahn bietet, hat der Veranstalter das Beste gemacht.“ Die Meisterschaften des kommenden Jahres finden übrigens am Samstag, 26.11.2005, auf der fast schon legendären Lichtwiese in Darmstadt statt. Alle Ergebnisse der DM Cross 2004 hier...
(28.11.04, update 29.11.und 08.12.)


DAMM-Doping: Prochnau "Opfer von Unwissenheit"
Aktuelle Tipps in WamS

Die Welt am Sonntag veröffentlicht in ihrer heutigen Ausgabe einen Bericht "Wissenswertes über Dopingmittel" und zitiert dabei den bei der DAMM am 11.09. in Lübeck positiv getesteten Diskuswerfer Ralf Prochnau (*1963, Pulheimer SC). Das Fazit der Sonntagszeitung aus dem Springer-Verlag: Senioren-Sportler Prochnau sei Opfer von Unwissenheit und eines praktisch nicht existenten Beratungs-System für Breitensportler geworden. Hier der Artikel im Wortlaut:
"Ralf Prochnau, 42, Bauleiter aus Düsseldorf, ist begeisterter Diskuswerfer und Kugelstoßer. Besser gesagt: Er war es.
Denn Prochnau, der bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften mit dem Pulheimer SC in der Mannschaftswertung den Titel holte, ist wegen Dopings disqualifiziert worden. "Ich nehme seit Jahren ein Mittel, das den Bluthochdruck hemmt. Niemand, auch mein Arzt nicht, hat mir gesagt, daß ich mich damit gedopt habe", rechtfertigt sich Prochnau.
Senioren-Sportler Prochnau ist Opfer von Unwissenheit und eines praktisch nicht existenten Beratungs-System für Breitensportler geworden. Bei der NADA in Bonn, der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Stiftung mit einem vergleichsweise bescheidenen Jahresbudget von 1,2 Millionen Euro), die sich ebenso wie das Kölner Institut für Biochemie (geleitet wird es von Prof. Wilhelm Schänzer) überwiegend mit dem Dopingproblem im Spitzensport beschäftigt, weiß man: Es gibt noch keine Anlaufstelle für den wachsenden Bereich Breiten- und Seniorensport.
"Seit mein Fall bekannt geworden ist", erzählt Ralf Prochnau, "werde ich täglich angesprochen oder angerufen. Viele Hobbysportler sind ebenso wie ich ahnungslos. Ich fordere bessere Aufklärung. Einmal aus gesundheitlichen Gründen. Außerdem macht es natürlich alles andere als Spaß, wenn man sich als Dopingsünder beschimpfen lassen muß."
Im Senioren-Sportbereich nehmen inzwischen die Dopingproben deutlich zu. Beispielsweise bei Marathonläufen wird vorab schriftlich darauf hingewiesen, daß die Teilnehmer mit der Durchführung von Dopingproben rechnen müssen.
Für einzelne Sportarten gibt es genaue Auflistungen über die Menge von Alkohol, die während eines Wettkampfes zugelassen ist. Bemerkenswert sind zum Beispiel folgende Details: Im Bogenschießen sind 0,1 Promille erlaubt, im Billard dagegen 0,2. "Mit diesen Listen sollte man zu seinem Hausarzt gehen. Der kann dann sagen, welche Substanzen in den verabreichten Medikamenten verboten und welche von ihnen erlaubt sind", sagt Senioren-Sportler Ralf Prochnau.
Die Listen sollen jeweils auf dem aktuellsten Stand sein und den neuesten Erkenntnissen weltweit arbeitender Dopingfahnder entsprechen. So wird auf der NADA-Internetseite bereits die Verbotsliste veröffentlicht, die ab dem 1. Januar 2005 gilt.
In NRW gibt es offenbar weder eine offizielle Anlaufstelle noch finanzielle Mittel für die Aufklärung über Dopingmittel. Einrichtungen wie die Bonner NADA finanzieren sich über einen sogenannten Stiftungsstock, 6,5 Millionen Euro schwer, sowie über Beiträge der Sporthilfe, des Nationalen Olympischen Komitees und des Deutschen Sportbundes.
Da vorerst nicht absehbar ist, daß sich an der Basis-Grundversorgung mit Informationen etwas ändert, rät Ralf Prochnau jedem potentiell Betroffenen: "Alle Hobbysportler, die an offiziellen Wettkämpfen teilnehmen, sollten in jedem Fall vorher angeben, welche Medikamente sie zu sich nehmen. Bei vorheriger Anmeldung und ärztlicher Bestätigung über die Notwendigkeit der Einnahme kann nämlich kein Dopingvorwurf ausgesprochen werden."
Derweil wird bei der NADA in Bonn bestätigt, daß immer häufiger Ärzte, zu deren Patienten Breitensportler zählen, anrufen, um sich nach dem neuesten Stand der Erkenntnisse bei den Doping-Experten zu erkundigen. Das Informationsdefizit ist ganz offensichtlich groß. - Ratschlag der NADA: Ins Internet gehen und sich unter www.nada-bonn.de unter dem Stichwort "info" eine Liste von erlaubten und verbotenen Medikamenten herunterladen. Auf neun Din-A-4-Seiten werden anabole Wirkstoffe, Stimulantien oder auch Betablocker aufgezählt. Ein ähnliches Internet-Informationsangebot gibt es auch unter www.doping-info.de."
(Quelle: Franz Josef Colli in Welt am Sonntag, 28.11.04)


Schweiz: Jeder Dritte greift zu Schmerzmitteln

Der erste großangelegte Dopingtest unter Breitensportlern in der Schweiz hat Alarmierendes ans Tageslicht gebracht: Bei mehr als einem Drittel der 130 getesteten Teilnehmer des Jungfrau-Marathons wiesen die Fahnder den Konsum von Schmerzmitteln nach. Die gefundenen Medikamente stehen zwar nicht auf der Liste der verbotenen Substanzen, dennoch reagierten offizielle Repräsentanten des Schweizer Sports alarmiert.
„Der Begriff Doping muss neu definiert werden“, fordert der Vorsitzende des Nationalen Olympischen Komitees der Schweiz, Rene Burkhalter. Die Bereitschaft, zu derartigen Substanzen zu greifen, deute auf "ein gesellschaftliches Problem", nicht allein auf "ein Problem des Sports". Bereits zum Jahresende will Burkhalter eine neue Initiative zur Aufklärung und Prävention starten.
Während keiner der Eliteläufer positiv auf Dopingsubstanzen oder Schmerzmittel getestet wurde, wurden letztere bei 34,6 Prozent der Breitensportler nachgewiesen. Mit 55,6 Prozent war der Anteil bei den Frauen besonders hoch, von den Männern hatte knapp jeder Dritte (29,6 Prozent) zu den vermeintlich leistungsverbessernden Medikamenten gegriffen. In einer Probe fanden die Dopimgfahnder einen verbotenen Abkömmling des Schmerzmittels Morphin. Weil der Nachweis im Breitensport keine Sanktionen nach sich gezogen hätte, wurde auf die B-Probe verzichtet.
Der Griff zum Schmerzmittel sei bei Läufern mittleren Alters und jenen mit „gesundheitlichen Schwierigkeiten“ besonders häufig, ermittelte die vom Radiosender DRS gemeinsam mit offiziellen Trägern des Schweizer Sports durchgeführte Untersuchung. Sportmediziner warnen vor dem Einsatz so genannter Nicht-Steroidaler Antirheumatika (NSAR), zu denen neben der Acetylsalicylsäure (ASS) unter anderem die weit verbreiteten „Rheumamittel“ Diclofenac und Ibuprofen zählen. Unter hohem Stress oder bei Dehydratation können die Substanzen lebensgefährliche Blutungen und akutes Nierenversagen verursachen. Eine Leistungssteigerung durch die Einnahme solcher Mittel wurde dagegen bisher nicht bewiesen.
(Quelle: yahoo, 27.11.04)


Großer Tag für Wilhelm Köster

Am 25. November hatte er seinen großen Tag: Wilhelm Köster wurde 70 Jahre. In seiner Heimatstadt Sulingen feierte er diesen Ehrentag zusammen mit Verwandten, Freunden und Weggefährten aus seinem Leben. Vor allem der Sport hatte seinen Anteil in der Festgesellschaft, allen voran sein Freund und Mitstreiter Walter Link (MdB), der aus Berlin angereist war, um zu gratulieren.
Selbst Torsten Carlius, Präsident des Senioren-Weltverbandes WMA, war aus Schweden gekommen, um an diesem Tag dem Jubilar Wilhelm Köster die Ehre zu erweisen. Weiterhin gratulierten aus dem Sport EVAA-Präsident Dieter Massin, DLV-BA-Vorsitzenden Volker Wollschläger bis hin zu Kösters ehemaligen DLV-Kollegen aus der Geschäftsstelle, Norbert Karg und Fritz Steinmetz.
Und alle wünschten dem rüstigen Rentner Wilhelm Köster weiterhin viel Spaß an der Leichtathletik und noch eine lange „Unruhe-Zeit“, in der er all seine Erfahrungen einbringen kann. Denn einen solchen Wissens- und Erfahrungsfundus, wie ihn Wilhelm Köster hat, hat wohl kaum jemand anderes. National wie international.
(Quelle: www.leichtathletik.de, 27.11.04)


Ein unverhofftes Weihnachtsgeschenk:
Neue Zeitschrift: "Senioren-Leichtathletik"

"Der 26. November 2004 war der Tag X, die Arbeit beginnt mit dem heutigen Tag, dem 27. 11. 2004", sagt Initiator Jörg Reckemeier. Denn im neuen Jahr 2005 wird es in Deutschland endlich eine Senioren-Leichtathletik-Zeitung geben, "die - hoffentlich - alle Ansprüche erfüllt". Am 26. November hatte es zuvor bei einem letzten Projekttreffen in Aachen grünes Licht durch den Meyer & Meyer Verlag gegeben. Meyer&Meyer will sich mit dem Projekt in der boomenden Senioren-Leichtathletik engagieren und verspricht sich wirtschaftlichen Erfolg. Der bekannte Sportverlag wird ab 2005 Herausgeber der neuen Zeitung "Senioren-Leichtathletik" sein. Noch im Winter erscheint dann Ausgabe Nr. 1/2005.
Monatelange Gespräche und ein intensiver Gedankenaustausch waren voraus gegangen. Zuletzt hatte es Anfang November im westfälischen Ahlen die vorentscheidende Zusammenkunft von Dieter Massin, Jean-Marc Rheder, dem Vertreter der LSW-Spezialsport-Werfergruppe, und dem Oldenburger Leichtathletik-Publizisten Jörg Reckemeier gegeben. Jetzt liegt das Resultat auf dem Tisch, und die erste Ausgabe der neuen "Senioren-Leichtathletik" wird bereits Ende Januar 2005 erscheinen.
Die Zeitschrift wird professionell gemacht sein, anders als die eingestellte "LSW", die trotz allen Engagements kaum über das Image einer Schülerzeitung hinaus gekommen war. Garant dafür sind neben den Machern von Meyer&Meyer die prominenten Mitarbeiter: Verantwortlicher Redakteur für alles, was sich in Deutschland in der Senioren-Leichtathletik abspielt, wird Jörg Reckemeier sein. Informationen aus Europa und der Welt liefert Dieter Massin, für die Belange der Werfergruppe "LSW-Spezialsport" ist Jean-Marc Rheder zuständig.
(27.11.04)


Zugunsten Ronny Ziesmer:
Versteigerungen bei Ebay und DTB-Benefizgala

Wie wär’s mit einem Schwimmanzug von Franziska van Almsick? Einem Rennanzug von Radfahrer Jens Fiedler? Einem Original-Rennrad des T-Mobile-Teams?
Einem signierten Hockeyschläger des Frauen-Gold-Teams von Athen 2004?
Über www.ebay.de können im Internet diese Sportgeräte und weitere Accessoires von prominenten Sportlerinnen und Sportlern ersteigert werden. Der Erlös der Charity-Versteigerung kommt dem Spendenkonto des nach einem Trainingsunfall querschnittgelähmten Spitzenturner Ronny Ziesmer zu gute. Beginn der Versteigerung ist Mittwoch der 1. Dezember 2004, Ende ist der 10. Dezember 2004. Bereits jetzt kann man sich hier die ersten Versteigerungsartikel ansehen.
Am kommenden Samstag veranstaltet außerdem der Deutsche Turberbund DTB in Berlin eine Benefizgala für Ronny Ziesmer. Dort bieten Teilnehmer der Show – Künstler, Sportler, Prominente und Sponsoren - weitere attraktive Dinge zur Versteigerung an. Das 2 1&Mac218;2 stündige hochkarätige Turn- und Showprogramm wird angeführt von den Nationalmannschaften des DTB mit der Trampolin-Olympiasiegerin 2004 Anna Dogonadze, dem Trampolin-Weltmeister und Bronze-Medaillengewinner von Athen Henrik Stehlik, dem Shootingstar Fabian Hambüchen, dem Olympiasieger von 1996 Andreas Wecker und Ex-Weltmeister Eberhard Gienger. Karten für die "DTB-Benefizgala für Ronny Ziesmer", die am 4.12.2004 ab 17 Uhr in der Berliner Max-Schmeling-Halle stattfindet, gibt es ab 25,- EUR bei Velomax Berlin unter Tel. 030-4430-4430 und Fax 030-4430-4439 oder per Email.
Das gemeinsame Spendenkonto des DTB und der Deutschen Sporthilfe lautet:
Stiftung Deutsche Sporthilfe „Ronny Ziesmer“
Deutsche Bank Frankfurt, Konto 092 777 201 - BLZ 500 700 10.
(27.11.04)


Doping: Ralf Prochnau bestreitet Vowürfe und Verantwortlichkeit

Der im September positiv getestete Diskuswerfer Ralf Prochnau (*1963, Pulheimer SC) hat die Doping-Vorwürfe bestritten. Ebenso wie Josef Muschinski (*1952, Ahrensburger TSV) erklärt auch er inzwischen den "positiven Befund" mit ärztlichen Behandlungen. Nach dem positiven Doping-Ergebnis war bekannt geworden, dass Josef Muschinski "aufgrund mangelnder Eigenproduktion von Testosteron" das männliche Geschlechtshormon einmal im Monat gespritzt wird. Der dritte im Bunde, Klaus Liedtke (*1941, SuS Schalke) hatte keine Erklärung, und sein Ergebnis wurde durch die B-Probe bestätigt. Das bei Ralf Prochnau gefundene Diuretikum sei auf ein Bluthochdruck-Mittel zurückzuführen. Prochnau bestreitet jede Verantwortlichkeit: „Ich bin nie darauf hingewiesen worden, dass ich mir für die Einnahme meines Medikamentes eine Ausnahmegenehmigung geben lassen muss, " erklärte er jetzt gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger.
Die bei Prochnau festgestellten Diuretika fördern die Flüssigkeitsausscheidung und gehören zur Standardtherapie bei Herzschwäche. Sie sind im Sport verboten, weil sie die Einnahme anderer Mittel verschleiern und auch zur regelwidrigen Reduktion des Körpergewichts eingesetzt werden.
Zwar ist allgemein bekannt, dass die Einnahme von Medikamenten Auswirkungen auf Anti-Dopingtests haben kann. Deshalb ist es nicht verständlich, dass offenbar keiner der erwischten Masterssportler die Einnahme von Medikamenten bei der Kontrolle angegeben hat, obwohl es zum Standardprogramm der Kontrolleure zählt, danach zu fragen. Trotzdem zeigt das Verfahren auch Versäumnisse beim DLV. In den Niederlanden beispielsweise erhalten nämlich alle aktiven Seniorensportler vom nationalen Leichtathletikverband KNAU ein Merkblatt über Doping und die klare Warnung, stets den behandelnden Arzt nach einem Attest zu fragen und die medizinische Abteilung des KNAU um eine Beurteilung zu bitten, wenn aus Krankheitsgründen Medikamente eingenommen werden. In der Regel werden dann durch die Experten unbedenkliche pharmazeutische Alternativen vorgeschlagen. Entsprechende Rückfragen sind zwar auch in Deutschland möglich, ein ausdrückliches schriftliches Merkblatt an die Adresse der Seniorensportler fehlt jedoch bisher.
Bekannt wurde inzwischen, dass der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) bei den Deutschen Altersklassen-Mannschafts-Meisterschaften am 11. September in Lübeck insgesamt sechs Anti-Dopingtests durchgeführt hatte - drei wiesen ein positives Ergebnis auf. „Das ist überraschend viel“, erklärte dazu Tanja Haug, Justiziarin beim DLV. Anti-Doping-Kontrollen im Seniorenbereich führte der DLV in der Vergangenheit nur bei von ihm veranstalteten Wettkämpfen durch, also vor allem deutschen Meisterschaften. Auch auf unterer Ebene sind alle Veranstalter berechtigt, jederzeit Kontrollen durchzuführen. Trainings-Kontrollen im Seniorenbereich gibt der DLV bis jetzt noch nicht in Auftrag - offenbar ist dies auch ein finanzielles Problem. Denn die Anti-Dopingtests sind teuer. Die reine Analyse einer Urinprobe kostet bereits zwischen 250 und 400 Euro, hinzu kommen die Kosten für Verwaltung und Personaleinsatz. Von den fast 900.000 Mitgliedern des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) sind aber inzwischen fast die Hälfte Senioren; erstmals in der Geschichte der deutschen Leichtathletik stellen die ab 30-Jährigen damit im Verband die größte Gruppe.
Über eine Sperre (im Regelfall zwei Jahre) der positiv getesteten und inzwischen suspendierten Athleten wird nun der DLV-Disziplinarausschuss entscheiden. Ralf Prochnau könnte wegen der bei ihm gefundenen Substanz aber auch statt einer Sperre mit einer Verwarnung belegt werden. Mehr...
(25.11.04)

„Die Regeln sind für alle dieselben"
Interview des Kölner Stadtanzeiger mit DLV-Justiziarin Tanja Haug

Mit Tanja Haug sprach Susanne Rohlfing vom Kölner Stadtanzeiger über Dopingkontrollen im Seniorensport.
KÖLNER STADT-ANZEIGER: Zwei der in Lübeck positiv getesteten Seniorensportler erklärten, dass sie auf vom Arzt verordnete Medikamente angewiesen sind.
Tanja Haug: Zu diesen Fällen kann ich nichts sagen, das sind schwebende Verfahren. Aber gerade im Seniorenbereich sind die Menschen natürlich häufiger aus medizinischen Gründen auf Medikamente angewiesen. Insofern wäre es erforderlich, dass entsprechende Ausnahmeanträge gestellt werden. Das passiert leider nicht immer. Aber vielleicht hilft es, dass jetzt ein Aufschrei durch den Seniorensport geht.
Ist es denn gerechtfertigt, kostenintensive Dopingkontrollen auch im Seniorenbereich durchzuführen?
Tanja Haug:Die Senioren sind denselben Regeln unterworfen wie andere Aktive auch. Insofern müssen sie die Regeln einhalten und natürlich macht es Sinn, das ab und zu zu kontrollieren. Verhältnismäßig wird allerdings bei den Senioren weniger kontrolliert als im Aktivenbereich.
Warum sollten Dopingkontrollen auf so breiter Basis stattfinden?
Tanja Haug:Doping ist eine Bedrohung für den Sport insgesamt. Und auch bei den Senioren gibt es die so genannten „schwarzen Schafe“, die sich nicht an die Regeln halten.
Viele andere dopen aber möglicherweise versehentlich . . .
Tanja Haug:Versehentlich gibt's nicht. Dafür besteht extra die Möglichkeit, eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen.
Das würde bedeuten, dass bei deutschen Senioren-Meisterschaften mit knapp 2500 Teilnehmern möglicherweise sehr viele Sportler Ausnahmeanträge stellen müssten.
Tanja Haug:Das könnte der Fall sein.
Ist das wünschenswert?
Tanja Haug: So lange diese Senioren am organisierten Sport teilnehmen, auf jeden Fall. Auch da wollen die Leute, dass die Leistung, die ihren natürlichen Kräften entspricht, belohnt wird. Das ganze Doping-Kontrollsystem ist ein immenser bürokratischer Aufwand, aber es ist unbedingt erforderlich, um den Sport und seine Werte zu schützen.
(Quelle und copyright: Kölner Stadtanzeiger, 25.11.04)

Wilhelm Köster wird 70 !

Am Donnerstag, dem 25. November 2004, wird Wilhelm Köster 70 Jahre alt. Diesen "runden" Geburtstag feiert Wilhelm Köster in seiner niedersächsischen Heimatstadt Sulingen. Im Laufe seiner Dienstjahre beim Deutschen Leichtathletik-Verband hat sich Köster zahlreiche Meriten verdient. Seinen Aufgabenbereich in der Wettkampforganisation hat er mehr als geprägt. Etliche Ideen gingen von Köster aus bis hin zu seinem Buch '100 Verbandsjahre', das Köster zum Jubiläum des DLV im Jahre 1998 herausgab.
In einem weiteren Bereich des DLV hat Köster jedoch elementare Spuren hinterlassen: im Seniorenbereich. Er war es, der zusammen mit Weggefährten wie Karl Beuermann, Harold Gähr und Dr. Hans Axmann eine Bewegung initiierte, die weltweit mittlerweile zu den größten zählt: die Senioren-Bewegung in der Leichtathletik.
Im Zuge der Olympischen Spiele 1972 in München scharte Köster Gleichgesinnte um sich und organisierte das weltweit erste Treffen von Senioren, aus dem später die Organisationen WAVA (Weltverband der Senioren, heute WMA genannt) und EVAA (Europaverband der Senioren) hervorgingen mitsamt den Meisterschaften. Jüngst noch zeichnete Köster für die neue Satzung der EVAA verantwortlich, die mit der rechtlichen Neugründung dieses Seniorenleichtathletik-Verbandes einherging.
Und so werden auf jeden Fall neben den zahlreichen Ehrengästen am Donnerstag in Sulingen die Präsidenten der WMA,Torsten Carlius, und der EVAA, Dieter Massin, nach Niedersachsen kommen, um mit dem Jubilar und seiner Frau Marlies, die jahrelang den rüstigen DLV-Rentner in seinem schier unermesslichen Tatendrang unterstützte, anzustoßen.
Dieser Tatendrang ist so ungebrochen, dass Wilhelm Köster schon jetzt wieder alle Register zieht, um die 2. Hallen-Weltmeisterschaft der Senioren in Linz im Jahr 2006 zu einem ähnlichen Erfolg wie die Premiere in Sindelfingen werden zu lassen, wo Köster zusammen mit Harold Gähr und Gerhard Müller zu den Machern zählte.
'Ad multos annos' werden am Donnerstag viele Weggefährten dem Jubilar zurufen! Mit Recht und mit Dankbarkeit!
(24.11.04, Quelle: www.leichtathletik.de - jup)


Hallen-DM 2005: Druckfehler korrigiert

In die Ausschreibung der 4. Deutschen Senioren-Meisterschaft Halle/Winterwurf am 26./27. Februar 2005 in Düsseldorf hat sich ein Druckfehler eingeschlichen.
Der offizielle Meldeschluss, mittlerweile in der Ausschreibung korrigiert, ist am 8. Februar 2005 beim jeweiligen Landesverband (und nicht wie angegeben der 8. Januar 2005).
Ebenfalls korrigiert bzw. ergänzt wurden die Mindestleistungen für die Altersgruppen M 50/M55 im Stabhochsprung. "Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die aufmerksamen Seniorensportler, die diese Fehler festgestellt und gemeldet hatten", sagte DLV-Vize Dieter Massin und bat um Nachsicht wegen der entstandenen Verunsicherung.
(24.11.04)


15. Hallen-Sportfest in der Quelle-Halle in Fürth

Zwei Wochen vor den 4. deutschen Hallenmeisterschaften in Düsseldorf veranstaltet am Samstag, den 12.2.2005 ab 11.00 Uhr, das LAC Quelle Fürth/München/Würzburg sein 15. Seniorenhallensportfest in der Quelle-Halle in Fürth - in der Nähe der städtischen Krankenanstalt gelegen. Auf dem Programm stehen Wettkämpfe der Seniorinnen und Senioren über 60m, 100m, 200m, 400m, 800m, 3000m sowie im Weit-, Hoch- und Stabhochsprung, Kugelstoßen und über 4x200m.
Organisator Dieter Krumm bewertet die Traditionsveranstaltung im Jahr der Senioren-Hallen-EM in Schweden als einen "echten Leistungstest für die Senioren." Erwartet werden knapp 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Meldungen werden bis zum 5. Februar per Fax:0911 / 78 71 750 und Email (Bestzeiten bitte angeben!) erbeten, es sind aber auch Nachmeldungen bis eine Stunde vor Wettkampfbeginn möglich. (23.11.04)


Überraschende DLV-Entscheidung :
Bestenlisten mit Netto-Zeiten

Der Bundesausschuss Wettkampforganisation des DLV hat eine für die Straßenläufer/innen interessante Entscheidung getroffen. Eine Entscheidung, auf die viele Straßenläufer/innen schon lange gewartet haben, hat nun der zuständige Bundesausschuss Wettkampforganisation des Deutschen Leichtathletik-Verbandes getroffen: Den Statistikern, die die Jahres-Bestenlisten zusammenstellen, wird gestattet, Netto-Zeiten aufzunehmen.
Durch die bei allen großen Straßenläufen gebräuchliche Transponder-/Chip-Zeitmessung ist es seit Jahren möglich, nicht nur die Zeit zwischen Startschuss und Zieleinlauf (Brutto-Zeit) zu ermitteln, sondern auch die exakte Zeit zwischen Überqueren der Startlinie und Zielankunft (Netto-Zeit). Bei Läufern in hinteren Startblöcken entstehen dabei Unterschiede von einigen Minuten.
Nach den internationalen Leichtathletik-Regeln ist nur die Brutto-Zeit die offizielle Zeit, die in die Bestenlisten übernommen werden darf. Bisher hielt sich auch der DLV auf nationaler Ebene an diese Vorgabe, was auf allgemeines Unverständnis der Straßenläufer/innen stieß. Auch die Statistiker hatten ihre Probleme mit dieser uneingeschränkten Übernahme der IAAF-Regel, weil sie einerseits mühevoll in den Ergebnislisten nach den Brutto-Zeiten suchen mussten und andererseits die Einwände der Aktiven verstehen konnten, die einen ungewollten „Zuschlag“ auf ihre tatsächliche Leistung erkennen mussten.
Mit der Entscheidung des Bundesausschusses (BA) sind diese Querelen zwischen Läufern und Statistikern ab 2005 beendet. Sowohl für die Einzel- als auch für die Mannschafts-Ergebnisse gilt nun, dass die Netto-Zeiten aufgelistet werden. Eine wichtige Bedeutung hat die Brutto-Zeit allerdings weiterhin: Der Bundesausschuss stellt ausdrücklich fest, dass sich die Platzierung im einzelnen Lauf immer nach dem Zieleinlauf - und damit nach der Bruttozeit - richtet. Wer vor einem anderen Läufer im Ziel ist, muss auch besser platziert sein, ungeachtet dessen, dass der andere vielleicht eine bessere Nettozeit hat.
Diskrepanzen zur weiterhin gültigen IAAF-Regel sind durch die Entscheidung zur nationalen Anerkennung von Nettozeiten nicht zu erwarten. Die - leider sehr wenigen - deutschen Läufer/innen, die sich in internationalen Bestenlisten platzieren, starten aus den vorderen Reihen und haben damit immer Netto- gleich Bruttozeit. (Quelle: Eberhard Vollmer auf den Webseiten des SCC Berlin 21.11.04)


EM 2006: Posen ist "auf dem richtigen Weg"

Mit einem "guten Gefühl" verließen EVAA-Präsident Dieter Massin und EVAA-Schatzmeister Pekka Kurki in diesen Tagen die Organisatoren der nächsten EVAA-Meisterschaften in Polen. Massin und Kurki waren eine Einladung des örtlichen Organisationskomitees in Posen (LOC) gefolgt und verschafften sich einen Eindruck über den Stand der Vorbereitungen für die in zwei Jahren stattfindende EM.
An dem zweitägigen Treffen nahm das gesamte LOC teil unter der Führung von Prof. Dr. J. Smorawinski. Mit dabei auch der polnische Senioren-Präsident, W. Krankowski, der in diesen Meisterschaften eine gute Möglichkeit sieht, den Seniorensport in Polen weiter bekannt zu machen. Neues zu den Europameisterschaften 2006 in Posen ist demnächst unter www.evacs2006.pl im Internet nachzulesen.
Zum Ende des Jahres ist die Herausgabe der Ausschreibung vorgesehen, und bei den kommenden EVAA-Meisterschaften in Eskilstuna und Vila Real de Santo Antonio werden die polnischen Organisatoren den Senioren aus Europa Rede und Antwort stehen.
(Quelle: www.evaa.nu; 20.11.04)


Trieb Jogging die Evolution voran ?

Jogging hält den Menschen nicht nur fit, sondern schenkte ihm vermutlich auch seine Gestalt und seine Intelligenz. Die körperlichen Vorraussetzungen für ausdauerndes Laufen trieben die menschliche Evolution neuen Erkenntnissen zufolge maßgeblich voran.
Von allen Primaten kann nur der Mensch ausdauernd über lange Strecken rennen - und schneidet dabei auch erstaunlich gut gegen Vierbeiner ab. Bislang gingen Forscher allerdings davon aus, dass diese Fähigkeit keine besondere Bedeutung in der Evolution der Gattung Homo hatte, vor allem weil Menschen vergleichsweise schlechte Sprinter sind. Nun aber glauben zwei US-Wissenschaftler herausgefunden zu haben, dass der Mensch seinen Körperbau und zum Teil auch seine Geisteskraft dem Dauerlauf verdankt. Seine große Kondition habe es frühen Menschen vermutlich ermöglicht, Beutetiere durch lange Verfolgung zu erschöpfen und nahe genug heranzukommen, um sie mit Wurfgeschossen zu erlegen. Mehr... (Quelle: Spiegel.de, 19.11.04)


Neuer Hammergriff: Warten auf Zertifizierung

Ab 01.01.2005 gilt der in der IWR angegebene neue Hammergriff in der so genannten Dreiecksform. Es gibt allerdings noch keinen von der IAAF zertifizierten Hammergriff der neuen Art. Sobald eine solche Zertifizierung vorliegt, wird dies sofort u.a. auf der Internetseite des DLV zu lesen sein; darauf weist der Nieders. Leichtathletikverband NLV auf seiner Internetseite hin. Die Vereine sollen sich nach Ansicht des NLV bis dahin noch keine neuen Hammergriffe anschaffen, da "die Haltbarkeit hier nicht gegeben ist und eine erhebliche Gefahr von den Griffen ausgeht", so Angela Schirner vom NLV. Zu befürchten sei, dass der Griff reißt oder sich die Verbindungsnähte lösen. (19.11.04)


Muschinski schon 1999 positiv getestet ?

Der Ahrensburger Seniorenleichtathlet Josef Muschinski, der bei der DAMM im September in Lübeck der Einnahme von Testosteron/Epitestosteron überführt wurde, soll bereits vor fünf Jahren auf dieselbe Substanz positiv getestet worden sein. Dies teilen Insider seines Vereins Ahrensburger TSV im Diskussionsforum "Best Age" auf www.leichtathletik.de und heute auch die Zeitung "Die Welt" mit. Die "positive" Dopingkontrolle habe 1999 bei der Seniorenmeisterschaft im Mehrkampf in Koblenz stattgefunden. Damals hatte Josef Muschinski im Fünfkampf der M 45 den zweiten Platz belegt. Vor der durchgeführten Dopingkontrolle habe er damals angegeben, dass er seit 1997 oral Testosterone einnehme, die ihm von seinem Arzt verordnet worden seien.
Die Zeitung "Die Welt" berichtet am Donnerstag unter Berufung auf den Mannschaftskapitän des Ahrensburger TSV, Rainer Gabius, Muschinski habe die Einnahme der Hormone seinerzeit bereits vor der Meisterschaft belegt und mitgeteilt. Auf Grund seines Attestes habe es kein Verfahren gegeben. Fälschlicherweise habe Muschinski jetzt offenbar geglaubt, seine Angaben von vor fünf Jahren seien weiter aktenkundig und er müsse sich nicht erneut vor dem Wettkampf offenbaren. "Das war eine riesige Dummheit von ihm", sagte danach Gabius, der auch einen Image-Schaden für den Verein und die Senioren-Leichtathletik befürchtet.
Im Diskussionsforum heißt es ergänzend, seit 2000 erhalte der Seniorenathlet das Testosteron/Epitestosteron von seinem Arzt einmal im Monat injiziert.
Tatsächlich sind die Sprintzeiten von Josef Muschinski seit Beginn der Einnahme des leistungssteigernden Testosteron/Epitestosteron besser geworden. So verbesserte er seine Sprintzeiten über 100m und 200m deutlich. 1994 stand er mit 11,93 sec über 100m und 23,98 sec über 200m zu Buche. 1998 lauten die Zeiten 11,1 sec (handgestoppt) und 23,35 sec. Ähnliche Verbesserungen finden sich auch über 400m: 53,84 sec in 1995 und 53,02 in 1999. Seit 1999 war er über 100m, 200m und 400m jeweils unter den 20 weltweit Besten seiner Altersklasse.
Der Fall weist Parallelen zu dem der US-Sprinterin Kathy Jager (W 55) auf, die 1999 fast zur gleichen Zeit bei der Senioren-WM in Gateshead positiv auf leistungssteigernde Hormone getestet worden war, wo sie in ihrer Altersklasse überragende Leistungen gezeigt hatte. Auch sie hatte eine Erklärung ihres Arztes vorgelegt, wonach ihr die Hormone im Rahmen einer medizinisch indizierten Therapie verschrieben worden waren. Träfen also die Berichte zu, wäre DLV-intern Josef Muschinski vor fünf Jahren im Grundsatz anders behandelt worden als die Amerikanerin. Allerdings hatte die US-Masterssportlerin, im Gegensatz zu Josef Muschinski, seinerzeit die Einnahme der verschriebenen Hormone nicht vor ihrer Dopingkontrolle angegeben. Trotz des nachgereichten Arztattestes war sie anschließend als Dopingsünderin für zwei Jahre gesperrt worden. Ihr Gnadenantrag wurde von der IAAF abgelehnt. Auch der seit dem 20.10. suspendierte Josef Muschinski hatte bei der Kontrolle am 11. September in Lübeck die Testosteron-Behandlung nicht angegeben. "Das war eine riesige Dummheit von ihm", sagte Gabius dazu.
Die Aussage in der Zeitung "Die Welt", der aktuelle Dopingfall des Ahrensburger Senioren-Leichtathleten sei offenbar eine weniger eindeutige Angelegenheit als bisher angenommen, weil der erhöhte Testosteron-Wert seine Ursache "mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in einem vorsätzlichen Konsum von Dopingmitteln mit dem Ziel einer Leistungssteigerung" habe, ist daher zumindest zweifelhaft.
Muschinski dürfte bis zum Herbst 2006 gesperrt werden, und der Ahrensburger TSV wird folglich seinen 2. DAMM-Platz der Altersklasse M50 verlieren. Denn den hatte er vor allem auch dank guter Leistungen von Muschinski errungen, der sich nach seinem Sieg im 800-Meter-Lauf (2:10,92 Minuten) dem Dopingtest unterziehen mußte.
(18.11.04)


Noch keine Erklärung von DLV & Massin zu Liedtke & Co

Immer noch schweigt der für den Seniorensport zuständige DLV-Vize Dieter Massin zum DAMM-Dopingskandal um die Seniorensportler Liedtke, Muschinski und Prochnau. Jede öffentlichen Bewertung des Dopingskandals durch Massin fehlt. Auf Anfragen von www.masters-sport.de reagierte er bisher nicht. Auch die sonstige DLV-Spitze hat bisher keine öffentliche Bewertung abgegeben, nachdem die zum Jahresende beim DLV ausscheidende Justitarin Tanja Haug in exakten Worten über die technische und juristische Seite der festgestellten Dopingverstöße informiert hat.
Aus seinem Umfeld ist allerdings zu hören, dass Massin "sehr enttäuscht und traurig" sei und den Skandal als herben Rückschlag für die erfolgreiche Seniorenleichtathletik-Bewegung empfinde. Die im Internet bereits aufgestellte Behauptung, Massin wolle wegen der Dopingfälle im kommenden Frühjahr nicht erneut für das DLV-Präsidium kandidieren, entbehre allerdings jeder Grundlage, heißt es. Die Entscheidung sei schon im Sommer des Jahres gefallen.
(18.11.04)


Dopingskandal schwappt über den Teich

Inzwischen ist die Mastersszene auch in den USA auf den deutschen Dopingskandal aufmerksam geworden, und es wird diskutiert. Im Original liest sich dies so:
Three German masters -- including a world record holder in shot and discus -- have been suspended for doping violations. But what makes this latest leak interesting is that German authorities gave substantive details.
Unlike World Masters Athletics, which rarely acknowledges a doping case -- even if it's been publicized by the IAAF -- the German trackmeisters issued a press release. M60 throws legend Klaus Liedtke -- who holds six world age-group records in the shot, discus and weight pentathlon -- is one of three German masters to be slapped with two-year suspensions for testing positive for banned substances. Klaus had an anabolic steroid in his system called Oxymetholon.
The others are M50 middle-distance runner Josef Muschinski and M40 thrower Ralf Prochnau. All tested positive for stuff on the IAAF banned list at the September 2004 German Team Masters Championships. Liedtke is the M50, M55 and M60 world record holder in ther shot, and the M55 and M60 world record holder in the discus. He's won at least six world WMA or WAVA championships in the throws and weight pentathlon, in which he also holds a world best.
Muschinski was the 2002 European M50 champion at 400 meters. This year he's ranked sixth in the world. He was top 20 in all three sprints in the world as far back as 1999. Prochnau is a throws coach in Germany.
German track authorities come down hard in doping cases because of the shame they feel for having been part (at least in the East) in state-sponsored drugging of athletes during the 1970s and 1980s.
Many questions remain unanswered, such as: How come these guys were nailed earlier? Liedtke appears to have been absent from recent world meets. Did he fear being drug-tested?
Mehr in englisch auf der Webseite masterstrack.com
(18.11.04)


Große deutsche Straßenlauf-Veranstalter wählen neue Sprecher

Die German Road Races (GRR), Vereinigung der großen deutschen Laufveranstalter, haben bei ihrer Jahrestagung am Wochenende in Mainz ein neues Sprechergremium für die nächsten zwei Jahren gewählt.
Neben den wieder gewählten Sprechern Horst Milde (real,- BERLIN-MARATHON), Derk Kogelheide (Run Berlin), Gernot Weigl (medien.marathon.münchen) und Bernd Düngen (Rhein-Ruhr-Marathon Duisburg) werden mit Wilfried Raatz (MLP Marathon Mannheim Rhein-Neckar) und Sascha Wiczynski (Paderborner Osterlauf) künftig zwei Neue im sechsköpfigen Sprechergremium mitarbeiten.
Unter dem Dach der GRR-Vereinigung sind die größten Marathonläufe in Deutschland (u.a. Berlin, Köln, Hamburg, München, Frankfurt, Duisburg), aber auch Halbmarathonläufe, 10 km-Läufe und Veranstalter mit anderen Distanzen vereinigt. Insgesamt zählt die Vereinigung derzeit 41 Lauf-Veranstalter zu ihren Mitgliedern, darunter auch als assoziierte Mitglieder Läufe aus Italien und Österreich.
Die Cityläufe haben sich in den letzten Jahren zu einem besonderen Aushängeschild der Leichtathletik in Deutschland mit bis zu 50.000 Teilnehmern und Hunderttausenden von Zuschauern in den Straßen sowie einer großen Medienpräsenz entwickelt. Die Laufveranstaltungen in den Innenstädten sind somit der größte Werbeträger für die, wie es seitens der GRR heißt, " im Prinzip darniederliegende Leichtathletik" mit einer immer noch ständig wachsenden Beteiligung und genießen deshalb auch größte Popularität bei der sportiven Bevölkerung.
Das in Mainz neu gewählte Sprechergremium wird sich verstärkt innerhalb des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und der Landesverbände engagieren und sieht sich bei seiner Arbeit nicht nur als Interessenvertretung der Straßenlauf-Veranstalter, sondern auch als Anwalt der Läufer.
Die Mitgliederversammlung der GRR hat auf der zweitägigen Tagung in Mainz auch eine Förderung des Laufnachwuchses beschlossen. Damit sollen talentierte junge Läufer mit internationalen Perspektiven unterstützt werden. Die Preisträger sollen jeweils 1.000,00 € zur Finanzierung von Trainingslagern und Physiotherapie erhalten. Der Nachwuchs-Preis 2004 wird am 3. April beim 25. Bewag BERLINER HALBMARATHON in Berlin an die beiden Jungtalente Eva Maria Stöwer (LAC Hochsauerland) und Martel Zelalem (VfB Stuttgart) überreicht werden. Neben der offiziellen Preisverleihung sollen die beiden Ausgezeichneten auch eine Chance erhalten, als Tempomacher für eine kurze Distanz in einem großen Rennen Erfahrungen sammeln zu können.
(17.11.04)


Doping: Muschinski widerspricht Suspendierung

Der deutsche Seniorenmeister Josef Muschinski (Ahrensburger TSV) hat gegen seine Suspendierung wegen Doping mit Testosteron nach Angaben des Hamburger Abendblatt von heute Widerspruch eingelegt. Der Schleswig-Holsteiner gab an, sich "seit sieben Jahren in ärztlicher Behandlung" zu befinden und die Substanz einzig aus medizinischen Gründen eingenommen zu haben. Der 400m-Europameister von Potsdam 2002 teilte nicht mit, seit wann er das testosteronhaltige Präparat nimmt. "Ich habe nichts unrechtes getan", beteuerte Muschinski aber. "Für mich gibt es ja überhaupt gar keinen Grund für das Doping. Der Sport ist nur eine Freizeitbeschäftigung." Nachdem ihm das Ergebnis der Dopingprobe mitgeteilt worden war, habe er ein ärztliches Attest eingereicht und hoffe nun, dass der Disziplinarausschuss in seinem Sinne entscheide.
Große Chancen auf einen Freispruch hat er aber nicht. Besteht medizinischer Bedarf, Substanzen einzunehmen, die auf der Dopingliste stehen, können Sportler einen Antrag auf Sondergenehmigung stellen. Dies muss aber stets vor der Einnahme geschehen, nicht erst nach einer Dopingkontrolle. "Das wusste ich nicht. Ich war davon ausgegangen, dass diese Regel nur für die Aktiven gilt, nicht aber für die Seniorensportler. In meinem Alter hat ja fast jeder irgendeine Krankheit." Muschinski ist Jahrgang 1952.
Manfred Hamann, der Vorsitzende des Ahrensburger Kreisleichtathletikverbands (KLV), kann sich kaum vorstellen, dass Muschinski vorsätzlich gedopt war. "Er hätte es sich ja problemlos erlauben können, immer eine Sekunde langsamer zu laufen, und hätte trotzdem gewonnen", sagte er. "Im Seniorensport halte ich Doping für sehr unwahrscheinlich. Andererseits muss jemand wie Josef Muschinski eigentlich wissen, dass die Einnahme von Medikamenten vorab einer Genehmigung bedarf." ATSV-Abteilungsleiter Michael Brackenwagen bezeichnete Muschinskis Aussagen als "akzeptabel und glaubwürdig". Der Athlet selbst ist fassungslos: "Ich fühle mich ungerecht behandelt und weiß gar nicht, wie es weitergehen soll", sagte er. Aus seinem Team heißt es im Hinblick auf die von Muschinski angeführten gesundheitlichen Probleme: "Wir vom ATSV haben daran heftig zu knabbern, dass Josef nicht schon eher von seinen Schwierigkeiten erzählt hat."
(Quelle: eigene Recherchen und Sören Bachmann im Hamburger Abendblatt, 17.11.04)


Ausschreibung zur Deutschen Hallen-Seniorenmeisterschaften 2005

Die offizielle Ausschreibungen zu den 4. Deutschen Senioren-Meisterschaften in der Halle und zur 3. Deutsche Senioren-Winterwurfmeisterschaften am 26. und 27. Februar in Düsseldorf sind nun online abrufbar, wie der DLV mitteilt.
Meldeschluss ist der 08. Januar beim jeweiligen DLV-Landesverband.
(17.11.04)


Auch Liedtke und Prochnau gedopt !

Nachdem bereits vor zehn Tagen die Sperre von Josef Muschinski (*1952, Ahrensburger TSV) wegen Dopings bekannt wurde, hat die zuständige Justitiarin Tanja Haug am Montag in einer Erklärung für den deutschen Leichtathletikverband mitgeteilt, dass auch die Seniorensportler Klaus Liedtke (*1941, SuS Schalke 96) und Ralf Prochnau (*1963, Pulheimer SC) gedopt haben. Alle drei Athleten waren bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Altersklassen (DAMM) im September in Lübeck getestet worden. Die in der Seniorenszene umlaufenden Gerüchte wurden damit bestätigt.
Die A-Analyse der Urinprobe von Klaus Liedtke, Besitzer eines Fitnessstudios im westfälischen Lünen, ergab das Vorhandensein von Metaboliten des verbotenen Wirkstoffs Oxymetholon, der zur Gruppe der anabol androgenen Steroide gehört. Die B-Probenanalyse bestätigte das Ergebnis der A-Probe. Klaus Liedtke hat als Leichtathlet bei DJK SuS Brambauer angefangen, ist über den OSC Thier Dortmund zu SuS Schalke 96 gegangen. Er war es, der - so der Eindruck eines Augenzeugen - zur Dopingprobe in Lübeck "regelrecht überredet werden musste".
Auch die Analyse der Urinprobe des Pulheimers Ralf Prochnau war "positiv". Sie hat das Vorhandensein von Metaboliten des verbotenen Wirkstoffs Hydrochlorothiazid ergeben, der zu der Gruppe der Diuretika gehört. Weil der Athlet in einer Stellungnahme die Einnahme des festgestellten Wirkstoffs eingeräumt hat, war die Untersuchung der B-Probe "nach § 20 Nr. 5 Anti-Doping-Code nicht erforderlich", so Tanja Haug. Prochnau ist auch "Trainer Wurf- und Stoß" bei der TSG Benrath und kümmert sich bisher in dieser Eigenschaft auch um das Training der Nachwuchsathleten dieses Vereins.
Der DLV teilte am Montag auch erstmals Einzelheiten zur positiven Dopingprobe von Josef Muschinski mit. Danach wies die A-Analyse seiner Urinprobe einen Testosteron/Epitestosteron-Quotienten von "über 6" auf. Die anschließend durchgeführte Kohlenstoff-Isotopenverhältnis-Massenspektrometrie (GC/C/IRMS) ergab, dass die Werte der Testosteron-Metaboliten Androsteron und Etiocholanolon auf die Aufnahme von Testosteron oder Testosteron-Prohormonen hinweisen. Da der Athlet die Einnahme des festgestellten Wirkstoffs eingeräumt hat, war auch hier "die Untersuchung der B-Probe nach § 20 Nr. 5 Anti-Doping-Code nicht erforderlich". Josef Muschinski war bereits am 20. Oktober 2004 suspendiert worden, die beiden anderen Masters am 1. November 2004.
Trotz des Dopingverstoßes von Ralf Prochnau dürfte der Pulheimer SC den Titel eines deutschen Mannschaftsmeisters der Altersklasse M 40 nicht verlieren; streicht man nämlich die Resultate von Prochnau im Kugelstoßen und Diskuswurf und ersetzt sie durch den dritten Pulheimer Athleten verliert die Mannschaft lediglich 145 Punkte von ihren 331 Punkten Vorsprung auf die zweitplatzierte TV Bürstadt. Das M60-Team des SuS Schalke 96 verliert zwar 1411 Punkte, weil die Ergebnisse von Klaus Liedtke nicht zählen, rutscht damit aber lediglich von Rang 5 auf den sechsten und letzten Platz der M 60 ab. Bitter wird es für die Ahrensburger TSV, der wegen Muschinskis Disqualifikation 2846 Punkte verliert, damit die errungene Silbermedaille zurückgeben muss und nur den letzten M50-Platz erreicht. Platz zwei dieser denkwürdigen Lübecker DAMM belegt damit das M50-Team des Pulheimer SC mit 8425, vor der nur vier Punkte dahinter liegenden LG Bielefeld, die jetzt Bronze gewonnen hat.
(16.11.04)


2005: Portugal lädt ein zur 9. Straßenlauf-EM

BEM-VINDOS ao site Oficial do 9º Campeonato da Europa de Atletismo para Veteranos
a decorrer em Vila Real Stº António - Portugal de 13 a 15 de Maio de 2005.

Das ist portugiesisch. Ganz frei übersetzt: Willkommen - Vila Real de Santo Antonio ist jetzt auch im Internet bereit für die 9. Straßenlauf-EM vom 13. bis 15. Mai nächsten Jahres. Die kommunalen Organisatoren dieser Europameisterschaft haben die Ausschreibung für die 9. Straßenlauf-EM der Senioren fertig gestellt. Im Internet ist sie mit allen Zusatzinformationen u.a. in englischer Sprache leicht zu finden. Die deutsche Übersetzung wird im Laufe der Woche ebenfalls eingestellt; denn deutsch ist inzwischen zweite offizielle EVAA-"Amtssprache".
Erstmals finden Europa-Meisterschaften für Senioren in Portugal statt und die im Süden des Landes liegende Stadt Vila Real als Veranstalter sowie der portugiesische Leichtathletik-Verband wollen diese Premiere so erfolgreich wie eben möglich gestalten. Es wird ein Frühlingsfest werden, und allein der Gedanke im Mai an der portugiesischen Algarve anzutreten, dürfte viele deutsche Straßenläufer und Geher beflügeln.
Die EM-Meldungen müssen - wie immer - beim nationalen Verband eingereicht werden. Die erforderlichen Meldeformulare werden in den kommenden Tagen im Internet veröffentlicht. Dann sind auch die gedruckten Ausschreibungen beim DLV erhältlich. (16.11.04)


M45: Alt-Star Gelindo Bordin will es noch einmal wissen

Gelindo Bordin, Marathon-Olympiasieger von 1988 in Seoul, ist ein klangvoller Name der italienischen Laufszene. Eine Meniskusverletzung im rechten Knie bei den Olympischen Spielen in Barcelona 1992 hatte seine Kariere beendet. Der 45-Jährige, ausgestattet mit einer persönlichen Bestzeit von 2:08:19 Stunden, ist nach seiner aktiven Zeit dem Sport treu geblieben, indem er bei verschiedenen Sportartikelfirmen im Marketingbereich tätig war und ist. Im Gespräch mit leichtathletik.de kündigte er ein Comeback an.
Die nach der Operation immer wiederkehrenden Schmerzen und seine Vollzeitjobs bei den Sportartikelherstellern, die ihm wenig Zeit zum Trainieren ließen, sind die Gründe, weshalb Gelindo Bordin, der für „Diadora“ bei so mancher Marathonmesse als Marketingmanager anzutreffen ist und bei der Schuhprobe auch schon mal selbst mit Hand anlegt, seit zwölf Jahren nicht mehr gelaufen ist.
Doch dies soll sich 2005 ändern. 15 Jahre nach seinem Sieg beim Marathon in Boston, möchte er wieder einen Marathon bestreiten. Eine Zeit um drei Stunden schwebt ihm dabei vor.
Bedauert er es, dass zu seiner Zeit das Marathonlaufen noch nicht so beliebt war wie heutzutage? Da kommt ein entschiedenes „Nein“ von Gelindo Bordin, denn in den 80er Jahren waren die wenigen Läufer noch berühmter.
Jetzt sei es sehr schwierig, der Beste zu sein, da es so viele Läufer gäbe und damit viele Favoriten und Gewinner. Was den in Longare bei Vicenza Geborenen andererseits am Boom freut: „Heute gibt es eine Marathon-Kultur, eine Tradition. Marathonlaufen ist zu einem Way-of-life geworden, der den Tourismusbereich miteinschließt, wenn Läufer mit ihrer ganzen Familie anlässlich eines Laufs eine ihnen bislang unbekannte Stadt entdecken.“
Zwei interessante Tipps hat der Europameister von 1986 und 1990 und Bronzemedaillengewinner der Weltmeisterschaften in Rom 1987 für die Leser von leichtathletik.de parat. Einen Marathon läuft man am Besten mit konstanter Geschwindigkeit, auf keinen Fall sollte zu schnell angegangen werden. Wichtig ist, dass „Raum für Steigerungen“ gegeben ist.
Dies war immer auch sein persönliches Geheimrezept, denn bei seinen Siegen in Seoul und Boston lief sich Gelindo Bordin stets von hinten an die Führenden heran. Wichtiger als die mentale Vorbereitung erscheint dem Italiener die Flüssigkeitsaufnahme in den letzten vier Tagen vor dem Lauf: viele kleine Mengen sollten seines Erachtens pro Tag getrunken werden, vor allem am Vortag.
Dass Veranstalter strenge Kontrollen machen, um Schummlern auf die Schliche zu kommen, findet der Italiener völlig in Ordnung, da man einen Marathon schließlich für sich selber laufe und die anderen Läufer respektieren müsse. „Jeder kann einen Marathon auf ehrliche Art und Weise finishen – aber nur mit äußerst ernsthaftem Training.“ Nur wenn man diese Distanz in ihrer ganzen Länge respektiere und akzeptiere, erweise sich der Marathon als „wahrer Sport“.
Eine ebenfalls kritische Einstellung hat Gelindo Bordin zum Thema Doping: „Es wird nicht genug getan, ab sofort sollte es Bluttests geben wie im Radsport. Außerdem sollten Doper lebenslang gesperrt werden. Zwei Jahre sind keinesfalls genug. Wir sehen doch, wie viele rückfällig werden!“ Zwar müsse jeder selbst wissen, was er tue, doch wenn immer mehr Menschen das Vertrauen in den Sport und die Sportler verlieren würden, mache ihn das zu traurig. (Quelle: www.leichtathletik.de, 15.11.04)


DAMM: Unruhe und Gerüchte

Die deutsche Mastersszene ist in Aufruhr, nachdem, offenbar handfeste, Gerüchte über weitere "positive" Dopingproben bei der die Runde machen. Die Rede ist von insgesamt drei Fällen, die durch die überraschenden Dopingkontrollen aufgefallen sind. Betroffen sein sollen auch zwei prominente westdeutsche Seniorenleichtathleten, von denen einer im Lübecker Stadion Buniamshof zur Dopingprobe erst regelrecht überredet werden musste. Bereits vor Wochenfrist hatte der DLV mitgeteilt, dass der vielfache deutsche Seniorenmeister in den Sprintdisziplinen Josef Muschinski (*1952, Ahrensburger TSV) bei den DAMM positiv getestet worden war.
DLV-Vize Dieter Massin war am Wochenende für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (15.11.04)


Walking-Papst Gauder wird 50

Heute wird Hartwig Gauder 50 Jahre alt. "Geher des Jahrhunderts" – knapper und zutreffender lässt sich seine Erfolgsbilanz kaum umschreiben. Am 10. November 1954 in Vaihingen geboren, zog die Familie im 1960 Jahr nach Ilmenau in Thüringen. Nach ersten Erfahrungen als Skiläufer und Skispringer bei der BSG Empor Ilmenau begeisterte er sich als 14-jähriger für das Gehen. Er wird zu einem der weltweit erfolgreichsten Athleten über die 50-Kilometer-Strecke und krönt seine Karriere 1980 mit einem Olympiasieg in Moskau (Olympischer Rekord: 3:49:24 Stunden). In Stuttgart wird er 1986 Europameister, ein Jahr später in Rom Weltmeister, und 1988 gewinnt er Olympia-Bronze in Seoul. Er war mehrfacher DDR-Meister und später auch Deutscher Meister. Bei der WM 1993 in Stuttgart gab er auf und beendete danach seine sportliche Laufbahn. Inzwischen hat ihn www.leichtathletik.de in die "Hall of Fame" der deutschen Leichtathletik aufgenommen.
Hartwig Gauder ist ein glücklicher Mensch. "Mit meinem Leben bin ich absolut zufrieden, mit der Familie, den Freunden, mit meinen Aufgaben", bekennt der Geher-Olympiasieger von 1980.
Das war nicht immer so, denn Mitte der 90er Jahre litt der Erfurter an einer Virus-Erkrankung des Herzens, die er sich vermutlich als Architekturstudent bei der Besichtigung einer stillgelegten Geflügelfarm zugezogen hatte. Viele Monate musste er mit einem Kunstherz leben, ehe ihm am 30. Januar 1997 mit einer Transplantation im Berliner Herzzentrum ein zweites Leben geschenkt wurde.
"Mit dem ersten Herz habe ich gut 42 Jahre gelebt, mit dem neuen bin ich gerade mal etwas mehr als sieben Jahre alt", sagt Gauder. Mittels einer Spezialwaage bestimmt er ab und an sein biologisches Alter. "Danach liegt es zwischen 34 und 41 - und so fühle ich mich auch", meint der inzwischen grauhaarig und etwas fülliger gewordene frühere Ausnahme-Geher. Seinen 50. Geburtstag will er "ohne große Feiern" begehen. Trotzdem dürfte die Schaar der Gratulanten groß werden, denn der Mitarbeiter der Abteilung Sportförderung im Thüringer Wirtschaftsministerium ist auch neben seinem Job ein viel beschäftigter Mann.
Das Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) beschäftigt sich derzeit mit einem Thesenpapier zum Spitzensport in Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). "Aufgefordert dazu hat mich niemand. Vielleicht traut man im DLV uns ehemaligen Athleten nichts zu. Um meinen fachlichen Rat jedenfalls bin ich noch nie gefragt worden", meint der Diplom-Ingenieur für Architektur. "Doch eines sollte inzwischen allen klar sein: Nur mit professioneller Betreuung der Top-Athleten können wir uns in der Weltspitze behaupten. Dazu ist eine Konzentration aller Mittel und Möglichkeiten notwendig."
Sehr gefragt sind dagegen Hartwig Gauders Engagement und Erfahrung in anderen Bereichen. Als Generalsekretär arbeitet er ehrenamtlich im Verein "Sportler für Organspenden", dem rund 90 "Promis" aus Sport und Medien von Franz Beckenbauer und Boris Becker über Steffi Graf, Olaf Ludwig und Karl-Heinz Rummenigge bis zu Markus Wasmeier und Jens Weißflog angehören. Als Botschafter für Walking hat der fünfmalige Teilnehmer des New-York-Marathons - nach der Transplantation - das breitensportliche Gehen weit über Deutschland hinaus populär gemacht. Gauder gilt inzwischen in Japan sogar als "Walking-Papst" und ist seit diesem Jahr Gastprofessor an der Tokioter Nihon-Universität.
Seine Vorträge über Sportbusiness und Gesundheit sind stets ausgebucht. Auch das Büro der Hartwig Gauder Power-Walking Association in der japanischen Hauptstadt floriert. Nach neuesten Umfragen kennen 35 Millionen Japaner seinen Namen und verbinden ihn mit der Walking-Bewegung. Und neben allem findet er noch Zeit zu Motivationsseminaren für leitende Angestellte in Deutschland sowie mindestens drei Mal wöchentlich zur eigenen sportlichen Betätigung, von Golf über Tennis, von Gymnastik bis Walking.
(Quelle: www.leichtathletik.de; dpa; 10.11.04)


Seniorenwarte im DLV bestätigen Margret Lehnert im Amt

Die Sprecherin der Landesverbände für den Seniorensport im Deutschen Leichtathletik Verband, Margret Lehnert (Hessen), wurde auf der Jahrestagung der LV Seniorenwarte am vergangenen Wochenende in Darmstadt wieder für die nächsten vier Jahre bestätigt.
16 Vertreter der einzelnen Landesverbände stimmten über Anträge ab und machten sich ebenso Gedanken, wie das Wettkampfangebot attraktiv zu halten sei, ohne dieses ausufern zu lassen. Empfehlungen, wie die Aufnahme der 4 x 400-Meter- Staffel für M50/M60 und W50/W60, werden an die entsprechenden Gremien im DLV weitergeleitet.
Ein wesentlicher Punkt sind auch die Bewerbungen für Seniorenmeisterschaften 2006, denn nur wenn genügend Ausrichter zur Verfügung stehen, kann das Meisterschaftsprogramm in seiner bisherigen Form und Ausprägung gesichert werden.
Um das derzeit unbefriedigende Thema "Altersklassenfaktoren/Punktewertung" bei Mehrkämpfen zu lösen, wurde eine Ausarbeitung von Bernd Rehpenning vorgestellt. Die stellt Gerechtigkeit innerhalb der Altersklassen sicher und ist anderseits auch bei der Wettkampfauswertung einfach zu handhaben.
Ausführlich berichtete DLV-Vizepräsident Dieter Massin von internationalen Gremien und hat in diesem Bereich bei der EVAA eine Lanze für den deutschsprachigen Raum gebrochen. Neben der ersten Sprache englisch, wird als zweite Sprache auch deutsch in den Ausschreibungen zu finden sein, da die deutschsprachigen Athletinnen und Athleten einen Großteil der Starter bei internationalen Meisterschaften stellen.
Erfreulich wurde auch vermerkt, dass die IAAF bei den Weltmeisterschaften der Männer und Frauen 2005 in Finnland und die EAA bei den Europameisterschaften 2006 in Schweden nun auch ausgesuchte Seniorinnen- und Senioren-Wettbewerbe veranstalten werden. Insgesamt ist hier eine Entwicklung zu verzeichnen, die der gesamten Leichtathletik zu gute kommt.
Kommunikation und Information waren ein weiteres Thema. Hier wird in erster Linie auf die Internetseite www.leichtathletik.de hingewiesen, aber daneben gibt es die Angebote auf den Seiten des europäischen Verbandes www.evaa.nu oder des Weltverbandes www.world-masters-athletics.org. (Quelle: www.leichtathletik.de, 10.11.04)


DLV: Massin schmeißt hin

Ratlosigkeit herrschte am Ende der DLV-Verbandstag der DLV-Landeswarte "Breitensport" und "Senioren" am Wochenende in Darmstadt. Die Bombe war geplatzt, und was hinter den Kulissen schon länger als Gerücht kursierte, war bestätigt: Dieter Massin, der große Mann nicht nur der deutschen Senioren-Leichtathletik, schmeißt hin und tritt auf dem DLV-Kongress im kommenden April in Kevelaer nicht mehr als Kandidat für das Präsidium an. Massin hört im DLV auf.
Der erfolgreiche Westfale bedankte sich bei den in Darmstadt vollständig anwesenden Verantwortlichen der Landesverbände für "Breitensport" und "Senioren" für die jahrelange Zusammenarbeit und schloss sehr gefühlsbeladen: "Es hat Spaß gemacht mit euch für die Sache und für die Athleten zu streiten und Einsatz zu zeigen. Dankeschön. Euch allen wünsche ich in der Zukunft privat, beruflich und sportlich alles Gute und hoffe, dass ihr noch oft Gelegenheit habt euer Engagement bei den Athleten und bei der Sache umsetzen zu können."
Auch Dieter Massin macht natürlich weiter, aber da, wo er offenbar mehr Chancen sieht, die Senioren in der "Leichtathletikfamilie" (Massin) voran zu bringen: Als Präsident des Europäischen Senioren-Leichtathletikverbandes EVAA, als Mitglied im Präsidium des Weltverbandes WMA und akiv bei der IAAF. Nur im DLV muss man künftig auf ihn verzichten, was die einflussreichen Skeptiker und Gegner der Senioren-Leichtathletik in der DLV-Spitze und den Landesverbänden wohl kaum ärgern wird.
"Wie geht's denn nur weiter? Wer wird sein Nachfolger ? Gibt es unter dem Dach des DLV überhaupt einen Nachfolger ?" Auf diese Fragen wusste am Sonntag niemand irgendeine Antwort, schon gar keine überzeugende... (09.11.04)


New York: Paula Radcliffe und mehr

Schon im Vorfeld des New York City-Marathons hatte Paula Radcliffe für die meisten Schlagzeilen gesorgt. Die Veranstalter hatten sie als Zuschauerin eingeladen, doch sie bat zwölf Tage vor Start des Rennens pontan nach einer Trainingseinheit um eine Startnummer. Die Einschätzung ihrer Konkurrentinnen, sie laufe nur wenn sie topfit sei, bestätigte sie heute in einem bis zuletzt spannenden Rennen mit ihrem ersten Sieg in New York in 2:23:10 Stunden. In einer dramatischen Sprint-Entscheidung setzte sich die Britin mit lediglich vier Sekunden Vorsprung vor der Kenianerin Susan Chepkemei durch. Es war die knappste Entscheidung im Frauenrennen in der 35-jährigen Geschichte des Rennens.
Im hochkarätig besetzten Feld lief Luminita Zaituc (*1968, LG Braunschweig) in 2:28:15 Stunden bei ihrem ersten Marathonstart außerhalb Deutschlands auf einen starken sechsten Rang. Sie war damit schnellste Mastersläuferin vor der 35jährigen Russin Larisa Zousko (2:29:32) auf Rang 8 und Kerryn McCann (37) aus Australien in 2:32,06 h zwei Plätze dahinter. Zaitucs Ziel, ihre persönliche Bestleistung (2:26:01 Std) zu verbessern, verpasste die 36-Jährige zwar mit ihrer Zeit von klar, doch sie war mit ihrer schnellsten Zeit seit zwei Jahren trotzdem sehr zufrieden. „Ich habe den Kurs etwas unterschätzt und bin bedingt durch die Euphorie auch etwas zu schnell angegangen. Auf einem flachen Kurs wäre eine neue Bestzeit auf jeden Fall möglich gewesen," sagte sie nach dem Rennen.
Schnellste der Altersklasse W 40 wurde die Italienerin Rosa Munerotto (41) in exakt 2:47:00 Stunden. Aus deutscher Sicht erfreulich war in New York der zweite Platz durch die 60jährige Inge Springer (*1944, Spiridon Oldesloe) in der Altersklasse W 60 mit mehr als ordentlichen 3:50:10 h.
Nicht ganz so spannend wie bei den Frauen gestaltete sich das Rennen bei den Männern. Eine gute halbe Stunde nach den Frauen starteten sie mit den weiteren 36.000 Läufern bei Sonnenschein und milden Temperaturen auf den Kurs durch die fünf New Yorker Stadtteile und über fünf Brücken New Yorks. Relativ lange lief eine große Gruppe bestehend aus mehr als zehn Läufern zusammen. Im Gegensatz zum Rennen der Frauen fiel die Entscheidung aber schon vor dem Ziel. Im Central Park konnte sich der Südafrikaner Hendrik Ramaala absetzen und einen Abstand von 50 Meter zwischen sich und seine Verfolger legen. Wie die Siegerin bei den Frauen hatte auch er beim Marathon der Olympischen Spiele aufgeben müssen. Heute lief er ungefährdet seinem Sieg in 2:09:28 Stunden entgegen und konnte schon auf der Zielgeraden den Zuschauern zuwinken. Platz Zwei sicherte sich wie in Athen Meb Keflezighi (2:09:53 Std). Dies bedeutete eine hervorragende Leistung des 29-Jährigen, der sich in so kurzer Zeit vom olympischen Marathon erholen konnte. Dritter wurde der Überraschungssieger von Boston Timothy Cherigat in einer Zeit von 2:10:00 Stunden. Bester Masters-Athlet war der Keniate John Kagwe (*1969), in 2:09:28 min vor dem Marokkaner in El Arbi Khattabi (*1967) in 2:15:22h. Wie bei den Frauen siegte in der Altersklasse der 40jährigen ebenfalls ein Italiener: Angelo Carosi (M40) wurde in 2:19:53 h als Gesamtsiebzehnter Erster der M40. Deutsche Mastersläufer erreichten in ihren Altersklassen keine Spitzenplätze oder -zeiten.
Übrigens gingen insgesamt 37.257 Läufern beim 35. New-York-Marathon an den Start. Mehr über dem New York-Marathon hier... (unter Verwendung von Quellenmaterial von www.leichtathletik.de 08.11.04)


Josef Muschinski gedopt

Mit Testosteron hat sich Josef Muschinski (*1952, Ahrensburger TSV) gedopt. Der vielfache deutsche Seniorenmeister in den Sprintdisziplinen wurde Mitte September in Lübeck bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Altersklassen (DAMM) positiv getestet und hat damit den bisher größten Doping-Skandal in der deutschen Seniorenleichtathletik ausgelöst. Direkt nach dem DAMM-800m-Lauf im Lübecker Stadion Buniamshof musste der 52jährige zur Dopingkontrolle, was seine Vereinsoffiziellen damals sogar protestieren ließ. Laut Pressemitteilung, die jetzt einen ganz besonderen Nachklang hat, war in Lübeck "Garant für den Erfolg einmal mehr Josef Muschinski, der auch mit unerwarteten Widrigkeiten gut zurecht kam. Obwohl er innerhalb von nur zwei Stunden drei Wettbewerbe zu bestreiten hatte, sollte er nach dem 800-Meter-Lauf zum Auftakt binnen 60 Minuten einen Dopingtest absolvieren. "Wir haben gegen diesen Unsinn vehement, aber leider erfolglos protestiert", sagte (TSV-Sprecher Heiner) Bock. Unbeeindruckt ließ Muschinski den guten 2:10,92 Minuten über 800 Meter erst die Dopingkontrolle und dann eine starke Weitsprungleistung (5,42 Meter) sowie herausragende 11,91 Sekunden über 100 Meter folgen."
Der so Gelobte verzichtete nach dem Ergebnis der A-Probe gegenüber dem DLV auf die Öffnung der B-Probe. Er ist suspendiert, und ihn erwartet eine zweijährige Sperre. Sein Team vom Ahrensburger TSV verliert die bei der DAMM errungene und öffentlich so gefeierte M50-Silbermedaille und angesichts des Hinweises auf der Webseite seines Vereins, wonach Muschinski "erfolgreichster ATSV-Senior des letzten Jahrzehnts" war, stellt sich spontan die Frage ein, seit wann der Schleswig-Holsteiner eigentlich die verbotenen Mittel genommen und sich deshalb unfair verhalten hat.
(05.11.04)


Marathonanfänger: Jetzt gilt’s

Manfred Steffny - der Marathon-Papst in Deutschland veröffentlicht in der neuesten Ausgabe des Laufmagazins "Spiridon" Tipps für Marathon-Neulinge. Zentraler Punkt: Wer 2005 erstmals einen Marathon laufen will, sollte mindestens drei Jahre Lauferfahrung haben und trotz fallendem Laub, früher Dunkelheit und Novemberstürmen unverzüglich das Training beginnen. Steffnys Beitrag paßt genau in die Jahreszeit, um sich - als Anfänger - auf die Laufsaison 2005 und insbesondere auf Marathonläufe seriös vorzubereiten. Sein legendäres Buch "Marathontraining" hat er schon Ende der 70-Jahre - und seitdem in vielfacher und verbesserter Auflage - herausgegeben. Generationen von Marathonläufern haben das zu ihrer "Bibel" auserkoren. Mehr... (05.11.04)


Deutsch nun zweite EVAA-Sprache

Ab sofort wird die deutsche Sprache die zweite "Position" rangmäßig einnehmen, wenn es um Veröffentlichungen, Schriftverkehr, Ansprachen innerhalb des Europäischen Senioren-Leichtathletik-Verbandes (EVAA) geht. Das hat nun das EVAA-Council entschieden, da Anfragen eine Klärung erforderlich machten. Entgegen der IAAF-Regelung, wo Englisch und Französisch gemeinsam die offizielle Amtssprache sind, wird bisher in der EVAA nur Englisch als "Amtssprache" geführt.
In allen Publikationen (z.B. Ausschreibungen, Teilnehmerbücher) wird mit Englisch begonnen, dann folgt künftig Deutsch und als dritte Sprache dann die Landessprache des jeweiligen Ausrichters.
Erstmals wurde dieses Verfahren bei den Ausschreibungen jetzt bei den Hallen-EM in Eskistuna praktiziert und es wird seine Fortsetzung in Vila Real de Santo Antonio und 2006 in Poznan finden.
Mit der neuen Regelung trägt das EVAA-Council den seit Anbeginn hohen Teilnehmerzahlen aus Deutschland bei den Europameisterschaften der Senioren Rechnung.
( Quelle: www.leichtathletik.de 05.11.04)


35 ! New-York-City-Marathon erreicht am Sonntag das Mastersalter

Als Spektakel mit den Elitenläufern Paula Radcliffe, Margaret Okayo, Deena Kastor, Timothy Cherigat, Mebrahtom Keflezighi und Bob Kennedy wird der diesjährige New York-Marathon angekündigt, der am kommenden Sonntag zum 35. Mal stattfindet. Was die Spitzenzeiten angeht, gehörte das Rennen von der Verrazano Narrows Bridge im Süden der Weltstadt bis zum Central Park nahe des legendären New York Plaza Hotel zuletzt so gut wie nie zu den besten der Welt. Doch bewertet man das Spektakel, die Zuschauer und die Teilnehmerzahlen, so ist der New-York-Marathon der Marathon schlechthin.
Der Klassiker, einst vom legendären Fred Lebow ins Leben gerufen, dessen Denkmal kurz vor dem Ziel im Central Park steht, findet inzwischen zum 35. Mal statt. Und es ist dieser Lauf, der der Trendsetter war für die Entwicklung der großen internationalen City-Marathonrennen.
Gemeldet haben in diesem Jahr 36.000 Starter, also dieselbe Anzahl wie vor Jahresfrist, als schließlich 34.729 das Ziel erreichten. Ein Drittel der 36.000 sind Frauen. Darunter sind eine ganze Anzahl aussichtsreicher Mastersläufer wie die US-Amerikanerinnen Jenny Crain (F 16, *1968) und Sylvia Mosqueda (F 10, *1966), die Australierin Kerryn McCann ( F12, *1967),sowie die 36jährige Ludmila Petrova (F 4,*1968 ) aus Russland und die gleichaltrige Deutsche Luminita Zajtuc (F 14, *1968), die im September eine neue Halbmarathon-Bestzeit für sich aufstellte und gute Chancen auf einen der vorderen Plätze hat, wenn sie die Strapazen des Hitze-Marathon von Athen verdaut hat. Bei den Männern gehen in der Eliteklasse die Mastersläufer John Kagwe (Kenia, Startnummer 9, * 1969), der Marokkaner El-Arbi Khattabi (Startnummer 10, * 1967) aussichtsreich in das Rennen
Rekordzeiten wird es auf der welligen und daher schwierig zu laufenden New Yorker Strecke wohl auch 2004 nicht geben. Dreimal hatte hier einst Grete Waitz den Marathon-Weltrekord der Frauen verbessert. Die Norwegerin lief von 1978 bis 1980 zunächst 2:32:29, dann 2:27:32 und schließlich 2:25:41 und gewann das Rennen insgesamt neun Mal. Mehr Informationen auf der Webseite des SCC Berlin...
(04.11.04)


EM in Århus: Resultate und mehr

Bereits rund knapp drei Monate nach der Schlussfeier verschicken die Organisatoren der Stadion-EM in Århus in diesen Tagen die gedruckte Ergebnisbroschüre. Auf ihrer Webseite sind inzwischen alle Ergebnisse dieser erfolgreichen Meisterschaften neu zusammengestellt und können nach Alter, Geschlecht, Land, Wettbewerb ausgewertet werden. Das Programm ermöglicht auch den Ausdruck der Teilnahmeurkunden.
Erfreulich aus deutscher Sicht ist der zusammen gestellte "endgültige Medaillenspiegel", der 34 Nationen auflistet, vorn das deutsche Team mit exakt 500 Gold-, Silber und Bronzemedaillen und Kroatien mit einer Bronzemedaille am Ende. Bei einem Besuch auf der Webseite lohnt übrigens auch ein Klick auf die tollen Fotos vom letzten Wettkampftag.
Einmal mehr haben die dänischen Organisatoren der EM in Århus mit ihrem online-Service unter Beweis gestellt, dass sie würdige Gastgeber und große Organisatoren waren. Inzwischen bewerben sich die Dänen - neben dem finnischen Lahti - für die Ausrichtung der übernächsten Masters-WM 2009.
(01.11.04)


Wort zum Montag:
Leichtathleten des Jahres

Hallo,
im allgemeinen LA-Forum diskutiere ich gerade über die "Wahl der Leichtathleten des Jahres". Besserwisser-Uli und andere widersprechen meinem Vorschlag, auch Mastersathleten dafür zu nominieren. Dabei denke ich zB an die sportbegeisterten USA, wo im Frühjahr Phil Raschker für den "James E. Sullivan Memorial Award" des Amateursportverbands der USA (AAU) nominiert wurde und es unter die letzten 5 Topathleten schaffte; der Award ist so etwas wie der "Sportler des Jahres" in den USA. Die IAAF hat in Monaco Guido Müller als "Best Master of the year" geehrt. Nur hierzulande spielen die Seniorinnen und Senioren bei derlei Auszeichnungen keine Rolle.
Warum eigentlich ?
Annette
(01.11.04)


30 Jahre Lauftreff jetzt als CD

Rechtzeitig zum kürzlichen 30-jährigen Jubiläum in Hanau ist die CD zur Geschichte der LAUF-TREFF-Bewegung fertig geworden. Einen Probelauf gab es bereits im Frühjahr diesen Jahres, als bei der LAUF-TREFF-Warte-Tagung in Hamburg Karl Nagel, DLV-LAUF-TREFF-Beauftragter, die Landesvertreter mit seinem "Werk" überraschte und erfreute.
Karl Nagel hat in der Zwischenzeit weitere Anregungen und Informationen eingebaut, hat die Zusammenarbeit des DLV mit dem Deutschen Sportbund (DSB) gewürdigt, hat die parallel verlaufene Entwicklung in der Laufbewegung im DVfL hinzugefügt und eine CD geschaffen, die einen guten Überblick über diese in der Welt einmalige Aktion gibt.
Namen wie Enzio Busche, Dr. Hans Axmann und Karl-Heinz Marchlowitz fehlen genauso wenig wie Heinrich Clausen, Klaus Weidt oder Prof. Manfred Steinbach. Namen, die unverwechselbar mit der LAUF-TREFF-Geschichte und Laufbewegung verbunden sind.
Auch die neuen Trends und die neue Entwicklung hat Karl Nagel auf die CD gebracht. Neuigkeiten also, die den LAUF-TREFF selbst im 30. Jahr immer noch aktuell erscheinen lassen. Dazu gehören auch die Entwicklungen, die maßgeblich durch Walking und Nordic-Walking erreicht wurden.
Mehr als die Hälfte der mittlerweile 3.507 Treffs (Stand: September 2004) in Deutschland bieten Walking an und zeigen, dass und wie in den Treffs auf Neuerungen und Trends reagiert wird. Mit diesen 3.507 Treffs hat die Entwicklung einen Höchststand erreicht, der von Monat zu Monat noch gesteigert wird und dokumentiert, dass die LAUF-TREFF-Geschichte zu einer "Unendlichen Geschichte" wird. Mehr .
(Quelle: leichtathletik.de 31.10.04)


Johnny Kelley (1907 - 2004) – zum Tod einer Lauf-Legende

61 Mal als Läufer beim Boston Marathon dabei - 58 Mal im ZielJohnny Kelley war die Legende des Boston-Marathons schlechthin. 61 Mal – ein bis heute unerreichter Rekord – war er den Klassiker von Hopkinton nach Boston gelaufen, zweimal hatte er dabei gewonnen: 1935 und 1945. Am 8. Oktober verstarb Johnny Kelley im Alter von 97 Jahren in der Nähe von Boston.
„Laufen ist ein Teil des Lebens für mich, das gehört genauso dazu wie das Zähneputzen“, hat Johnny Kelley einmal gesagt. „Wenn ich einmal ein paar Tage lang nicht laufen kann, dann fühle ich mich, als wenn man mir etwas gestohlen hat.“
Johnny Kelley wurde zu einem Symbol des Laufsports und zu einem Synonym für den Boston-Marathon. Als 84-Jähriger lief er 1992 zum letzten Mal den Klassiker, damals war er nach knapp sechs Stunden im Ziel. In den Jahren danach fuhr Johnny Kelley im offenen Wagen über die Strecke und wurde gefeiert. Vor vier Jahren wurde er von der Zeitschrift „Runner’s World“ zum ,Läufer des Jahrhunderts’ erkoren. Am legendären Heartbreak Hill auf der Route des Boston-Marathons steht eine Statue von Johnny Kelley. Mehr...
(Quelle: www.real-berlin-marathon.com, 31.10.04)


IAAF-WM 2009:
Brüssel zieht überraschend Kandidatur zurück - Berlin nun Favorit

Das belgische Brüssel hat überraschend seine Bewerbung für die Ausrichtung der WM 2009 des Weltverbandes IAAF zurückgezogen. Während damit Berlin zum großen Favoriten bei der Vergabe der Weltmeisterschaften wird, für die sich neben der Hauptstadt noch Spilt und Valencia bewerben, versucht der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) fast krampfhaft zu erklären, dass die Stadt kein Favorit ist. „Es besteht kein Anlass zu früher Euphorie“, sagt der DLV-Präsident Clemens Prokop. Doch eigentlich ist das Gegenteil der Fall: Es kann nach dem Verzicht Brüssels fast nichts mehr schief gehen. Die Belgier galten als schärfste Rivalen.
Unter den Konkurrenten gilt Split als chancenlos, und Valencia hat das Manko, dass erst 1999 eine WM in Spanien stattfand. Das Council des internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF) wird während der Sitzung am 4. und 5. Dezember in Helsinki über den Austragungsort abstimmen. Mehr...
(30.10.04)


DLV korrigiert Staffel-Tippfehler in Hallen EM-Ausschreibung

In der schriftlichen DLV-Information zu den 5. Hallen Europameisterschaften der Senioren in Eskilstuna (Schweden) vom 10. bis 13. März 2005 hat sich ein kleiner Tippfehler eingeschlichen. Wer aber weiß, wie begehrt die DLV-Staffelplätze bei internationalen Meisterschaften sind, wird die jetzt erfolgte Richtigstellung des DLV begrüßen. Denn der Fehler betrifft die Staffelteilnahme. Im DLV-Infobrief muss es auf Seite drei bei den Bedingungen zu einer Staffelteilnahme korrekt heißen: „Die Qualifikation zur Teilnahme an einer Staffel erfolgt nach den erzielten Zeiten bei Teilnahme über 200 Meter. (...) es wird empfohlen, auch über 200 Meter zu starten.“
Irrtümlicherweise war dort bisher "60 Meter" angegeben. Der DLV-Infobrief ist inzwischen in korrigierter Fassung (pdf) ins Internet gestellt worden. Meldeschluss für die EM beim DLV ist bereits der 15. Dezember 2004.
(Quelle: leichtathletik.de 29.10.04)


UNO: 2005 Jahr des Sports und der Leibeserziehung

2005 ist von den Vereinten Nationen zum "Jahr des Sports und der Leibeserziehung" ausgerufen worden. In Deutschland ist das Bundesinnenministerium nationaler Ansprechpartner. Die Sportorganisationen sind nun aufgerufen, bis Ende Oktober Projekte beim Bundesinnenministerium einzureichen. Ute Vogt, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister des Innern, beschreibt im DSB-Interview Schwerpunkte und das weitere Vorgehen in Deutschland.
Das BMI hat die Federführung für das UNO Jahr des Sports und der Leibeserziehung übernommen. Welche Schwerpunkte sehen Sie für 2005 in Deutschland?
Ute Vogt:
Das Bundesinnenministerium begrüßt die Ausrufung des VN-Jahrs und wird sich daran aktiv beteiligen. Neben dem Bund sind besonders der Sport und die Länder aufgerufen, sich mit zahlreichen Projekten zu beteiligen. Wir haben die Rolle des nationalen Ansprechpartners übernommen.
In einem ersten Round-Table im BMI wurden aus den Bereichen Bund, Länder und Sport rund 30 nationale oder internationale Sportbegegnungen oder Veranstaltungen (wie z.B. Tagungen, Symposien, Workshops) vorgeschlagen, die folgende inhaltlichen Schwerpunkte erkennen lassen:
* Sport als Mittel zur Förderung der Bildung und Gesundheit
* Sport als Mittel zur Förderung der Entwicklung, Völkerverständigung und des Friedens
* Sauberer Sport
* Sport als Mittel zur Förderung der sozialen Integration und der Gleichstellung
Damit ist ein erster Rahmen für das Internationale Jahr des Sports und der Leibeserziehung 2005 in Deutschland festgelegt, der in den kommenden Wochen noch weiter angefüllt werden muss. Gemeinsam mit Polen haben wir ein Kolloquium über die sportpolitischen Erwartungen der neuen EU-Länder, koordiniert durch Polen und die Erfahrungen der „alten“ EU-Staaten - nach Abstimmung zwischen Deutschland und Frankreich - vereinbart. Ein Abstimmungsgespräch wird am 24. November in Warschau stattfinden. Die Veranstaltung eines deutsch-schweizerischen Symposiums durch das Bundesinnenministerium mit dem Bundesinstitut für Sportwissenschaften wird noch geprüft.
Wie sieht das Vorgehen aus? Welches sind die nächsten Schritte, die geplant und durchgeführt werden müssen?
Ute Vogt
: Dem ersten Round-Table zur Festlegung der Projekte soll im November 2004 ein weiterer folgen, um das Gesamtprogramm im vorgesehenen Rahmen zu konsolidieren. Hierzu wurden alle Beteiligten aufgerufen, geeignete Projekte bis Ende Oktober zu melden. Da die Vereinten Nationen das VN-Jahr nicht finanziell unterstützen können, ist es für die Projektverantwortlichen wichtig, Sponsoren für die geplanten Veranstaltungen zu finden.
Welche Institutionen und Organisationen beteiligen sich in Deutschland am UNO-Jahr?
Ute Vogt:
An dem VN-Jahr beteiligen sich neben dem Bund und Bundesländern auch die Organisationen des Sports, wie DSB, DBS und DSJ und der Weltrat für Sportwissenschaft und Leibes-/Körpererziehung. Auch der Sonderberater des VN-Generalsekretärs für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden, Adolf Ogi, wird an besonderen Veranstaltungen teilnehmen.
Wie hoch sind die finanziellen Mittel, die das BMI für das UNO-Jahr 2005 bereitstellen kann?
Ute Vogt:
In Anbetracht der momentanen Haushaltssituation und der Kürzungen in allen Bereichen sehe ich derzeit keine zusätzlichen finanziellen Mittel für das VN-Jahr. Jeder Euro, den wir dem VN-Jahr geben würden, müsste einem anderen sportlichen Zweck „entwendet“ werden. Allerdings weiß ich, dass es im parlamentarischen Raum Bestrebungen gibt, das VN-Jahr auch finanziell zu unterstützen. Auf alle Fälle werden wir gemeinsam dieses Jahr nutzen, um wichtige Vorhaben und Veranstaltungen unter dem Label des VN-Jahres besonders zur Geltung zu bringen.
(Quelle. DSB, 28.10.04)


30 Jahre Lauftreffs: Oasen unverkrampfter Bewegungskultur

„Ein Schlauer trimmt die Ausdauer.“ So lautete die Werbebotschaft, mit der der Deutsche Sportbund (DSB) vor 30 Jahren im Zuge der Trimmbewegung zum Volkslaufen aufrief. Im März 1974 fiel der Startschuss für die Lauftreffs in Dortmund. Heute zählt der Deutsche Leichtathletik Verband (DLV), Statthalter der Laufbewegung, an 3.517 Orten Lauf-, Walking- und Nordic-Walking-Treffs.
Knapp 200.000 Aktive sind dort wöchentlich auf den Beinen. Der moderne Lauftreff zählt bis zu neun Gruppen plus Walkinggruppen, die pro Stunde fünf, sechs und sieben Kilometer gehen. 80 Prozent der Walking-Klientel sind Frauen und Aktive gesetzten Alters. Mehr... (
28.10.04)


Neues DLV-Präsidium mit oder ohne Massin ?

Was macht Dieter Massin ? Der erfolgreiche DLV-Vizepräsident schweigt auf die Frage nach seiner Zukunft im Präsidum des DLV, dem er seit Jahren angehört und das im kommenden April neu gewählt wird. Keine Frage: Die DLV-Senioren wollen, dass er auf der Kommandobrücke bleibt. Aber angesichts der hartnäckigen Ignoranz der DLV-Spitze und ihrer Granden in vielen Landesverbänden in Sachen Senioren-Wettkampfsport wäre es keine wirkliche Überraschung, würde sich der Westfale künftig auf seine Aufgaben als Präsident der Europäischen Seniorenleichtathletikverbandes, auf das Präsidium des Weltverbandes WMA und seine Seniorenarbeit in der IAAF konzentrieren und seinen Platz im DLV-Präsidium räumen. International schätzt man nämlich seine zielführenden Leistungen und Initiativen. Längst ist er deshalb zu einem Ernst genommenen Gesprächspartner für die Spitzen von IAAF und EAA geworden. Fast schon legendär ist das auf Massin zurückgehende Motto von IAAF-Präsident Lamine in Sindelfingen: "We are one family !"
Und zuletzt bei der EAA-Konferenz im estnischen Tallinn war zu sehen, wie EAA-Präsident Hansjörg Wirz den Ahlener beiseite nahm und persönlich mit dem Gastgeber und Präsidenten des estnischen Leichtathletikverbandes Neinar Seli bekannt machte. Auch der kannte längst die Erfolge des Mannes aus Ahlen, hatte Seli doch als aktiver 44jähriger Mastersathlet an der Hallen-WM in Sindelfingen teilgenommen und ganz heimlich, aber überzeugend den Hammerwinterwurf seiner Altersklasse M40 mit sehr guten 49,74 m gewonnen.
Wenn Massin jetzt müde von den vielfältigen Auseinandersetzungen mit DLV-Apparat und -Funktionären wirklich den Bettel hinwürfe, stellt sich allerdings die Frage, was der DLV eigentlich ohne Massin mit "seinen Senioren" machen will ? Nichts Gutes darf man erwarten. Denn bisher hat sich dem Deutschen Leichtathletikverband die Bedeutung seiner Seniorenleichtathletik ganz offensichtlich nicht erschlossen. Das zeigen unmotivierte Absagen internationaler Großveranstaltungen wie die Europameisterschaften in Halle und Erfurt ebenso wie DLV-Landesgrößen, beispielsweise die Niedersächsische Präsidentin Rita Girschikofsky, der die peinlich wirkende Aussage zugeschrieben wird, "Leichtathleten über 50 kommen bei mir nicht auf die Bahn". Die richtige Antwort auf derlei Einfalt hat übrigens jüngst die IAAF gegeben, als sie den 66jährigen Guido Müller als "Masters-Athlet of the Year"
auszeichnete - ein Ereignis, dem die DLV-Spitze mit unhöflicher Nichtbeachtung begegnete.
Was also wird den Seniorenwettkämpfern angesichts dieses inhaltlich schwächelnden DLV bleiben ? Die Antwort lautet konzentriert, knapp, kurz und klar: Hört Massin auf, wird vieles für die Senioren im DLV schlechter, und dann werden sie eben ihren eigenen Verband gründen müssen, so wie es die Finnen und Briten längst erfolgreich vorgemacht haben. (Hannsheinz Noffke 25.10.04)
Update - Email von Rita Girschifkofsky vom 04.11.04:
Hallo Frau Koop,
ich verwahre mich gegen die Aussage - dass Menschen über 50 nicht auf die Bahn gehören. Habe ich 1. nie gesagt - ist 2. auch nicht meine Auffassung. Wenn solche Aussagen veröffentlicht werden sollte richtig recherchiert werden.
Mit freundlichen Grüßen
Rita Girschikofsky
(04.11.04)


Deutsche Hallen- und Winterwurfmeisterschaften 2005 in Düsseldorf

Die Suche ist zu Ende. Der letzte noch fehlende Austragungsort einer Senioren-Hallenmeisterschaft im kommenden Jahr ist gefunden, und es wurde auch höchste Zeit. Parallel dazu werden auch die Winterwurfmeisterschaften veranstaltet, so dass erneut den Seniorinnen und Senioren ein "Rundum-Paket" angeboten werden kann. DLV-Vize Dieter Massin konnte sich offenbar auf das Engagement von LVN-Präsident Franz-Josef Probst verlassen, mit dem er die Ausrichterfrage schon bei der letzten DM I in Kevelaer besprochen hatte.
Es finden zwar noch letzte Abstimmungsgespräche zwischen dem Landesverband Nordrhein des DLV (LVN) und der Stadt Düsseldorf statt. Aber der LVN will die Hallen- und Winterwurf -Meisterschaften im kommenden Februar - vorgesehen sind sie laut Rahmenterminplan am 26./27.02. - in und neben der neuen Leichtathletik-Halle austragen. Sie liegt im Arena-Sportpark direkt am (ehemaligen) Rheinstadion. Hier meine Hilfen zur Hotelsuche in Düsseldorf mit expedia.de, hotel.de und hrs.de.
(23.10.04)


Hallen-EM: Ausschreibungen jetzt online und per Post erhältlich

Ab sofort können die Ausschreibungsunterlagen zu den 5. Hallen Europameisterschaften der Senioren im schwedischen Eskilstuna vom 10. - 13. März 2005 angefordert werden. Die Ausschreibungen können auch direkt hier bzw. über die DLV-Webseite abgerufen werden:
Anmeldeformular (pdf)
Bestellformular DLV-Bekleidung (pdf)
DLV-Infobrief (pdf)
Vorläufiger Zeitplan (pdf)
Ausschreibungen zu den 5. Hallen-Europameisterschaften der Senioren und Seniorinnen werden bei Zusendung eines mit 1,44 € (Brief) frankierten DIN A4-Rückumschlages an den DLV zugeschickt.
Die Adresse:
Deutscher Leichtathletik-Verband
Hallen-EM der Senioren in Eskilstuna
Postfach 10 04 63
64204 Darmstadt
Der Meldeschluss beim DLV ist übrigens bereits am 15. Dezember 2004. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der Veranstalter.
(21.10.04)


Usedom: Norddeutsche Crossmeisterschaften auf der EM-Strecke

Rund einen Monat vor der Cross-Europameisterschaft in Heringsdorf auf der Insel Usedom proben die Organisatoren am ersten Novemberwochenende den Ernstfall. Die Norddeutschen Crossmeisterschaften 2004 finden am 6. November sehr reizvoll auf der EM-Strecke statt und zwar- wie es in der Ausschreibung (pdf) heißt - "hinter der Feuerwehr zwischen den Seebädern Bansin und Heringsdorf an der B 110". Zwei Entscheidungen für die Mastersläufer werden durchgeführt: Um 12.45 Uhr starten die Seniorinnen über 4000m in den Altersklassen W35, 40, 45, 50 sowie "55 und älter". 6000m lang ist die Crossstrecke für die Senioren der Altersklassen M 40 - 65, die um 13.50 Uhr starten. Meldungen sind bis zum 26.10. beim DLV-Landesverband vorzunehmen. (21.10.04, update 01.11.04: Meldungen; update 07.11.04: Resultate)


Seniorentagung 04 im DLV-Landesverband Nordrhein

Der DLV-Leichtathletik-Landesverband Nordrhein e.V. lädt alle Senioren des Verbandes zur diesjährigen Seniorentagung ein. Sie findet am Montag, dem 15. November 2004 um 19.00 Uhr im Vereinsheim „Am Kaarster See“statt. Die Anmeldung erfolgt über die Geschäftsstelle des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein, Postfach 10 09 64, 47009 Duisburg, E-Mail: lvnordrhein@lvn-sport.de oder per Telefon 0203 / 73 81 – 641. Hier die Tagesordnung des Treffens. (21.10.04)


Deutsche Ultraläufer auf Sizilien erfolgreich

Mit dem Palermo-Supermarathon über 50 Kilometer am vergangenen Sonntag, 17. Oktober, wurde erstmals eine European Challenge über die kürzeste Meisterschaftsdistanz im Ultramarathonlauf ausgetragen. Der Einladung der IAU folgten sieben Verbände mit ihren Athleten. Zusammen mit den offen gemeldeten Teilnehmern waren so über 100 Aktive am Start.
Auch der DLV entsandte mit Birgit Schönherr-Hölscher (*1968, PV Triathlon Witten), Simone Stöppler (*1964, SSC Hanau-Rodenbach) und Carmen Hildebrand (*1969, SSC Hanau-Rodenbach) sowie Dr. Thomas Miksch (*1962, TV Jahn Kempten), DUV-50 km-Meister Jochen Kümpel (*1966, LG Kreis Ahrweiler) und Volkmar Mühl (*1958, SSC Hanau-Rodenbach) zwei vollständige Teams.
Der Start erfolgte in Mondello, einem kleinen Vorort von Palermo, um 9 Uhr morgens bei bereits 25 Grad Celsius. Angesichts der steigenden Temperaturen sowie einer ausgesprochen profilierten Streckenführung hatten sich die deutschen Athletinnen und Athleten eine zurückhaltende Anfangstaktik auferlegt.
Jochen Kümpel erwischte dabei einen hervorragenden Tag und nahm bei Kilometer 20 eine Position in der erweiterten Spitze ein, Dr. Thomas Miksch folgte im Minutenabstand. Ganz vorne machte der 100-Kilometer-Weltcupsieger von Winschoten, Mario Ardemagni, das Tempo. Bei den Frauen lag die Britin Roslyn Alexander in Front, gefolgt von ihrer Landsmännin Danielle Sanderson sowie 100-Kilometer-Europameisterin Monica Casiraghi. Birgit Schönherr-Hölscher lag als schnellste Deutsche auf Position acht.
Jochen Kümpel erreichte bei seinem Debüt im DLV-Nationalteam schließlich einen vor dem Start nicht für möglich gehaltenen dritten Rang in 3:14:21 Stunden! Der Italiener Mario Ardemagni siegte in 3:04:32 Stunden vor dem Briten Dominic Croft (3:11:07 h). Da Dr. Thomas Miksch und Volkmar Mühl sich mit Platz sechs in 3:34:22 Stunden sowie Platz zehn in 3:39:11 Stunden ebenfalls noch unter den Top-Ten platzierten, errang das DLV-Männerteam am Ende die Silbermedaille hinter Italien vor Irland!
Bei den Frauen übernahm nach Kilometer 30 die Britin Danielle Sanderson die Führung und gewann vor Rosly Alexander und Monica Casiraghi. Birgit Schönherr-Hölscher hatte sich bereits auf Platz vier vorgearbeitet, als ihr ein höchst unglückliches Missgeschick mit einem Streckenposten, der sie falsch wies, eine zusätzliche Distanz von einem Kilometer einbrachte. Im Ziel belegte sie dennoch Platz sechs (3:51:22 h)! Unmittelbar vor ihr lief Simone Stöppler in 3:49:00 Stunden auf Platz fünf ein. Auch Carmen Hildebrand schaffte auf Platz acht mit einer Zeit von 3:53:15 Stunden noch eine hervorragende Leistung. Die DLV-Damen belegten mit ihrer bemerkenswert ausgeglichenen Mannschaftsleistung ebenfalls Platz zwei hinter Großbritannien und vor Italien!
Sicher trug die hohe Ausstiegsquote von annähernd 50 Prozent mit zum Erfolg der deutschen Athletinnen und Athleten bei. Es bestand allgemein Übereinstimmung, dass von einem „Hitzemalus“ von acht bis zehn Minuten ausgegangen werden konnte. Ob aus dieser kontinentalen Veranstaltungspremiere eine dauerhafte Einrichtung werden kann, wird abzuwarten sein, wie auch der neue IAU-Präsident Dirk Strumane (Belgien) betonte.
(Quelle: Volkmar Mühl / mh / fc auf www.leichtathletik.de, 21.10.04)


Neue DLV-Materialien für Kampfrichter

Seit einigen Tagen werden vom DLV zwei neue Ausbildungsbroschüren des Bundesausschusses Wettkampforganisation ausgeliefert, die ab sofort beim Referat Wettkampforganisation in der DLV-Geschäftsstelle in Darmstadt bestellt werden können.
Die DLV-Broschüre „Grundwissen für Kampfrichter in der Leichtathletik“ wurde überarbeitet und aktualisiert und kann als Ausgabe 2004 für 2,00 Euro pro Stück plus Versandkostenanteil angefordert werden. Von der bisherigen Ausgabe dieser Materialien zur Kampfrichterausbildung wurden rund 2.000 Stück ausgegeben. Es soll jeder neue Leichtathletik-Kampfrichter von seinem ausbildenden Kreis- oder Landesverband ein Exemplar erhalten.
Die zweite Broschüre ums Gehen ist vollständig neu. Zum Preis von 4,00 Euro pro Stück plus Versand gibt es „Die Beurteilung im sportlichen Gehen und die Organisation einer Geh-Veranstaltung“. In dieser Anleitung für Gehrichter, Offizielle, Trainer und Athleten werden alle wettkampftechnischen Aspekte des Gehsports behandelt. Dieses gesammelte Basiswissen für den Leichtathletik-Teilbereich Gehen richtet sich also eher an eine eng umgrenzte Klientel.
Bestelladresse:
Deutscher Leichtathletik-Verband
Referat Wettkampforganisation
Alsfelder Str. 27
64289 Darmstadt
Wettkampforganisation@leichtathletik.de
(www.leichtathletik.de, 20.10.04)


Hallo, Peter ! Willkommen im Netz !

Stolze 22 Welt- und 23 Europatitel nennt er sein Eigen. Bei der Europameisterschaft in Dänemark holte Peter Speckens (*1935, SV RW Schlafhorst) zweimal Silber, einmal Bronze. "Da war ich vorher verletzt", sagt der 69-Jährige fast entschuldigend. Was die Leichtathletik betrifft, kann dem Rentner aus Übach-Palenbach so schnell keiner was vormachen, aber mit dem Computer, da hakt es noch.
"Mittlerweile werden sämtliche Ergebnislisten und Bilder der Wettkämpfe im Internet veröffentlicht", erzählt der erfolgreiche Senioren-Sportler. Und während sich viele die Daten selbst aus dem Internet herunterladen, war Speckens bislang auf Hilfe angewiesen. Diesen Sommer wurde es ihm zu viel: "Da hat mich der heilige Zorn gepackt." Schnell musste Abhilfe her. Zurück in Deutschland hat er sich beim Computertraining der Aachener Zeitung angemeldet: für den Einsteigerkurs für Senioren. "Schließlich bin ich absoluter Neuling", gesteht er.
Jetzt sitzt Champion Peter Speckens konzentriert im Seminarraum mit 15 weiteren Teilnehmern. Zunächst lernen sie die Grundkomponenten wie Maus, Tastatur und PC-Anschlüsse kennen.Obwohl das für ihn absolutes Neuland ist, findet er sich schnell zurecht. "Wenn man ein bisschen Englisch kann, weiß man schnell, wofür die Escape-Taste da ist", gibt der 69-Jährige ein Beispiel.
Nach ersten Schritten in der Textverarbeitung machen die Teilnehmer dann einen Schnupperausflug ins Internet. Peter Speckens ist begeistert, auch wenn er weiß, dass ihn dieser eine Tag längst nicht zum PC-Profi macht. Zum Erfolg gehört eben auch das Training - wie beim Sport. "Zur Vertiefung will ich noch weitere Kurse belegen", hat er sich vorgenommen. Auch einen Computer will er sich anschaffen. Dass darunter sein Leichtathletik-Training nicht leiden darf, ist klar. Schließlich will er 2005 bei der Weltmeisterschaft in San Sebastian wieder auf dem Treppchen stehen.
(Quelle: Aachener Zeitung, 20.10.04)


Schlaf und Strecke - das neue Buch von Günter Herburger

Der neue Herburger ist da. Der mittlerweile 72-jährige Günter Herburger gilt als derjenige deutschsprachige Autor, der sich engagiert und profiliert seit vielen Jahren buchstäblich dem Laufen verschrieben hat. Die beiden Bände „Lauf und Wahn“ (Frankfurt 1988) sowie „Traum und Bahn“ (München 1994) geben ein reichhaltiges Textzeugnis davon ab.
Immer sind es – wie Günter Herburger selbst schreibt – lange Laufstrecken draußen unterwegs und lange Strecken drinnen am Schreibtisch, die ihm gut tun: „Liefe ich nicht, das sagte ich schon vorher, wäre ich tot. Wahrscheinlich“, hat er einmal in einem Interview erklärt. Die Läufe, von denen sein neues Buch „Schlaf und Strecke“ auf 350 Seiten und 32 Kapiteln handelt, sind in der Mehrzahl Marathonläufe oder noch länger, noch beschwerlicher, noch ungewöhnlicher, noch weiter weg, noch strapaziöser. Mehr...
Günter Herburger: Schlaf und Strecke. München: A 1 Verlag. 356 S.; ISBN 3-927743-74-7; 19,80 €.
(Quelle: Dr. Stephan Kuhlmann auf www.real-berlin-marathon.com; 20.10.04)


Norddeutsche Momente:
Präsidenten blockieren Medaillenstandards

Dass die Präsidentin des niedersächischen Leichtathletikverbandes NLV, Rita Girschikofsky, weiß Gott keine Freundin des Seniorenleichtathletik ist, hat sie bei der Tagung aller norddeutschen Senioren- und Wettkampfwarte am vergangenen Wochenende im anhaltinischen Halberstadt einmal mehr bewiesen. Dabei waren sich die Seniorenwarte nach zweitägiger Expertenberatung dort einig, künftig bei "den Norddeutschen" Meistertitel nach Medaillenstandards zu vergeben. Die Initiative kam aus Berlin und Brandenburg: Sie haben ihre Erfahrungen in einzelnen Wettbewerben mit geringen Teilnehmerzahlen bei regionalen Meisterschaften umgesetzt. In beiden Landesverbänden sind bereits Medaillenstandards eingeführt.
Betroffen von dem Problem kleiner Teilnehmerfelder sind insbesondere die Seniorinnen. Mit objektivierten Medaillenstandards könnten aber auch bei weniger als drei Startern in einem Einzelwettbewerb Meisterehren errungen werden - vorausgesetzt die erbrachten Leistungen entsprechen den Medaillenstandards ("irgendwo zwischen den Standards für Seniorenwelt- und -europameisterschaften und der deutschen Bestenliste"). Ein Experte kommentierte: "Ein längst überfälliger, guter und sinnvoller Vorschlag. Wer fährt schon gern hunderte von Kilometern zu einer Meisterschaft , wo er dann mangels Teilnehmer im Wettkampf seiner Altersklasse leer ausgeht".
Der entsprechende Beschluss scheiterte dann aber trotzdem und überraschend am Veto der zur Abschlussberatung angereisten Präsidenten der norddeutschen Landesverbände, allen voran die Präsidentin des NLVs. Medaillenstandards bei norddeutschen Meisterschaften will sie erst dann eingeführt wissen, wenn sie zugleich in allen Altersklassen kommen, also auch "bei Männern, Frauen, Junioren,
Jugendlichen und Schülern". Girschikofsky berief sich dabei auf einen angeblich vorhandenen Beschluss, ohne diesen indes vorzulegen. Für ihren niedersächsischen Landesverband "gibt es sowieso keine Medaillenstandards", ergänzte sie. Statt dessen grummelte sie etwas davon, dass DLV-Vize Dieter Massin die Medaillenstandards dem DLV-Verbandsrat vorzutragen habe, dessen Mitglieder jedoch eher irritiert gucken dürften, weil er für norddeutsche Meisterschaften wohl
nicht zuständig ist.
(Quelle: Hannsheinz Noffke, 19.10.04)


Ukrainer bei Hallen-WM in Sindelfingen gedopt

Einmal mehr ist auch die Masters-Leichtathletikszene wenig rühmlich ins Blickfeld gerückt. Laut Mitteilung der IAAF ist der ukrainische Leichtathlet Ivan Faychak für zwei Jahre gesperrt worden, nachdem er am letzten Tag der ersten Hallen-WM in Sindelfingen positiv getestet worden ist. Der 64jährige Faychak hatte sich an eben diesem Tag im Weitsprung mit dem Mainzer Uwe Sievers ein packendes Duell um die Bronzemedaille geliefert, das der Deutsche mit dem denkbar knappsten Vorsprung für sich entschied: Bei gleicher Bestweite war Sievers (*1943, USC Mainz) mit seinem zweitbesten Sprung einen einzigen Zentimeter weiter gesprungen.
Auch sonst müssen die Medaillenplätze dieser so überaus erfolgreich verlaufenen Hallen-WM nicht neu vergeben werden. Der gedopte Ukrainer, der bereits bei vielen Europameisterschaften der Senioren am Start war, belegte in Sindelfingen im Fünfkampf mit 3817 Punkten Rang 5 und trat über 60m Hürden nicht mehr zum Zwischenlauf an. Seine Resultate werden nunmehr gestrichen.
(17.10.04)


Literatur-Nobelpreisträgerin Jelinek und der Sport

Ihr Drama "Sportstück" ist ein starkes Stück über den Sport und für den Sport. Elfriede Jelinek ist die erste unter zehn Literatur-Nobelpreisträgerinnen, die sich intensiv mit dem Sport beschäftigt hat – und zwar durch und durch negativ. Zum Beispiel, wenn sie sagt: „Knochen brechen, Sehnen reißen, Adern platzen, Bänder überdehnen, überleben trotzdem irgendwie. Die menschlichen Körper beim Sport sind Pizzaschachteln oder Wegwerfbecher, zuerst sind sie schön, und dann sind sie benutzt: vernutzt.“
Jelineks Theaterstück, das sich mit dem Sport so kritisch – überkritisch auseinandersetzt, wurde zuerst im Wiener Burg-Theater aufgeführt. Da sie den Sport nicht anders behandelt als andere Lebensbereiche, muss man sich mit ihrer Meinung befassen. Das Stück liest sich wie ein Lexikon der Bösartigkeiten. Doch in vielen Beobachtungen des Sportstücks stecken sicherlich auch Ansätze zu Wahrheiten. Der Nobelpreis für die Österreicherin hat die Literaturwelt überrascht. Da sie in ihrer Heimat oft bekämpft wurde, „ist der Preis keine Blume im Knopfloch für Österreich“. Zumindest ist sie die erste Literatur-Nobelpreisträgerin, die sich in größerem Stil mit dem Sport beschäftigt. Die anderen haben das kaum getan. Weder die Schwedin Selma Lagerlöf noch die Norwegerin Sigrid Undset, weder die Italienerin Garcia Deledda noch die Chilenin Gabriela Mistral, weder die Amerikanerinnen Pearl S. Buck noch Toni Morrison, weder die Deutsche Nelly Sachs noch die Südafrikanerin Nardine Gordimer. Nur die Polin Wislawa Szymborska hat den Sport gestreift.
Elfriede Jelinek, die Zehnte im Bunde, ist oft mit ihrem Landsmann Thomas Bernhard verglichen worden, dem viele eher den Preis gegönnt hätten. Bei allem, was sie schreibt – auch über den Sport – will sie nur eines: den Skandal, der zum Nachdenken anregt.
 Vor allem ein Phänomen hat sie offensichtlich am Sport fasziniert: „Wir haben es beim Sport mit einem Massenphänomen zu tun, unter dessen Einfluss sich Menschen anders verhalten als sie es sonst tun würden.“
Doch auch im Sport schlagen bei ihr Witz und Humor durch: „Zum Zeichen, dass er als einziger ehrlich ist, läuft er haargenau so schnell wie seine Stoppuhr anzeigt.“ In einem Interview vor einiger Zeit gab sie sich moderater als in ihrem Sportstück. Sie gibt an, dass sie in ihrer Kindheit und Jugend gern Ski gelaufen ist. Sie habe eigentlich nichts gegen den Sport, „allerdings etwas gegen die Vergötzung körperlicher und die Verachtung geistiger Leistung“. Höchstleistungen in der Leichtathletik hält sie ohne Doping kam noch für möglich. Wie frei ist der Mensch, zum Beispiel im Sport? Elfriede Jelinek hegt Zweifel: „Wenn man uns einmal freilässt, gehen wir sofort in den Fitnessclub , wo wir wieder geknechtet und geknetet werden.“
(Quelle: www.dsb.de, 12.10.04)


GeezerJock: Erstes US-Magazin für Seniorensport

GeezerJock heißt das neue US-Magazin für den Seniorensport. Es gibt einen aktuellen Überblick über den ganzen US-Seniorensport, darunter ein emotionaler Report über die US-Meisterschaften der Seniorenleichtathleten Anfang August in Decatur, Illinois.
Der Name ist durchaus Programm. Schwierig zuu übersetzen, bedeutet er so etwas wie "Alter sportverrückter Knacker". Chefredakteur Sean Callahan schreibt dazu: "Ein paar halten das bestimmt für eine Beleidigung. Wir sehen das aber ganz anders. Unser Titel ist ein absolutes Kompliment. Das Nebeneinander von Alter Knacker und Sportler sagt vor allem, wie wirklich revolutionär es ist, wenn Leute über 50 immer noch surfen, Basketball oder Baseball spielen. Wir glauben einfach, dass der Name die ganze Respektlosigkeit und Unbekümmertheit derjenigen widerspiegelt, die hergebrachtes Älterwerden nicht akzeptieren."
Callahan schreibt: "Nachdem 1997 Steve Boman und ich als Redakteure bei den National Masters Games in Arizona Augenzeugen waren, wie dort 10.000 Senioren an den Start gingen, wussten wir, das ist der neue "way-of life" in Amerika, älter zu werden. Das war etwas völlig anders als Shuffleboard spielen, Einkaufszentren besuchen oder so. Anschließend haben Steve und ich, wo immer möglich, über das Phänomen geschrieben - in der Chicago Tribune, in New York Newsday und im Onlinemagazin Salon.com. Naja, dabei haben wir damit angefangen, die Aktiven Geezerjocks zu nennen. Und als wir die Persönlichkeiten dieser Bewegung besser kennenlernten - Kathy Jager in der Leichtathletik, Charlie Brwon im Basketball und Mel Goldstein im Schwimmen, um nur drei zu nennen - wussten wir, dass wir diese Leute - wo immer möglich - feiern und hochleben lassen wollten."
Nach mehrjähriger Planung ist die erste gedruckte Ausgabe von GeezerJock jetzt erschienen; die nächste soll im Januar 2005 auf den Markt kommen. GeezerJock ist auch online erhältlich.
Auch in Deutschland zeichnet sich zaghaft eine neue Entwicklung ab. Denn die Lücke ist offenkundig. Nach dem plötzlichen Tod von Gründer und Herausgeber Erwin Kollmar ist die Seniorensportpostille LSW nicht wieder auf die Beine gekommen. Das LSW-Nachfolgeprojekt ist in seiner gedruckten Version seit dem Frühsommer nicht mehr erschienen und verliert sich auch online zunehmend in exotischen, wenn auch bisweilen flott getexteten Wurfdisziplinen von Shokorama bis Steinstoßen. Die großen Laufzeitschriften genießen zwar die Senioren als zahlungskräftige Kunden, widmen ihnen aber wenn, nur Laufberichte. Und trotz allen Einsatzes von Jörg Reckemeier gibt das zudem nicht sehr verbreitete und außerdem nicht billige DLV-Organ "Leichtathletik" dem Seniorensport keinen wirklichen Raum. Aber innerhalb der Senioren-Leichtathletikszene gibt es in diesen Wochen aktuelle Gespräche und damit Bewegung für ein gedrucktes Seniorensportmagazin. Das sportartübergreifende GeezerJock aus den USA ist dabei ein mögliches Vorbild.
(11.10.04)


Aufgalopp 27. November: DM-Cross in Bremen

Im Winter 2003/2004 wurden keine deutschen Cross-Meisterschaften ausgetragen, weil die DM 2003 bereits im Frühjahr war und die DM 2004 auf Beschluss des DLV wieder - wie schon von 1996 bis 2000 - in den Herbst gelegt wird. Nach so langer Zeit ohne nationale Titelkämpfe warten die Cross-Spezialisten in Deutschland schon gespannt auf die Meisterschaften am 27. November in Bremen.
Die Rennen auf der Galopprennbahn der Hansestadt sind für die Leistungsklasse auch direkte Qualifikation für die Crosslauf-Europameisterschaft zwei Wochen später in Heringsdorf auf Usedom, der ersten Querfeldein-EM in Deutschland.
Der Bremer Leichtathletik-Verband hat als Ausrichter vielfältige Anstrengungen unternommen um den Crossläufern auf dem etwa zwei Kilometer langen Rundkurs im Stadtteil Neue Vahreine optimale Meisterschaft zu bieten. Details gibt es auf der Internet-Seite www.leichtathletik-in-bremen.de.
Das Programm beinhaltet elf Meisterschaftsrennen aller Altersgruppen. Als erste gehen am Samstagmorgen um 10.00 Uhr die Seniorinnen, leider wieder einmal gemischt mit den älteren Seniorenläufer ab M 60, über drei Runden á 5,7 Kilometer an den Start; es folgen 35 Minuten später die Senioren M50/55 und um 11.10 Uhr die Altersklassen M 40/45. Den Abschluss bildet wie immer die Langstrecke der Männer (10,5 km), die um 15.10 Uhr gestartet wird. Für die Herren der Schöpfung wird auch eine Mittelstrecke über 3,7 km angeboten. Wie bei den Cross-Meisterschaften 2001 und 2002 in Regensburg wird es auch in Bremen nur für die Männer ein Angebot für zwei Strecken geben. Alle anderen, auch die Mastersklassen, ermitteln ihre Crossmeister nur noch auf einer Strecke. Meldeschluss für einen Start bei den deutschen Crossmeisterschaften 2004 ist am 9. November über den jeweiligen Landesverband. Teilnahmeberechtigt sind alle Startpass-Inhaber ohne irgendwelche Qualifikationsnormen.
(Quelle: leichtathletik.de; 08.10.04)


Leidenschaft Zehnkampf
Thorsten Dauth kann mit 36 noch nicht von seinem Sport lassen

Um die deutsche Leichtathletik ist es derzeit nicht gut bestellt.Das haben nicht zuletzt die Olympischen Spiele im zurückliegenden Sommer in Athen gezeigt. Falls es noch eines weiteren Beweises bedurft hätte, so hat ihn zuletzt der Karbener Thorsten Dauth geliefert. Bei der deutschen Meisterschaft im Zehnkampf im bayrischen Vaterstetten belegte der 36-Jährige vor kurzem ohne große Vorbereitung den neunten Platz. Für die Mehrkampfmeisterschaft qualifiziert hatte sich Dauth durch den Titelgewinn bei der Europameisterschaft im Zehnkampf in der Seniorenklasse Mitte Juli im dänischen Aarhus.
Von langer Hand geplant war das Comeback des ehemaligen Zehnkämpfers, Olympiateilnehmer in Barcelona 1992, nicht. "Die Teilnahme war eigentlich eine Schnapsidee", sagt Dauth. Ein befreundeter Zehnkämpfer aus alten Tagen hatte bei der Hallen-Weltmeisterschaft der Senioren im Februar in Sindelfingen teilgenommen und dort überraschend gut abgeschnitten. Da Dauth sich als Torhüter und Spielertrainer des Fußball-Bezirksoberligisten TSF Usingen sportlich nicht ausgelastet fühlte, beschloss er, noch einmal für einen großen Wettkampf zu trainieren. Eigentlich hatte das sportliche Multitalent, früher auch Oberliga-Torhüter bei Kickers Offenbach und dem KSV Klein-Karben, seine internationale Karriere als Leichtathlet vor zwei Jahren beendet und sich noch als Bremser und Anschieber für diverse Bobpiloten verdingt. "Aber ich kann einfach nicht ohne Sport leben", sagt Dauth. Maximal zwei oder drei Mal pro Woche bereitete sich der Karbener, der derzeit auch eine Leichtathletikgruppe beim TV Bad Vilbel betreut, auf seinen ersten Zehnkampf seit 1996 vor. "Die meiste Zeit habe ich nur Tempoläufe absolviert, denn wenn die Schnelligkeit kommt, hilft das in vielen Disziplinen schon sehr", sagt der 2,02 Meter große Athlet.
In Aarhus holte Dauth dann mit 7013 Punkten den Titel. Wenig Probleme bereiteten ihm dabei die 100 Meter und die Wurfdisziplinen. "Die Leistungen bei Kugel und Speer sind immer noch abrufbar", so Dauth. Auch beim Stabhochsprung könne viel durch Erfahrung wett gemacht werden. "Man nimmt halt einfach einen Stab, der sich etwas leichter biegen lässt." Sein Alter am meisten gemerkt habe er über 400 und 1500 Meter sowie bei den Sprungdisziplinen. "Da fehlt es mittlerweile einfach", so Dauth. Der Auftritt bei den nationalen Titelkämpfen sorgte dann zunächst für reichlich Verwunderung bei den jüngeren Teilnehmern gesorgt. "Viele haben gefragt: 'Was machst denn du hier und warum tust du dir die Quälerei nochmal an?'" Aber Dauth hatte sich im Vergleich zum Wettkampf in Aarhus in allen zehn Disziplinen verbessern können und am Ende mit 7007 Punkten den Respekt der jungen Kollegen sicher.
Als Fazit sieht aber auch Dauth, dass der Zehnkampf in Deutschland nicht mehr die Qualität von einst hat: "Früher hätte man für einen neunten Platz bestimmt 7500 Punkte gebraucht." Ob der erneute Ausflug ins Zehnkampfmetier einmalig war, weiß der Familienvater noch nicht: "Ich sage niemals nie, das lasse ich wie immer offen."Es würde aber nicht überraschen, denn Dauth auch 2005 wieder anträte.
( Quelle: Oliver Teutsch in FR, 06.10.04)


Drechsler auf Tahiti: Urlaubsweitsprung

Als „Urlaubsweitspringen“ hatte die von der Leichtathletik-Bühne abtretende zweifache Olympiasiegerin Heike Drechsler ihren letzten Wettkampf auf Tahiti bezeichnet. Doch die Leistung war jetzt noch einmal aller Ehren wert. 6,49 Meter wurden für die 39-jährige Karlsruherin auf der Südseeinsel gemessen, zehn Zentimeter mehr als bei ihrer bisherigen Saisonbestleistung.
"Ich hätte mir keinen schöneren Rahmen für meinen letzten offiziellen Sprung unter freiem Himmel vorstellen können", sagte die zweimalige Olympiasiegerin,, die mit dem Sprung ihre Saisonbestmarke um zehn Zentimeter übertraf. "Mit meiner Leistung zum Abschluss der Saison kann ich ganz zufrieden sein."
Nach fast 30 Wettkampfjahren will die gebürtige Thüringerin bei einem "Jux-Springen" im Frühjahr 2005 mit vielen Wegbegleitern ein zünftiges Abschiedsfest feiern. Für die Olympischen Spiele in Athen hatte sich Heike Drechsler nicht mehr in Form bringen können. Am 16. Dezember feiert die herausragende Weitspringerin der 90er Jahre, die schon als 19-Jährige erstmals Weltmeisterin wurde, ihren 40. Geburtstag.
(Quelle: www.leichtathletik.de; 04.10.04)


Linz plant Masters Indoor Challenge

Percy Hirsch, Meeting-Manager in Linz und erfolgreicher Repräsentant in Sindelfingen für die Kandidatur der Indoor-WM 2006, plant für das kommende Jahr eine "Schnupperveranstaltung" für Senioren in der neuen Linzer "Intersport-Arena". Eine gelungene Idee, die Linzer Halle ein Jahr vor der WM den Senioren näher zu bringen.
Für das Wochenende 12. und 13. Februar 2005 plant Percy Hirsch den "Masters Indoor Challenge", mit dem er gleichzeitig auch schon einmal den österreichischen Kampfrichtern und Organisatoren Senioren-Atmosphäre vermitteln will.
Der Linzer Veranstalter hat im Gegensatz zu den Sindelfingern, die keine "Warmlauf"-Phase hatten und die ersten Hallen-WM aus dem "Kalt"-Start organisierten, ausreichend Zeit für diese Meisterschaften zu werben.
Sollte dann die WMA auf ihrer nächsten Sitzung das Rahmenprogramm, also den "Winterwurf", das Gehen und die Freiluft-Läufe bis hin zum Halbmarathon, offiziell ins Programm nehmen nach dem Rückzug der Non-Stadia-Meisterschaft in Vancouver, und sollte dann im Sommer nächsten Jahres die IAAF die Altersgruppe M 35 offiziell werden lassen, dann könnte die Ankündigung von 2.500 Teilnehmern in Linz Wirklichkeit werden.
Auf jeden Fall sollten Seniorensportler gerade aus dem süddeutschen Raum das zweite Wochenende im Februar 2005 für einen Ausflug über die Grenze reservieren.
(Quelle. leichtathletik.de, 04.10.04)


WADA aktualisiert Anti-Doping-Liste

Die internationale Anti-Doping-Agentur WADA hat jetzt Finasterid als unerlaubtes Mittel eingestuft. Finasterid ist ein ein medizinisches Produkt, um männliche Haarverlust- und Prostataprobleme zu behandeln. Die Agentur verbot die Einnahme von Finasteriden, weil sie fürchtet, dass es zur Verschleierung von Testosterondoping benutzt werden könnte. WADA legte seiner Entscheidung die Ergebnisse eines Forschungsprojektes zugrunde.
Der Hintergrund: Bei Männern verursacht das Dehydrotestosteron (DHT), ein Produkt des Testosteron, die "androgenetische Alopezie", eine Haarerkrankung, die zur Glatzenbildung führt. Diesen Prozess kann Finasterid verhindern, das die Umwandlung von Testosteron zu DHT unterbindet. Sein Wirkstoff Minoxidil wurde in den 70er Jahren als Blutdruckmittel eingeführt. Man stellte fest, dass es bei einigen Patienten, die mit Minoxidil behandelt wurden, zu verstärktem Haarwachstum kam.
Verboten ist laut WADA künftig auch jede intravenöse Infusion aus nicht-medizinischen Gründen. Schließlich wird ab 2005 auch die Behandlung mit allen Beta-2-Agonisten ausdrücklich verboten. Beta-2-Agonisten werden häufig bei Asthmaleiden eingesetzt. Nach den Regeln der IAAF konnte die Verabreichung der Beta-2-Agonisten Salbutamol, Formoterol, Salmeterol oder Terbutalin durch Inhalation in Fällen gestattet werden, in denen diese zu therapeutischen Zwecken durch qualifizierte medizinische Fachkräfte verordnet wurden und wenn eine vorherige Genehmigung für eine solche Verabreichung ausgestellt wurde.
(03.10.04)


Everett Hosack gestorben

Der US-Amerikaner Everett Hosack ist, wie erst jetzt bekannt wurde, bereits am 29. Juli gestorben. Er war wohl weltweit der älteste Altersklassensportler. Noch vier Monate vor seinem Tod nahm er im Alter von 102 (!) Jahren an einem Leichtathletikwettkampf in Florida teil. (01.10.04)


Toronto Waterfrontmarathon: Whitlock mit neuem M 70-Rekord

Zwei Senioren prägten am Sonntag den Toronto-Waterfront-Marathon. Der 73-jährige Kanadier Ed Whitlock lief in 2:54:49 Stunden einen neuen Weltrekord für seine Altersklasse und verbesserte damit seine eigene Marke aus dem letzten Jahr um mehr als vier Minuten. Vor vier Jahren hatte sich Whitlock vorgenommen, der erste M70-Masters zu sein, der den Marathon unter drei Stunden läuft. Inzwischen hat er es zwei Mal geschafft. Offenbar, so Beobachter, werde der Kandadier "nicht wirklich älter sondern immer besser". Sein Sohn Neil Whitlock meinte aufgrund der Popularität seines Vaters, der nun sogar eine Einladung zum nächsten Rotterdam-Marathon bekommen hat: „Ich sage zu Freunden immer, es ist ein bisschen wie mit einem Rockstar. Alle paar Meter kommt jemand und will ihm die Hand schütteln.“ Wie die Leistung von Ed Whitlock, den die Kanadier auch gern als IAAF-Best Masters 2004 gesehen hätten, einzuschätzen ist, zeigt auch eine Auswertung anhand der Altersklassenfaktoren der WMA. "Age-graded" erreichte Whitlock 99,98 %, während es der mehr als 50 Jahre jüngere kenianische Sieger Danny Kassap (2:14:50 h) auf 94,07 % Leistung brachte.
Eine andere Art, Leistung zu bewerten, ist der Applaus des Publikums. Während der Sieger Kassap mit höflichem Beifall ins Ziel lief, geriet das Publikum bei Whitlocks Zieleinlauf geradezu aus dem Häuschen.
Aufmerksam wurde man in Toronto erneut auch auf den 93-jährigen Briten Fauja Singh, der den Halbmarathon in 2:30:02 Minuten absolvierte. Das war ebenso ein Weltrekord in seiner Klasse. Fauja Singh aus dem englischen Essex hat bereits der Ruf einer Kultfigur ereilt und ist so sogar Gegenstand einer Werbekampagne der Fa Adidas geworden. In der Mastersszene herrscht allerdings etwas Skepsis, ob Singh wirklich 93 Jahre alt ist, nachdem vor Jahren ein anderer Seniorenathlet aus Indien von den Rekordlisten gestrichen wurde, als seine Geburtsangaben nicht verifiziert werden konnten. (
Quellen: Torontostar, leichtathletik.de 28.09.04)


Berlin-Marathon: Starke Ausländer dominieren Altersklassen

Gar nicht überzeugen konnten die deutschen Masters-Marathonis beim diesjährigen Berlin-Marathon. Sechs Wochen nach dem für die Deutschen so erfolgreichen EM-Marathon von Aarhus dominierten statt dessen die ausländischen Seniorensportler die Alterklassen, darunter viele Südeuropäer - wie der M35-Sieger Luis Jesus aus Portugal, der in beeindruckenden 2:09:08 min auf Platz 5 des Gesamtresultats lief. Trotz der widrigen Wetterbedingungen bei Wind und Regen hatten Hunderttausende Besucher in der Hauptstadt den insgesamt rund 30.000, tatsächlich startenden Marathonläufern einen stimmungsvollen Rahmen bereitet. Besonders viel Applaus ernteten eine glänzend aufgelegte Gesamtdritte Sonja Oberem (*1973, Bayer 04 Leverkusen) und die Gesamtelfte Kathrin Weßel (*1967, SCC Berlin) bei ihrem Abschied vom Leistungssport als schnellste Seniorenläuferin.
Aus deutscher Seniorensicht überzeugte einmal mehr Walter Koch (*1939, TF Feuerbach), der seiner M 65-Favoritenrolle gerecht wurde und als einziger "Ü 60" unter 3 Stunden lief. Einen spannenden Zweikampf gab es in der M 60, wo sich erst auf den letzten zwei Kilometern der klug laufende Reinhard Wolff (*1941, Warnow 90 Rostock) gegen den bis dahin führenden Siegfried Klinke (*1943, Gut Heil Neumünster) durchsetzte. In Abwesenheit des gemeldeten, aber nicht startenden Herbert Steffny (*1953, smart running team) wurde Konrad Branse (*1953, LTSV Westum) M50-Zweiter knapp sieben Minuten (!) hinter dem sehr starken Briten Peter Embleton, der vor exakt zehn Jahren in Dublin seinen ersten Marathon in 2:27 gelaufen war und 2000 in Chicago die M 45-Altersklasse gewann. Der Norweger Einar Mundal (Den Norske Maraton) gewann die älteste Altersklasse M 80 in etwas mehr als 6 Stunden. Offenbar weil ihm die Zwischenzeiten über 30km und 35km fehlten, wurde der älteste Teilnehmer, Lokalmatador Egon Bethke, der nach 6:25h ins Ziel kam, nicht in die Altersklassenwertung aufgenommen. Die älteste Seniorenläuferin, die Schweizerin Pina Gurtner lief auf den ersten Platz ihrer Altersklasse W75 in sehr guten 5:17:36h.

Hier die besten Drei aller Altersklassen in Berlin:
M 35
5 (1) 28 Jesus, Luis (POR) Portugal M35 2:09:08
37 (2) 111 Salinger, Nicolas (AUT) Österreich M35 2:22:00
43 (3) 27349 Perez, Luis (ESP) M35 2:25:22
M 40
45 (1) 15783 Colomo, Javier (ESP) M40 2:25:48
68 (2) 4273 Ungewickell, Horst (GER) LTC Berlin M40 2:30:30
72 (3) 10292 Nötzel, Ingo (GER) LLG Luckenwalde e.V. M40 2:31:31
M 45
83 (1) 29577 Nogara, Federico (ITA) M45 2:33:07
89 (2) 1989 Boesang, Klaus (GER) Helios-Berlin M45 2:33:29
113 (3) 6578 Slawinski, Wieslaw (GER) LG HNF Hamburg M45 2:36:55
M50
96 (1) 3848 Embleton, Peter (GBR) M50 2:34:40
197 (2) 4056 Branse, Konrad (GER) LTSV Westum M50 2:41:26
204 (3) 26912 Torp, Torfinn (NOR) M50 2:41:57
M 55
183 (1) 8143 Siebenga, Geu (NED) FIT ZEIST M55 2:40:33
397 (2) 28608 Lindemann, Rainer (GER) TV Klein Ilsede M55 2:48:04
624 (3) 11638 Kopp, Dieter (GER) Remscheider SV M55 2:53:10
M60
1304 (1) 14018 Wolff, Reinhard (GER) Warnow 90 Rostock M60 3:01:30
1365 (2) 28439 Klinke, Siegfried (GER) Gut Heil Neumünster M60 3:02:20
1405 (3) 874 Pedersen, Thor Sverre (NOR) Tvedestrand TT & IF M60 3:02:57
M65
1066 (1) 16907 Koch, Walter (GER) TF Feuerbach M65 2:58:37
1552 (2) 4994 Holst, Friedrich (GER) SV Rugenbergen M65 3:05:00
3447 (3) 6757 Trojahn, Klaus (GER) TV Witzhelden M65 3:20:33
M70
9779 (1) 328 Papcke, Gerd (GER) Spiridon Frankfurt M70 3:49:33
9814 (2) 7550 Stadniczak, Michal (POL) ZRYW M70 3:49:44
10752 (3) 288 Oremek, Günter (GER) Polizei SV Berlin M70 3:53:08
M75
16912 (1) 6368 Noack, Karl-Heinz (GER) NLLB Cottbus M75 4:20:49
20761 (2) 5303 Müller, Horst (GER) LAC Ruppin M75 4:52:45
21910 (3) 7907 Sonntag, Werner (GER) 100 Marathon Club M75 5:12:09
M80
22735 (1) 27932 Mundal, Einar (NOR) Den Norske Maratonk. M80 6:01:12

W 35
11 (1) F 10 Wessel, Kathrin (GER) SCC Berlin W35 2:38:24
13 (2) F 31 Schuri, Monika (GER) LG Wehringen W35 2:40:27
29 (3) F6890 Prezzi, Alessandra (ITA) A.S. Dribbling W35 2:55:05
W 40
21 (1) F4320 Burrell, Helen (GBR) Redhill Road Runners W40 2:50:24
24 (2) F3310 Dambauer, Monika (AUT) lcav doubrava W40 2:52:58
26 (3) F4741 Pauzers, Clare (GBR) Herne Hill Harriers W40 2:53:56
W 45
37 (1) F2216 Kleis-Müller, Maggie (SUI) W45 2:58:05
73 (2) F5271 Berger, Beate (GER) W45 3:09:35
77 (3) F2222 Etienne, Patricia (FRA) W45 3:10:19
W 50
61 (1) F7299 Saborowski, Maria (GER) LG Göttingen W50 3:06:18
94 (2) F5003 Bould, Carole (GBR) Spiridon Berlin W50 3:14:11
106 (3) F1122 Knobloch, Ursula (GER) SCC Berlin W50 3:15:58
W 55
335 (1) F7388 Salmon, Agnes (FRA) Club Marathon France W55 3:32:40
434 (2) F 176 Thomsen, Jonna (DEN) Haderslev I.F. W55 3:37:35
540 (3) F1323 Hacke, Siglinde (GER) SCC Berlin W55 3:41:45
W 60
358 (1) F3169 Monique, Blattmann (SUI) finishers Winterthur W60 3:33:58
737 (2) F5177 Kolobanova, Lyudmila (RUS) W60 3:47:33
923 (3) F1010 Depetra Rigney, Johanna (ITA) A.S.ATL. Villa Guglielmi W60 3:51:39
W 65
1280 (1) F7806 Martensson, Gunilla (SWE) Lugi W65 3:58:07
1321 (2) F6737 Drescher Nannestad, Maria (DEN) W65 3:58:40
1603 (3) F1772 Kiehne, Hannelore (GER) MTV Wolfenbüttel W65 4:04:36
W 70
3176 (1) F1480 Lentz, Anita (GER) TSV GutsMuths W70 4:32:25
4658 (2) F4235 Fuldner, Ruth (GER) TSG Eisenberg W70 5:10:32
4938 (3) F 105 Frischke, Lucie (GER) LAV TMP Berlin W70 5:28:05
W 75
4795 (1) F6878 Gurtner, Pina (SUI) W75 5:17:36

Alle Ergebnisse aus Berlin sind über die Suchmaschine des Veranstalters SCC Berlin zu finden ( 26.09.04)


Super-Meet in Yokohama:
Letzte Starts für Babakova, Drechsler und Fredericks

Inha Babakova (37) belegte beim Super-Meet im japanischen Yokohama in ihrem letzten internationalen Wettkampf nochmals Platz 2 im Hochsprung. Auch Heike drechsler und Frankie Fredericks starteten ein letztes Mal bei einem internationale Meeting.
Hochsprung
1) Yelena Slesarenko (RUS) 1.97m
2) Inha Babakova (UKR) 1.94m
3) Venelina Veneva (BUL) 1.88m


Und Heike Drechsler (39) im Weitsprung:
1
) Anju Bobby George (IND) 6.61m (0.6m/s)
2) Tatyana Lebedeva (RUS) 6.61m (0.0m/s)
3) Yuka Sato 6.44m (-0.7m/s)
4) Grace Upshaw 6.43m (0.1m/s)
5) Heike Drechsler 6.24m (-0.8m/s)


Und Frank Fredericks (fast) 37:
100m (1.5m/s)
1) Justin Gatlin (USA) 9.97 (Meet record)
2) Leonard Scott (USA) 10.14
3) Nobuharu Asahara 10.20
4) Frank Fredericks (NAM) 10.27
5) Maurice Greene 10.33

(23.09.04)


Sonntag: Berlin lebt seinen Rekord-Marathon

Der jährliche Berlin-Marathon gehört zu den spektakulärsten und hochklassigsten Straßenläufen der Welt. Gemeinsam mit New York, London und Chicago zählt Berlin zudem zur Gruppe der größten Marathonläufe der Welt. Er wird diese Position auch in diesem Jahr verteidigen, wenn am Sonntag über 35.000 Läufer sowie einige hundert Walker, Rollstuhlfahrer und Handbiker, die zum ersten Mal dabei sein werden, am Start sind. Tags zuvor starten tausende von Skatern. Rund eine Million Zuschauer werden am Sonntag an der Strecke sein. Berlin lebt einmal mehr die größte deutsche Sportveranstaltung eines Tages und das größte Volksfest der Stadt, verteilt auf die klassische Marathondistanz von 42,195 Kilometern. Einen Teilnehmerrekord wird es zudem beim Mini-Marathon geben. Hier haben sich über 8.000 Schüler angemeldet.
Der Berlin-Marathon des SCC Berlin und dessen weiteren Laufveranstaltungen sind übrigens längst ein großer Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Der multiplikative Einkommenseffekt für die Stadt, so eine wissenschaftliche Studie, beträgt demnach rund 35,1 Millionen Euro.
Hochkarätig ist erneut auch das Rahmenprogramm der Veranstaltung. Die Berlin VITAL, die Sport- und Gesundheitsmesse des Berlin-Marathon findet von Donnerstag bis Sonnabend wieder in den Messehallen am Funkturm statt. Mit über 100.000 Besuchern wird gerechnet. Der Sportmedizinische Service wird einmal mehr die zentrale Rolle spielen. Frühstückslauf oder Literatur-Marathon sind zwei weitere, ebenfalls traditionelle Programmpunkte. Parallel findet der hochkarätig besetzte 2. Internationale Ausdauer- und Sportmedizin-Kongress vom 23. bis 25. September in Berlin statt.
Trotz der zeitnahen Konkurrenz der olympischen Marathonrennen von Athen wird in Berlin am 26. September vor einem Millionenpublikum ein hervorragendes Feld am Start sein.
Aus Seniorensicht darf man auf den Zweikampf des frischgebackenen 10km-Straßenlaufmeisters Walter Koch (*1939, TF Feuerbach) mit Hans Meinel (*1938, WGL Schwäbisch Hall) um die M65-Krone gespannt sein. Ralf Preibisch (*1962, SCC Berlin) und Lutz Wolfram (*1958, LG Wedel Pinneberg) wollen jeweils ihre letztjährige Erfolge in der M40 bzw. M45 wiederholen. In der M50 hat Marathonlegende Herbert Steffny (*1953, smart running team) gemeldet und wird sich dort mit dem Bestenlistenersten des letzten Jahres Konrad Branse (*1953, LTSV Westum) auseinandersetzen. Siegfried Klinke (*1943, Gut Heil Neumünster) startet als Favorit in der M 60. Von den deutschen Seniorinnen, die nicht einmal 20 % des Läuferfeldes dieses Berlin-Marathon stellen, sind keine bekannten Namen am Start, von Kathrin Weßel (*1967, SCC Berlin) natürlich abgesehen, die Außenseiterchancen auf einen der vorderen Plätze im Gesamtclassement hat
Ältester gemeldeter Teilnehmer ist übrigens Lokalmatador Egon Bethge, der am 1. April 1923 geboren ist, und älteste Läuferin ist die 1925 geborene Schweizerin Pina Gurtner. Das Rennen wird direkt nach Japan übertragen. Man kann es aber auch ab 8.30 in der ARD verfolgen. Mehr Hintergrund-Informationen hier und der Veranstalter-Service im Internet..
(23.09.04)


Kathrin Weßel: Letztes Rennen am Sonntag.

Ihre 10km-Bestzeit von 31:03,62 Minuten steht noch heute als deutscher Rekord. Eine der besten deutschen Langstreckenläuferinnen aller Zeiten wird beim Berlin Marathon am Sonntag ihre Karriere beenden: Kathrin Weßel. Die 37-jährige Läuferin des SCC Berlin hat fast zwei Jahrzehnte lang Spitzensport betrieben und feierte besonders im ersten Abschnitt ihrer Karriere als Bahn-Langstreckenläuferin außerordentliche Erfolge.
Beim ,Heimspiel’ beim Berlin-Marathon am kommenden Sonntag wird sie nun ihr letztes Rennen als Leistungssportlerin laufen. „Nach einer so langen Karriere fällt es mir zunehmend schwerer, das ganze Leben nach dem Sport zu richten“, sagt die Mutter einer vierjährigen Tochter zur Begründung. Den Laufsport wird sie aber wohl nicht komplett aufgeben. Doch es wird fortan nur noch ein Hobby sein, nicht mehr der Lebensmittelpunkt. „Ich kann mir zum Beispiel auch gut vorstellen, im nächsten Jahr beim Berliner Frauenlauf zu laufen.“ Mehr...
(Quelle: www.real-berlin-marathon.com; 23.09.04)


EM-Marathon: Goldmedaillen kamen per Post

Freude herrscht bei den deutschen Marathondamen Karin Risch (*1946, TSV Eschollbrücken-Eich), Hilde Steinke (*1945, Concordia Neermorr) und Ingrid Nachtmann (*1944, VfB Salzkotten). Die drei Langläuferinnen waren Anfang August bei den Senioren-Europameisterschaften im dänischen Aarhus an den Start gegangen und hatten in der Marathon-Teamwertung ihrer Altersklasse W 55/60 den ersten Platz belegt; denn ihre Einzelzeiten addierten sich auf 10:16:09 Stunden, und die zweitplatzierten Dänen brauchten mit 11:08:13 Stunden fast eine Stunde mehr. Um so überraschter waren die deutschen Athletinnen, als ihnen bei der Siegerehrung im Tivoli von Aarhus nur Silber verliehen wurde, und die Dänen die Goldmedaille erhielten. Beim Wettkampfgericht hatte offenbar eine falsche Zeit der Dänen vorgelegen. “Das war schon reichlich merkwürdig”, kommentierte jetzt Ostfriesin Steinke. “Vor Ort konnten wir dann aber nichts mehr ändern.”
Knapp sechs Wochen später ist nun nach einem Protest der deutschen Teamleitung das Malhör korrigiert, und Karin Risch, Hilde Steinke und Ingrid Nachtmann sind auch offiziell Europameister mit der Mannschaft. Die Goldmedaillen samt Urkunden kamen jetzt mit der Post. Damit habe ich wirklich nicht mehr gerechnet”, erklärte eine glückliche Hilde Steinke . “Das ist eine schöne Überraschung.” Hier der Marathoneinlauf der Teamwertung W 55/60:
1 Risch, Karin W58 Germany 3:22:05
2 Steinke, Hilde W59 Germany 3:26:52
3 Nachtmann, Ingrid W60 Germany 3:27:12
4 Nielsen, Kirsten Toft W55 Denmark 3:38:01
5 Sørensen, Britta Houmann W57 Denmark 3:44:03
6 Bjarup, Karna W60 Denmark 3:46:09

(23.09.04)


Hessen vorn - Senioren-Vergleichskampf in Dipperz

Ein voller Erfolg und das nicht nur wegen des wunderbaren Spätsommerwetters wurde auch der Vergleichsländerkampf 2004 der Masterssportler aus Hessen und Westfalen, diesmal ausgetragen in Dipperz in der Rhön. Leider hatten die Mastersathleten aus Sachsen/Anhalt kurzfristig abgesagt. Mit großen Vorsprung gewann diesmal Hessen (310) gegen Westfalen (184).
Für Hessen siegte dabei die Korbacherin Heidrun Leithäuser ihre W40-Wettkämpfe über 100m und 200 m in guten Zeiten und trug auch noch zum Staffelsieg über 4x100 m bei. Bärbel Kiel (W40) triumphierte im 800-m-Lauf in 2:23,69 min. Punkte für Hessen fuhr auch Bärbel Till in den technischen Disziplinen ein. Sie profitierte allerdings davon, dass sich das kleine westfälische Frauenteam auf die W 30 konzentrierte und dabei in der 41jährigen Kirsten Kallmeier-Schröder (*1963, SC Herford) die überragende Athletin stellte; denn sie gewann über 100m, 200m, im Weitsprung und in der Staffel. Bei ihren Starts im Kugelstoßen, Diskus- und Speerwurf reichte es immerhin zu Plätzen 4, 5 und 6. W45erin Angelika Albrecht (*1957, DJK Lippstadt) gewann die W30-800m in ordentlichen 2:28,42 min.
Dagmer Fuhrmann (*1954 Usinger TSG) siegte in der W 50 über 100m in 13,90 (W.:0,0) und über 200m in 27,75 (W.: +0,1).
Die Korbacher Männer glänzten mit zwei zweiten Plätzen. Wilhelm Hofmann (M40) lieferte über 5000 m ein tolles Rennen ab, kam in persönlicher Bestzeit im Seniorenbereich (16:47 Min.) hinter Thomas Langsdorf (*1964, TV Bad Schwalbach) ins Ziel, der 16:36,28 min benötigte.
Im 800-m-Rennen der M40 platzierten sich der 41-jährige Jürgen Schmidt auf Rang 2 (2:08 Min.) und der 48-jährige Uli Schalk auf Rang 4 (2:13). Es gewann auch hier Thomas Langsdorf in sehr guten 2:03,63 min, der M40-Zweite der diesjährigen Senioren-EM in Dänemark über diese Distanz. In der M50 zeigte Lothar Pongratz (*1952, LC Paderborn) mit 49,82 m im Diskuswurf wohl die stärkste Leistung des ganzen Länderkampfs.
Der nächste Senioren-Länderkampf soll im August 2005 in Westfalen stattfinden. Es ist zu wünschen, dass dann wieder weitere Landesverbände mit am Start sind. Alle Ergebnisse hier...
(Quelle: us auf www.la-altersklasse.de, 21.09.04)


IAAF ehrt Guido Müller als "Best Masters 2004"

Nach ihrer Wahl gab es nun die offizielle Auszeichnung in Monte Carlo bei der „World Athletics Gala“ am Sonntagabend im Grimaldi-Forum. Jeanette Flynn (*1949, Brisbane/Australien) und Guido Müller (*1938, Vaterstetten/Deutschland) standen aus dem Lager der Masters-Leichtathleten im Blickpunkt des Geschehens. Der Bayer Guido Müller, 7facher Europameister von Aarhus und der überragende Mastersathlet dieses Jahres, wurde wegen seiner konstanten Weltklasseleistungen ausgezeichnet. Die Australierin überzeugte mit großartigen Resultaten auf den Mittelstrecken. So lief sie in diesem Jahr phänomenale W50-Altersklassenweltrekorde über 800m mit 2:16,78 min und über die Meile in 5:13,12min.
Auf Vorschlag des World-Masters-Athletics Verbandes (WMA) waren beide Seniorensportler zum "Best Masters 2004" gewählt und zur IAAF-Gala am letzten Sonntag nach Monaco eingeladen worden. IAAF-Präsident Lamine Diack und Torsten Carlius als WMA-Chef gratulierten den Ausnahmesportlern, die mit dieser Wahl einen historischen Anfang gemacht haben, um den Seniorensport in der Leichtathletik weiter bekannt zu machen.
Mittelstrecklerin Jeanette Flynn (*1949) und Langsprinter sowie Hürdenläufer Guido Müller (M 65) verbrachten ein unvergessliches Wochenende in Monte Carlo, wo sie an zwei Tagen auch Ehrengäste beim "World Athletics Final“ im Stadion Louis II waren.
Während des Wochenendes traf Guido Müller, der im selben Hotel wie die anderen Athleten untergebracht war, auch auf Olympiasieger Felix Sanchez. Kuriosität: Vor vierzig Jahren lief Gudio Müller als Mitglied des SV Salamander Kornwestheim seine Bestzeit über 400 Meter Hürden: 51,3 Sekunden. Und das wiederum war die Zeit - so Olympiasieger Felix Sanchez - mit der dieser seine Karriere begann. An 51,33 Sekunden über 400 Meter Hürden kann sich der Mann von der Dominikanischen Republik gut erinnern.
IGuido Müller nahm Kontakt auf zu seinem "Artgenossen" aus der "Hürdenbranche" auf, und beide kamen ins Plaudern, wobei Felix Sanchez später aus dem Staunen nicht mehr herauskam ob der Aktivitäten und der Leistungen von Guido Müller, der aus "seiner" Zeit ein Foto in schwarz-weiß präsentieren konnte. Quasi als Beleg für seine Laufbahn in den 60er Jahren. Aufgenommen 1963 im Stuttgarter Neckarstadion im typischen Salamander-Trikot.
Seit nunmehr 54 Jahren (!) ist Guido Müller aktiver Leichtathlet. Als B-Schüler hatte in Kornwestheim alles begonnen und hat bis heute - beruflich bedingt - in Vaterstetten seine Fortsetzung gefunden.
Ob Felix Sanchez in vierzig Jahren auch noch dabei ist, konnte er nicht sagen. Er erkannte aber an, dass diese Karriere von Guido Müller ihm mehr als Bewunderung und Hochachtung abverlangt, ja geradezu einmalig ist. Ein wahres Wort eines aktuellen Weltklasseathleten.
Einmal mehr belegte gleichzeitig der DLV, das ihm die Seniorenleichtathletik fremd ist. Mit Ausnahme des hocherfreuten Dieter Massin, der aber in erster Linie als Präsident des europäischen Leichtathletikverbandes der Senioren (EVAA) in Monaco anwesend war, gab es offenbar bisher von Seiten des DLV keine offizielle Reaktion auf die Wahl Guido Müllers, geschweige denn Anerkennung und Glückwünsche - und dies, obwohl Guido Müller nach Katrin Krabbe 1991 und Heike Henkel im Jahr darauf erst der dritte deutsche Leichtathlet überhaupt ist, den die IAAF derart auszeichnete.
( 21.09.04 update 24.09.04; Quelle. www.leichtathletik.de)


10 km DM in Bad Liebenzell:
Sieg durch Luminita Zaituc ( W 36)
Deutsche Rekorde durch Charly Doll und Walter Koch

Die deutschen Straßenlaufmeisterschaften über 10 Kilometer in Bad Liebenzell gingen glanzvoll über die Bühne. Mit viel Liebe und bis ins letzte Detail bestens organisiert gab es für viele Teilnehmer schnelle Zeiten auf dem Kurs durch die württembergische Bäderstadt. Mit Luminita Zaituc (*1968) von der LG Braunschweig und Carsten Eich setzten sich in der Hauptklasse die Vorjahressieger souverän durch.
Bei bedecktem Himmel und leichtem Nieselregen während der Rennen, sowie wärmerer Witterung mit Sonne bei der stimmungsvollen Siegerehrung vor dem Kursaal waren auch die äußeren Bedingungen optimal.
Im Feld der Frauen, Juniorinnen und Seniorinnen hatte die Braunschweigerin, 15. des Olympischen Marathons in Athen, schon nach der ersten Runde 16 Sekunden Vorsprung vor ihrer Vereinskameradin Susanne Ritter (*1978). Zaituc baute den Vorsprung bis ins Ziel auf fast eine Minute aus und gewann in hervorragenden 32:41 min vor Ritter (33:36) und Claudia Dreher (*1971, Gaensefurther Sportbewegung), die nur eine Woche nach ihrem Sieg beim Kölner Marathon in 34:24 min überraschend die Bronzemedaille erlief.
154 Frauen erreichten das Ziel und vor allem die Zeiten der älteren Mastersläuferinnen waren in Bad Liebenzell erstaunlich: Lydia Ritter (*1938, TuS Rot-Weiss Koblenz gewann in W 65 mit 45:53 min, vor der beeindruckend starken, 69jährigen Elfriede Hodapp (*1935, LG Ortenau Nord, 46:08 min), die W 60 ging in 43:50 min an Barbara Wolf (*1941, TG Viktoria Augsburg) und Marianne Spronk (*1948, SV Viktoria Goch) siegte in der W 55 mit 40:45 min. In der W 50 gab es einen überlegenen Sieg durch die Favoritin Renate Kieninger (*1954, Alemannia Unterkirnach) in 38:52min. Einen tollen Einstand bei den Masters gab nach langer Verletzungspause in der W 40 Katrin Dörre-Heinig (*1961, LAC Veltins Hochsauerland), die sich in 35:13 min verdient, aber nur knapp und mit 2 Sekunden Vorsprung gegen Petra Maak (*1964, LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) durchsetzen konnte.
Im Lauf der Männer und Junioren (169 im Ziel) drückte Carsten Eich (*1970, LG Braunschweig) von Anfang an mächtig aufs Tempo. Nach langem Sololauf erreichte er in 28:55 eine ausgezeichnete Zeit, verfehlte seinen eigenen Meisterschaftsrekord vom Vorjahr allerdings um 21 Sekunden.
Im zahlenmäßig stärksten Rennen erreichten 235 Senioren der Altersklassen 40 bis 75 das Ziel. Gesamtsieger Markus Pinkpank (*1964, TSV Kirchdorf) setzte sich erst in der letzten Runde deutlich von seinem sieben Jahre älteren Begleiter Johann Hopfner (*1957, LLC Marathon Regensburg) ab und siegte nach 30:47 min vor dem Bayern, der in 31:01 min die M 45 gewann. Der 51jährige Werner Bauknecht (*1953, LAV asics Tübingen) war mit der festen Absicht angetreten, den Deutschen Rekord von Herbert Steffny (32:30) aus dem Vorjahr zu brechen, hatte er sich der Bestmarke doch vor wenigen Wochen bis auf sechs Sekunden genähert. Im Ziel zeigten die Uhren für den Tübinger als Gesamtachtem phantastische 32:08, aber zwei Plätze und 3 Sekunden vor ihm lag Karl-Heinz Doll (*1954, SV Kirchzarten) als neuer Rekordhalter und Deutscher Meister. Winfried Schmidt (*1948, TuS Köln rrh.) gewann klar die M 55 in 33:36min und Doppeleuropameister Peter Lessing (*1941, LG Ortenau Nord) siegte unangefochten in der Altersklasse M60. Auch ein überragender Peter Lessing konnte aber nicht verhindert, dass die M60-Senioren des VfL Oldenburg ihren Mannschaftstitel mit der Mannschaft verteidigt. Obwohl nach vielen Verletzungsproblemen der letztjährige Meister Manfred Ostendorf (*1943) noch nicht zu seiner Vorjahresform zurückgefunden hatte, zeigte er in Bad Liebenzell mit 37:12 min. sein bestes Saisonrennen mit Rang vier, Klaus Mohnsame (*1944, “Die Bedingungen waren einfach optimal”) kam auf Platz acht in 38:24 min und Horst Frense (*1941) lief als 13. in 39:14 min. durchs Ziel. Der Teamerfolg der Oldenburger fiel in der deutschen Rekordzeit von 1:54:50 Std. mit über fünf Minuten Vorsprung deutlich aus.
Walter Koch (*1939, TF Feuerbach) wollte eigentlich "nur eine 38er Zeit als Vorbereitung für den Berlin Marathon nächste Woche" laufen. Die guten Bedingungen verführten den 65jährigen jedoch zu einem forschen Anfangstempo. Als Streckensprecher Arthur Schmidt (Herborn) dann nach der ersten Runde vom Deutschem Rekord sprach, zog Koch voll durch und steigerte auf den letzten Kilometern sein Tempo. Mit 36:12 verbesserte er seine erst vor kurzem aufgestellte Marke um unglaubliche 34 Sekunden. Deutscher Meister der 70jährigen wurde überlegen Werner Beecker (*1932, LC Wuppertal) in 40:32 min.
Die Ausfallquote war mit lediglich neun Sportlern dank der guten Bedingungen äußerst gering. Allerdings traten von den 688 gemeldeten Athleten 130 nicht an. Am Schluss dieser Meisterschaften konnte Cheforganisator Fritz Sander strahlen. Sein Team vom WLV, dem Leichtathletikkreis Calw, den Vereinen TS Bad Liebenzell und SG Monakam und nicht zuletzt allen Verantwortlichen der Stadt Bad Liebenzell hatte eine Veranstaltung ohne Fehl und Tadel auf die Beine gestellt. Alle Ergebnisse aus Bad Liebenzell finden sich über diese Linkseite
(copyright: Günter Krehl 20.09.04, update 23.09.04)


2005: Erstmals Senioren-Grand-Prix bei Weltmeisterschaft

Zunehmende Beachtung findet die Senioren-Leichtathletik-Bewegung bei den internationalen Gremien. Nachdem an diesem Wochenende erstmals von der IAAF zwei "Best Masters 2004" gekürt werden, dabei auch - nahezu unbeachtet vom DLV - Deutschlands Vorzeigemasters Guido Müller, richtet der Weltverband im Rahmen der IAAF-Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki einen "Masters-Grand-Prix" aus. Im finnischen Lahti wird es die Vorkämpfe dazu vom 10. bis 12. August 2005 geben, ehe dann elf Final-Wettkämpfe am 13. August 2005 unmittelbar nach dem Marathon-Start im Stadion Helsinki ausgetragen werden.
Die Idee der Integration der Senioren bei internationalen Leichtathletik-Meisterschaften hat der europäische Senioren-Verband EVAA aufgenommen und schon erste Kontakte nach Göteborg, dem Austragungsort der kommenden Europameisterschaften, geknüpft. Dort wird 2006 der zweite Senioren-Grand-Prix stattfinden. Mehr Informationen über den Senioren-GP 2005... (19.09.04)


Endspurt der DLV-Walking-Tour 2004
- DLV „bewegt“ rund 150 Städte an einem Wochenende -

Endspurt der DLV-Walking-Tour 2004! Bevor die Tour am 09. Oktober mit dem sechsten und letzten DLV-Walking-Day vor dem Karlsruher Schloss zu Ende geht, stehen noch zwei weitere Stationen in den nächsten Wochen auf dem Programm.
Vierte Station ist der DLV-Walking-Day im westfälischen Sassenberg am 19. September. Dort kann jeder Aktive, wie bei allen Tour-Stopps, sich nach Einführung mit neuwertigen Leihstöcken und geliehenen Walking-Schuhen den begehrten DLV-Walking-Ausweis erreichen. Zur Auswahl stehen Strecken über 30, 60 oder 120 Minuten. Neben traditionellen Show- und Informationsprogrammen warten im Ziel auf die Teilnehmer wie immer eine Finisher-Tüte und attraktive Tombolalose.
Walken mit Zehnkampf-Olympiasieger Christian Schenk heißt es in Rostock/Warnemünde und Karlsruhe. Der ehemalige König der Athleten, der künftig anstelle des zurückgetretenen Rüdiger Nickel für den Leistungssport im DLV verantwortlich zeichnet, zeigt schon einmal, „wie es richtig geht“. Am 02. Oktober ist Rostock-Warnemünde Ziel der fünften Tour-Etappe. Eine Woche später findet die DLV-Walking-Tour 2004 ihren Abschluss findet vor dem Karlsruher Schloss im Rahmen des Karlsruher Stadtfestes, das vom 08. bis zum 10. Oktober unter dem Motto „Mobilität und Musik“ steht.
Darüber hinaus haben sich mittlerweile rund 150 LAUF-TREFFs dem bundesweit ausgerufenen DLV-Walking-Day am dritten Septemberwochenende angeschlossen. Jeder LAUF-TREFF wird in seiner Stadt parallel zur Zentralveranstaltung am 19. September in Sassenberg allen Interessierten zum Thema Walking und Nordic-Walking Schnupperkurse und Mitmachgelegenheiten anbieten. Eingebunden in die Aktion „Deutschland bewegt sich“ von BARMER, ZDF und Bild am Sonntag steht neben einzelnen DLV-Walking-Tour-Standorten dieses Septemberwochenende komplett im Zeichen von Walking.
(16.09.04)


Nullfünfnullacht-Übersicht:
Internationale Termine für Masters-Leichtathleten

2005
10. 03. bis 13. 03. EVAA Europameisterschaft Halle Eskilstuna, Schweden
13. 05. bis 15. 05. EVAA Europameisterschaft Straße Vila Real de Santo Antonio, Portugal
26. 06. WMA Weltmeisterschaft 100 km Lake Saroma, Japan
24. 07. bis 31. 07. IMGA World Masters Games Edmonton, Kanada
10. 08. bis 12. 08. IAAF Masters Athletic GP Stadion Lahti, Finnland
22. 08. bis 03. 09. WMA Weltmeisterschaft Stadion San Sebastian Spanien

2006
15. 03. bis 20. 03. WMA Weltmeisterschaft Halle Linz Österreich
EVAA Europameisterschaft Berglauf, Ausrichter noch offen
EVAA Europameisterschaft 100 km, Ausrichter noch offen
19. 07. bis 30. 07. EVAA Europameisterschaft Stadion Posen Polen

2007
März EVAA Europameisterschaft Halle, Ausrichter noch offen
Mai EVAA Europameisterschaft Straße, Ausrichter noch offen
? WMA Weltmeisterschaft 100 km, Ausrichter noch offen
28. 08. bis 09. 09. WMA Weltmeisterschaft Stadion Riccione Italien

2008
März WMA Weltmeisterschaft Halle Bewerber: Budapest/Glasgow/Lievin
EVAA Europameisterschaft Berglauf, Ausrichter noch offen
EVAA Europameisterschaft 100 km, Ausrichter noch offen
EAA Masters Athletic GP Stadion Göteborg Schweden
06. 08. bis 17. 08. EVAA Europameisterschaft Stadion Ljubljana Slowenien
Stand: 15. Sep. 2004


Wilhelm Köster auch in Linz 2006 dabei
Keine Straßenlauf-WM mehr ?

Percy Hirsch, der engagierte Leichtathletik-Manager in Linz, hat nach seiner erfolgreichen Präsentation des österreichischen Ausrichters der kommenden Senioren-Hallenweltmeisterschaft 2006 als Berater und Mitarbeiter Wilhelm Köster (Sulingen) "verpflichtet". Wilhelm Köster, einer der wichtigen Männer im Hintergrund der deutschen wie internationalen Seniorenleichtathletik, hatte zusammen mit dem Team des Württembergischen Leichtathletikverbandes um Gerhard Müller und mit seinem ehemaligen Weggefährten Harold Gähr schon die ersten Hallen-WM in Sindelfingen im März 2004 gestaltet und dabei seine jahrelangen Erfahrungen als Organisator internationaler und nationaler Meisterschaften eingebracht.
In den letzten Tagen besuchte der Niedersachse zusammen mit WMA-Präsident Torsten Carlius (Schweden) Linz, wo die ersten Weichen für die Hallen-WM im Jahr 2006 gestellt wurden.
Fest steht in der Zwischenzeit, dass das "Sindelfinger Modell" auch in Linz greifen wird. Es wird also auch in Linz "Außen-Wettbewerbe" geben. Dazu gehören neben den (Winter-)Wurf-Disziplinen wiederum Lauf- und Gehwettbewerbe, zumal der Organisator der "Straßen-WM" in Vancouver dem Senioren-Weltverband - geschockt durch den Misserfolg der Nonstadia-WM in Nueseeland in diesem Frühjahr - eine Absage erteilt hat. Die Konsequenz ist offenbar, dass es in Zukunft keine eigene Straßenlauf-WM mehr geben wird.
Percy Hirsch wird deshalb diese "Außen-Wettbewerbe" als offizielle Meisterschaft anbieten. Außerdem hofft er, dass auch die Altersgruppe M 35 von der IAAF beim Kongress in Helsinki offiziellen Status bekommt. Die Hallen-WM in Linz wird vom 15. März bis 20. März 2006 ausgetragen.
(Quelle: www.leichtathletik.de; 16.09.04)


Belgien: Gutes Niveau bei Landesmeisterschaft

Spät im Jahr fanden am Sonntag in Zwevegem die belgischen Leichtathletik-Meisterschaften der Senioren statt. Insgesamt zeigte die Landesmeisterschaft sowohl von er zahl der Teilnehmer wie auch von den Leistungen ein gutes Niveau. Zu den Spitzenleistungen zählte dabei sicherlich der M55-Sieg von Speerwerfer Eric Timmermans (*1949) mit 49,19m und der Erfolg von Marc Heck (*1949) im Weitsprung derselben Altersklasse mit 5,51m (W.:+2,3) . Benny Mievis (*1963) überzeugte in der M40 mit einem Sieg im Dreisprungerfolg (13.32m) und anschließend, wenn auch bei starkem Rückenwind , im Weitsprung mit 6,45m (W:+3.2 ). Sehr gut waren auch die 10:18,38 min von Ludo van der Linden (*1959) im 3000m-Hindernislauf der M45; ebenso überzeugend in derselben Altersklasse sprintete Paul Emile Chenois die 200m in 23,96 sec (W.: +1,3) und der Lauf von Wilfried Dubois (*1959) über 5000m in 15:20,13 min .
Auch die Frauen überzeugten: Die 800m der W 35 gewann Els van Coillie (*1968) in 2:17,77 min ebenso überlegen wie Caroline de Geyter (*1967) in 7:48.53 min den 2000m-Hindernislauf derselben Altersklasse. W40-Dreispringerin Hilde Ervyn (*1963) beherrschte ihren Wettkampf mit der Bestweite von 10,53m (W.: +2.6); beeindruckend waren auch die 4:38,71 min von 1500m-Meisterin Corinne Debaets (*1963). In der W 55 glänzte Magareth Tomanek (*1949) mit 36,24m im Diskuswurf ebenso wie Speerwerferin Magda Franckx (*1946) mit 30,78m.
Erwähnenswert ist noch der Erfolg des einzigen Vertreters der deutschsprachigen Belgier, des 60jährigen Erich Müllender (LAC Eupen). Der Speer- und Diskuswerfer aus Ostbelgien gewann beide Konkurrenzen jeweils mit neuem belgischen Rekord. Im Speerwurf warf Müllender den 600 Gramm schweren Speer auf die neue Bestmarke von 42,51 Meter und im letzten Versuch sowie als Letzter der Konkurrenz brachte Erich Müllender den Diskus auf die neue Rekord- und Siegesweite von 39,97 Meter und holte sich verdient den Landesmeistertitel Alle Ergebnisse hier (pdf)
(15.09.04)


Deutsche Sporthochschule warnt vor Anabolika in Nahrungsergänzungsmittel

Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner Ausgabe vom 13. September meldet, warnen Dopingmittel-Experten der Sporthochschule Köln vor den Gefahren von Nahrungsergänzungsmitteln, die ein Unternehmen namens „Sledge-Hammer“ aus dem hessischen Niederaula verschickt.
In frei erhältlichen Firmenprodukten entdeckten die Analytiker vier nicht zugelassene, hoch dosierte und nicht deklarierte Anabolika, darunter Metandienon. Dieses Hormon vergiftet die Leber und erhöht das Herzinfarktrisiko. Vor allem für Frauen (Vermännlichung) und Jugendliche (Einstellung des Längenwachstums) bedeuten mit Metandienon versetzte Tabletten und Pulver „ein enormes Gesundheitsrisiko“, warnt Biochemiker Hans Geyer vom Zentrum für präventive Dopingforschung.
In Briefen an das Verbraucherschutzministerium haben die Analytiker ihre Befunde weitergegeben, ohne dass bisher wirksame Schutzmaßnahmen eingeleitet worden seien.
(14.09.04; Quelle: www.leichtathletik.de)


Hagen: Glänzende W 40 4 x 100-Staffel

Beim traditionellen Hussel Meeting im westfälischen Hagen startete am Sonntag noch einmal die W40-DLV -Sprintstaffel zum Saisonabschluss und setzte dabei einen besonderen Glanzpunkt. In 48,82 Sek lief sie in's Ziel.
Die glänzend aufgelegte 4x100 m Staffel erzielte in der Besetzung Kirsten Kallmeier-Schröder (*1963, SC Herford), Ulrike Görling (*1962, MTG Mannheim), Angelika Grißmer (*1961, LG Neckar-Enz ) und Miriam Machill (*1961, TuS Eintracht Hittfeld) eine neue Weltbestzeit. Zum Vergleich: Die erfolgreichen Frauen hatten sich im dänischen Aarhus mit 49,68 Sek. den Europameistertitel ihrer Altersklasse gesichert.
Beobachter sprachen anschließend von "schöner Werbung für die Seniorenleichtathletik" und betonten: "Die Mädels hatten jede Menge Spaß." Auch bei den Hagener Zuschauern im Ischelandstadion fand diese Einlage jede Menge Beifall. Nachdem schon 7-Kampf Olympionikin Claudia Tonn eifrig Autogramme geschrieben hatte, stand der Leichtathletiknachwuchs auch beim W40-Quartett Schlange.
"Ein besonderer Dank gilt auch den Organisatoren vom TSV Hagen, die sich sehr um eine offizielle Abwicklung bemüht haben," sagte anschließend Ulrike Görling.
Die für die MTG Mannheim startende Wormserin hat offenbar erst jetzt ihre Topform erreicht. Beim 71. Brühler Landsportfest verbesserte sie bei idealen Bedingungen am Samstag ihre Saisonbestleistung über 100 m um eine Zehntelsekunde auf 12,47 Sek (W.: +1,6); schneller war nur die 19jährige Larissa Kaufmann (12,41 Sek), Enkelin von Carl ("Charly") Kaufmann, dem 400m-Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele in Rom 1960.
(14.09.04)


100km: DLV-Frauenteam erringt in Winschoten Platz vier

Am vergangenen Samstag fand kurz hinter der deutschen Grenze in der nordniederländischen Ultralauf-Hochburg Winschoten der diesjährige World Cup im 100 -Kilometer-Lauf statt. Der DLV war bei dieser Veranstaltung mit einer kompletten Frauenmannschaft (Birgit Schönherr-Hölscher, Carmen Hildebrand, Simone Stöppler und Dr. Anke Drescher) am Start, bei den Männern war mit Dr. Thomas Miksch (*1962, TV Jahn Kempten) nur ein Einzelstarter nominiert. Alle vom DLV nominierten Ausdauerathleten waren Masters-Sportler.
Wegen des Fehlens der Deutschen Meisterin Tanja Hooß (*1966, LTF Marpingen) gingen die Frauen allerdings ersatzgeschwächt in das traditionell um 13 Uhr nachmittags gestartete Rennen. Die äußeren Bedingungen waren zu diesem Zeitpunkt mit einem böigen Wind und einer stechenden Nachmittagssonne keineswegs ideal. Dies hinderte viele der Läuferinnen und Läufer in dem Klassefeld mit 33 teilnehmenden Nationen nicht daran, ein hohes Anfangstempo anzuschlagen. Die deutschen Frauen ließen sich davon nicht mitreißen und hielten sich an die in der Mannschaftsbesprechung festgelegte defensive Taktik der besonderen Zurückhaltung in dieser gerade beim 100-Kilometer-Lauf so wichtigen Wettkampfphase. Entsprechend weit lag das Team nach dem ersten Renndrittel zurück.
Ab Kilometer 40 änderte sich die Situation innerhalb weniger Kilometer. Das zuvor weit vor den DLV-Frauen liegende US-Team musste bereits deutliche Einbrüche verzeichnen, und die hoch eingeschätzten Französinnen bekamen wenig später Probleme, die zum Ausstieg zweier starker Läuferinnen führten.
Die deutschen Frauen begannen also ab der Mitte des Rennens erkennbar von ihrer Taktik zu profitieren und arbeiteten sich Platz für Platz nach vorne- allen voran Birgit Schönherr-Hölscher (*1968, PV Tria Witten), die noch Anfang August (!) ihren letzten Langtriathlon mit einem „3:20er“ Schlussmarathon absolviert hatte. Sie holte in der Endphase die unmittelbar vor ihr auf Platz sechs und sieben laufenden Italienerinnen fast noch ein und finishte mit Platz acht in neuer persönlicher Bestzeit von 8:00:39 Stunden. Schade für sie, dass die 8-Stunden-Marke am Ende nur knapp verfehlt wurde.
Auch die Steinauerin Carmen Hildebrand (*1969, SSC Hanau-Rodenbach) erreichte mit 8:20:57 Stunden trotz einiger Probleme im Rennverlauf eine neue persönliche Bestzeit und errang damit Platz elf, unmittelbar vor ihrer Vereinskameradin Simone Stöppler (*1964, in 8:22:46 h). Dr. Anke Drescher (*1967) sicherte die Leistungen ihrer Mannschaftskameradinnen mit einer ebenfalls noch ansprechenden Zeit unter neun Stunden ab (8:58:55 h, Platz 28).
„Am Ende also nicht Bronze verfehlt, sondern einen hervorragenden vierten Platz erkämpft“, lautete das Fazit von DLV-Nationalmannschaftsleiter Volkmar Mühl, der sich mit dem Abschneiden des Frauenteams restlos zufrieden zeigte. „Die persönlichen Bestzeiten dokumentieren, dass wir das Optimum erreicht haben und für einen Medaillenrang der Abstand zur absoluten Weltspitze einfach zu groß war“, so Mühl angesichts der Gesamtzeit von 24:44:22 Stunden.
Es siegte die Mannschaft Russlands in 23:10:05 Stunden vor Italien (23:28:38 h) und Japan (23:37:47 h), in der Einzelwertung gewann die Russin Tatiana Zhyrkova in der Weltklassezeit von 7:10:33 Stunden, die auch einen neuen europäischen Rekord darstellt. Zweite wurde ihre Landsmännin Marina Bichkova in 7:26:37 Stunden vor der Europameisterin Monica Casiraghi aus Italien (7:29:21 h).
Dr. Thomas Miksch erreichte in 7:06:50 Stunden Platz 17 der Männer-Einzelwertung, hier siegte der Europameister Mario Ardemagni aus Italien in herausragenden 6:18:22 Stunden, einem neuen Weltrekord für die Altersklasse M40, gefolgt von Jaroslaw Janicki (Polen; 6:26:22 h) und Oleg Kharitonov (Russland; 6:32:55 h).
In der Mannschaftswertung gewann Italien (Ardemagni, Sartori, Trincheri) in 20:06:39 Stunden vor Japan (Kobayashi, Yamamoto, Mizobuchi; 20:59:28 h). Bronze ging an Belgien (Papanikitas, Hostens, Taelman; 21:31:58 h).
Im nächsten Jahr findet der World Cup in Lake Saroma (Japan) statt. Volkmar Mühl sagte dazu: „Ich bin zuversichtlich, dass wir 2005 bei den Männern mit neuen Athleten wieder ein vollständiges Team zusammenstellen werden und uns mit einer verstärkten Frauenmannschaft auch wieder Hoffnungen auf eine Medaille machen dürfen.“
Am Vorabend des Worldcups wählte die Generalversammlung der International Association of Ultra Runners IAU den Belgier Dirk Strumane zum Nachfolger des Briten Malcolm Campbell, der die IAU gegründet und entscheidend geprägt hat. Dirk Strumane setzte sich gegen seine Mitbewerber Gérard Stenger (Frankreich) und Tomas Rusek (Tschechische Republik) durch; Strumane erhielt 16 Stimmen der anwesenden 25 nationalen Verbände.  
In der Zwischenzeit hat nach dem WMA-Weltverband auch der europäische Senioren-leichtathletikverband EVAA eine Zusammenarbeit mit der IAU festgeschrieben. Im Vorjahr trug die WMA ihre erste Senioren-Meisterschaft mit der IAU auf Taiwan aus, in diesem Jahr folgte die EVAA in Italien mit einer Europameisterschaft. Diese Senioren-Wertung wird es auch in den kommenden Jahren geben, wie Dieter Massin als Beauftragter der WMA und EVAA anlässlich des IAU-Kongresses versicherte.
(Quelle: Volkmar Mühl/fc/jup in www.leichtathletik.de; 13.09.04)


Köln-Marathon:
Claudia Dreher (W 33) gewinnt zum zweiten Mal in Köln

17.000 Läufer machten sich am frühen Morgen bei guten Bedingungen auf die windige Kölner Marathonstrecke, darunter waren auch prominente Starter wie Boxweltmeister Sven Ottke, der in sehr respektablen 3:47:53 insgesamt 3278.ter wurde.
Zu frühe Ausreißversuche prägten die Rennen bei Frauen und Männer. Erst ab 30 Kilometern wurde es dann ernst. Dabei konnte sich Claudia Dreher (*1971, Gänsefurther Sportbewegung) hier mit Hilfe ihres Tempomachers an die Spitze setzen und einem ungefährdeten Sieg entgegen laufen. Nach dem Zieleinlauf meinte die 33jährige: “Wir wollten hier ein gleichmäßiges Rennen laufen, die Attacke der Kenianerin kam zu früh, da wollte ich nicht mitlaufen. Meinem Tempomacher verleihe ich den Orden des Edelhasens.“ Mit ihrer klugen Laufeinteilung sicherte sich die Magdeburgerin in 2:32:06 Stunden ihren zweiten Sieg beim 8. Ford Köln-Marathon. Nach zwei Achillessehnen-Operationen feierte sie ein erfolgreiches Comeback bei ihrem „Lieblingsmarathon“ in der Domstadt.
Ein Dreifachtriumph gelang den Kenianern bei den Männern. In einem spannenden Finish gewann der ehemalige 10.000-Meter-Läufer James Rotich mit neuem Streckenrekord in 2:10:22 Stunden
Aus Seniorensicht zeigten drei deutsche Männer sehr gute Leistungen in Köln. In der M 35 siegte - nach seinem zweiten Platz beim Halbmarathon der Kölner Deutschen Sporthochschule im vergangenenJahr - der vereinslose Dr. Olaf Scholz in netto 2:28:17; die M50 gewann Albert Hess (LC Euskirchen) in 2:47:16 h und Herbert Engels (Tri Power Aegidienberg) wurde in netto 2:53:00 h Erster seiner Altersklasse M55. Die Ergebnisseite lässt leider keine weiteren Altersklassenauswertungen zu.
(12.09.04)


DAMM: TSV Stelle siegt in der W 40

Birgit Kähler (*1969, TSV Bayer 04 Leverkusen) war bei den diesjährigen 33. Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Lübeck die Athletin mit den besten Leistung. Mit 1,80 Metern siegte sie souverän im Hochsprung und legte damit den Grundstein für den Teamerfolg ihres Vereins in der W 30 ( 8528 Punkte). Es war für die W 30 aus Leverkusen der 11. Sieg in Serie. Birgit Kähler hat übrigens gute Erinnerungen an die Lübecker Traditionsstätte: 1988 wurde sie hier Deutsche A-Jugendmeisterin, damals mit 1,77 Metern.
36 Vereine hatten 43 Mannschaften und 582 Athleten gemeldet. Ein kompakter Zeitplan sorgte für durchgehenden Betrieb an allen Wettkampfstätten.
Der Sieg in der Klasse M30, in der allerdings zwei Mannschaften nicht erschienen waren, ging mit 12.107 Punkten an die LG Leinfelden-Echterdingen, in der Altersklasse M40 siegte der favorisierte Pullheimer SC (9.430 Punkte), in der Klasse M50 die LAC Quelle Fürth/1860München/Würzburg mit 8.772 Punkten. In der Klasse M60 blieb der Titel im Norden: mit 6.272 Punkten gewann der SV Polizei Hamburg.
Der fvorisierte TSV Stelle holte mit 6.070 Punkten in der Altersklasse W40 zum ersten Mal denTitel nach Niedersachsen. "Wir können stolz sein", sagte Trainer Ekhard Küster, "die Meisterschaft bedeutet den größten Mannschaftserfolg in der Vereinsgeschichte des TSV Stelle." Und "Eddi", wie er von seinen Frauen gerufen wird, war einer der Ersten, der sich über die gewonnene Marzipantorte hermachte. Die neun Steller Senioren-Sportlerinnen begossen derweil ihren Erfolg mit einigen Gläsern Sekt und ihr Jubel war weithin zu hören. Der TSV Zirndorf gewann mit 4.062 Punkten in der Klasse W50 und der erstmals vergebene Titel in der Klasse W60 ging nach Hamburg: LG Nordwest Hamburg heißt der neue Deutsche Meister; das Team kam auf 3899 Punkte.
Lange hatte der Wettergott es gut gemeint mit den Leichtathleten. Zwar drohten den ganzen Tag Regenwolken, machten aber einen Bogen um das Stadion Am Buniamshof. Aber als die abschließenden 4x100-Meter-Staffeln gestartet werden sollten, war das schöne Wetter vorbei. Heftige Regengüsse zwangen die Wettkampfleitung sogar zu einer Unterbrechung.
Der Feierlaune der aus dem ganzen Land angereisten Teams konnte dies aber keinen Abbruch tun. Schon vor der Siegerehrung herrschte ausgelassene Stimmung unter dem Dach der Haupttribüne, und sie hielt noch lange an.
Alle Ergebnisse hier... (Quelle: www.leichtathletik. de, 12.09.04, update 14.09.04)


Amnesty International Kampagne:
Laufend für die Menschenrechte

Setzen Sie sich laufend für die Menschenrechte ein - unter dieser Überschrift steht eine aktuelle Kampagne der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI), die fragt: "Sie laufen oder walken für Ihr Leben gern? Dann verbinden Sie ihr privates Laufglück mit dem Einsatz für die Menschenrechte!"
"Menschenrechtsarbeit wird weltweit von Menschen getragen", sagt AI, "die mit viel Ausdauer und unermüdlicher Kraft für die Einhaltung der Menschenrechte kämpfen." Das sei wie beim Ausdauerlaufen. "Auch Sie können Ihre Ausdauer für die Menschenrechte einsetzen." AI schlägt dann mehrere Möglichkeiten vor - darunter das T-Shirt von AI „Laufen für die Menschenrechte“ zu tragen oder gleich "mit Ihrem Lauf-Club einen Lauf für die Menschrechte zu veranstalten". Mehr... (09.09.04)


Bahngeher mit Rekord-Meldeergebnis

Erstmals werden am kommenden Wochenende in Diez die Senioren-Geher ihre Meisterschaft über 5.000 m und über 10.000 m wieder auf der Bahn austragen.
Im Sportzentrum Diez, dem Heimatstadion von DLV-Gehsport-Beauftragten Dr. Wolfgang Schaefer finden die 1. Deutschen Senioreneisterschaften im Bahngehen statt. Schaefer "folgt" damit dem Beispiel von DLV-Vize Dieter Massin, der am letzten Wochenende in "seinem" Stadion in Ahlen die DLV-Senioren im Werfer-Mehrkampf agieren ließ und selbst "Hand anlegte", um diese Zwei-Tagesmeisterschaft über die Bühne zu bringen.
Im Gegensatz zu Massin kann Schaefer an der Lahn einen Standort präsentieren, der in Expertenkreisen bekannt ist. Diez hat schon zahlreiche Geherwettkämpfe und -meisterschaften gesehen. Und so wird Schaefer diesen Bonus nutzen, um im Rahmen des Deutschen Geher-Pokals die Geherfamilie auf die Runde zu schicken.
(Quelle: www.leichtathletik.de, 08.06.04)


2008/2009: Europäer richten WM aus

Nur europäische Bewerbungen sind bis zum Abschluss der offiziellen Frist beim Weltverband der Seniorenleichtathletik WMA für die Weltmeisterschaften 2008 und 2009 eingegangen. Für die Stadionwettkämpfe im Jahr 2009 bewerben sich das finnische Lahti und das dänische Städtetrio Aarhus, Randers und Silkeborg; in Aarhus und Randers hatte in diesem Sommer die Masters-EM stattgefunden. Favorit für die Vergabe dürfte Lahti sein, weil in Dänemark die Aufteilung der Meisterschaft auf verschiedene Austragungsorte nicht nur von den Athleten als nicht optimal angesehen wurde.
Auch die dritte Hallen-WM der Senioren wird (nach Sindelfingen und Linz) in Europa stattfinden. Neben Budapest (HUN), Glasgow (UK/SCO) hat sich das französische Lievin beworben. Die Bewerberkür dürfte sich zwischen Budapest und Lievin entscheiden; gegen Glasgow spricht vor allem das hohe Preisniveau. Die Vergabe der beiden WM erfolgt auf der WMA-Generalversammlung im kommenden Sommer in San Sebastian.
Nicht ganz unerwartet kommen übrigens alle Bewerberstädte aus Europa. Die enorm gestiegenen Sicherheitsanforderungen in den USA machen Bewerbungen aus Nordamerika gegenwärtig unwahrscheinlich. Es gibt eben keine staatliche Garantie, auch Wettkämpfer aus der Bush-Administration nicht genehmen Staaten die Einreise zu gestatten. Südamerika und Afrika können sich bis auf weiteres aus wirtschaftlichen Gründen nicht engagieren; allenfalls die nordafrikanischen Länder Marokko oder Tunesien könnten sich in der Folge leichtathletischer Erfolge bzw. der Mittelmeerspiele vor zwei Jahren in Tunis für eine Senioren-WM interessieren, verfügen aber bis heute über keine aktive eigene Seniorenszene. Australien hat sich erfolgreich um die World-Masters-Games beworben und im Fernen Osten konzentriert sich China auf die Olympischen Spiele 2008, während sich Japan, trotz der erfolgreichen WM vor elf Jahren in Miyazaki, unverständlicherweise rar macht. Klar ist aber auch, dass wohl nur in Europa eine für die Kostendeckung solcher Meisterschaften ausreichend große Zahl teilnehmender Athleten garantiert werden kann...
(06.09.04)


Vaterstetten: Thorsten Dauth kommt auf Platz 9

Wer die deutsche Zehnkampf-Szene schon länger verfolgt, konnte am Wochenende bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Vaterstetten den am höchsten gewachsenen Athleten im Feld gleich einordnen. Die Rede ist von Thorsten Dauth vom TV Bad Vilbel.
Unter den Augen des IAAF-Best Masters of the Year Guido Müller, der als Kampfrichter im Einsatz war, erreichte er als zweitältester Starter (* 1968) mit 7.007 Punkten den neunten Platz. Der Olympiateilnehmer von 1992 hatte sich zuvor mit dem ältesten Teilnehmer, Thomas Stewens (*1966) von der LG Sempt , einfach aus Spaß noch mal zusammengerauft.
Im Training seit dem vergangenen Winter belegten die beiden bei der diesjährigen Senioren-EM in Aarhus (Dänemark) in ihrer Altersklasse M 35 bereits die Plätze eins und zwei. Damit war auch die Norm für die Deutschen Meisterschaften geschafft. Thomas Stewens kam dort nun auf den 14. Rang (6.582 Punkte).
Von 1997 bis zum letzten Jahr war Thorsten Dauth als Fußballtorwart beim TSF Usingen und als Bobfahrer für Unterhaching im Einsatz. „Jetzt mache ich Leichtathletik aus Spaß. Ich habe keinen Druck mehr“, sagt Thorsten Dauth. Spannend ist es bei ihm aber auch abseits des Sports. Er verriet: „Mittwoch werde ich voraussichtlich zum zweiten Mal Vater.“
Die Resultate aus Vaterstetten im Vergleich zur EM:
Thorsten Dauth
DM 11,25( 0,5 )- 6,52( 0,0 )- 14,81- 1,91- 52,68- 15,47( 1,0 )- 44,92- 3,90- 59,35- 5:24,66
EM 11,71(-0,5)- 6,29( 1,4)- 15,32- 1,88- 54,02- 15.85(-0,3)- 42,55- 3.90- 54,60- 5:21,06
Thomas Stewens
DM 12,02( 0,5 )- 6,33( 0,1 )- 12,30- 1,82- 52,90- 16,07( 0,6 )- 36,25- 4,20- 50,73- 4:31,49
EM 12,10(-0,5)- 6,22( 1,2)- 12,84- 1,82- 53,33- 15,81 (-0,3)- 37,12- 4,10- 51,19- 4:33,65
(06.09.04; Quelle: www.leichtathletik.de)


Mehrkampf-DM: Weltrekord in Ahlen

Einen neuen M60-Weltrekord im Gewichtwerfen gab es am Wochenende bei den 2. Deutschen Senioren-Werfer-Mehrkampfmeisterschaften im Ahlener Stadion am Sportpark. Silbermedaillengewinner Lutz Caspers (*1943, LG Alzey) wuchtete das Gerät auf beeindruckende 22,30m; damit übertraf Caspers um mehr als einen Meter die bisherige Marke des Norwegers Arne Lothe aus dem Jahr 1999 von 21,91 m. Es bedurfte schon der besten Leistung der Meisterschaft durch Klaus Liedtke (*1941, SuS Schalke 96) mit zusammengerechnet 3936 Punkten (Hammerwurf: 48,68m, Kugelstoß: 16,28m, Diskuswurf: 57,59m , Speerwurf 40,72m, Gewichtswurf: 18,38m), um trotz der Weltbestleistung von Caspers noch den Titel zu erringen.
Ganz spannend blieb es bis zum allerletzten Durchgang in der M 50, in der Jan Voigt (*1954, Ahrensburger TSV) mit ganzen 4 Pünktchen vor Hans-Jürgen Blume (*1950, SV Wacker Osterwald) siegte, der auf 3221 Punkte kam. Die stärksten Leistungen bei den Frauen kamen von W70-Athletin Jutta Schaefer, (*1931, TSV Kassel-Oberzwehren) mit 2422 Punkte
(33,92- 9,05- 26,32- 16,96- 14,18) und Ulrike Engelhardt (*1959, Team Erfurt), die in der W45 3109 Punkte ( 41,74- 10,88- 39,79- 31,81- 11,94) und Platz 1 erreichte.
Mit 162 Teilnehmern aus 112 Vereinen fand die zweite Auflage des Werfermehrkampfs in Ahlen nicht die Resonanz von knapp 200 Athleten, die vor Jahresfrist im nordhessischen Borken an den Start gegangen war.
Trotzdem sah ein sichtlich zufriedener DLV-Vize Dieter Massin in "seinem" Stadion bei der 19. Meisterschaft seit 1982 - so oft hat noch keiner in Deutschland für den DLV eine Meisterschaft ausgerichtet - bei tollem Wetter großen Sport mit guten Ergebnissen, insgesamt war dies eine gelungene Meisterschaft. Hier alle Sieger und die kompletten DM-Ergebnisse aus Ahlen in Westfalen...
(06.09.04)

Katrin Dörrig-Heinig startet bei 10km-DM

Das württembergische Bad Liebenzell fiebert regelrecht dem 19. September entgegen, wenn dort die deutschen 10km-Straßenlaufmeisterschaften stattfinden. Es sind die vierten überhaupt. Die Mastersklassen prägen auch diese DM, stellen die Seniorinnen (122 Teiln.9) und Senioren (285) mit fast zwei Drittel aller Starter. Gemeldet hat auch die 42jährige Katrin Dörre-Heinig (*1961, LAC Veltins Hochsauerland), die nach jahrelanger Verletzungsserie in diesem Jahr wieder bei einer deutschen Meisterschaft an den Start gehen will.
In Bad Liebenzell fanden übrigens schon 2000 und 2002 die Baden-Württembergischen bzw. Süddeutschen Meisterschaften statt. Bei beiden Veranstaltungen wurden auf der ebenen Strecke ausgezeichnete Zeiten erzielt. Der schnelle Rundkurs wird sich am 19. September noch schneller präsentieren. Der Startbereich ist geändert worden und auch der Rückweg erfolgt nicht mehr auf dem schmalen, romantischen Badweg am Nagoldufer; dadurch entfällt die Spitzkehre, bei der die schnellen Läufer doch an Geschwindigkeit einbüßten. Jetzt geht es auf der Bundesstraße 463 am Freibad vorbei zurück nach Liebenzell. Dort ist die einzige kleine Welle mit etwa 3 Höhenmetern zu bewältigen. Der Rundkurs weist nur 4 gut zu laufende Ecken auf, die Bundesstraße bekam in den letzten Tagen extra noch eine neuen Asphaltdecke aufgetragen. Die Läufer haben nach 4 Runden dann noch eine 200 Meter lange Zielgerade vor sich. Wenn das Wetter mitspielt, kann man also mit Topzeiten rechnen. Im Vorjahr in Troisdorf blieben zwei Athleten unter 29 und elf unter 30 Minuten, die schnellsten acht Frauen unterboten die 35 Minutenmarke.
Die Seniorinnen starten um 10 Uhr gemeinsam mit der Frauenhauptklasse und den Juniorinnen. Das Rennen der Männer und Junioren erfolgt um 11.10 Uhr. Startzeit für alle Mastersläufer ab 40 Jahren ist dann eine Stunde später. Mehr...
(05.09.04).

„Die Kriminalität ist in den Hirnen“
Dopingexperte Werner Franke über Manipulation bei Olympia in Athen, lange Fingernägel und die Jagd der Kontrolleure

Herr Franke, noch nie wurden bei Olympischen Spielen so viele Sportler des Dopings überführt wie in Athen. Gibt das Anlass zur Hoffnung?
Die Dopingbekämpfung wird jetzt geradezu gefeiert. Das ist lächerlich. Jeder weiß doch, dass vor allem in der Trainingsphase, der Muskelaufbauphase, gedopt wird, bis spätestens drei Wochen vor einer Veranstaltung. Dann wird Doping abgesetzt und ist nicht mehr nachweisbar. Jetzt wurden nur noch dumme Leute erwischt oder frivole, die glauben, dass sie durchkommen, weil sie immer durchgekommen sind.

Wie oft haben Sie vor dem Fernseher gesessen und sich über Leistungen gewundert?
Manchmal habe ich nur noch gelacht. Über die griechische 400-Meter-Hürdenläuferin Fani Halkia zum Beispiel. Das riecht einfach nach Epo…
… dem Blutdopingmittel Erythropoetin, das die Ausdauerleistung steigert…
… und beim Diskus-Olympiasieger Robert Fazekas. Da weiß man schon seit zwei Jahren, dass er dopt. Aber glauben Sie denn, dass im Diskuswerfen und im Hammerwerfen nur die Sieger gedopt waren und die anderen nicht? Bei diesen Olympischen Spielen sind doch nur einzelne Fälle aufgedeckt worden, Überbleibsel und noch dazu bei Sportverbänden, von denen man keine Gegenwehr erwarten kann. Das war schon 1988 so.

Sie meinen bei Ben Johnson, dem Olympiasieger von Seoul?
Ja, er ist als Einziger im Sprint erwischt worden, und er ist Kanadier. Bei den amerikanischen Basketballspielern gab es aber auch einen positiven Dopingfall. Nur fiel der unter den Tisch, weil die Einschaltquoten des amerikanischen Fernsehens nicht gefährdet werden sollten.

Immerhin haben die griechischen Sprinter Kenteris und Thanou diesmal nicht mehr folgenlos vor den Dopingfahndern flüchten können, und immerhin hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) diesmal drei Olympiasiegern die Goldmedaille aberkannt.
Ja, aber warum haben sie denn den Hammerwurf-Olympiasieger Adrian Annus erst nachher gekriegt? Weil er Urinproben unterschiedlicher Herkunft abgegeben hatte und sie vorher nicht richtig geguckt haben. Es gibt eben Möglichkeiten zur Manipulation bei der Urinprobe. Zum Beispiel durch Katheter oder durch Vaginalsäckchen bei Frauen. Den Frauen wird ein Blumenstrauß überreicht, in dem die Säckchen mit Fremdurin versteckt sind. Bei der Probe wird das Säckchen in der Vagina mit dem Fingernagel angeritzt. Deshalb haben die Sprinterinnen so lange Fingernägel.

Würden vermehrte Blutkontrollen das Problem lösen?
Nicht unbedingt, denn anabole Steroide sind im Urin einfach besser nachweisbar. Man müsste zum Urin noch eine Haarprobe nehmen, dann kann man überprüfen, ob die DNA übereinstimmt.

Kann die Welt-Anti-Dopingagentur etwas ausrichten gegen den Sportbetrug?
Sie ist nicht unabhängig. In die Wada werden nach wie vor Leute von den Sportverbänden gewählt, und ihre Mitarbeiter werden von den Sportverbänden bezahlt. Es reicht auch nicht, dass IOC-Präsident Jacques Rogge da ist, es gibt doch noch all die alten. Die Kriminalität ist in den Hirnen.

Müsste es eine Art Anti-Dopingpass geben, der ausweist, wann Sportler mit welchem Ergebnis getestet worden sind?
Auf jeden Fall. Aber insgesamt finden weltweit viel weniger Kontrollen statt, das ist entscheidend, vor allem in den wichtigen Trainingslagern. Welcher Kontrolleur fährt denn schon nach Portugal, Südafrika oder Kalifornien? In ukrainischen Sportschulen kommt doch niemand vorbei, in Kasachstan auch nicht. Die Kenianer trainieren irgendwo im Atlasgebirge. Wenn ein Kontrolleur des Internationalen Leichtathletik-Verbandes am nächstgelegenen Flughafen landet, bekommen die sofort einen Anruf und können abhauen.

Gerade deshalb beschweren sich auch viele Deutsche, dass sie einen Wettbewerbsnachteil haben.
Die sollen die Schnauze halten. Keine Nation hat so viel zur Perfektionierung des Dopingsystems beigetragen wie Deutschland, Ost und West. Außerdem fahren auch viele deutsche Sportler weit weg in Trainingslager, wo sie nur schwer zu erreichen sind.

Hat es denn keinen Fortschritt gegeben durch diese Spiele?
Ich erwarte eher, dass sich durch den Prozess gegen das kalifornische Chemielabor Balco etwas bewegt. Danach werden viele Sportler in anderem Licht erscheinen, Marion Jones zum Beispiel. Es gibt schließlich Aussagen ihres früheren Ehemanns C.J. Hunter und ihres Lebensgefährten Tim Montgomery. Und trotzdem wird die Dame immer noch vorteilhaft dargestellt. Aus den Unterlagen geht auch hervor, dass die amerikanischen Leichtathleten einen Informanten im kalifornischen Doping-Kontrolllabor hatten.

Wie konnte es sein, dass Marion Jones nie positiv getestet wurde?
Es gab regelmäßig Kontrollen vor Wettkämpfen durch die Firma Quest Diagnostics und Victor Uralets. Er war Chemiker des russischen Doping-Kontrolllabors. Die Kontrollen liefen bei Jones so wie die früher in der DDR und in der Sowjetunion. Wer über den Werten lag, durfte nicht mit. Die investieren jährlich bis zu 350 000 Dollar, um diese Absicherungsmessungen vorzunehmen. Das ist das, was Professor Helmut Digel, der Vizepräsident des Internationalen Leichtathletik-Verbandes, "Herandopen" nennt. Man nähert sich immer mehr der Grenze des Erlaubten, und hat doch nie eine positive Probe.

Was müssen wir für die Olympischen Spiele 2008 in Peking befürchten? Zurzeit sind die Chinesen zwar nicht im Brennpunkt der Dopingdiskussion, aber in den Neunzigerjahren fielen sie durch zum Teil riesige Leistungssprünge auf.
Es sind auch viele erwischt worden. 1994 in Rom bei der Schwimm-Weltmeisterschaft haben die Chinesen zwölf Titel gewonnen. Wenige Wochen später bei den Asienspielen in Hiroshima haben japanische Dopingkontrolleure die Chinesen gleich am Flughafen abgepasst. Es gab sieben positive Fälle. Das hat die Chinesen beeindruckt. Aber es ist schwer, die Chinesen zu testen, allein schon, weil die Kontrolleure ein Visum brauchen. Und wenn ein Kontrolleur die Chinesen im Gebirge testen will, muss er erst vom Flughafen 1000 Kilometer fahren. Es ist ein einziges Versteckspiel.

In diesem Versteckspiel scheinen die Kontrolleure immer zu verlieren.
Weil sie nicht entsprechend vorgehen. Die Kontrolleure müssten einreisen wie Touristen, nicht als Offizielle. Warum hat denn der deutsche Dopingfahnder Klaus Wengoborski so viele erwischt, Katrin Krabbe etwa? Warum hat er die Kenianer so kontrollieren können? Weil er nicht am Flughafen ankam, sondern mit dem Auto über Algerien eingereist war. Man muss kriminalistisch vorgehen. Wengoborski war vorher Kriminalinspektor. Aber die meisten Kontrolleure kommen aus den Kumpelkreisen des Sports.
(Das Gespräch führte Friedhard Teuffel; Quelle: Süddeutsche Zeitung; SZ 1.9.04)


DM: Helmut Schießl (M 30) verteidigt Berglauf-Titel

Die deutschen Berglaufmeister wurden am Sonntag in Oberstaufen (Allgäu) im Rahmen des 29. Hochgrat-Berglaufes gekürt. Helmut Schießl (*1972) im Trikot des TSV Buchenberg nahe Kempten (Allgäu) konnte im 164-köpfigen Feld seinen Titel, den er im Vorjahr in Schönau am Königsee gewonnen hatte, ganz souverän verteidigen.
Der voll berufstätige Zimmermann, der im Vorjahr auch mit einem achten Platz bei der Weltmeisterschaft angenehm überraschte, brauchte 31:56 Minuten für die sechs Kilometer mit 850 Höhenmetern. 2002-Sieger Thomas Greger (*1972) vom pfälzischen TV Hatzenbühl als Vizemeister lag 68 Sekunden zurück.
Mit Stefanie Buss (*1975) vom ASC Rosellen-Neuss siegte nach 40:08 Minuten auch bei den Frauen die Titelverteidigerin. Zweite wurde Romy Lindner (*1967) von der LG Vogtland mit 40:23 Minuten.
41:02 Minuten reichten der Lokalmatadorin Kerstin Harbich (*1974) vom Ausrichter TSV Oberstaufen nur zum vierten Platz.
Die Mannschaftssiege gingen an die Männer des TV Hatzenbühl mit Thomas Greger, Christoph Fuhrbach und Christian Englert, sowie die Frauen der LG Domspitzmilch Regensburg mit Melanie Hohenester (*1974), Andrea Scharrer (*1963) und Andrea Stengel (*1971).
Das Rennen auf den Hausberg von Oberstaufen zählt zu den traditionsreichsten und schwierigsten Bergläufen Deutschlands. Im Jahr 1985 fand hier zum ersten Mal die nationale Berglaufmeisterschaft statt.
(Quelle: www.leichtathletik.de, 30.08.04)


Thüringen: Engelhardt mit Landesrekord

Obwohl die Beteiligung nach den Europameisterschaften und den Deutschen Meisterschaften in Zittau zum traditionellen Offenen Thüringer Landesmeisterschaften im Werferfünfkampf für Senioren mit nicht einmal 30 Teilnehmern schwach ausfiel, wurde am vorletzten Augustwochenende in Zella-Mehlis doch ein Landesrekord aufgestellt.
Die Vierte der EM von Aarhus und mehrfache Deutsche Seniorenmeisterin, Ulrike Engelhardt (Team Erfurt) stellte mit 39,92 m einen neuen thüringischen Landesrekord im Hammerwurf der W 45 auf. Die 47-jährige Erfurterin konnte ihre Bestleistung gleich um 1,03 Meter steigern. Auch im Gewichtwurf war Engelhardt mit 12,27 m um 66 Zentimeter besser als bei der EM in Dänemark. Im Diskuswurf mit 34,54 m und im Speerwurf mit 29,86 m blieb die Athletin auf der Zella-Mehliser Anlage allerdings unter ihren Leistungen in Aarhus. Trotzdem erzielte sie mit 2920 Punkten ein gutes Gesamtresultat im Werferfünfkampf und wurde Landesmeisterin in der W45.
(28.08.04)


Ottey (W44): Spiele und Saison zu Ende

Die Verletzung einer Kniesehne nach gerade einmal dreißig Metern im 200m-Vorlauf bei den Olympischen Spielen in Athen hat das Aus für die 44jährige Merlene Ottey bei ihren 7. Olympischen Spielen gebracht. "Eine mehrstündige Untersuchung am Mittwoch hat eine erste Diagnose bestätigt", sagte Dr. Rasto Stok, slowenischer Teamarzt und meinte, dass die Verletzung der Leichtathletikqueen aus Ljubljana möglicherweise operativ behandelt werden muss. Trainer Srdjan Djordjevic ergänzte, dass sich die Ex-Jamaikanerin jetzt zunächst 14 Tage schonen müsse, bevor entschieden werden könne, ob Ottey operiert werden muss. Im 100m-Sprint war Ottey mit guten 11,13 sec im Halbfinale ausgeschieden. (25.08.04)


Entscheidung: Guido Müller ist Best Masters-Athlet der Welt 2004

Ganz früh am Montagmorgen informierte WMA-Präsident Torsten Carlius bereits DLV-Vize Dieter Massin, dass die Wahl entschieden ist: Der Leichtathletik-Weltverband der Senioren, die WMA, hat Guido Müller (*1938, TSV Vaterstetten) zum "Best Masters-Athlet der Welt" für 2004 auserwählt. Massin: "Ein wahrlich stolzer Augenblick für den DLV-Recken, der in seiner Altersklasse M 65 auch in diesem Jahr Titel und Rekorde "en masse" sammelte."
In Sindelfingen bei den 1. Weltmeisterschaften der Senioren in der Halle gewann Guido Müller vier Einzelwettbewerbe und holte sich Gold mit der DLV-Staffel über 4 x 200 Meter, dazu stellte er in 'Sifi' drei neue Weltrekorde auf.
In Aarhus bei den Europameisterschaften war der Bayer siebenmal erfolgreich (5x Einzel, 2x Staffel) und komplettierte sein Rekordkonto mit weiteren vier Welt- und einem Europarekord. Und schließlich konnte Guido Müller bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren in Potsdam Ende Februar seinen 100. Meistertitel feiern. Unlängst bei den DM II der Senioren in Zittau gewann Guido Müller wiederum "seine" Strecken souverän, von 100 Meter über 200 Meter, 400 Meter, 100 Meter Hürden bis hin zum 300 Meter-Hürdenlauf. Insgesamt 50 mal ist Guido Müller inzwischen deutscher Meister, zählt man die Hallentitel hinzu, sind es sogar 61 nationale Titelgewinne - eine einzigartige Bilanz.
Seit Jahren zählt Guido Müller zu den erfolgreichsten DLV-Seniorensportlern, der neben seiner vorbildlichen Haltung immer wieder durch sportliche Einstellung und Einsatz Beachtung findet. "Es hat den Richtigen getroffen", so die ersten Kommentare von Insidern. Guido Müller wird die Ehrung anlässlich der IAAF-Gala am 19. September in Monte Carlo erfahren. Er selbst meinte, dass die Wahl "auch für die Senioren-Leichtathletik im allgemeinen internationale Anerkennung gibt."
(Quelle: www.leichtathletik.de, 23.08.04, update: 28.08.04)


Ordentliche Leistungen bei später LM Niedersachsen-Bremen

Erst jetzt, eine Woche nach der DM Senioren II im fernen Zittau, fanden in Niedersachsen und Bremen die Senioren-Landesmeisterschaften statt. Dieser Termin war freilich ebenso unglücklich wie zu spät im Jahr, wie nahezu alle Sportlerinnen und Sportler beklagten, die sich trotzdem nach Dörpen im Emsland aufgemacht hatten. Die Folge waren bisweilen sehr kleine Teilnehmerfelder; vor allem bei den Frauen hätte man sich deutlich mehr Athletinnen gewünscht. Auch NLV-Seniorenbeauftragter Wilhelm Köster, der sich vor Ort ein Bild machte, hielt die Kritik an der Terminplanung seines Landesverbandes für berechtigt; er hatte sich weit im Vorfeld vergeblich für einen anderen Termin ausgesprochen. Trotz allem konnte man im Dörpener Sportpark am vergangenen Wochenende sehr ordentliche Leistungen miterleben.
Das Resultat dieser LM gab es am Samstagnachmittag im 800m-Lauf, den Annette Koop (*1958, LG Emstal Dörpen) in 2:20,24 min gewann. Es war nämlich die beste in Deutschland gelaufene 800m-Zeit in der W 45 seit fünf Jahren. Auch die starke W40erin Birgit Schwers (*1962, LG Kreis Verden) konnte in diesem Lauf, trotz eigener Saisonbestleistung von 2:22,37 min, nicht folgen.
Weitere Saisonbestleistungen zeigten in Dörpen in der M 45 über 100m Frank Kindermann (*1955, MTV Wolfenbüttel) in 12,31 (W.: + 0,5) und Wilhelm Lindmüller (*1956, TuS Wunstorf) im Hochsprung mit 1,70m und im Weitsprung mit 6,03m (W.: 0,0) sowie Dr. Rainer Anton (*1951, MTV Soltau) in der Altersklasse M 50 über die 100m Hürden in 16,21 sec (NWI). Der neue M55-Niedersachsenmeister Dierk Mauer (*1947, MTV Schöningen) warf den Hammer mit Saisonbestleistung auf 48,30m; dasselbe gelang Eugen Reinhard (*1940, LG Fallingbostel) mit seinem Diskus, der 47,83m weit flog und ihm den M 60-Titel brachte. Deutlich verbessert präsentierte sich auch M65-Sprinter Horst Schrader, der mit Saisonbestleistungen sowohl über 100m (13,12, NWI) und in 27,39 sec (W.: 0,0) über 200m gewann. An die Spitze der niedersächsischen Senioren-Bestenliste 2004 im Diskuswurf der Altersklasse M 70 setzte sich mit 42,72m (SB) Helmut Brüning (*1933, ATS Cuxhaven).
Bei den W50-Seniorinnen trumpfte Inge Breithaupt (*1952, LG Ganderkesee) mit 10,42m (SB) im Kugelstoßen auf. Die souveräne Anne-Kathrin Eriksen (*1944, LG Braunschweig) war auch wenig glücklich mit dem Augusttermin dieser Landesmeisterschaft, unterstrich aber "Das Erscheinen hier ist Pflicht" und sprang anschließend locker gute 3,91m weit (NWI).
Nicht nur Lob fand übrigens die "sehr sparsam wirkende" Organisation der Meisterschaften durch die lokale LG Emstal, die als Veranstalter eingesprungen war. "Kein Vergleich mit unserer bayerischen Landesmeisterschaft in Hof" meinte beispielsweise Weitsprung-Europameister Hermann Beckering (*1939, SpVG Ahorn), der unter den Zuschauern weilte. So war etwa die Ansage mehr traditionell als professionell, weshalb kaum die Stimmung einer Landesmeisterschaft aufkam. Auch das Wettkampfbüro hätte etwas mehr an Kapazität gut gebrauchen können.
Wegen eines fehlenden Hammerwurfkäfigs in Dörpen waren ohnehin die Hammerwerfer in das 30 Minuten (!) entfernte Haren-Rütenbrock ausquartiert worden, was sich auf die Stimmung nicht positiv auswirkte. Aber immerhin hatte die Gemeinde Dörpen wegen der LM ihrer LG Emstal einen kompletten Satz neue Hürden ("Sportpark Dörpen") spendiert. Alle Resultate aus Dörpen...
(Text: Hannsheinz Noffke; 22.08.04)


IAAF ehrt "Best Masters" 2004

Nun ist es amtlich: Der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) wird in diesem Jahr zum ersten Mal auch die Wahl der besten Senioren der Welt vornehmen. Unter dem Titel "Best Masters" wird es dann einen "Welt-Senioren-Sportler 2004" und eine "Welt-Senioren-Sportlerin 2004" geben. Man darf gespannt sein, auf wen die Wahl der "Best Masters" fallen wird. Gute Chancen werden dabei ebenso Guido Müller (TSV Vaterstetten) eingeräumt wie auch dem britischen Viertelmeiler Stephen Peters. Favoriten für den Titel bei den Frauen könnten sowohl die USA-Masterslegende Phil Raschker (W 55) als auch die Dänin Gitte Karlshoj (W 45) sein, die die Athletin der gerade zu Ende gegangenen EM in Aarhus war. Eine Außenseiterchance hat sicherlich auch Ingrid Maier (TSV Zirndorf) .
Die Masters-Wahl ist im Zusammenhang mit den 1. Weltmeisterschaften der Senioren in der Halle in Sindelfingen zu sehen, als IAAF-Präsident Lamine Diack und sein Generalsekretär Istvan Gyulai im "Glaspalast" Einblick in die "Seniorenleichtathletik" bekamen. Direkt im Anschluss an die Meisterschaft tagte dann das "IAAF Masters Committee", packte die Gelegenheit beim Schopfe und legte dem IAAF-Präsidium den Vorschlag zur Wahl des "Masters-Sportlers des Jahres" vor; und das nahm die Idee auf und an. Im Gegensatz zu einzelnen nationalen Verbänden haben die IAAF-Oberen offenbar realisiert, dass "die Leichtathletik eine Familie ist", wie es EVAA-Präsident Dieter Massin stets formuliert. Die IAAF hat auch verstanden, dass die Senioren ein immens wichtiger Bestandteil unserer Sportart sind und kein ungezogenes, lästiges Stiefkind.
Offenbar aus demselben Grund wird es bei der IAAF-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Helsinki auch zwölf (!) Masters-Einlagewettkämpfe geben, wie jetzt bekannt wurde..

DM Werfermehrkampf: DLV korrigiert Terminfehler

Im Internet hat der DLV jetzt auf einen Terminfehler hingewiesen: Die gedruckte DLV-Ausschreibungsbroschüre für die Deutschen Meisterschaften 2004 enthält für die 2. Deutschen Senioren-Werfer-Mehrkampfmeisterschaften am 04. und 05. September in Ahlen einen Fehler. Das Anfangsdatum für die einzelnen Disziplinen sind nicht der 30. und 31. August sondern natürlich der 04. und der 05. September 2004. Die korrekten Daten sind in der Ausschreibung der Meisterschaft im Internet zu finden. (18.08.04)


Gute Leistungen bei DM Senioren II in Zittau

Zwei Europarekorde und vier neue deutsche Bestleistungen gab es bei den diesjährigen deutschen Meisterschaften der Senioren II, die vom 13. bis zum 15. August 2004 in Zittau stattfanden. Leider litten die Meisterschaften unter dem mehrfachen Ausfall der elektronischen Zeitmessung. Besonders ärgerlich: Durch den Ausfall der Zeitnahme am Samstag dürfte Wolfgang Reuter (*1929, TSV Klausdorf) ein M75-Europarekord, sicherlich ein Europarekord und vielleicht gar ein Weltrekord genommen worden sein; für ihn wurden zwei Tage nach Vollendung des 75. Lebensjahres 13,4 sec handgestoppt, was den 1992 handgestoppten 13,4 sec des US-Sprinters Payton Jordan entspricht und deutlich unter der alten Europarekordmarke von Fritz Assmy (*1915, TSV Bargteheide) liegt, der vor 13 Jahren in Trier 13,64 sec gesprintet war.
Mit fünf Meistertiteln erfolgreichster Athlet in Zittau war einmal mehr Guido Müller (*1938, TSV Vaterstetten), wenn auch mit je einem Europarekord die beiden herausragendsten Altersklassenleistungen dem 70jährigen Bruno Kimmel (*1934, TSV Speyer) über 100m und dem am 12. August 75 Jahre alt gewordenen Wolfgang Reuter (*1929, TSV Klausdorf) gelangen.
Erfolgreichste Athletin war eine souveräne Lidia Zentner (*1953, Gazelle Pforzheim/Königsbach), die mit einem Mammutprogramm in den drei Meisterschaftstagen das Kunststück fertig brachte, über 800m, 1500m und 5000m Gold und über 400m die Silbermedaille zu gewinnen. Mehr auf meiner Zittau-Seite und alle Resultate der DM Senioren II online hier...
Die nächsten Deutschen Seniorenmeisterschaften II finden übrigens im kommenden Sommer im bayerischen Vaterstetten statt. (16.08.04)


Olympische Spiele: Ottey das siebte Mal dabei

Bei ihrer inzwischen siebten Teilnahme an Olympischen Spielen will Merlene Ottey im biblischen Alter für Leistungsklassensportler von 44 Jahren die Favoritinnen ärgern. "Ich nehme nicht teil, nur weil es meine siebten Spiele sind. Ich möchte meine Zeiten verbessern und sehen, wie weit ich komme. Vielleicht kann ich die Favoritinnen an ihre Grenzen treiben", sagte die gebürtige Jamaikanerin, die in Athen für Slowenien startet.
Bei den Sommerspielen 2000 in Sydney, wo sie trotz eines positiven Nandrolon-Dopingbefunds aus dem Jahr 1999 starten durfte, hatte Ottey mit Jamaikas Sprintstaffel die Bronzemedaille gewonnen. Ihren größten Olympia-Erfolg feierte sie 1996 in Atlanta mit Silber über 100 und 200m. Insgesamt gewann Ottey 29 Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. Das Staffel-Bronze in Sydney war ihr achtes olympisches Edelmetall, Gold fehlt allerdings in der Sammlung.
"Ich denke nicht an Medaillen. Auf dem Papier bin ich über 100 Meter momentan auf Halbfinal-Niveau. Das Ziel ist es dann, acht Konkurrentinnen zu schlagen und in den Endlauf einzuziehen", sagte Ottey jetzt, die vor vier Jahren wegen eines Zerwürfnisses mit dem NOK Jamaikas ihre Staatsbürgerschaft wechselte. In Athen startet sie auch über 200 Meter. Die 44-Jährige weist in diesem Jahr Bestzeiten von 11,09 (100m) und 23,06 Sekunden (200m) auf.
(13.08.04)


Gute Senioren-LM in Rostock

Vor allem gute Sprung- und Wurfleistungen standen im Mittelpunkt der gemeinsamen Senioren-Landesmeisterschaften von Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein am Wochenende im Rostocker Leichtathletikstadion. Die besten Leistungen:
Ralf Kunz (*1963, LG Schleswig-Fahrdorf) gewann den Hochsprung der M 40 mit überzeugenden 1,87 m. Gute Wurfresultate zeigten in derselben Altersklasse Rüdiger Möhring (*1964, TSG Bergedorf) im Hammerwurf mit 48,66 m und im Speerwurf (800 g) Karsten Lübbe (*1962, SG TSV Kronshagen/Kieler TB) mit 60,12 m, die er gleich im ersten Versuch erreichte. Hochspringer Jouri Gavrilov (*1955, LBV Phönix Lübeck) gewann den M45-Hochsprung mit 1,78 m und den Dreisprung mit 12,73 m im zweiten versuch; auf die weiteren Versuche verzichtete der Lübecker. Charles Ronigkeit (*1959, SC Urania Hamburg) wurde mit 44,69 m M45-Diskussieger; Olaf Schmidt-Stohn ( *1958, LBV Phönix Lübeck) warf den 7,25 kg schweren Hammer auf sehr ordentliche 47,20 m. In der M 50 zeigte Jan Voigt (*1954, Ahrensburger TSV) mit dem 6kg schweren Hammer und einer Weite von 47,27 m die beste Leistung. Eckhard Riggert (*1946, TSV Ratekau) gewann in der M 55 den Hochsprung in sehr guten 1,61 m. die beeindruckendsten Leistungen in der M 60 kamen von Kurt Goldschmidt (*1943, TSV Kücknitz), der mit 15,68 m im Kugelstoßen (kg) und 57,00 m den Diskuswurf (1kg) gewann. Insider wissen: Bei der EM in Århus wäre dies im Diskuswurf Silber und mit der Kugel sogar Gold gewesen, stieß doch Europameister Klaus Liedtke (1941, SuS Schalke 96) dort "nur" 15,67m.
Ein gut aufgelegter Johann Hansen (*1938, TSV Medelby) gewann in der Altersklasse M 65 drei Titel: Speerwurf (600g) 37,45, Hammerwurf (5kg) 44,42m und Diskuswurf mit 44,49 m.
Bei den Frauen startete außer Konkurrenz die frisch gebackene W 40-Europameisterin Brigitte Heidrich (*1961, TSV Stelle) und war über100m in 13,26 sec und 400m in 58,90 sec nicht zu schlagfen. In der W 55 gewann Heidi Brockhaus (*1948, LG Schönberg-W-S-K) die 100m in14,50 sec und den Weitsprung mit. 4,33 m. Die W 60 sah in Erika Springmann (*1943, LBV Phönix Lübeck) mit 1,31 m eine gute Hochsrungmeisterin; sie gewann auch das Kugelstoßen mit Saisonbestleistung von 10,48m. Erwartungsgemäß stark zeigte sich eine Woche vor der DM auch Renate Vogel (*1943, HSG Uni Rostock) im Speerwurf mit 36,57 m. Christiane Schmalbruch (*1937, HSG Uni Rostock) startete in der W 65 nur über 100m, die sie in eher mäßigen 15,98 sec (W.: -1,2) gewann. In der Altersklasse W 75 gewann Helga Schneider (*1928 LG HNF Hamburg) den Hochsprung in guten 1,01 m vor Margarete Strüven (*1922 = W 80, LG HNF Hamburg) die 0,90m (SB) schaffte. (08.08.04)


Berlin-Marathon für Läufer ausgebucht

Der 31. Berlin-Marathon am 26. September ist für Läufer ausgebucht. Nachdem das Limit von 35.000 Athleten erreicht wurde, nimmt der Veranstalter SCC-Running für das Lauf-Spektakel keine weiteren Meldungen mehr an. Der Berlin-Marathon wird um 9 Uhr auf der Straße des 17. Juni gestartet und endet wie im vergangenen Jahr im Bereich am Brandenburger Tor.
Für die Inline-Skater, die am 25. September zum zweiten Mal ihr eigenes, separates Rennen haben werden, sind dagegen noch Startnummern vorhanden. Hier ist am 27. August der Meldeschluss. Dieses Rennen beginnt am 25. September um 10 Uhr. Start- und Zielbereich sind bei Skatern und Läufern so gut wie identisch.
Im vergangenen Jahr hatte die Rekordzahl von 30.709 Läufern das Ziel erreicht. Damit war der Berlin-Marathon hinter New York, Chicago und London im Jahr 2003 der viertgrößte Marathonlauf der Welt. Berücksichtigt man in dieser Statistik auch noch die Inline-Skater, hat Berlin die größte Marathonveranstaltung weltweit.
Vor dem Berlin-Marathon organisiert SCC-Running noch zwei Vorbereitungsrennen für Läufer. Am 22. August findet der 28. Campina-Straßenlauf statt. Eine Woche später steht am 29. August noch ein 30-Kilometer-Trainingslauf auf dem Programm, bei dem auch 10 oder 20 Kilometer gelaufen werden können. Zudem findet hier auch die Premiere des 1. Berliner Nordic Trainingswalk über 10 oder 20 Kilometer statt.
Für Inline-Skater gibt es in Vorbereitung auf den Berlin-Marathon am 22. August das XRace im Tiergarten. Dieses Halbmarathonrennen mir den Deutschen Meisterschaften veranstaltet SCC-Running in Kooperation mit dem XSpeed-Team des SCC Berlin. (06.08.04)

Nachlese: 181 Rekorde in Århus

Sogar Deutschlands Chefstatistiker Jörg Reckemeier (Oldenburg) zog in Århus den Hut vor Fleiß und Arbeitseinsatz von Ivar Söderlind, Präsidiumsmitglied des Europäischen Senioren-Leichtathletikverbandes EVAA und zuständig für Staistik und Webseite. Ob es frühmorgens im Atletion oder spätabends im Hotel war, stets wertete der Schwede - sei es am eigenen Laptop oder an greifbaren Internetterminals -die neuesten EM-Ergebnisse und Resultate aus, trug zusammen und ermittelte neue Bestleistungen.
Jetzt liegt eine Auswertung Söderlinds vor.
Tatsache ist danach, dass die 14. Senioren-EM in Dänemark insgesamt - so Söderlinds Auswertung - 181 Meisterschaftsrekorde gebracht hat. EVAA-Präsident Massin: "Das zeigt, auf welch hohem Niveau in Europa die Seniorensportler wettkämpfen." Zwei Jahre zuvor in Potsdam hatte es nur 131 Bestmarken gegeben.
Von den 181 Meisterschaftsrekorden waren 64 zugleich Europarekorde, die von Athleten aus insgesamt 16 Nationen aufgestellt wurden, "ebenfalls ein Beweis, dass in allen Teilen Europas die Senioren-Leichtathletik sich etabliert hat", so Massin
45 dieser Europarekorde waren auch neue Weltrekorde. 11 entfielen davon allerdings auf das neu in die Statistik aufgenommenen Wettkampf "Gewichtwerfen", in dem auch 12 neue Europarekorde aufgestellt wurden. Zieht man diesen Wettbewerb ab, wurde die Bilanz von Potsdam gleichwohl übertroffen. Hier Ivar Söderlinds "vorläufig endgültige" Liste (pdf)...
(06.08.04)


Merlene Ottey wird noch schneller: 11,09 Sekunden

Merlene Ottey (W 44) wird noch schneller. In 11,09 Sekunden schaffte die gebürtige Jamaikanerin, die seit ihrem 42. Geburtstag am 10. Mai 2002 für Slowenien läuft, in Naimette-Xhovemont/ Belgien ihre beste 100-m-Zeit seit vier Jahren. Damit distanzierte sie bei idealem Rückenwind (2,0 m/Sek.) Natasha Mayers (Jungferninseln/11,16) und nimmt die 14. Stelle in der Weltjahresbestenliste ein.
Die 200-m-Weltmeisterin von 1993 in Stuttgart und von 1995 nimmt in Athen bereits an ihren siebten Olympischen Spielen teil. Seit 1979 steht Ottey (Bestleistungen 10,74 und 21,64 Sek.) im internationalen Rampenlicht. An eine Medaille verschwendet Merlene Ottey keine Gedanken mehr: "Ach was, ich habe heute keine Chance mehr", sagte sie und fügte lachend hinzu: "Vielleicht gibt es ja viele Fehlstarts, und ich bleibe als Einzige übrig."
(04.08.04)

Deutsche Århus-Bilanz: 938 DLV-Athleten erringen 478 Medaillen

Erfolgreich sind die XIV. Leichtathletik-Europameisterschaften der Senioren im dänischen Århus zu gegangen. Bei den am Sonntag zu Ende gegangen 14. Senioren-Europameisterschaften in Århus und Randers (Dänemark) holte das deutsche Team, das aus 938 Aktiven bestand, stolze 478 Medaillen. Bei den abschließenden Staffelwettbewerben gab es noch einmal ein Feuerwerk von 24 Goldmedaillen für deutsche Staffeln. Prozentual hat es in Dänemark für das deutsche Team so gar mehr Medaillen gegeben als vor zwei Jahren im heimischen Potsdam, über das übrigens in der Rückschau in Århus nicht viel Gutes zu hören war.
Das DLV-Betreuerteam mit den Physiotherapeuten des DLV hatte daran großen Anteil und ihm gebührt großer Dank und Anerkennung aller deutscnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Es war in bewährter Weise und immer, sozusagen dänisch-ruhig und geduldig zur Stelle, wenn es kleine und große Probleme zu lösen galt, und davon gab es eine ganze Menge. Solange aber so erfolgreicht gecoacht wird, haben Forderungen keine Chance, wegen der die Seniorenleichtathletik ignorierenden DLV-Spitze, nach britischem oder finnischem Vorbild einen eigenen nationalen Masters-Leichtathletikverband zu gründen.
Ingesamt hat die Seniorenleichtathletik einen rasanten Leistungsschub zu verzeichnen, heißt es zurecht auf der DLV-Webseite. 181 neue Meetingrekorde, 64 neue Europarekorde, 45 Weltrekorde sprechen als Bilanz aus den letzten zehn Wettkampftagen in Århus eine deutliche Sprache.
Die Athleten dieser EM waren bei den Männern "the amazing" Guido Müller (*1937, TSV Vaterstetten), der sieben (!) Goldmedaillen errang und dabei vier Weltrekorde aufstellte, sowie die dänische Ausnahmeläuferin Gitte Karlshoj (*1959, Århus 1900), die in ihrer Altersklasse W 45 überlegen - wie von ihr zuvor angekündigt - alle Laufwettbewerbe von 800m bis zum Marathon und damit fünf Goldmedaillen gewann - ebenso viel wie die unverwüstliche deutsche Werferin Jutta Schaefer (*1931, TSV Oberzwehren) in den Wurfdisziplinen der W 70.
Århus und Randers waren uneingeschränkt würdige Gastgeber dieser insgesamt sehr erfolgreichen EM. In Erinnerung der Athleten werden neben den tollen sportlichen Leistungen in allen Altersklassen die hilfsbereiten, kompetenten und geduldigen Kampfrichter und Organisatoren ebenso bleiben wie eine moderne und sichere Hafenstadt mit ausnahmslos angenehmen und freundlichen Menschen, die auch künftig einen Besuch wert ist. Allein die Preise für die angereisten Amateurleichtathleten hatten nordisches Niveau. Das wird 2006 in Posen sicherlich anders sein, wenn dort die XV. EM stattfinden und verstärkt auch osteuropäische Athleten antreten werden. Zu wünschen ist aber, dass in Polen auch die Wettkampforganisation und das sonstige Drumherum das hohe Niveau von Århus und Randers erreichen, was nicht leicht sein wird. Die in Århus wieder gewählten Männer und Frauen im Präsidium des Europäischen Senioren Leichtathletikverbandes EVAA werden darauf achten. Ihr international geschickt und vertrauenswürdig agierender, folglich unangefochtener EVAA-Präsidenten Dieter Massin wird es garantieren. Auch er ist, wie nicht nur seine Wiederwahl zeigt, ein großer Gewinner dieser beeindruckenden EM in Dänemark. (02.08.04)


Annettes Å-Seite:
Meine Berichte und Informationen von den
14. Senioren Europameisterschaften der Leichtathleten
Århus/Randers (Dänemark) 22. Juli - 1. August


«Ich habe Frieden geschlossen»
Der Fall des Langstreckenläufers Dieter Baumann in der ARD als Fernsehfilm

Es war der spektakulärste Dopingfall der deutschen Sportgeschichte: Dieter Baumann - der populäre Langstreckenläufer hatte sich seine Beliebtheit beim Publikum auch mit seinem Kampf für den «sauberen Sport» verdient - und dann das: Er wurde selbst positiv getestet. Das war 1999, aber ganz aufgeklärt ist der Fall bis heute nicht. Jetzt macht sich der Fernsehfilm «Ich will laufen! - Der Fall Dieter Baumann» auf, etwas Licht in den mysteriösen Fall zu bringen. "Ich habe den Film gesehen und er hat mich sehr aufgerieben", gesteht Baumann. Die ARD zeigt ihn am Mittwoch um 20.15 Uhr.
"Ich stehe meiner Zustimmung zu der Verfilmung nach wie vor ambivalent gegenüber", sagt Baumann. Manchmal gelinge es ihm einfach nicht, sich "abstrakt wegzudenken", wenn sich Hans-Werner Meyer als Dieter Baumann durchs Bild bewege und das erzähle, was er selbst erlebt habe. "Ich kann das heute aber aushalten", fügt der schmächtige Langstreckler hinzu. Gerade hat er ein neues Laufbuch veröffentlicht und genießt auch deswegen seine Auftritte in der Öffentlichkeit. "Ich bin seit 20 Jahren von Berufs wegen Dieter Baumann. Für mich ist Beruf Leben."
Dieses Leben - beruflich wie privat - gerät ganz und gar aus den Fugen, als im Herbst 1999 die Nachricht vom Dopingfall des Olympasiegers, Vorzeigesportlers und Kämpfers für eine "saubere Leichtathletik" einschlägt wie eine Bombe. Bei einer routinemäßigen Kontrolle wird Baumann positiv auf das verbotene Nandrolon getestet. Doch er beharrt vehement darauf, nie wissentlich leistungsfördernde Substanzen genommen zu haben. Verband und Öffentlichkeit rücken von ihm ab.
Was auf den ersten Blick dann wie eine Klärung der Situation erscheint, hilft in Wirklichkeit nicht weiter: Chemiker entdecken in einer Tube Zahncreme der Baumanns die Quelle für das Nandrolon. Bis heute ist ungeklärt, wie die Substanz dort hineinkam - war es etwa ein Anschlag? Der Film legt mehrere Fährten, doch keine von ihnen ist bis heute belegt, und so kann der TV-Zuschauer auch keine Antwort erwarten.
An dieser "wahnsinnigen Situation" sei die Ehe der Baumanns fast zerbrochen, sagt Schauspielerin Sophie Rois, die Baumanns Ehefrau Isabelle spielt. "Es ist so, als würde ich erzählen, der KGB ist hinter mir her - das würde mir auch niemand glauben." Die bislang unbekannte Seite der Geschichte wolle der Film erzählen, sagt Schauspieler Hans-Werner Meyer.
"Man weiß bislang nicht, wie sich die Leute um ihn herum verhalten haben, um welche Machtkonstellationen es dabei ging und was der Fall mit ihm persönlich gemacht hat." Diese menschliche Seite des Falls kenne man nicht. "Und die will der Film sichtbar machen", sagt Meyer.
Drehbuchautor und Regisseur Diethard Klante führte vor Beginn der Dreharbeiten mehr als 100 Stunden Interviews, um den Personen Dieter und Isabelle Baumann näher zu kommen. Weitgehend hat er als Erzähler die Perspektive Baumanns übernommen, hält ihn also für unschuldig am Dopingskandal. "Es ist nicht meine Aufgabe als Filmemacher, die Arbeit der Kriminalpolizei zu machen", sagt er. Seine Sympathie habe bei Baumann gelegen. "Anders hätte ich den Film gar nicht drehen können."
Für Dieter Baumann ist der Fall abgeschlossen. "Ich habe eine turbulente Zeit hinter mir, aber ich habe Frieden damit geschlossen", sagt der 39-jährige Schwabe. Was es über diesen Fall zu sagen gibt, das sei gesagt - nicht zuletzt in seinem Buch und auf seiner eigenen Internet-Homepage.
(Quelle: ddp, 01.08.04)


EVAA-Kongress: 200m-Sprint in der Halle bleibt

Die Entscheidung der IAAF künftig bei Hallenwettbewerben keine 200m durchzuführen, wird nicht vom Europäischen Leichtathletikverband der Senioren übernommen. Wie bereits der Masters-Weltverband WMA beschloss die EVAA-Generalversammlung am Dienstag in Århus auf Antrag des französischen Verbandes einstimmig (!), die 200m in der Halle beizubehalten. Abgelehnt wurde ein weiterer Antrag, künftig in der Halle 5000m statt 3000m Bahngehen durchzuführen. Auch auf europäischer Ebene bei Meisterschaften eine Altersgruppe 100+ einzuführen (32 Ja, 27 Nein). Diese Altersklassenregelung gilt bereits bei den Senioren-Weltmeisterschaften. (27.07.04)


2008: EVAA-Kongress entscheidet für Ljubljana
Massin: "Meisterschaften mit Herz"

Ljubljana ist der Gastgeber der übernächsten Europameisterschaften der Senioren. Dies beschloss am Dienstagmittag die Vollversammlung des Europäischen Leichtathletikverbandes EVAA im dänischen Aarhus mit der deutlichen Mehrheit von 57 abgegebenen Stimmen. Auf die Region um das nordfranzösische Lille entfielen 24 Voten. Abgeschlagen kam Izmir (Türkei) auf lediglich 3 abgegebene Stimmen.
Zuvor hatten sich die verbliebenen drei Bewerberstädte präsentiert. Dabei stand im Mittelpunkt des Auftritts der Franzosen der Hinweis auf die große Erfahrung in der Organisation internationaler Leichtathletik. Die Vorstellung erfolgte u.a. durch den Präsidenten des französischen Leichtathletikverbandes Bernard Amsalem und seinen Generaldirektor Jean Gracia, der übersetzte. Nebenbei: Ein solches Engagement für den Wettkampfsport der Senioren durch DLV-Präsident Prokop und Direktor Hensel erscheint nicht für Insider unvorstellbar. Aber der französische Auftritt rührte doch letztlich die Delegierten nicht an. Ganz anders die anschließende Vorstellung Ljubljanas, die sich durch Herzlichkeit und Gefühl auszeichnete. Das war dann auch ausschlaggebend für die klare Entscheidung.
Im Anschluss an das Votum zeigte sich EVAA-Präsident Dieter Massin, der sich bei Izmir und Lille bedankte, mit der Wahl der slowenischen Hauptstadt sehr zufrieden. Seine Erwartung: "In Ljubljana gibt es Europameisterschaften mit Herz."
Einer der Väter der erfolgreichen Bewerbung Ljubljanas , dessen erste Bewerbung vor vier Jahren noch gegen Potsdam unterlegen war, ist auch EVAA-Ehrenpräsident Wilhelm Köster (Sulingen), der die Slowenen schon in den 90er Jahren ermuntert hatte, sich für die Ausrichtung einer internationalen Meisterschaft zu bewerben und bei dem sich anschließend ein sichtlich erleichterter Edvard Sega, Hauptverantwortlicher der Bewerbung, bedankte. Zu Beginn der Vollversammlung war Wilhelm Köster übrigens einstimmig zum Ehrenpräsidenten der EVAA ernannt worden.
Die geplante anschließende Vorstellung der beiden deutschen Ausrichterstädte Halle (Indoor-EM 2007) und Erfurt (Straßenlauf-EM 2007) fiel aus, nachdem beide ihre Bewerbungen jetzt überraschend zurückgegeben hatten. EVAA-Präsident Dieter Massin, der zuvor schon mit Bedauern den Verzicht Münchens auf die Bewerbung um die EM 2008 hatte mitteilen müssen: "Für mich als Deutschen ist es sehr, sehr bedauerlich, und ich muss mich entschuldigen dafür, dass diese beiden Städte ihre Bewerbungen zurückgegeben haben. Ich bitte Sie alle, nach Ausrichtern für diese beiden Europameisterschaften Ausschau zu halten. Es ist sehr schade, aber es ist so," kommentierte Massin, der auch Vizepräsident des DLV ist. (27.07.04)

EVAA löst sich auf und gründet sich neu – Massin behält sein Einfamilienhaus

25 Jahre nach ihrer ersten Gründung hat sich der Europäische Senioren-Leichtathletikverband am Dienstag auf der Generalversammlung im dänischen Aarhus zunächst aufgelöst und dann eine "neue EVAA" gegründet. Hintergrund: Bisher war die EVAA lediglich eine nicht-organisierte Interessengemeinschaft. Daher, erläuterte Dieter Massin, trage im Zweifel er persönlich als Präsident die gesamte zivilrechtliche Haftung. "Ich hatte schon viele schlaflose Nächte", meinte der EVAA-Präsident im Hinblick auf diese persönliche Kosequenz, im Zweifel mit seinem gesamten Vermögen zu haften. Es sei also notwendig, die bisherige Interessengemeinschaft aufzulösen ("zu liquidieren") und eine neue EVAA als eingetragenen Verein zu gründen. Er wird seinen Sitz im schweizerischen Lausanne haben, also dort, wo seit Jahresbeginn auch der Europäische Leichtathletikverband EAA seinen Sitz hat. Das Votum erfolgte einstimmig.
Zum Liquidator der alten EVAA wurde, ebenfalls einstimmig, der Schweizer Rechtsanwalt Dr. Richard Müller gewählt, der das notwendige formelle Vorgehen einer erstaunt lauschenden Generalversammlung erläuterte, die anschließend zwei Versuche – den ersten nach englischer und einen zweiten nach deutscher Erläuterung - benötigte, um dem konkreten Liquidationsablauf zuzustimmen. Das Vermögen wird auf die neue EVAA übertragen. Satzung und EVAA-Präsidium (Council) wurde nach der Mittagspause neu beschlossenund gewählt. Das alte Council ist auch das neue. (27.07.04)

Kommentar zum EM-Rückzug von München, Halle und Erfurt
Ein Schelm, wer nur an Zufall dabei denkt
...

Am Wochenende bevor in dieser Woche der EVAA-Kongress im dänischen Arhus über den Ausrichter der 16. Senioren-Europameisterschaften im Jahr 2008 entscheidet, rätseln die deutschen Senioren über die bekannt gewordene Absage der bayerischen Landeshauptstadt München, das aussichtsreicher Bewerber für die übernächste Senioren-Europameisterschaft war. Die tatsächlichen Gründe für den Schritt der verantwortlichen Münchener Olympiapark-GmbH sind bisher zwar völlig unklar.
Zeitgleich haben aber auch beide ostdeutsche Ausrichter der Senioren-Europameisterschaften im Jahr 2007, also Halle (Indoor-EM) und Erfurt (Straßenlauf-EM), dem europäischen Leichtathletikverband EVAA mitgeteilt, von der Ausrichtung Abstand zu nehmen, falls sich eine andere europäische Stadt findet. So wird es heutzutage formuliert, wenn man nicht mehr will.
Bei Lichte besehen kann dieser Rückzug gleich von drei deutschen Bewerbern nur eine gemeinsame Ursache haben. Ein Schelm ist daher, wer hinter diesem zeitlichen und inhaltlichen Zusammentreffen bloßen Zufall vermutet. Also, was kann der Grund sein ?
Die erste offiziöse Bemerkung, es sei in Thüringen wie in Sachsen-Anhalt kein Geld mehr da, nachdem das in der Nähe liegende Leipzig aus dem Olympiarennen 2012 ausgeschieden sei, ist zu vordergründig, als dass sie zu glauben ist. Auch der aufziehende Abrechnungsskandal um die Senioren-EM 2002 in Potsdam kann nicht als Grund herhalten, obwohl die Brandenburger - wie es heißt - ein Defizit von 120.000 Euro dieser EM zusammengerechnet haben. Das bisher uangenehm wirkende Finanzgebaren der EM-Organisatoren von 2002 um den Brandenburgischen Leichtathletikverband, den SC Potsdam ("SCP") und eine Sport Consulting Potsdam (Abkürzung auch "SCP") dürfte jedenfalls ebenso wenig erklärbar sein (und sorgfältiger Prüfung standhalten), wie es engagierte und interessierte Organisatoren beeindrucken kann.
Damit richtet sich der Blick auf den Deutschen Leichtathletikverband (DLV), in dessen Führungsetage der Erfolg der Macher um EVAA-Präsident und DLV-Vize Dieter Massin zunehmend zu stören scheint. Zur Erinnerung: Die deutsche Spitzenleichtathletik Marke DLV ist nicht erst seit dem Desaster der WM in Paris kaum mehr existent. Stören da vielleicht Erfolgserlebnisse wie die von Massin durchgesetzte 1. Hallen-WM in Sindelfingen, oder gibt es Neid bei denen, dem das Etikett Versager anhaftet, die die Note mangelhaft mit sich herumschleppen ? Welche Rolle spielen bei der aktuellen Kollektivabsage im Hintergrund DLV-Funktionäre und Leichtathletik-Marketinggesellschaft ? Stimmt es, wonach DLV und LMG bei internationalen Seniorenmeisterschaften in Deutschland zwar kräftig mitkassieren aber keine Mithaftung übernehmen wollen ? Ist dies der Grund für das gleichzeitige "Nein, nicht mehr mit uns" aus München, Halle und Erfurt ?
Das international durchaus ausbaufähige Ansehen der deutschen Leichtathletik insgesamt ist jedenfalls mit diesem kollektiven Rückzug beschädigt. Offen ist, ob das auch für den deutschen EVAA-Präsidenten Dieter Massin gilt. Bisher hatte der Westfale meist noch einen Trumpf im Ärmel, wenn der Wind von vorn kam. Ob dies auch jetzt so sein wird, wird sich frühestens beim EVAA-Kongress am Dienstag zeigen. (25.07.04)


Ottey sprintet 11,19 sec

Die mittlerweile 44jährige Sprintkönigin Merlene Ottey (SLO) ist in ihrem Vorhaben, bei den Olympischen Spielen in Athen zu starten, ein großes Stück voran gekommen. Mit 11,19 sec bei zulässigem Rückenwind von + 0,8sec gelang ihr am Mittwochabend beim EAA-Meeting in Tallinn eine neue Saisonbestzeit. (22.07.04)


400m in Borken: Gazda-Sagolla und Gutschank mit starken Leistungen

Über 400m überzeugten die Seniorinnen beim Ferien-Abendsportfest am 20. Juli im nordhessischen Borken. Irena Gazda-Sagolla (*1961, TSV 05 Remsfeld ) lief kurz vor Beginn der EM in Århus die Stadionrunde ohne Konkurrenz in sehr guten 60,29 sec. Die neu in die W 50 aufgerückte Ilse Gutschank (*1954, PSV Grün-Weiß Kassel) kam auf starke 68,23 sec.
Bei den Männern zeigte Dieter Tisch (*1948, ABC Ludwigshafen) in 16,76 sec eine gute Form über 100m Hürden.
(22.07.04)

Deutsche Hallenmeisterschaft 2005 in Leverkusen ?

Gesucht wird weiterhin ein Ausrichter der kommenden Hallenmeisterschaften der Senioren am 26. und 27. Februar 2005. DLV-Vize Dieter Massin favorisiert offensichtlich den DLV-Bezirk Nordrhein und hat mit dessen Präsident Franz-Josef Probst mehrfach verhandelt. Im DLV-Bezirk Nordrhein kommen als Veranstaltungsorte die Hallen in Leverkusen oder in Düsseldorf in Frage. Allerdings ist das Übernachtungsangebot in Düsseldorf durch die gleichzeitig stattfindende BOOT-Ausstellung stark beansprucht, so dass eigentlich alles für die im Jahr 2001 eingeweihte Leverkusener Leichtathletikhalle spricht.
Offen ist bisher auch noch, wer die DM Straße am 13. März ausrichten soll.
(22.07.04)


DLV-Leichtathletik-News Ausgabe 1/2004 erschienen

Die neue Ausgabe der Leichtathletik-News aus dem Referat "Wettkampf-, Breiten- und Freizeitsport" im Deutschen Leichtathletik-Verband wurde fertiggestellt. Dort finden sich unter anderem Informationen rund um die Themen Breitensport, Seniorensport und aus dem Bundesausschuss und als Schmankerl auf der letzten Seite eine komplette Übersicht über das Leichtathletikprogramm der Olympischen Spiele in Athen
Die Leichtathletik-News 1/2004 findet sich im pdf-Format hier.
(22.07.04)


DAMM 2004 - Zwischenstand zwei Wochen vor Meldeschluss

Am Wochenanfang hat der DLV diejenigen Teams der Altersklassen 30, 40, 50, 60 der Männer und Frauen veröffentlicht, die nach dem jetzt vorliegenden Zwischentand beim 33. DAMM-Endkampf am 11. September 2004 in Lübeck gegeneinander antreten werden. Erstmals sind auch Teams der Frauen AK 60 vertreten.
Schlusstermin für die Qualifikation zum Mannschaftsendkampf, an dem jeweils die sechs besten Teams der teilnehmen, war der vergangene Sonntag. Der DLV: "Nur bis zum 01. August 2004 beim DLV vorliegende Auswertungsbogen - DLV-Vordruck 2.41 - mit Ergebnisliste, werden für die Ermittlung der qualifizierten Mannschaften gewertet. Diese erhalten vom DLV die Einladung zum Endkampf. Die Bestimmungen der VAO § 6 finden volle Anwendung. Für die fristgerechte Abgabe der Meldungen sind die Vereine und nicht die Ausrichter der Durchgänge verantwortlich. Die alphabetische Mannschaftsaufstellung mit Namen, Vornamen, Geburtsjahr und Startpassnummer ist so rechtzeitig dem eigenen Landesverband zuzuleiten, dass sie von dort bis zum 24. August 2004 dem örtlichen Ausrichter zugehen kann."
Hier der DLV-Zwischenstand nach Verein, Punkte, Tag und Ort der Leistung;
die Endkampfteilnehmer 2003 sind kursiv gekennzeichnet:
SENIOREN M 30
LAZ Salamander Kornwestheim 12.743 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
LG Leinfelden-Echterd. 12.098 Punkte am 10.06.2004 Rottweil

Hannover 96 12.043 Punkte am 23.05.2004 Osterode
LC Paderborn 11.995 Punkte am 20.05.2004 Gladbeck
LG Filder 11.922 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
OTB Osnabrück 11.829 Punkte am 08.05.2004 Nordhorn
LG Teck 11.702 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
SG TSV Kronsh./Kieler TB 11.479 Punkte am 20.05.2004 Hamburg
Turnverein Rheinbach 11.174 Punkte am 01.05.2004 Köln
LBV Phönix Lübeck 11.049 Punkte am 20.05.2004 Hamburg
TSG Markkleeberg v. 1903 10.306 Punkte am 29.05.2004 Leipzig
LG Rüsselsheim 10.198 20.05.2004 Punkte am Seeheim
LC Nordhorn 10.179 08.05.2004 Punkte am Nordhorn
Sportfreunde Neukieritzsch 10.157 Punkte am 29.05.2004 Leipzig
LAC Degerloch 8.714 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
Düsseldorfer Sportverein Punkte am 04 4.206 01.05.2004 Köln
SENIORINNEN W30
TSV Bayer Leverkusen 8658 Punkte am 01.05.2004 Köln
LG Neiße 8371 Punkte am 29.05.2004 Leipzig
TuS Niederneisen 8315 Punkte am 29.05.2004 Idstein

LG LKr Aschaffenburg 8070 Punkte am 16.05.2004 Passau
LG Hannover 7799 Punkte am 19.06.2004 Sarstedt
Sportfreunde Neukieritzsch Punkte am 7756 29.05.2004 Leipzig
LBV Phönix Lübeck 7539 Punkte am 20.05.2004 Hamburg
LBV Phönix Lübeck 7010 Punkte am 20.05.2004 Hamburg
Pulheimer Sportclub 6995 Punkte am 01.05.2004 Köln
TSG Markkleeberg v. 1903 6256 Punkte am 29.05.2004 Leipzig
LAC Degerloch 4817 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
SENIOREN M 40
TV Bürstadt 9244 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
Pulheimer Sportclub 9206 Punkte am 01.05.2004 Köln
1. FC Passau 9090 Punkte am 17.07.2004 Passau
LAC Quelle Fü/Mü/Wü Punkte am 8970 16.05.2004 Passau
LG Osterode 8488 Punkte am 23.05.2004 Osterode

LG Filder 8411 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
LG Schleswig-Fahrdorf 8391 Punkte am 31.05.2004 Schleswig
LBV Phönix Lübeck 8382 Punkte am 20.05.2004 Hamburg
Düsseldorfer Sportverein 04 8125 Punkte am 01.05.2004 Köln
SWC Regensburg 7906 Punkte am 16.05.2004 Passau
USC “OvG” Magdeburg 7829 Punkte am 15.05.2004 Schönebeck
TSV Essingen 7788 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
LG Plettenberg/Herscheid 7739 Punkte am 20.05.2004 Gladbeck
TSV Rottweil 7620 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
SV Regis-Breitingen 7499 Punkte am 29.05.2004 Leipzig
LG Monheim/Baumberg 7455 Punkte am 01.05.2004 Köln
LG Rodgau 7335 Punkte am 20.05.2004 Seeheim
LG Bonn/Troisdorf/Niederkassel 6796 Punkte am 01.05.2004 Köln
SuS Schalke 96 6575 Punkte am 20.05.2004 Gladbeck
LAC Degerloch 6548 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
TSV Bayer Leverkusen 5938 Punkte am 01.05.2004 Köln
SENIORINNEN W 40
TSV Stelle 6078 Punkte am 20.05.2004 Hamburg
USV Halle 5711 Punkte am 15.05.2004 Schönebeck
VfV Spandau 5706 Punkte am 15./16.05.2004 Berlin
LG Altmark 5681 Punkte am 15.05.2004 Schönebeck
LG Kreis Verden 5586 Punkte am 05.06.2004 Verden
LG Neckar-Enz 5516 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
ART Düsseldorf 5513 Punkte am 04.07.2004 Düsseldorf
LG Neiße 5382 Punkte am 29.05.2004 Leipzig
MTG Mannheim 5300 Punkte am 20.05.2004 Seeheim
SuS Schalke 96 5184 Punkte am 20.05.2004 Gladbeck
LAC Quelle Fü/Mü/Wü 5033 Punkte am 16.05.2004 Passau
VfL Kirchheim-Teck 4952 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
SV Kirchzarten 4926 Punkte am 06.06.2004 Emmendingen
DJK Frankenberg Aachen 4588 Punkte am 04.07.2004 Düsseldorf
1.FC Passau 4566 Punkte am 16.05.2004 Passau
Turnerschaft Frechen 1897 4412 Punkte am 01.05.2004 Köln
TB Emmendingen 4188 Punkte am 06.06.2004 Emmendingen
TSV Eschollbrücken-Eich 4172 Punkte am 20.05.2004 Seeheim
LAC Obere Mury 4074 Punkte am 18.06.2004 Gaggenau
LG Monheim/Baumberg 2376 Punkte am 01.05.2004 Köln
SENIOREN M 50
LAC Quelle Fü/Mü/Wü 8639 Punkte am 16.05.2004 Passau
Pulheimer Sportclub 8592 Punkte am 01.05.2004 Köln
Ahrensburger TSV 8396 Punkte am 20.05.2004 Hamburg
LG Bielefeld 8123 Punkte am 20.05.2004 Gladbeck
LG Hünxe 8042 Punkte am 01.05.2004 Köln
1.FC Passau 7891 Punkte am 16.05.2004 Passau
SuS Schalke 96 7707 Punkte am 20.05.2004 Gladbeck
LG München 7505 Punkte am 16.05.2004 Passau
TSV Crailsheim 7473 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
TSV Zirndorf 7438 Punkte am 16.05.2004 Passau
LG Kreis Verden 7247 Punkte am 05.06.2004 Verden
LAC Obere Murg 7244 Punkte am 18.06.2004 Gaggenau
TSV Waldenbuch 6871 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
LG Rodgau 6791 Punkte am 20.05.2004 Seeheim
TSV Eschollbrücken-Eich 5788 Punkte am 20.05.2004 Seeheim
TUS Gildehaus 5530 Punkte am 08.05.2004 Nordhorn
SENIORINNEN W 50
LG Nord Berlin 3933 Punkte am 20.06.2004 Berlin
1. TSV Zirndorf 3893 Punkte am 16.05.2004 Passau
LG Kreis Verden 3818 Punkte am 05.06.2004 Verden
LG Nord-West Hamburg 3756 Punkte am 02.07.2004 Hamburg
LAV asics Tübingen 3751 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
VfL Kirchheim-Teck 3688 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
TB Emmendingen 3680 Punkte am 06.06.2004 Emmendingen
OSC Berlin 3192 Punkte am 20.06.2004 Berlin
SENIOREN M 60
SV Polizei Hamburg 6172 Punkte am 20.05.2004 Hamburg
LAC Obere Murg 6162 Punkte am 18.06.2004 Gaggenau
ESV Lok Potsdam 6075 Punkte am 15./16.05.2004 Berlin
LG Alsternord 5992 Punkte am 23.06.2004 Hamburg
SuS Schalke 96 5974 Punkte am 20.05.2004 Gladbeck
Pulheimer Sportclub 5954 Punkte am 01.05.2004 Köln

TG Nürtingen 5925 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
LG Kernen 5715 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
LG Neiße 5528 Punkte am 29.05.2004 Leipzig
LAV Bayer Uerdingen/Dormagen 5429 Punkte am 01.05.2004 Köln
SVW Osterwald 5419 Punkte am 19.06.2004 Sarstedt
LG Hochtaunus 5414 Punkte am 20.05.2004 Seeheim
MTV Stuttgart 5361 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
LG Hünxe 5251 Punkte am 01.05.2004 Köln
TB Emmendingen 5215 Punkte am 06.06.2004 Emmendingen
TSV Eschollbrücken-Eich 5073 Punkte am 20.05.2004 Seeheim
SC Siemensstadt Berlin 4891 Punkte am 15./16.05.2004 Berlin
LG Nord Berlin 4821 Punkte am 20.06.2004 Berlin
TK Jahn Sarstedt 4637 Punkte am 19.06.2004 Sarstedt
Sport-Union Annen 4322 Punkte am 20.05.2004 Gladbeck
LG Kernen (M70) 3931 Punkte am 10.06.2004 Rottweil
OSC Berlin 2880 20.06.2004 Berlin
SENIORINNEN W 60 (neu)
LG Nord-West Hamburg 3781 Punkte am 20.05.2004 Hamburg
OSC Berlin 3733 Punkte am 20.06.2004 Berlin
Turnerschaft Frechen 1897 3338 Punkte am 01.05.2004 Köln
TSG 78 Heidelberg 2981 Punkte am 20.05.2004 Seeheim
(20.07.04)


Überzeugende Seniorenleistungen in Ingolstadt

Beim gut besetzten Meet-IN 2004 des MTV 1881 Ingolstadt überzeugten am Samstag die Senioren. Über 800m meldete German Hehn (*1969, LG Domspitzmilch Regensburg) mit 1:54,58 min Endlaufambitionen für die am nächsten Wochenende im Münchner Dante-Stadion stattfindenden bayerischen Landesmeisterschaften an. Über die 3000m gefiel Rudi Salzberger (*1969, LG Domspitzmilch Regensburg) in 8:56,12 min; er blieb damit das erste Mal unter 9 Minuten.
13.Schrödter und Paul Grad (*1963) vom ausrichtenden Verein mit exzellenten 8:59,00 min. Stabhochspringer Gregor Neumann (*1965 LG Domspitzmilch Regensburg), seit Freitag vergangener Woche stolzer Papa eines kleinen Max, übersprang 5,00 m und stellte damit eine persönliche Saisonbestleistung auf. W35-Seniorin Monika Schuri (*1969, Laufgem. Wehringen) gewann den 3000m-Lauf in 9:46,90 min.
(18.07.04)


ADH-Meisterschaften: Silber für Dietmar Weber (M 35)

Nur eine handvoll männlicher Seniorensportler startete am vergangenen Wochenende bei den "Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften", die im hessischen Friedberg ausgetragen werden. Nachdem sich das Wetter zu Beginn der Veranstaltung noch nicht einigen konnte, ob gut oder schlecht, wurde es am ersten Tag mit fortwährender Dauer immer besser, so dass die Athleten gute äußere Rahmenbedingungen auf der Sportanlage "Burgfeld" vorfanden. Über 1500m herrschte dann aber beim Start am Sonntag wieder heftiger Regen und starker Wind; darunter litt auch die Leistung von Oliver Degenhardt (*1968, Uni Kassel, PSV GW Kassel), der in 4:04,89 min in's Ziel lief (Platz 11). Tags zuvor war über 800m als Siebter seines Vorlaufs Uwe Schneidewind (*1966, Uni Oldenburg, DSC Oldenburg) in 2:08,04 min (SB) ausgeschieden. Auch Thomas Meinecke (*1966, TU Ilmenau, SV TU Ilmenau) war mit seiner Leistung von 33:28,16 min (Platz 5) über die 10.000m nicht zufrieden. Das sah für Speerwerfer Frank Recknagel, Frank (*1969, TU Ilmenau, SV TU Ilmenau) anders aus, der sich mit persönlicher AK-Bestleistung auf 59,16 m verbesserte (Platz 4). Dietmar Weber (*1968, Uni Göttingen, LG Göttingen), der deutsche Seniorenmeiste, gewann schließlich mit der Saisonbestleistung von 57,09 sec die Silbermedaille im Endlauf über 400 m Hürden. (18.07.04)


US-Trials: Shaheed einen Tag zu schnell...

Die schon traditionellen Einlagerennen der US-Masters bei den nationalen USA-Meisterschaften der offenen Klasse haben auch bei den US-Trials 2004 die Leistungsfähigkeit der US-Senioren unter Beweis gestellt. In der größten Hitze des Samstagnachmittags zeigten die besten Masters-Mittelstreckler in zwei 800m-Läufen in Sacramento exzellente Leistungen.
Bei den Seniorinnen übernahm die 44jährige Rose Monday (*1960) von Anfang an das Kommando und gewann mit 2:16,42 und nur 15 Hundertstel Vorsprung gegen eine am Schluss ganz stark spurtende Mary Thane (*1964). Im Rennen der Männer machte der New Yorker Sal Allah auf der ersten Runde die Pacemit einer Durchgangszeit von 55 Sekunden, bevor Tony Young (*1962) die Führung übernahm und diese mit ,032 Sekunden Vorsprung gegen den von Platz 3 heranstürmenden John Hinton (*1962) in's Ziel rettete. Die Besonderheit dieses Laufs waren die 2:02,40 sec des Nolan Shaheed. Der 1949 geborene Kalifornier, der seit sechs Jahren immer unter den drei Weltbesten seiner Altersklasse zu finden ist, wäre einen neuen M55-Weltrekord über 800m gelaufen, wenn das Rennen einen Tag später stattgefunden hätte. Denn am 18. Juli wurde er 55, und für die Statistiken des WMA-Weltverbandes zählt ausnahmslos das Geburtsdatum
Die Resultate aus Sacramento:
---Masters Women 800m---
2:16.42 Rose Monday
2:16.57 Mary Thane
2:19.79 Catherine Sone-Borkowski
2:20.59 Lorraine Jasper
2:23.07 Claudette Groenendaal
2:24.50 Terri Cassel
2:25.03 Sheri Wright
2:26.27 Kim Kimber
2:27.63 Cecilia St. Geme
2:29.84 Karen Jeffers
---Masters Men 800m---
1:54.39 Tony Young
1:54.71 John Hinton
1:55.73 Sal Allah
1:58.61 Tony Reyes
2:00.06 Kevin Paulk
2:01.36 Wes Ashford
2:02.40 Nolan Shaheed
2:11.17 Jeff Lindsay
(18.07.04)


W 40: Jacobs (USA) für vier Jahre gesperrt

Doping und kein Ende: Einen Tag vor ihrer Doping-Anhörung vor einem Schiedsgericht ist die amerikanische Mittelstreckenläuferin Regina Jacobs wegen der Einnahme des verbotenen anabolen Steroids Tetrahydrogestrinon (THG) für vier Jahre gesperrt worden.
Wie die Anti-Doping Agentur der USA (USADA) während der Olympia-Trials in Sacramento verlauten ließ, habe Jacobs das Strafmaß akzeptiert. "Ich habe die USADA darüber informiert, dass ich ihre Sanktionen nicht mehr ablehne, weil ich aufgehört habe, und ich vermeiden möchte, mich einer unfairen Anhörung unterziehen zu müssen", hieß es in einem von Jacobs' Rechtsanwalt Edward William verbreiteten Statement der 40-jährigen. Bereits zwei Tage zuvor hatte Regina Jacobs ihren Startverzicht bei den US-Trials und gleichzeitig unter dem Eindruck des Dopingfalls ihren Rücktritt vom Leistungssport erklärt. Sie hatte stets ihre Unschlud beteuert.
Die zweimalige Vize-Weltmeisterin und Hallen-Weltrekordhalterin über 1500 m wurde am 21. Juni 2003, als sie bei der US-Meisterschaft im kalifornischen Stanford über ihre Spezialstrecke gewann, positiv getestet. Ihre seitdem erzielten Resultate werden annulliert. Die Mittelstrecklerin gewann ihren ersten US-Titel bereits 1987, ein Jhr nachdem sie die Stanford-Universität verlassen hatte. Im Februar 2003 stellte sie mit 3:59,98 min einen neuen Hallenweltrekord über 1500m auf, als sie das erste Mal in ihrer Karriere überhaupt schneller als 4 Minuten lief. 1995 war sie über 1500m Hallenweltmeisterin geworden. Auf internationaler Ebene hatte die US-Amerikanierin sonst eher weniger Erfolg. Sie konnte sich zwar seit 1988 vier Mal für die Olympischen Spiele qualifizieren, erreichte dort aber nie mehr als Platz 10. Im Jahr 2000 verzichtete sie wegen einer Atemswegsinfektion und Asthma auf einen Start in Sydney Jacobs gewann bei den Weltmeisterschaften 1997 und 1999 jeweils die Silbermedaille. 2001 stieg sie wegen stechender Fußschmerzen bei 800m aus ihrem WM-Rennen aus.
(18.07.04)


Berlin: 2. Internationaler Ausdauer- und Sportmedizin-Kongress

Nach der Premiere 2002 findet in Berlin vom 23.- 25. September 2004 jetzt der 2. Internationale Ausdauer- und Sportmedizin-Kongress statt. Er behandelt das Schwerpunktthema "Neue Anforderungen an die Medizin: Der Sportler - ein besonderer Patient". Der Kongress 2004 wird gemeinschaftlich von der Abteilung Sportmedizin der Humboldt-Universität zu Berlin, der Berliner Akademie für Sportmedizin und dem real,- Berlin Marathon ausgerichtet und richtet sich nicht zuletzt an niedergelassene Ärzte. Die veranstalter: " Immobilität mit gesundheitlichen und gesellschaftspolitischen Folgeschäden einerseits und Sport andererseits, welcher die individuelle Fitness „zum guten Ton“ werden lässt, stellen derzeit gegenläufige Trends in Deutschland, aber auch eine Herausforderung für die klassische Medizin dar. So kann körperliche Bewegung bei nahezu allen Krankheitsbildern helfen."
Wie 2002 werden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse für den niedergelassenen Arzt adressatengerecht und praxisrelevant vermittelt werden. An drei Tagen werden Themen aus der Kardiologie, Orthopädie, Ernährungs- und Sportwissenschaft in Form von Übersichtsreferaten sowie Workshops behandelt. Höhepunkte werden die Nachbetrachtung der Olympischen Spiele aus sportmedizinischer Sicht durch Prof. Wilfried Kindermann, Saarbrücken, sowie der Fußball-Europameisterschaften durch Dr. Tim Meyer, Saarbrücken, sein. Mehr...
(16.07.04)


Spendenkonto für Ronny Ziesmer eingerichtet

Seine Mannschaftskollegen bereiten sich auf das Traumziel Olympia vor, für den verunglückten Turner Ronny Ziesmer beginnt dagegen der schwere Weg in das Leben nach dem tragischen Trainingsunfall. Unmittelbar nachdem bekannt wurde, dass der 24-Jährige nach seinem Sturz querschnittsgelähmt ist, haben der Deutsche Turner-Bund (DTB) und die Bundeswehr dem Sportsoldaten größtmögliche Unterstützung zugesichert. "Wir haben alle versicherungstechnischen Fragen eingeleitet", sagte DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam.
Finanziell abgesichert ist Ziesmer sowohl durch die Bundeswehr, die den Trainingssturz als Dienstunfall behandelt, als auch durch Versicherungen der Deutschen Sporthilfe und des DTB. Allerdings befürchtet Willam, dass die Mittel nicht reichen. "Da wird noch Einiges mehr eingenommen werden müssen", sagte er angesichts der Kosten, die auf Ziesmer und dessen Familie zukommen. Zusammen mit der Sporthilfe will der DTB u.a. ein Spendenkonto einrichten. Auch Ziesmers Verein, der SC Cottbus, hat ein Spendenkonto für den verunglückten Turner eingerichtet: SC Cottbus Turnen e.V., Sparkasse Spree-Neiße, BLZ: 180 500 00, Konto: 32 11 10 33 08 - Stichwort: Ziesmer. Ronny Ziesmer wird nach DTB-Angaben noch bis zu einem dreiviertel Jahr im Krankenhaus bleiben müssen. "Wir können ihm nicht die Hoffnung geben, wieder gehen zu können, wir können ihm aber die Hoffnung geben, wieder ein erfülltes Leben führen zu können", sagte Chefarzt Andreas Niedeggen. Derzeit wird Ziesmer auch psychologisch betreut.
Mehr...
(16.07.04, update 15.08.04)


US-Trials mit Masters-Einlagerennen

Ein weiteres Mal findet ein Masters-Rennen im Rahmen der US-Trials in Sacramento statt. Am kommenden Samstag (17.07.) treten in zwei Rennen jeweils renommierte Seniorenläufer/innen über die 800m an, nämlich:

Saturday, July 17, 4:10pm
Masters 800m Women Exhibition (qualifying times)
Rose Monday-- unattached 2:14.99 declared
Mary Thane Mountain-- West Track Club 2:18.26 declared
Claudette Groenendaal-- Santa Monica Track Club 2:19.33 declared
Catherine Stone-Borkowski-- Central Park Track Club 2:19.64 declared
Lorraine Jasper-- Runner's Edge 2:22.29 declared
Terri Cassel-- Fleet Feet Sports Tulsa 2:24.56 declared
Kim Kimber-- Fleet Feet Sports-Sacramento 2:24.72 declared
Sheri Wright-- Running Republic of Boulder 2:25.06 declared
Cecilia St. Geme-- unattached 2:25.10 open pending
Karen Jeffers-- Fleet Feet Sports-Sacramento 2:26.30 open pending

Saturday, July 17, 4:25pm
Masters 800m Men Exhibition (qualifying times)
Tony Young-- Club Northwest 1:52.59 declared
John Hinton-- Fleet Feet - Carrboro 1:55.56 declared
Jeff Lindsay-- unattached 1:58.31 declared
Kevin Paulk-- Bowerman Athletic Club 1:58.34 declared
Sal Allah-- unattached 1:58.84 declared
Wes Ashford-- SO Cal Track Club 1:58.86 declared
Tony Reyes-- unattached 2:00.03 declared
Nolan Shaheed-- SO Cal Track Club 2:01.00 declared
Jeff Mann Fleet-- Feet Sports-Sacramento 2:00.28 provisional pending
David Lucas-- SO Cal Track Club 1:59.60 pending


USA: Doping durch Masters-Marathonläufer

Marathonläufer Eddy Hellebuyck (USA) ist bereits am 30. Januar bei einem Trainingstest positiv auf das Dopingmittel Erythropoietin (EPO) getestet worden. Dies teilte jetzt das Nationale Olympische Komitee mit. Eine Woche danach beendete der in Belgien geborene Hellebuyck als Achter die U.S. Olympic Marathon Trials in Birmingham (Alabama). Der 43jährige Hellebuyck hatte im vergangenen Jahr den Twin Cities Marathon gewonnen und war Siebter des traditionsreichen Boston Marathon geworden. Er lebt in Albuquerque (New Mexico).
Obwohl sich Hellebuyck nicht für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Athen qualifiziert hat, erfolgte die öffentliche Mitteilung über den Dopingfall durch das NOK der USA und zwar, wie es die US-Anti-doping-Vorschriften vorsehen, 30 Tage nach der Benachrichtigung durch die U.S. Anti-Doping Agentur USADA. Es ist zu erwarten, dass gegen Hellebuyck durch die USADA eine zweijährige Wettkampfsperre festgesetzt wird.
(16.07.04)


Århus: Aktuellste Informationen


NADA beruft Theo Rous in ihren Vorstand

Das Kuratorium der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) hat den DLV-Vizepräsidenten Theo Rous neu in den NADA-Vorstand gewählt. Theo Rous ist auch Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Die Ernennung wird erst Anfang 2005 wirksam, wenn Theo Rous seine DLV-Ämter abgeben wird. Bis dahin steht er dem NADA-Vorstand beratend zur Seite. Er ersetzt den Frankfurter Juristen und Ltd. Oberstaatsanwalt Dr. Harald Hans Körner, der auf eigenen Wunsch ausgeschieden ist.
Hans-Ludwig Grüschow, Kuratoriumsvorsitzender der NADA, äußerte sich nach der Sitzung in Bonn hochzufrieden zur Wahl: "Mit Theo Rous haben wir im Kampf gegen Doping künftig einen der sachkundigsten Streiter in Deutschland bei uns im NADA-Vorstand. Das ist für unsere Arbeit ein enormer Gewinn."
Theo Rous ist seit über 10 Jahren Anti-Doping-Beauftragter des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Im vergangenen August verglich er in der FAZ seine Arbeit mit derjenigen des Sisyphos aus der griechischen Mythologie. Der hatte die Götter beleidigt und musste nun stets einen Stein einen Berg hinaufrollen und sobald der oben war, rollte er wieder zurück. Rous empfindet seine Arbeit eher nach der Interpretation von Günter Grass, der in Sisyphos jemanden sieht, der gegen "Resignation und zynische Hilflosigkeit gefeit ist", weil seine Haltung erlaubt, "weiter tätig zu sein, auch wenn keine Hoffnung besteht". Der Kampf gegen Doping trägt aber, so Theo Rous, dazu bei, das Wesen und den kulturellen Wert des Sports zu bewahren. Beides gründet darauf, dass der Athlet aus eigener Kraft seine Leistung erbringt und der Sport nur existieren kann, wenn seine selbstgesetzten Regeln eingehalten werden. Dieser Sinn wird auch nicht beschädigt, wenn es den absoluten Erfolg, die Ausrottung des Dopings, nicht geben wird. Aber vielleicht wird durch das ständige Heraufrollen des Steins Berg und Stein abgeschliffen, so dass der Berg und der Stein kleiner werden. (Mehr zum Thema von Theo Rous hier...)
Wie NADA-Chef Hans-Ludwig Grüschow außerdem mitteilte, hat der Vorstand der NADA kürzlich mit der Welt Anti-Doping Agentur WADA vereinbart, dass die deutsche Anti-Doping-Agentur künftig auch bei ausländischen Athleten in Deutschland Trainingskontrollen durchführen kann. "Dies stellt einen Meilenstein in der Dopingbekämpfung dar, der die wachsende internationale Zusammenarbeit dokumentiert", sagte jetzt in Bonn der Vorstandsvorsitzende der NADA, Dr. Peter Busse.
Zur Erinnerung: Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren, wurde die Stiftung Nationale Anti Doping Agentur (NADA) im historischen Rathaus der Stadt Bonn ins Leben gerufen. Dieser Jahrestag war Anlass für das Kuratorium zur Rückschau auf das bisher Erreichte und zur Festlegung der zukünftigen Strategie und Aufgaben. Die Aufbauarbeit befindet sich nach Aussagen des NADA-Vorstandsvorsitzenden Dr. Peter Busse auf einem guten Weg: "Die NADA hat alle anstehenden Aufgaben gemeistert, sich personell und finanziell solide entwickelt. Die Umsetzung des WADA-Code in das Deutsche Sportrecht und die Aufgaben der "Doping-Prävention" sind die wichtigsten Eckpunkte der zukünftigen Arbeit." Und vielleicht präsentiert die NADA alsbald auch eine informativere Webseite...
(15.07.04)


EVAA: 43 Mitgliedsverbände in Europa

In ihrem aktuellen Bericht meldet EVAA-Generalsekretärin Marina Hoernicke-Gil (ESP), dass inzwischen 43 Landesverbände Mitglieder im eurpäischen Senioren-Leichtathletikverband EVAA sind. Seit der letzten EVAA-Generalversammlung in Potsdam sind mit Aserbeidschan, Kroatien und Liechtenstein drei nationale Verbände hinzugekommen. Hier der ganze Bericht (15.07.04)


Trotz toller Leistung kein Ticket nach Athen für Peter Blank (M 42)

Es gab kein Happyend für den Senior dieser Deutschen Leichtathletikmeisterschaften, den 42jährigen Speerwerfer Peter Blank ( *1962, LG Eintracht Frankfurt). In einem an Klasse kaum zu überbietenden Wettbewerb, in dem gleich sechs Athleten weiter als 80m warfen, fehlten ihm am Ende ganze 12 Zentimeter, um sich für die Olympischen Spiele in Athen zu qualifizieren. "Pech gehabt. Ich war drei- oder vier Mal dicht dran", sagte der M40-Weltrekordhalter und ergänzte: "Ich finde es gut, dass sie jetzt an Ese nicht vorbeikommen." Peter Esenwein belegte mit 80,65m zwar nur Platz sechs. Trotzdem darf er nach Athen, weil er im Juni beim Europacup in Bydgoszcz Zweiter geworden war und sich dadurch vorab qualifiziert hatte. Die im letzten Versuch von Peter Blank geworfenen 82,65m reichten dann nicht mehr, nachdem Christian Nicolay (TV Wattenscheid) im dritten Durchgang eben die erwähnten 12 cm weiter geworfen und Silber gewonnen hatte. Für Peter Blank blieben nach einem ausgezeichneten Wettkampf eine persönliche Saisonbestleistung und die Bronzemedaille.
Nicht gelangt hat es auch für Blanks W35-Vereinskameradin Susen Tiedtke (*1969, LG Frankfurt, mehr...), die ganz stark auf die Quali gehofft hatte. Bei kaltem und böigem Wetter ("Windlotterie") sprang sie nach zwei ungültigen Versuchen erst mit einem Sicherheitssprung von 6,06m in den Endkampf, wo dann aber mehr als 6,41m und Platz vier nicht drin waren.
(13.07.07)


Silke Knoll (W 37) überrascht in Braunschweig

Die inzwischen 37jährige Silke Knoll (LAC Dortmund) zeigte in der 4x100m-Staffel bei den deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Braunschweig, was sie noch leisten kann. Mit ihr belegte die Staffel der LAC Dortmund im Finale Rang 7 in 47,26 Sekunden. Anschließend erklärte die Athletin: "Ich habe nach Beendigung meiner Laufbahn immer noch ein Fitness-Programm durchgeführt, denn ich musste meinen hoch geputschten Kreislauf abtrainieren".
LAC-Trainer Sven Timmermann stoppte Silke Knoll, die ihr Wettkampfgewicht (1,62m/52kg) fast gehalten hat, in der 4x100m-Staffel "fliegend" mit immerhin 11,80 Sekunden. Damit würde sie bei Seniorenmeisterschaften ganz vorn sein. Doch die mehrfache deutsche Sprintmeisterin sieht sich bisher nicht vor einer Masters-Karriere: "Spaß hätte ich schon, aber mir fehlt einfach die Zeit dazu. Schließlich bin ich erst oft spät abends zu Hause, und da ist es für mich manchmal eine Überwindung, noch zum Training zu gehen." Silke Knoll, die während ihrer langen Karriere 22 Deutsche Meisterschaften gewann, 1994 Staffel-Europameisterin (42,90 Sek.) wurde und an drei Olympischen Spielen teilnahm, arbeitet inzwischen als Werbekauffrau bei eine Firma im westfälischen Coesfeld, die Parkett-Böden verlegt.
Trainer Sven Timmermann lobt den Einsatz seinr Sprinterin: "Sie ist ein großer Gewinn für unseren Verein, denn sie verfügt über einen umfangreichen Erfahrungsschatz und kann unseren jungen Athletinnen wertvolle Tipps geben."
(15.07.04)


Nach erneuter Verletzung Heike Drechsler vor Karriereende

Die Oberschenkelverletzung von Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler, die sie sich bei ihrem ersten Sprung der Deutschen Meisterschaften in Braunschweig zuzog, ist von Dr. Heinz Birnesser in Freiburg als Muskelfaserriss m linken Oberschenkel ("Rectus femoris") diagnostiziert worden. Bei kühl-nassen Witterungsbedingungen bemerkte die 39jährige Topathletin beim Absprung im linken Sprungbein einen kurzen Schmerz, der nach einem ersten Tastbefund auf eine leichte Muskelverletzung oder Zerrung schliessen ließ. "Das ist unglücklich gelaufen. Ich wäre gerne weitergesprungen, hätte gerne weiter mit dem tollen Publikum gefeiert, wollte aber letztendlich kein Risiko eingehen", sagte Heike Drechsler (*1964, LG Karlsruhe) direkt im Anschluss an die Absage der verbleibenden fünf Sprünge.
Eine weitergehende Wettkampfplanung steht bisweilen noch nicht fest. Manager Jörg Neblung dementiert diesbezüglich Meldungen: "Bislang sind keinerlei Starts abschliessend vereinbart. Wettkampfmanager Robert Wagner kümmert sich in Verbindung mit Heike und (Trainer) Alain Blondel momentan um die Starts. Zu den Planungen darüber hinaus können wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nichts sagen."
Es sieht es also ganz so aus, als ob die Leistungssport-Karriere der Heike Drechsler bereits zu Ende ist, auch wenn auf der Webseite der Athletin von einer Wettkampfpause von ca. 4 Wochen die Rede ist. Sie selbst erklärte: "Ich werde diese Woche erst einmal nichts mehr machen und nächste Woche in Absprache mit meinen Physiotherapeuten Ralf Siegel und Pia Frank einen Therapieplan erarbeiten!"
Klar ist: Heike Drechsler kann kaum loslassen von ihrem Sport: "Es fällt mir schwer, vom Abschied zu sprechen. Ich bin schlecht vorbereitet", sagte die zweimalige Weitsprung-Olympiasiegerin dazu in Braunschweig. Sie biss sich auf die Lippen und meinte: "Ich weine immer im Stillen." Der bewegende Abschied, den das Publikum der DM in Braunschweig der erfolgreichsten deutschen Leichtathletin bereitete, ging ihr sichtlich nahe. Beim Publikum genießt die zweimalige Welt- und viermalige Europameisterin immer noch allergrößte Popularität. Als Heike Drechsler vor dem Wettkampf vorgestellt wurde, erhoben sich die Zuschauer von ihren Plätzen und klatschten ehrfurchtsvoll. Da stiegen der erfolgreichsten deutschen Leichtathletin schon die Tränen in die Augen. "Das war Gänsehaut pur. Da kamen sehr viele Emotionen hoch", sagte Heike Drechsler später.
Bereits nach dem ersten Sprung in Braunschweigwar aber alles vorbei. Nur 6,21 m und eine Oberschenkelzerrung. "Das ist schon sehr, sehr traurig für mich, dass es hier so endet." Der Star zog die Spikes aus und die Turnschuhe an und verschwand durch einen Nebenausgang, um sich behandeln zu lassen. Später kehrte Heike Drechsler zurück, bedankte sich bei den Zuschauern und verschenkte ihr Spikes. Sie lasse sich ihr spätes Karriereende nicht schlecht reden, betonte sie: "Ich habe den Absprung nicht verpasst."
Ihre letzte Saison, in der sie mit einer bisherigen Bestleistung von 6,39 m deutlich an der Qualifikationsweite für Athen (6,70) scheiterte, bewertet sie jedoch selbstkritisch: "Olympia ist weit weg von dem, was ich gebracht habe."
Ein paar Meetings will Heike Drechsler noch bestreiten, im September gebe es doch noch ein paar schöne Wettkämpfe, meinte sie. Ob überhaupt und wenn wo sie ihre endgültige Abschiedsvorstellung geben will, ist noch völlig offen. Im Gespräch soll neben dem ISTAF in Berlin am12. September auch eine Extraveranstaltung in Karlsruhe oder in ihrer Heimatstadt Gera sein.
(Quelle: dpa; 14.07.04)


Dieter Baumann trainierte mit seinem Film-Darsteller

Dieter Baumann hat fünf Jahre nach der "Zahnpasta-Affäre" kein schlechtes Gewissen. "Da ich unschuldig bin, gibt's nichts zu bereuen", sagt der 39-Jährige Olympia-Sieger von 1992 der Zeitschrift "TV Movie". Er habe vor viereinhalb Jahren den langen Kampf gegen die Doping-Vorwürfe aufnehmen müssen. "Es gab für mich keine Wahlmöglichkeit." Baumann räumte aber ein, dass im Spitzensport gedopt werde. "Sport ist sehr kommerziell geworden. Dass es da zu Manipulationen kommt, will ich nicht abstreiten", sagte er.
Man werde aber den Athleten nicht gerecht, wenn man sage: "Das machen doch alle", betonte Baumann. Unter dem Titel "Ich will laufen" hat die ARD den spektakulären Doping-Fall verfilmt (Sendetermin: Mittwoch, 4. August, 20.15 Uhr). Mit Hauptdarsteller Hans-Werner Meyer hat Baumann gemeinsam trainiert. "Wir haben für zehn Kilometer knapp 45, 46 Minuten gebraucht. Da war von Anfang an klar, Hans-Werner ist ein toller Läufer." Den fertigen Film hat sich Baumann bereits angesehen, allerdings nur mit grosser Überwindung: "Es nahm mich sehr mit - als wenn ich alles noch mal erlebte."
Baumann war im Herbst 1999 bei einer (der zahlreichen) Doping-Kontrolle positiv getestet worden. Vermutlich im Trainingslager sei eine Zahnpasta-Tube mit Anabolika versetzt worden, hatte er erklärt. Damals wies er alle Vorwürfe zurück und erklärte, er habe das verbotene Mittel nicht wissentlich eingenommen. Die Affäre Baumann konnte nie endgültig aufgeklärt werden. Der heute 39-Jährige wurde bis Ende 2001 gesperrt, startete 2002 noch einmal ein Comeback und beendete 2003 seine Karriere als Leistungssportler. (
Quelle: TV Movie, 14.07.04)


Südafrika: 100jähriger "Rabinoblitz" läuft Weltrekord im zweiten Versuch

Es brauchte zwei Versuche, aber der Südafrikaner Philip Rabinowitz ist seit Samstag der schnellste 100jährige über die 100m. Rabinowitz absolvierte den Lauf im Green Point Stadion von Kapstadt in 30,86 sec und verbesserte damit die alte Bestleistung des Österreichers Erwin Jaskulski (36,19 sec). Rabinowitz hatte den Rekord schon eine Woche zuvor gebrochen und war handgestoppte 28.7 Sekunden im Mandela Park Athletics Stadion in Khayelitsha vor den Toren Kapstadts gelaufen. Aber ein Stromausfall stoppte dabei die offizielle Zeitnahme, weshalb die Leistung offiziell nicht zählte.
Also lief der 100jährige mit den Spitznamen "Rabinoblitz" und "Flying Phil" ließ sich nicht entmutigen und versuchte es eine Woche später noch einmal, wie das südafrikanische Fernsehen berichtete. Rabinowitz ist bereits Weltrekordhalter als ältester Wettkampfgeher. Jüngst nahm er als Läufer am olympischen Fackellauf in seiner Heimat teil. Er geht jeden Tag 5 km und hält eine strikte Gesundheitsdiät ein. Rabinowitz, der im Februar dieses Jahres 100Jahre alt wurde, arbeitet immer noch als Buchhalter in der Firma seiner Tochter.
(10.07.07)


EM: Athletenhandbuch in deutscher Sprache

Nachdem inzwischen die Teilnehmerbestätigungen durch die EM-Veranstalter an alle Athletinnen und Athleten verschickt sind, liegt inzwischen auch eine deutsche Version des Athletenhandbuchs vor. Mehr als ein Viertel aller Leichtathleten in Århus ist deutschsprachig. Dem tragen die Organisatoren der 14. Senioren-EM der Leichtathleten vorbildlich Rechnung. (08.07.04)


Athen: Keine Wildcard für Heike Drechsler

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) räumt der zweimaligen Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler (*1964, LG Karlsruhe) keine Sonderrechte bei der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2004 in Athen ein. „Es wird bei der Nominierung nahezu keine Ausnahmen geben. Heike Drechsler ist nicht verletzt. Sie hat ihr Leistungsvermögen bisher nicht auf den Punkt bringen können“, sagte DLV-Vizepräsident Rüdiger Nickel. Die mittlerweile 39 Jahre alte Drechsler will mit ihrer vierten Olympiateilnahme und einer abschließenden kleinen Tournee in der kommenden Hallensaison ihre sehr erfolgreiche Karriere beenden. Allerdings blieb sie in diesem Jahr mit 6,41 m deutlich unter der vom DLV geforderten A-Qualifikationsnorm von 6,70 m.
Qualifiziert hat sich für den Weitsprungwettbewerb in Athen bisher als einzige deutsche Athletin die 27jährige Bianca Kappler (6,71 m) . Insgesamt kann der DLV drei Springerinnen nach Athen entsenden. Aber auch Susen Tiedtke (*1969, LG Frankfurt) fehlen immer noch zehn Zentimeter an der Quali. Beim Springermeeting in Wesel belegte sie vor einigen Wochen mit 6,60m Platz zwei. Bisher hat es auch für sie keine größere Weite gegeben. Heike Drechsler will sich nun ebenso wie Susen Tiedtke bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig doch noch sportlich qualifizieren. Sollte dies Heike Drechsler nicht gelingen, lehnt der DLV eine Wild Card für Olympia-Titelverteidiger oder eine Verlängerung der Qualifikationsfrist ab. Diese will man aber eventuell den Langzeitverletzten Grit Breuer (400 m) und Nils Schumann (800 m) zugestehen.
„Der Traum vom Fliegen und das Gefühl, nicht loslassen zu können von dem, was man am besten kann, ist es, was mich auch nach über 20 Jahren immer noch in die Sandgrube springen lässt“, schreibt Drechsler auf ihrer Internetseite und begegnet so ihren Kritikern, die ihr vorwerfen, nicht rechtzeitig mit dem Leistungssport aufgehört zu haben.
(08.07.04)


Berlin II: Happ springt deutschen W 75-Rekord hoch

Einen weitern Deutschen Seniorenrekord in der Klasse W75 stellte bei den Norddeutschen Meisterschaften Christel Happ (*1929, GuthsMuths Quedlinburg) im Hochsprung auf. Sie übersprang 1,13m. Die letztjährige deutsche Meisterin startete dabei aufgrund der geringeren Teilnehmerzahl in der Klasse W65. Die neue Leistung verbessert den alten Rekord (1,08 m) von Berta Hielscher (LG Mergentheim-Vorbacht.) aus dem Jahre 1985 um 5 Zentimeter. (07.07.04)

Berlin I: Reuter springt deutschen M75-Rekord weit

Wolfgang Reuter (*1929, TSV Klausdorf) war der Mann des ersten Tages der Norddeutschen Leichtathletikmeisterschaften der Senioren in Berlin. Er absolvierte im Mommsenstadion unter dem Funkturm ein unglaubliches Programm von vier Starts an einem Tag. Der in diesem Jahr zur Altersklasse M75 zählende Ausnahmeathlet bestritt dabei drei seiner Wettkämpfe auch noch in den Altersklassen M 70 und M 65. Fast mühelos gewann der Kieler die Titel über 100m (13.80 sec, Wind: -0,7) und 200m (28,93sec, Wind: - 1,0) und glänzte über 400m in der M 65 mit Platz 3 in 68,47sec. Zwischendurch krönte Wolfgang Reuter seine beeindruckenden Leistungen mit einem geradezu phänomenalen deutschen M75-Weitsprung-Rekord, den seit 1990 Willi Ramm (*1914, TK Jahn Sarstedt) mit 4,44m gehalten hatte. Im dritten Versuch sprang der Kieler auf die neue Rekordweite von 4,93m ! Übrigens waren alle seine sechs Versuche gültig und gleich fünf von ihnen lagen über der alten Rekordmarke. Die Serie: 4,22m (Wind: +0,8), 4,60m (+1,0), 4,93m (+0,2), 4,61m (+0.4), 4,90m (+0,6) und 4,78m (0,0).
Der frisch gebackene M75-Mehrkampfmeister der deutschen Meisterschaften vom vergangenen Wochenende in Hannover wird auch bei der bevor stehenden EM im dänischen Århus an den Start gehen und will dort 5 Meter weit springen. In Århus zählt er allerdings zur Altersklasse M 70. Denn wie international üblich wird bei der Europameisterschaft die Zugehörigkeit zu einer Altersklasse nicht am Geburtsjahr sondern am Geburtstag eines Athleten festgemacht, und da vollendet Wolfgang Reuter sein 75. Lebensjahr erst am 12. August.
Hier die Ergebnisse aus Berlin...
(04.07.04)


"Von Kevelaer nach Århus"

Für den Großteil der ambitionierten Seniorinnen und Senioren beginnt nun der Countdown: Auf dem Weg nach Århus zu den 14. Europäischen Senioren-Meisterschaften waren für viele der "jüngeren" Jahrgänge die Deutschen Senioren-Meisterschaften I in Kevelaer Standortbestimmung und Durchgangsstation.
Und auch bei den so gut verlaufenen Deutschen Senioren-Mehrkampfmeisterschaften in Hannover waren Athletinnen und Athleten im Einsatz, die man in Dänemark wiedertreffen wird. Für die Frauen und Männer der Klassen W/M 50 und älter entfällt ja leider ein solcher Leistungsvergleich, denn für diese Altersklassen finden die Deutschen Meisterschaften erst nach den europäischen Titelkämpfen statt.
Aber an Wettkampfgelegenheiten hat es nicht gemangelt, immerhin hat schon ein Großteil der Landesverbände seine Senioren-Meisterschaften ausgerichtet. Für die acht norddeutschen Landesverbände finden zusätzlich am 3./4. 7. in Berlin die norddeutschen Senioren-Meisterschaften statt. Und auch außerhalb der Meisterschaftsprogramme gibt es vielerorts Startmöglichkeiten für Seniorinnen und Senioren.
Übrigens heißt es in Dänemark für manchen, früh "aus den Federn" zu kommen. Der soeben veröffentlichte Zeitplan der Europäischen Senioren-Meisterschaften ruft zu einer noch früheren Einsatzzeit als vor zwei Jahren in Potsdam: In den ersten Meisterschaftstagen beginnt man mit dem Wettkampfprogramm bereits um 8.00 Uhr in der Früh!
(Quelle: www.leichtathletik.de; Autor: Jörg Reckemeier, 01.07.04)


Marg stößt M65-Weltrekord

Er hatte sich schon einmal zurückgezogen, war dann aber im vergangenen Jahr noch einmal zum akltiven Wettkampfsport zurückgekehrt und hatte mit großartigen Kugelstoßleistungen auf sich aufmerksam gemacht. Aber der M65-Weltrekord wollte einfach nicht gelingen. Doch gestern Abend hat es dann im Marschweg-Stadionim niedersächsischen Oldenburg geklappt. Im Kugelstoßen der Klasse M 65 erzielte Karl-Heinz Marg (*1938, SG Osterholzer LA) beim Abendsportfest einen neuen Weltrekord mit 15,23 m. Bei ausgezeichneten Wettkampfbedingungen hatte sich bei dem pensionierten Sparkassenchef schon beim Einstoßen angedeutet, was folgen sollte. Gleich im ersten Versuch erzielte der Osterholzer dann die neue Rekordmarke. Danach war die Spannung verständlicherweise dahin. Dabei war Marg zunächst nicht sicher, ob er überhaupt in Oldenburg starten solle..Noch am Mittwochmorgen hatte sich Marg bei Jörg Reckemeier vergewissert, dass überhaupt eine Startmöglichkeit für Senioren bei dem Oldenburger Abendsportfest besteht. Erst auf die Bestätigung des Senioren-Chefstatistikers im DLV reiste er dann an, und ihm gelang der Coup. Die jetzt erzielte Weite sollte nicht das letzte Wort des ehrgeizigen Seniorenleichtathleten gewesen sein: Bereits am Wochenende startet Karl-Heinz Marg bei den Norddeutschen Senioren-Meisterschaften im Berliner Mommsenstadion. (01.07.04)


Norddeutsche Meisterschaften in Berlin: Neuer Zeitplan

Vor den Norddeutschen Seniorenmeisterschaften am Wochenende im Berliner Mommsenstadion hat der Ausrichter die Liste aller Starter im Internet veröffentlicht sowie einen neuen, überarbeiteten Zeitplan. (30.06.04)


Århus: Endgültiger EM-Zeitplan im Netz

Der endgültige Zeitplan der 14. Masters-Europameisterschaften der Leichtathleten in Århus und Randers ist jetzt als pdf-Dokument im Internet veröffentlicht worden. (29.06.04)

30. Juni 2004: Olympisches Feuer in Berlin

Das Olympische Feuer, das am 25. März 2004 traditionell im Hain des antiken Olympia entzündet worden ist und sich seit dem 4. Juni - erstmals in der olympischen Geschichte - auf einer Reise um die ganze Welt befindet, kommt auf seinem langen Weg in dieser Woche in die beiden bisherigen Olympiastädte Deutschlands - am Dienstag nach München und tags darauf nach Berlin. Die Fackeln aus Holz und Metall sind wie das Blatt eines Olivenbaums geformt. 250 Läuferinnen und Läufer tragen sie in Deutschland, 3500 Läufer im Ausland, 6500 über hellenische Erde. Sie tragen das Feuer jeweils über 400m, das Maß einer Stadionrunde, und über insgesamt 4000 km und jeweils 400 Meter, das Maß einer Stadionrunde.
Die Präsidentin des Organisationskomitees Athoc 2004, Janna Daskalaki-Angelopoulou, hat den "Lauf durch die Kulturen" angekündigt, der als "Zeichen der Menschlichkeit die Welt zum Frieden aufrufen" solle. Insgesamt werden 78.000 Kilometer mit Flugzeug, Schiff, Auto und Fahrrad überbrückt.
Das Berliner Programm am Mittwoch, 30.06.:
Gegen 9.00 Uhr: Landung des Olympischen Feuers im militärischen Teil des Flughafen Tegels. Ab 11.40 Uhr Start des Fackellaufs am Olympiastadion in Anwesenheit von Bundesinnenminister Otto Schily, Regierender Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit, IOC-Vize-Präsident Thomas Bach, DSB-Präsident Manfred von Richthofen, NOK-Präsident Klaus Steinbach und anderen.
Gegen 19.15 Uhr Zielankunft am Pariser Platz (Brandenburger Tor).
Berliner Stationen: Theodor-Heuss-Platz, Straße des 17. Juni, Schloss Bellevue, Bundeskanzleramt, Alexanderplatz (1. Zwischenstopp), Luftbrückendenkmal, Columbiadamm (2. Zwischenstopp, TiB), Rathaus Schöneberg, Kurfürstendamm, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Potsdamer Platz, Friedrichstraße, Rotes Rathaus, Unter den Linden, Pariser Platz, Brandenburger Tor
Über 120 Fackelläufer sind in Berlin unterwegs. Unter ihnen sind Henry Maske, Claudia Pechstein, Christian Schenk, Katharina Witt, Birgit Fischer, Claudia Marx, Horst Milde, Markus Schächter, André Niklaus, Uli Wegner, Eric Walther, Marianne Buggenhagen, Bernhard Brink und Wolf-Dieter Poschmann. Letzter Fackelläufer ist IOC-Vize Dr. Thomas Bach.
Zum Abschluss des Fackellaufs findet eine Open Air Party auf dem Pariser Platz statt. Bereits vor der Ankunft des Olympischen Feuers auf dem Pariser Platz wird ab 18.00 Uhr ein "volles Programm" auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor geboten. Rudi Cerne (ZDF) moderiert die Präsentation, bei der griechische Tanz- und Musikgruppen, Sport- und Showauftritte in Kooperation mit dem Deutschen Turnfest 2005, eine Modenschau mit Vorstellung der Kleidung der Deutschen Olympiamannschaft und der Auftritt ausgewählter Olympiateilnehmer und Fackelläufer (mit Videoeinspielungen) zu sehen und zu hören sind. Um 19.15 Uhr wird das Olympische Feuer durch den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und Vertreter des IOC, des Athener Organisationskomitees mit der Bürgermeisterin von Athen Dora Bakogianni und NOK- Präsident Klaus Steinbach auf dem Pariser Platz offiziell empfangen. Ab 19.45 Uhr startet ein Live-Konzert mit Fabrizio, Cherie Charlemaine, Nektarios und griechischen Musikern. Und ab 20.45 Uhr wird das Halbfinale der EURO 2004 Portugal : Niederlande auf der Videowand am Pariser Platz übertragen.
(28.06.04)


DMM: Geese verletzt sich

Eine Enttäuschung musste Rolf Geese (*1944, LG Göttingen) bei der DMM in Hannover hinnehmen. Bei den deutschen Seniorenmeisterschaften im Fünfkampf war der Göttinger in der M 60 als Favorit an den Start gegangen. Nach der zweiten Disziplin lag er auch bereits deutlich in Führung, aber im 200m-Lauf kam für den Hallenweltmeister verletzungsbedingt das Aus. Trotz des Rückschlages blickt der LGGer aber bereits nach vorn, denn im Juli stehen die Europameisterschaften der Senioren auf dem Wettkampfplan. „Dort will ich starten“, gibt sich Geese optimistisch. (28.06.04)


DMM: NLV mit Stadion und mehr zufrieden

Sehr zufrieden zeigte sich am Sonntagabend der Niedersächsische Leichtathletikverband (NLV) mit dem Ablauf der DMM der Seniorinnen und Senioren in Hannover. "Klein, aber sehr fein ist die neue Mehrkampfanlage in unmittelbarer Nachbarschaft der AWD-Arena in Hannover geworden, der Ersatz für die verlorenen Leichtathletik-Anlagen im früheren Niedersachsen-Stadion" hieß es in einer abschließenden Presseerklärung. Das Stadion hat jedenfalls seine erste größere Bewährungsprobe bestanden. Im nächsten Jahr soll die deutsche Vereins-Mannschaftsmeisterschaft folgen und 2006 plant der NLV, eine Bewerbung für die deutschen Junioren-Meisterschaften für diese Anlage abzugeben.
Die Auslagerung der Leichtathletik-Einrichtungen aus dem ehrwürdigen Niedersachsen-Stadion sei erforderlich gewesen, sagte Hannovers Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg in seinem Grußwort, "um den modernen Erfordernissen in Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 Rechnung zu tragen“. Nun ist der Spatz in der Hand immer besser als die Taube auf dem Dach und in die Neugestaltung der Mehrkampfanlage in Hannover sind immerhin rund 2,2 Millionen Euro geflossen. Dafür ist ein Stadion u.a. mit acht Laufbahnen entstanden, in dem mittelgroße Leichtathletik-Sportfeste stattfinden können und mit dem Hannovers Leichtathletik-Freunde zufrieden sein können. Die deutschen Senioren-Mehrkampfmeisterschaften am Wochenende waren die erste richtige Bewährungsprobe für die Anlage, die dafür von Dr. Helmut Roders (Seelze) bestens präpariert worden war.
286 Teilnehmer aus 162 Vereinen stellten sich den überwiegend niedersächsischen Kampfrichtern, die sich mit über 100 Männern und Frauen auch derartigen Herausforderungen gewachsen zeigen. Peter Hampe, der NLV- Vizepräsident, übernahm am frühen Sonnabend Morgen die Begrüßung der auswärtigen Gäste, Dieter Massin (Ahlen), der Vizepräsident des deutschen Leichtathletik-Verbandes und dort zuständig für den Seniorensport, dankte bei der ersten Siegerehrung den niedersächsischen Veranstaltern für die Bereitschaft der Ausrichtung.
Als sich dann am Samstagnachmittag auch noch die Sonne zeigte, herrschten beste Leichtathletik-Bedingungen für den Mehrkampf. Die Niedersächsischen Veranstalter durften an diesem ersten Wettkampftag gleich zwei Meisterschaften feiern und dabei in der Teamwertung der Altersklasse M 40/45 gleich mit drei Mannschaften auf dem Treppchen. Der OTB Osnabrück gewann hier mit Gert Deppe (*1964), Heiko Tute (*1961) und Christoph Müller (*1964) und 7 320 Punkten vor dem MTV Aurich (Siegbert Mäcken *1960, Ingo Kaun *1955 und Gerd Romaneessen *1963) mit 6723 Punkten sowie dem OSC Damme ( Wolfgang Knabe *1959, Joachim Pohl *1960 und Gerhard Seelhorst *1959) mit 6 695 Punkten. Bei den Frauen siegte im Fünfkampf der W 35 Kriemhild Mann (*1966 SVG GW Bad Gandersheim) mit 3 523 Punkten überlegen vor Dagmar Imme (*1966) von der LG Osnabrück mit 3 221 Punkten. Die besten Leistungen der Siegerin waren die 12.87 Sekunden über die 100 Meter und die 5.68 Meter im Weitsprung. Dagmar Imme überzeugte mit einem Hochsprung von 1.56 Meter und einer Weite von 10.89 Meter im Kugelstoßen.
Ganz dicht dran am M45-Titel war der vielfache frühere deutsche Dreisprungmeister Wolfgang Knabe (*1959 OSC Damme). Vor dem letzten Wettbewerb führte er noch mit 48 Punkten, doch der 1500 Meter Lauf brachte dann die Entscheidung zugunsten des 27 Sekunden schnelleren Mitfavoriten Udo Laub (*1959 SG Walldorf-Astoria) mit 2753 Punkten, der im vergangenen Jahr noch mit 150 Punkten weniger Meisterschaftssechster in der M 40 geworden war. Knabe erreichte 2628 Punkte. Mit 6,30 Meter im Weitsprung zeigte er seine beste Leistung.
Auch am zweiten Tag gab es für die Niedersächsischen Teilnehmer noch zwei Titel. Gerhard Flachowsky (*1944) von der LG Braunschweig sicherte sich den Fünfkampf-Titel in der Altersklasse M60 mit guten 2093 Punkten; das Frauenteam der LG Kreis Verden holte den Sieg in der W 40/45 mit den Athletinnen Brigit Schwers (*1962), Marion Parchmann (*1957) und Doris von Salzen (*1960) und 6267 Punkten.
Den Sieg in der Altersklasse M 60 holte die Mannschaft der SG Alsternord mit Klaus Gailus *1944, Paul Busse *1938 und Hans-Jürgen Wolff *1943). In der M65-Einzelwertung schlug der M60-Meister des Vorjahres Dieter Bartzsch (*1939 LAG Obere Murg) mit 2.013 Punkten den Jahrgangskollegen Reinhard Dahms (*1939, SV Polizei Hamburg), der mit 90 Punkten weniger die Silbermedaille errang. (29.06.04)


DM-Mehrkampf der Seniorinnen und Senioren in Hannover (26./27.6.)
Hier die komplette Ergebnisliste


Bayern: Aus- und Fortbildung "Stadionsprecher"

Eine nicht alltägliche Fortbildung bietet der Bayerische Leichtathletikverband. Unter Anleitung von Jugendsprecher Florian Weber und und Mike Krispin im Zusammenhang mit der bayerischen Landesmeisterschaft am 23./24.Juli erhalten Stadionsprecher und andere Interessierte die Möglichkeit, die Kenntnisse der Sprecher zu erwerben bzw. verbessern. Alle weiteren Informationen finden sich hier. Meldeschluss ist übrigens der 12. Juli. (26.06.04)


Vorschau auf DMM in Hannover: Startliste online

In Hannover finden am kommenden Wochenende (26.-27. Juni) die Deutschen Senioren Mehrkampf-Meisterschaften statt. Nachdem das frühere Niedersachsenstadion, die jetzige AWD-Arena, zu einem reinen Fußballstadion umgebaut wird, ist der benachbarte Hauptplatz der 1963 in Betrieb genommenen Mehrkampfanlage zu einem kleinen, aber feinen Leichtathletikstadion erweitert worden, dessen offizielle eröffnung im September erfolgt. Mit der deutschen Senioren-Mehrkampfmeisterschaft wird dort aber schon jetzt die erste Leichtachthletik-Veranstaltung ausgetragen.
Insgesamt haben für diese Titelkämpfe 160 Vereine zusammen 286 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeldet. Das sind wieder deutlich mehr Starter bei den Senioren-Mehrkämpfern als im Vorjahr in Erding, dem damaligen "last-minute-Ersatzort", als in Hannover das Leichtathletikstadion noch nicht fertig gestellt war. Die Startliste, sortiert nach Alterklassen und Riegen, kann hier als pdf-Dokument eingesehen werden.
Unter den Startern befinden sich auch Rolf Geese (*1944, LG Göttingen), der nach mehrjähriger Verletzungspause in diesem Jahr in seiner neuen Altersklasse M 60 starten wird, sowie der frühere deutsche Dreisprungmeister Wolfgang Knabe (*1959, OSC Damme), der auf dem Weg zur EM in Dänemark in seiner neuen Altersklasse M 45 den Fünfkampf bestreitet.
Die Wettkämpfe beginnen am Sonnabend um 9.00 Uhr (Zeitplan als pdf-Dokument). Sie werden am Sonntag um 9.00 Uhr fortgesetzt (Zeitplan). Der letzte Wettbewerb wird am zweiten Wettkampftag um 17.20 Uhr gestartet. Der Wetterbericht verspricht - jedenfalls für Samstag - angenehme Bedingungen
Angekündigt hat sich zu der Meisterschaft übrigens auch DLV-Vize Dieter Massin, um mit NLV-Präsidentin Girschikofsky die Situation der Seniorenleichtathletik im niedersächsischen DLV-Landesverband zu besprechen.
(24.06.04, update 25.06.)


Rückblick Kevelaer: "...wir müssen unsere Hausaufgaben machen"

Deutliche Worte sprach DLV-Vize Dieter Massin beim Empfang der Stadt Kevelaer. Seit Jahren beobachtet er einen Trend bei den DM Senioren I, den es aufzuhalten gilt. Stetig abnehmende Teilnehmerzahlen bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften der Altersklassen 30-45 signalisieren, dass etwas geschehen muss, um diesem Trend entgegenzuwirken.
Zwar so bescheinigte der pensionierte Schulrektor Massin in typischem Lehrervokabular der Stadt Kevelaer, dass sie wie auch der Kevelaer SV und der LV Nordrhein "ihre Hausaufgaben" gemacht hatten was die Ausrichtung der Senioren I in diesem Jahr betraf. Vor genau zwei Jahren waren an selber Stelle bei selbiger Meisterschaft aber 400 vierhundert Meldungen mehr eingegangen. Vor allem die Teilnehmerzahlen der 30-34jährigen haben inzwischen arg abgenommen. Als Beispiel mag die M 30 dienen, in der über 5000 m kein Meistertitel vergeben werdenkonnte; nur ein Läufer von zwei Gemeldeten ging an den Start, und trotz eines couragierten Laufs verpasste Carsten Thoma (*1971, TuS Deuz) in 15:05,03 min dann auch noch den Medaillenstandard, den der DLV sehr hoch bei 14:57 min angesiedelt hat. Mit den geringen Meldungen, so Beobachter, hat die seit über einem Jahrzehnt andauernde Krise der Leichtathletik auch den Seniorenbereich erreicht. Denn wo es keine aktiven Leichtathleten "U 30" gibt, fehlen sie auch später in den Altersklassen. Daneben dürften der frühe Meisterschaftstermin und der zwar für Wallfahrer aber weniger für Senioren attraktive Veranstaltungsort am Niederrhein Gründe für die geringere Beteiligung gewesen sein.
"Wir", und damit meinte Massin ersichtlich auch die anwesenden Seniorenwarte aus sechs Landesverbänden und wohl noch mehr deren nicht anwesende Kollegen aus den anderen Landesverbänden, "müssen nun unsere Hausaufgaben machen, damit dieser Abwärtstrend gestoppt wird". (23.06.04)

Gazda-Sagolla: Revanche ist gelungen
Riehm in Bestform schlägt Mager

Sie war auf die Minute topfit. In sehr guten 2:18,59 Minuten gewann Irena Gazda-Sagolla (*1961, TSV Remsfeld) bei den deutschen Senioren-Meisterschaften die 800 m der W 40 und revanchierte sich damit für ihre Niederlage gegen die zwei Jahre jüngere Sylvia Schierjott (*1963, LG Welfen, 2. in 2:20,03) bei den Hallen-Titelkämpfen Ende Februar in Potsdam. „Nach einem Zwischenspurt gab ich die Führung nicht mehr ab“, sagte die 43-Jährige nach dem Rennen, in dem ihre langjährire Rivalin Birgit Schwers (*1962, LG Kreis Verden), die bei der letzten DM in Celle noch gewonnen hatte, in für sie enttäuschenden 2:25,64 min nur Rang 6 belegte; sie litt an einer schmerzhaften Wadenverletzung. Nur einen Tag später lief die Remsfelderin Irena Gazda-Sagolla mit Saisonbestleistung von60,10 Sekunden hinter Brigitte Heidrich (*1961, TSV Stelle) über 400 m auf den Silberrang.
Nach Gold im Vorjahr gewann M45-Sprinter Hermann Heinz Mager (*1958, Schwalmstadt/TSV Kirchhain) in Kevelaer die Vize-Meisterschaft über 100 m in 11,85 Sekunden, hinter seinem, in 11.45 sec überzeugenden hessischen Rivalen Thomas Riehm (*1959, LG Hattersheim), der neu in diese Altersklasse aufgerückt ist. Im 200-m-Finale gewann der in Bestform laufende Thomas Riehm ebenfalls in 23,32 sec vor Thomas Schreiber (*1959 LAZ Bruchköbel) in 24,10 sec. Mager holte sich in diesem Finale in 24,21 sec Bronze. (24.06.04)


World Masters Games 2009 in Sydney

Erneut ist Australien Schauplatz der World Masters Games. Nach 2002 Melbourne kehrt die IMGA bereits 2009 wieder nach "down under" zurück, nachdem die Region Shiga (Japan) aber auch München wegen der zu hohen Kosten ihre Bewerbung zurückgezogen hatten.
Besonders Shiga zeigte sich betroffen, da dort viele Anstrengungen unternommen worden waren, dieses Fest der Masters erstmals nach Asien zu holen. EVAA-Präsident Dieter Massin hatte im November letzten Jahres vor 500 Delegierten in Osaka noch einen Vortrag zur Seniorenleichtathletik gehalten und die Erwartungen der Region um Shiga gestärkt.
Ob Sydney und damit erneut Australien "die" beste Lösung schlechthin ist, wird in Insiderkreisen sehr kritisch gesehen. Japan war eine wirkliche Alternative, heißt es bei den Leichtathleten, nicht zuletzt mit Blick auf die unvergessene Masters-WM 1993 in Myazaki. Für die IMGA-Offiziellen scheint jedoch Sydney die beste Bewerbung zu sein, vielleicht auch nur, hieß es hinter vorgehaltener Hand, weil die Zwei-Millionen-Einnahmegarantie jetzt erst einmal sicher ist. Stattfinden soll das Masters-Mega-Event übrigens vom 10. bis 18. Oktober 2009 und liegt damit zeitlich weit "hinter" der WMA-Leichtathletik-Weltmeisterschaft. (23.06.04)

EM in Århus:
Deutsches Team ohne Moritz und Ritter, Manns zu jung

Ohne die starken deutschen Seniorinnen Anke Moritz und Annette Ritter werden die deutschen Senioren-Leichtathleten bei den Europameisterschaften in Århus an den Start gehen. Beide fehlten am Wochenende auch bei der DM in Kevelaer. Die für die LG Rhein-Wied startende Annette Ritter (*1967) laboriert seit Monaten an einer langwierigen Rückerkrankung und hat für die EM nicht gemeldet. Allerhöchstens, so ihr Plan, will sie in der Staffel ihres Vereins bei der DM in Braunschweig an den Start gehen. Ansonsten hat sie die Saison abgehakt. Das gilt auch für Anke Moritz (*1959, ABC Ludwigshafen). Die Pfälzerin hatte zwar für die EM gemeldet, ist aber seit vier Wochen mit einem Bandscheibenvorfall "total außer Gefecht" und fällt in den kommenden Monaten aus. Bereits bei der Hallen-DM in Potsdam hatte die vielfache Weltmeisterin über Belastungsprobleme geklagt und nicht ihr volles Leistungsvermögen abrufen können. Annette Koop erholt sich von einer nicht ganz einfachen Blinddarmoperation und vierwöchigem Trainingsverbot. Es ist mehr als offen, ob bis Århus ihr Leistungsniveau der Hallen-WM von Sindelfingen wieder zu erreichen ist.
Uwe Manns (Post-Sport Telekom Trier) hat für die EM nicht gemeldet. Der 1964 geborene Trierer hat bei Beginn der EM noch nicht die 40 Jahre erreicht und verzichtet auf einen möglichen Start in der M35. (23.06.04)


Kevelaer W35: Ziemann gewinnt ihren fünften Meistertitel

Christina Ziemann (*1968, MTV 49 Holzminden) hat in Kevelaer ihren fünften Deutschen Meistertitel im Stabhochsprung gewonnen und bestätigte erneut ihre Leistungsstärke. Bereits im Februar hatte sie in Potsdam den nationalen Meistertitel in der Halle gewonnen und kurz darauf Bronze bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Sindelfingen gesprungen. Bemerkenswert ist: Auf nationaler Ebene ist die MTVerin seit 2001 ungeschlagen.
18 Teilnehmerinnen aller Altersklassen waren in Kevelaer am Start, und da bei den Seniorinnen jeweils um fünf Zentimeter gesteigert wird, zog sich der Wettbewerb zwangsläufig in die Länge. Bis Dr. Christina Ziemann mit 3,10 Metern als Meisterin feststand, waren immerhin knapp vier Stunden ins Land gegangen.
Wegen des schlechten, regnerischen Wetters nahm die Niedersächsin zur Sicherheit den Wettbewerb bereits bei 2,50 Metern auf; auch, um Unsicherheiten nach langer Wartezeit auf den ersten Sprung zu vermeiden. Sie entschied sich dann, auf die Fünferschritte zu verzichten und nur die Zehnerhöhen zu springen. Diese Taktik bewährte sich, zumal Ziemann während des Wettkampfes mehrfach den Stab wechseln musste. Bei 2,75 Metern waren immerhin noch acht Teilnehmerinnen dabei, zehn Zen-
timeter höher waren es noch vier.
Bei drei Metern erwischte es dann auch die W40-Siegerin Leverkusenerin Anke Straczewski (*1963, TSV Bayer Leverkusen). Damit war Christina Ziemann allein im Wettbewerb; sie hatte drei Meter im ersten Versuch bewältigt. Für 3,10 Meter benötigte sie drei Sprünge, da der zunehmende Rückenwind für Probleme sorgte. Aber zu diesem Zeitpunkt war der Meistertitel bereits unter Dach und Fach. Für 3,20 Meter reichte es aber nicht mehr. (24.06.04; Quelle: Verein)


Kevelaer W 40: Sprintkönigin Ulrike Görling

Ulrike Görling (*1962, MTG Mannheim) ist die Sprintkönigin der Deutschen Seniorenmeisterschaften dieses Jahres. Sie vergrößerte ihre Gold- Medaillensammlung und wurde erneut 3mal Meisterin in der Altersklasse W40. Wie bei ihren 3fachen Titelgewinnen in der Hallensaison bei der deutschen Hallenmeisterschaft in Potsdam und der Hallen-WM in Sindelfingen dominierte sie auch im Freien die Sprintdisziplinen.
Bei starken Auftritten an Pfingsten, mit neuen Saisonbestleistungen von 12,46 sec über 100 m und 25,71 sec über 200 m, sowie dem 2. und 5. Platz bei den Baden-Württembergischen Aktiven-Meisterschaften in Ulm, zeigte sich bereits die hervorragende Form." Dadurch ging ich in Kevelaer als Favoritin an den Start, und stand natürlich ein wenig unter Druck", so Ulrike Görling anschließend. Trotz des kühlen und mitunter regnerischen Wetters und des umfangreichen Programms mit Vor- und Endläufen bestätigte sie aber ihre diesjährige Ausnahmestellung und lief die erwarteten Super-Zeiten.
Bereits am ersten Tag gewann sie bei ihrem souveränen Sieg über 100 m in 12,60 sec, vor Titelverteidigerin Kirsten Kallmeier-Schröder (12,85 sec, * 1963, SC Herford). Schon beim locker herausgelaufenen Vorlaufsieg in 12,77 sec, wurde sie ihrer Favoritenrolle gerecht, obwohl dieser mit Verzögerung stattfand. Die Zeitmessanlage war bei einem vorangegangenen starken Regenguss ausgefallen und die Sprinterinnen mussten sich einige Zeit warm halten. Schlechter ging es aus demselben Grund den Platzierten des ersten W45-Vorlaufs. Während die Siegerin sich nach Zielbildauswertung ohne Zeitanzeige für den Endlauf qualifizierte, mussten Susanne Fritsche (*1955 MTG Mannheim), Gisela Pletschen (*1956, SV Kirchzarten) und Gabriela Kania (*1955 Turnerschaft Frechen 1897) einen zusätzlichen separaten Ausscheidungslauf absolvieren.
Dies blieb Urlike Görling erspart, die dann auch erwartet klar Meisterin über 100m wurde. Ulrike Görling: " Im Endlauf hatte ich leider keinen so guten Start erwischt. Ich bin jedoch mit meiner Zeit sehr zufrieden und glücklich über meinen ersten Titelgewinn im 100 m-Lauf. Hier wurde ich in den vergangenen Jahren immer Zweite", freut sich Ulrike Görling.
Den zweiten Titel holte sich die in Worms lebende Leichtathletin mit der 4x100 m-Staffel der MTG Mannheim. In der Besetzung Ilona Werner (*1964), Ulrike Görling, Susanne Fritsche (*1955) und Andrea Pottiez (*1961) gewannen die Mannheimerinnen in 51,83 sec vor dem TSV Stelle (mit Susanne Clausen *1962, Brigitte Heidrich *1961,Silke Heitmann *1957, Annegret Nanz *1959), der mit 52,13 sec am Ende noch einmal stark aufkam. In diesem Jahr hatten übrigens 10 Staffeln in dieser Altersklasse gemeldet !
Das 200m-Finale wurde am Sonntagmorgen "bei pünktlich einsetzendem Nieselregen" gestartet und die Favoritin hatte, auf Bahn 5 positioniert, durch die Kurvenvorgabe nur eine Läuferin vor sich. Die hatte sie schon nach wenigen Metern überlaufen. Mit der Konkurrenz im Nacken sprintete sie mit fünf Meter Vorsprung in 26,04 sec über die Ziellinie. Dahinter duellierten sich Vorjahressiegerin Angelika Grißmer (*1961, LG Neckar-Enz) und Kirsten Kallmeier-Schröder, die in 26,50 und 26,51 sec die Plätze zwei und drei belegten.
Bei dem in einem Monat stattfindenden Europameisterschaften im dänischen Århus möchte die Sprinterin ihre Titel über 200 m und in der deutschen W40-Staffel verteidigen und trotz des starken Teilnehmerfeldes von 30 gemeldeten Athletinnen auch "eine Medaille über 100 m". (23.06.04)


Die Ergebnisse der DM Senioren I in Kevelaer, 2004


DM-Halle 2005 in Leverkusen ?

Noch ungeklärt ist, wo im kommenden Februar die deutschen Senioren-Meisterschaften in der Halle stattfinden werden. Bisher ist kein Ausrichter gefunden, un die Zahl der in Frage kommenden Städte ist begrenzt, weil es nur wenige Leichtathletikhallen im Bundesgebiet gibt, di für eine Deutsche Meisterschaft in Frage kommen. DLV-Vize Dieter Massin nutzte deshalb am Wochenende die Meisterschaft in Kevelaer, um mit dem Präsidenten des Landesverbandes Nordrhein, Franz-Josef Probst (Kevelaer), Gespräche über diese Meisterschaft intensive Gespräche zu führen. Aus DLV-Kreisen war anschließend zu hören, dass sich Probst aufgeschlossen gezeigt hat, die kommende Hallen-DM in seinem Landesverband durchzuführen. In Frage kommen als Ausrichter Düsseldorf und Leverkusen. Beide Städte verfügen über entsprechende Leichtathletikhallen. In Düsseldorf findet allerdings zum vorgesehenen Zeitpunkt der Meisterschaft die traditionelle Ausstellung "Boot" auf dem Messegelände statt, so dass die Unterbringungsmöglichkeiten eingeschränkt sind. Favorit ist daher Leverkusen. (20.06.04)

Kevelaer M45: Thomas Riehm sprintet locker zu zwei deutschen Titeln

Thomas Riehm (*1959) von der LG Stadt Hattersheim war erfolgreichster Athlet aus dem Main-Taunus-Kreis bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften der Leichtathleten. Regen und Kälte, dazu oft Gegenwind, forderten den Sportlern im Hülspark-Stadion in Kevelaer alles ab. Thomas Riehm trotzte den Bedingungen aber und wurde in der M 45 unangefochten Deutscher Meister über 100 m und 200 m. Den Vorlauf über 100 m gewann er locker in 11,89 sec., den Endlauf in 11,45 sec. mit deutlichem Vorsprung von 0,4 sec. Auf seiner Paradestrecke 200 m absolvierte er den Vorlauf quasi als Training in 24,64 sec., um im Endlauf mit 23,32 sec. dem Zweitplatzierten fast eine Sekunde abzunehmen. Ohne seinen Trainer Wilfried Eisenberg (Kirchhain) allerdings wäre diese tolle Leistung angesichts der verletzungsbedingten Trainingseinschränkung nicht möglich gewesen. Große Probleme mit dem Oberschenkel seit dem Wintertraining hatten ihm schon die Teilnahme an den Hallenweltmeisterschaften verdorben. (aus: Frankfurt Neue Presse, 16.07.04)


Kevelaer W 40: Brigitte Heidrich wieder da

Vor Jahresfrist bei der DM in Celle humpelte sie noch im Gehgips. Aber sie ist längst voll wieder da: Hallenweltmeisterin Brigitte Heidrich (*1961, TSV Stelle) wurde in Kevelaer ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht und siegte über die Stadionrunde - letztlich klar vor der 800m-Meisterin Irena Gazda-Sagolla (*1961, TSV 05 Remsfeld) und Birgit Broda (*1962, TuS 09 Erkenschwick). Die feierte mit 62,47 sec (SB) ihr 400-Meter-Bronze, bei dem sie eine enttäuschte Titelverteidigerin Martina Seidel (*1962, VfL Oldesloe) niedergerungen hatte, die letztlich verkrampfte und in 63,13 sec auch noch Platz 4 an Altersklassenneuling Kirsten Fontes (*1964, TuS Köln rrh.) in 62,51 sec verlor, die den zweiten Zeitendlauf gewonnen hatte.
Die Zeiten aller W40-Viertelmeilerinnen überzeugten; denn auf der Gegengeraden blies den Läuferinnen stürmischer Wind ins Gesicht. "Bis zu drei Meter Gegenwind", meinte Brodas Trainer Heinz-Jürgen Hansen anschließend. Heidrich brauchte in Kevelaer trotzdem nur 59,63sec, die Zweite Gazda-Sagolla 60,10 Sekunden. "Das war", kommentierte Hansen, "ein knüppelhartes Rennen."
(19.06.04)

Kevelaer M35: Hartes Finish über 800m

Ein furioses, hartes Finish - die 800m der M 35 hatten es bei dieser Senioren-DM in sich. Die Aktiven waren in zwei Zeitendläufen an den Start gegangen; im zweiten die Favoriten. Deren Rennen verlief dann geradezu "meisterschaftstypisch". In der ersten Runde wollte niemand die Verantwortung übernehmen. Die Folge war die sehr bescheidene Durchgangszeit von 61,50 sec. Der letztjährige Meister und spätere Dritte, Detlef Pfeiffer (*1966, Recklinghäuser LC): "Viel zu langsam." Deshalb entschied er sich bei 550m, Vollgas zu geben. Etwas zu früh, wie sich im Nachhinein herausstellte. Bis kurz vor dem Ziel lieferte er sich einen verbissenen Zweikampf mit dem neu in die Altersklasse aufgerückten German Hehn (*1969, Domspitzmilch Regensburg), dann zog als lachender Dritter Maximilian Freund (*1967, TV Waldstraße Wiesbaden) noch an beiden vorbei und gewann in 1:56,38 min vor Hehn (1:56,66) und Pfeiffer (1:56,68), der nach vehementem Körpereinsatz seines Regensburger Widersachers ins Ziel stürzte, aber auf einen Protest verzichtete.
"Eine schnellere erste Runde wäre für mich besser gewesen", ärgerte sich Pfeiffer über den zu zögerlichen Beginn. Am Ende aber war die Laune dann doch wieder da. Beim Sekt standen die drei Medaillengewinner zusammen und fachsimpelten.
(19.06.04)


Kevelaer: DM Senioren I eröffnet

Wer sich gestern in der Nähe des Kevelaerer Hülsparkstadions aufhielt, der mochte sich schon ein wenig wundern. Über die vielen Menschen, die in den hautengen Trainingshosen und bunten Vereinsjacken durch die Straßen joggten. Die Marienstadt ist seit Freitag fest in der Hand der Leichtathleten aus der ganzen Republik. Drei Tage lang werden sich die Läufer, Sprinter, Kugelstoßer oder Hoch- und Weitspringer zwischen 30 und 49 Jahre auf den Anlagen im schmucken Hülsparkstadion messen. Rund 1100 Aktive wollen bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften I in ihren jeweiligen Disziplinen und Altersklassen den Titel gewinnen, ihre persönliche Bestmarke übertrumpfen oder einfach nur dabei sein.
Nachdem Kevelaers Bürgermeister Heinz Paal als Schirmherr der Veranstaltung gegen 13 Uhr einige Grußworte losgeworden war und es endlich los ging, wurde einer der Verantwortlichen immer entspannter. "Es war ein Kraftakt, aber es hat sich gelohnt", sagte Franz-Josef Probst, Präsident des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein und gleichzeitig Abteilungsleiter des Kevelaerer SV. Der große Andrang an Wettkämpfern hatte auch für großen Andrang in den Hotels im Wallfahrtsort gesorgt. Am Wochenende sei "kein Kissen mehr zu kriegen", vermeldete die städtische Wirtschaftsförderung. "Schön, dass wir wieder viele ehrenamtliche Helfer bewegen konnten", so Probst.
Bewegt haben sich am ersten Tag auch schon die KSV-Lokalmatadoren. Sprinter Marcus Büning (M 35) verbesserte in 16,11 Sekunden über 110 Meter Hürden seine Bestzeit um mehr als drei Zehntel. Jörg Dethloff (M 40) erreichte mit 49,37 m Platz zwei im Hammerwurf und Kugelstoßerin Silvia Heilen-Dierkes (W 40) brachte es auf 8,30 Meter. (Quelle: NRZ; 19.06.04)


Holland Nationals: Schaafsma vor Roeske

Überraschend deutlich hat Kay Schaafsma bei den niederländischen Seniorenmeisterschaften der Leichtathleten in Vught das mit Spannung erwartete 200m-Finale gewonnen. Der Doppeleuropameister von Potsdam Eric Roeske (23.75sec) hatte keine Chance gegen Schaafsma, der trotz 1,7m Gegenwind in 23,23sec ein bärenstarkes Rennen lief. Schade ist, dass beide Niederländer nicht für die EM in Dänemark gemeldet haben. Alle Resultate der Männer und Frauen... (Achtung: lange Ladezeiten des niederl. Servers,18.06.04)

DM Senioren I: Wallfahrt nach Kevelaer

Heute um 13 Uhr starten im Hülsparkstadion von Kevelaer die Deutschen Seniorenmeisterschaften der Leichtathleten in den Altersklassen 30 bis 45. Während der DLV von 960 Teilnehmerinnen und Teilnehmern spricht, berichtet die Lokalpresse, dass sich 1117 Athleten für den in diesem Jahr größten leichtathletischen Wettkampf in Nordrhein-Westfalen angemeldet. Die Prognose der NRZ: "Die Zuschauer können sich auf ein sportliches Ereignis der Spitzenklasse freuen."
Schon im Vorfeld der Meisterschaft hat Jan Kern, der technische Direktor des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV), bei einem Pressegespräch die Infrastruktur vor Ort gelobt: Angesichts des 1984 gebauten Hülsparkstadions habe Kevelaer durchaus das Zeug, auch für Leichtathleten zu einem Wallfahrtsort zu werden. Kern: "Die Zahl der guten Stadien nimmt ja leider immer mehr ab". Die Experten, allen voran DLV-Vize Dieter Massin, wissen, dass die niederrheinische Stadt in der katholischen Kirche sehr bekannt ist, pilgern doch in jedem Jahr vom 1. Mai bis 1. November Tausende Katholiken nach Kevelaer. Das unscheinbare Wallfahrtsbild der „Trösterin der Betrübten“ hat durch die Jahrhunderte gläubige Menschen angezogen.
Der Entschluss, die Seniorenmeisterschaft als "eine der schönsten Deutschen Meisterschaften", so Jan Kern, erneut in die Marienstadt zu holen, fiel im Winter vor eineinhalb Jahren nach der erfolgreichen Premiere 2002. Seit dem vergangenen Jahr hat ein achtköpfiges Organisationskomitee die DM vorbereitet. Rechtzeitig vor Beginn wurden jetzt das neue Gerätehaus, eine neue Stabhochsprunganlage, eine Lautsprecheranlage und ein Hammerschutzgitter fertig.
Neben vielen Wettkampfrichtern und anderen Mitarbeitern sind 100 ehrenamtliche Helfer des Kevelaerer Sport Vereins (KSV) im Einsatz, um die Veranstaltung zu betreuen. Franz Josef Probst, Präsident des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein und Leiter der Leichtathletikabteilung des KSV, freut sich schon auf die Wettkämpfe - und hofft auf besseres Wetter als 2002, als die Meisterschaft an gleicher Stelle wegen sintflutartiger Regenfälle unterbrochen werden musste. Auch in diesem Jahr verspricht die Wettervorhersage aber bisher nicht viel Positives: Bei Temperaturen von deutlich unter 20° soll es am ganzen Wochenende immer wieder Regenschauer geben.
Die Daheimgebliebenen können die Resultate dieser DM Senioren I auf der (etwas hölzernen) Webseite des Veranstalters verfolgen. Nach meiner Blinddarm-OP werde auch ich aus der Ferne diese DM beobachten.
Vom örtlichen Veranstalter sind die Athleten Silvia Heilen-Dierkes (W 40, Kugelstoßen), Jörg Dethloff (M40, Hammerwerfen), Torsten Schult (Kugelstoßen) und Markus Büning (M35, 110 und 400 Meter Hürden, 200 Meter) am Start; ihre Teilnahme zugesagt haben auch die Olympiateilnehmerin Ingrid Thyssen (*1956, TSV Bayer 04 Leverkusen) im Speerwurf und Stabhochsprung-Weltrekordler Wolfgang Ritte (*1953, LAV Bayer Uerdingen/Dormagen)der als 51jähriger in die M45 "heruntergemeldet" hat.
Ach ja: EM-Fußball gibt´s auch: Am Samstag wird das Spiel Lettland-Deutschland auf einer Video-Leinwand übertragen. (18.06.04)

Olympic Day Run 2004: Impulse für den Breitensport

Kiel und Rosenberg-Sindolsheim im Neckar-Odenwald-Kreis am 23. Juni sowie am 17. Juli Leipzig organisieren in diesem Jahr zum Gedenken an den Geburtstag des IOC den "Olympic Day Run".
Weltweit erinnern die Veranstaltungen an die Gründung des IOC vor 110 Jahren - am 23. Juni 1894. Das IOC, das alle Nationalen Olympischen Komitees um Mitwirkung bittet, will mit der Veranstaltung den Sport als wichtigen Beitrag zur harmonischen Entwicklung des Menschen festigen und die Bemühungen zur Schaffung eines friedlichen Zusammenlebens stärken. Damit gibt das IOC auch dem Breitensport Impulse. Die gemeinsame Freude am Sport, die sich in der Teilnahme an diesen Veranstaltungen ausdrückt, bestimmt den Wert des Olympic Day Run.
Der Olympic Day Run wurde vom IOC 1987 ins Leben gerufen. In Deutschland gab es seinerzeit in München den ersten Olympic Day Run. Vor zwei Jahren wurde der Olympic Day Run mit großem Erfolg erstmals gleichzeitig in verschiedenen deutschen Städten durchgeführt, darunter in allen fünf deutschen Bewerberstädten für die Olympischen Spiele 2012.
"Das NOK für Deutschland ist überzeugt, mit der Vergabe dieses Laufes auch in diesem Jahr wieder positive Akzente zum sportlichen Geschehen in der Region, aber auch zur Entwicklung der Olympischen Bewegung zu setzen", sagt NOK-Präsident Dr. Klaus Steinbach. Im Jahr 2004 stehe der Olympic Day Run ganz im Zeichen der Spiele der bevorstehenden Spiele der XXVIII. Olympiade, die im Sommer in Athen beginnen. IOC-Präsident Dr. Jacques Rogge kündigt an: "Weltweit werden tausende von Männern, Frauen, Kindern, Senioren, Athleten und Behinderten aus allen gesellschaftlichen Bereichen und sozialer Herkunft an den Veranstaltungen teilnehmen und auf diese Weise der Gründung des IOC durch Pierre de Coubertin gedenken."
Der Dank des NOK für Deutschland gelte, so NOK-Präsident Steinbach, neben der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG) dem Unternehmen McDonalds, das den Olympic Day Run erstmals weltweit unterstütze und der Deutschen Sportmarketing GmbH, die sich erfolgreich für die nationale Vermarktung des Ereignisses einsetzte. "Danken möchte ich darüber hinaus den Organisatorinnen und Organisatoren sowie allen weiteren Partnerinnen und Partnern", erklärt Steinbach und fordert gleichzeitig alle sportinteressierten Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen auf.
Die bisherigen deutschen Ausrichter des Olympic Day Run
1987 München
1990 Essen
1991 Stuttgart
1992 Aachen
1993 Kassel
1994 Elsenfeld
1995 Karlsruhe
1996 Cottbus
1997 München
1998 Paderborn
1999 Lorsch
2000 Weiskirchen/Saarland
2001 Köln
2002 Bad Sobernheim, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, Leipzig, Stuttgart
2003 Cuxhaven, Kiel, Lübeck, Rostock, Stralsund, Düsseldorf, Hamburg, Leipzig,
Cottbus, Hannoversch Münden und Darmstadt
2004 Kiel, Rosenberg-Sindolsheim, Leipzig
(15.06.04)


75000. Besucher heute auf Annettes Seite

Peter Görling aus Worms ist der 75.000ste Besucher von www.masters-sport.de. Er besuchte www.masters-sport.de heute um 22.44 Uhr. Das ist ein schöner Erfolg - für ihn und für mich. Peter Görling erhält 6 Flaschen "Spätburgunder Rotwein trocken" des Jahrhundert-Jahrgangs 2003, gestiftet vom Weingut Helmut Hessert in Horrweiler (Rheinhessen), übrigens der Winzertipp von EVAA-Präsident Dieter Massin. Ein großes Dankeschön dafür an Helmut Hessert (*1946, LC Bingen). Die Zugabe, eine Exklusivgeschichte darüber, wie Helmut Hessert Leichtathletik-Geschichte schrieb, wird hier natürlich nicht verraten... (14.06.04)


Nachgezählt: 3703 Seniorensportler aus 40 Ländern bei der EM in Århus

Die aktuellen Zahlen stammen vom 10. Juni: An diesem Tag hatten 3703 Athletinnen und Athleten aus 40 (!) europäischen Landesverbänden ihre Meldungen für den 14. Europameisterschaften der Senioren im dänischen Århus und seiner Nachbarstadt Randers abgegeben. Gegenüber den ersten Zahlen hat sich also das Meldeergebnis noch einmal leicht verbessert. Nachmeldungen sind jetzt aber nicht mehr möglich.
Alle Meldungen können jetzt auf der Internetseite der EM abgefragt werden. Dort sind Name, Nation, Wettkampf, Altersgruppe und gemeldete Leistungen abrufbar. Die offizielle Meldebestätigung wird, so das Organisationskomitee, Ende Juni per Email übermittelt. Das lokale Organisationskomitee bittet übrigens darum, ihm Korrekturen (Namen, Altersklassen etc) direkt und per Email zu übermitteln. Es dürfte aber zweckmäßig sein, die Email in Kopie an den DLV zu senden. (14.06.04)


Hopfner, Altvater, Müller, Rzehak, Meier - glänzend aufgelegte Bayern

Die ganz großen Ergebnisse haben die Bayerischen Seniorenmeisterschaften dieses Jahres nicht gebracht,die am 12. und 13.06.2004 im Ossecker-Stadion in Hof stattfanden. Aber es war immer noch so viel Extra-Klasse im Wettbewerb, dass man vor diesen starken Bayern schon den Hut ziehen muss. Hier die Highlights des vergangenen Wochenendes:

M 40 100 m Edmund Steiner (*1961, ESV-Nürnberg Rbf.) 11,54 sec ( Wind +0.8)
M 45 5000m Johann Hopfner (*1957, LLC Marathon Regensburg) 15:18,40min
M 45 100m Bernhard Altvater (*1958, LAG Mittlere Isar) 11,84 sec (Wind: + 1,7)
M 45 Weitsprung Manfred Ziegler (*1959, TB Weiden) 6,02 (Wind: -0,1)
M 45 Speerwurf Heinz Schweiger (*1955, MTV 1881 Ingolstadt) 54,51 m
M 50 Hochsprung Karl Schrodi (*1954, LAC Quelle Fürth/München 1860/Wü) 1,70m
M 50 Kugelstoss Wladimir Aygustov (*1950, LAC Quelle Fü/Mü/Wü) 13,78 m
M 50 Diskuswurf Hubert Berger (*1954, TSV Schwabmünchen) 48,27m
M 50 Hammerwurf (6 kg) Gerhard Sextl (*1953, LG Fichtelgebirge) 48,45 m
M 50 Speerwurf (700g) Walter Kühndel, (*1952, TV Dingolfing) 49,89m

M 55 100 m Manfred Koch (*1947, LG Hof) 12,19 sec (Wind: +0,3)
M 55 800 m Kurt Herbicht (*1949, TS Lichtenfels) 2:19,00 min
M 55 5000 m Kurt Herbicht (*1949, TS Lichtenfels) 17:09,90 min
M 55 Kugelstoss Stipo Knez (*1949, LG ESV Augsburg-TSV Ne) 13,38 m
M 55 Diskuswurf Stipo Knez (*1949, LG ESV Augsburg-TSV Ne) 41,83m
M 60 100m Sepp Bolsinger (*1941. LG Westallgäu) 12,67 sec (Wind: + 0,8)
M 60 Weitsprung Sepp Bolsinger (*1941. LG Westallgäu) 5,19m (Wind: + 0,1)
M 65 100m Guido Müller (*1938, TSV Vaterstetten) 12,79sec (Wind: +1,5m)
M 65 800m Willi Scheidt (*1939, TS Herzogenaurach) 2:28,93 min
M 65 Speerwurf Dieter Duttker (*1937, LAZ Kreis Günzburg) 42,63m
M 70 100m Rudolf Böckl (*1934, LG München) 13,55 sec(Wind +1.5)
2. Manfred Konopka (*1931 LG Hof) 13,85sec
M 70 5000m Ernst Binder (*1934, LG Nürnberg) 21:43,28min
M 70 Weisprung Konrad Gerhard (*1934 LAC Quelle Fü/Mü/Wü) 4,56m (Wind: -1,4)
M 75 Kugelstoss 4kg Richard Rzehak (*1929, SC Preußen Erlangen) 11,51m
M 75 Diskuswurf Richard Rzehak (*1929, SC Preußen Erlangen) 35,08 m
M 75 Speerwurf Richard Rzehak (*1929, SC Preußen Erlangen) 31,43m

W 55 100 m Ingrid Meier (*1947, TSV Zirndorf) 13,51sec (Wind: + 0,3)
W 55 Weitsprung Ingrid Meier (*1947, TSV Zirndorf) 4,76m (Wind: +0,2)
W 60 3000 m Barbara Wolf (*1941, TG Viktoria Augsburg) 12:29,63 min
W 65 100m Elfriede Hofmann (*1938, LAZ Obernb.-Miltenberg) 15,12 sec (Wind: + 0,3)
W 65 Weitsprung Elfriede Hofmann (*1938, LAZ Obernb.-Miltenberg) 4,12m (Wind: +0,2)
(13.06.04)


Osterode: Bettina Göricke kommt in Form - Flachowsky hat sie schon

Einmal mehr gab es beim Nationalen Seniorensportfest der LG Osterode am 12.06.2004 im Jahnstadion neben guter Stimmung auch ansprechende Leistungen. Den stärksten Eindruck hinterließen dabei die Sprints der letztjährigen deutschen Senioren-Doppelmeisterin Bettina Göricke (*1956, USV Halle) über 100 m in 13,45 sec (Wind +0.1) und 200m in 27,70m (Wind: 0,0). Gisela Seifert (*1955, G M Quedlinburg) lief die 400m in 65,24 sec. Elisabeth Dwenger (*1933, LG Göttingen) bewies mit 23,84m im Diskuswurf und 21,51m mit dem Speer, dass sie in diesem Jahr in ihrer neuen Altersklasse vorn dabei sein wird. Christel Happ (*1929 G M Quedlinburg) sucht noch nach ihrer Form. Im Diskuswurf der W75 erreichte sie 15,08m, mit dem 400g-Speer 17,20m und im Weitsprung 2,79m (Wind: -0,7).
Manfred Löhr (*1952, MTV Wolfenbüttel) gewann den Speerwurf (700g) der M50 mit 48,43 m. In der M55 stieß Dr. Werner Weber (*1947, LG Edemissen/Peine) die 6kg-Kugel auf 13,36m und in der AK 60 lief Gerhard Flachowsky (*1944, LG Braunschweig) die 800m in ausgezeichneten 2:20,82min. (13.06.04)


S-H: Viele gute Senioren in Lübeck

An beiden Tagen der Schleswig-Holsteinischen Landesmeisterschaften in Lübeck ließen Seniorensportler an diesem Wochenende aufhorchen. So wurde Peter Malinowski (* 1962, Gut Heil Neumünster) mit übersprungenen 1,88m Schleswig-Holsteinischer Vizemeister im Hochsprung. Karsten Lübbe (*1962, SG TSV Kronshagen/Kieler TB) erreichte im Speerwurf mit 55,80 m Platz vier.
Der Hammerwurf (7,26 kg) der Männer war in Lübeck überhaupt eine reine Seniorensache. Es gewann Olaf Schmidt-Stohn (*1958, LBV Phönix Lübeck) mit 49,39 m (PB-AK) vor M50er Jan Voigt (* 1954, Ahrensburger TSV) 45,62 m (PB-AK) und Torsten Matz (*1958, TSV Zarpen) mit 37,86 m. M60er Horst Rosehr (*19 41, Lübeck 1876) folgte auf dem vierten Rang mit guten 35,63 m (SB).
Platz sechs belegte am Sonntag mit exakt 11,00 m im Dreisprung belegte der letztjährige M60-Seniorenmeister Udo Speck (*1942, TSV Altenholz ) .
Bei den Frauen wurde Elena Gavrilova (*1965, LBV Phönix Lübeck ) mit 11,14m Landesmeisterin im Dreisprung. W40erin Angela Paetz (*1961, VfL Oldesloe) lief über 400m 65,28 sec (PB-AK), ihre beste Zeit seit vier Jahren; ihr Saisonziel ist die Senioren-EM Ende Juli in Århus. Nannette Hauptstock (*1969, LBV Phönix Lübeck) belegte über 1500m Platz zwei in 4:53,67 min (PB-AK) und am Sonntag über 800m den dritten Rang in 2:20,39 min (PB-AK). Über 200m sprintete W40ergin Katja Berend (*1962, SV Großhansdorf) 27,36 sec (Wind: +0,8). Ulrike Gille (*1962, Ahrensburger TSV ) schaffte im Diskuswurf den vierten Platz mit ordentlichen 36,83 m (PB-AK), nachdem sie trotz Platz 3 am Samstag mit ihrer Leistung im Hammerwurf (31,37m) nur bedingt zufrieden sein konnte. (13.06.04)


DM I in Kevelaer: Meldungen im Internet

Meldezahlen und Teilnehmerfelder der deutschen Leichtathletikmeisterschaft der Senioren von 30 bis 49 stehen im Internet. Über diesen Klick sind auf der Veranstalterseite des Kevelaer SV alle Information zur DM Senioren I 2004 nachzulesen, die vom 18. bis 20. Juni im Hülsparkstadion stattfindet. Vereinsbezogen, klassenbezogen, mit Kinderbetreuung bis hin zur "live"-Übertragung der Fußball-Europameisterschaften am Samstag ab 18:00 Uhr. Die Überraschung: Erstmals ist bei einer Deutschen Seniorenmeisterschaft I das Meldeergebnis unter 1.000 "abgerutscht". "Nur" 960 Seniorensportler/innen von 30 bis 49 haben sich gemeldet und über 1.600 Starts abgegeben.
Damit ist nun das eingetreten, worauf "Alt-Seniorenwart" Harold Gähr vor Jahren schon hingewiesen hat: "... die jüngeren Altersklassen dünnen aus!", so Harold Gähr, der seit den Gründerjahren nach 1972 akribisch 'seine' Statistik geführt hat und Trends rechtzeitig aufmachte.
Vor allem die Altersklasse M 30 und W 30 ist zum Teil sehr schwach besetzt; die "medal standards" werden wohl einige Male in Kevelaer bemüht werden müssen, um die Meisterschaftsmedaillen vergeben zu können.
Den 'Heimvorteil' hat der LV Nordrhein ausgenutzt und bringt insgesamt 183 Starter ins Hülsparkstadion, das noch vor zwei Jahren bei den DM Senioren II seine Generalprobe mit der neuen Tribüne bei einem Unwetter bestand.
Hinter den Nordrheinern tauchen die Nachbarn aus Westfalen auf, die 122 Senioren an die niederländische Grenze gemeldet haben. Es folgen die LV Hessen (113), LV Niedersachen (110), LV Bayern (71), LV Baden (65) und LV Württemberg (56). Erstaunlich hoch die Meldezahl aus dem "kleinen" Rheinland mit 46 Seniorensportlern. (12.06.04)


Offene Landesmeisterschaften Rheinland-Pfalz:
Ganz starker Uwe Manns - Tolle Simone Brück

Zu einer Demonstration seiner Leistungskraft hat Uwe Manns (*1964, Post-Sport-Telekom Trier) die rheinland-pfälzischen Landesmeisterschaften am Samstag im Mainzer Universitätsstadion genutzt. Er beherrschte die 1500m-Konkurrenz und gewann in 3:55,81 min unangefochten .
Mit Andreas Sarter (*1967, USC Mainz) über 5000m in 15:21,04 min und Reiner Nerding (*1968, TV Hatzenbuhl ) in 32:11,08 min über 10000m gewannen weitere zwei Senioren überlegen Landesmeistertitel. Nicht zufrieden war M58er-Speerwerfer Helmut Hessert (*1946, LC Bingen) mit seinen 42,64 m, die deutlich unter seiner Bestleistung liegen.
Unter den in Mainz aktiven Seniorinnen gab es über 100m prima Leistungen durch W 35erin Gabi Rollepatz (*1968, LG Rhein-Wied) als Gesamtfünfte in 12,67 sec (PB), W40erin Sabine Zeidler (*1961 TuS Niederneisen) in 13,33 sec (SB) und Gabi Horwedel (*1957 LG Rhein-Wied) in 13,71 sec über 100m. Schon auch das Weitsprungsresultat von Gabi Rollepatz, die auf 5,45m kam (Wind: - 1,7m). Simone Brück (*1968, TV Herxheim) beeindruckte bei ihrem Sieg im 1500m-Rennen mit einer Leistungexplosion auf 4:43,70 min (SB), mehr als zehn Sekunden schneller als im Vorjahr ! Im selben Lauf kam eine überzeugende Lydia Ritter, (*1938, TuS Rot-Weiß Koblenz) mit 5:43,61 min in die Nähe ihres deutschen Rekordes aus dem Vorjahres. Josefa Matheis (*1966, TSG Eisenberg) gewann überlegen die 5000m in 18:37,45 min.
Zwei Wochen vor der DM in Kevelaer noch nicht richtig in Form ist die deutsche Kugelstoß-Seniorenmeisterin des Vorjahres Ingrid Geil (*1962, TuS Niederneisen), was ihre drei ungültigen Versuche und ihre Bestweite von 11,27 m zeigen; der Diskuswurf klappte mit 34,75 m da schon besser. Außer Wertung startete im Speerwurf übrigens Eve Lavern (*16.06.1965) von den Bahamas und warf auf ihrem Weg nach Athen erneut ausgezeichnete 58,57 m, eine Woche nach dem sie beim IAAF-Grand Prix im niederländischen Hengelo mit 60,63m (SB) überzeugt hatte.
Insgesamt können die teilnehmenden Senioren mit ihren erzielten Ergebnissen in Mainz zufrieden sein - bei einer Veranstaltung, die nicht alle organisatorischen Anforderungen an eine Landesmeisterschaft erfüllte. Komplett ohne Anzeigetafeln stand der Stadionsprecher oft auf verlorenem Posten, und zumindest eine Rundenanzeige sollte man bei einer Landesmeisterschaft erwarten. Auch die Zeitmessung war ein Problem - zu Beginn der Veranstaltung klappte sie jedenfalls wohl nicht so recht.
Alle Ergebnisse aus Mainz hier
( der in der Ergebnisliste als im Jahr 1947 geboren aufgelistete Jurist und zweifache Silbermedaillengewinner Marc Roos ist am 10.08.1973 geboren, also gerade erst Submaster) ( 07.06.04.; Korrektur 09.06.04)


Neuigkeiten aus und über die EM in Århus - Robert Sattler "Alterspräsident"

Hier jüngste Neuigkeiten aus und über die Senioren-EM in Århus, deren ältester gemeldeter Teilnehmer der aus Ludwigshafen stammende Robert Sattler ist, der M90-Kugelstoß-Champion der EM von Potsdam 2002:


M70-Staffel aus Uerdingen in Rekordlaune

In Rekordlaune zeigt sich die M70-Staffel der LAV Bayer Uerdingen/Dormagen. Erst jetzt wurde bekannt, wie glänzend sie sich am 23. Mai bei den Nordrhein-Senioren Meisterschaften im Rheydter Grenzlandstadion in Szene setzte. Die 4 x 100 m-Staffel gewann in 57,22 sec nicht nur den Titel, sondern stellte mit dieser Leistung auch einen neuen deutschen Rekord auf. Die Mannschaft in der Besetzung Zdzislaw Spichalsk ( *1934) Fred Ingenrieth (*1934), Alfred Vossen (*1931) und Herbert Müller (*1929) verbesserte damit den 1998 von der MTV Stuttgart aufgestellten Rekord, der bei 58,27 sec stand.
Dieselben vier Mastersläufer der LAV Bayer Uerdingen/Dormagen hatten übrigens schon am 9. Maiin Attendorn über 4 x 400 m die Zeit von 4:48,87 min. In der M 70 wurde die 4 x 400-m-Staffel in der deutschen Rekordliste bisher nicht geführt. Das hat sich nach dieser Leistung aber geändert. (05.06.04)

Mike Powell (M 40) nochmal zu Olympischen Spielen ?

Um nochmal an Olympischen Spielen teilnehmen zu können, plant Weitsprung-Weltrekordler Mike Powell (USA) im Alter von 40 Jahren sein Comeback und will sich bei den Ausscheidungen der USA-Leichtathleten für Athen qualifizieren. "Es gibt drei Plätze im olympischen Team, und ich möchte einen davon einnehmen", erklärte Powell am Mittwoch: "Olympia ist das größte Spektakel im internationalen Sport, und ich will noch einmal ein Teil davon sein."
Der einstige Gegenspieler des insgesamt neunmaligen Olympiasiegers Carl Lewis, der zwischen 1984 und 1996 viermal in Folge Gold im Weitsprung gewann, hatte 1991 bei den Weltmeisterschaften in Tokio in einem legendären Duell mit seinem Landsmann im fünften Versuch den Weltrekord von 8,95m aufgestellt und den vermeintlichen "Jahrhundertsprung" Bob Beamons (8,90) von Olympia 1968 in Mexiko übertroffen. Zuvor war Lewis im vierten Durchgang bei 8,91m gelandet. Für Lewis endete damals eine Serie von 65 Siegen in Folge.
Olympisches Gold war Powell nicht vergönnt. 1988 in Seoul und 1992 in Barcelona holte er jeweils Silber hinter "King " Carl. "Ich sehe nicht so aus, bewege mich nicht so und fühle mich definitiv nicht wie 40", sagt Powell jetzt und macht sich sogar leise Hoffnungen auf erneutes olympisches Edelmetall: "Wenn ich bei den Trials 8,30 m springe, kann ich in Athen Bronze gewinnen." Die US-amerikanischen Olympiaausscheidungen ("Trials") finden vom 9. bis 18. Juli in Sacramento statt. Mehr hier auf BBC-Sports in englischer Sprache...
(Quelle: www.leichtathletik.de; 02.06.04)


M75-W60: Stabhochsprung-Weltrekord im Partnerpack

Während in Deutschland die Stabhochsprungfamilie Ritte mit Spitzenleistungen für Furore sorgt, haben in den USA Franklin "Bud" Held, 76, und seine Lebensgefährtin Nadine O'Connor, 62, ihren Status als erstes Masters-Stabhochsprungpaar unterstrichen. Beide sprangen am Pfingstsonntag jeweils 3,00m als neuen Weltrekord ihrer Altersklasse und dies beim selben Sportfest, dem Aldrich Memorial Masters Meeting in Südkalifornien.
Held, der in jungen Jahren als Mitglied des US-Leichtathletikteams auch den Speerwurf-Weltrekord hielt, verbesserte dabei den M75-Wltrekord von 2.95m, 1997 aufgestellt von William Bell. O'Connor war bereits mehrfach nur knapp am Rekord gescheitert. Sie verbesserte ihre eigene Bestmarke von 2,85m aus dem vergangenen Jahr. (02.06.04)


Masters-Läufer überzeugen:
Zwei deutsche Medaillen bei 100-Kilometer-EM

Ausschließlich Seniorenläuferinnen und mit einer einzigen Ausnahme auch Seniorenläufer finden sich auf den Spitzenplätzen der aktuellen deutschen Rangliste der 100km-Ultraläufer, und ausschließlich Senioren vertraten denn auch die deutschen Farben bei der 100-Kilometer-Europameisterschaft am Samstag im italienischen Faenza - und erzielten gute Ergebnisse. Bei den Frauen gewann Tanja Hooß (*1967, LTF Marpingen) Bronze im Einzel (8:29:22 h) und mit dem Frauenteam Silber (26:08:06 h). Bei den Männern war Michael Sommer (*1964, EK Schwaikheim ) als Sechster (7:06:06 h) bester Deutscher. Die Mannschaft belegte Rang fünf (22:09:01 h). „Das ist ein sehr gutes Ergebnis, insbesondere die drei Top-Ten Platzierungen bei den Frauen, die auch die Grundlage für den zweiten Platz in der Mannschaftswertung waren“, bilanzierte Teamleiter Volkmar Mühl. Neben Tanja Hooß kamen als Fünfte Birgit Schönherr-Hölscher (*1968, PV Triathlon Witten in 8:42,:13h) und als 8. Carmen Hildebrand (*1969, SSC Hanau/Rodenbach in 8:56:31h) unter die besten Zehn. „Birgits und Carmens Leistung ist beachtlich. Sie sind unsere beiden Neuen gewesen und haben ihre Sache gut gemacht“, lobte Volkmar Mühl.
Michael Sommer bestätigte zum wiederholten Mal, dass er zur erweiterten Weltspitze gehört, ihm wuchsen in der Schlussphase quasi wieder einmal Flügel, und der 40-jährige konnte wie geplant zulegen. Sein Rückstand auf die drei Erstplatzierten, die zur Creme de la Creme des Ultralaufens zählen, war schließlich überschaubar.
Erstmals wurden im Rahmen der Veranstaltung auch Medaillen für Senioren vergeben und dazu eine offizielle europäische Meisterschaft der Senioren durchgeführt. DLV-Vizepräsident Dieter Massin hatte in seiner Funktion als Präsident der EVAA konsequent auf die Anerkennung dieser Meisterschaft hingearbeitet und durfte sich darüber freuen, dass von den rund1500 Teilnehmern des Gesamtlaufs die bemerkenswerte Zahl von 1200 Läuferinnen und Läufern für die EM-Seniorenwertung gemeldet hatte. Treppchenplätze erreichten Michael Sommer als Dritter in der M40 und Simone Stöppler (*1964, SSC Hanau/Rodenbach) in 9:13:52 h, was der zweite Platz in der W 40 war. Dr. Thomas Miksch (*1962, TV Jahn Kempten), letztjähriger deutscher Seniorenmeister, beendete das Rennen in 7:18:18 h auf Platz 4 der M 40, Jörg Hooß (*1964, LTF Marpingen) konnte sich in der gleichen AK in 7:44:37 h auf Rang 7 platzieren, und Ullrich Amborn (*1957, LG Offenbach) erreichte in 7:56:51 h Platz 5 in der AK M 45.
Bemerkenswert war auch, dass die ersten beiden Männer der Gesamtwertung bereits der Altersklasse M 40 angehören. Geradezu unglaubliche 6:31:44 h bedeuteten dabei für den Italiener Mario Ardemagni nicht nur einen neuen Streckenrekord, sondern eine absolute Weltspitzenleistung auf einer schwierigen Strecke.
Zwar war es läuferfreundlich kühl, doch die Route in der Toskana verlangte den Athleten trotzdem alles ab. So ging es von 65 Höhenmetern am Start auf 913 Höhenmeter bei Kilometer 50. Anschließend folgte ein starker Abfall. Die letzten 35 Kilometer waren dann wellig. „Vom Charakter her ähnelte das mehr einem Berglauf als einem 100-Kilometer-Rennen und war außergewöhnlich schwierig“, meinte Volkmar Mühl. „Das drückt sich auch in den Zeiten aus. Sie sind nicht mit Zeiten auf einer flachen Strecke vergleichbar.“
Immerhin bot die Tour von Florenz nach Faenza eine reizvolle Landschaft, doch diese konnten die Sportler nur am Anfang genießen, denn ab 20.30 Uhr liefen sie in der Dunkelheit (Start war um 15 Uhr) und mussten sich vor allem auf den normal weiterfließenden Verkehr konzentrieren. Denn das Rennen wurde auf öffentlichen Straßen ausgetragen.

Bei der Siegerehrung der Senioren-EM, die EVAA-Präsident Dieter Massin vornahm, freute dieser sich nicht nur über die hervorragenden Ergebnisse der deutschen Teilnehmer. „Aus der Sicht der EVAA freue ich mich über dieses ausgezeichnete Ergebnis und erhoffe mir für die Zukunft, dass unsere Seniorensportler auch bei der nächsten 100 km-Senioren-EM in zwei Jahren wieder so zahlreich an den Start gehen werden“, so dass positive Fazit des EVAA-Präsidenten mit einem Ausblick auf die nächste Veranstaltung dieser Art.
(Quelle: www.leichtathletik.de; 01.06.04, update 02.06.04)


Heidi Pratsch feiert 70.

Das private Fest war so perfekt vorbereitet wie sie sonst Leichtathletik-Veranstaltungen organisiert: Heidi Pratsch, seit 1991 Wettkampfwartin des Bayerischen Leichtathletik-Verbandes, feierte daheim in Gräfelfing mit ihrer Familie, vielen Freunden und Nachbarn sowie einer starken „Delegation“ des Bayerischen Leichtathletikverbandes ihren 70. Geburtstag.
Kaum jemand würde ihr die „70“ glauben. Aber Heidi Pratsch macht kein Geheimnis daraus, und sie hatte mit einer lustigen Zeichnung, die sie als Stabhochspringerin zeigt, und mit dem folgenden Text zum Fest eingeladen: „Hab ich’s über die 50-er und über die 60-er geschafft, so denke ich auch die 70-er zu schaffen.“
Daran ist angesichts ihrer Vitalität und ihrer Tatkraft nicht zu zweifeln. Die Jubilarin, die sich nicht nur als Wettkampfwartin, sondern auch schon in zahlreichen anderen Ämtern des BLV bewährte, war die erste Frau, die in einem Landesverband des DLV das Wettkampfwesen leitete. Und sie war die erste Frau in Bayern, die in Anerkennung für ihren langjährigen engagierten Einsatz im Verband 1999 mit dem Carl-Diem-Schild, dem jetzigen DLV-Ehrenschild, ausgezeichnet wurde.
Damals hieß es in der Begründung für die Ehrung durch den DLV: „Frauen sind in Führungspositionen der Leichtathletik noch immer unterrepräsentiert. Dass eine Frau in einem großen Landesverband die Verantwortung für den Bereich Wettkampfwesen übernimmt, verdient besondere Beachtung.“
BLV-Präsident Karl Rauh, der zusammen mit Geschäftsführer Toni Thalhammer das Geschenk des Verbandes überbrachte und bei der Geburtstagsfeier auch von den BLV-Vizepräsidenten Ludwig Schütz und Herwig Leiter begleitet wurde, zählte in seiner Laudatio auch die übrigen Ämter auf, die Heidi Pratsch in über 30 Jahren im Funktionärswesen mit Erfolg ausübte. Ab 1970 war sie im Bezirk Oberbayern als Frauen- und Lehrwartin tätig, im BLV von 1977 bis 1978 als Frauenwartin und von 1979 bis 1982 als Lehrwartin, im Anschluss daran bis 1990 stellvertretende Sportwartin, bevor sie zur Wettkampfwartin des mitgliederstärksten Landesverbandes im DLV gewählt wurde.
Die perfekte Organisation des Europacup-Finales 1997 in München auch im Bereich Sporttechnik mag dazu beigetragen haben, dass Heidi Pratsch seit sieben Jahren als Beauftragte für Veranstaltungen dem Bundesausschuss Wettkampforganisation des DLV angehört. Die älteren Leichtathleten schätzen sie als langjähriges Mitglied des DLV-Betreuerteams bei Senioren-Welt- und Europameisterschaften. Darauf ist auch der Europäische Leichtathletik-Seniorenverband EVAA aufmerksam geworden und hat Heidi Pratsch in sein für die Wettkampforganisation zuständiges Stadion-Komitee berufen.
Bei der WM 1991 in Stuttgart war Heidi Pratsch in einer verantwortlichen Position tätig und auch bei der großartigen EM 2002 war sie, wie Karl Rauh betonte, „eine der tragenden Säulen in der Organisation“. Zu ihrem Zuständigkeitsbereich, in dem ihre rund 80 Mitarbeiter für einen reibungslosen Ablauf der EM sorgten, zählten Anlagen und Geräte, Aufwärm- und Trainingsplätze.
Aber auch als aktive Sportlerin hat Heidi Pratsch eine sehr beachtliche Bilanz vorzuweisen. Mit dem TSV 1860 München, bei dem sie ihre sportliche Laufbahn begann, war sie in den 50-er und 60-er Jahren viermal Deutscher Mannschaftsmeister. Später war sie beim SV Germering noch bis 1989 als Seniorin aktiv und dabei auf nationaler und internationaler Ebene erfolgreich.
Ihre bayerische Bestleistung in der Altersklasse W 55 über 300 m Hürden (59,46 Sekunden), aufgestellt bei der Senioren-WM 1989 in Eugene (USA), hat heute noch Gültigkeit. 40 Mal in Folge legte sie das Deutsche Sportabzeichen ab.
„Die Leichtathletik hat Heidi Pratsch seit 55 Jahren begleitet“, stellte der BLV-Präsident am Schluss seiner Laudatio fest, und er verband damit die Hoffnung, dass dies noch viele Jahre so sein möge.
(Quelle. www.blv-sport.de; 01.06.04)


Pfingsten II: Flott im Revier

Pfingsten im Revier gab es gute Resultate der Masters-Leichtathleten. Am Pfingstfreitag traten mehrere Masters-Athleten im Jahnstadion zu Kamen an. Den Auftakt zu einer Reihe guter Leistungen setzte das M-40- Staffelteam der LG Olympia Dortmund. Frank Menke, Peter Meurel, Peter Matzerath und Martin Kallenbach brachten das "Holz" nach 46,34sec ins Ziel und stellten damit eine neue Bestleistung auf.
Martin Kallenbach (*1964) versuchte sich anschließend noch über die Kurzdistanz und belegte mit ersprinteten 11,76sec im ersten Zeitendlauf Rang 5 vor Sven Spiekermann (*1974) aus Deilinghofen. Im zweiten Zeitendlauf über die 100-Meter-Distanz lief Thomas Schütte (*1959) nach 12,94sec vor Siggi Wader (*1950) - beide LG Olympia Dortmund - ins Ziel ein.
Über die 200-Meter-Distanz versuchten sich der "Jung-Master" Marco Kopp (*1974) des Vfl-Kamen und Dieter Drechsel (*1950) der LG Olympia Dortmund. Der Kamener belegte mit guten 24,24sec Rang 6.
Im Langsprint versuchte sich der Mittelstreckler Dirk Becker (*1958) der LG Hamm und belegte nach 59,82sec Rang 3. Auf den Mittel- und Langstrecken fühlen sich die Masters des FC Nordkirchen zu Hause. Josef Hagemann (*1952) siegte über 800m in 2:22.18sec vor seinem Vereinskameraden Franz-Josef Frie (*1956).
Auf der 3000m-Strecke belegte Thomas Zauner (*1964) vom FC Nordkirchen Rang 4 vor Josef Hagemann, Andreas Topf (DJK-Werl), Jörg Dröge (FC Nordkirchen) und Norbert Klein (VfL Kamen).
Bei den Frauen entschied Annett Jokiel (*1966) vom TV Deilinghofen den Langsprint für sich und siegte nach 61,95sec. Über 2:49,48sec und Rang 3 nach 800 Metern konnte sich Uschi Rammert (*1968) der LV Oelde freuen. Den 1500m-Endlauf entschied Waltraud Klostermann (*1960) für sich. Die Schalkerin erreichte nach guten 4:54,98sec das Ziel.
(Quelle: www.la-altersklasse.de; 01.06.04)


Pfingsten: Neues von Görling, Müller, Schmidt & Co

Beim Blick auf die Ergebnisse der Pfingstsportfeste finden sich zwar beim einen oder anderen Seniorenleichtathleten noch Formrückstände, aber sonst durchweg gute Leistungen. Beim Pfingstmeeting in Zeven etwa stellte sich Martin Hillebrecht (*1962, DSC Oldenburg) mit übersprungenen 4,50m in guter Form vor. Im Speerwurf (600g) der Frauen wurde Seniorenmeisterin Angelika Anton (*1963, MTV Soltau) mit 43,94m Zweite. Das W40-Sprintduell über 200m gewann Miriam Machill (*1961, TSV Eintracht Hittfeld) in 26,52 sec vor Brigitte Heidrich (*1961, TSV Stelle) mit 26,78 sec (Wind: 0,0), die zuvor schöne 13,22 sec über 100m (Wind: 0,0) gelaufen war.
Deutlich besser waren aber die Leistungen von Mitkonkurrentin Ulrike Görling (*1962, MTG Mannheim) bei der Kurpfalz Gala der TSG 1862 Weinheim: Über 100m erreichte sie 12,57 sec (Wind: +0,4) und 25,71 sec (Wind: +1,8) über die doppelte Distanz. W35-Weitspringerin Elena Wolf (*1969, LG Staufen) überzeugte gleichzeitig mit 6,19m im Weitsprung. Höhepunkt dieser Veranstaltung aus Seniorensicht war aber der Auftritt der 4x100m-M40-Staffel des TV Bürstadt, die in der Meisterschaftsbesetzung G. Müller (*1960), E. Becker (*1955), W. Reisner (*1963) und T. Schirra (*1963) 44,76 sec erreichte; der inzwischen zwanzig Jahre alte deutsche Rekord des MTV Herrenhausen (44,25sec) wackelt. Eine gute Leistung im Diskuswurf gelang in Weinheim Gernot Brecht (* 1964, TSG 1845 Heilbronn ) mit 44,03 m.
In dieser Disziplin auch in diesem Jahr offenbareine Klasse für sich ist der Bayer Norbert Demmel (1963, TSV Unterhaching). Der M40er warf trotz vier ungültiger Versuche den Diskus beim traditionellen Internationalen Münchner Pfingstsportfest im Dante-Stadion auf exzellente 55,43m und stieß die Kugel auf hervorragende 16,17m. Noch nicht ganz in der WM-Form von Sindelfingen aber erneut überragend präsentierte sich in München auch Deutschlands Parade-Mastersathlet Guido Müller (1938, TSV Vaterstetten) mit 12,96 sec über 100m (Wind: + 0.1) und 25,76sec über 200m (Wind: -0.3). Ebenfalls gut dabei waren Hans-Jürgen Frühauf (*1945, TSV Weilheim ) mit 26,40sec und Alfons Bauernschuster (*1940, TSV Unterhaching) 28,55sec. Im Dreisprung ließ Manfred Wenzke, (*1952, LG Augsburg) mit 13,28 m ebenso aufhorchen wie im Speerwurf der Männer (800 g) Heinz Schweiger (*1955, MTV 1881 Ingolstadt) mit 52,06 – knapp acht Meter mehr (!) als im vergangenen Jahr. Bei den Frauen zeigte die Neu35erin Angelika Forster (*1969, TSV Wolfratshausen) mit 12,33sec ihr Leistungsvermögen.
Beim samstäglichen Flutlichtmeeting in Eschenbach gewann Hanne Heinlein (* 1954, ESV Nürnberg Rbf) das Kugelstoßen mit guten 11,33 m und anschließend mit 35,14m den Diskuswurf. Kurt Herbicht (*1949, TS Lichtenfels) zeigte über 1500m in 4:33,95 min ebenso eine exzellente Leistung wie M45-Hochspringer Manfred Ziegler (*1959, TB Weiden) mit übersprungenen 1,88 m.
Das 34. Nationale Pfingstmeeting im Kasseler Auestadion sah am Pfingstsamstag zwei gute Mastersresultate über 800m. Bei den Männern erreichte Oliver Degenhard (*1967, PSV Grün-Weiß Kassel) 1:56,73 min und Bärbel Kiel (*1963, TSV Korbach ) lief 2:23,42 min. Noch nicht zufrieden konnte Ute Mackenroth (*1947, LGA Rotenburg-Bebra e.V. ) mit ihren 30,95 m im Hammerwurf sein. W50erin Regina Machner (1952, LG Baunatal / Fuldabrück) dagegen zeigte mit 29,67m im Speerwurf (600g) und 15,03 sec über 80m Hürden eine gute Form.
Schon am Pfingstfreitag waren leistungsstarke Seniorenläufer auch beim Abendsportfest des TV Waldstraße in Wiesbaden an den Start gegangen. M40er Curtis Ripy (*1964, LG Eintracht Frankfurt ) gewann seinen 100m-Lauf in 11,62 sec (Wind: + 1,1). Dr. Siegfried Meyer, Siegfried (*1946, TuS Eintracht Wiesbaden) war 13,24 sec schnell und Harry Simon (*1962 TV 1872 Mainz-Finthen) sprintete 13,59 ev. Bei Windstille lief Curtis Ripy anschließend die 200m in 23,38sec. Außerdem sind die guten 800m-Zeiten von Thomas Langsdorf (*1964, TV 1861 Bad Schwalbach) - 2:00,31 min - und von Werner Faber (*1944, LG Rhein-Wied) - 2:22,98 min - ebenso zu erwähnen wie die 9:29,40 min über 3000m von Wilhelm Schüttler (*1954, TV Waldstraße). Elke Nörr (*1947, TSV 08 Grävenwiesbach) steigerte ihre letztjährige 3000m-Bestzeit um rund 5 Sekunden auf 12:18,13 min. In den 800 m-Endläufen der Frauen liefen Monika Hoffmann (*1959 TV Haibach) mit 2:25,18 min und Elke Hasenstab (*1948, LuT Aschaffenburg) 2:43,66 min gute Zeiten.
Noch nicht in Form ist Gerold Schmitt (*1941, LAC Quelle Fürth/1860 München). Der deutsche Doppelmeister des Vorjahres kam am Donnerstag vor Pfingsten beim Sprinter- und Läuferabend in Gunzenhausen über 100m lediglich auf 13,32 sec und auf 27,32 sec über 200m, wobei er in seinem Rennen den Vereinskameraden Herbert Mundschau (*1954, 26,96sec) und Fritz Karg (*1956, 27,03sec) sowie Roland Eberle (*1956, TV Gunzenhausen) in 27,29 sec den Vortritt lassen musste. Das hatte sich – trotz des großen Altersunterschieds - der deutsche Doppelmeister des Vorjahres sicherlich anders vorgestellt.
Nachzutragen sind schließlich noch die in Bruchköbel von Rolf Nucklies (*1954, Wiesbadener LV) abgelieferten 4,00m im Stabhochsprung .
(01.06.04)


Tiedtke in Form, Drechsler im Tief.

Die Olympiaqualifikation für Athen nur um eine Handbreit verpasst hat am Pfingstmontag die für Frankfurt startende frühere Hallen-WM-Zweite Susen Tiedtke (*1969, LG Frankfurt). Es fehlten am Ende nur zehn Zentimeter. Beim Springermeeting in Wesel belegte sie mit 6,60m Platz zwei, exakt ein Jahr nachdem sie öffentlich erklärt hatte: "Mit dem Weitsprung bin ich fertig. Da hab ich meine Möglichkeiten ausgeschöpft. Jetzt probier ich was Neues aus."
Noch nicht in Form ist dagegen Olympiasiegerin Heike Drechsler (*1964, LG Karlsruhe). Sie schaffte bei den Fanny-Blankers-Koen-Games im ostniederländischen Hengelo mit enttäuschenden 6,25 m nur einen sechsten Rang.
(31.05.04)


Koblenz: Mini-Internationales mit ansprechenden Seniorenleistungen

Seniorenmeister Uwe Manns (*1964, Post-Sport-Telekom Trier) stieg zwar überraschend aus seinem 1500m-Lauf aus. Aber es gab es beim Mini-Internationalen im schmucken Koblenzer Stadion Oberwerth am Donnerstag vor Pfingsten immer noch sehr ansprechende Senioren-Leistungen. Neun Läufe über 800 m, sechs über 1500 m sowie fünf Läufe über 5000 m bei den Männern respektive Nachwuchs sowie sechs Läufe über 800 m bei den Frauen bestätigten dem Mini-Internationalen dabei einmal mehr den Ruf des Außergewöhnlichen. Das Sportfest in Koblenz ist auch stets für anständige Seniorenzeiten gut. Am überzeugendsten, weil auch international hochklassig, waren dabei die Leistungen des Wiesbadeners Maximilian Freund über 1500m und des ältesteten Teilnehmers Wilfried Schmidt über 5000m. Die Leistungen aller Masters in Koblenz auf einen Blick:
W-800m
Kirsten Fontes, Kirsten (*1964, TuS Köln rrh.) 2:23,45 min - W 40
Inga Peters (*1966, LBV Phönix Lübeck) 2:28,22 min - W 35
Ulrike Oetz (*1969, TV 05 Mülheim) 2:28,42 min - W 35
W-3000m
Vera Martens (*1969, TV Waldstraße Wiesbaden) 10:17,60 min - W 35
Birgit Jacobi (*1964, BBC Koblenz-Horchheim) 10:32,51 min - W 40

M-1500m
Maximilian Freund (*1967, TV Waldstraße Wiesbaden) 3:54,49 min - M 35
Christian Hoffmann (*1969, LG Maifeld Pellenz) 4:27,57 min - M 35
Peter Hertle (*1967, LG Rhein-Wied) 4:29,52 min - M 35
M-5000m
Mario Burger (*1967, LG Braunschweig) 14:31,45 min - M 35
Jens Freudenau (1969, LC Rapid Dortmund) 15:01,14 min - M 35
Rainer Nerding (*1968, TV Hatzenbühl) 15:27,89 min- M 35
Berthold Wörner (*1968, LG Baar/Baden) 15:42,40 min - M 35
Jörg Valentin (*1962, TV Norden) 15:46,92 min - M 40
Dirk Peters (*1967, LBV Phönix Lübeck ) 15:49,18 min - M 35
Uwe Honsdorf (*1963, TuS Rot-Weiß Koblenz ) 15:49,46 min - M 35
Wilfried Schmidt (*1948 TuS Köln rrh.) 16:27,51 min - M 55
(30.05.04)


...und schon wieder ein neuer deutscher Rekord:

Bei den Nordrhein-Seniorenmeisterschaften am vergangenen Sonntag in Mönchengladbach übersprang Gunther Spielvogel (*1944, TSV Bayer Leverkusen) im Hochsprung der Altersklasse M 60 1,66 m und löschte damit die bis dato gehaltene Bestleistung von 1,65 m (Siegbert Gnoth* 1940, TuS Gildehaus, und Hermann Albrecht *1940, TSV Crailsheim, vom 18. 08. 00 bei den DM II in Kevelaer). (26.05.04)

W50: Ute Ritte springt deutschen Rekord

Stabhochspringerin Ute Ritte (*1952, LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) zeigt eine ausgezeichnete Frühform. Beim 2. Springen des diesjährigen PACER Stabhochsprung Rhein-Lippe Cups am Himmelfahrtstag im Weseler Auestadion gelang es ihr, den Deutschen Rekord von 2,80 m, den sie bisher gemeinsam mit Hillen Stubendorff (*1949, LG Alte Salzstraße) hielt, auf 2,82 m zu steigern. Die Seniorensportlerin begann ihren Wettkampf bei 2,42 m. Die Anfangshöhe - wie auch die folgenden Höhen von 2,62 m und 2,72 m - überquerte sie jeweils im ersten Versuch. An 2,82 m scheiterte sie zweimal hauchdünn bevor sie dann im dritten Versuch diese Höhe doch noch deutlich übersprang und damit die neuen deutsche W50-Bestleistung aufstellte. Im gleichen Wettkampf schaffte Alfred Achtelik ( (*1960, LAZ Rhede) ) 4,72 m, während Stabhochsprungsweltrekordler Wolfgang Ritte (*1953, LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) diesmal mit übersprungenen 4,42 m unter seinen Möglichkeiten blieb. Ihm fehlte nach eigenen Worten wohl nach dem vorhergehenden Jubel über den Rekord seiner Frau die nötige Konzentration. (24.05.04)


Hessenmeisterschaften 2004 in Marburg:
Wagner mit großem Comeback - Starke Selzer und Gazda-Sagolla

Endlich wieder einmal Hochbetrieb im Marburger Georg-Gaßmann-Stadion. Bei Sonnenschein aber teilweise empfindlich kaltem Wind kämpften am ersten Tag der hessischen Seniorenmeisterschaften über 300 jung gebliebene Leichtathletinnen und Leichtathleten um die Landestitel in den verschiedenen Altersklassen zwischen 30 und 80 Jahren. Einen Dreifacherfolg konnte Helga Schüßler (*1954, TSV Kirchhain) mit den Siegen auf allen drei Sprintstrecken 100 Meter in 14,00 Sekunden, 200 Meter in 29,56 Sekunden und die Stadionrunde in 71,27 Sekunden alle drei Mal deutlich vor Dr. Cornelia Pelz (*LG Langen) mit sicherem Abstand für sich entscheiden. Eine imponierende Vorstellung im Sprintbereich zeigte der 77-jährige mehrfache Deutsche Meister und Weltmeister Willi Selzer (*1927, TV Bad Vilbel), der 100 Meter in 14,75 Sekunden, 200 Meter in 30,97 Sekunden und die Stadionrunde in 70,98 Sekunden lief. Im Ziel sagte er dann: „Ich bin einfach die 400 Meter zu langsam angelaufen, auf der Ziegeraden stirbt man so oder so. Nach seiner langen schweren Krankheit wieder erholt zeigte sich der mehrfache Deutsche Diskusmeister Alwin Wagner (*1950, PSV GW Kassel), der im letzten Jahr seiner Altersklasse sowohl das Kugelstoßen mit seinem letzten Stoß auf 12,48 Metern als auch in seiner Paradedisziplin, dem Diskuswerfen mit 46,74 Meter gewann. Im Hammwurf erzielte er mit 35,60 Metern noch Platz drei. Gleich drei Würfe jenseits der 40-Meter-Marke mit dem 600gr.-Speer gelangen dem deutschen Seniorenmeister Manfred Hoffmann (*1933, TV Gelnhausen) in der Altersklasse M 70, wobei sein weitester Wurf mit 41,92 Meter gemessen wurde. Jutta Eisenberg (*1949, TSV Kirchhain) hatte über 100 Meter das Pech, dass sie bei Zeitgleichheit in 15,56 Sekunden gegen Dagmar Andrea (*1945, Wiesbadner LV) nach Zielfotoentscheid auf den zweiten Platz gesetzt wurde. Walter Jung (Blau-Gelb Marburg) siegte bei den über 50-Jährigen mit 42,27 Metern vor Eckard Kiel (TSV Korbach), der auf 41,63 Meter kam. Mehrkämpfer Jörg Penndorf (*1951, BG Marburg) freute sich über den Vizemeister in der M50 im Weitsprung mit 5,24 Meter und den dritten Platz im Sprint mit 12,12,85 Sekunden. Einen Jubelsprung machte Jörg Bartoschik (*1942, VfL Marburg) nach seinem Speerwurfsieg bei den über 60-Jährigen. Im zweiten Versuch warf er seine Siegesweite von 35,38 Meter gegen den dichtaufliegenden Dieter Hausrotter (SSC Vellmar), der mit dem 600gr.-Speer 23 Zentimeter weniger weit warf. Sein 78-jähriger Vereinskamerad Dr. Fritz Tent warf in der M75 auf die Siegesweite von 30,38 Metern. Auf der 5000-Meter-Langstrecke zeigte Ulrich Wolf (*1962, TV Wetter) in der Seniorenklasse M40 seine ganze Routine, als er sich schon nach 5 Runden entscheidend von der Spitzengruppe absetzen konnte und einen überlegen Sieg in 15:55,53 Minuten herauslief. In der M65 wurde Helmut Scholtz (SG Fronhausen) in 20:53,46 Minuten nur von Karl Meierling (*1936, SSC Hanau-Rodenbach) um 5 Sekunden bezwungen. Sein Vereinskamerad Josef Banholzer landete auf Platz drei in 22:51,85 Minuten. Einen weiteren Sieg steuerte Elias Dobre (*1942, TSV Cappel) bei den über 60-jährigen in 18:53,11 Minuten zu. Feiern ließ sich auch der Stadtallendorfer Jerome Eberling, der mit seinen 76 Jahren die 12,5 Runden in 33:14,66 Minuten zurücklegte.
Auch der zweite Tag brachte wegen des kalten Nordwinds keine angenehmen Temperaturen. Sechsmal standen dabei die lokalen Senioren ganz oben auf dem Siegerpodest. Für ein Topresultat sorgte dabei die Hallenweltmeisterin der W40 im Hochsprung Helga Freyer-Krause (*1961, SF Blau-Gelb Marburg) mit überfloppten 1,55 m, weit vor der zweitplazierten Britta Schulmeyer (LG Eintracht Frankfurt) 1,47m, um dann mit 4,89 m auch noch überlegen den Weitsprung vor Angelika Benzing (*1955, SG Neuses) mit 4,67 m zu gewinnen. Ihr Vereinskamerad Oliver Bargsteen konnte in der M30 seinen Stabhochsprungtitel mit übersprungenen 3,90 Metern verteidigen.
Mit gutem Beispiel für die Jugend gingen die beiden VfL Marburg Trainer in den Wettbewerb. Martin Otte (*1967), vor zehn Jahren zu den besten Zehnkämpfern in Deutschland zählend und eigentlich vom Leistungssport zurück getreten, entschloss sich spontan, meldete sich den Agenturen zufolge am Morgen nach und siegte im Speerwurf der M35 mit ausgezeichneten 57,66 Metern. Er freute sich diebisch über seine Comeback: „Ich glaube, ich muss jetzt wieder etwas tun und dann kann ich auch über 60 Meter werfen.“ Auch im Weitsprung gelang ihm mit einem Sicherheitssprung von 6,25 Metern noch der Sprung auf Platz drei. Hier gewann Martin Triebstein (*1968, TSV Kirchhain), eigentlich ein Dreisprungspezialist, mit 6,46 Metern. Der weiteste Sprung des Tages aber gelang Andreas Röse als M30 Sieger im letzten Versuch. Er konnte den bis dahin führenden Klaus Knopp (LG Wetzlar) 6,56 Meter mit tollen 6,78 Metern noch übertrumpfen. Der Marburger Röse hatte auf dieser Anlage 1995 bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften mit 7,49 Meter seine Bestleistung aufstellte. Dagegen musste sich der siegesgewohnte Sprinter Hermann Mager (*1957, TSV Kirchhain) M45 sich geschlagen geben. Mit Thomas Riehm (*1959, LG Hattersheim) ist in seine Altersklasse ein Sprinter neu hinzu gekommen, der hier die Kurzstrecken 100 und 200 Meter sowie die 400 Meter gewann. Mager belegte mit schnellen 11,73 Sekunden über 100 Meter den dritten und über 200 Meter den zweiten Platz. Über 1500 Meter riss Elias Dobre (TSV Cappel) M60 schon die Arme hoch, doch zu früh. Außen kam noch Heinz Heitzenröder (*1944, TuS Griesheim) in 5:01,51 Minuten mit sieben Hundertstel vorbei geflogen. Einmal mehr überzeugte unangefochten Dreifach-Siegerin Irena Gazda-Sagolla (*1961, TV Remsfeld) mit einem Mammutprogramm über 200m/400m und 800m in 26,80/61,45/2:22,63 - angesichts der kalten Witterung ausgezeichnete Zeiten.

Ergebnisse Hessische Seniorenmeisterschaften der Leichtathleten in Marburger Georg-Gaßmann-Stadion:
Altersklasse M30: 100m: 1. Andreas Hein (LG Wetzlar) 10,85; 200m: 1.Andreas Hein (LG Wetzlar) 22,04; 400m: 1.Christian Haag (LG Bad Soden Neuenhain) 53,45; 800m: 1.Andreas Fischer (PSV Kassel) 2:01,85; 1500m: 1.Oliver Degenhart (PSV Kassel) 4:19,53; 5000m: 1.Carsten Wenzek (SSC Hanau-Rodenbach) 15:04,41; 6. Björn Kirbach ((TSV Eintracht Stadtallendorf) 17:26,79; 8. Christian Friedel (BG Marburg) 17:54,70; Hochsprung: 1.Christian Wächter (TSV Nauborn) 1,68; Stabhochsprung: 1.Oliver Bargsteen (BG Marburg) 3,90; Weitsprung: 1.Andreas Röse (VfL Marburg) 6,78; Kugelstoßen: 1.Ralf Steinfurth (LG Eppstein) 11,93; Diskuswurf: 1.Carsten Liebe (TGS Hausen) 35,91; Speerwurf: 1.Thomas Validis (LG Frankurt) 46,59; Hammerwurf: 1. Thomas Kretnzer (LAV Dietzhöztal) 55,41; M35: 100m: 1.Dominic Ulrich (LG Hattersheim) 11,28; 200m: 1.Ulrich (LG Hattersheim) 22,72; 400m: 1.Bernd Lachmann (TSV Friedberg) 51,39; 800m: 1.Oliver Degenhardt (PSV Kassel) 2:03,11; 3. Ulrich Rehmann (TSV Kirchhain) 2:07,93; 5000m: 1.Jürgen Werner (LAV Dietzhölztal) 15:49,08; 9. Stephan Rößer (BG Marburg) 17:47,11; Weitsprung: 1.Martin Triebstein (TSV Kirchhain) 6,46; 3. Martin Otte (VfL Marburg) 6,25; Kugelstoßen: 1.Peter Kalveram (LG Seligenstadt) 15,43; Diskuswurf: 1.Jan Luckmann (TG Winkel) 35,60; Speerwurf: 1.Martin Otte (VfL Marburg) 57,66; Hammerwurf: 1.Thomas Nasgowitz (LF Villmar) 43,12; M40: 100/200m: 1.Christian Müller (LG Bad Soden Neuenhain)11,65/23,77 400m: 1.Jürgen Speidel (LG Frankfurt) 54,59; 800m: 1.Thomas Langensdorf) TV Bad Schwalbach) 2:02,83; 1500m: 1.Markus Zerres (TV Wiesbaden) 4:22,75; 3. Hakim Ouahioune (BG Marburg) 4:32,36; 5000m: 1.Ulrich Wolf (TV Wetter) 15:55,53; 5.Hakim Ouahioune (BG Marburg) 16:44,60; Hochsprung: 1.Dieter Glübert (SSC Vellmar) 1,75; Weitsprung: 1.Norman Krämer (TV Gelnhausen) 6,00; Kugelstoßen: 1.Thomas Nasgowitz (LF Villmar) 13,29; Diskuswurf: 1.Michael Rückel (KSG Bieber) 44,82; Speerwurf: 1.Jürgen Speidel (LG Frankfurt) 44,74; M45: 100/200/400m: 1.Thomas Riehm (LG Hattersheim) 11,37/23,32/54,58; 100m: 3. Hermann Mager (TSV Kirchhain) 11,73; 200m: 2. Mager (TSV Kirchhain) 24,75; 800m: 1. Harald Eichhorn (LG Bad Soden Neuenhain) 2:!3,59; ; 1500m:1. Thomas Bastian (TV Wiesbaden) 4:35,00; 5000m: 1.Günter Horn (CG Chattengau) 16:12,61; 2. Rolf Klinge (BG Marburg) 16:25,12; Stabhochsprung: 1. Rolf Nucklies (Wiesbadener LV) 4,00; Weitsprung: 1.Dieter Glübert (SSC Vellmar) 6,11; Kugelstoßen: 1.Reinhard Eckel (TV Bürstadt) 12,82; Diskuswurf: 1.Klaus Peter Schneider (KSG Bieber) 39,95; Speerwurf: 1.Schneider (KSG Bieber) 57,35; Hammerwurf: 1.Hartmt Nutschke (SSC Vellmar) 45,07; M50: 100m: 1.Thomas Hörner (LG Taunusstein) 12,27; 3. Jörg Penndorf (BG Marburg) 12,85; 200m: 1.Thomas Hörner (LG Taunusstein) 25,56; 800m: 1.Bernd Bächle (LT Freigericht) 2:14,27; 1500m: 1.Bernd Becker (TV Friedrichstein) 4:55,42; 5000m: 1.Bernd Bächle (LT Freigericht) 16:24,23; 3. Hans-Jürgen Albrecht (BG Marburg) 18:06,47; 4x100m: 1.LG Baunatal) 52,55; Hochsprung: 1.Ulrich Hienz (TV Nieder-Weisel) 1,51; Weitsprung: 1.Thomas Hörner (LG Taunusstein) ,5,77; 2. Jörg Penndorf (BG Marburg) 5,24; Kugelstoßen: 1.Alwin Wagner (PSV GW Kassel) 12,48; Speerwurf: 1. Walter Jung (BG Marburg) 42,27; 5. Eckhardt Rambow (VfL Marburg) 38,83; Diskuswurf: 1.Alwin Wagner (PSV GW Kassel) 46,74; 9. Eckhardt Rambow (VfL Marburg) 31,34; Hammerwurf: 1.Hans-Jürgen Grau (LAV Dietzhöztal) 40,74; M55: 100m: 1.Heinz Jandik (TSV Korbach) 2:22,26; 200m: 1.Heinz Wondra (TSV Escholbrücken) 26,56; 400m: 1.Norbert Bandur (TV Eschenhofen) 60,77; ; 800m: 1.Heinz Jandik (TSV Korbach) 2:22,26; 1500m: 1.Herbert Schmitt (TV Trebur) 4:57,37; 5000m: 1.Dietmar Schäfer TV Wiesbaden( 17:55,32 3.Ferdiand Klaus (BG Marburg) 19:11,53 Hochsprung: 1.Günter Gleitmann (MTV Urberach) 1,57; 2. Hans-Werner Hagedorn (VfL Marburg) 1,54; Weitsprung: 1.Heinz Wondra (TSV Eschollbrücken) 5,11; Kugelstoßen: 1.Dr. Karl-Jürgen Leyhe (TV Germania Rhoden) 11,87; Diskuswurf: 1.Wolfgang Steinfurth (LG Eppstein) 37,78; Speerwurf: 1.Dr. Karl-Jürgen Leyhe (TV Rhoden) 41,42 M60: 100/200m: 1.Theodor Lenk (TSG Alten-Buseck) 12,63/26,41; 400m: 1.Günther Heiliger (TV Groß-Gerau) 62,95; 800m: 1.Helmut Schulhauser (PSV GW Kassel) 2:26,16; 1500m: 1.Heinz Heitzenröder (TUS Griesheim) 5:01,51; 2. Elias Dobre (TSV Cappel) 5:01,58; 5000m: 1.Elias Dobre (TSV Cappel) 18:53,11; Hochsprung: 1.Wolfgang Mann (TSV Eschollbrücken) 1,45; 4. Jörg Bartoschik (VfL Marburg) 1,39; Weitsprung: 1.Wolfgang Mann (TSV Eschollbrücken)4,95; Kugelstoßen: 1.Heinz Gellrich (TV Haiger) 11,59; Diskuswurf: 1.Heinz Gellrich (TV Haiger) 42,98; Speerwurf: 1.Jörg Bartoschik (VfL Marburg) 35,38; Hammerwurf: 1.Manfred Weinkath (TV Petersberg) 47,69;
M65: 100/200m: 1.Eckart Nündel (LG Hochtaunus) 13,95/29,42; 400m: 1.Harry Gier (TUSPO Borken) 66,86; 800/1500m: 1.Horst Schubert (MT Melsungen) 2:41,27/5:28,66; 5000m: 1.Karl Meierling (SSC Hanau/Rodenbach) 20:48,34; 3. Helmut Scholtz 20:53,46; 3.Josef Banholzer 22:51,85; 5. Alfred Seckinger (alle SG Fronhausen) 26:001,11; Hochsprung: 1.Arno Willershäuser (LG Wettenberg) 1,36; Weitsprung: 1.Jochen Dickhaut (SG Chattengau) 4,34; Kugelstoßen: 1.Wolfgang Heller (TV Idstein) 11,77; Diskuswurf: 1.Arno Willershäuser (LG Wettenberg) 43,07; Speerwurf: