Annettes Seite 2006:
Meine Informationen und Nachrichten für die deutsche Masters-Leichtathletik
Mit deutlich mehr als 100 Silvesterläufen ist das Laufjahr 2006 an diesem Wochenende zu Ende gegangen. Bei dem mit 8.124 Läufern größten deutschen Silvesterrennen von Werl nach Soest triumphierte zum fünften Mal der Dortmunder Ansgar Varnhagen. Die 15-km-Strecke lief er in 46:37 Minuten und stellte damit einen Streckenrekord auf. Zweiter wurde Jürgen Kerl (*1971, PSV Grün Weiss Kassel). Der Zweitplazierte zeigte sich sehr zufrieden mit seiner Leistung: „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so gut bei mir laufen würde, denn ich habe in letzter Zeit keine hohen Kilometerumfänge absolviert." Der 35-jährige Berufssoldat war vor wenigen Monaten in eine 3,5m- tiefe Baugrube gefallen und hatte sich dabei seine Lunge angerissen. Daher musste er auch die Marathonläufe in München und Frankfurt vorzeitig aufgeben. Schnellste Frau war Petra Maak (*1964, TSV Bayer Dormagen) in 55:56 min. "Die Stimmung während des Laufes war hervorragend. Ursprünglich wollte ich wegen einer Erkältung gar nicht laufen. Nun bin ich froh, dass ich mich dennoch für einen Start entschieden habe", sagte anschließend die 42-jährige Dormagenerin, die 1997 deutsche Marathonmeisterin war. Auf den Plätzen landeten Heike Bienstein (*1986, LAC Veltins Hochsauerland, 58:09 Min.) und Birgit Schönherr-Hölscher (* 1968, PV Triathlon Witten, 58:19 Min.), die amtierende 100km-Europameisterin.
Neben dem Sport stand bei der Veranstaltung der gute Zweck im Vordergrund. So geht der gesamte Erlös der Veranstaltung in Höhe von 50.000 Euro an den MS-Kontakt-Kreis Werl-Wickede-Ense, das Frauenhaus in Soest und das Projekt "Sommerland", das sich um Waisenkinder kümmert. Seit 1982 sammelten die Silvesterläufer mehr als 950.000 Euro für karitative Einrichtungen.(Resultate)
1.868 Teilnehmer hatte der Berliner Silvesterlauf, dessen 9,9 km langes Hauptrennen über zwei gut 100 Meter hohe Steigungen führte. Hier siegten Lennart Sponar (Berliner SV 92) in 32:47 Minuten und Karsta Parsiegla (SCC Berlin) mit 42:09. Mehr...
Der Vorjahressieger Moses Kipsiro (Uganda) gewann das hochklassig besetzte 8-km-Rennen von Trier. Beim ,deutschen Sao Paulo’ setzte sich der Afrikameister über 10.000 m, der diesen Titel im August gewonnen hatte, in 22:27,4 Minuten in einer Spurtentscheidung knapp gegen Eshetu Wondimu durch. Der Äthiopier war nur sieben Zehntelsekunden später in 22:28,1 im Ziel. Dritter wurde der starke Patrick Stitzinger (Niederlande), der in 23:14,1 Minuten dem viertplatzierten Jan Fitschen (TV Wattenscheid) einen Podestplatz verwehrte. Der deutsche 10.000-m-Europameister war nach 23:18,4 im Ziel. Für die beste deutsche Platzierung sorgte vor tausenden Zuschauern Irina Mikitenko (*1972, TV Wattenscheid). Über die 5-km-Distanz musste sie sich lediglich der Äthiopierin Belaynesh Fekadu geschlagen geben, die in 15:42,2 Minuten gewann. Mikitenko war nach 15:52,3 als Zweite im Ziel und hatte damit einmal mehr Sabrina Mockenhaupt bezwungen. Die nationale Konkurrentin des Kölner Verein für Marathon, die als Vorjahressiegerin an den Start gegangen war, wurde Dritte in 15:57,0. Mehr...
Im bayerischen Gersthofen machte Katharina Kaufmann (*1961, LG Domspitzmilch Regensburg) kurzen Prozess mit ihren Gegnerinnen. In exzellenten 36:57 lief sie nach 9,9km ins Ziel und hatte über eine halbe Minute Vorspung vor der Zweitplazierten Kathrin Luxenhofer (37:29, *1969, TG Viktoria Augsburg).
In München dominierten die Regensburger Domspitzmilch Athleten Ellen Clemens (*1968, - 1. Frauen in 37:14min) und Mikki Hirt (*1974 - 2. Frauen in 37:26 ) sowie der 34-jährige Dennis Pyka (31:37 - 1. Männer) das Geschehen.
Stefan Koch (TV Wattenscheid) gewann den 26. Bietigheimer Silvesterlauf mit 4.300 Teilnehmern. Auf der 11,2-km-Rundstrecke lief er vor mehr als 20.000 Zuschauern 33:00 Minuten. In einem Rennen ohne starke Ausländer belegten Michael May (Bayer Leverkusen/33:04) und Michael Schering (LAZ Leipzig/33:07) die nächsten Plätze. Dieter Baumann (*1965, LAV Asics Tübingen), der 5.000-m-Olympiasieger von 1992, wurde Achter in 34:00. Bei den Frauen erreichte Melanie Kraus (*1974, TSV Bayer 04 Leverkusen) als Erste in 37:25 Minuten das Ziel, während die favorisierte Luminita Zaituc (*1968, LG Braunschweig) gehandicapt durch eine Knieverletzung mit Rang vier in 39:47 vorlieb nehmen musste. Stephanie Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen/37:51) und Simret Restle (Eintracht Frankfurt/38:54) belegten die Ränge zwei und drei. Mehr...
Überschattet wurde der Bietigheimer Silvesterlauf vom Tod eines 49jährigen Läufers, der nach der ersten der beiden Laufrunden zusammengebrochen war. Mitlaufende Ärzte der Laufmannschaft der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim waren zwar ebenso rasch zur Stelle wie auch der herbeigerufene Notarzt. Trotz eingeleiteter Reanimation verstarb der 49jährige wenig später im Bietigheimer Krankenhaus. (Quellen: eigene Recherchen, Peter Middels auf www.leichtathletik.de und Artikel des Running News Network - runnn.com, 31.12.06)
München verliert die Deutsche Marathonmeisterschaft! Nach Medienberichten soll die eigentlich für drei Jahre vertraglich nach München vergebene Deutsche Marathonmeisterschaft schon nach dem ersten Jahr nicht mehr in der bayerischen Landeshauptstadt stattfinden. Der DLV und die Münchener Organisatoren um Gernot Weigl waren ohnehin eher eine Zweckgemeinschaft eingegangen. Allerdings hatten die Münchener es im vergangenen Herbst nicht geschafft, meisterschaftswürdige und leistungsgerechte Rahmenbedingungen wie Preisgelder und internationales Starterfeld zu organisieren. Angesichts der vielfachen Kritik sucht der DLV jetzt nach einem anderen Partner für die Austragung 2007. Die publizistisch gefeierte Kooperation mit Organisator Gernot Weigl ist offenbar zu Ende; der DLV tanzte mit dem Manager nur einen Marathon lang. Weigl selbst erklärte inzwischen gegenüber dem Onlinemagazin Laufreport: "Definitiv ist München nicht mehr Ort der Meisterschaft!"
Im Gespräch sind als neuer Austragungsort neben dem Münster-Marathon vor allem der vom Sportamt der Stadt Mainz veranstaltete Mainzer Marathon. Noch ist aber längst nichts unterschrieben, doch die Chancen stehen dem Vernehmen nach vor allem für Mainz gut. Denn weil der DLV seinen Sponsor Nike unterbringen muss, wäre Mainz ein geeigneter Partner, denn dort fehlt zur Zeit ein Schuhsponsor. In der Bischofsstadt gäbe es also keinen Konflikt wie bei den anderen großen Marathons in Deutschland. Zudem haben die Mainzer in den vergangenen Jahren mehrfach ein Elitefeld zusammengestellt, dass mit Siegerzeiten aufwarten konnte, die durchaus im Bereich der Qualifikationsnormen für die bevorstehende WM liegen. Für Mainz wäre die DM Aufwertung und Anerkennung zugleich. Allerdings war der 8. Mainz Marathon vom 6. Mai 2007 schon nach drei Wochen Mitte Oktober ausgebucht. Hier muss also der DLV also noch eine Lösung finden.
Einen Terminkonflikt mit den internationalen Seniorenmeisterschaften gibt es bei einem Wechsel übrigens in jedem Fall: Denn bei einer Vergabe nach Mainz kollidiert das Rennnen mit den zwei Wochen später in Regensburg stattfindenden Senioren-Europameisterschaften im Straßenlauf, bei denen u.a. ein Halbmarathon zum Programm gehört. Münster findet am 9. September statt,; das wäre zeitgleich mit der Masters-WM in Riccione (ITA), an deren Schlusstag der WM-Meisterschaftsmarathon gelaufen wird. (Quelle: eigene recherchen und Herbert Steffny 26.12.06)
Vom 15. bis 23. August 2009 werden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Berliner Olympiastadion stattfinden. Heinrich Clausen ist seit Oktober des vergangenen Jahres Organisationsleiter dieser bedeutenden Titelkämpfe. Der 57-Jährige Schleswig-Holsteiner ist den aktiven DLV-Senioren durch seine langjährige Arbeit als Referent des DLV bekannt. Unvergessen ist es, wie er gemeinsamen mit dem US-Delegationsleiter Rex Harvey vor zehn jahren die Senioren-WM im südafrinaknischen Durban rettete und den überforderten örtlichen Organisatoren mit einem neuen Veranstaltungsablauf unter die Arme griff. Clausen ist ein erfahrener Organisator und zeichnete bereits bei den Europameisterschaften in München 2002 für die Organisation verantwortlich. Zuvor war er bei bei den kontinentalen Titelkämpfen 1986 in Stuttgart sowie den Weltmeisterschaften in Stuttgart 1993 tätig. Dorothee von Winning sprach für leichtathletik.de mit Heinrich Clausen über den aktuellen Stand der Vorbereitungen.
leichtathletik.de:
Herr Clausen, wie sieht die Arbeit eines Organisationsleiters im Moment aus?
Heinrich Clausen: Wir entwickeln gerade Konzepte für wichtige Bereiche wie Marketing, Promotion und Sportstätten und sind teilweise schon in der Phase der konkreten Planung. Das heißt, wir kümmern uns um Hotelreservierungen, schließen erste Verträge und suchen geeignete Mitarbeiter für die unterschiedlichsten Bereiche. Außerdem bereiten wir uns auf die WM im kommenden Jahr in Osaka vor. Wir werden dort selbstverständlich vertreten sein, um die WM-Stadt Berlin zu repräsentieren.
leichtathletik.de:
Nach der erfolgreichen Fußball-Weltmeisterschaft kommt 2009 die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in die deutsche Hauptstadt. Sehen Sie Chancen eine ähnliche Begeisterung entfachen zu können?
Heinrich Clausen: Wir haben natürlich ganz andere Vorraussetzungen als bei der Fußball-WM, da wir nicht bundesweit agieren, sondern auf Berlin als Austragungsort beschränkt sind. Ich bin aber überzeugt davon, dass wir bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 eine ähnliche Begeisterung spüren werden, wie wir sie rund um die Fußball-WM erlebt haben. Anstatt „Public Viewing“ wird es bei uns allerdings „Public Doing“ geben. Das heißt, wir werden in der Innenstadt Mitmach-Aktionen anbieten, um die Leute zu animieren. Zudem werden wir versuchen, die Berliner Schulen in unsere Programme mit einzubeziehen.
leichtathletik.de:
Stichwort Marathonstrecke: Wird es ein Novum bei dieser WM geben?
Heinrich Clausen: Zwar obliegt die endgültige Entscheidung den Council-Mitgliedern des Weltverbandes IAAF, aber die Technischen Delegierten haben uns ihre Unterstützung der Pläne für die Marathonläufe und die Geher-Wettbewerbe bereits zugesagt. Unsere Idee ist es, die Rennen nicht wie gewohnt mit Start und Ziel im Stadion, sondern auf einem Rundkurs im Herzen der Hauptstadt mit ihren wichtigsten Sehenswürdigkeiten auszutragen. Wir wollen so eine ähnlich großartige Atmosphäre bei den Zuschauern am Streckenrand erreichen, wie wir sie jährlich beim Berlin-Marathon erleben dürfen.
leichtathletik.de:
Herr Clausen, Sie waren bereits Organisationsleiter bei der EM 2002 in München. Was ist der Unterschied zu der Planung der Weltmeisterschaft in Berlin?
Heinrich Clausen: Natürlich sind München und Berlin zwei ganz unterschiedliche Städte und bieten deshalb auch ganz unterschiedliche Voraussetzungen. Grundsätzlich sind bei einer WM viel mehr Länder beteiligt und von daher auch viel mehr Menschen involviert. Das bedeutet einen höheren Organisationsaufwand. Außerdem haben wir jetzt mit der IAAF einen anderen Partner an unserer Seite.
leichtathletik.de:
Was sind Ihre Ansprüche und Ziele als Organisationsleiter?
Heinrich Clausen: Wir wollen innovativ sein und die WM zu etwas Besonderem machen. Damit meine ich nicht „höher, schneller, weiter“ im Sinne der Quantität, sondern der Qualität. 500.000 Zuschauer ins Stadion zu bringen ist unser Ziel und gleichzeitig unsere große Herausforderung. Die WM soll eine nationale Wirkung haben und gerade bei der jungen Generation eine neue Begeisterung für die Sportart Leichtathletik wecken.
(Quelle: www.leichtathlketik,de 30.12.06)
Hans Röcken hat mit 19,12m einen neue Weltbestmarke im Gewichtwurf aufgestellt. Bei einem Hallenwettkampf der LG Ems-Warendorf in der Leichtathletikhalle der Sportschule der Bundeswehr verbesserte der Mastersathlet von der LG Plettenberg/Herscheid am Donnerstag in der Altersklasse M 65 die alte Rekordweite von 16,79 Meter, die am 12. März 2005 in Nampa/Idaho von Dick Hotchkiss (USA) aufgestellt wurde,um sage und schreibe 2,33 Meter.
Bei der Durchsicht der Rekordlisten hatte Hans Röcken nun festgestellt, dass bei seiner zur Zeit glänzenden Form der Hotchkiss-Rekord seinem Angriff nicht standhalten konnte. Die Frage war nur: Wo ist eine geeignete Halle, um einen Werfertag durchzuführen? Durch seine Freundschaft zur Familie Kobs erfuhr Röcken, dass die LA-Halle der Sportschule in Warendorf solche Möglichkeiten bietet. Ex-Weltmeister Karsten Kobs trainiert dort öfter Hammerwerfen.
Von Regierungsdirektor Uwe Moggert, zuständig für die Ausbildung bei der Sportschule, bekam Hans Röcken den letztmöglichen Termin für eine Hallennutzung vor den Weihnachtsferien. Nun musste ein Veranstalter für den Wettkampf gefunden werden. Hier konnte er den Kontakt zur LG Ems-Warendorf herstellen. Hans Röcken bedankte sich persönlich für die tolle Unterstützung durch die Sportschule bei Moggert und dem Kommandeur, Oberst Lerch. Beide hatten es sich nicht nehmen lassen, zum ersten Weltrekord, der in der Sportschule erzielt wurde, ihre Glückwünsche auszusprechen. (Quelle: Lüdenscheider Nachrichten, 23.12.06)
Am 17. Januar 2007 ist es soweit: Rüdiger Nickel und Theo Rous laden ein zu einer Pressekonferenz, bei der „ihr“ Buch vorgestellt wird. Besser gesagt: ihre Bücher - denn beide stellen an diesem Tag im Deutschen Olympischen Museum in Köln ein zweibändiges, insgesamt 600 Seiten umfassendes Werk vor.
Das zweibändige Antidoping-Kompendium wird von den beiden Protagonisten in Zusammenarbeit mit den drei Anti-Doping-Agenturen, der NADA Deutschlands, der österreichischen (ÖADC) und der Schweizer Antidoping Agentur (Swiss Olympic) herausgegeben und sind das „Anti-Doping-Handbuch“ für den deutschsprachigen Raum. Weltweit erstmals ist damit ein umfassendes, den deutschen Sprachraum offiziell abdeckendes Nachschlagewerk in Sachen „Antidoping“ auf dem Markt. Es erscheint im Sportverlag Meyer&Meyer und kostet 49,95 Euro. Das Antidoping-Handbuch kann hier (vor)bestellt werden. (23.12.06)
Bei den drei traditionellen Berliner Laufveranstaltungen zu Weihnachten und zum Jahreswechsel erwartet der veranstaltende SCC-Running über 6.000 Teilnehmer. Für den Silvesterlauf sind am Veranstaltungstag noch Nachmeldungen möglich. Bei den anderen beiden Rennen ist keine Meldung nötig, und es wird auch kein Startgeld erhoben. Über 6000 Teilnehmer werden zu den bevor stehenden drei Laufveranstaltungen zu Weihnachten und zum Jahreswechsel in Berlin .
Am Zweiten Weihnachtsfeiertag beginnt um 10.00 Uhr der 8. Gänsebratenverdauungslauf am Mommsenstadion in der Waldschulallee. Dabei wird in einer Gruppe locker rund 10 km durch den Grunewald gejoggt.
Sportlich aber zugleich auch bunt geht es beim 31. Silvesterlauf am 31. Dezember ab 12.00 Uhr am Mommsenstadion über die Strecken zwischen 2,0 und 9,9 km zu. Bei der längsten Distanz führt der Kurs über den Teufels- und den Drachenfliegerberg. Gelaufen wird bei jedem Wetter. Bei vereistem Boden steht eine alternative Strecke ohne Bergrunde zur Verfügung. Viele Teilnehmer gehen kostümiert an den Start, alle erhalten im Ziel einen Pfannkuchen.
24 Stunden später wird dann am 1. Januar um 12.00 Uhr der 36. Berliner Neujahrslauf gestartet. Die Strecke mit Start und Ziel am Brandenburger Tor führt über rund 4,0 Kilometer hauptsächlich Unter den Linden entlang. Gelaufen wird wie beim Gänsebratenverdauungslauf in einer großen Gruppe ohne Wettkampfcharakter. Anstelle eines Startgeldes bittet der Veranstalter um Spenden für das Kinderhilfswerk UNICEF. (22.12.2006)
Gestärkt geht der TV 1891 Bürstadt mit seiner M40-Mannschaft in die neue Saison 2007. Der diesjährige DAMM-Zweite des Endkampfes in Köngen bildet in der M40 eine Startgemeinschaft mit dem SSC Vellmar und dem SSC Hanau-Rodenbach. Die neue Startgemeinschaft startet unter dem Namen SG Bürstadt.
Dieter Glübert (*1958) vom SSC Vellmar in den Sprungdisziplinen und Markus Riefer (*1966, SSC Hanau-Rodenbach) über 800 und 5000 Meter dürften das von Ulrike Becker trainierte Team deutlich verstärken.
Interessante Randnotiz: Markus Riefer stammt aus der direkten Nachbarschaft der Bürstädter Sprinter Georg Müller und Ernst Becker; alle drei stammen aus dem Saarland und im saarländischen Hösbach kam es beim Ländervergleichskampf der Senioren Mitte September dieses Jahres auch zu den ersten "SG"-Gesprächen zwischen den Beteiligten. (20.12.06)
Mit deutlichem Vorsprung haben Dagmar Fuhrmann (TSG Usingen) und Peter Speckens (SV Rot-Weiß Schlafhorst) die Wahl zum "Seniorensportler des Jahres 2006" gewonnen. Zum zweiten Mal hatte das Monatsmagazin "Senioren Leichtathletik" (Meyer & Meyer - Verlag) seine Leser zur Wahl gebeten, eine großartige Resonanz war die Folge, auch dank der Internet-Unterstützung von www.senioren-leichtathik.de und www.masters-sport.de - so ein Verlagssprecher am Montag.
Mit 55,3% ging die Sprinterin Dagmar Fuhrmann als Siegerin hervor, vor Elfriede Hodapp (LG Ortenau) mit 26.3% und Melitta Czerwenka-Nagel (LAG Saarbrücken) mit 18.4%.Bei den Männern siegte überlegen der Werfer Peter Speckens (55,5%) vor dem Vorjahrssieger Wolfgang Reuter (TSV Klausdorf) mit 33,3% und Peter Lessing (LG Ortenau), der auf 11,2% kam.
Die Ehrung der "Seniorensportler" ist für Februar 2007 vorgesehen und soll in Düsseldorf bei den Hallenmeisterschaften der Senioren stattfinden. Hier erfolgt derzeit noch eine Absprache des Meyer & Meyer - Verlags mit den Ausrichtern DLV und Landesverband Nordrhein. (18.12.06)
In der neuen Hallensaison sind in Frankreich bereits 15 neue nationale Senioren-Hallenbestmarken aufgestellt worden. Glänzend setzte sich dabei Philippe Dufeal (*1956, CSM Bonneuil sur Marne) in Szene, der vor zwei Wochen in Paris mit 7,30sec über 60m einen neuen Hallen-Europarekord aufstellte, den zuletzt der Brite David Elderfield bei der Hallen-WM in Linz auf 7,35sec verbessert hatte. Alle neuen französischen Rekorde finden sich hier (pdf)... (17.12.06)
Ausgerechnet bei einer Veranstaltung, die den eher possierlichen Namen "Grandma's Marathon" trägt, wurde die Weisrussin Halina Karnatsevich, positiv auf das Dopingmittel Stanozolol getestet. Jetzt bestätigte die IAAF in ihren News , dass die 12. des WM-Marathons 2005, 1969 geborene Ausdauerläuferin - bekannt auch unter ihrem Mädchennamen Barukis bis zum Juli 2008 gesperrt ist. Die positive Dopingprobe der 2:27-Läuferin war beim Grandma's Marathon in Duluth, Minnesota (USA) genommen worden, bei dem sie in 2:37:33 h gewann und 8.000 $ Preisgeld erhielt. Mehr... (17.12.06, update 04.01.07)
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) will für 20 Athleten seines so genannten Top-Teams Blutprofile anlegen lassen, um damit seine eigenen Anstrengungen im Anti-Doping-Kampf zu verstärken. Das kündigte DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop in Berlin an. Zugleich will der DLV beim nächsten Kongress des Weltverbandes IAAF einen Antrag einbringen, der Blutprofile als internationalen Standard einfordern soll. „Diese individuellen Profile von Athleten allein können allerdings Doping nicht optimal bekämpfen“, erklärte Prokop. Er forderte erneut, mit staatlichen Maßnahmen müsste ein „Strukturwandel“ eingeleitet werden.
Die Einführung von Blutprofilen wird 2007 beginnen. Zunächst soll das neue Instrumentarium mit Kaderathleten der Lauf- und Gehdisziplinen beginnen. „Wir werden das in Kooperation mit der NADA durchführen“, sagte Prokop. „Die Kosten von möglicherweise mehreren zehntausend Euro werden von unserem Verband getragen.“ DLV-Athletensprecherin Andrea Ziercke unterstrich, dass sich die Aktiven sehr engagiert mit dem Anti-Doping-Kampf beschäftigen. „Die Athleten wollen einen sauberen Sport“, erklärte sie. „Sie fordern eine Anerkennung ihrer Leistung, ohne dass ständig das Resultat öffentlich hinterfragt wird. Darum muss der Kampf gegen Doping mit aller Entschiedenheit geführt werden.“ Sie bewertete die DLV-Kampagne „true athletes“, bei der Sportlerinnen und Sportler ein weißes Armband tragen und sich damit zu einen manipulationsfreien Sport bekennen, als erfolgreich. (Quelle: DOSB, 15.12.2006)
"Von: Jens.Bruckmann(at)leichtathletik.de
Betreff: Anti-Doping-Wegweiser Seniorenleichtathletik
Datum: 15. Dezember 2006 09:55:09 MEZ
Sehr geehrte Frau Koop,
vielen Dank für Ihre Bestellung des Anti-Doping-Wegweisers Seniorenleichtathletik.
Dieser Wegweiser entgegen der ersten Ankündigung voraussichtlich erst Ende Januar erscheinen. Um den Wegweiser so aktuell wie möglich zu gestalten, bedarf es noch der inhaltlichen Zuarbeit einiger Daten der NADA, die uns voraussichtlich Anfang Januar 2007 zur Verfügung gestellt werden.
Wir haben Ihre Bestellung notiert und werden sie sofort nach Herausgabe des Wegweisers bearbeiten. Wir bitten um Ihr Verständnis."
(15.12.06)
Im Jahr 2007 feiert Ilse Dippmanns „Frauenlaufidee“ in Österreich ihr 20jähriges-Jubiläum! Sichern Sie sich oder Ihrer Frau oder Freundin schon jetzt einen Startplatz und bestellen Sie einen Gutschein für einen Start beim Österreichischen Frauenlauf am 3. Juni 2007 im Wiener Prater! Vielleicht wollten Sie auch schon immer eine Freundin, Bekannte oder Verwandte zum Mitlaufen motivieren. Vor allem dann bietet sich der Gutschein als ideales Geschenk an. Sie haben auch die Möglichkeit, eine spezielle Startnummer, soweit sie noch nicht vergeben ist, zu reservieren! Bestellungen über die FrauenlaufBoutique unter: www.oesterreichischerdmfrauenlauf.at
Hotel und mehr online über hotel.de, hrs.de und hier der Flug. (Quelle: Österreichers Frauenlauf 15.12.06)
Manches dauert eben etwas länger. In diesen Tagen wird endlich die Ergebnisbroschüre der Hallen-WM in Linz verschickt. und auch der DLV ist gleichauf: „Wenn die Verbesserungen aufhören, ist dies der letzte Tag der Welt. Dann sind wir im Paradies“ sagte der spanische Manager Ignacio Lopez de Arriortua. Diesen Wahlspruch zunutze machte sich auch der Bundesfachausschuss Senioren und hatte im Frühjahr mit der Anmeldung zur 2. Senioren Hallenweltmeisterschaft in Linz 890 Fragebögen an Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Anmeldebestätigung versandt
101 Fragebögen sind an den DLV ausgefüllt zurückgegangen. Aus dieser Befragung wurden wichtige Schlüsse für die Betreuung bei den nächsten internationalen Meisterschaften (z. B. Senioren-Hallen-EM im Frühjahr in Helsinki) gezogen. Die Fragen nach der „Zufriedenheit der Bearbeitung der Meldungen durch den DLV“ , der “Zufriedenheit der Informationen des DLV im Vorfeld zur WM“ und der „Zufriedenheit der Informationen im Vorfeld über das Internet“ wurden mit weit über 90 Prozent positiv beantwortet.
Aber es wurden auch Verbesserungsmöglichkeiten genannt. So zum Beispiel, dass die DLV-Betreuer besser kenntlich sein sollten, und dass der Teamgeist in der deutschen Mannschaft gefördert werden solle. Ein weiterer großer Fragenkomplex rankte sich um das Thema Bestellung und Angebot von Nationalmannschaftsbekleidung. "
Wie heißt es in einer Presserklärung schön weihnachtlich dazu: Der Bundesfachausschuss Senioren hat sich schon mit einigen Fragen tiefer auseinander gesetzt und wird von Zeit zu Zeit über Verbesserungen im Internet berichten. Mehr... (Quelle www.la-altersklasse.de 15.12.06)
Online ist jetzt die Ausschreibung für die deutschen Hallen Meisterschaften der Senioren am 24.-25. Februar in der Düsseldorfer Leichtathletikhalle. Darauf weist der DLV hin.
(14.12.06)
Nach fast zwei Jahrzehnten wird es kein DAMM-Frauenteam des Büdelsdorfer TSV mehr geben. Dies bestätigte jetzt die Protagonistin der Mastersleichtathletinnen des Vereins, Seniorenweltmeisterin Inge Dech auf Anfrage. Zuletzt waren in Büdelsdorf nur noch fünf Athletinnen am DAMM-Start. Als von ihnen Angelika Clauß (*1952) und Marga Zentner (*1953) deutlich kürzer treten wollten und das Team damit nicht mehr zu halten war, entschlossen sich die Büdelsdorfer W50-Leistungsträgerinnen Heidi Brockhaus (*1948), Astrid Reinholt (*1955) und Inge Dech (*1953) zum Wechsel zur Hamburger LG Nordwest. "Bernhard Riedel hat sich in den letzten Jahren sowieso schon immer um uns gekümmert. Da lag der Schritt dann nahe. Wir beanspruchen aber keine Sonderrolle bei der LG. Wir wollen uns da einordnen", sagte Inge Dech.
Inge Dech, die in diesen Tagen wieder mit dem Training begonnen hat, will es im kommenden Jahr noch einmal versuchen, wie sie sagte. Sie laboriert seit mehreren Jahren an den Folgen eines zunächst nicht diagnostizierten Muskelbündelrisses im Oberschenkel, der zuletzt beim DAMM-Finale wieder aufgebrochen war. Inge Dech hofft aber "noch einmal" auf eine gute Saison. Auf einen Start bei den anstehenden internationalen Meisterschaften des kommenden Jahres will sie aber wohl verzichten.
Mit dem jetzigen Wechsel und dem damit verbundenen Ende des DAMM-Teams aus Büdelsdorf geht fünf Jahre nach dem Tod des Büdelsdorfer Erfolgstrainers Heinz Müller ein starkes Kapitel deutscher Seniorenleichtathletik zu Ende. Ab 1987 hatte der Stabsfeldwebel a.D. intensiv und mit großem Erfolg im Büdelsdorfer TSV die Seniorenleichtathletik entwickelt. Dafür stehen zahlreiche Welt- und Europameistertitel und ungezählte deutsche Meisterschaften der Seniorinnen Inge Dech, Beate Göbe-Blödorn, Annegret Nanz, Marion Bening und Silke Werner, um nur einige zu nennen. (11.12.06)
Noch eine Erinnerung an den Bericht über den unglaublichen M55-Weltrekord über 800m? Also es war keiner, aber auch kein Tippfehler. WMA-Vize Rex Harvey dazu: "Es sieht ganz so aus, als ob der Brasilianer Julio Quirino in der M55 tatsächlich nur 2:27,65 min über 800m gelaufen ist. Das entspricht mit den Altersfaktoren umgerechnet 2:03,09 min. Da liegt offenbar der Hase im Pfeffer. Weder war es ganz offensichtlich ein Weltrekord noch hat Quirino gewonnen." Tja also, wir haben den Lauf in Rio nicht gesehen, nur die veröffentlichten Resultatlisten der Südmerikameisterschaften - also Entschuldigung für den aufgrund der ausgewerteten Ergebnislisten gemeldeten Phantomrekord. (11.12.06)
Unterlegen ist der DLV auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Samstag mit seiner Forderung, den Besitz von dopinggeeigneten Mitteln unter Strafe zu stellen. Für DLV-Präsident Clemens Prokop gab es eine deftige Niederlage. In Weimar setzte sich vielmehr die Linie des DOSB-Präsidiums durch, das ein eigenes Antidoping-Gesetz ablehnt und die Strafbarkeit des bloßen Besitzes von dopingtauglichen Mitteln ablehnt. Gedopte Sportler unterliegen damit weiter ausschließlich der Sportgerichtsbarkeit. Unverändert strafbar machen sie sich, wenn sie mit Dopingmitteln handeln oder Dopingmittel weitergeben. Dieses "gewerbsmäßige Dealen" soll, wie Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) ankündigte, künftig härter bestraft werden. Die Höchststrafe soll danach von drei auf zehn Jahre Freiheitsstrafen erhöht werden. Auch Blutdoping die Abgabe und spätere Zuführung von Fremd- oder Eigenblut zur Leistungssteigerung werde in die strafrechtliche Verfolgung einbezogen werden, kündigte Schäuble an.
Der Minister kündigte in einer Rede vor der Mitgliederversammlung des DOSB eine Reihe gesetzlicher Initiativen an, die in den Bundestag eingebracht werden sollen, und sagte dem DOSB zu, "im Rahmen der Verfassung den bestmöglichen Weg zu finden", um "den Sport vor den entsetzlichen Machenschaften" zu schützen und dabei gegen die kriminellen Netzwerke im Sport vorzugehen. Die Dopingseuche sei eine "existenzielle Bedrohung für den Sport" und seine Attraktivität. Ein Erfolg sei jedoch nur dann möglich, wenn der Sport selbst alle seine Möglichkeiten ausschöpft und ein enges Zusammenwirken mit Politik und Staat sucht.
Die Verschärfung der gesetzlichen Mittel soll aber nicht durch ein eigenes Antidoping-Gesetz geschehen, sondern durch eine Novelle des Arzneimittelgesetzes. Die Gesetzesverschärfungen gehen einher mit dem Zehn-Punkte-Aktionsplan des DOSB im Kampf gegen Doping, den die 470 TeilnehmerTagungsteilnehmer bei nur einer Enthaltung verabschiedete. Er sieht neben Prävention -darunter eine Kennzeichnungspflicht für zum Doping einsetzbare Medikamente- unter anderem eine Verschärfung der Sportgerichtsbarkeit und auch des Strafrechts vor, die Sanktionierung eines positiv gedopten Sportlers soll jedoch beim Sport bleiben.
"Dieser Plan ist eine Offensive für mehr und bessere Kontrolle, noch härtere Bestrafung der Athleten, gegen die dunklen Machenschaften der Hintermänner des Dopings, für mehr Prävention und für die sauberen Athleten", betonte ein engagierter DOSB-Präsident Thomas Bach. Er kritisierte den DLV-Präsidenten Clemens Prokop nachdrücklich und wehrte sich gegen Vorwürfe, dem DOSB-Präsidium gingen Medaillen vor sauberem Sport und er selbst ziele vor allem auf die Wahl zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) 2013. Die Grenzen sachlicher Kritik würden überschritten, sagte er, wenn ein einzelnes DOSB-Mitglied gemeint war Prokop dem Präsidium das Recht abspreche, für den DOSB zu sprechen. Er warf Prokop vor, in der Debatte um die Dopinggesetzgebung gefordert zu haben, daß der Sport vor sich selbst geschützt werden müsse. „Dies hat mit unser aller Selbstverständnis und unser aller Auftrag als gewählte Selbstverwaltung des deutschen Sports nichts zu tun“, rief er aus.
In der Debatte hatte DLV-Präsident Clemens Prokop zuvor vergeblich den Argumenten von Bach und DOSB-Generaldirektor Michael Vesper widersprochen und den „Staat als Zukunftselement der Dopingbekämpfung“ bezeichnet. Trotzdem stimmten nur 25 Delegierte für den entsprechenden Änderungsantrag, den auch der Bund Deutscher Radfahrer mit Rudolf Scharping als Präsidenten und die Deutsche Triathlon-Union unterstützt hatten. Damit war das "Thema Besitzstrafbarkeit" vom Tisch.
Deutlich setzte sich in Weimar also die Linie des DOSB-Präsidiums durch. Schließlich stimmte bei der Mitgliederversammlung auch der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) dem Aktionsplan zu, allerdings mit der Einschränkung, dass sein Präsident Clemens Prokop nach wie vor auf der Einführung der Besitzstrafbarkeit besteht. Sprachlos zeigte sich der DLV nach dieser Niederlage am Wochenende. Bis Montag war auf seiner Internetseite keine Bewertung der Weimarer DOSB-Tagung und keine Stellungnahme von DLV-Präsident Prokop zu finden.
Von herausragender Bedeutung im Arbeitsprogramm des DOSB für die nächsten Jahre sind die Integrationsbemühungen des Sports. Die Mitgliederversammlung appellierte einmütig an Bundestag und Bundesrat, das Grundgesetz zu ändern und Kultur sowie Sport als Staatsziel aufzunehmen. Dafür hatte sich auch Altbundespräsident Richard von Weizsäcker als Persönliches Mitglied des DOSB eindringlich ausgesprochen. "Unser Land wäre ohne den Sport, den organisierten Sport, unendlich viel ärmer", betonte Gastredner von Weizsäcker.
Ebenfalls einstimmig wurde ein "Steuerungsmodell Leistungssport" verabschiedet. Mit den Spitzenverbänden sollen konkrete Vereinbarungen getroffen und deren Umsetzung überprüft werden. Die Finanzierung durch öffentliche Mittel soll von der Einhaltung dieser Vereinbarung abhängig gemacht werden. Der finanzschwache DOSB kalkuliert für 2007 mit einem Etat von 31 Millionen Euro, bei einer Unterdeckung von einer Million Euro.
Mehr in den Radiostatements der DOSB-Spitze; ein Radiobeitrag von DLV-Präsident Prokop ist auf der DOSB-Seite leider nicht zu finden.(Quelle: dpa, FAZ, leichtathletik-news, 10.12.2006)
Lauflegende Henry Rono, der in zwei Monaten das 55. Lebensjahr vollendet, lief gestern bei einem 5km-Straßenrennen in Cincinnati (USA) in recht bescheidenen 19:20 Minuten als Dritter in der M50-Altersklasse ins Ziel. Der ehemalige keniaische Weltrekordläufer plant nach eigenen Angaben im kommenden Jahr den Angriff auf den M55-Weltrekord über die Meile. Angesichts des wenig überzeugenden Auftritts im US-Bundesstaat Ohio ein reichlich hoch gestecktes Ziel. (10.12.06)
Im Zusammenhang mit der Strafanzeige des Deutschen Leichtathletikverbandes in der Dopingaffäre um den verurteilten Thomas Springstein hat jetzt der niederländische Leichtathletik-Manager Jos Hermens Strafanzeige und Strafantrag gegen den DLV-Präsidenten Clemens Prokop gestellt - und zwar wegen des "Verdachts der falschen Verdächtigung" beziehungsweise "übler Nachrede". Der DLV hatte Mitte November in einer Anzeige gegen den Niederländer Hermens bei der Staatsanwaltschaft Magdeburg auf Anhaltspunkte für mögliche Straftaten beim Handel mit Arzneimitteln zu Dopingzwecken im Sport verwiesen.
Dazu erklärte Hermens-Anwalt Reinhard Rauball (Dortmund), offensichtlich benutze Prokop den Manager Hermens dazu, um seine These, den Besitz von Doping-Substanzen bei Athleten unter Strafe zu stellen, weiter zu untermauern. Hermens werde sämtliche von ihm betreuten Athleten als Zeugen dafür benennen, dass er zu keinem Zeitpunkt mit einem Sportler über die Vermittlung von Doping-Präparaten und verbotenen Arzneimitteln gesprochen habe.
Juristen bewerteten am Wochenende die Strafanzeige als "eher unprofessionelles und untaugliches Entlastungsmanöver mit dem Ziel, die Presse ein bisschen zu beeindrucken". Die vom DLV-Präsidenten für den DLV bei der Staatsanwaltschaft erstattete Strafanzeige sei kein Straftatbestand. Wenn überhaupt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werde, werde es erst einmal bis zum Abschluss der Ermittlungen gegen Hermens eingestellt "und dann sowieso".
Der DLV hatte ein sportrechtliches Ermittlungsverfahren gegen die frühere 400-Meter-Läuferin Grit Breuer und 800-Meter-Olympiasieger Nils Schumann wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen die Anti- Doping-Bestimmungen eingeleitet und zudem gegen den spanischen Arzt Miguel Anguel Peraita und Hermens Strafanzeige erstattet. Peraita wird im Umfeld des als Drahtzieher im Radsport-Skandal geltenden Mediziners Eufemiano Fuentes angesiedelt. (09.12.2006)
Am vergangenen Wochenende hat der DLV die Deutschen 10km-Straßenlaufmeisterschaft des kommenden Jahres nach Mannheim vergeben. Aus Sicht des unterlegenen Städtchens Otterndorf nahe Cuxhaven findet sich heute in der Niederelbe-Zeitung dieser Artikel, der eien kleinen Blick hinter die Kulissen zulässt:
"Otterndorf präsentierte sich sehr gut, Mannheim flexibel und Hamburg uneinsichtig. So könnte die Zusammenfassung lauten bei der Bewerbung um die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft im 10-km-Straßenlauf. Die Titelkämpfe finden 2007 in Mannheim statt. Die rund 325 000 Einwohner zählende Stadt im Rhein-Neckar-Gebiet setzte sich knapp mit 99 zu 89 Stimmen gegen die Medemstadt durch. Hamburg war chancenlos, verhagelte indirekt Otterndorfs Bewerbung.
Auf seiner Tagung in Frankfurt/Main am Wochenende hat der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) zahlreiche Meisterschaften für das Jahr 2007 vergeben. Als eine Niederlage möchte Heinz Hüsselmann, Mitglied des Organisationskomitees Küstenmarathon, die Abstimmung nicht bezeichnen: “Ich sehe das ganz sportlich." Und im Hinblick darauf, dass der Hamburger Landesverband auch seine Bewerbung aufrecht erhalten hatte, sagte Hüsselmann: "Der Süden war sich eben einig."
Nach dem eigentlichen Bewerbungsschluss vor Monaten hatten andere Kandidaten wie beispielsweise Düsseldorf schon die Segel gestrichen, nur Otterndorf war noch im Rennen. Als ein Verantwortlicher für Laufmeisterschaften ein so genanntes Umlaufverfahren anregte - also nur die schriftliche Zustimmung jedes einzelnen DLV-Verbandsratsmitgliedes - regte sich Widerstand gegen diese Vorgehensweise. Und plötzlich waren wieder zwei andere Bewerber mit im Boot: Hamburg und Mannheim. Bei der Verbandstagung am vergangenen Wochenende kam es nun zur Kampfabstimmung. Der Bewerber aus der Hansestadt wollte die DM in den Alsterlauf einbauen - ein Plan, der bei den DLV-Funktionären auf wenig Gegenliebe stieß. Denn Deutsche Meisterschaften sollen möglichst allein stattfinden und nicht zu einem Rahmenwettbewerb abgestempelt werden, hieß es aus Verbandskreisen.
Die Stadt Mannheim feiert 2007 ihr 400-jähriges Stadtjubiläum und wollte eigentlich die Lauf-DM zu einem anderen Zeitpunkt als Mitte September stattfinden lassen. Doch der dicht gedrängte Terminkalender des DLV stellte sich als Schwierigkeit dar, sodass die Mannheimer sich kurzfristig doch flexibel zeigten und auf den Tag umschwenkten, den die Otterndorfer in ihrem Konzept hatten. In der Medemstadt sollte die DM am 15.9. - dem Vorabend des Küstenmarathons - stattfinden. So wären die Titelkämpfe terminlich exponiert gewesen und hätten als Nachtlauf noch einen besonderen Reiz gehabt.
"Das war ein wirklich gutes und überzeugendes Konzept", stellte Manfred Mamontow, DLV-Verantwortlicher für Straßenlauf-Meisterschaften, gegenüber unserer Zeitung fest. Der Funktionär glaubt, dass Otterndorf die Abstimmung hätte gewinnen können, wenn es nicht noch die Bewerbung Hamburgs gegeben hätte. Der Landesverband aus dem Stadtstaat stimmte für den Alsterlauf genauso wie einige Verbandsratsmitglieder aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Diese "paar Reststimmen" hätten Otterndorf gefehlt. Allerdings macht Mamontow den Hadlern Mut: "Nach der tollen DM 2005 in Otterndorf würde eine Bewerbung Otterndorfs immer positiv bewertet beim DLV." Außerdem verweist er in diesem Zusammenhang darauf, dass es für die Landesmeisterschaft und die Norddeutsche Meisterschaft noch keinen Ausrichter gibt. Die sollten nach dem Otterndorfer Konzept zeitgleich mit der DM stattfinden. Und eine Entscheidung über die Vergabe der deutschen Titelkämpfe 2008 ist auch noch nicht gefallen..."
Als ”möglicher Termin” für die Norddeutschen Meisterschaften und die Niedersächsischen Titelkämpfe im 10-Km-Straßenlauf ist jetzt, so Klaus Michalski auf seiner Webseite, der 18. März 2007 in Otterndorf in der “Planung”, muss aber alles noch mit den Otterndorfern abgeklärt werden. (Quelle: Niederelbezeitung vom 06.12.06, Klaus Michalski, 06.12.06)
Gewonnen hat den 5. MTN Lagos International Halbmarathon am 2. Dezember im nigerianischen Lagos zwar der Kenianer Solomon Busendich in 1:03:18,50 h und Lokalmatador Wilson Eku, der eigens wegen des Trainings seine Hochzeitsreise verschoben hatte, wurde als Sechster bester Nigerianer; er freute sich immerhin noch über ein Preisgeld von 2500 US-Dollar und eine vom Hauptsponsor bezahlte Einladung zum Göteborg-Marathon im nächsten Jahr.
Der wirkliche Star der nicht nur in Nigeria vielbeachteten Laufveranstaltung war aber der 71-jährige Adewale Haastrup, der unter die ersten 20 dieses Rennens lief, das vom Außenhafen zum Nationalstadion von Lagos führte. Der frühere Angestellter der staatlichen Entwicklungsgesellschaft für Westnigeria (WNDC) meinte anschließend, er laufe, seit er die Oberschule verlassen habe. "Ich war da der Schlussläufer meiner Staffel. Das Laufen hab ich immer weiter gemacht. Es gab kein Wochenende ohne Joggen. Wie man sieht, fühle ich mein Alter nicht wirklich."
Leider haben wir im Internet nicht die Endzeit des nigerianischen M70-Läufers finden können... (06.12.06)
Wenige Tage vor Weihnachten und rund sechs Monate vor den Straßenlauf-Europameisterschaften legen die Regensburger Organisatoren jetzt die erste Ausgabe ihres Newsletters vor, der auch in englischer Sprache erscheint. Die 10. Straßenlauf-Europa-Meisterschaften der Senioren vom 17. - 20. Mai 2007 in der oberfränkischen Großstadt sind ein nicht unumstrittenes Experiment. Denn sie sind mit ihren sechs Wettbewerben in das Veranstaltungskonzept des Regensburg-Marathon 2007 eingebunden. Pressechef Helmut Burzer am Dienstag: "Unser Newsletter soll keine Einbahnstraße sein, wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen, denn sie helfen uns, Ihren Informationsbedarf zu erkennen. Spätestens mit den Silvesterveranstaltungen ist für uns Sportler die Saison 2006 beendet, und wir richten jetzt den Blick nach vorn: Nicht wenige von uns trainieren bereits heute für eine erfolgreiche Teilnahme an einem der sechs Wettbewerbe in der Welterbe-Kulturstadt Regensburg."
Mehr und die Möglichkeit, sich für den Newsletter registrieren zu lassen, finden sich auf der Veranstaltungswebseite...(06.12.2006)
Ideale 14 Tage vor den Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften 2007 findet das traditionelle Senioren-Hallensportfest der LAC Quelle Fürth/München 1860 Anfang kommenden Jahres statt. Der Startschuss für die 18. Auflage fällt am Sonntag, 10. Februar 2007 um 10.30 Uhr.
Neu aufgenommen in das randvolle 7-Stunden-Programm wurde für alle Altersklassen der 60m-Hürdenlauf . "Unser Sportfest ist eine gute Gelegenheit zur Formüberprüfung", meinte Organisator Dieter Krumm jetzt gegenüber www.masters-sport.de. Meldefrist ist der 3. Februar (Datum des Poststempels); allerdings sind Nachmeldungen bis 60 Minuten vor Beginn eines Wettkampfes möglich. Mehr in der Ausschreibung... (06.12.2006, Korrektur am 11.01.07)
Das Präsidium des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) und der DLV-Verbandsrat haben am Wochenende in Frankfurt die DLV-Kandidaten für die im kommenden Jahr bei IAAF (22./23.8.2007) und EAA (13.- 15.4.2007) stattfindenden Wahlen festgelegt. Professor Dr. Helmut Digel kandidiert erneut als IAAF- Vizepräsident, für das IAAF-Technical Committee Klaus Hartz, IAAF-Womens Committee Heike Drechsler, das Cross Country and Road Running Committee der IAAF Otto Klappert sowie EVAA-Präsident Dieter Massin (Ahlen) für das IAAF-Masters Committee.
Als DLV-Vertreter für das EAA-Council kandidiert DLV-Generalsekretär Frank Hensel, EAA-Competition Committee: Manfred Mamontow, EAA-Development Committee: Georg Kemper. Der Verbandsrat bestätigte alle genannten, vom DLV-Präsidium unterbreiteten Vorschläge einstimmig.
Ferner vergab der Verbandsrat folgende Meisterschaften für das kommende Jahr: DM 100 km (24.03) nach Kienbaum; DM Gehen (21.04) Zittau; DM Senioren Gehen (28.04) Naumburg; DMM Bundesliga (19.05) Hannover; Jugend-Mehrkampf-Cup (19./20.5.) Bernhausen; DM Gehen 20 km (10.06) Hildesheim; DM Jugend (03.-05.08) Ulm; DM Strasse 10 km (15.09.) Mannheim; DAMM Endkampf (22.09) Baunatal; DJMM/DSMM Endkampf (22./23.09) Lage.
Zuvor hatte das Präsidium des DLV auf seiner Sitzung die DLV-Gala am 12. August 2007 in das Lohrheide-Stadion nach Bochum-Wattenscheid vergeben. Einstimmig beschlossen wurde auch die Vergabe des DLV-Medienpreises 2006 an den früheren ARD-Reporter Dieter Adler. „Dieter Adler hat sich seit vielen Jahrzehnten in außergewöhnlicher Weise um die Leichtathletik verdient gemacht und in unzähligen TV-Übertragungen seine Kompetenz durch eine von exzellentem Fachwissen geprägte Berichterstattung bewiesen", sagte DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop.
2007 wird es erstmals ein Pilotprojekt bei den Landesmeisterschaften über 10000 Meter geben: Alle Landesverbände können dabei mit einer sogenannten Tageslizenz auch nicht vereinsgebundene Teilnehmer starten lassen. Nach Ablauf des Jahres 2007 wird dieses Projekt ausgewertet. Darauf verständigten sich die Präsidenten der Landesverbände. (05.12.06)
Die aus Rio de Janeiro gemeldete Fabelzeit von 2.03,09 min des Brasilianers Julio Quirino, die neuer WR über 800m in der M55 wäre, steht weiter im Mittelpunkt hartnäckiger Fragen, und die Zweifel wachsen. Ein fachkundiger Beobachter: "Das ist natürlích eine 'Ente'!"
Inzwischen hat der "Statistik-Papst" der deutsche Seniorenleichtathletik, der Oldenburger Jörg Reckemeier, die gesamte Ergebnisliste der Südamerikameisterschaften durchgesehen. Er hat entdeckt: "Über 400 m ist Julio Quirino im Vorlauf 64,25 Sek. gelaufen und hat nicht einmal den Endlauf erreicht." Jörg Reckemeier: "Mit gut 64 Sekunden über 400 m die doppelt so lange Distanz in 2:03 zu laufen - da passt wohl irgendetwas nicht!" (05.12.06)
Einige schöne Leistungen zeigten gestern die startenden Mastersportler bei den diesjährigen Hamburger Hallenmeisterschaften in der neuen Leichtathletikhalle der Hansestadt. Im Mittelpunkt standen dabei die Sprinter der LG Alsternord.
Hans- Jürgen Wolff (*1943) hinterließ über 200m in 27,65 sec vor Klaus Gailus (*1944,28,14sec) den stärksten Eindruck. Doch auch Hans-Joachim Lange(*1937, 28,57 ) und Christian Boysen (*1942 LG Alsternord HH 30,15sec) und vor allem der 71-jährige Dr. Horst Hufnagel (*1935. 30,47 sec). Im Stabhochsprung überquerte "außer Konkurrenz" Jürgen Rudert (*1948, SV Nienhagen) 3,20m. Hier gewann der 45-jährige Michael Loth (*1961, LG Hammer Park Hamburg) mit übersprungenen 3,70m.
In der Frauenkonkurrenz kam Petra Porbadnik (*1968, Hamburger SV) auf 2,70m. Über 200m sprinteten Brigitta Niß-Krempin (*1964, TSG Bergedorf 30,36sec) und Amgela Paetz (*1961, VfL Oldesloe 30,64sec aW).(04.12.06)
Die WM-Dritte von 1991 im Marathon, Katrin Dörre-Heinig, hat im Oktober ein Buch mit dem Titel „Leidenschaft Marathon“ herausgebracht. Daniel Leunig, Mitarbeiter der DLV-Internetplattform www.leichtathletik.de, sprach jetzt mit der Athletin jetzt über das Buch und ihr Leben nach dem aktiven Sport. Hier das Interview:
leichtathletik.de: Frau Dörre-Heinig, was sollte der Leser erwarten, wenn er Ihr Buch erwirbt?
Katrin Dörre-Heinig:
Es ist mehr auf Unterhaltung angelegt. Man kann es gut als Bettlektüre verwenden. Ich habe viele Geschichten aus meiner Laufkarriere verbunden, die guten und auch die schlechten. Insgesamt hoffentlich sehr unterhaltsam und auch etwas emotional.
leichtathletik.de: Sie haben das Buch nicht allein verfasst, wie kam es zum Kontakt mit Christoph Külzer-Schröder?
Katrin Dörre-Heinig:
Das war eigentlich eine Zufallsbekanntschaft. Richtig kam der Kontakt über den Verlag zustande, wo Christoph schon zwei Bücher veröffentlich hatte. Wir haben es dann mal zusammen probiert und die Chemie beim Arbeiten stimmte einfach.
leichtathletik.de: Und wie funktionierte die Arbeitsteilung?
Katrin Dörre-Heinig:
Ich lieferte die Geschichten. Das Grundgerüst und den Rahmen drum herum erstellte er.
leichtathletik.de: Wann hatten Sie die Idee, ein Buch über Ihre Karriere zu schreiben?
Katrin Dörre-Heinig:
Die Idee existierte bei mir eigentlich schon recht lange. Mir sind ja viele Sachen passiert, die gibt es eigentlich gar nicht. Zum Beispiel sind mir in einer Saison zwei gesunden Zähne gezogen worden. Aber man erkennt bei mir, dass man nach Rückschlägen immer wieder hoch kommen kann.
leichtathletik.de: Ist es auch das, was die Botschaft des Buches ausmacht?
Katrin Dörre-Heinig:
Ja, Trainingspläne gibt es schon genug. Mein Buch ist eine Autobiographie, die zeigt, dass es auf das Ziel vor Augen ankommt.
leichtathletik.de: Welche Zielgruppe hatten Sie beim Schreiben ins Auge gefasst?
Katrin Dörre-Heinig:
Meine Tochter sagt zwar Jugendliche lesen nicht mehr, die hören eher CDs, aber ich denke, dass sich trotzdem noch ein paar Interessierte finden. Die sehen dann, dass ich genauso viel Mist in meiner Jugend gemacht habe und auch die Grenzen austesten wollte. Nebenbei kann man auch den Menschen Katrin Dörre-Heinig und nicht nur die Läuferin kennen lernen.
leichtathletik.de: Welchen Stellenwert hat das Laufen bei Ihnen im Moment?
Katrin Dörre-Heinig:
Ich laufe immer noch täglich. Ich bin Deutsche Meisterin über 10 Kilometer auf der Straße in meiner Altersklasse (W45) geworden. Irgendwie bleibt man dem Sport immer treu, egal was man sonst macht.
leichtathletik.de: Zum Schluss: Gibt es eine Lieblingsanekdote in Ihrem Buch?
Katrin Dörre-Heinig:
Eigentlich nicht, aber insgesamt sind es die negativen Ereignisse, die das Buch richtig interessant machen. Es hängt immer davon ab, wie man mit so was umgeht. Ich kriege auch viel positive Resonanz von Leuten, die sagen, sie wären in Krisensituationen richtig mitgegangen und hätten sich an den Höhepunkten auch immer mit mir gefreut.
Das Buch von Katrin Dörre-Heinig kann hier bestellt werden (Quelle: www.leichtathletik.de, 04.12.06)
Ende Oktober nahmen Miloslav Lapka (CZE) und Nicola Maggio (ITA) in Paris an einer Gehrichter-Fortbildung der IAAF teil. Beide haben diese Fortbildung mit einer Prüfung bestanden und sind für die nächsten vier Jahre offiziell international als Gehrichter der IAAF im Einsatz. EVAA-Präsident Dieter Massin beglückwünschte jetzt Miloslav Lapka und Nicola Maggio, die beide Mitglieder des neu geschaffenen "Technical Boards of Manager" der Eurpäischen Seniorenleichtathletik Verbandes EVAA (TBoM) sind, Miloslav Lapka ist zuständig für die Straßenwettbewerbe ("Non stadia") , Nicola Maggio für "indoor". (04.12.06)
Fast nebenbei findet sich im gestern veröffentlichten Anti-Doping-Newsletter des DLV so etwas wie eine kleine Sensation. Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) informiert erstmals seine zahlreichen Masterssportler umfassend über die Anti-Doping-Regeln. Dazu hat der Verband eine spezielle Broschüre mit Aussagen über die Besonderheiten in den Altersklassen der Leichtathletik erstellt. Was bekanntlich bisher nur von verdienstvollen Privatinitiativen wie den Informationen in der Zeitschrift 'Senioren-Leichtathletik' durch Rüdiger Nickel oder die Vaterstettener Erklärung durch aktive Masters wie Arno Hamaekers und Guido Müller voran getrieben wurde, kommt jetzt endlich und erstmals offiziell auch vom DLV.
Die letzten Korrekturen am neuen "Anti-Doping-Wegweiser Seniorenleichtathletik" werden laut DLV-Pressemitteilung gerade vorgenommen. Der Wegweiser enthält nach Angaben des DLV wichtige Informationen zum Thema Anti-Doping, Hinweise im Umgang mit Medikamenten, zu Verfahren und Anträgen. Es gibt aber auch Hilfestellung bei der Vorbereitung und Anmeldung zu Wettkämpfen.
Das Büchlein soll möglichst noch vor Weihnachten ausgeliefert werden. Es kann schon jetzt über die Anti-Doping-Koordinierungsstelle des DLV auf klassische Eeise bestellt werden. Dazu, heißt es etwas verquer, ist eine Schutzgebühr in Höhe von 3 EUR plus 7 % MwSt. auf das Konto der Postbank Hannover (BLZ 250 100 30), Konto-Nr. 122970-301 zu überweisen und die Bestellung ist dann mit einem beigefügten C5-Rückumschlag, frankiert mit 0,85 EUR und einer Kopie des Überweisungsträgers zu senden an
Deutscher Leichtathletik-Verband e. V.
Anti-Doping-Koordinierungsstelle
„Anti-Doping-Wegweiser Seniorenleichtathletik“
Alsfelder Str. 27
64289 Darmstadt.
Von einer Internet-Veröffentlichung als pdf-Datei ist in der Presseerklräung nicht die Rede. www.masters-sport hat übrigens beim DLV angefragt, ob tatsächlich "3 Euro + 7 % MwSt", also 3,21 Euro zu überweisen sind und wird kurzfristig über die Antwort informieren. (03.12.06)
Helle Aufregung herrscht in vielen Leichtathletik-Vereinen, nachdem die Ministerpräsidenten der Länder im Oktober 2006 beschlossen haben, dass für Internet-PCs ("neuartige Rundfunkgeräte") ab Januar 2007 eine Gebühr in Höhe von 5,52 Euro zu entrichten ist. Bekanntlich gibt es in Deutschland die gesetzliche Gebührenpflicht für den Rundfunk- und TV-Empfang, was ungeachtet der Leistungen, die es dafür als öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Rundfunkempfang gibt, seit Jahrzehnten für heftige Debatten sorgt.
Die Aufregung in den Leichtathletik-Clubs ist für die meisten der ehrenamtlich organisierten Vereine unnötig, und es kann für sie größtenteils Entwarnung gegeben werden. Inzwischen hat nämlich laut Pressemitteilung des DLV-Landesverbandes Rheinland die GEZ verbindlich erklärt, dass keine Gebührenpflicht besteht, wenn eine Privatperson (zum Beispiel ein Vereinsschatzmeister, der zu Hause ein Rundfunkgerät angemeldet hat) seinen internetfähigen PC für Vereinszwecke nutzt, und eine Gebührenpflicht besteht auch dann nicht, wenn ein vereinseigener internetfähiger PC zu Hause genutzt wird. Betroffen sind also nur die Vereine mit selbständigen Geschäftsstellen. Da empfiehlt sich dann im Zweifel eine individuelle Rückfrage bei der GEZ. Mehr auf den GEZ-Seiten... (03.12.06)
Die organisierte Leichtathletik im deutschen Süden stellt sich neu auf. Die zentrale Nachricht: München soll wieder auf die Leichtathletik-Landkarte zurückgebracht werden. Die neu gegründete LG SWM München schließt künftig gleich acht Münchner Leichtathletik-Abteilungen mit weit über tausend Athleten zusammen. Die neue LG hat dabei einen Sponsor gefunden, der vor wirtschaftlicher Kraft gerade nur so strotzt: Die Stadtwerke München, die jüngst mehr als eine halbe Miliarde euro Betriebsgewinn an den Münchener Stadtkämmerer überwiesen haben. Mehr...
Gleichzeitig gehen nach vier Jahren das LAZ Kreis Würzburg und das LAC Quelle Fürth/München künftig getrennte Wege. Damit gehört die Startgemeinschaft LAC Quelle Fürth/München/Würzburg der Vergangenheit an. „Wir wollen unser Profil in Würzburg wieder stärken. Durch die Startgemeinschaft wurden wir nicht mehr so klar wahrgenommen, wie es die Erfolge der Athleten verdient hätten“, nennt Otwin Hack, der 1. Vorstand des LAZ Kreis Würzburg, den wichtigsten Grund für die Trennung aus Würzburger Sicht. (Quellen: Christina Warta in Süddeutsche Zeitung und Theo Kiefner auf leichtathletik.de, 03.12.06)
Traditionell veröffentlicht Klaus Michalski jährlich seine norddeutsche Silvesterlauf-Internetseite - so auch in diesem Jahr. Sie beinhaltet die allermeisten der Silvesterläufe, die in Norddeutschland stattfinden. Wir wissen nicht, ob es vergleichbares auch im Osten, Süden und Westen der Republik gibt. Jedenfalls haben nichts gefunden.
Übrigens haben wir bei der Recherche zu diesem kleinen Beitrag gelernt: "Sylvester ist keine alternative Schreibweise von Silvester (letzter Tag des Jahres), da sie laut Duden nicht mehr gültig ist." (Quelle dazu: wikipedia.de) (03.12.2006)
Die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel hat jetzt Details aus den Ermittlungsakten veröffentlicht, die nach Abschluss des Strafverfahrens gegen den Magdeburger Leichtathletiktrainer Thomas Springstein dem DLV und der Nationalen Antidoping Agentur NADA zur Verfügung gestellt wurden. In dem Artikel von Tagesspiegel-Redakteur Friedhard Teuffel heißt es: "Es sind 110 Seiten, und wer auch immer sie gelesen hat, wird danach sein Bild vom Doping ändern.
Helmut Digel etwa, der Vizepräsident des Internationalen Leichtathletik-Verbandes, beschreibt seine Reaktion so: „Ich war zunächst überrascht, dann empört, und am Ende hat es mich nur noch angeekelt.“ Die 110 Seiten hatte die Staatsanwaltschaft in Magdeburg nach einer Hausdurchsuchung beim Leichtathletiktrainer Thomas Springstein zusammengestellt.
Sie liegen dem Tagesspiegel vor und bestehen aus Vergabeplänen und Bestelllisten für Dopingmittel, aus E-Mails, in denen sich Springstein mit dem spanischen Arzt Miguel Peraita über Betrugsmethoden im Sport austauscht. Springstein ist inzwischen wegen Dopingvergabe an eine damals minderjährige Athletin zu einer Bewährungsstrafe von 16 Monaten verurteilt. Der Prozess gegen ihn ist seit einem halben Jahr zu Ende, doch nachdem die Staatsanwaltschaft Magdeburg dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) Einsicht in die Akten gegeben hat, geht ein Aufschrei durch den Sport. Denn die Akten dokumentieren das Scheitern des Dopingkontrollsystems.
Wohl noch nie haben Sportfunktionäre so tiefe Einblicke in die Möglichkeiten der Leistungsmanipulation erhalten. Auf ihrer Grundlage hat der DLV auch Strafanzeige gegen Peraita und den niederländischen Athletenmanager Jos Hermens erstattet und ein Ermittlungsverfahren gegen mehrere Athleten eingeleitet, darunter Springsteins Lebensgefährtin Grit Breuer. „Hier tut sich ein Abgrund nach dem nächsten auf“, sagt Nada-Geschäftsführer Roland Augustin. Es gab bisher viele Befürchtungen über das Ausmaß des Betrugs im Sport. Die Prozessakten könnten nun Erahntes belegen und aus Befürchtungen Gewissheiten machen." Mehr... (02.12.06)
Deutschlands modernste Leichtathletik-Halle ist in Hamburg feierlich eröffnet worden. Das 12,2 Millionen teure Objekt in Alsterdorf wurde im Rahmen der Hamburger Olympia-Bewerbung angeschoben und in den vergangenen 18 Monaten fertig gestellt. Nachdem der Trainingsbetrieb in der Leichtathletikhalle nun schon seit einigen Wochen läuft, wurde das neue Trainingsdomizil am Mittwoch auch offiziell durch Bürgermeister Ole von Beust (CDU) dem Hamburger Leichtathletik-Verband übergeben. Zahlreiche Gäste aus Politik, Sport und Wirtschaft verfolgten die offiziellen Reden und das Training zahlreicher Vereinsschülergruppen, die an den verschiedenen Anlagen aktiv waren.
''Hamburg meint es ernst mit Olympia, und die Halle ist dafür ein wichtiger Baustein'', betonte von Beust (CDU). Die Stadt investiere in den Sport und lasse Taten sprechen, wie es Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), in einem Gespräch kürzlich mit ihm gefordert habe. ''Die Halle ist eine Tat und es werden weitere in den Bereichen Hockey und Eissport folgen'', kündigte von Beust an, der die Vereine aufforderte, nun die Talente verstärkt zu fördern.
Bis zur jetzigen Eröffnung war es ein langer Weg. Schon 1958, also vor fast 50 Jahren hatte Hermann Seiffart, damals Vorsitzender des Hamburger Leichtathletik-Verbands (HLV), erstmals eine Halle angemahnt. Mitte der 90er Jahre waren die nötigen Mittel von mehr als zehn Millionen Euro schon einmal bewilligt worden, ehe sie angesichts der schwierigen Haushaltslage wieder eingefroren wurden. Erst im Zuge der Olympiabewerbung Hamburgs waren die Pläne vor drei Jahren wieder aus der Schublade gezogen worden. Als dann wenige Tage nach der Grundsteinlegung im April 2003 das Nationale Olympische Komitee für Leipzig votierte, geriet das Projekt erneut ins Stocken, so dass DLV-Präsident Clemens Prokop axhließlich süffisant fragte, wann denn die Grundsteinhebung gefeiert werde.
Jetzt aber ist die 13500 qm große Halle fertig und alle sind voll des Lobes. "Es ist eine Leistung, in dieser Zeit ohne Bundesmittel so etwas auf die Beine zu stellen'', lobte Theo Rous, Ehrenpräsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, das Engagement der Stadt. Und Ex- Europameister Ingo Schultz hat bei einer Stipp-Visite schon die neuen Trainingsbedingen ausprobiert. ''Die Halle ist toll, wir haben so lange auf sie gewartet. In unserer Trainingsgemeinschaft in Leverkusen ist die Halle sogar Gesprächsthema'', sagte der 31-Jährige, der im nächsten Sommer noch einmal ''voll angreifen will''. Der ehemals für Hamburg startende Viertelmeiler war unter anderem nach Leverkusen gewechselt, weil er in der kalten Jahreszeit keine guten Bedingungen im Norden hatte.
Wegen der nun optimalen Wintertrainingsmöglichkeiten in dem neuen Glaspalast sind bereits der 1500-m-Läufer Christian Güssow (bisher TV Wattenscheid), Hürdensprinter Helge Schwarzer (Hannover 96) und aus Leverkusen Hochspringerin Daniela Rath an die Alster gewechselt. Überhaupt wollen nun die Hamburger Vereine vermehrt Talente in die Hansestadt holen, um die Investition zu rechtfertigen. "Wir müssen in den kommenden Jahren richtig Gas geben", forderte Silke Nahler, Trainerin bei der LG Alsternord. Der Hamburger Leichtathletik-Verband will in naher Zukunft einen bezahlten Landestrainer einstellen. Bislang wurde der Posten von Jürgen Krempin, Ex-Coach von Ingo Schultz, kommissarisch ausgeübt.
Die Halle verfügt über eine 200m-Rundbahn mit vier Bahnen und überhöhten Kurven. Zur Ausstattung gehören weiterhin eine 60m-Strecke mit acht Bahnen, zwei Weitsprunganlagen, zwei Hochsprung- und eine Stabhochsprunganlage sowie Kugelstoßvorrichtungen. Außerhalb der Rundbahn befindet sich weiterhin eine lange Sprintgerade, auf der Läufe bis zu 100m flach bzw. 110m über Hürden möglich sind. Der Wermutstropfen: Da es sich um eine Trainingshalle handelt, sind feste Zuschauerplätze nicht vorgesehen, mobile Tribünen sollen aber bis zu 1500 Besuchern Platz bieten.
Am Sonntag, dem 03. Dezember 2006, ab 11 Uhr wird die neue Leichathletik-Trainingshalle erstmals auch im Wettkampfbetrieb getestet. Durchgeführt werden an diesem Tag die Hamburger Hallenmeisterschaften mit bisher nicht in der Halle ausgetragenen Disziplinen zwischen 200m bis 3000m und der 4x200m-Staffel sowie der Weit-, Drei- und Stabhochsprung. (01.12.06)
Im Internet veröffentlichte Resultate können sehr geheimnisvoll sein. Das letzte Beispiel: Die online publizierte Ergebnisliste der XIII. Südamerikameisterschaften vom 4. bis 11. November in Rio de Janeiro führen in der M55 eine Siegerzeit an, das die Stirn runzeln lässt - 2:03,09 min über 800m durch den Brasilianer Julio Quirino aus Belo Horizonte. Das wäre, die wir gestern publizierten, eine neue M55-Weltbestmarke, weil es besser ist als der bisheriger Weltrekord, die handgestoppten 2:03,7 Sekunden des Südafrikaners Stan Immelman aus dem Jahr 2001.
Jetzt lesen wir auf Internetseiten in den USA von Zweifeln, ob es hier mit rechten Dingen zugeht. Immerhin entspräche die Leistung einer 1:42, rechnete man sie mit den Altersfaktoren auf die Leistungsklasse um. Nun, Zweifel haben wir auch, aber die veröffentlichte Ergebnisliste des 800m-Laufs der M55 ist eindeutig:
M55 800 Meter Run
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Name Age Team Seed Finals Points
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Section 1
1 QUIRINO, JULIO M55 BRASIL,Belo Horizon 2:03,09
2 TORRICO, RONAY M58 BRASIL,São José, SC 2:24,11
3 CARVALHO, ALCINO M55 BRASIL,Belo Horizon 2:25,68
4 SILVA, JOSE M55 BRASIL,Rio de Janei 2:29,50
5 BRUM, CARLOS M56 BRASIL,Rio de Janer 2:52,51
6 GODOY, LUIS M59 URUGUAI 3:00,97
7 ASSIS, LUIZ M55 BRASIL,Rio de Janei 3:28,96
Ungewöhnlicherweise ist aber auch der Name des Siegers "Julio Quirino" völlig unbekannt - man findet ihn weder in Bestenlisten noch in Ergebnissen. Selbst mit googeln sind wir nicht weiter gekommen. Deshalb wettet US-Mastersjournalist Ken Stone, dass die Marke falsch ist. Dafür spricht, dass die Ergebnisliste auch an anderer Stelle tatsächlich nicht korrekt ist und beispielsweise dieses falsches Resultat veröffentlicht:
W80 Hammer Throw
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Name Age Team Seed Finals Points
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1 ALVES, MARIA W81 BRASIL,Rio de Janei 102,49m
Die US-Boys recherchieren. Die nächsten Tage werden hoffentlich Klarheit bringen... (28.11.06)
Diskuswerfer Lars Riedel verlässt nach 13 Jahren den LAC Erdgas Chemnitz und wirft in der neuen Saison für den TuS Saulheim. Im nächsten Jahr will er wieder voll angreifen, kündigt der deutsche Jahresbeste nach seinem enttäuschenden achten Platz bei den Europameisterschaften in Göteborg (Schweden) an.
„Mein Ziel steht jetzt schon fest. Ich will in Osaka meine neunte Weltmeisterschaft erleben", sagt der fünfmalige Weltmeister gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Auch im rheinhessischen Saulheim wird der 40 Jahre alte Lars Riedel die Arbeit mit seinem langjährigen Coach Karl-Heinz Steinmetz fortsetzen. In einem Interview mit der „Neuen Presse Franken“, vor geraumer Zeit, hat er sich als Ziel eine WM-Medaille für 2007 gesetzt. Ans Aufhören denkt der Olympiasieger von Atlanta sowieso noch nicht. Im gleichen Gespräch ließ er vermelden, dass es ihm einfach noch Spaß macht, den Diskus zu werfen. (aus www.leichtathletik.de, 28.11.06)
Die vor einigen Tagen zu Ende gegangenen XIII. Südamerikameisterschaften haben viele ausgezeichnete Leistungen erbracht und auch mit ihren Teilnehmerzahlen überzeugt. Denn rund 1300 Mastersathleten waren vom 4. bis 11. November in Rio de Janeiro am Start, darunter auch mehrere Dutzend "Pre-Masters" der Altersklasse M/W 30. Im brasilianischen Frühling überzeugten bei dieser Kontinentalmeisterschaft vor allem die Läufer.
Die stärkste Leistung, so unsere Auswertung der Resultate, zeigte dabei im Estádio Célio Negreiros de Barros, gelegen im Sportkomplex des legendären Maracanã, der aus Belo Horizonte stammende Brasilianer Julio Quirino. Über 800m lief der in diesem Jahr 55 gewordene Mittelstreckler über 800m in 2:03,09 min als Sieger über die Ziellinie und stellte damit einen neuen Weltrekord auf (bisher -handgestoppt- 2:03,7 min, Stan Immelman, RSA).
Sonst können sich vor allem die Sprintleistungen sehen lassen: Über 200m gewannen Maria Figureido (BRA) die W40 in 25,66sec und Maragrita Grun (URU) in 28,75sec die W50. Die aus Japan stammende naturalisierte Brasilianerin Mitsu Shimizu dominierte die W75 und siegte über 100m in 17,41sec und 200m in 37,29sec. In der M55 gewann über 200m Juan Naab (ARG) seine Altersklasse M55 in 25,46sec. Dabei lief er exakt dieselbe Zeit auch bereits im Semifinale. Leider liegen uns übrigens keine Windmessungen vor.
Durchweg ordentliche Leistungen gab es in den technischen Disziplinen. Dabei stachen die 51,44m des Chilenen Victor Guerrero im Hammerwurf hervor. Er gewann die M50. Alle Ergebnisse ... (27.11.06)
Einer Knieoperation musste sich jetzt Heidi Pratsch unterziehen. Unübersehbar waren ihre Beschwerden bei der Leichtathletik-EM in Posen, wo sie einmal mehr als Betreuerin des DLV-Teams unverzichtbar war. Mitte November ließ sich der notwendige Eingriff nicht länger aufschieben. Die 72-jährige wurde am 16. November erfolgreich operiert.
Ernstlich erkrankt ist dem Vernehmen nach der neugewählte DLV-Seniorensprecher Gunter Bernhard (*1965, LG Wetzlar). Ihm und der engagierten Seniorenbeteuerin aus München wünschen wir gute Besserung. (26.11.06)
Eine Untersuchung von ehemaligen Marathonläufern der Spitzenklasse an der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg hat bestätigt, dass Marathonläufer lediglich ein gering erhöhtes Risiko für Arthrose im Hüftgelenk haben und langfristig nicht mit Knieschäden rechnen müssen. Um Beschwerden an der Lendenwirbelsäule vorzubeugen, wird ein spezielles Krafttraining empfohlen.
Leistungssport kann die Knie verschleißen, das ist schon lange bekannt. Die Zeitschrift „Der Orthopäde“ beschreibt nun, dass dies vorrangig für Spiel- und Kampfsportarten wie Fußball, Handball, Karate etc., bei denen schnelle Laufrichtungsänderungen vorgenommen werden, gilt. Weiter... (Quelle: www.scc-events.com, 26.11.06)
An den vergangenen Wochenenden haben sich die DLV-Fachgremien auch mit dem Wettkampfangebot der Senioren und Seniorinnen für 2007 befasst. Es tagten sowohl der Bundesausschuss Wettkampforganisation als auch der Bundesfachausschuss Senioren. Als Ergebnis dieser Beratungen gaben Volker Wollschläger, Vorsitzender des Bundesfachausschuss Wettkampforganisation, und dieVorsitzende des Bundesfachausschuss Senioren, Margit Jungmann, bekannt, dass künftig in der Altersklasse M 70 - 4x100m bzw. die 4x200m (Halle), in der W 50 + 55 - 80m Hürdenlauf und der Speerwurf in der W75 in das Programm aufgenommen wurden.
Außerdem wurden die Qualifikationsnormen wie folgt geändert:
Senioren-Hallenmeisterschaften
M 75: 60m - 11,00 sec
M 75: 200m - 38,50 sec
M 75: 3000m - 16:10,00 min
M 75: Weit - 3,00 m
Senioren II
M 70: 4x100m - 62,30 sec
M 80 : 100m - 20,50 sec
M 80 : 200m - 41,50 sec
W 75: Speer - 11,00 m
Die außerdem vorgeschlagene Änderung der Mannschaftswertung bei Straßenwettbewerben ist dagegen vom Bundesausschuss Wettkampforganisation abgelehnt worden, dem sich auch die Wettkampfwarte der Landesverbände anschlossen. Denn trotz gegenteiliger Beteuerung der Softwarehäuser kann keine problemlose Umstellung der EDV gewährleistet werden. Es bedarf einer längeren Vorlaufzeit, um die vorgesehene Änderung ausgiebig zu testen. (Quelle www.leichtathletik.de, 22.11.06)
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat wie bereits gegen Grit Breuer und Nils Schumann auch gegen Ulrike Urbansky ein sportrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen eingeleitet. Alle drei Athleten wurden vom DLV zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert. Die Verfahren basieren auf Anhaltspunkte aus der Einsicht in Akten des Strafprozesses gegen den wegen Dopings einer Minderjährigen, der 17-jährigen Sprinterin Anne-Kathrin Elbe, verurteilten Leichtathletik-Trainers Thomas Springstein. Die 1977 geborene Viertelmeilerin studiert Design und startet für Team Erfurt.
Während Nils Schumann weiter schweigt, bestreitet Grit Breuer jede Schuld, will sich ihren "guten Ruf nach Abschluss meiner Karriere nicht zerstören lassen". Mit dieser Erklärung nahm die 34-Jährige über ihren Anwalt Peter-Michael Diestel zu den Anschuldigungen des Verbandes Stellung. Breuer weise die Vorwürfe zurück, sie vermute wegen ihrer Verbindung zu Springstein "Sippenhaft."
Dass Jos Hermens, Manager von 120 Leichtathleten, als Drahtzieher eines internationalen Dopingkartells beschuldigt wird, hat die Dimension des Balco-Skandals in den USA. Hermens bestritt inzwischen nachdrücklich die Vorwürfe. Der DLV war nach Auswertung von Materialien aus dem Prozess gegen den im Februar wegen Minderjährigen-Dopings verurteilten Trainer Thomas Springstein zu dem Verdacht gelangt, dass der Niederländer zentrale Figur in einem international operierenden Doping-Betrugsnetzwerk ist. Die langjährigen Hermens-Klienten Schumann und Breuer werden als logische Nutznießer dieses Netzwerks verdächtigt.
"Das ist doch der absolute Wahnsinn. Ich habe nie was mit dem Handel von Dopingmitteln zu tun gehabt", sagte Hermens. Der mächtigste Manager der Leichtathletik bestätigte aber, dass Schumann und Breuer Kontakt zu Peraita hatten, der die Sportler untersucht und eingestellt haben soll. "Ich war vielleicht ein bisschen dumm. Irgendwann hätte ich mir mehr Fragen stellen sollen, was Peraita genau gemacht hat", sagte er. Die Zusammenarbeit mit Springstein sei ein Fehler gewesen. Seine mehr als 100 Athleten würden mit etwa 20 Ärzten zusammenarbeiten. Dass es Unterlagen geben soll, wonach er in Dopinggeschäfte verwickelt sein soll, könne er nur so erklären: "Ich bezahle viele Sachen für die Athleten."
Dies war bereits nach der Durchsuchung des Hauses von Thomas Springstein im vergangenen Jahr deutlich geworden, mit dem Grit Breuer zusammenlebte. Dort wurden laut Süddeutsche Zeitung Rechnungen gefunden, die angeblich für Breuers Betreuung samt Dopingmittel-Versorgung erstellt wurden; "mal über 2644 Dollar, mal über 6470 D-Mark. Als Klient firmierte stets: ,,Global Sport Communication‘‘ - und namentlich Agenturchef Jos Hermens."
Am Dienstag forderte DOSB- Generaldirektor Michael Vesper "dringend Aufklärung", ob es im Springstein-Prozess eine Absprache zwischen der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft Magdeburg gegeben habe, die Unterlagen nicht an den DLV weiterzugeben. Dies war erst nach einer Dienstaufsichtsbeschwerde des DLV erfolgt.
Mehr... (Quellen: dpa, sid, Süddeutsche, FR, 22.11.06, update 23.09.07)
Strafanzeige hat der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) gegen den spanischen Arzt Dr. Miguel Angel Peraita und den niederländischen Athletenmanager Jos Hermens erstattet. Dies hatte die Anti-Doping-Kommission des DLV am vergangenen Freitag einstimmig beschlossen. Dem Gremium gehören DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop, IAAF-Vize Prof. Dr. Helmut Digel und Prof. Dr. Wilfried Kindermann an. Die Anzeige wurde bei der Staatsanwaltschaft Magdeburg erstattet.
Grundlage der Anzeige, meldet www.leichtathletik.de juristisch gestelzt, sind "Anhaltspunkte für mögliche Straftaten dieser Personen im Zusammenhang mit Inverkehrbringen und Handel mit Arzneimitteln zu Dopingzwecken im Sport". Die Erkenntnisse der DLV-Verantwortlichen beruhen unter anderem auf dem Strafprozess gegen den wegen Dopings einer Minderjährigen verurteilten Leichtathletik-Trainer Thomas Springstein. Der DLV hatte in die Akten der Staatsanwaltschaft Magdeburg inzwischen Akteneinsicht genommen und die polizeilichen Ermittlungsergebnisse ausgewertet. Zunächst waren dem DLV die Akten des Strafverfahrens gegen Trainer Springstein nicht geöffnet worden. Erst eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Justizminister des Landes Sachsen-Anhalt führte zum Erfolg.
Außerdem leitete der DLV ein "sportrechtliches Ermittlungsverfahren" gegen die frühere Magdeburger 400-Meter-Läuferin Grit Breuer und Mittelstreckler Nils Schumann (LG Eintracht Frankfurt) ein, dessen Manager der Beschuldigte Jos Hermens ist. Das Verfahren richtet sich gegen beide Athleten "wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen" . Beide Sportler forderte der DLV zu einer schriftlichen Stellungnahme auf.
„Der DLV redet nicht nur von Null-Toleranz im Kampf gegen Doping, sondern praktiziert sie. Doping hat inzwischen einen Organisationsgrad erreicht, der nur in Zusammenarbeit von Sport und Staat bekämpft werden kann“, sagte DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop. Der Amtsgerichtsdirektor unterstrich zugleich erneut: „Eine wirklich kompromisslose Bekämpfung des Dopings erfordert, den staatlichen Organen erweiterte Verfolgungsmöglichkeiten zu schaffen, da viele Erscheinungsformen des heutigen Dopings mit den Möglichkeiten des Sports nicht nachweisbar sind. Der DLV unterstützt daher die von Experten der Dopingbekämpfung und der Nationalen Anti-Doping-Agentur erhobene Forderung, den Besitz von Dopingsubstanzen bei Athleten unter Strafe zu stellen“. (Quelle: eigene Recherchen und www.leichtathletik.de, 20.11.06)
Es sind zwar noch 42 Tage. Aber das schon traditionelle Silvesterlauf-Happening in Bietigheim bei Stuttgart, der "Bietigheimer Silvesterlauf", wirft auch dieses Jahr wieder frühzeitig seine Schatten voraus. Vor allem abends, wenn man viele Läufer beobachten kann, die schon seit Wochen auf der Strecke trainieren. Die 26. Ausgabe dieses Laufspektakels am 31. Dezember organisiert der Förderkreis Leichtathletik an Neckar und Enz e.V. in Zusammenarbeit mit der LG Neckar-Enz, dem LT Bietigheim und der Stadt Bietigheim-Bissingen.
Die Laufstrecke, deren Verlauf der des Vorjahres genau entspricht, führt über zwei Runden auf Asphalt- und Pflasterwegen durch den mittelalterlichen Stadtkern und durch die gewaltigen Bogen des Viadukts in die Enzauen. Die Gesamtlänge beträgt 11,2 Kilometer. Das Höhenprofil weist vier Wellen mit etwa 25 Höhenmetern aus. Start und Ziel befindet sich bei der Sporthalle unterhalb des 33 Meter hohen und über 150 Jahre alten Enzviadukts.
Vom ersten Meter an werden die über 4.000 erwarteten Teilnehmer vom Applaus des dichten Zuschauerspaliers getragen werden. Als echter Silvesterlauf ist der Zeitrahmen vorgegeben und eng. Der Start erfolgt traditionell um 14:30 Uhr für Asse und Hobbyläufer gemeinsam. Eingeladen sind wieder zahlreiche bekannte deutsche Spitzenläufer und Nachwuchsathleten.
Mehr zu diesem Silvester-Happening für Läufer finden Sie auf der Internetseite der Veranstaltung. (20.11.06)
Das vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) abgelehnte nationale Anti-Doping-Gesetz ist nach Ansicht des Vorsitzenden des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, Peter Danckert, noch nicht vom Tisch. "Die Debatte ist noch nicht beendet", sagte der SPD-Politiker in einem Interview mit der "Netzeitung". Während sich DOSB-Präsident Thomas Bach bei einem Treffen mit Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble erneut gegen eine gesetzliche Regelung ausgesprochen hat, sieht Danckert weiterhin Handlungsbedarf. Der Sportausschuss-Chef verweist auf DOSB-interne Befürworter des Gesetzes wie den Präsidenten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Clemens Prokop. Der habe jüngst erklärt, der Sport sei selber "nicht in der Lage, ein effizientes Kontrollsystem aufzubauen".
Bach verwies dagegen im Gespräch mit Schäuble auf das Votum des Beirats der Aktiven, der sich gegen die Besitzstrafbarkeit von Dopingsubstanzen ausgesprochen hat. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete am Samstag überdies, Bach habe dem Minister den Bericht der Thiel-Kommission vorgestellt. Unter Leitung von Christa Thiel, der Vorsitzenden des Schwimmverbandes und der Konferenz der Fachverbände, hat ein fünfköpfiges, von Bach berufenes Gremium mehrheitlich festgestellt, dass "es dem Sanktionssystem des Sports zum Nachteil gereichen könnte, wenn der Gesetzgeber einen Straftatbestand Besitz von Dopingmitteln schaffe".
Schäuble ließ unterdessen mitteilen, er nehme die ablehnende Auffassung des DOSB zur Frage der Besitzstrafbarkeit von Dopingsubstanzen "als Signal des Sports" zur Kenntnis. Für Danckert ist dies keineswegs ein Indiz für das Gesetzes-Aus: "Der Innenminister hat es zur Kenntnis genommen, sich aber nicht davon beeindruckt gezeigt", betonte Danckert und wandte sich gegen die Schilderung, Schäuble habe ihn und andere Politiker gebeten, sich nicht weiter politisch für die Gesetzgebung zu engagieren: "Kein Wort davon ist wahr."
DOSB-Präsident Bach kündigte unterdessen am Rande der Konferenz der Landessportbünde in Hamburg einen Anti-Doping-Aktionsplan an. "Die Landessportbünde haben den vorgelegten Aktionsplan ohne jede Einschränkung zustimmend zur Kenntnis genommen", sagte der Vorsitzende der Konferenz, Schleswig-Holsteins LSB-Chef Ekkehard Wienholtz. Im Zentrum des zehn Punkte umfassenden Plans stehe eine Verdoppelung des DOSB-Zuschusses an die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) von 260 000 auf 520 000 Euro. Wolfgang Schäuble begrüßte den Aktionsplan in einer Pressemitteilung: "Es ist wichtig, gemeinsam und auf breiter Front gegen Doping vorzugehen." (Quelle: sportgate, 20.11.06)
In Bayern hat die Cross-Saison begonnen. Am 25.11.06 findet in Vaterstetten die nun mehr vierte Auflage des Bayerischen Cross-Festivals statt. Vor vier Jahren aus der Taufe gehoben, hat das Angebot aus Cross-Sprint, Schülerstaffeln und Classic Cross mittlerweile viele Nachahmer deutschlandweit gefunden. Besonderes Interesse liegt dabei auf dem attraktiven Cross-Sprint, wo sich sowohl Langsprinter als auch Mittelstreckler miteinander messen können. [Ausschreibung].
Mit einer Schüler-Staffel-Runde und einem Zweier-Paar-Lauf hatte am vergangenen Wochenende bereits die LG in Regensburg versucht, mit einer neuen Cross-Veranstaltung die Leichtathleten aus den Hallen zu locken. Der "Ratisbona Cross" lockte dabei allerdings nur eine kleine Läuferschar an den heimischen Rodelberg am Weinweg. Pünktlich zu Beginn der von der LG Domspitzmilch souverän durchgeführten Veranstaltung setzte übrigens auch Regen ein und sorgte zusätzlich für "recht crossige Verhältnisse". "Das wäre durchaus auch ein Wettbewerb für bayerische Meisterschaften", kommentierte anschließend BLV-Landestrainer Günther Felbinger die Neuschöpfung "Paarlaufen". Zwei Athleten/Innen mussten zusammen abwechselnd jeweils fünfmal eine 500 m lange Crossrunde bewältigen, wobei in den ersten Runden weise Zurückhaltung angesagt war, um am Ende noch für den Endspurt gut auf den Beinen zu sein. (Quellen: BLV-online und LG Regensburg 16.11.06)
Im Leichtathletik-Weltverband IAAF hat gut neun Monate vor dem Kongress in Osaka der Kampf um die Macht in der Führungsetage begonnen. IAAF-Präsident Lamine Diack nutzte am Wochenende in Monaco die Kür des "Weltleichtathleten des Jahres", um für seine Wiederwahl zu werben. "Ich werde 2012 nicht mehr Präsident sein, aber ein letztes Mal kandidieren", erklärte Lamine Diack, der seit 1999 im Amt ist und zuletzt Zielscheibe heftiger verbandsinternen Kritik gewesen ist. In die Waagschale kann der 73 Jahre alte Senegalese vor allem die glänzende wirtschaftliche Situation der IAAF werfen.
Während die Rücklagen des Weltverbande bei seiner Amtsübernahme 23 Millionen Dollar betrugen, sind es 2006 bereits 79 Millionen. "Bis Ende 2009 werden wir Reserven haben, um zwei Jahre davon leben zu können", sagte Diack. Allein sein Förderprojekt "World Athletics Plan" zur Unterstützung von Leichtathletik-Entwicklungsländern verteilt pro Jahr 14 Millionen Dollar. "Wir haben durch Verträge und fixe Einnahmen eine finanzielle Sicherheit von ungefähr acht Jahren", berichtete IAAF-Vizepräsident Helmut Digel, "das dürften nicht viele Verbände in der Welt des Sports vorweisen können."
Aus diesen Gründen zweifelt der Tübinger Sportsoziologe nicht an einer Wiederwahl Diacks. "Ich denke, dass es keine anderen Kandidaten geben wird, weil sie wissen, keine Chance zu haben", prognostizierte er, "Diack wird mit großer Mehrheit wiedergewählt." Daran wird auch die vehemente Kritik des italienischen Spitzenfunktionärs Luciano Barra. Der ergebene Gefolgsmann von Diack-Vorgänger Primo Nebiolo hatte in einem offenen Brief ("Die Leichtathletik ist krank, treten Sie zurück") Diack zum Rücktritt aufgefordert hatte.
"Jeder kann seine Meinung sagen, doch für mich zählt, was die Leichtathletik-Familie denkt", konterte der IAAF-Chef erstmals die Attacken Barras. Der hatte fehlende Visionen angeprangert und das unübersichtliche Wettkampfsystem der IAAF als Ursache angeblich sinkender Fernsehquoten ausgemacht. "Wir können nicht 'Hurra' schreien, haben aber auch keinen Grund, depressiv zu sein", so Diack.
Der in der IAAF für Marketing verantwortliche Digel strebt ebenfalls eine Wiederwahl als Vizepräsident an und hat in einer dem Council in Monaco vorgelegten Analyse zur "Entwicklung der Weltleichtathletik" eindeutig Partei für den derzeitigen ersten IAAF-Mann ergriffen. Unter der Führung von Lamine Diack könne man "auf vier erfolgreiche Jahre zurückblicken", schreibt er am Ende. Abseits dieses Berichts stimmt er Barra aber zu, dass die Reform von Wettkampfsystem und -präsentation existenziell für die IAAF sei.
Vor allem das Premium-Produkt, die alle zwei Jahre ausgetragene Weltmeisterschaft, benötige eine Erneuerung: Die Qualifikationen und Vorläufe der WM vorschalten, das Programm zeitlich reduzieren und somit die Zahl der Medaillen-Entscheidungen pro Tag erhöhen, schlägt er vor. "Wenn wir in den nächsten Jahren nicht entscheiden, etwas zu ändern, könnten wir erhebliche Probleme mit dem Fernsehen bekommen", meinte Digel, der seit 1995 dem IAAF-Council angehört.
Ob er überhaupt erneut vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) in die IAAF entsandt wird, entscheiden Präsidium und Verbandsrat am 2. Dezember in Darmstadt. Auch nach einer Nominierung durch den DLV wird es aber höchst schwierig werden, das Amt des Vizepräsidenten zu verteidigen. Schließlich werden voraussichtlich der griechische Milliardär Minos Kyriakou und der frühere Stabhochsprung- Olympiasieger Sergej Bubka um diesen Posten buhlen. "Wenn Bubka mit seinem Sportler-Bonus ankommt, habe ich keine Chance", weiß Digel, "Verdienste zählen da nichts mehr." (Quelle: Sportgate, 14.11.06)
27.01. - 28.01. Frankfurt-Kalbach: DM Halle Mehrkampf
17.02. - 18.02. Leipzig: DM Halle
24.02. - 25.02. Düsseldorf: DM Senioren-Halle
10.03. Ohrdruf: DM Cross
22.03. - 25.03. Helsinki: Hallen-EM der Senioren
24.03. ? - DM 100 km
14.04. - 15.07. DM Gehen
15.04. ? - DM Straße 10 km
05.05. Zeulenroda: DM Staffel
05.05. Zeulenrhoda: DM 10000m
17.05. - 20.05. Regensburg: 10. Europameisterschaft der Senioren im Straßenlauf
16.06. - 17.06. Bad Oeynhausen: DM Senioren Mehrkampf
06.07. - 08.07. Zittau: DM Senioren 1
13.07. - 15.07. Fulda: DM Senioren 2
21.07. - 22.07. Erfurt: DM
22.07. Kirnbach: DM Senioren Berglauf
25.08.2007 Ahlen: DM Senioren Bahngehen
01.09. - 02.09. Bad Oeynhausen: DM Senioren Werfermehrkampf
02.09. Bad Liebenzell: DM Straße/Halbmarathon
07.09. - 09.09. Vaterstetten: DM Mehrkampf
14.10. München: Marathon
(15.11.06)
Schon lange haben die Hammerwerfer unter den Senioren nach Möglichkeiten gesucht, unter fachlicher Anleitung hinter die Geheimnisse der Wurfdisziplin Hammerwurf zu kommen. Besonders die Frauen haben großes Interesse, dürfen sie doch erst seit wenigen Jahren diese anspruchsvolle Disziplin im Wettkampf betreiben. Jetzt nahm sich Steffen Reumann der Sache an. Der ehemaliger Spitzenwerfer betreibt heute ein Lauf- und Biomechanikzentrum im fränkischen Kulmbach. Er kontaktierte Bernhard Riedel, bis 2004 Hammerwurf-Bundestrainer und auch im Ausland wegen seiner Fachkompetenz gefragt, und gewann ihn als Hauptreferenten für die erste Hammerwurf-Fortbildung speziell für Senioren. Sie fand jetzt Ende Oktober im Bundesleistungszentrum in Kienbaum statt. 14 Teilnehmer aus den Altersklassen M/W 35 - 75 nahmen teil, unter ihnen die beiden Schweizer Spitzenseniorinnen Maggie Duss und Conny Hodel.
Die Mehrzahl der Seniorenwerfer sind ausgesprochene Autodidakten bzw. trainieren weitgehend auf sich gestellt. Sie wollten durch die Veranstaltung eine Verbesserung ihrer Wurftechniken und damit eine Leistungssteigerung erreichen. Das dreitägige Treffen war dazu gleichermaßen mit Theorie und Praxis gefüllt. Nach dem Eintreffen am Freitag stiegen die Teilnehmer schnell in Wort und Bild tief in die theoretischen Grundlagen ein. Referent Bernhard Riedel stellte dazu eine erst kürzlich im Auftrag des Österreichischen Leichtathletikverbandes mit seiner Hilfe erstellte DVD vor.
Der Samstag stand dann ganz im Zeichen des Werfens: Jeder Teilnehmer absolvierte aus dem Wurfhaus heraus zunächst mehrere wettkampfmäßige Würfe, die mit Videokamera aufgenommen und vor Ort von Bernhard Riedel ausgewertet wurden. Es folgten unter ständiger Korrektur durch den Meistertrainer Übungen mit dem Schwerpunkt Armkreisschwünge und Übergang zur ersten Drehung, ergänzt durch Übungen zur speziellen Kraft. Nach dem Mittagessen traf man sich wieder im Seminarraum, wo Bernhard Riedel Vorschläge für den Formaufbau in der kommenden Saison mit Zielrichtung WM Riccione unterbreitete. Mit der Analyse der aufgenommenen Würfe und angeregter Diskussion verging der Tag wie im Fluge, und mit einem gemeinsamen Bier in der Cafeteria schloss ein sehr intensiver Trainingstag ab. Einen besonderen Leckerbissen bildete am Sonntag die Einweisung in spezielle Trainingsformen für Hammerwerfer. Das bisher erst in drei Exemplaren existierende „KTG“, ein spezielles ca. 12.000 Euro teures und mit hoher Ingenieurskunst konstruiertes Krafttrainingsgerät zur Verbesserung der Hammerbeschleunigung und des Überganges in die Drehungen begeisterte ebenso wie die von Steffen Reumann vorgestellten Übungen mit dem Theraband. Nach dem Mittagessen rundete es eine weitere Wurfeinheit die einmalige Veranstaltung ab.
Diese überaus gelungene und von den Teilnehmern in höchsten Tönen gelobte Veranstaltung gipfelte im Lob des Hauptreferenten: "Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Senioren so engagiert und motiviert sind!" Auch ihm habe diese Fortbildung richtig Spaß gemacht. Initiator Steffen Reumann will bei entsprechendem Interesse in Zukunft weitere Veranstaltungen dieser Art durchführen. (Quelle und Foto-copyright: Rainer Anton, 13.11.06)
Katrin Dörre-Heinig präsentiert ihr soeben erschienenes Buch "Leidenschaft Marathon" beim Darmstadt-Cross, der am Sonntag, 19. November 2006 mit den Sonderwertungen wie ADH-Meisterschaften, EM-Qualifikation für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und Schweizer Leichtathletik-Verband (SLV), DLV-Talente-Cross und lokalen Schulmeisterschaften auf der Lichtwiese stattfinden wird.
Die Dritte der Olympischen Spiele 1988 und WM-Dritte 1991 hat wie keine andere die deutsche Marathonszene in Ost und West beherrscht und ist dabei 21 mal unter der begehrten 2:30 Stunden-Marke geblieben. Das im Agon-Verlag erschienene Buch vermittelt mehr als nur Siege und Rekorde, sondern zeigt auch das Spannungsfeld einer weltweit erfolgreichen Spitzenathletin. Katrin Dörre-Heinig wird nicht nur beim Darmstadt-Cross ihr neues Buch in Atrium des TU-Architekturgebäudes signieren, sondern auch sicherlich für alle Gespräche am Rande der Veranstaltung offen sein - und dann natürlich auch ihre inzwischen zu den besten Jugendläuferinnen in Deutschland zählende Tochter Katharina bei der EM-Qualifikation betreuen. Hier bestellen (12.11.06)

Die letzte Ausgabe des Jahres von "Senioren-Leichtathletik" ist auf dem Markt und auf dem Weg zu den Lesern.
Einmal mehr ist "SeLa" wieder randvoll mit Informationen. Kernstück dieser Doppelausgabe ist die Wahl der deutschen Seniorensportler 2006. Insgesamt aus sechs Vorschlägen können die Wähler "ihren" Sportler aussuchen. Bei den Männern sind Peter Lessing, Wolfgang Reuter und Peter Speckens in der Endauswahl, während bei den Frauen Melitta Czerwenka-Nagel, Dagmar Fuhrmann und Elfriede Hodapp unter die Besten gelangt sind.
Für Diskussionstoff wird Willi Maurers Analyse der Mitgliederentwicklung sorgen. Statistik-Experte Maurer, der seit Jahren intensiv die Entwicklung gerade bei den Senioren beobachtet, stellt zum Schluss seiner Ausführungen die brisante Frage, was eigentlich gegen den enormen Mitgliederschwund in der Altersgruppe 30 bis 39 zu tun ist.
ProMASTERs stellt ferner auf einer Sonderseite den Themenkatalog vor, den proMASTERs-Sprecher Kurt Kaschke Mitte November bei einer DLV-Senioren-Tagung einbringen will. (10.11.06)
Urte Alisch, amtierende Masters-Hallenweltmeisterin im Fünfkampf der Altersklasse W35 von Linz, wechselt zum Jahresende vom TSV Langenzenn zum LAC Quelle Fürth. Die Mehrkämpferin, die bei der Hallen-WM in Linz auch Silber im Weitsprung und die Bronzemedaille über 60m Hürden gewann, wird das W40-Mehrkampfteam des LAC verstärken. Sie rückt im kommenden Jahr in diese Altersklasse auf.
Urte Alisch kam 1999 aus Neubrandenburg nach Puschendorf und schloß sich nach einer Wettkampfpause von fast 20 Jahren im Jahre 2003 dem TSV Langenzenn an. Dort konnte sie sich unter Trainer Loni Dürschinger kontinuierlich verbessern. Zuletzt stellte sie bei den Bayerischen Seniorenmehrkampfmeisterschaften in Aichach stellte sie einen neuen BLV-Seniorenrekord im Fünfkampf auf - und dies im ihrem letzten Jahr in der W35. 2006 holte die Seniorenathletin auch mehrere Deutsche Meistertitel in der W35. Ihre Bestleistungen: 5,49m im Weitsprung, 1,56m im Hochsprung, 13,30sec über die 100m, 10,17m im Kugelstoßen und 2:37,46min über 800m will sie in ihrem neuen Verein und mit den Trainern Tatjana und Werner Natho steigern.
Als Saisonhöhepunkt plant Urte Alisch den Start bei den Weltmeisterschaften im September im italienischen Riccione und stellt sich auch vor, bei den Bayerischen Meisterschaften der Aktiven im Siebenkampf anzutreten. Die W40 Damen des LAC freuen sich schon im Hinblick auf die DAMM Wettkämpfe und die DLV Mehrkampfmeisterschaften 2007 auf diese sehr gute Verstärkung, hieß es in einer Presseerklärung des LAC Quelle. (09.11.06)
Tiefe Enttäuschung hat Hella Böker nach der Entscheidung des Disziplinarausschusses des DLV geäußert, durch die sie wegen Dopings für ein Jahr bis zum 14. September 2007 gesperrt ist und ihre vier EM-Medaillen zurückgeben muss.
Böker hatte nach Bekanntwerden des Ergebnisses stets beteuert, nichts gewusst zu haben. Seit fünf Jahren, erklärte sie gegenüber der Lokalzeitung HNA, nehme sie ein Blutdruck senkendes Mittel ein.
Ihr Hausarzt habe es ihr 2001 wegen starken Bluthochdrucks verordnet. Die 66-Jährige: "Ich hatte keine Veranlassung anzunehmen, dass in einem solch lebensnotwendigen Medikament Stoffe enthalten sind, die unter eine Dopingverordnung fallen könnten." Weder der Arzt noch andere Gremien hätten sie zur damaligen Zeit darauf hingewiesen. Nach einer Anhörung am 12. Oktober sei sie zunächst sehr optimistisch gewesen und hatte auf einen Freispruch gehofft. Wie es weitergeht, ist unklar. Ihr Rechtsanwalt habe ihr geraten, vor ein ordentliches Gericht zu ziehen. (08.11.2006)
Mit Beschluss vom 1. November 2006 hat der Disziplinarausschuss des Deutschen Leichtathletik-Verbandes die Seniorenleichtathletin Hella Böker (W 65, TuSpo Borken) wegen eines Dopingvergehens für ein Jahr bis zum 14. September 2007 gesperrt. Bei einer Dopingprobe der Athletin am 27.07.2006 anlässlich der Europameisterschaften der Senioren in Posen (Polen) war die verbotene Substanz Hydrochlorothiazid nacgewiesen worden. Die Athletin, so der DLV, wird von den Europameisterschaften der Senioren disqualifiziert und alle dort und bei späteren Wettkämpfen erzielten Ergebnisse sind annulliert.
Im Werferfünfkampf der EM ist Gudrun Mellmann (*1941, LG Nord-West Hamburg) neue Europameisterin, die auch im Speerwurf auf Platz 3 vorrückt. Die Dänin Kirsten Poulsen (W61) ist neue Dritte im Gewichtwurf. In der Diskuskonkurrenz wird die Lettin Maija Jakobsone (W63) neue Zweite und die Slowakin Eva Polakova (W62) belegt Rang drei. Neue EM-Silbermedaillengewinnerin im Hammerwurf ist Marita Horn (*1943, SSV Planeta Radebeul) vor der neuen Dritten Brunella del Giudice (W63) aus Italien. Der Hessin werden auch ihre W65-Gold- und die drei Silbermedaillen der DM II in Aachen aberkannt.
Der der Athletin gemachte Vorwurf bestehe, verlautbarte in einer DLV-Presseerklärung, darin, dass sie es unterlassen habe, eine gültige Ausnahmegenehmigung für die Einnahme des Medikaments zu beantragen. Die Verhängung einer geringeren Strafe als eine einjährige Sperre ist nach den derzeitig geltenden Regelwerken nicht möglich.
Hydrochlorothiazid gehört zur Gruppe der Diuretika und anderer Maskierungsmittel und steht auf der Wada-Liste der verbotenen Wirkstoffe und Substanzen. Maskierungsmittel sind chemische Substanzen, mit denen man den Nachweis von Dopingmitteln erschweren und verhindern kann.
Bemerkenswert: Im Herbst 2004 war Ralf Prochnau (Pulheimer SC) aus demselben Grund gesperrt worden - er allerdings doppelt solange. Die A-Analyse seiner Urinprobe hatte damals ebenfalls wie bei Hela Böker das Vorhandensein von Abbaustoffen des verbotenen Wirkstoffs Hydrochlorothiazid ergeben. Da auch Prochnau die Einnahme des festgestellten Wirkstoffs eingeräumt hatte, war seinerzeit ebenfalls die Untersuchung der B-Probe nicht erforderlich. Ralf Prochnau wurde aber -im Gegensatz zur Nordhessin Hella Böker- für zwei Jahre gesperrt; seine Sperre war am 31. Oktober abgelaufen - genau einen Tag bevor der Disziplinarausschuss des DLV in Sachen Böler tagte. Ralf Prochnau hatte seinerzeit reklamiert, an Bluthochdruck erkrankt und auf die ihm ärztlich verschriebenen Medikamente angewiesen zu sein.
Seither entwickelte sich in der Seniorenleichtathletik ein besonderes Problembewusstsein für die Dopingproblematik und die Notwendigkeit, bei ärztlich verschriebenen Medikamenten unbedingt genau hinzusehen und im Zweifel Ausnahmegenehmigungen zu beantragen. Über diese TUE ("Therapeutic Use Exemption") wurden die Seniorenleichtathleten anschließend vielfach und umfangreich informiert. Vor allem der europäische Leichtathletikverband zeichnete sich dabei aus. Trotz dieser umfangreichen Informationen und des allgemein gestiegenen Problembewusstseins wurde die Sperre jetzt nur halb so lang bemessen. (Quelle: eigene Recherchen und www.leichtathletik.de, 06.11.06)
Die 76-jährige Melitta Czerwenka-Nagel ist nach ihrer Wahl zur diesjährigen IAAF-Best Masters nun auch Europas Seniorenleichtathletin des Jahres 2006. Das Präsidium des europäischen Senioren-Leichtathletikverbandes EVAA traf die Wahl auf seiner Sitzung am vergangenen Sonntag in Frankfurt. Neben der Deutschen wurde der britische Geher Arthur Thomson (M70) zum europäischen Seniorenleichtathleten des Jahres gewählt.
Nach der Wahl hieß es, keine andere Mastersathletin habe in einem einzigen Jahr so viele Stadion- und Hallenweltrekorde aufgestellt wie die Saarbrückerin. Zurzeit hält sie acht Weltrekorde ihrer Altersklasse W75, nämlich die Bestleistungen im 10km Straßenlauf, über 800m in 3:28,73min, 3000m (14:26.01min), 5000m (24:32,98min), 10000m (50:00,93min) und im Halbmarathon (2:00:03h). In der Halle lief sie bei der Masters-WM in Linz zwei Weltrekorde, nämlich die 800m in 3:31,94 und 6:47,04min über 1500m.
Der 70-jährige Arthur Thomson (GBR) stellte in diesem Jahr drei Weltrekorde auf: Im Straßengehen über 20km in 1:56:44h und über 30km in 2:52:47 h und im 5000m Bahngehen in 26:01,52min. (04.11.2006)
126 mal sind im laufenden Jahr neue Europarekorde der Leichtathletik-Masters aufgestellt worden. Ivar Söderling, Statistiker des Europäischen Leichtathletikverbandes der Senioren EVAA, hat dabei ermittelt, dass da von 70 davon auf die Seniorinnen und 56 auf die Senioren entfallen. Die meisten neuen Bestmarken, nämlich 42% haben die Athleten der Altersklassen 70+ erreicht, 45 neue Rekorde (35%) entfielen auf die 45 bis 69-Jährigen und 29 (23%) wurden in den Altersklassen 35 und 40 aufgestellt.
Noch mehr Statistik der Statistik: Es gab in diesem Jahr 51 Stadionrekorde (26W und 25W), bisher 63 Hallenbestleistungen (24M und 39W) und 11 Europarekorde in den Nonstadiawettbewerben (6M und 5W). Eine Übersicht der aktuellen Rekorde findet sich auf der Internetseite der EVAA unter dem Menupunkt "Records". (01.11.2006)
Claudia Dreher (*1971, Gänsefurther Sportbewegung) verpasste am Sonntag beim Frankfurt-Marathon als Vierte nur um einen Platz das Treppchen. Daniel Leunig hat sich für leichtathletik.de nach dem Rennen mit der Läuferin der Gänsefurther Sportbewegung unterhalten.
Wie ist das Rennen aus Ihrer Sicht verlaufen?
Claudia Dreher: Ich habe gleich gemerkt, dass ich ziemlich müde Beine habe. Das ist dann im Rennverlauf immer schlimmer geworden. Zwischen Kilometer 37 und 41 hat es dann richtig wehgetan, aber so ist ein Marathonlauf eben.
Als die Norwegerin Kirst Melkvik Otterbu vorbeizog, dachten Sie da, Sie könnten vielleicht noch einmal anschließen?
Claudia Dreher: Nein, zu diesem Zeitpunkt war mir eigentlich sofort klar, dass nichts mehr zu holen sein würde.
Was war Ihr Ziel vor dem Rennen?
Claudia Dreher: Ich wollte eigentlich unter 2:32 Stunden bleiben, um die WM-Qualifikation zu schaffen.
Wie können Sie das Rennen nun insgesamt bewerten, auch wenn es nicht zu einer solchen Zeit gereicht hat?
Claudia Dreher: Ich bin nicht unzufrieden, denn 2:32:22 Stunden ist wirklich keine schlechte Zeit. Vor allem nach meinem EM-Rennen in Göteborg (Schweden), wo ich richtig auf dem Zahnfleisch gegangen bin, bin ich heute doch sehr froh. Das ist ein prima Abschluss, aber jetzt ist definitiv Erholung angesagt!
(Quelle: www.leichtathletik.de, 29.10.2006)
Zwar wiederholte beim Frankfurt Marathon am Sonntag Kenias Wilfred Kigen seinen Vorjahressieg und lief mit 2:09:06 Stunden die zweitschnellste Siegzeit in der Geschichte des ältesten westdeutschen Stadtmarathons. Aus Masterssicht drückten jedoch die W35-Läuferinnen dem Lauf den Stempel auf. Gleich drei Athletinnen dieser Altersklasse lagen am Ende vorn. Die 36-jährige Russin Svetlana Ponomarenko gewann nach 2:30:05 Stunden und stellte eine persönliche Bestzeit auf. Zweite wurde überraschend die ein Jahr jüngere Norwegerin Kirsten Melkevik Otterbu in 2:31:20 vor Hafida Izem (*1979, Marokko/2:31:30). Als Vierte sorgte Claudia Dreher (*1971) für das deutsche Highlight beim Frankfurt-Marathon. Die Athletin der Gänsefurther Sportbewegung rannte 2:32:22 Stunden, hatte dabei jedoch auch Pech: Denn sie verpasste damit die Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die WM 2007 in Osaka um 22 Sekunden.
Beim Jubiläumsrennen in Frankfurt gingen bei phasenweise windigen und am Ende warmen Wetterbedingungen 11.227 Marathonläufer aus rund 50 Nationen an den Start. Bereits zur Startzeit um 11 Uhr wurden 19 Grad Celsius gemessen. Rahmenwettbewerbe hinzugerechnet, beteiligten sich am 25. Messe Frankfurt-Marathon 17.444 Athleten so viele wie nie zuvor in der Bankenmetropole. Rund 200.000 Zuschauer säumten die Strecke beim Jubiläumsrennen.
Spannend entwickelte sich das Rennen der Frauen. Drei Läuferinnen aus Äthiopien passierten die Halbmarathonmarke in 1:13:36 Stunden mit gut einer Minute Vorsprung vor der späteren Siegerin Svetlana Ponomarkeno (1:14:39): Kutre Dulecha, Deriba Hunde und Robe Tola. Doch keine der drei bei der Hälfte führenden Frauen schaffte schließlich den Sprung auf das Podium. Während auch die zeitweilig alleine führende Kutre Dulecha Hallen-Weltmeisterin über 1.500 m von 2004 deutlich langsamer wurde, kam Svetlana Ponomarenko immer dichter heran. Bei Kilometer 26 hatte sie Hunde und Tola erreicht, zwischen 30 und 35 km dann die Führung von Dulecha übernommen, die am Ende Sechste wurde (2:33:54). Sogar eine Toilettenpause von rund 40 Sekunden bei Kilometer 37 kostete sie nicht die Führung, wohl aber ein Ergebnis unter 2:30 Stunden.
„Ich musste heute ziemlich kämpfen“, erklärte Claudia Dreher, die beim EM-Marathon im August auf Rang elf gelaufen war. Nach der ersten Hälfte lag sie, in einer auf sie abgestimmten Gruppe rennend, auf dem fünften Rang (1:14:45). „Danach wurde es zeitweilig schwer, auch aufgrund des Windes. Doch bei 33 km fühlte ich mich plötzlich sehr stark“, erklärte Claudia Dreher, die plötzlich sogar Chancen auf den zweiten Rang zu haben schien. „Aber bei 37 km kam dann der Mann mit dem Hammer.“ Hinzu kam überraschende Konkurrenz von hinten: Die Marokkanerin Hafida Izem lief zunächst vorbei, dann kam die am Ende sogar noch zweitplatzierte Kirsten Melkevik Otterbu. Die Norwegerin war bis vor einigen Jahren noch nicht einmal eine Leistungssportlerin. Eher zufällig entdeckte die inzwischen 35-Jährige ihr Lauftalent und verbesserte sich nun in Frankfurt auf 2:31:20.
Eine überragende Leistung zeigte auch die W45-Siegerin Elisabeth Müller-Krieg. Die Schweizerin kam als gesamtdreizehnte nach 2:48:24 h ins Ziel. Karin Risch (*1946. LG BEC) gewann zwar in 3:25:06min überlegen und mit schneller W60-Zeit ihre neue Altersklasse, war damit am Ende aber doch rund 10 Minuten langsamer als vor einem Jahr an gleicher Stelle und konnte nicht wirklich zufrieden sein.
Bester deutscher Mann war Ulrich Steidl (SSC Hanau-Rodenbach), der als 34. in 2:24:37 im Ziel war. Steidl, schnellster deutschen Marathonläufer der Jahre 2005 und 2006 und 34 Jahre alt, ist ein eher seltener Gast in Deutschland, denn der Chemielehrer unterrichtet seit mehreren Jahren an einer Highschool in Seattle im US-Bundesstaat Washington. Er blieb am Sonntag allerdings deutlich hinter seiner diesjährigen Bestzeit von 2:16:02h zurück.
Mit einer Überraschung endete die Abschlusspressekonferenz im Hotel Maritim. Renndirektor Jo Schindler präsentierte die Investmentbank Dresdner Kleinwort als neuen Titelsponsor. In Anwesentheit von Dr. Stefan Jentzsch, Vorstand Investmentbanking, fand eine "rot-grüne" Staffelstabübergabe von dem bisherigen Titelsponsor Messe Frankfurt GmbH, vertreten durch Michael von Zitzewitz (Vorsitzender der Geschäftsführung), statt. Der Vertrag mit Dresdner Kleinwort hat eine Laufzeit von fünf Jahren (2007 bis 2011). Im nächsten Jahr werden die Starter in der Börsenmetropole also erstmals beim "Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon" an den Start gehen.
Weitere Reportagen finden sich hier... (Quelle: eigene Recherchen und Artikel des Running News Network - www.runnn.com, 29.10.2006; update 02.11.)
Gedruckt ist jetzt die Ergebnisliste der 2. Hallen-WM in Linz. Nach Mitteilung der Veranstalter von heute wird die Liste in den nächsten Tagen verschickt. Das komplette Ergebnisbuch ist auch online erhältlich. (24.10.06)
Die 20. Auflage des Waldlaufs des Skiclubs der TGS Walldorf sah einen souveränen Sieger. Abdel Graine (Lang-Lauf-Jugenheim) eilte dem Feld schon früh davon und überquerte nach 33:47 Minuten die Ziellinie. Damit war der bereits in der Altersklasse M40 laufende Marokkaner ebenso eine Klasse für sich wie der Crumstädter Jürgen Zehnder, der vor Jahresfrist in 33:37 Minuten die 19. Auflage gewonnen hatte. Heuer war Zehnder nicht am Start, und so dauerte es gut eineinhalb Minuten bis mit Omar Hamdaoui (ebenfalls Lang-Lauf-Jugenheim) nach 35:14 Minuten der zweite Läufer die letzten Meter absolvierte.
Schnellster heimischer Athlet war Marcus Jüch. Der Lokalmatador von der LG Mörfelden-Walldorf folgte als Vierter des Gesamteinlaufs in 35:46 Minuten und Zweiter der Altersklasse M 30. Ebenso Rang zwei, jedoch in der Klasse M 40, belegte Vereinskollege Harald Klein. Er legte die zehn Kilometer im Wald zwischen Walldorf und der Startbahn West des Frankfurter Flughafens in 35:58 Minuten zurück.
Eine gute Vorstellung lieferte nach dem Sieg vergangene Woche bei der Lindensee-Laufserie in Rüsselsheim der Flörsheimer Klaus Wagner ab. Auch in Walldorf hatte der Athlet von der LG Bad Soden-Neuenhain in 38:39 Minuten die Nase in der Altersklasse M 60 vorn.
Platz eins belegte in Walldorf auch Dieter Seibert vom TV Groß-Gerau. Seibert gewann in 39:48 in der M 55. Ein Novum, denn: „Wir haben dieses Jahr erstmals eine Fünfer-Jahrgangswertung“, war vom Organisationsteam der TGS zu erfahren. Zuvor gab es nur eine Wertung in Zehner-Schritten.
Die 154 Teilnehmer des Hauptlaufs nahmen diese Neuerung gerne an. Ebenso freuten sie sich über die flotte Siegerehrung, die nur gut eine halbe Stunde, nachdem die letzten Teilnehmer das Ziel erreicht hatten, im TGS-Sportlerheim stattfand. Bei den Frauen lief Nicole Best (*1967, TV Groß-Gerau) auf dem flachen Kurs, der ausschließlich auf gut ausgebauten Waldwegen verläuft, unangefochten zum Sieg. 38:08 Minuten wies die Ergebnisliste für die vielseitige Athletin aus. „Der Wettkampf war für mich heute nicht so wichtig“, so Best, „hätte ich allerdings gewusst, dass ich noch unter 38 Minuten bleiben kann, hätte ich noch einmal etwas zugelegt“. Rang zwei im Frauenfeld belegte W40-Siegerin Heike Lüdecke (SC Oberursel/ 43:03). Das Podium komplettierte Ulrike Seifert (TuS Griesheim/45:41). (Quelle: www.echo-online.de, 23.10.06)
Die Vereinigung von derzeit zwanzig Meetingveranstaltern in Deutschland hat am Wochenende in Saulheim Uli Hobeck als Präsident der German Meetings einstimmig wieder gewählt. Auch Ludwin Klein (Rehlingen) und Peter Schramm (Eberstadt) wurden als Vizepräsidenten für zwei Jahre bestätigt.
Das Präsidium will in den nächsten Wochen neue Qualitätsstandards definieren, um eine Art Gütesiegel für eigene Mitglieder und Neuaufnahmen zu entwickeln. Die Internationalen Leichtathletik-Wettkämpfe der GM-Mitglieder konnten sich im internationalen Ranking in diesem Jahr wieder sehr gut platzieren, obwohl bei den meisten deutschen Veranstaltern viel kleinere Budgets zur Verfügung stehen.
Neben dem ISTAF als das beste deutsche Meeting (Platz 11) belegte Kassel laut IAAF-Wertungskriterien mit 79.961 Punkten Platz 44 in der Welt. Auch Cuxhaven (54.), Rehlingen (55.), Leverkusen (56.), Cottbus (64.) und Dessau (68.) gehören zu den besten deutschen Meetings im internationalen Vergleich.
Ein entscheidendes Kriterium für die Mitgliedschaft in der Vereinigung German Meetings ist der konsequente Kampf gegen Doping. Auch in Zukunft werden bei allen GM-Veranstaltungen Dopingkontrollen durchgeführt, um das Ringen um einen sauberen Sport zu unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt für die Arbeit im kommenden Jahr ist die verstärkte gemeinsame Vermarktung der Meetings. Für Sponsoren werden homogene Gruppen zusammengestellt (z.B. Top 5 der Vollmeetings, Stabhochsprung- und Wurfmeetings), die für Sponsoren lukrative Werbemöglichkeiten bieten. Nach der erfolgreichen Premiere des DKB-Cups wird dieser bis zur Weltmeisterschaft 2009 in Berlin weiter geführt.
In der letzten Saison wurden bei einzelnen Meetings Regelmodifizierungen getestet. Ziel ist es dabei, in verschiedenen Disziplinen für das Publikum mehr Spannung und Kurzweil zu bieten. Die Auswertung stellte Vor- und Nachteile heraus. Diese Erfahrungen werden in der neuen Saison aufgegriffen und individuell weiterentwickelt. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Straßenläufe „German Road Races“ (GRR) im kommenden Jahr vertieft werden, um mit gebündelten Kräften noch mehr Begeisterung für die Leichtathletik bei der Bevölkerung zu wecken.
Gemeinsam mit Siegfried Schonert und Manfred Mamontow vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) stimmten die German Meetings die Termine und Disziplinverteilung für 2007 ab. Hier wurde bei der Vergabe von Qualifizierungsmöglichkeiten deutscher Athleten für die im kommenden Jahr stattfindende Weltmeisterschaft in Osaka (Japan) ein klares Bekenntnis des Verbandes zu den German Meetings gefordert. Diese bieten den nationalen Athleten beste Bedingungen für den Nachweis ihrer Leistungsfähigkeit und sie sehen sich als Partner für den Verband, was aber auch von diesem öffentlich deutlich gemacht werden sollte.
Einlagewettkämpfe von Masterssportlern, wie sie in den USA längst zum guten Ton bei größeren Leichtathletikveranstaltungen zählen, waren dem Vernehmen nach einmal mehr kein Thema auf der Tagung. (Quelle: www.leichtathletik.de und eigene Recherchen 23.10.06)
Statistik steht im Zentrum einer neuen Webseite zur Masters-Leichtathletik. In einem Beitrag im Internetforum "Best age" auf leichtathletik.de teilt Initiator Martin Gasselsberger schlicht mit: "Ich möchte hiermit meine neue Webseite vorstellen: www.mastersathletics.net . Hier findet Ihr die Senioren Welt Rangliste (Bestenliste) , alle Rekorde, Ergebnisse, Links uvm ..." Der 34-jährige Österreicher Gasselsberger schließt mit seiner Seite eine Lücke, die der Seniorenleichtathletik-Weltverband WMA bisher trotz aller Bemühungen nicht zu schließen vermochte. (19.10.06)
Zahlenmäßig nicht sehr stark war das bayerische Aufgebot bei den Süddeutschen Senioren-Mehrkampfmeisterschaften in Nieder-Olm, doch ein beachtlicher Teil der Teilnehmer aus BLV-Vereinen nahm Medaillen mit nach Hause.
Karl Jakob vom LAZ Obernburg-Miltenberg siegte mit 964 Punkten im Dreikampf der Altersklasse M 65. Das blieb zwar der einzige Titelgewinn, doch bei der Verteilung der Silbermedaillen waren die Bayern ganz stark vertreten.
Zweite Plätze belegten im Fünfkampf Wilfried Heppt (TSV Münnerstadt/2629 Punkte) in der M 40, Wilhelm Kuck (TV Hauzenberg/2075) in der M 45, Georg Kinadeter (TV Hauzenberg/1953) in der M 60, Georg Strasshofer (LG München/1297) in der M 65 sowie Ramona Schulz (LAZ Obernburg-Miltenberg/2506) in der W 40 und im Dreikampf Elisabeth Leopold (LG Forchheim/452) in der W 65. Eine Bronzemedaille gab es für Waltraud Krähe (TSV Penzberg/1985) im Fünfkampf der W 50. (Quelle: blv-sport.de, 16.10.06)
Die Saarbrückerin Melitta Czerwenka-Nagel ist vom WMA-Präsidium in diesem Jahr zur "Best Masters of the Year" gewählt worden. Die 76-jährige Ausdauersportlerin, die in diesem Jahr sechs neue Weltbestleistungen in der W75 aufstellte, setzte sich gegen die gleichfalls nominierten Karla DelGrande (CAN) und Marie Kay (AUS) durch. Sie wird die zum dritten Mal verliehene Auszeichnung auf der IAAF-Gala in Monaco im November entgegennehmen. 2004 war von der IAAF als erster Deutscher der Vaterstettener Ausnahme-Mastersathlet Guido Müller als "Best Masters of the Year" ausgezeichnet worden.
Bei den Männern lag nicht unerwartet Bill (William) Collins vorn und erhält die Auszeichnung. Der (noch) 56-jährige Texaner erhielt deutlich mehr Stimmen als die gleichfalls nominierten Arthur Thompson (GBR) und Hector Mein (NZL). (12.10.06)
Der Deutsche Leichtathletik Verband (DLV) hat erstmals mehr als 900.000 Mitglieder. DLV-Pressechef Peter Schmitt: "Leichtathletik mit ihren Bewegungsformen Jogging und Walking ist nicht nur eine der beliebtesten Freizeitsportarten in Deutschland, auch die organisierte Leichtathletik übt eine große Anziehungskraft auf die Sportinteressierten aus."
Die jetzt abgeschlossene Mitgliedererhebung 2006 des DLV erbrachte das Ergebnis, dass erstmals mehr als 900.000 Menschen eingetragene Mitglieder in den rund 7800 deutschen Leichtathletik-Vereinen und -Abteilungen sind.
Fehlten im Vorjahr nur rund 500 Mitglieder, um diese Grenze zu überschreiten, so liegt die DLV-Mitgliederzahl nach einer weiteren Steigerung um rund 0,8 Prozent im Jahr 2006 bei genau 906.541. Damit ist der DLV weiterhin der fünftgrößte Fachverband im DOSB und kann seit elf Jahren - im Gegensatz zu einigen anderen Sportarten - stetig steigende Mitgliederzahlen aufweisen.
Zurückzuführen sind die Steigerungen der vergangenen Jahre besonders auf einen starken Zuwachs im Bereich der breitensportlich orientierten Senioren/innen. Rund ein Drittel der DLV-Mitglieder ist jünger als 15 Jahre, ein weiteres Drittel zwischen 15 und 40 Jahre alt und das dritte Drittel sind Sportlerinnen über 40 Jahre, heißt es beim DLV, dessen Statistiker auf Wiese Weise die 35-Jahre-Masters-Grenze elegant fünf jahre nach oben schieben.
Größter der zwanzig Landesverbände bleibt Bayern mit 166.562 Leichtathleten vor Westfalen mit 153.380 und Württemberg (112.413). In der Geschlechter-Verteilung haben die männlichen Sportler noch einen hauchdünnen Vorsprung vor den Leichtathletinnen. Wenn sich die Entwicklung der letzten Jahre fortsetzt, kann man erwarten, dass nach der Mitgliedererhebung 2007 erstmals mehr Frauen als Männer Mitglieder in Leichtathletik-Clubs sind. (11.10.06)
Die Routiniers Matthias Körner (*1968, SC DHfK Leipzig) und Carmen Siewert (*1972, Greifswalder SV 04) sind bei den deutschen Marathon- Meisterschaften allen davon gelaufen. Der 38-jährige Körner setzte sich in München überlegen in 2:21:54 Stunden durch. Siewert (34) siegte in Abwesenheit der Europameisterin Ulrike Maisch aus Rostock, die einen Start beim finanziell attraktiven Rennen in Köln vorzog, in 2:47:22 Stunden.
"Dieser Titel ist mir sehr viel wert. Es war anstrengend, aber ich bin überglücklich", sagte Körner im Ziel im Olympiastadion.
Zweiter bei den Männern beim 42,195 Kilometer langen Klassiker wurde Philipp Büttner (*1975, TSV Friedberg-Fauerbach/2:25:13) vor Dirk Schwarzbach (TSV Kirchdorf/2:25:37). Körner hatte die Führung früh übernommen und lief die letzten 17 Kilometer alleine an der Spitze. Als hartnäckigsten Verfolger hatte er lange Zeit Schwarzbach an den Fersen. Dieser wurde jedoch von Büttner noch kurz vor Schluss überholt. Der Zweitplatzierte feierte im Ziel seinen Rang mit einem Handstandüberschlag .
Der im bayrischen Pensberg lebende Dr. Matthias Körner arbeitet als Laborleiter bei einem Pharmaunternehmen und trainiert nach eigenen Angaben zu 99 Prozent alleine. Dabei bringt er es auf ein durchschnittliches Pensum von 130 Kilometer die Woche. "Es ist schwierig, Beruf und Laufen unter einen Hut zu bringen, aber ich habe fleißig trainiert", sagte Körner, der 2000 in Duisburg schon einmal Marathon-Meister war. Mit dem Team seines Vereins SC DHfK Leipzig sicherte er sich zudem den Titel in der Mannschaftswertung.
M 40-Sieger Guido Hermes (*1964, PSV GW Kassel) zeigte bei seinem AK-Sieg als Gesamtelfter in 2:30:51h eine gute Leistung, war allerdings doch knapp 3 Minuten langsamer als vor einem Jahr bei seinem M40-Erfolg in Frankfurt. Jürgen Theofel (*1958, FV Wallau) verteidigte in 02:32:25 seinen M45-Vorjahressieg, sehr knapp vor dem starken Rainer Billig (*1961, TV Roetgen, 02:32:36). Der hoch gehandelte Uwe Hartmann (*1959, LC Saucony Saar, 2:42:32h) brach im letzten Drittel des Laufes ein und wurde nur 6. seiner Altersklasse. Noch schlimmer erwischte es den M45-Mitfavoriten Anton Gröschl (*1959, Post Telekom-SV Rosenheim), der ausstieg. Herbert Vogg (*1954, TG Viktoria Augsburg) verteidigte in 2:42:03 h seinen M50-Titel des Vorjahres. Damit war er allerdings rund zwei Minuten langsamer als 2005. Die gleiche Zeitspanne schneller war Martin Wahl (*1950, WSV Oberhof, 2:43:24h), der erneut die M55-Meisterehren errang. In starken 2:52:56 h wurde Wolfgang Ahrens (*1946, LC Aichach) neuer M60-Marathonmeister.
Mit Carmen Siewert siegte bei den Frauen die Favoritin - allerdings in einer mäßigen Zeit. "Auf den letzten Kilometern habe ich nur noch gedacht, dass ich deutsche Meisterin werden kann", sagte die letztjährige Vizemeisterin. "Und ich habe gehofft, dass mein angeschlagenes Knie hält." Zweite wurde bei idealen Bedingungen Andrea Stengel (*1971, LG Domspitzmilch Regensburg) in 2:48:52 Stunden vor Anke Holljesiefken (*1973, Spiridon Frankfurt, 2:48:57), die in dramatischen fünf Schlusskilometern wie ein D-Zug auf die beiden vor ihr laufenden Regensburgerinnen auflief, in einem beeindruckenden Endspurt im Olympiastadion Monika "Mikki" Hirt (*1974, LG Domspitzmilch Regensburg) eingangs der letzten Stadionkurve passierte, dann aber gegen Andrea Stengel passen musste.
Mitfavoritin Ulrike Hoeltz (*1961) gewann zwar überlegen und weit vor W40-Siegerin Gaby Schöffmann (*1962, LG Domspitzmilch Regensburg, 2:58:59h) die W45-Altersklassenwertung, konnte jedoch trotz guter Zeit von 2:56:39 h nicht in die Gesamtentscheidung eingreifen. Sie wurde schließlich mit rund 9 Minuten Rückstand auf die Siegerin Gesamtvierzehnte.
Einen starken Auftritt absolvierte in München W55-Siegerin Liane Muschler( SC DHFK Leipzig, 3:10:38h); die W50 gewann in deutscher Jahresbestzeit von 3:05:30h Gabi Celette (*1956, LC asics Rehlingen); Favoritin Anne Fischer (*1955, ATS Cuxhaven) stieg im zweiten Teil des Laufes aus.
Insgesamt kamen beim 21. München-Marathon 6641 Läufer ins Ziel. Auch in den kommenden zwei Jahren finden die deutschen Marathon-Meisterschaften aufgrund einer Vereinbarung zwischen dem DLV und dem Veranstalter in der bayrischen Landeshauptstadt statt. Bereits im nächsten Jahr wird es zu Änderungen kommen. Marathonchef Gernot Weigl: „Eigentlich war es ein guter Marathontag für München. Doch wir werden uns auf den nunmehr 10.400 Startern einschließlich der 1800 Läufer bei den erstmals angebotenen 10 km nicht ausruhen, sondern für 2007 die Strecke verändern. Wir werden im Uhrzeigersinn die Strecke laufen und dabei den Englischen Garten komplett aussparen. Das hat vor allem den Vorteil, dass wir gerade den zur Mittagszeit in der Innenstadt verweilenden Touristen eine zusätzliche Attraktion bieten können, was sicherlich zu einem stärkeren Stimmungshoch führen dürfte.“(Quelle: eigene Recherchen und sportgate.de, 09.10.06)
Seit zwei Jahren wählt der Leichtathletik-Weltverband IAAF am Saisonende auch den "IAAF-Best-Masters of the Year" und erkennt damit besondere Leistungen in der Seniorenleichtathletik an. Die so ausgezeichneten Athleten, eine Frau und ein Mann, werden im Rahmen der . Unter dem Vorsitz von Chefstatistiker Ivar Söderlind hat die zuständige Rekordkommmission jetzt neben dem überragenden britischen geher Arthur Thomson (M70), der über 10km, 20km und 5000m Bahngehen neue Weltrekorde aufstellte und bei der EM in Posen drei Titel errang, die Deutsche Seniorenmeisterin Melitta Czerwenka-Nagel (*1930, LAG Saarbrücken) nominiert.
Die 76-Jährige Saarbrückerin Melitta Czerwenka-Nagel ist nach ihren diesjährigen Weltrekorden die herausragende Läuferin der Altersklasse W75. Sie stelle vier neue Stadion-Weltrekorde über 800m (3:28,73min), 3000 m (14:26,01 min), 5000 m (24:32,98 min) und im Halbmarathon (2:00:03h) auf und verbesserte die Weltbestleistungen in der Halle auf 3:31,94 min über 800m und 6:47,04min über 1500m. Bei der Hallen-WM im Frühjahr in Linz gewann sie in den Laufwettbewerbe drei Goldmedaillen.
Erst mit 48 Jahren begann die Deutsche aus Tschechien mit der Leichtathletik. Ihren ersten Wettkampf absolvierte sie gar erst mit 60. Das Laufen hat Melitta Czerwenka-Nagel „auch über schwierige Lebenslagen hinweg geholfen", und sie sagt „Für mich ist der Sport eine kolossale Selbstbestätigung“. Bis zu vier Mal pro Woche ist die pensionierte Lehrerin an die 50 km mit einer gemischten Trainingsgruppe in Saarbrücken am Waldhaus unterwegs. Selbstdisziplin und Freude an Leistungen sind die Motivation der Grand Dame der europäischen Senioren-Leichtathletik, die für die bevorstehenden Weltmeisterschaften in Riccione und Clermont-Ferrand noch große Ziele hat.
Aus Nordamerika sind inzwischen für die IAAF-Auszeichnung Bill Collins (USA) und Karla del Grande (CAN) nominiert worden, auch sie außergewöhnliche Mastersathleten. Der Texaner Collins dominierte die Sprints der M50 bei der Hallen-WM in Linz, wo er über 60m und 200m neue Weltrekorde aufstellte. Auch die Kanadierin del Grande, große Konkurrentin der Usingerin Dagmar Fuhrmann, war in Linz die überragende Sprinterin ihrer Altersklasse W50 und lief über dabei 400m einen neuen Hallenweltrekord.
Die Auszeichnung "IAAF Best Masters of the Year" wird von der IAAF im Rahmen einer Gala-Veranstaltung im November in Monaco verliehen. (09.10.06)
Der Deutsche Leichtathletik-Verband bietet in Kooperation mit Nike für Lauftreffleiter und -teilnehmer wieder einen Lauf-Treff-Workshop an. Der Workshop wird nicht nur für LAUF-TREFF-Leiter und -Betreuer veranstaltet, sondern richtet sich auch gezielt an alle Laufinteressierte. Die Teilnehmerzahl ist auf 200 beschränkt.
Die beiden Veranstaltungen sind in Regensburg (28./29.10.06) und Duisburg (25./26.11.06).Die Teilnehmer erwartet ein umfangreiches Themen- und Informationsangebot, das von fachkundigen Referenten vermittelt wird. Insgesamt werden drei Hauptreferate geboten sowie 10 Arbeitskreise, aus denen drei frei wählbar sind. Für jeden Interessierten Läufer wird etwas Neues parat gehalten. Auch als Fortbildungsveranstaltung eignet sich die Veranstaltung.
Nähere Informationen zu den Workshops unter www.leichtathletik.de oder Tel: 06151-770853. (06.10.06)
Wolfgang Schad, Präsident des Hessischen Leichtathletikverbandes HLV, hat gestern in einem Interview mit der FAZ zum aktuellen Dopingfall Hella Böker Stellung genommen. Er wählte dabei ungewohnt deutliche Worte und unterstrich die These des Interviewers, Antidpoing-Prävention sei "verschwendete Energie", weil die älteren Herrschaften eigentlich wissen sollten, worum es geht.
Die Nordhessin will offenbar die drohende Sperre nicht klaglos akzeptieren. Denn sie wird inzwischen im laufenden DLV-Disziplinarverfahren durch den Heidelberger Rechtsanwalt Michael Lehnert vertreten. Der Jurist gilt als Experte in Dopingfällen. In der Vergangenheit hat er unter anderem Olympiasieger Dieter Baumann vertreten. Hier auszugsweise das FAZ-Interview von gestern
FAZ (von Uwe Martin): Öffentlich ist der Fall Hella Böker. Die Senioren-Leichtathletin vom Tuspo Borken hatte eine positive Dopingprobe und ist vom DLV suspendiert worden. Was war Ihr erster Gedanke, als Sie davon gehört haben?
W. Schad: Ich war völlig fassungslos. Die Frau ist seit Jahrzehnten eine beständige Athletin, Welt- und Europameisterin und hat immer wieder Bestleistungen geworfen. Den Dopingvorwurf hat Hella Böker letztlich eingestanden, weil sie auf die Analyse der B-Probe verzichtet hat. Ich werde mich mit meiner Vizepräsidentin Anja Wolf-Blanke noch absprechen und beabsichtige, Hella Böker einen offenen Brief zu schreiben. Das ist nun eine ganz andere Dimension und Diskussion, wenn eine Frau im Alter von 65 Jahren zu Dopingmitteln greift. Ich unterstelle einfach mal, dass es so war. Deshalb bin ich stocksauer, so etwas ist unfassbar. Es gibt auch Meinungen, sie habe eine Krankheit und müsse Medikamente nehmen. Das lasse ich nicht gelten. Wenn dem so sein sollte, muss sie das vorher anmelden.
FAZ: Prävention dürfte verschwendete Energie sein. Die älteren Herrschaften sollten eigentlich wissen, worum es geht.
W. Schad: Korrekt. Aber der Forderung nach der rückwirkenden Streichung sämtlicher Rekorde von Hella Böker aus den Bestenlisten, wie sie von einige gefordert wird, kann der HLV (= Hessischer Leichtathletik-Verband -Anm. der Redaktion-) aus juristischen Gründen nicht nachkommen. Aber witr werden uns mit Experten beraten und überlegen, ob wir bei all ihren HLV-Bestleistungen mit einem Kreuz vermerken, dass sie am Tag X des Dopings überführt wurde. Und der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) macht im Anti-Doping-Kampf ja auch mobil, nimmt eine begrüßenswerte Vorreiterrolle ein. So sollen jetzt von den Landesverbänden Anti-Doping-Beauftragte berufen werden. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung -FAZ- vom 05. 10. 2006; 06.10.2006)
Auch wenn die Wetterprognosen nichts Erwärmendes versprechen, für die Marathonszene steht nach dem Berlin-Marathon erneut ein heißes Wochenende bevor. Beim München-Marathon stehen knapp 8000 Teilnehmer an der Startlinie, darunter 1029 bei den "eingebetteten" Deutschen Meisterschaften. In Köln werden es gar 13.500 Marathonläufer sein, 6000 Halbmarathonläufer kommen dazu.
In München hat dabei die zweite Reihe gute Chancen, denn die DLV-Stars starten woanders: Eich, Beckmann und Steidl bzw. Maisch, Zaituc, Dreher, Kraus und Co. sind in der bayerischen Landeshauptstadt aus den unterschiedlichsten Gründen nicht dabei. Eine deutsche Meisterschaft ist nicht mehr attraktiv, vor allem dann nicht, wenn heute Spitzenleistungen nur unter halbwegs professionellen Bedingungen machbar und mit dem entsprechenden Preisgeld verbunden sind. Schließlich lockt die Konkurrenz in Berlin, Köln oder Frankfurt mit stattlichen Verdienstmöglichkeiten.
So bewerben sich in München bei den Frauen nicht die Profis sondern engagierte Amateure um den Titel, etwa inzwischen auch dem Berglauf zugeneigte Submasterin Carmen Siewert (*1972, Greifswalder SV 04) oder die erfahrene Seniorin Ulrike Hoeltz (*1961, LSG Karlsruhe) und ihre Mannschaftskollegin Dr. Susanne Brema (*1970). Titelambitionen haben auch die Regensburger Masters-Läuferinnen. Angeführt von der letztjährigen München-Siegerin Cornelia Firsching greifen die Regensburgerinnen Andrea Stengel und Gaby Schöffmann, Favoritinnnen in der W35 und W40, nach Edelmetall. Kommt die Regensburger Seniorin Nummer drei, Bettina Strobl, einfach nur anständig durch, winkt zusätzlich Platz 1 in der Seniorinnen-Mannschaftswertung.
In der W50 und W55 sind die Titelverteidigerinnen Anne Fischer (*1955, ATS Cuxhaven) und Brigitte Ziegler (*1950, LSF Münster) klare Favoritinnen, ebenso wie Neu-60erin Karin Risch (*1946, TSV Eschollbrücken-Eich), gegen die es die letztjährige W60-Meisterin Ingrid Nachtmann (*1944, VfB Salzkotten) sehr schwer haben dürfte.
Wer wird bei den Männern Deutscher Meister? Titelverteidiger Dirk Nürnberger fehlt neben den bereits genannten besten Deutschen, zudem bevorzugt der Leverkusener Mario Kröckert in Essen die feine Baldeneysee-Strecke am nächsten Wochenende. So dürfte neben Ex-Hindernisläufer Dirk Schwarzbach (TSV Kirchdorf) einer aus dem Kreis Tobias van Ghemen (Darmstadt), Christian Dirscherl (Donau-Ilm), Jürgen Austin-Kerl (Kassel), Matthias Körner (Leipzig), Torsten Matthes (Halle), Philipp Büttner (Friedberg-Fauerbach) oder Sascha Diehr (Wolfsburg) zum Meistertitel kommen.
Jürgen Theofel (*1958, FV Wallau) will in der M45 einen Titel aus dem Vorjahr verteidigen, als er sich erst nach Zielfotoentscheid gegen Anton Gröschl (*1959, Post Telekom-SV Rosenheim) durchsetzte. Gröschl will die Revanche, und aussichtsreicher Dritter in dieser spannenden Altersklasse ist Uwe Hartmann (*1959, LC Saucony Saar), der nach seinem Ausstieg 2005 diesmal nicht nur in's Ziel kommen will.
Parallel findet der Köln-Marathon statt. Unter dem Titel „Ganz Köln läuft“ ist es am Rhein gelungen, mehr Läufer als in München zu mobilisieren. Mit 25.478 Anmeldungen konnte bereits vor dem Marathon-Wochenende die Höchstbeteiligung (25.135) aus dem Jahr 2003 gesteigert werden. Weitere Zuwächse durch Last-Minute-Entscheidungen sind wahrscheinlich. Für die Marathondistanz haben sich 13.505 Läufer entschieden, die sich nicht nur über die Streckenkorrektur am Kölner Dom freuen dürfen.
Die frühere EM-Marathon-Zweite und vielfache Deutsche Meisterin Luminita Zaituc hat sich für einen Start in Köln entschieden, ebenso die Sensations-Europameisterin von Göteborg, Ulrike Maisch. „Mal sehen, was da überhaupt noch geht“, gestand die Rostockerin am Rande des Berlin-Marathon, als sie in der ARD-Live-Übertragung am Mikrophon Rede und Antwort stand, und zielte dabei vornehmlich auf die äußerst kurze Regenerationsphase nach ihrem Husarenstück von Göteborg ab.
Letzte Informationen für München und für Köln (Quelle: Wilfried Raatz/RUNNN.com, eigene Recherchen, 05.10.06)
Einen ganz starken Auftritt hat jetzt der DLV-Landesverband Rheinland im Internet. Nach einer Überarbeitung ("relaunch") seiner Webseiten überraschen farbenfrohe, klar gegliederte Seiten mit vielen Informationen. Bemerkenswert aus Seniorensicht: Eine eigene Webseite im vorliegenden Menu, auf die wir Amateure von masters-sport.de einfach neidisch sind. Bleibt nur zu hoffen, dass auch die Inhalte ständig gepflegt werden. Mehr... (03.10.06)
Mit erstklassigen Leistungen haben deutsche Mastersathleten bei der 6. Senioren-Berglauf-WM im schweizerischen Wallis auf sich aufmerksam gemacht. Wie schon bei der EM im Mai in Unterharmersbach trumpfte Berglaufneuling Werner Schanné (*1935, LG Wetzlar) auch auf dem 7,9km langen Kurs in Saillon-Ovronnaz (Video auf der Webseite des Veranstalters) auf und gewann mit fünf Minuten Vorsprung die Altersklasse M70.
Einen dreifachen Erfolg feierten die deutschen W65-Seniorinnen mit Bärbel Berghaus (*1940, Solinger LC, 1:07.28,7), Barbara Wolf (*1941, TG Viktoria Augsburg, 1:15.44,4) und Dipl.-Bibliothekarin Marie Zollmann (*1941, LAG Siegen 1:20.39,8). In der W60 gewann Gerlinde Schmittner (*1945, TV Ochsenfurt 1:01.32,1 ) vor Leni Bauer (*1945, LC Aichach 1:04.23,0). Zwischen W55-Siegerin Marianne Spronk (*1948, SV Viktoria Goch 1:02.26,4 ) und Luise Winkler Luise (*1951, D-Gersthofen 1:06.28,5) schob sich noch die Schweizerin Béatrice Pernet (*1949, CH-Lausanne 1:05.38,2).
Die jüngeren Altersklassen mussten 9,5km zurücklegen. Die Strecke führt vom malerischen Saillon durch Weinberge hinauf zur Farinet-Schlucht, über eine Hängebrücke durch das Dorf Plan Charrat, dann auf einer Straße ein Stück bergab, anschließend steil auf einer Straße nach oben, quer über einen Wiesenhang, über eine flache Forststraße zum durch einen Wald führenden steilen Schlussanstieg, bevor die letzten 400 Meter flach in das sehr gepflegte Stadion führten. in der W45 setzte sich Favoritin Marie-Luise Heilig-Duventäster (*1961, LG Welfen) in 59.18,4 durch; sie wurde dabei überraschend hart von der diesjährigen Dritten des Freiburger Halbmarathons Barbara Imgraben (*1961, TV Britzingen 59.29,1) gefordert, die sich das Rennen optimal eingeteilt hatte und Silber holte.
Keinen Erfolg hatte Europameisterin Anne Fischer (*1956, ATS Cuxhaven). Sie verpasste in 1:10.44 knapp eine Medaille. Die Langstreckenläuferin kam in ihrer Altersklasse W 50 auf den undankbaren vierten Platz.; es gewann die Tschechin Blanka Paulu (EM-Dritte) in einer Zeit von 1:08:23 Stunden.
Darüber hinaus gab es Mannschaftsgoldmedaillen für deutsche Teams in den Klassen M55 (Reinhart Vogler, Rudolf Pletzer, Siegfried Blum), W55 (Marianne Spronk, Luise Winkler, Irmgard Olma) und W45 (Marie-Lusie Heilig-Duventäster, Barbara Imgraben, Elisabeth Henn). Alle Resultate hier... ( weiterer Bericht hier; 25.09.06, update 05.10.)
Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat sich für ein nationales Anti-Doping-Gesetz ausgesprochen. In einem Grundsatzpapier zur Dopingbekämpfung bittet er die Bundesregierung um Unterstützung. Der Sport könne nur durch erweiterte staatliche Verbote ausreichend geschützt werden, erklärte der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV), Clemens Prokop. Dies erfordere, dass der dopende Sportler zum "Subjekt strafrechtlicher Ermittlungen" werde. Die jüngsten Dopingfälle hätten den Sport in eine Glaubwürdigkeitskrise geführt. Ohne eine glaubwürdige und effiziente Bekämpfung des Dopings werde der Sport keine Zukunft haben, heißt es in dem Papier.
Nach Einschätzung des DLV leiste der Sport derzeit nur eine unzureichende Dopingbekämpfung. Der offiziellen Statistik der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) zufolge, wurden im Jahr 2005 bei cirka 9000 zu kontrollierenden Athleten nur 4482 Trainingskontrollen durchgeführt. Dies bedeute einen Quotienten von 0,5. Bedenke man, dass Top-Athleten etwa 5-6 mal pro Jahr im Training kontrolliert werden, verschiebe sich der statistische Quotient für viele Athleten noch nach unten.
Zudem hätten die staatlichen Ermittlungen in den Fällen Balco (USA), Eufemiano Fuentes (Spanien) und Thomas Springstein (Deutschland) gezeigt, dass Top-Athleten trotz ihrer Einbindung in Kontrollsysteme des Sports über Jahre hinweg unentdeckt Dopingmittel einnehmen konnten.
Gleichzeitig hat der Freistaat Bayern den Entwurf eines Anti-Doping-Gesetzes vorgestellt. Neben der "Verfolgung und Bestrafung der Drahtzieher" soll künftig auch der dopende Sportler selbst strafrechtlich belangt werden. Die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) bezeichnete den Entwurf als "Meilenstein im Kampf für einen sauberen Sport" und sagte: "Der Sportler ist es, der Dopingmittel und Dopingmethoden anwendet. Der Sportler ist die Zentralgestalt des Geschehens. Will man effektiv gegen Doping vorgehen, dürfen wir die Zentralgestalt strafrechtlich gesehen nicht einfach ausblenden."
Der bayerische Gesetz-Entwurf sieht für Doper Strafen bis zu fünf Jahren Gefängnis für den Straftatbestand "Sportbetrug" vor. Danach muss ein Sportler, der bei einem Wettbewerb gedopt ist, mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe rechnen. Schon der Besitz von Dopingmitteln soll nach dem Willen der Bayern künftig strafbar sein. Mit einer neuen Kronzeugenregelung will Bayern zudem für Doping-Sünder einen Anreiz schaffen, bei der Überführung von Hintermännern mitzuhelfen. So soll das Gericht die Strafe eines Angeklagten mildern können, wenn er mit seiner Aussage weitere Straftaten aufdeckt oder verhindert.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will jedoch an der sportinternen Gerichtsbarkeit festhalten. Der Gesetzentwurf treffe in weiten Teilen nicht seine Zustimmung, sagt DOSB-Präsident Thomas Bach. So sei das Thema der allgemeinen Einführung eines Sportbetrugs weder rechtlich haltbar noch zielführend. "Die Sportgerichtsbarkeit bestraft den Athleten hart, effektiv und unmittelbar", begründete Bach. Dem Sportler müsse im Gegensatz zur staatlichen Strafgerichtsbarkeit keine Schuld nachgewiesen werden, allein der Gebrauch von Dopingmitteln und der Nachweis im Körper führe zur Bestrafung. Staatliches Recht könne dies nicht leisten. Thomas Bach sieht daher für den Eingriff des Staates keine Notwendigkeit. Der DOSB-Präsident will vielmehr an der sportinternen Gerichtsbarkeit festhalten und setzte sich damit von der Position des DLV deutlich ab. (Quellen: Die Zeit, zdf 24.09.06)
Im Sommer vor 27 Jahren war das niedersächische Hannover Gastgeber der 3. Senioren-Weltmeisterschaften der Leichtathletik. Die dort erzielten Resultate galten bisher als verschollen. Das hat sich jetzt geändert. Dank des Softwareprogramms Adobe Acrobat, Kanadas Leichtathletikphänomen Ed Whitlock und des "the-one-and-only-Ken-Stone" aus den USA lassen sich die WM-Ergebnisse aus Hannover jetzt im Internet finden.
Der Kanadier hatte dem kalifornischen Masters-Protagonisten jüngst seine Ergebnisliste zur Verfügung gestellt. Nun sind 90 fotokopierte DIN-A4-Seiten gescannt und stehen online zur Verfügung. Ken Stone hat die Liste auf zweierlei Weise ins Internet gestellt: Sowohl als Bilddatei als auch als klassische Datei, in der mit der Suchfunktion von Adobe Reader Namen und Wettbewerbe durchsucht werden können. Schade nur, dass im Original viele Vornamen nicht augeschrieben sondern nur abgekürzt sind. Ein Knaller sind in jedem Fall die letzten drei Seiten. Denn sie enthalten durch die Kopietechnik schon fast künstlerisch wirkende Zielfotos - darunter Ed Wihtlocks 1500m-Zielfoto in der M45. Sie dürften zu den ältesten Bildern der Leichtathletik-Masterswettbewerbe zählen.
Dank Ken Stones Initiative stehen jetzt die Ergebnisse von sechs Masters-WM als pdf-Dateien zur Verfügung: 1975 Toronto, 1977 Göteborg, 1979 Hannover, 1995 Buffalo, 1999 Gateshead and 2001 Brisbane. Die anderen werden angesichts der Energie und Hartnäckigkeit des Kaliforniers sicherlich bald folgen. Mehr... (22.09.06)
Im Leichtathletik-Weltverband (IAAF) hat ein Brief des italienischen Spitzenfunktionärs Luciano Barra für Feuer unter dem Dach und Unruhe gesorgt. Die vehemente Kritik in dem am Dienstag veröffentlichten Schreiben gipfelt in der Forderung nach dem Rücktritt von IAAF-Präsident Lamine Diack (Senegal). «Die Leichtathletik ist ernsthaft krank, vielleicht am Sterben und Sie als Führer müssen dafür die Verantwortung übernehmen», schreibt Barra, der dem Koordinationskomitee der Olympischen Spiele 2004 in Athen angehörte und auch zu den Organisatoren der Winterspiele 2006 zählte. «Man kann über den Brief heftig streiten, aber manche Kritik ist berechtigt», meinte IAAF-Vizepräsident Helmut Digel.
Barra, der viele Jahre lang die rechte Hand des Diack-Vorgängers Primo Nebiolo (Italien) gewesen ist, spart kaum einen Bereich der IAAF-Politik bei seiner Attacke aus. Dazu gehört auch der von Diack - er steht seit November 1999 an der Spitze des Weltverbandes - initiierte Athletics World Plan. Dessen Herzstück ist ein reformiertes globales Wettkampfsystem. «Ihr Athletics-World-Plan- Projekt ist nicht förderlich, die Position unseres Sports im Fernsehen hat sich verschlechtert, das Wettbewerbssystem ist ein Durcheinander und die Investition in dessen Entwicklung hat nichts genützt», so Barra.
Vielmehr sei das Interesse der Öffentlichkeit an der Leichtathletik gesunken, wie er anhand von Fernseheinschaltquoten zu belegen glaubt. So sei die TV-Quote für die dreitägigen Hallen- Weltmeisterschaften von 2003 bis 2006 von 92 auf 58 Millionen Zuschauer gesunken. Auch die Freiluft-WM habe weniger TV-Zuspruch erfahren: Während 2003 die Übertragung des neuntägigen Spektakels aus Paris 503 Millionen Menschen sahen, seien es 2005 aus Helsinki nur 498 Millionen gewesen. «Viele Fakten stimmen allerdings nicht, dazu gehören die Zahlen zu Fernsehen und Marketing», meinte hingegen Digel, der in der IAAF für diese Bereiche verantwortlich ist.
«Die Leichtathletik ist krank. Jeder weiß das», resümiert Barra, der von 1997 bis 2004 Top-Veranstaltungsmanager des europäischen Verbandes EAA gewesen ist. «Die gegenwärtigen 'Doktoren' sind nicht in der Lage, die Krankheit zu bekämpfen und deshalb gibt es nur zwei Möglichkeiten: sterben oder die Doktoren auszuwechseln.» Denn die wichtigen Aktivitäten der IAAF in den vergangenen Jahren hätten im Namen von Demokratie und Transparenz zerstört, was Nebiolo aufgebaut habe. Der Italiener hatte die Kommerzialisierung der Leichtathletik vorangetrieben und die Kasse der IAAF gefüllt.
Auch aus diesem Grund fordert Barra den 73-jährigen Diack auf, den Rückzug anzutreten. «Entscheide nun und gib die IAAF-Präsidentschaft auf, behalte die Ehrenpräsidentschaft», schreibt er, «aber hilf der IAAF, sich zu häuten und frisches Blut zu erhalten, um den Herausforderungen zu begegnen». Ohnehin sei die Führungsriege zu alt. «Es ist schwierig, von einem bestimmten Alter an noch Visionen zu haben und die junge Generation zu verstehen.»
Ein Jahr vor dem Wahlkongress der IAAF Ende August 2007 in Osaka ist dieser Brief von besonderer Brisanz. Zumal dem Council-Mitglied Minos Kyriakou, ein griechischer Multi-Millionär, ebenfalls Ambitionen auf das IAAF-Spitzenamt nachgesagt werden. Barra allerdings betonte, mit seinem Brandbrief keine Wahlbeeinflussung betreiben und selbst keine Position anstreben zu wollen. «Ich mache keine Kampagne für irgendjemand, sondern setzte mich für Aufklärung der Situation und für einen reibungslosen sowie respektvollen Wechsel ein», sagte Barra, der weiß: «Nach diesem Brief wird man mir keine Akkreditierung für die nächste Weltmeisterschaft geben.» (Quelle: dpa, 23.09.06)

Senioren-Leichtathletin Brigitte Heidrich verlässt zum Jahresende den TSV Stelle und schließt sich dem TSV Eintracht Hittfeld an. Das teilte Wolfgang Spaude, Leichtathletik-Abteilungsleiter und Vereinsvorsitzender des TSV Stelle, am Dienstag in einer Presseinformation mit. Damit ende eine hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem TSV Stelle und der vielseitigen Athletin, hieß es. Seit 1993 hat die heute 45-jährige Stellerin ihren Heimatort in der Leichtathletik weit über die Grenzen des Bezirks oder Landes hinaus bekannt gemacht.
Heidrich sammelte unzählige nationale und internationale Titel in den Sprintdisziplinen bis 400 Meter - Welt- und Europarekorde inklusive. Von 1994 bis 2004 trainierte die zweifache Mutter unter Trainer Ekhard „Eddy“ Küster. In der laufenden Saison entwarf sie ihre eigenen Trainingspläne. „Der TSV Stelle wünscht Brigitte auch weiterhin mit ihrem neuen Verein TSV Eintracht Hittfeld sportliche Erfolge“, heißt es in der Mitteilung abschließend. (21.09.06)
Die Kurorte Saillon und Ovronnaz im Schweizer Kanton Wallis, nahe des Genfer Sees, erleben am kommenden Samstag, den 23. September, eine Weltpremiere für die Masters im Berglauf: Erstmals kommt es zu einer offiziellen Meisterschaft der WMA, die zusammen mit dem Dachverband der Bergläufer (WMRA) kooperiert. Bisher haben 643 Masters aus fünf von sechs Regionen der WMA, die 23 Nationen repräsentieren, sich angemeldet und geben damit der Premiere einen würdigen Rahmen. Fünf Regionen bedeutet: Asien 5 Teilnehmer, Europa 626 Teilnehmer, Nordamerika 5 Teilnehmer, Ozeanien 5 und Südamerika 2. Im Prinzip handelt es sich also um eine Neuauflage der Europa-Premiere Ende April im badischen Unterharmersbach.
Die beiden Schweizer Veranstaltungsorte sind denn auch, entsprechend ihrem Engagement, in die verschiedenen Starts einbezogen. Während die Altersklassen M/W 55 aufwärts in La Vigne à Farinet starten und nur 7,9 km laufen, gehen die jüngeren Masters M/W 35 bis M/W 50 in Les Bains de Saillon an den Start und haben 9,5 km Distanz zu überwinden.
Der DLV ist mit 59 Bergläufern vertreten; unter ihnen auch der "historische Sieger" von Unterharmersbach, Werner Schanné (LG Wetzlar), der Ende April den ersten Sieg in der Geschichte des europäischen Berglaufs überhaupt erringen konnte. Auch Marie-Luise Heilig-Duventester, die Überraschungssiegerin im Schwarzwald vor sechs Monaten, ist gemeldet. Dieses Mal als Favoritin in ihrer "neuen" Altersklasse W 45. In Unterharmersbach fehlten der Deutschen nur wenige Stunden, um in dieser Altersklasse an den Start gehen zu können. Und dennoch gelang ihr damals der Überraschungscoup, als sie die haushohe Favoritin Izabella Zatorska (Polen) sensationell schlug. Dass auch DLV-Berglauf-Koordinator Wolfgang Münzel an den Start, ist mittlerweile Normalität.
Offizieller Repräsentant der WMA wird Josep M. Antentas sein, der neue EVAA-Manager "Berglauf/Ultra"; Antentas will die Gelegenheit für die EVAA nutzen, um weitere Kandidaten für die 2. Berglauf-EM in zwei Jahren anzusprechen. Bislang hat der Spanier Antentas drei feste Kandidaten für die Entscheidung 2008. Die Idee, zusammen mit der WMRA eine gemeinsame Meisterschaft auszutragen, stammt übrigens aus dem Jahre 2004, als der verstorbene IAAF Generalsekretär Istvan Gyulai die damals Verantwortlichen im Masters Sport, Torsten Carlius (WMA) und Dieter Massin (EVAA) mit Danny Hughes (WMRA) an einen Tisch holte und seine Vorstellungen zur Gemeinsamkeit unterbreitete. Mit Erfolg, wie man sieht.
Hier weitere aktuelle Infos ... (21.09.06)
Die seit Wochen mit Spannung erwartete TV-Präsentation der masters-Leichtathleten Friedrich Mahlo und Margarethe Strüven gibt es am mittwochabend auf Stern-TV zu sehen. Um 19.00 Uhr gibt es in den RTL-Nachrichten einen kleinen Appetithappen. Die Verantwortlichen berichten mit durchweg positivem Grundton: Beide Seniorensportler werden als "Senioren-Supersportler" betitelt.
Mahlo sei "topfit auch noch mit 94 Jahren", eben ein "Senioren-Superstar". Friedrich Mahlo, schreibt Stern-TV in seiner Ankündigung, "ist Leichtathlet. Wenn er die 100 Meter läuft, hält das Publikum den Atem an. Weniger wegen der Zeit von meist knapp unter 20 Sekunden. Alle fragen sich: Wie kann der Mann nur so schnell rennen - in diesem Alter? Denn Friedrich Mahlo ist 94 Jahre alt, und als solcher einer der Stars der Senioren-Supersportler-Szene. Ebenso wie Margarethe Strüven, deren Alter - 83 Jahre - an dieser Stelle einmal ganz uncharmant verraten werden muss."
Die Rennen der Rüstigen: Günther Jauch macht mit Margarete Strüven und Friedrich Mahlo live den Fitnesstest im Studio. Mittwochabend um 22.15 Uhr auf RTL. (20.09.06)
Gänzlich kritiklos hat sich die Leichtathletikabteilung des Tuspo Borken in dieser Woche hinter Vereinsmitglied und Dopingsünderin Hella Böker (W65) gestellt. Auf der Internetseite des Vereins setzte sich Abteilungsleiter Ralf Köhne nicht etwa mit dem Verhalten seiner Athletin auseinander sondern verlautbarte kurzerhand: "Mit Bestürzung müssen wir die Suspendierung durch den DLV zur Kenntnis nehmen."
Der Funktionär ungeachtet des Dopingtatbestandes weiter: "Wir haben Hella Böker als faire und aufrichtige Sportlerin kennen und schätzen gelernt. Daran ändert die aktuelle Sachlage nichts. Wir wissen, dass Hella immer für den sauberen Wettkampf ohne jede Manipulation eingetreten ist und weiter eintritt. Wir sind fest davon überzeugt, dass ein Dopingverdacht im Zusammenhang mit Ihrer Person völlig abwegig ist." Köhne unterstützt seine Athletin: "Wir wünschen Hella in diesen schweren Tagen viel Kraft und Durchhaltevermögen. Wir stehen an ihrer Seite."
Ralf Köhne bedauerte, "dass ausgerechnet die Einnahme von ärztlich verordneten Blutdruck senkenden Medikamenten zum Nachweis von verbotenen Wirkstoffen führte." Keine Bemerkung enthält die Stellungnahme dazu, dass Hella Böker weder die Vaterstettener Antidoping-Erklärung unterzeichnet hat noch -trotz aller Hinweise - eine medizinische Ausnahmegenehmigung ("TUE") zur Einnahme des angeblich ärztlich verordneten Medikaments beantragt hatte, das den auf der Dopingliste stehenden Wirkstoff Hydrochlorothiazid enthielt.
Inzwischen hat es die Wahlhessin zu trauriger Berühmtheit gebracht. Neben den deutschen Medien von focus bis zum zdf berichtete selbst die führende italienische Tageszeitung "Corriere de la Sera" über den sechsten Dopingfall in der deutschen Masters-Leichtathletik innerhalb weniger Jahre.
Am kommenden Wochenende dürfte die Antidopingpolitik des DLV in der ersten Sitzung des Bundesausschusses "Senioren" durch den neuerlichen Dopingfall besonderes Augenmerk gewinnen. Die Interessengemeinschaft proMasters will eine engagierte Anti-Doping-Kampagne für Masters-Leichtathleten durch den DLV erreichen. proMasters-Aktivist Rüdiger Nickel bringt das Problem provokant auf den Punkt, wenn er sagt: "Doping ist der Tod der Seniorenleichtathletik!" (20.09.06)
Mit dem 33. Berlin-Marathon wird am nächsten Sonntag der spektakulärste deutsche Straßenlauf gestartet. Für das Rennen über die klassischen 42,195 km gibt Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) um 9 Uhr den Startschuss. 39.636 Läufer und Walker aus 105 Nationen werden am Start sein, ein Millionenpublikum wird am Streckenrand stehen. Topfavoriten bei den Männern sind Haile Gebrselassie (Äthiopien) und Sammy Korir (Kenia) während bei den Frauen Gete Wami (Äthiopien) und Salina Kosgei (Kenia) die größten Chancen haben auf die Siegprämie von 50.000 Euro.
Eine zusätzliche Aufwertung erfährt der vom Discounter real gesponserte Berlin-Marathon in diesem Jahr durch die Zugehörigkeit zu den World Marathon Majors (WMM). Zu dieser Premier-League des Marathonlaufes gehören außerdem der BAA Boston-Marathon, der Flora London-Marathon, der LaSalle Bank Chicago-Marathon und der ING New York City-Marathon.
„Wir sind der viertgrößte Marathon der Welt, und unser Ziel ist es, diese Position am Sonntag zu verteidigen“, erklärte der Geschäftsführer der veranstaltenden SCC-RUNNING Events GmbH, Rüdiger Otto. Bezüglich der Begeisterung an der Strecke erklärte er: „Wir werden am Sonntag eine Million Zuschauer haben, so wie bei der Fußball-WM auf der Fan-Meile. Der Unterschied ist nur, dass unsere Fan-Meile 42,195 Kilometer lang ist.“
Neben dem Läuferfeld mit 39.636 Teilnehmern werden 147 Handbiker und 40 Rollstuhlfahrer am Sonntag an den Start gehen. Tags zuvor findet am Sonnabend der Berlin-Marathon der Inline-Skater mit 7.932 Athleten statt.
Haile Gebrselassies Ziel in Berlin wird es sein, zumindest seinen äthiopischen Rekord von 2:06:20 Stunden zu verbessern. Den Weltrekord seines großen Rivalen Paul Tergat (Kenia/2:04:55 in Berlin 2003) hat Gebrselassie sicherlich im Kopf, auch wenn er offiziell dazu nicht konkret werden möchte. Im Feld sein wird am Sonntag der zweitschnellste Läufer aller Zeiten, Sammy Korir (Kenia), der 2003 in Berlin als Zweiter hinter Tergat in 2:04:56 ins Ziel gekommen war. „Trotz des unglücklichen Ausfalls von Olympiasiegerin Mizuki Noguchi werden wir sicherlich auch ein hochklassiges Frauenrennen sehen“, sagte "Race-Director" Mark Milde. Die dreifache olympische Medaillengewinnerin über die Bahn-Langstrecken, Gete Wami (Äthiopien/Marathon-Bestzeit: 2:22:19), trifft auf die Paris-Marathon-Siegerin von 2004, Salina Kosgei (Kenia/2:24:32).
Mit Spannung wird am Sonntag auch der Auftritt von Sonja Oberem erwartet, die ihr Comeback über die 42,195 km laufen will. Die 33-Jährige hatte vor zwei Jahren in Berlin mit einem dritten Platz in 2:26:53 Stunden ihre erfolgreiche Marathon-Karriere eigentlich beendet. Doch nach einer Babypause entschloss sich die Läuferin von TSV Bayer Leverkusen nun, noch einmal einen neuen Anlauf zu nehmen. Mehr... und letzte Infos...(19.09.06)
aktuell: Berlin-Marathon (23.09.06)
Mastersathletin Hella Böker (*1941,TUSPO Borken) ist wegen des Verdachts eines Dopingverstoßes am 15. September 2006 durch den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) suspendiert worden. Die Analyse der am 27.07.06 während der 15. Europameisterschaften der Senioren in Posen (Polen) entnommenen Urinprobe der Athletin ergab das Vorhandensein von Hydrochlorothiazid. Hydrochlorothiazid gehört zur Gruppe der Diuretika und anderer Maskierungsmittel (WADA-Liste der verbotenen Wirkstoffe und Substanzen 2006, S 5).
Die Athletin hat das Ergebnis der A-Probe akzeptiert und auf die Analyse der B-Probe verzichtet. Dies teilte Dr. Anne Jakob, Vorsitzende des DLV- Disziplinarausschusses, am Montag mit und ergänzte auf Anfrage: ""Nach Informationen der Athletin war das Mittel in einem Medikament enthalten, für das sie keine Ausnahmegenehmigung hatte." Hella Böker wird damit voraussichtlich für zwei Jahre gesperrt.
Übrigens: Hella Böker hat die Vaterstettener Anti-Doping-Erklärung nicht unterschrieben! Ein Insider: "Die Doping-Dunkelziffer muß sehr hoch sein, sonst gäbe es bei den angekündigten Kontrollen nicht so viele Treffer.Was käme wohl bei den geforderten unangekündigten Kontrollen auch bei regionalen Ereignissen heraus?"
Böker, die unter ihrem Mädchennamen Ulbricht in den 60-er Jahren Erfolge in der DDR feierte und 1981 in die Bundesrepublik ausreiste, verliert ihre EM-Medaillen von Poznan, wo sie wegen ihres November-Geburtstags in der W60 starten musste. Neben der Goldmedaille im Werferfünfkampf gewann die Wahlhessin dort Silber im Diskus und mit dem Hammer sowie Bronze im Speerwurf und Gewichtwurf. Im Kugelstoßen wurde sie Vierte der Konkurrenz.
Im Werferfünfkampf ist Gudrun Mellmann (*1941, LG Nord-West Hamburg) neue Europameisterin, die auch im Speerwurf auf Platz 3 vorrückt. Die Dänin Kirsten Poulsen (W61) ist neue Dritte im Gewichtwurf. In der Diskuskonkurrenz wird die Lettin Maija Jakobsone (W63) neue Zweite und die Slowakin Eva Polakova (W62) belegt Rang drei. Neue EM-Silbermedaillengewinnerin im Hammerwurf ist Marita Horn (*1943, SSV Planeta Radebeul) vor der neuen Dritten Brunella del Giudice (W63) aus Italien.
Hella Böker werden auch ihre W65-Gold- und die drei Silbermedaillen der DM II in Aachen aberkannt. Im Kugelstoßen rückt Karin Illgen (*1941, LAZ Leipzig)auf Platz 1 gefolgt von Gudrun Mellmann und Brunhilde Ponzelar (*1939, CSV Krefeld). In den anderen Wurfdisziplinen, in denen jeweils das Silberresultat von Hella Böker gestrichen wird, sieht das Ergebnis der DM jetzt so aus:
Diskuswurf 1,00 kg Vor-/Endkampf 06.08.2006
1.Illgen, Karin 41 LAZ Leipzig 31,00 m
28,39 28,48 28,29 30,86 x 31,00
2.Holzknecht, Ingrid 40 LG Elmshorn 27,47 m
26,74 x 25,24 27,47 25,61 25,84
3.Ponzelar, Brunhilde 39 CSV Krefeld 26,92 m
23,10 24,19 25,11 26,92 26,41 25,11
Hammerwurf 3,00 kg Vor-/Endkampf 04.08.2006
1.Mellmann, Gudrun 41 LG Nord-West Hamburg 39,83 m
38,02 39,83 36,47 37,02 x 39,60
2.Schmidt, Brigitte 39 DJK Memmingen 28,35 m
26,93 x x 26,05 28,35 25,92
3.Möller, Beate 39 OSC Berlin 24,83 m
24,83 x x 22,48 x x
Speerwurf 400 g Vor-/Endkampf 05.08.2006
1.Möller, Beate 39 OSC Berlin 28,01 m
25,61 26,21 28,01 26,47 25,55 27,14
2.Bensch, Christa 40 SV Blau-Weiß Auma 26,51 m
26,51 25,28 25,03 24,51 24,99 26,27
3.Illgen, Karin 41 LAZ Leipzig 25,73 m
25,73 x x 25,43 x x
(18.09.06)
Nicht nur in der Männerklasse gab es bei den Landesmeisterschaften im Fünfkampf am vergangenen Wochenende in Hannover knappe Resultate. Die Senioren der Altersklasse M 70 kämpften bis zum Ende. Da endlich hatte der Sieger Horst Schrader vom TuS Celle einen Vierpunkte Vorsprung gegenüber Günter Wieczorek (TuS Ebstorf) herausgearbeitet. Insgesamt 118 Starter aus 50 Vereinen stellten sich den Organisatoren in Hannover.
Die Sieger in den Altersklassen: M 70: Horst Schrader (TuS Celle) 1240 Punkte, M 65: Horst Schäfer (VT Rinteln) 1587 P., M 60: Manfred Arnd (TuS Burgdorf) 1854 P., M 55: Udo Lippoldes (TuS Winnigstedt) 1751 P., M 50: Joachim Hickisch (LAV Zeven) 2262 P., M 45: Heiner Lüers (TuS Westerstede) 2212 P., M 40: Dr. Ted Spitzer (LAZ Celle) 2446 P., M 35: Bernd Giesselmann (Fortuna Wirdum) 2390 P., M 30: Holger Gewecke (TV Lohnde) 2714 P.,
Mannschaften: M60/65: Post SV Buxtehude 3543 P., M50/55: LAV Zeven 5688 P., M 40/45: Osnabrücker TB 6574 P., M 30/35: TV Lohnde 6385 P.,
Frauen: W 50: Karina Gottkekamp (LG Kreis Verden) 1253 P.,W 45:Silvia Jahnke (LG Bremen Nord) 1726 P., W 40: Birgitta Fieger ( Heidmühler FC) 2350 P., W 35: Diana Garde (LG Ganderkesee) 2507 P., W 30: Kerstin Albrecht (Garbsener SC) 2311 Punkte. Alle Resultate hier... (Quelle: NLV-la.de 18.09.06)
Wunderschönes Tessinerwetter begleitete am 9. September die 10. Internationale Schweizer Meisterschaft der Leichtathletik-Masters im Stadio Comunale di Bellinzona, ausgetragen im Rahmen des 8. Internazionale Master Città di Bellinzona. Dem Hauptverantwortlichen und unermüdlichen Responsabile Tecnico, Fedele Borradori, gelang es mit seinen vielen jungen und alten Helfern, wiederum ein Treffen unter Leichtathletikmasters zu organisieren, das dem Namen Internazionale alle Ehre erwies. Leichtathletik-Masters von 30 bis 86-jährig aus unseren Nachbarländern Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich und Italien liessen es sich nicht nehmen, mit Schweizerinnen und Schweizern um die Medaillen (und Käse, Kaffee und Honig) zu laufen, zu springen und zu werfen. Zeitweilig sah es nach einem Länderkampf Schweiz-Italien mit europäischen Gästen aus, bisweilen gar nach einer italienischen Meisterschaft.
Die Organisatoren wurden arg gestresst, als die neu installierte Zeitmessung der Zeitmessfirma streikte und derweil frozzelten die Europäer über die berühmte Schweizer Präzision. Den Organisatoren gelang es aber, die Panne zu beheben und die Laufdisziplinen mit einer Verspätung alle noch durchzuführen, ohne dass bei den technischen Disziplinen eine Verzögerung eintrat. Und dann war da auch noch die Festwirtschaft, die mit reichlichen Speisen aufwarten konnte, feierte man doch an diesem Tag in Bellinzona das Weinfest.
Hier die, an internationalen Massstäben gemessenen, herausragendsten Leistungen:
Hervorragend, wie immer, Bruno Sobrero, ITA, M85, der mit ausgezeichneten 16.42 den 100m-Weltrekord M85 nur knapp verpasste. Bei den M70 sprintete Bruno Kimmel, GER, in 13.65sec sehr schnell. Als starker Nachwuchs entpuppte sich Erich Wigger, M40, vom STV Beinwil mit 11.67 Sekunden. Bei den Frauen waren Pasqualina Cecotti, ITA, W65, mit 15.57 sowie Mehrkampf-Weltmeisterin Marianne Maier, AUT, W60, mit 14.85 Sekunden und die Hürdensprint W35-Europameisterin Lara Zamboni vom einheimischen GA Bellinzona mit 12.55 für die Spitzenleistungen verantwortlich.Die besten Leistungen im Langsprint zeigten Hans Blöchlinger, M70, vom LC Meilen mit 29.43, Stephan Zulauf, M45, vom LV Wettingen mit 24.49 und Erich Wigger, M40 vom STV Beinwil mit 23.92 Sekunden. W45- Weitsprung-Weltmeisterin Ruth Raaflaub, TV Länggasse, erreichte mit 28.22 eine international beachtliche Zeit.
Auf der „Todesrunde“ zeigten Aldo Del Rio, ITA, M60, mit 59.46 und Stephan Zulauf, M45, mit 54.37 Sekunden hervorragendes Stehvermögen. Die beiden M65, Kaspar Scheiber SR Team und Walter Eichelberger, SV Post Zug, lieferten sich über 5000m mit 19:55,04 und 20:01.69 ein packendes Duell, das der ältere Kaspar Scheiber für sich entschied.
5000m Bahngehen: Auch Bernard Binggeli, M60, CMC Lausanne und Roby Ponzio, M55, CM Montey, lieferten sich einen epischen Zweikampf den auch hier der ältere, Binggeli, für sich entschied. 26:41.67 zu 26:46.47. Die beiden Herren taten aber gut daran, sich zu sputen, derweil Serienwelt- und Europameisterin Heidi Mädler, W60, CMC Lausanne, mit 28:56.86 nur 2 Minuten später durchs Ziel ging.
Die Kurzhürdenläufe waren der erwartete Höhepunkt dieser meisterschaften: Ganz alleine musste Enzo Azzoni, ITA, M75, die 80 m Hürden überqueren und trotzdem erreichte er mit 15.31 einen neuen italienischen Rekord.
Da sie vorwiegend (noch) mit den jüngeren Athletinnen über die höheren und mit längerem Abstand gesetzten Hürden sprintet, war Monica Pellegrinelli, W40, GA Bellinzona, der Start weniger gut geglückt als der neben ihr startenden Christine Müller, W45. Nach der ersten Hürde drehte Monica auf; Christine blieb aber nur um wenig zurück. Am Ende verbesserte Monica ihren eigenen W-40-Weltrekord um eine Hundertstelsekunde auf 11.23 Sekunden und Christine verfehlte ihren eigenen, 2 Jahre alten W-45-Weltrekord lediglich um winzige 7 Hunderstel.
Indoor-Kurzhürden-Weltmeister Dieter Tisch, M55, GER, zeigte mit 16.40 einen Weltklasselauf, dem aber der Europameister M60 im Zehnkampf, Herbert Mattle, OB Basel, mit 16.99 in nichts nachstand. (Gleichentags stellte Allen Johnson mit 13.01sec in Stuttgart einen hervorragenden neuen Weltrekord der M35 auf!).
Marco Segatel, ITA, M40, zeigte im Hochsprung mit 1,95m die international beachtlichste Leistung. Der frühere Nationalturner Kaspar Brunner, M75, LC Luzern, legte mit 1,15m ein vielversprechendes Debüt hin. Die mehrfache internationale Meisterin, Margaritha Dähler-Stettler, W55, GG Bern, übersprang 1,20m. Seriensiegerin Marianne Maier, AUT, überquerte sogar1,25m.
Was weit springen heisst, zeigte auf eindrückliche Weise der zurzeit weltbeste M45-Weitspringer Reiner Wenk, GER, mit eindrücklichen 6.88m. Tapani Taavitsainen, M60, LC Zürich, der, lang ist’s her, am 21. August 1990 mit 7.27 den M45-Weltrekord aufstellte, stellte mit 5.49m seine immer noch gewaltige Sprungkraft unter Beweis. Derweil Bruno Sobrero, ITA, M85, nach 3.04m im Sand landete. Ruth Raaflaub-Minnig, W45, TV Länggasse, verpasste die 5m um winzige 4 cm, was trotzdem eine Weltklasseleistung bedeutet. Darin stand ihr Marianne Maier, AUT, W60, mit 3.96m nur in wenig nach.
Tavernaro Sybille, AUT, W40, gelang mit exakt 10.00m eine sehr gute Dreisprung-Leistung. Die beiden M60-Athleten, Albert Linder, CA Belfaux und Herbert Mattle, OB Basel, lieferten sich ein hochstehendes Stabhochsprung-Duell, das der Spezialist Albert mit 3.20m vor dem Zehnkämpfer Herbert mit 3.00 m für sich entschied. Seine Vielseitigkeit stellte Kaspar Brunner, M75, LC Luzern, mit guten 10.22m mit der 4kg-Kugel unter Beweis. Zwar ist die Kugel, die Marianne Maier, AUT, W60, mit 3 kg etwas leichter, aber mit 10.80m legte sie ebenfalls eine international beachtliche Leistung hin. Immer noch erlaubt die Schnellkraft und eine gute Technik Hansruedi Stähli, M55, LC Frauenfeld, den Diskus auf gute 42.05 zu schleudern. Eva Schneider, W45, TV Länggasse, gelang es die 1kg-Scheibe um 86 cm über die 30m-Marke zu werfen. (von Pino Pilotto, 11.September 2006pp)
Mit Irina Mikitenko (TV Wattenscheid - 32:30) und Carsten Eich (*1970, rhein-marathon Düsseldorf) - 29:18) gewannen die Favoriten bei den Deutschen 10km-Straßenlaufmeisterschaften. Beide setzten sich am Sonntag bei Kaiserwetter und 24° warmem Spätsommertemperaturen auf dem schnellen Rundkurs (schnell und eben mit neun Runden à 1.109 Meter) im Regensburger Gewerbepark durch; im kommenden Mai werden übrigens auf derselben Strecke die Straßenlauf-Europameisterschaften der Senioren ausgetragen. Während die Wattenscheiderin Mikitenko nach der erkältungsbedingten Absage von Titelverteidigerin Luminita Zeituc (*1968, LG Braunschweig) deutlich überlegen gewann, musste Oldie Carsten Eich lange Zeit hart kämpfen, um Stefan Koch (TV Wattenscheid) die entscheidenden zwei Sekunden abnehmen zu können. Der konnte sich immerhin noch mit dem Juniorentitel trösten.
Mit der schnellstens Zeit aller Seniorinnen lief die frühere Olympia-Teilnehmerin Claudia Lokar (TuS Sythen; 35:24 Minuten) in der W40 auf Rang 1. Sie verwies die Lokalmatadorin Katharina Kaufmann (LG Domspitzmilch Regensburg; 36:27) deutlich auf Platz 2. Bis zum letzten Meter spannend war es hingegen in der W35. Hier siegte Veronika Ulrich (*1969, LG Neu-Isenburg-Heusenstamm; 35:49min) knapp vor ihrer Mannschaftskollegin, der gebürtigen Kenianerin Elizabeth Schröder (*1967, 35:52). Auch die W45-Siegerin Katrin Dörre-Heinig (*1961, LG Fulda e.V.; 36:41min) und W50-Siegerin Heidi Schneider (*1956, FSV 1925 Rallingen; 37:18min) blieben klar unter 40Minuten. "Diese magische Grenze wurde in den Klassen W35/40/45 17-mal unterboten (6/7/4)", wusste anschließend der gewohnt gut informierte Laufreport zu melden.
Auch die Senioren zeigten tolle Leistungen. Zum wiederholten Male stellte ein wieder genesener Johann Hopfner (*1957, LLC Marathon Regensburg) als M45-Meister seine Extraklasse unter Beweis. Seine 32:13min waren die schnellste zeit aller mastersläufer. Ebenfalls unter 33 Minuten blieb M40-Sieger Uwe Honsdorf (*1963, TuS Rot-Weiss Koblenz; 32:45). In dieser Altersklasse waren acht Läufer schneller als 35 Minuten und sogar 20 die 40 Minuten. Noch stärkere Werte gab es in der M45 und M50 (22 bzw. 24 Läufer unter 40 Minuten), wertete anschließend der Laufreport .
Unangefochten siegte Werner Bauknecht (*1953, LAV Asics Tübingen) in der M50 in 33:49 min vor dem favorisierten Wilhelm Schüttler (*1954, TV Waldstraße Wisbaden; 34:17) durchsetzte. Sieger der M55 wurde Winfried Schmidt (*1948, TuS Köln rrh.; 34:04 min), Wolfgang Ahrens (*1946, LC Aichach) gewann dieM60 in 35:44min. Mit M65-Meister Horst Backes (*1939, SV Schlau.com Saar 05 Saarbrücken; 40:18min) und M70-Sieger Heinrich Rücker (*1936, TSG Bergedorf; 40:39min) setzten sich die Favoriten durch. In 44:34min gewann Edmund Schepp (*1931, TuS Wiesbaden-Rambach) die M75.
Insgesamt konnte die LG Domspitzmilch mit ihrer ersten DM-Straßenlauf-Ausrichtung voll zufrieden sein. Lob gab es von allen Seiten. DLV-Bundestrainer Detlef Uhlemann bestätigte: „Immer, wenn Kurt Ring und die LG Regensburg etwas in die Hand nehmen, kommt auch etwas Gutes dabei heraus. Es waren Titelkämpfe in einem wirklich schönen Ambiente.“
Alle Resultate aus Regensburg... (Quelle: Veranstalterseite und laufreport.de, 11.09.06)
Die 4. Deutschen Werfer-Mehrkampfmeisterschaften der Senioren 2006 in Waiblingen sind vorbei. Zwei Tage lang, am 2. und 3. September 2006, erlebten Teilnehmer, Organisatoren und Besucher bei überraschend gutem Wetter einen tollen Wettkampf. Am Samstag begrüßten die Organisatoren auch den Präsidenten des Württembergischen Leichtathletik Verbandes Jürgen Scholz. Cheforganisator Thomas Strohm zog folgendes Resumee: "Es war ein angenehmer Wettkampf mit gutgelaunten Teilnehmern. Es ist erstaunlich, welche Weiten die Athleten und -innen noch im hohen Alter erzielen. Aber auch die jüngeren Masters haben zum Teil beachtliche Ergebnisse erreicht. Die Stimmung im Vfl-Stadion hätte nicht besser sein können!"
Gleich bei der ersten Altersklasse der Frauen wurde Gudrun Emmert (Bergsträßer LG) mit neuem Deutschen W50-Rekord nur Vizemeisterin. Mit gleicher Punktzahl (2.632 ) und mehr Einzelsiegen gewann Jutta Neumann (SSV Planeta Radebeul). Vor dem Gewichtwerfen hatte Emmert noch 13 Punkte Vorsprung. Eine Überraschung war in der W70 der Start von Sigrun Kofink (LAV ASICS Tübingen). Trotz gesundheitlicher Probleme gewann die vielfache nationale und internationale Meisterin mit 2.156 Pkt. klar vor Christa Baum (BSG Nickenich) die 1.875 Pkt. sammelte. Die stärkste weibliche Gruppe war die Altersklasse W40, da hier mit Ingrid van Dijk (Niederlande) und Connie Hodel (Schweiz) auch zwei Weltklasse-Athletinnen außer Konkurrenz am Start waren. Nach langer Verletzungspause fand Angelika Anton (MTV Soltau) wieder zurück zur gewohnten Leistung und gewann mit 3.159 Pkt. vor der „Jungvierzigerin“ Christina Amboß (1966 LG Neiße, 3.118 Pkt). Die Drittplazierte Susanne Strohm (SV Stuttgarter Kickers) kam auf 2.901 Pkt. Beachtlich war dabei ihre Steigerung im Hammerwerfen auf die neue persönliche Bestleistung von 38,12m, eine Weite, die bei der DM in Erfurt zum Titel gereicht hätte. mit dem Speer gelang ihr eine erfolgreiche DM-Revanche. Sie warf mit 42,63m die grösste Weite vor Dauerrivalin Angelikae Anton (41,98m), die noch in Erfurt mit 43,13m die Disziplin gewonnen hatte. Die Siegerin in der Altersklasse W30, Birgit Keller (LG Sigmaringen), überzeugte mit 2.958 Pkt. Hier kommt, so Beobachter der Szene, wieder eine hoffnungsvolle Nachwuchsseniorin für internationale Meisterschaften zum Werferfünfkampf.
Am Samstag verteidigte Jochen Koppenhöfer (VfL Waiblingen) seinen Meistertitel vom Vorjahr erfolgreich. Damit hat er seit Beginn dieser Meisterschaft vor vier Jahren alle Titel gewonnen. Schon in der ersten Disziplin, dem Hammerwerfen, setzte sich Koppenhöfer mit 51,76m an die Spitze des Feldes. Am Ende kam Jochen Koppenhöfer mit guten 17,22m im Gewichtwurf auf 3559 Punkte - 145 Punkte mehr als im Vorjahr.
Bei den Männer M75 machte es „Richy“ spannend. Vor dem Gewichtswurf war Favorit Richard Rzehak (Preußen Erlangen) noch 67 Punkte hinter dem starken Heinz Brandt (TSV Klausdorf) zurück, dann schlug der Europarekordhalter in seiner Spezialdisziplin zu: 16,56 m brachten ihm am Ende 114 Punkte Vorsprung auf seinen Konkurrenten aus Schleswig-Holstein.
Peter Speckens (SV Rot-Weiß Schlafhorst) dominierte die M70 mit 2.678 Pkte. Mit Ausnahme des Speerwurfs gewann er alle Disziplinen. Hans Röcken (LG Plettenberg/Herscheid) hatte in der M65 Pech Er musste nach 38,67m Hammerwurf aufgrund starker Rückenprobleme den Wettkampf beenden. Hier holte sich Günther Fändrich (LAG Obere Murg) mit 3.182 Pkt. den Titel. Ein dickes Lob verdienten sich die Teilnehmer der M50. Das grösste Teilnehmerfeld (16 Athleten) verhielt sich kooperativ und war aufgrund seine Disziplin -der nächste Werfer stand immer schon bereit- eine Stunde früher fertig als erwartet. M50-Sieger wurde Hubert Berger (TSV Schwabmünchen) mit 3.194 Pkt. Aufgeatmet hat Valerij Schütz (LG Wedel/Pinneberg). Nachdem er bei der EM in Polen den Werferfünfkampf nach 3 ungültigen Versuchen im Gewichtswurf abschreiben musste. „Waiblingen hat mir gut gefallen, es ist eine schöne Anlage.“ kommentierte der Fachmann. Valerij Schütz muss es wissen: Er ist Platzwart von Beruf. Zum Sieg der M45 benötigte er 3.017 Pkt.
Was eine Hochzeit bewirken kann, zeigte Sven Suhling (LG Kreis Verden); denn er gewann die M40 mit 2.838 Pkt mit exakt 7 Punkten Vorsprung vor Jan Luckmann (TG Winkel 2.831 Pkt). die "bessere Hälfte" des frischgebackenen Ehemann, in Erfurt noch unter dem Namen Dagmar Imme Deutsche Meisterin im Speerwerfen der W35, wurde als Dagmar Suhling mit 2724 Pkt. in ihrer Altersklasse W35 DM-Dritte hinter Berit Deck (TGS Hausen 2.827 Pkt.) und Kristina Telge (TV Alzey 2.784 Pkt.).
Zur Ergebnisliste und mehr... (Quelle: Vfl Waiblingen, Thomas Strohm 07.09.06)
Die Teilnehmerliste der Deutschen Straßenlaufmeisterschaften am 10. September in Regensburg ist jetzt online. Sie enthält auch die Chipnummern der Teilnehmer, die vom Veranstalter gebeten werden, eventuelle Tippfehler an info@lg-regensburg.de zu melden. Hier geht's weiter zur Teilnehmerliste...(05.09.06)
Lange Zeit herrschte Unsicherheit bei der SG Siemensstadt; sie hatte mit der M 70 Mannschaft 2921 Punkte erzielt, stand aber nicht auf der offiziellen Liste des DLV, mit Stand vom 2. August, also kurz nach dem Meldeschluss. In der Zwischenzeit aber ist die Einladung des Verbandes mit Schreiben vom 28. August an die Berliner ergangen, und so herrscht eitel Freude in der Hauptstadt, nach den zahlreichen Aufregungen, ob man nun dabei sei oder nicht.
Den Großteil an Mannschaften stellt in diesem Jahr die LG Neiße, die sich mit gar vier Mannschaften für das Finale qualifiziert hat, und zwar mit M 30 (Platz 2), W 30 (Platz 2), W 40 (Platz 1), W 60 (Platz 5). Der Endkampf findet in diesem Jahr, zum zweiten Mal nach 2002, in Köngen im Stadion Fuchsgrube statt. (05.09.06)
Die Vergabentscheidung für die Masters-WM 2011 wird spannend. Denn die Großstädte Porto Alegre (Brasilien) und Sacramento (USA) haben rechtzeitig zum 1. September ihr Interesse beim Worldmasters-Athletics-Verband angemeldet. Dies teilte jetzt der geschäftsführende WMA-Sekretär Winston Thomas (GBR) mit.
Das Rennen zwischen beiden Städten wird allgemein als offen gesehen. Bereits auf dem EVAA-Kongress im polnischen Poznan hatte sich WMA-Präsident Cesare Beccalli für die Ausrichtung in seiner brasilianischen Wahlheimat ausgesprochen. Seine Wahl hatte der Italiener vor Jahresfrist zu einem Großteil den südamerikanischen Verbänden zu verdanken. Ihnen will er sich jetzt erkenntlich zeigen. Bisher hat in Südamerika noch keine große WMA-WM stattgefunden. Porto Alegre dürfte sich auf auf eine Reihe europäischer Nationalverbände und die Länder aus Afrika und Asien stützen.
Mit dem 2009 bevorstehenden Ende der Präsidentschaft von George W. Bush (USA) könnte eine liberalere US-Visapraxis einsetzen. Dies wiederum könnte 16 Jahre nach der gelungenen WM in Buffalo (USA) die Bewerbung der kalifornischen Hauptstadt Sacramento stützen; denn insbesondere die stringenten US-Einreisebestimmungen würden die Teilnahme vieler Nationen verhindern.. Die Entscheidung für die WM 2011 fällt auf dem WMA-Kongress in einem Jahr in Riccione. Please also note that the WMA Bidders Guidelines and the WMA Contracts are
(05.09.06)
Ab sofort steht auf www.leichtathletik.de die Online-Anmeldung zum ST-Kader für das Jahr 2006/2007 zur Verfügung. Die Meldung zum ST-Kader 2007 erfolgt in diesem Jahr bereits ab 1. September 2006 und ist für ein Jahr gültig. Der Gültigkeitszeitraum für Mitglieder des ST-Kaders 2006 endet aufgrund der diesjährigen Übergangsregelung wie ursprünglich angekündigt am 31.12.06. Wer in den ST-Kader 2007 aufgenommen werden möchte, muss sich jedoch auch bis zum 30.11.2006 anmelden. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über das Internet, da die Daten direkt während der Eingabe durch den Athleten in einer Datenbank erfasst werden. Hier die einzelnen Schritte:
1. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über die offizielle Homepage des DLV www.leichtathletik.de (Menupunkt: DLV).
2. Dort steht eine Formularmaske für die Anmeldung zum ST-Kader 2007 zur Verfügung. Diese ist von den Athleten auszufüllen, wobei die eingetragenen Daten in einer Datenbank automatisch erfasst werden.
3. Nach Eingabe der Daten wird ein pdf-Formular, das alle eingegebenen Daten sowie eine Unterwerfungserklärung bezüglich der Anti-Doping-Bestimmungen enthält, erzeugt. Dieses ist vom Athleten auszudrucken, zu unterschreiben und per Post oder Fax an den DLV zu schicken.
4. Nach Eingang des unterschriebenen Anmeldeformulars beim DLV werden - zur Bestätigung der Anmeldung - Name, Disziplin und LV des Athleten in eine Online-Liste auf www.leichtathletik.de aufgenommen. (04.09.06)
Mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde bei der Magdeburger Justizministerin Angelika Kolb (SPD) gegen die Staatsanwaltschaft Magdeburg will der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) seine Einsicht in die Akten und Beweismittel aus dem Strafverfahren gegen Thomas Springstein durchsetzen. Springstein war im Frühjahr vom Amtsgericht Magdeburg rechtskräftig wegen Dopings von Minderjährigen verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Springstein 2004 der minderjährigen Sprinterin Anne-Kathrin Elbe ein Doping-Mittel verabreicht hatte. Dabei hatte Oberstaatsanwalt Wolfram Klein in seinem Prozess-Plädoyer die Fakten gegen Springstein als „die absolute Spitze eines Eisberges“ bezeichnet hatte. „Der Angeklagte ist im wahrsten Sinne des Wortes als Dopingmitteldealer aufgetreten, und zwar über einen längeren Zeitraum“, hatte er hinzugefügt.
Die Magdeburger Behörde hat auch der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) bisher keine Akteneinsicht ermöglicht.
Der Leiter der Magdeburger Behörde, Rudolf Jaspers, hatte erst jüngst erklärt, der DLV habe überhaupt keinen Antrag auf Einsicht gestellt. Damit aber lag der Oberstaatsanwalt nachweislich falsch: Denn der DLV hatte in zwei Schreiben vergeblich Einsicht verlangt. Nach dem ersten Brief erhielt er aus Magdeburg eine Absage. Mehr als drei Monate nach seinem zweiten Antrag und zwei Tage nach einer Beschwerde erhielt der DLV nun die telefonische Mitteilung, dass er doch "die Hauptakten" erhalte - allerdings "anonymisiert".
Solcherlei geschwärzte Hauptakten sind für den DLV nicht wertvoll. Denn nach Informationen des DLV sollen E-Mails von Springstein, die den Verdacht auf die Beteiligung weiterer Personen ergaben, von der Staatsanwaltschaft nicht weiter verfolgt worden sein. Das - versteckt in so genannten Neben- und Spurenakten - will der DLV aufklären „ Die anonymisierten Akten verschafften uns keine Erkenntnisse,“ sagte DLV-Präsident Clemens Prokop und kritisiert: „Es kann nicht sein, dass das Interesse höher sein soll, dopende Sportler zu schützen, als einem Verband die Möglichkeit zu geben, Dopingsünder zu entlarven.“ Für Clemens Prokop ist daher die verweigerte Akteneinsicht ein Präzedenzfall: „Wir wollen durch die Beschwerde eine Prüfung veranlassen, ob die Belange der Hintermänner die Interessen des Sports überwiegen. Die Entscheidung der Justizministerin von Sachsen-Anhalt wird die Zusammenarbeit zwischen Sport und Staat regeln", erklärte er den DLV-Schritt gegenüber der Presse.
Auch die Nationale Anti-Doping Agentur Deutschland (NADA), eine u.a. von der Bundesregierung ins Leben gerufene Stiftung, war bereit im Mai mit ihrem Antrag auf Akteneinsicht gescheitert. Im Ablehnungsbescheid aus Magdeburg verweist die Staatsanwaltschaft auf Paragraphen 475 StPO. Der erlaubt Akteneinsicht an nicht direkt am Strafverfahren Beteiligte, sofern sie ein "berechtigtes Interesse" haben. Sie schließt Einsicht aus, "wenn der hiervon Betroffene ein schutzwürdiges Interesse an der Versagung hat". Die Magdeburger: „Dieses schutzwürdige Interesse liegt hinsichtlich der in den Akten genannten Sportler/-innen vor.“ Dass diese Sportler durch ihre Mitgliedschaft in den Sportvereinen die Sportregeln und die Sportgerichtsbarkeit akzeptieren, spielte bei der Absage offensichtlich keine Rolle. Überraschend gesteht die Staatsanwaltschaft in dem Schreiben auch ein: „Darüber hinaus sind die beschlagnahmten Unterlagen nicht gerichtlich eingezogen worden; der Staatsanwaltschaft ist somit nach rechtskräftigem Abschluß des Verfahrens die Verfügungsbefugnis entzogen.“
Tatsächlich hat Springstein die bei einer Razzia in seinem Haus beschlagnahmten Substanzen - darunter Dopingmittel, für die er Eigenbedarf geltend machte -, Computerfestplatten und Akten zurückerhalten. Von allen „maßgeblichen Unterlagen“ sollen aber Kopien angefertigt worden sein, so Oberstaatsanwalt Jaspers. Ob auch die Computerfestplatten "gespiegelt", also kopiert wurden, teilte er nicht ausdrücklich mit. Im Übrigen beruft sich der wenig souverän wirkende Behördenchef der Magdeburger Staatsanwaltschaft darauf, DLV und NADA hätten "bereits Akteneinsicht" gehabt. Damit meinte er wohl Kontakte während der Ermittlungen gegen Srpingstein und warf sofort die Frage auf, weshalb eine weitere Akteneinsicht nun nicht mehr möglich sein soll. Einer pauschalen Einsicht stünden, erläutert der Jurist inzwischen, "die schutzbedürftigen Interessen nicht von Dopern, sondern von minderjährigen Zeuginnen entgegen". Außerdem, so Rudolf Jaspers, seien alle Ermittlungen gegen Springstein mit dem Amtsgerichtsurteil eingestellt: „Es gibt keinen Anlass, noch herumzubohren.“
Dass die jüngste Dopingrazzia gerade 130 Kilometer von Springsteins ehemaligem Wohnort nahe Magdeburg im thüringischen Bad Sachsa stattfand, hat er dabei wohl übersehen. Die verantwortliche Staatsanwaltschaft Göttingen hätte - sollte sie vom Fall des der Zusammenarbeit mit dem Spanier Fuentes verdächtigen Arztes Markus Choina auf den Fall Springstein kommen - uneingeschränkt Zugriff auf die Magdeburger Akten und NADA wie DLV ihrerseits könnten dann einen Brief nach Göttingen schicken. Vielleicht erläutert DLV-Vize Dagmar Freitag (SPD, MdB) diese Zusammenhänge einmal ihrer Parteifreundin in Sachsen-Anhalt. Dies könnte jedenfalls die Sache beschleunigen... (Quellen: FAZ, Mittelbayrische Zeitung, DLV, 03.09.06)
Am 16.09.2006 findet im württembergischen Köngen die DAMM Endrunde 2006 statt, und der Pulheimer SC ist mit drei Mannschaften vertreten. In der M40 ist man als letztjähriger Vizemeister und diesjähriger Punktbester der Vorkämpfe Favorit, zumal alle Leistungsträger im großen und ganzen verletzungsfrei antreten können und vom langjährigem Teamchef Horst Bödeker eingeschworen wurden. Vor einigen Tagen beim letzten Test des mehrfachen Diskus-Seniorenmeisters Olaf Többen, bei der DM I in Erfurt nicht am Start, reichte zu die Länge des Metermaßes des Veranstalters nicht aus, um die Weite zu messen.
Der dominierender Dreispringer der M40, Uwe van Egdom, der ebenfalls auf einen Start in Erfurt verzichtet hatte, stellte dieses Jahr mit 13,60 m einen neuen Vereinsrekord auf. Mit Karl-Heinz Bartsch holt sich ein weiterer Leistungsträger des M40-Teams bei der DM in Aachen gleich zwei Mal Staffelbronze ab, einmal in der 4x400 Staffel mit Engels, Sicora und Schwarzbach und in der 3x1000 Staffel mit Schumacher und Seck. Bei der bevor stehenden DAMM wird ein Rennen mit dem Titelverteidiger TV Bürstadt sowie mit dem Nordrheinrivalen TSV Bayer Leverkusen für Spannung sorgen.
Der M50, noch amtierender Mannschaftsmeister, werden einige starke Athleten fehlen, so dass die Titelverteidigung kaum möglich erscheint. Hier sind die Athleten der Quelle Fürth/1860 München die Topfavoriten. Pulheims M50 konzentriert sich schon jetzt auf das nächste Jahr, weil dann u.a. die Sprinter glänzen könnten. Denn hier werden mit Europameister Ulrich Dirking (*1957) und Martin Engels (*1957) zwei erfahrene Sprinter in der Altersklasse M50 erwartet, um dann u.a. mit dem zur Zeit nach einer Achillessehenenoperation noch nicht wieder hergestellten Topsprinter Wolfgang Lotz (*1954) eine bärenstarke Pulheimer Sprintstaffel zu präsentieren.
Die M60 des Pulheimer SC hat als "Neuzugang" den frischgebackenen 3-fachen Deutschen Seniorenmeister (800m,1.500m, 5.000m) Alfred Hermes (*1946) hinzugewonnen; der Pulheimer gewann in den letzten 10 Jahren über 23 Titel bei Welt-, Europa- und deutschen Meisterschaften. Pulheims M60 wird also ein gewichtiges Wörtchen bei der DAMM-Titelvergabe mitreden. Allerdings laboriert Wolfgang Tuchen noch an den Folgen einer Operation, so dass sein Start sehr ungewiss ist. In der M60 Klasse werden daher Kleinigkeiten über die Platzierungen der Favoriten aus den beiden Hamburger Vereinen SV Polizei und Alsternord, von der LAG Obere Murg und aus Pulheim entscheiden, was einen spannenden Wettbewerb verspricht, zumal auch die Teams aus Potsdam und Dormagen "nicht weit weg" sind.
Die W40 der Pulheimer hat den Endkampf denkbar knapp als 7. verpasst. Beim Vorkampf am 01.05. in Düren lief nicht alles nach Plan und die Witterungsbedingungen mit Regen und starkem Gegenwind machten gute Zeiten und Weiten zunichte. 2007 wird die Mannschaft Unterstützung bekommen, u.a. von der Geschäftsführerin der Leichtathletikabteilung des Pulheimer SC Marion Bauer (*1967), eine starke Mittel- und Langstreckenläuferin, die in diese neue Altersklasse wechselt. (01.09.06)
Der Europäische Leichtathletik-Verband EAA wird am Freitag die Resultate aller 315 bei der EM in Göteborg veranlassten Doping-Kontrollen veröffentlichen. Das teilte EAA- Sprecherin Emily Lewis am Dienstag in Lausanne mit. Sie bestätigte überdies, dass der Weltverband IAAF über das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit den 23 Bluttests, die einen erhöhten Hämoglobinwert aufweisen, entscheiden wird.
"Der IAAF sind die Testergebnisse zugeschickt worden, nun liegt die Sache beim Weltverband", erklärte Emily Lewis. Bei 151 Kontrollen auf Blutdoping waren bei 23 erhöhte Hämoglobinwerte analysiert worden. Das kann auf die Einnahme des Blutdopingmittels EPO hinweisen. Es kann aber auch auf eine natürliche Produktion des Körpers zurückzuführen sein. (30.08.2006)
Die Septemberausgabe von "Senioren Leichtathletik" mit dem bekannt großen Berichtteil und neuen Antidoping-News ist erschienen. Die Ergebnisse und Berichte rund um die EM in Poznan und die DM I Erfurt nehmen den Großteil der neuen Ausgabe der im Aachener Meyer&Meyer-Verlag ein.
Erneut widmet sich "SL" auch der Doping-Problematik, die unlängst durch den positiven Fall Werner Schallau wieder hoch aktuell ist. "SL"-Experte Rüdiger Nickel veröffentlicht seine Rede anlässlich des ersten "EVAA-Kongresses Antidoping" in Poznan, der weltweit Beachtung fand.
Im Heft 9 stellt sich auch die neugegründete Interessengemeinschaft "proMASTERs" mit ihrem Sprecher Kurt Kaschke vor und fügt sogleich ein Kooperationspapier mit dem Deutschen Leichtathletik Verband bei, in dem u.a. Antidoping, die Meisterschaften auf nationaler und internationaler Ebene und seniorenspezifische Fragen aufgelistet sind. Interessant ist gerade der Bereich "Seniorenspezifik", wo "proMASTERs" eine stärkere Präsenz der Senioren bei internationalen Events einfordert. Bekanntlich ist Deutschland in den kommenden Jahren bis 2009 Gastgeber von IAAF - Veranstaltungen, die ein willkommenes Präsentationsforum für die Senioren darstellen. (28.08.06)
Der DLV zeigt flotten Service für die im kommenden Jahr stattfindenden drei "großen" internationalen Seniorenmeisterschaften in Europa, darunter die Straßenlauf-EM an Christi Himmelfahrt in Regensburg. Für alle drei Veranstaltungen stellt er bereits jetzt online die Meldeformulare und einen Informationsbriefbrief auf seiner Webseite leichtathletik.de unter dem Menupunkt "Senioren / (weitere) Termine" zur Verfügung.
Die ersten beiden Meisterschaften sind Europameisterschaften der EVAA: Vom 22. bis 25. März 2007 werden die Europäischen Senioren-Hallenmeisterschaften in Helsinki (Finnland) und vom 17. bis 20. Mai 2007 die Europameisterschaften Non-Stadia in Regensburg ausgetragen. Der Masters-Weltverband WMA veranstaltet die Senioren-Stadionweltmeisterschaft vom 04. bis 15. September 2007 in Riccione (Italien).
Die Bitte der DLV-Verantwortlichen lautet, ausschließlich die vom DLV zur Verfügung gestellten Meldeformulare zu nutzen. Die Programmhefte für die Meisterschaften, im fachchinesisch "Entry Booklets", liegen laut DLV noch nicht vor, werden "aber zeitnah erwartet". Sie können schon jetzt beim DLV gegen Einsendung eines mit € 1,45 frankierten DIN 4-Rückumschlages angefordert werden. (26.08.06)
Der Zeitplan für die DM-Werfermehrkampf am über nächsten Wochenende in Waiblingen hat sich geändert. Und zwar nach vorn. Das ist unüblich, für die Teilnehmer aber sehr wichtig zu wissen. Weil der DLV bis heute auf diese Änderung noch nicht reagiert hat, weisen wir hierauf -nach unserem gestrigen update-Hinweis- noch einnmal hin. Nur fünf Mal blieb es beim alten Zeitplan, doppelt so oft hat sich der Wettkampfbeginn nach vorn verschoben, teilweise bis zu 15 Minuten früher. Bei M 60 und M 65 liegt die Startzeit jetzt 30 Minuten bzw. 60 Minuten später. (23.08.06)
Mit Beschluss vom 17. August 2006 hat der Disziplinarausschuss des Deutschen Leichtathletik-Verbandes e.V. den Athleten Werner Schallau (M65) wegen eines Dopingvergehens für zwei Jahre bis zum 12. Juli 2008 gesperrt. Er muss die Kosten des Verfahrens tragen. Dies teilte die Vorsitzende der Disziplinarkommission, DLV-Justiarin Dr. Anne Jakob, inzwischen auch WMA-Präsident Cesare Beccalli mit.
Eine Urinprobe, die der Athlet anlässlich der Deutschen Meisterschaften Mehrkampf Senioren am 11. Juni 2006 in Ahlen abgegeben hatte, wies Spuren der verbotenen Substanzen Norandrosteron und Prednisolon auf. Das Ergebnis des Athleten bei dem Wettkampf wird annulliert, mit den entsprechenden Folgen für die Mannschaftswertung. (22.08.06)
Die Doping-Fahnder des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF) haben 2006 schon in 166 Fällen Athleten für Dopingtests nicht angetroffen. Diese Zahl wurde bei der IAAF-Council-Sitzung am Montag in Peking genannt. In 22 dieser 166 Fälle habe auch eine nachträgliche Untersuchung der Umstände keine Aufklärung über den Grund der Fernbleibens gebracht, weshalb diese Tests als «verpasst» gewertet wurden.
Drei verpasste Tests eines Athleten in fünf Jahren ziehen eine Sperre nach sich. Insgesamt nahm die IAAF in diesem Jahr schon 745 Urin- und 386 Bluttests im Wettkampf sowie 786 Urin- und 166 Bluttests im Training vor. 16 Ergebnisse fielen positiv aus, wobei die Fälle von 100-m-Olympiasieger Justin Gatlin und der dreifachen Sydney-Olympiasiegerin Marion Jones noch nicht mitgezählt sind. Die IAAF zeigte sich zudem unzufrieden mit der Informationspolitik des US-Verbandes im Fall Gatlin, von dem der Weltverband erst am 29. Juli durch die Presse erfuhr, obwohl die Amerikaner bereits am 14. Juli von der positiven A-Probe gewusst hatten. (21.08.06)
Am ersten Septemberwochenende finden ab 9.30 Uhr die 4. Deutschen Werfer-Mehrkampfmeisterschaften der Senioren im württembergischen Waiblingen statt. Insgesamt haben 155 Athleten gemeldet. Organisiert werden die Meisterschaften vom größten Sportverein im Rems-Murr-Kreis, dem VfL Waiblingen. Waiblingen, 12 Kilometer von Stuttgart entfernt, stellt sich als "sportliche Stadt" vor, dies hat die Kommune im Ländle in der Tat schon häufiger unter Beweis gestellt. DM-Meldeschluss war der 16. August. Obwohl noch nicht alle Meldungen in Waiblingen vorliegen, am Wochenende fehlten noch fünf DLV-Landesverbände, ist das Meldeergebnis des Vorjahres schon übertroffen, so ein Sprecher des VfL Waiblingen.
Das VfL-Stadion, in dem die Meisterschaften stattfinden, liegt übrigens reizvoll im Naherholungsgebiet "Talaue", direkt an der Rems. Es ist umrahmt von altem Baumbestand und leicht über die B 14 (Abfahrt Waiblingen-Mitte) zu erreichen. Falls Sie mit dem Wohnmobil anreisen: Auf dem Parkplatz des Hallenbads Waiblingen gibt es eine komplette Ver- und Entsorgungsstation fürs Caravaning! Mehr auf der Internetseite der Veranstalter, u.a. ein wegen der Teilnehmerzahlen geänderter Zeitplan... (21.08.06, update 22.08.06)
Möglicherweise ist ein Komplize des spanischen Arztes Eufemanio Fuentes, der als Drahtzieher des spanischen Dopingskandals gilt, identifiziert worden. Nach Informationen des "Rundfunks Berlin Brandenburg" (RBB) soll es sich dabei um den 53-jährigen Mediziner Dr. Markus Choina handeln. Der Narkose-Arzt soll demnach Fuentes mit illegalen Substanzen versorgt haben.
Doping-Rechercheur Hajo Seppelt, der als Reporter für den RBB tätig ist, erklärte: "Choina war den bisherigen Ermittlungen zufolge der Mann, der vermutlich über Ignacio Labarta Medikamente für Dopingzwecke illegal aus Deutschland für die Spanier beschafft hat". Labarta ist der ehemalige sportliche Leiter des spanischen Rennstalls "Comunidad Valenciana". Er ist inzwischen im Zuge des Doping-Skandals verhaftet worden.Wie aus einer Mitteilung des Bundeskriminalamtes hervorgeht, sollen bei einer kürzlichen Hausdurchsuchung umfangreiche Beweismittel gegen Choina sichergestellt worden sein. Aufgrunddessen hat die Staatsanwaltschaft Göttingen bereits ein Ermittlungsverfahren gegen den Arzt aus Niedersachsen wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz eingeleitet. Ungeklärt ist bislang noch, ob der 53-jährige Arzt entsprechende Medikamente, darunter das so genannte "Synacten"-Präparat, aus der Helios-Klinik im thüringischen Bleicherode, in der er als Chefarzt tätig ist, entwendet hat. Synacten stimuliert die Eigenproduktion von Kortison im Körper und regt somit eine Art "Eigenblut-Doping" an. Der Name des Medikaments war auch in Verbindung mit Jan Ullrich gefallen, der ebenfalls beschuldigt wird, in den Dopingskandal um den spanischen Arzt Fuentes verwickelt zu sein.
Der in Gleiwitz geborene Mediziner Markus Choina studierte in den 70er Jahren an der Universität in Katowitz Medizin. Nach seiner Promotion machte er zwei Facharztausbildungen zum Pädiater und zum Anästhesisten. Dort hat er den Schwerpunkt Transfusionsmedizin. Bereits vor zwanzig Jahren betreute Choina in seinem Geburtsland die Fußballnationalmannschaft und das polnische Leichtathletik-Team. Mehr... (18.08.06)
Am Samstag, 9. September, finden die 10. Internationalen Schweizer Seniorenmeisterschaften der Leichtathleten im städtischen Stadion von Bellinzona statt. Sie bieten noch einmal eine gute Startgelegenheit in der zuende gehenden Sommersaison.
Bellinzona ist, vorzugsweise aus Süddeutschland, mit dem Pkw oder binnen 8 h (ab München) mit dem Zug zu erreichen. Eine Alternative ist die Anreise mit der Schweizer Fluggesellschaften Swiss über den Flughafen Lugano-Agno , zum Beispiel ab Berlin für kostengünstige 67,00 Euro (oneway). Das Stadion in Bellinzona liegt 30km vom Flughafen entfernt; und über die Autobahn ist man in etwas mehr als 20 Minuten bequem vor Ort. Vom Flughafen kann man auch mit dem Shuttlebus in einer Viertelstunde den Bahnhof von Lugano erreichen, von dem die S-Bahn in 30 Minuten nach Bellinzona fährt; die Züge fahren alle halbe Stunde.
Der Meldeschluss für die Meisterschaften ist der 23. August. Die Meldungen können auch per E-Mail abgegeben werden. Einzelheiten hier... (16.08.06)
Hunderte EM-Fotos hat die Londoner Fotografin Lesley Richardson bei der Europameisterschaft in Poznan geschossen und - sortiert nach Wettkampftagen- auf ihrer Internetseite bereit gestellt. Die Aufnahmen der aktiven Leichtathletin können zum Preis von £7.50 (einschließlich Versand) erworben werden. Mehr... (16.08.06)
Im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) hat DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach noch einmal seine Argumente dargelegt, weshalb er beim Kampf gegen Doping gegen die Bestrafung von Sportlern durch staatliche Instanzen ist. Hier das Interview im Wortlaut:
SID: Herr Bach, weshalb sind Sie gegen staatliche Gesetze, die dopende Athleten mit Gefängnis bedrohen? Fürchtet der Sport um seine Autonomie?
BACH: "Nein. Es geht allein um die höchstmögliche Effektivität beim Kampf gegen Doping."
SID: Und die ist nur durch Sportgerichte erreichbar?
BACH: "Ja, weil sie nicht wie ordentliche Gerichte auf alle möglichen Ausreden der Athleten Rücksicht nehmen müssen. Sie können schnell, hart und international durchsetzbar bestrafen, allein auf Grund einer positiven Dopingprobe. Ein mehrjähriges Berufsverbot trifft die Athleten am härtesten, jedenfalls härter als gegebenenfalls eine Bewährungsstrafe durch ein ordentliches Gericht."
SID: Und warum nicht zusätzliche staatliche Strafen?
BACH: "Zum einen, weil staatliche Gerichte dem Athleten in jedem Einzelfall die Schuld nachweisen müssten und dadurch Freisprüche und Verfahrenseinstellungen sehr viel wahrscheinlicher sind als bei Sportgerichten. Zum andern, weil mit Berufsverbot plus Gefängnis womöglich die rechtstaatlich geforderte Verhältnismäßigkeit zwischen Tat und Strafe nicht mehr gewährleistet wäre. Erst vor wenigen Wochen hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass er diese Verhältnismäßigkeit bei zukünftigen Fällen beurteilen wird."
SID: Was wäre die Folge?
BACH: "Sportverbände und Sportgerichte würden erst abwarten müssen, wie die ordentlichen Gerichte entscheiden, was Monate oder Jahre dauern kann. Denn wenn sie zuvor Strafen aussprechen, gehen sie ein hohes Risiko ein, auf Schadenersatz verklagt zu werden, falls das Gericht zu einem anderen Urteil kommt. Möglicherweise könnte dann der Athlet sogar noch weiterhin an den Start gehen."
SID: Ein Gesetz gegen Athleten würde also die Bestrafung von Dopingsündern eher erschweren als erleichtern?
BACH: "Ja, weil es rechtlichen Winkelzügen Tür und Tor öffnet und die internationale Durchsetzbarkeit von Urteilen der Sportgerichte behindert. Gegenwärtig ist nämlich ein Urteil des Internationalen Sportschiedsgerichtshofes CAS weltweit sofort durchsetzbar und führt zu weltweitem Startverbot, was das Urteil eines nationalen Gerichtes so nicht erreichen kann."
SID: Leichtathletik-Präsident Clemens Prokop hat Ihnen die Legitimation abgesprochen, in dieser Frage für den gesamten deutschen Sport zu sprechen.
BACH: "Das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes ist durch seine Wahl nicht nur legitimiert, sondern sogar verpflichtet, Position zu beziehen. Dabei stützen wir uns auch auf den vom deutschen Sport anerkannten Bericht von Rechtsexperten aus dem Jahr 2005."
SID: Hat Ihre Linie eine Mehrheit?
BACH: "Derzeit erörtern wir unser Arbeitsprogramm auch zum Antidoping-Kampf mit unseren Mitgliedsorganisationen. Nach fünf von sechs derartigen Regionalkonferenzen hat es bislang zu unserer Antidoping-Politik lediglich einen einzigen Widerspruch gegeben, nämlich von Herrn Prokop, der eine ausführliche Stellungnahme in München vortrug. Innerhalb des DOSB werden die Verbände von einer gewählten Sprechergruppe, an der Spitze Schwimm-Präsidentin Christa Thiel, repräsentiert. Diese Gruppe war auch über die Regionalkonferenzen in die Diskussion einbezogen."
SID: Bayern will einen eigenen Entwurf für ein Antidopinggesetz einbringen.
BACH: "Dieses Recht kann niemand dem Freistaat verweigern. Man könnte aber markigen Worten viel besser Taten folgen lassen, indem man den bestehenden Gesetzen zur Durchsetzung verhilft und zum Beispiel schon morgen in Bayern eine Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft einrichtet. Schließlich sind Handel und Weitergabe von Dopingmitteln schon jetzt strafbar, aber bis auf den Fall Springstein mit einem eher milden Urteil nie geahndet worden."
SID: Was fordert der deutsche Sport ?
BACH: "Der DOSB will schärfere Gesetze gegen die Hintermänner der Athleten, da der Sport diese mit seinen Mitteln nicht hart genug belangen kann. Wir wollen deshalb zum Beispiel das Strafmaß erhöht wissen. Damit wären neben den jetzt schon zulässigen Durchsuchungen auch Abhörmaßnahmen möglich. In all diesen Fragen sind wir mit Innenminister Wolfgang Schäuble seit längerem im Gespräch und ich gehe davon aus, dass sich der Bundestag im Herbst damit befasst."
SID: Fühlen Sie sich nicht auch persönlich diffamiert, wenn Sie als Vertreter einer ´weichen Linie´ hingestellt werden?
BACH: "Auf Angriffe dieses Niveaus reagiere ich nicht. Schon 1981 habe ich als Gründungsmitglied der Athletenkommission im IOC härteste Strafen für Dopingsünder gefordert. Wir haben mit unseren Interventionen damals das Problem erst wieder auf die Tagesordnung der internationalen Sportpolitik gebracht. Die Juristische Kommission des IOC hat unter meiner Leitung effektive Regeln entwickelt, die über andere Verbandsregeln weit hinaus gehen. So disqualifizieren wir zum Beispiel Athleten schon allein auf Grunde einer positiven A-Probe, ohne auf die B-Probe zu warten. Wir schließen einen Athleten von Olympischen Spielen aus, so bald er einen Dopingtest verweigert. Dieser Null-Toleranz-Politik habe ich als Vorsitzender zahlreicher Anti-Doping-Disziplinarkommissionen zusammen mit IOC Präsident Jacques Rogge erfolgreich zur Durchsetzung verholfen."
SID: Sie halten das IOC-Modell für richtungweisend?
BACH: "Das IOC hat das Modell der effektiven Aufgabenteilung zwischen Sport und Staat während der Winterspiele 2006 in Turin erfolgreich angewandt. Der italienische Staat hat Durchsuchungen vorgenommen. Sobald mir deren Ergebnisse vorliegen, werde ich mit meiner Anti-Doping-Disziplinarkommission die Ergebnisse auswerten, Anhörungen vornehmen und gegebenenfalls der IOC-Exekutive Strafen empfehlen. Dieser Grundsatz der effektiven Arbeitsteilung liegt im Übrigen auch den meisten gesetzlichen Regelungen in den anderen Ländern wie zum Beispiel Spanien, Österreich, Frankreich zugrunde."
( Quelle: Mitteilung des Deutschen Olympischen Sportbundes, 15.08.06)
Die „Interessen-Gemeinschaft Senioren-Leichtathletik“, proMASTERs, nimmt ihre Tätigkeit auf. Bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften II in Aachen wurde die IG am vergangenen Wochenende offiziell gegründet. Sprecher Kurt Kaschke (Wettmar) stellte jetzt ein Team von "Repräsentanten" vor, die in verschiedenen Arbeitsfeldern Athleten-Anregungen sammeln, bündeln und dann dem DLV, der EVAA oder der WMA zur Umsetzung vorschlagen wollen. Dabei handelt es sich vor allem um Themen aus den Bereichen Wettkampf-Durchführung, Zeitplan, Punktewertung, Antidoping, Ausschreibungen und Ablauf von internationalen Meisterschaften.
Die Gründungsmitglieder und Repräsentanten von proMASTERs sind ausnahmslos erfahrene Männer und Frauen aus der deutschen Senioren-Leichtathletik, nämlich Kurt Kaschke (Sprecher), Dagmar Fuhrmann (Athleten), Arno Hamaekers (Athleten), Wilhelm Köster (Wettkampfbetrieb), Frank Krümmer (Zeitschrift SL), Dieter Massin (Internationales), Guido Müller (Athleten), Rüdiger Nickel (Antidoping, Ethik), Jörg Reckemeier (Statistik, Rekorde) und Bernhard Riedel (Mannschaften).
Kommunizieren will proMASTERs ausschließlich über die Zeitschrift „Senioren-Leichtathletik“ aus dem Meyer&Meyer-Verlag Aachen. Sie wird der Interessengemeinschaft eine gesonderte Seite zur Veröffentlichung von Mitteilungen zur Verfügung stellen. Daneben gibt es Informationsaustausch bei deutschen und internationalen Meisterschaften, natürlich per E-Mail unter den aufgeführten Adressen der Repräsentanten und schließlich über die eigene Homepage im Internet. Mit „masters-sport.de“ und „senioren-leichtathletik.de“ ist eine Kooperation vereinbart.
Mit einem besonderen Bonbon konnte Sprecher Kurt Kaschke noch aufwarten: In Aachen wurde eine Zusammenarbeit mit dem „Meyer & Meyer-Verlag“, der auch in Aachen ansässig ist und zu den größten Sportfachbuchverlagen der Welt zählt, vereinbart werden: Die Zeitschrift kann zu einem Vorzugsabonnementspreis von proMASTERs -Mitgliedern erworben werden (Reduzierung des Abonnementsum 20 % auf 40,00 € pro Jahr), allerdings nur, sofern dem Förderverein proMASTERs eine Jahresspende von mindestens 100,00 € zur Verfügung gestellt wird. Dieser Förderverein, ebenfalls am 5. August in Aachen gegründet, unterstützt die Senioren-Arbeit der Interessengemeinschaft ausschließlich mit Mitteln von Spendern und Sponsoren. Sein Vorsitzender ist der Niedersachse Kurt Kaschke, Stellvertreter Arno Hamaekers, Beisitzer im Vorstand sind Jörg Reckemeier und Frank Krümmer. (13.08.06)
Eine neue persönliche Jahresbestzeit hat Merlene Ottey am Samstag aufgestellt. Die gebürtige Jamaikanerin gewann über 100m die offenen schottischen Meisterschaften in Glasgow überlegen in 11,34 sec (W: +1,8m). Damit verbesserte die Halbfinalistin der EM in Göteborg ein weiteres Mal den W45-Weltrekord. (12.08.06)
Neue Senioren-Aktivensprecher im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) sind Barbara Schlosser (*1956, Wiesbadener LV) und Gunter Bernhard (*1965, LG Wetzlar). Alle vier Jahre wählen die deutschen Leichtathletik-Senioren ihre Aktivensprecher. Nach der Wahl 2002 stand damit in diesem Sommer die Neuwahl an, die bei den drei großen Stadion-Meisterschaften (Senioren I in Erfurt, Senioren II in Aachen und Mehrkampf in Ahlen) stattfand. Viele Vereine und ihre Masters-Leichtathleten beteiligten sich an der Wahl, deren Ergebnis nun feststeht.
Mit Barbara Schlosser und Gunter Bernhard, dessen Vorname sich übrigens ohne "h" schreibt, setzten sich die beiden vom DLV-Landesverband Hessen vorgeschlagenen Kandidaten durch. Die W50-Werferin und der M40-Sprinter sehen ihre bevorstehenden Aufgaben vor allem darin, einerseits Ansprechpartner für alle Senioren/innen zu sein und andererseits die Position der Senioren im DLV zu stärken und auszubauen. In ihren Statements bei der Kandidatenvorstellung hatten sie als Ziele das Erreichen eines höheren Stellenwerts der Seniorenmeisterschaften und die Hilfe bei der Lösung von Problemen als vorrangige Ziele definiert. (Quelle: www.leichtathletik.de und eigene Recherchen12.08.06)
Überraschend hat die WMA am Wochenenanfang auf ihrer Webseite die Disqualifikation des kasachischen M40-Hallenweltmeisters von Linz im Kugelstoßen Sergey Rubtsov mitgeteilt. In einer vom Vorsitzenden des "Law & Legislation-Komitee" Friedel Schunk (Verden) abgegebenen Erklärung werden allerdings keinerlei genaue Gründe für die Disqualifikation genannt. Die Rede ist nur von Regelverstößen des Kasachen. Um welche Regelverstöße es sich handelt, wird nicht mitgeteilt. Offen ist folglich, ob der Kasache gedopt hat und damit ein dritter Dopingverstoß in Linz festgestellt wurde.
Die WMA-Mitteilung bestätigt außerdem, dass die WM-Ergebnisse des mit dem anabolen Steroid Stenozolon gedopten Russen Andrey Fedyaschin (M40) gestrichen wurde. Der W40-Athlet verliert seinen Kugelstoßrang und außerdem in den Winterwurfkonkurrenzen Diskus (Silbermedaille) und Speer (Rang 4). In der Winterwurf-Diskuskonkurrenz rückt damit der Südafrikaner Braam Botes (38,40m) auf Rang 2, die Bronzemedaille gewinnt Heino Kaup (*1962, TSV Bayer Leverkusen, 37,12m).
Mit der jetzt veröffentlichten Erklärung der WMA sind offensichtlich die "weitere(n) Untersuchungen dieses Wettkampfs abgeschlossen" worden, die die WMA Anfang Juli angekündigt hatte. Wir hatten bereits Anfang Juli gemeldet, dass in der Linzer Halle am Wettkampftag der mit gestoßenen 17,80m überlegene Sieger des Kugelstoßwettkampfes aus Kasachstan verdrückt hatte, angeblich "um die Toilette aufzusuchen". Danach ward er nicht mehr gesehen. Kurz zuvor war ein Dopingkontrolleur auf der Anlage erschienen, wo er gezielt sowohl den Kasachen als auch den jetzt disqualifizierten Russen Fedyashin zur Urinkontrolle bitten wollte.
M40-Kugelstoßweltmeister von Linz ist damit Enrico Pyritz (*1962, HSG Uni Greifswald), der mit 15,74m im fünften Versuch seinen Titel von Sindelfingen verteidigte, der Brite John Nicholls (14,77m) erhält Silber und Michael Perplies (*1962, TV Wattenscheid, 13,60m) bekommt Bronze. Die neuen Medaillengewinner werden von der WMA jeweils benachrichtigt, die Medaillen werden Ihnen ausgehändigt. Die offizielle Ergebnisliste ist bereits berichtigt; die noch in Druck befindliche Ergebnisbroschüre enthält ebenfalls die neue Ergebnisliste.(09.08.06)
(Fast) unbemerkt hat es der der DM II in Aachen einen weiteren deutschen Rekord gegeben. In der Dreisprungkonkurrenz M65 sprang Lothar Fischer (*1936, TG Waldsee) im fünften Versuch 10,15m (W:+0,2) und damit nicht nur auf den zweiten Platz der Konkurrenz. Die erzielte Weite ist nämlich auch besser als der bisherige M70-Dreisprungrekord, den Fischer selbst bei der EM in Posen am 28.07.2006 auf 10,01 (-1,3) verbessert und damit die vier Jahre alte Bestmarke von Rudolf Held (*1931, TSV Gronau/L) übertroffen hatte.
Fischer, 1936 geboren, gehört national bereits zur M70, für die in Aachen keine Dreisprungentscheidung ausgeschrieben war; er war deshalb in die M65 "ausgewichen". In der M70 gewann er übrigens mit 4,73m - auch im fünften Versuch- den Weitsprungwettbewerb. (09.08.06, erg. 10.08.06)
Den „Knaller“ bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften II in Aachen gab es am Samstag beim letzten Wettbewerb des Abends, dem Speerwurf der Seniorinnen W50. Ingrid Thyssen (*1956, TSV Bayer 04 Leverkusen) stellte mit 44,20 Metern im fünften Versuch einen neuen Weltrekord auf und verbesserte den alten Rekord von Regina Stange (*1952, TuS Jena) aus dem Jahr 2002 um 2,70 Meter. „Vor 25 Jahren wäre mir dieser Rekord lieber gewesen“, sagte die ehemaliger Aachenerin (ATG). „Ich bin heute nur an den Start gegangen, weil die Meisterschaft in meiner Heimatstadt ausgetragen wurde.“
"Richtig Stimmung" kam am Samstag im Aachener Waldstadion bei den 100- und 400-Meter-Finals und insbesondere bei den Endläufen der Staffeln auf. Bei den Staffeln über 4x100, 4x400, 3x800 und 3x1.000 Meter gab es Freude und Tränen. Der Schlussläufer der 4x100-Meter-Staffel, Ehrenfried Exter (*45) von LAV Bayer Dormagen, lag durch die gute Leistung seiner Staffelkameraden in Führung, aber als er den Stab übernahm, ereilte ihn ein Muskelkrampf, und er konnte das Rennen nicht beenden. Dadurch wurde der TuS Eintracht Wiesbaden in 51,25 Sekunden neuer Deutscher Meister in der M60.
Anders erging es der 4x100-Meter-Staffel der W65 vom OSC Berlin mit Irene Geisler (*41), Beate Möller (*39), Erika Kothe (*38) und Nora Bäcker (*40), die ihren eigenen deutschen Rekord aus dem Jahr 2005 von 68,15 Sekunden auf 64,11 Sekunden verbesserte; besonders konnte sich dabei Irene Geisler freuen, die in der Rekordstaffel an die Stelle von Rona Frederiks gerückt war
Interesse zeigten neben den vielen Aktiven und Begleitern auch die örtlichen Zuschauer bei sonnigem Wetter an dieser Veranstaltung, unter ihnen waren der Nordrhein-Westfälische Minister für Integration, Armin Laschet, EVAA-Präsident Dieter Massin sowie der stellvertretende Oberbürgermeister der Stadt Aachen, Wolfgang Rombey, mit seinem Sportamtsleiter Hans-Georg Suchotzki.
Am späten Samstagnachmittag erzielte Jutta Schaefer (*1931, TSV Kassel-Oberzwehren) einen weiteren neuen deutschen Seniorenrekord W75 im Hammerwurf. Eine gute Serie (30,38-31,20-27,13-29,90-30,32 m) krönte sie im letzten Versuch mit 31,80 Metern. Jeder Wurf war über der alten Bestmarke von Marianne Neubert (*1928, LG Kottern-Durach) aus dem Jahre 2004 mit 26,39 Metern. Jutta Schaefer erzielte damit (incl. Rasenkraftsporttiteln) ihren 107. Deutschen Meistertitel. (Quelle: eigene Recherchen und Karlheinz Flucke auf www.leichtathletik.de, 05.08.06)
Die offizielle Seite zu den Deutschen 10km-Straßenlaufmeisterschaften am 10. September in Regensburg ist online. Unter www.lg-regensburg.de/2006_dlv-strasse/ sind ab sofort alle weiteren Informationen zur Veranstaltung zu finden. (05.08.06)
Bereits eine Woche nach den Senioren Europameisterschaften in Poznan (Polen) starteten die älteren Senioren (Altersklasse ab W/M 50) bei den Deutschen Senioren Meisterschaften II in Aachen, um zu Titelehren zu gelangen. In der Heimatstadt von DLV-Vizepräsident Prof. Dr. Michael Böhnke wurde im Waldstadion eine Veranstaltung des LV Nordrhein mit sehr viel Liebe zum Detail vorbereitet. Dieses schöne Umfeld gab am Freitag den Athleten auch jene Motivation, um einen neuen Weltrekord im 800-Meter-Lauf der Klasse W75 zu erzielen. Melitta Czerwenka-Nagel (*1930, LAG Saarbrücken) startete in der jüngeren W70er Klasse und kam im Sog von Elfriede Hodapp (*1935, LG Ortenau Nord, 3:07,86 Minuten) und Annemarie Stiegmann (*1935, LG Lage Detmold) auf die neue Weltrekordzeit von 3:28,73 Minuten.
Einen neuen deutschen Seniorenrekord erzielte Hans Eberle (*1926, LG Remseck) im Weitsprung der Klasse M80 mit 4,18 Metern. Er verbesserte damit den Rekord von Hans Hoffmann (*1925, LG Altmark) aus dem Jahr 2005 um sieben Zentimeter, der seinerseits mit 3,97 Metern Europarekord sprang. Für den Europäischen Verband gilt die Geburtstagsstichtagsregelung. Hans Eberle, 1926 geboren und daher nach DLV-Regeln Starter in der M80, siegte zwar im M80-Wettbewerb, hat aber das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet.
(Quelle: eigene Recherchen und Karlheinz Flucke auf www.leichtathletik.de, 05.08.06)
Der norwegische Sprinter Aham Okeke ist zum dritten Mal positiv bei einer Doping-Kontrolle getestet worden. Daraufhin wurde der 36-Jährige vom norwegischen Leichtathletik-Verband mit einer lebenslangen Sperre belegt. Der sechsmalige norwegische Meister über 100m war am 7. Juli von einer unangemeldeten Trainingskontrolle der nationalen Anti-Doping-Agentur überrascht worden und hatte den Gebrauch des Wachstumhormons zugegeben. Weil der gebürtige Nigerianer geständig war, warteten die norwegischen Dopingfahnder nicht die Öffnung der B-Probe ab sondern fällten ihren Schuldspruch unverzüglich.
Okeke war für den 100-Meter-Start und die Sprint-Staffel bei den am 7. August in Göteborg beginnenden Europameisterschaften gemeldet worden. Er war schon zwei Mal gesperrt worden: Wegen der Einnahme des Aufputschmittels Pseudoephedrin wurde er für einen Monat aus dem Verkehr gezogen. Danach folgte für ein Testosteron-Vergehen eine zweieinhalb Jahre lange Sperre. Der norwegische Sprinter gab an, wegen einer im Juni zugezogenen Fußverletzung ein Testosteron haltiges Medikament von seinem Arzt erhalten zu haben. «Es war ein verzweifelter Versuch. Ich entschuldige mich bei meinen Teamkameraden», sagte Okeke.(aus: ftd, 05.08.06, update 06.08.)
Zur positiven Dopinganalyse hat Werner Schallau inzwischen gegenüber www.masters-sport.de eine Erklärung abgegeben. Wir veröffentlichen sie hier im Wortlaut:
"Zu meiner am 11.Juni 2006 anläßlich der Deutschen Senioren-Mehrkampfmeisterschaften in Ahlen entnommenen positiven Dopingprobe gebe ich folgende Erklärung ab, die ich in groben Zügen auch der örtlichen Presse (Buersche Zeitung) habe zukommen lassen. Der Dopingtest ergab das Vorhandensein von Norandrosteron und Prednisolon. Im Vorspann im Text an die Buersche Zeitung erklärte ich ausdrücklich, dass diese gefundenen Substanzen nicht auf Selbstmedikation zurück zu führen sind, sondern über Injektionsbehandlungen durch meinen Orthopäden in meinen Körper gelangt sind. Darauf möchte ich in dieser Stellungnahme noch einmal mit Nachdruck hinweisen! Zu beiden Inhaltsstoffen gebe ich folgende Informationen:
Zu 1) Vorhandensein von Norandrostreron
Im Zustand eklatanter physisch und psychisch bedingter Schwächezustände einhergehend mit einem desolaten Immunsystem und der erklärten Absicht, keine Wettkämpfe mehr bestreiten zu wollen, habe ich am 12.Mai neben Vitamin- bzw. Aufbaupräparaten ein Präparat mit einem anabolen Wirkstoff (Norandrosteron ) von meinem Orthopäden injiziert bekommen. Dieses wurde bzw. wird nach Operationen zur Rekonvaleszenz und bei Substanzverlust eingesetzt. Wie kam es zu diesen Schwächezuständen? Ausgang war (wahrscheinlich) ein zu hartes Training (5-6mal die Woche) zur Vorbereitung auf die Senioren-Hallenweltmeisterschaften in Linz (15.-20-März). Dazu kam, dass ich kurz zuvor (10.März) als Abteilungsleiter zum für mich schmerzlichen Rücktritt "gezwungen" wurde. In diesem Zustand eines körperlichen und seelischen Tiefs blieb ich dann in Linz - auch bedingt durch Hüftbeschwerden - weit hinter den in den letzten beiden Jahren bei Hallenmeisterschaften erzielten Ergebnissen zurück.
In der Folgezeit verschlechterte sich mein Zustand weiter, ich war körperlich am Boden, seelischen Depressionen nahe, dass ich auch keinen Sinn darin sah, mich für die Senioren-Europameisterschaften in Posen zu melden und das nach oftmaliger erfolgreicher Teilnahme an internationalen Meisterschaften! In diesem desolaten Zustand erwischte mich wohl zwangsläufig - dazu noch in meinem Urlaub - eine fiebrige Grippe, nach der ich dann völlig "im Keller" war. Ich startete zwar noch wegen Besetzungsschwierigkeiten am 8.Mai bei einem Mannschaftswettkampf im Stabhochsprung, scheiterte da aber an der lächerlichen Anfangshöhe von 2,20 m! Anschließend versuchte ich noch ein Sprinttraining mit 100-m-Läufen zu absolvieren, brach dies aber nach dem 3.Lauf mit einer Zeit knapp unter 17 Sekunden ab, und nachdem ich in der Woche zuvor trotz intensivsten Einsatzes die 200 m nicht unter 36 Sekunden laufen konnte, war für mich jetzt endgültig "Feierabend"! Da mir die Arthrose der rechten Hüfte immer mehr Probleme bereitete, so dass ich nicht einmal mehr schmerzfrei gehen, geschweige denn laufen konnte, entschloß ich mich zu diesem Zeitpunkt, nicht mehr in Wettkämpfen zu starten! Dies teilte ich auch meinem Orthopäden mit, der mir dann angesichts meines körperlichen Niedergangs am 12.Mai die oben erwähnten Spritzen verabreichte.
Aus falsch verstandener Kameradschaft fühlte ich mich dann doch genötigt, in Mannschaftswettkämpfen an den Start zu gehen, zunächst einmal am 25.Mai in der DAMM-Mannschft der M 60, deren Teilnahme durch den Ausfall eines Mannschaftsmitglieds wegen eines Muskelfaserrisses und deshalb bedingter unvollständiger Mannschaft gar nicht mehr anstand. Als dieser dann überraschenderweise startfähig war, lag es an mir, den Erhalt des M-60-Teams zu gewährleisten und sagte deshalb meine Teilnahme zu. In diesem Wettkampf zeigte sich dann das ganze Ausmaß meiner gesundheitlichen Probleme! Absolute Schlechtsleistungen wurden gekrönt durch eine Weitsprungweite von 3,68 m!!!
Dennoch ließ ich mich überreden, aus mannschaftlichen Erwägungen auch noch an den Deutschen Senioren-Mehrkampfmeisterschaften in Ahlen teilzunehmen, wo ich als Einzelwettkämpfer unter gar keinen Umständen gestartet wäre und bis zu letzt meine Teilnahme in Frage stellte, dann aber dem Start nach eindringlicher Einflußnahme eines meiner Mannschaftskameraden doch zustimmte. Das war der größte Fehler meines Lebens!!!
In Ahlen lieferte ich dann einen weiteren Beweis meiner schlechten körperlichen Verfassung. Mit 1233 Punkten blieb ich deutlich hinter meinem Vorjahrsergebnis (1570 Punkte) und dem Ergebnis von 2004 von 1647 Punkten zurück, mit denen ich die Silbermedallie der M 65 bei den Senioren-Europameisterschaften in Randers gewonnen hatte. Ich gebe diese Vergleichszahlen an für meine Erklärung, dass es sich bei der Gabe des ober genannten anabolen Wirkstoffs bei mir niemals um Leistungsmanipulation hat handeln können. Das ist bei diesen Ergebnissen nicht anzunehmen und eine Wirkung des Medikaments nicht erkennbar. Über vier Wochen nach der Injektion dürfte es auch gar nicht mehr wirksam sein!
Zu 2) Vorhandensein von Prednisolon
Im Zusammenhang mit einem seit vielen Jahren bestehenden Verschleiß des Ilio-Sakralgelenkes (Diagnose des Dr.Karlheinz Graff vor etwa 15 Jahren) und der sich seit etwa fünf Jahren stets verschlechternden, bereit oben erwähnten Arthrose der rechten Hüfte litt ich praktisch wegen ständiger Belastung durch Training und Wettkampf chronisch an schmerzhaften Entzündungen der diese Gelenke umgebenden Muskel- und Sehnenansätze einschließlich Schleimbeutelentzündung im Bereich der rechten Hüfte. Ferner hatte ich zwischenzeitlich Beschwerden wegen Gelenkentzündungen beider Vorfüße.
Sehr regelmäßig - im Schnitt etwa ein- bis zweimal in 14 Tagen - wurden diese Bereiche z.T. in wechselnder Folge mit Spritzen therapiert. Selten habe ich die Zusammensetzung der Injektionen hinterfragt. So auch nicht am 8.Juni, als ich von meinem Orthopäden zur Linderung meiner Schmerzen etliche Injektionen erhielt, um den bevorstehenden Wettkampf am 11.6. in Ahlen einigermaßen durchstehen zu können. Lediglich, wenn ich besondere Reaktionen bei mir feststellte - wie z.B. rotes und heißes Gesicht, Einschlafprobleme - fragte ich im Nachhinein nach Cortisonbeigaben. Solche Reaktionen verspürte ich nach der Behandlung am 8.6. allerdings nicht, so dass ich nicht von einer Cortisoninjektion ausgehen mußte. Deshalb habe ich diese Behandlung bei der Vornahme der Dopingprobe am 11.6. auch nicht erwähnt. Es war mir aber auch nicht bekannt, dass es für Cortisoninjektionen eine zu beantragende Ausnahmegenehmigung gibt. Im Übrigen leisten Cortisonpräparate die beste Therapie bei Entzündungen bei allen Patienten, nicht nur bei Sportlern. Sportler sollten auf eine solche Behandlung verzichten!? Ohnehin ist die Wirkung von Cortison auf Leistungssteigerungen fraglich und in der Diskussion zur Tendenz der Freigabe.
Im Übrigen wird mein Orthopäde auch dem DLV gegenüber in Kürze zu meiner Situation ein Statement abgeben, dass urlaubsbedingt noch nicht vorliegen kann.
Ich bin mir bewußt, dass viele Menschen wegen des positiven Dopingbefunds von mir sehr enttäuscht sind. Das betrifft im sportlichen Sektor vor allem Gremien des DLV und des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen, wo ich als Mitarbeiter tätig war. Das tut mir wirklich unendlich leid. Auch in meiner Familie, in der heimischen Sportöffentlichkeit , in meinem Verein und in Bezug auf meine Trainertätigkeit wird die Enttäuschung groß sein. Dass es dazu kommen konnte, ist einer gewissen Blauäugigkeit und meiner Inkonsequenz, nicht mehr an Wettkämpfen teilnehmen zu wollen und es aus falsch verstandener Kameradschaft doch tat, zuzuschreiben. Für mich persönlich ist eine Welt zusammengebrochen, ich würde am liebsten vor Scham im Erdboden versinken!!!
Zwischenzeitlich habe ich meine Kandidatur zur Wahl des DLV-Senioren-Aktivensprechers, meine Funktion als "Vertreter der Aktiven" im FLVWestfalen und meine Tätigkeit als Trainer bei Schalke 96 zurückgezogen.
Werner Schallau
(05.08.2006)
Die seit ein paar Jahren geführte Diskussion um "doppeltes Startrecht" hat jetzt zu einem Ergebnis für den Gesamtbereich des Deutschen Leichtathletik-Verbandes geführt, dem sich alle 20 Landesverbände für ihren Zuständigkeitsbereich angeschlossen haben. Der DLV-Verbandsrat hat am Rande der DM in Ulm entschieden, dass im kommenden Herbst "Startgemeinschaften" (Abkürzung: SG) gebildet werden können, die dann ab 1.1.2007 für ein Jahr wirksam sind.
Dazu wurde in der Leichtathletik-Ordnung (LAO) im § 2 eine neue Nr.4 beschlossen, die folgenden Wortlaut hat: "Zum Zweck der Bildung von Staffeln und Mannschaften (DMM, DJMM, DSMM, DAMM) können Vereine (jedoch nicht LG) innerhalb der Landesverbände Startgemeinschaften bilden. Das Startrecht für die Einzel- und die weiteren Mannschaftswettbewerbe (-wertungen) für den Stammverein bleibt davon unberührt. Näheres regeln Zusatzbestimmungen." Diese Zusatzbestimmungen sind im Anhang zur LAO abgedruckt.
Was bedeutet diese neue Regelung für die Wettkampfpraxis?
- Zwei oder drei Leichtathletik-Vereine können für die Dauer eines Jahres eine „SG“ bilden. Soll die SG länger bestehen, muss sie für jedes Jahr neu beantragt werden.
- Der Antrag ist beim zuständigen Landesverband auf einem
gesonderten Vordruck zu stellen.
- Eine SG kann Kreis- und Bezirksgrenzen überschreiten, sie darf aber nicht aus Vereinen verschiedener Landesverbände gebildet werden.
- Im Antrag muss angegeben werden, für welche Altersklasse/n die SG gelten soll. Die Athleten der nicht betroffenen Altersklassen können dann weiterhin nur in Staffeln des Stammvereins starten. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Vereine einer SG angeben, dass alle
ihre Athleten (alle Altersklassen) in allen Staffeln und DMM-Klassen unter dem SG-Namen an den nachstehend aufgeführten Wettkämpfen teilnehmen.
- Die SG kann bzgl. der Staffelläufe (Sprintstaffeln, 4x400m, 3x800m, 3x1000m) und bzgl. der DMM-Wettbewerbe (alle Gruppen in allen Altersklassen) gebildet werden. Bei Additions-Mannschaftswertungen wie dies beim Mehrkampf und beim Straßenlauf der Fall ist, gilt dies nicht.
- Die Athleten einer SG werden bei den Staffel- bzw. DMM-Wettkämpfen nur unter dem Namen der SG geführt, bzgl. der übrigen Wettbewerbe unter dem Namen ihres Stammvereins. So kann es vorkommen, dass ein Sprinter bei einer Veranstaltung in dem 100m-Einzelwettbewerb für seinen Verein und in dem anschließenden Staffelwettbewerb für die SG antritt.
- Für die Athleten einer SG ist kein einheitliches Trikot vorgeschrieben (anders als bei den LGs). Sie treten bei Starts für die SG im Trikot ihres Vereins an.
- Die Vertretung der SG gegenüber den Verbänden und Veranstaltern übernimmt immer der Stammverein, der als erster im SG-Antrag
genannt ist. Er gibt die Meldungen für die SG ab und zahlt auch insoweit die Organisationsgebühren, die zusätzlich zu den Gebühren für die Einzelstarts seines Vereins berechnet werden.
- Es besteht auch die Möglichkeit, dass sich ein Verein bzgl. einzelner Altersklassen verschiedenen SGs anschließen kann. So können beispielsweise die Schülerinnen des Vereins X mit den Schülerinnen der Vereine Y und Z eine SG bilden, die männliche Jugend des Vereins X mit den Jugendlichen der Vereine V und W und ggf. die Senioren M 40 des Vereins X mit denen des Vereins Z.
- Hat ein Verein sich in einer Altersklasse einer SG angeschlossen, dürfen die Athleten dieser Altersklasse im selben Jahr nicht mehr in Vereinsstaffeln bzw. -mannschaften in diesem Verein eingesetzt werden.
- Ein Verein kann in jeder Altersklasse nur Mitglied einer SG sein.
- In die Bestenlisten werden die Athleten bzgl. den Einzelwettbewerben weiterhin unter dem Namen ihres Vereins aufgenommen und bzgl. den Staffelergebnissen unter dem SG-Namen. Bei den DMM-Wettbewerben werden das Gesamtergebnis und die Zeit der Sprintstaffel unter dem Namen der SG in die Bestenlisten aufgenommen, die Leistungen in den Einzeldisziplinen unter dem Namen des jeweiligen Stammvereins. Weil aus technischen Gründen die Ergebnisse der Einzeldisziplinen in den DMM-Ergebnislisten unter dem SG-Namen geführt werden müssen, wird insoweit etwas Mehrarbeit auf die Statistiker zukommen.
Was soll mit dieser neuen Regelung erreicht werden?
Allgemein ist in der deutschen Leichtathletik eine Verkleinerung der Trainingsgruppen und eine Verringerung der Zahl der wettkampforientierten Mitglieder (speziell in dem Altersbereich zwischen 13 und 40 Jahren) zu beobachten. Viele Vereine haben in den einzelnen Altersklassen nicht mehr genügend Athleten um an Staffel- und Mannschaftswettkämpfen teilzunehmen. Durch die Möglichkeit, eine SG mit einem oder zwei befreundeten Vereinen zu bilden, erhalten diese Athleten die Möglichkeit, auch das "Teamgefühl Leichtathletik" zu erleben. Sie starten in Einzel-Wettkämpfen weiterhin für den Verein, der in ihrem Startpass eingetragen ist. So ist es durchaus möglich, daß sie bei derselben Veranstaltung einmal für ihren Stammverein und bzgl. einer Staffel für die SG starten, was ohne Bildung einer SG mangels der erforderlichen Zahl an Vereinskameraden nicht möglich wäre.
Die bestehenden und bewährten Leichtathletik-Gemeinschaften (LG), die seit Jahren einen großen Anteil am Wettkampfbetrieb haben, sind von der Möglichkeit der Bildung einer SG bewusst und ausdrücklich ausgenommen. Eine LG mit ihren nach der LAO erheblich weitergehenden Rechten wurde immer auch zum Zweck der Staffel- und Mannschaftsbildung gegründet. Es würde dem Zweck der Förderung kleiner Vereine widersprechen, wenn eine "große LG" mit mehreren Stammvereinen sich noch zusätzlich mit zwei weiteren Vereinen zu einer SG zusammenschlösse.
Die sehr weitgehende Flexibilität der neuen Bestimmungen (verschiedene SGs für verschiedene Altersgruppen; landesoffen; keine zusätzlichen Trikots usw.) macht es kleineren Vereinen leicht, je nach individuellen Bedürfnissen für ein Wettkampfjahr eine SG zu gründen.
Es wird erwartet, dass das Angebot besonders im Jugend- und Seniorenbereich angenommen wird, weil in diesen Altersklassen besonders viele "Einzelkämpfer" in den Vereinen sind, die nun auch auf Starts in Staffeln und in der DMM hoffen können.
In einem Punkt sind die Verfasser der SG-Bestimmungen allerdings hart geblieben und wollen keine Ausnahmen zulassen: SGs können nicht aus einer plötzlichen Eingebung heraus gebildet werden, sondern müssen vor dem 31. Dezember für das kommende Jahr beim eigenen Landesverband angemeldet sein. Eine kurzfristige Bildung einer SG wenige Tage vor Meldeschluss zur Staffel-Landesmeisterschaft ist also ausgeschlossen. Man muss sich schon bis zum Jahresende überlegen, ob und mit wem eine SG-Bildung sinnvoll ist und nicht erst abwarten, wie die Einzelleistungen sich im Laufe der Saison entwickeln. (von Volker Wollschläger und Eberhard Vollmer auf nlv-la, 03.08.06)
Heute vor 70 Jahren begannen die XI. Olympischen Spiele der Neuzeit in Berlin. Die Stadt war in ein Fahnenmeer gehüllt und die Stadt war voller Touristen aus aller Welt aber es kamen auch viele nicht, die dem Staat der Nazis unter Adolf Hitler misstrauten. Ein perfektes Schauspiel bot sich den Sportlern, den internationalen Delegationen und der sportinteressierten Öffentlichkeit in Berlin. 4.066 Athleten aus 49 Nationen nahmen an den Spielen teil. Die Sportler kämpften um die Ehre und den olympischen Sieg, aber den Nazis gelang es mit einer in der olympischen Geschichte beispiellosen Propaganda-Inszenierung die Welt über ihre wahren Pläne zu täuschen.
Premiere feierte in Berlin der olympische Fackellauf von Olympia in Griechenland nach Berlin. Das Fernsehen befand sich am Anfang der Entwicklung und berichtete schon in öffentliche Fernsehstuben. Untergebracht wurden die männlichen Athleten im Olympischen Dorf von Elstal, 14 Kilometer vom Stadion entfernt. Die weiblichen Teilnehmer hatten ihr Quartier direkt in der Nähe des Stadions. Das Olympische Dorf diente danach als Kaserne für die Wehrmacht und nach dem Krieg der Roten Armee.Viele Bauten aus der damaligen Zeit stehen noch, bzw. werden rekonstruiert wie das große Speisehaus der Nationen.
Die deutschen Sportler waren zum ersten aber auch zum letzten Mal die erfolgreichsten Teilnehmer an Olympischen Spielen mit 33 Gold-, 26 Silber- und 30 Bronzemedaillen belegten sie Platz eins in der Nationenwertung.
Jesse Owens - der Star der Spiele
Jesse Owens war der Star der Spiele in Berlin, der schwarze Sprinter aus den USA gewann allein 4 Goldmedaillen (100 und 200 m, 4 x 100 m Staffel und Weitsprung) zum Ärger von Adolf Hitler, der in seinem Rassenwahn nur weiße Sportler siegen sehen wollte.
Unabhängig von dem politischen Missbrauch der Spiele und der historischen Aufarbeitung, die erst spät begann und anhält, sind die Leistungen der Teilnehmer bis heute zu bewundern und ein Meilenstein in der Entwicklung des olympischen Sports.
Im Berliner Olympiastadion fand nach Umbau am 9. Juli 2006 das Finales der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft statt und es wird im Jahre 2009 auch der Ort der IAAF Weltmeisterschaft der Leichtathletik sein.
Mehr über die Olympischen Sommerspiele 1936... (Quelle: German Road Races, 01.08.2006)
In die in Spanien aufgedeckte Dopingaffäre sind nur Radsportler, aber keine Leichtathleten verwickelt. Dies hat der spanische Sport-Staatssekretär Jaime Lissavetzky dem Präsidenten des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, Lamine Diack, in einem Schreiben versichert. Diack hatte die spanischen Behörden um Auskunft gebeten, teilte die IAAF in einer Presse-Erklärung weiter mit. Staatssekretär Lissavetzky habe den IAAF-Präsidenten darüber informiert, dass in den Protokollen der Guardia Cicil "keine Namen von Athleten oder Identifikationen irgendwelcher anderer Personen auftauchen, sondern nur solche mit direktem Bezug zum Radsport".
Die spanischen Behörden hatten im Zusammenhang mit der Affäre Indizien über Dopingpraktiken zusammengetragen. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen die Mediziner Eufemiano Fuentes und Merino Batres. In den vergangenen Wochen hatte es Spekulationen gegeben, wonach auch Athleten anderer Sportarten Kontakt zu Fuentes gehabt haben sollen. Dies wurde im Zusammenhang mit Tennis und Fußball aber umgehend entkräftet.
Im ZDF-Sportstudio bekräftigte der ehemalige spanische Radprofi Jesus Manzano allerdings am Samstagabend, dass in der Fuentes-Praxis nicht nur Radfahrer, sondern auch andere Sportler behandelt worden seien. Der Aussteiger sprach explizit von Fußballern ("auch deutschen") und Leichtathleten.
Inzwischen berichtete die ARD, der 800m-Olympiasieger von Sydney Nils Schumann werde mit dem spanischen Dopingarzt Fuentes in Verbindung gebracht. Schumann wies die Verdächtigungen energisch zurück.
(30.07.2006, update 05.08.06)
ProMasters, die neugegründete Interessengemeinschaft der Senioren-Leichtathleten soll bei der DM II in Aachen Ende nächster Woche den aktiven Seniorenleichtathleten werden. Auf einer provisorischen Internetseite www.promasters-la.de/ finden sich inzwischen neben einem Beitrittsformular erste, noch vorläufige Grundsätze der „losen Vereinigung der Seniorenleichtathletik“, die die Aufgabe haben soll, die Interessen der Senioren-Leichtathleten und athletinnen zu ermitteln, zu bündeln und nach außen zu vertreten. Grundlage einer Mitgliedschaft ist u.a. die Unterzeichnung der „Vaterstettener Anti-Doping-Erklärung“. Inzwischen liegt bereits eine überarbeitete neue Fassung vor.
Vertreten wird proMasters durch den 51-jährigen Kurt Kaschke, der die Tätigkeit und Initiativen verschiedener „Repräsentanten“ koordinieren und die Interessengemeinschaft nach außen vertreten soll. Auf den vor einigen Tagen in das EVAA-Council gewählten Pädagogen ist auch die proMasters-Internetseite registriert. proMasters-Repräsentanten sollen sich um nicht weniger als elf Themenschwerpunkte kümmern, darunter Aktiveninteressen, Sportethik, Antidoping und eine Webseite. Zu den ersten Repräsentanten zählen u.a. Guido Müller (Vaterstetten), Dagmar Fuhrmann (Usingen), Arno Hamaekers (Heidelberg), Dieter Massin (Ahlen) und Rüdiger Nickel (Hanau).
ProMasters wird nach eigenen Angaben kein eingetragener, rechtlich selbständiger Verein sein, sich aber der Unterstützung eines Fördervereins („FVpM“) bedienen, der die Aktivitäten der Interessengemeinschaft finanziell flankieren soll.
Nach eigenen Vorstellungen will proMasters den Kontakt zum Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und „ist bemüht, dessen Seniorenarbeit zu unterstützen und zu fördern.“ Allerdings heißt es in den vorläufigen Grundsätzen auch selbstbewusst, dass die „Zusammenarbeit auf gleichberechtigter, unabhängiger und loyal-kritischer Grundlage, &Mac226;auf Augenhöhe’ angestrebt“ wird.
Mitglieder von proMasters sollen, so die provisorische IG-Webseite, die Zeitschrift "Senioren-Leichtathletik" aus dem Meyer&Meyer-Verlag, Aachen, zu einem stark vergünstigten Abopreis erhalten.
(30.07.06)
Zwei Monate nach der politischen Unabhängigkeit sind Serbien und Montenegro auch vom Leichtathletik-Weltverband IAAF und vom Europa-Verband EAA als eigenständige Mitglieder anerkannt worden. Wie die IAAF am Freitag in Monaco mitteilte, wird sich die Zahl ihrer Mitgliedsländer auf 212 erhöhen. Als «provisorisches Mitglied» kann Montenegro bereits eine eigenständige Mannschaft zu den Europameisterschaften nach Göteborg (7. bis 13. August) und zu den Junioren-Weltmeisterschaften nach Peking (15. bis 20. August) schicken.
Durch die Trennung der Verbände konnte die EAA ihr 50. Mitgliedsland begrüßen. Auf der Grundlage der IAAF-Entscheidung können sowohl Serbien als auch Montenegro mit eigenen Teams bei der EM in Göteborg an den Start gehen. Endgültig muss über die getrennte Mitgliedschaft noch beim EAA-Kongress im April 2007 in Cannes abgestimmt werden.
Montenegro hatte am 3. Juni seine Unabhängigkeit und die Trennung vom Staatenbund mit Serbien gefeiert. Das Parlament in der Hauptstadt Podgorica hatte zuvor eine Deklaration über die Wiederherstellung der Staatlichkeit und Unabhängigkeit verabschiedet. Rechtsgrundlage für die Entscheidung war das Referendum vom 21. Mai, bei dem sich 55,5 Prozent der Wähler für die Souveränität entschieden hatten.
(aus www.leichtathletik-news.de, 29.07.06)
Bis zum Wochenende läuft die Senioren-EM in Posen (Polen) noch auf vollen Touren und bereits einige Tage darauf findet ein weiterer Saisonhöhepunkt für die deutschen Seniorensportler statt. Die Deutschen Seniorenmeisterschaften II werden vom 4. - 6. August im Aachener Waldstadion ausgetragen.
454 Vereine aus allen Landesverbänden haben insgesamt 1.065 Teilnehmer mit 1.593 Einzelstarts gemeldet. Die Männer sind mit 764 Athleten und die Frauen mit 301 Athletinnen vertreten. Zusätzlich werden 64 Staffeln an den Start gehen.
Die stärkste Altersklasse ist die M50 mit 149 Startern gefolgt von der M60 (147). Bei den Starts liegt die M65 mit 229 vor der M60 (211). Die am stärksten besetzte Einzeldisziplin bei den Männern sind die 200 Meter in der M65 (28 Starter).
Bei den Frauen ist die W50 mit 91 Starterinnen am stärksten vertreten, die W55 folgt mit 51. Auch bei den Starts liegt die W50 mit 130 vor der W55 (97). Die Disziplin mit den meisten Teilnehmerinnen ist der Weitsprung der W50 mit 16 Athletinnen.
(Quelle: www.leichtathletik.de; 28.07.06)
Earl Fee (M75), Ed Whitlock (M75) und Karla del Grande (W50), die großen Mastersathleten Kanadas, prägten auch in diesem Jahr die nationalen Meisterschaften, die am letzten Wochenende in Dieppe in der Atlantikprovinz New Brunswick stattfanden. Hier die besten Leistungen der Meisterschaften:
CMAA Outdoor Track & Field Championships
Dieppe, New Brunswick
22 - 23 July 2006
Frauen
200m W50
1 Del Grande, Karla W53 Etobicoke 27,14sec
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400m W50
1 Del Grande, Karla W53 Etobicoke 61,49 sec
W70 1 Horne, Jean W73 Ontario 82,11 sec
--------------------------------------------------------------------------------
800m
W70
1 Horne, Jean W73 Ontario 3:14.85 min
W75
1 Montgomery, Lenore W76 British Columbia 3:44.00min
--------------------------------------------------------------------------------
1500 m
W70 1 Horne, Jean W73 Ontario 6:52.29min
W75 1 Montgomery, Lenore W76 British Columbia 7:11.65min
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Männer
400m M75
1 Fee, Earl M76 Etobicoke 67,46sec
--------------------------------------------------------------------------------
800m M75
1 Fee, Earl M76 Etobicoke 2:37.04
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1500m M75
1 Witlock, Ed M75 Milton Runners 5:26.79min
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5000m M75
1 Witlock, Ed M75 Milton Runners 19:07,02 min
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10000m M75
1 Witlock, Ed M75 Milton Runners 39:25,16min
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Alle Resultate…
(27.07.06)
Mit deutlichen Worten hat EVAA-Präsident Dieter Massin am Dienstag in seinem Rechenschaftsbericht vor der EVAA-Generalversammlung in Posen (Polen) den Seniorenleichtathletik-Weltverband WMA aufgefordert, den „Kampf gegen Doping“ zu verstärken. Es sei nicht akzeptabel, wenn Antidoping-Kontrollen allein bei europäischen Kontinentalmeisterschaften stattfänden, sonst aber nicht, sagte der Westfale. Massin forderte konsequente Dopingkontrollen auch bei den übrigen Kontinentmeisterschaften.
Massin führte weiter an, dass nach einem Bericht des medizinischen WMA-Beauftragten Prof. Dr. Karri Wichmann (Helsinki) in 18 Monaten nur 180 medizinische Ausnahmegenehmigungen („TUE“) von Mastersathleten aus wenigen Ländern beantragt worden seien, „die weitaus meisten aus Deutschland“. Neben Deutschland, sagte der EVAA-Präsident, seien Ausnahmegenehmigungen nur von Athleten aus Australien, Finnland, Frankreich, Kanada, Italien, Norwegen, Schweden und den USA angefordert worden. „Für mich ist das ein Skandal, und die WMA ist in der Pflicht, die Dopingkontrollen zu verschärfen“, sagte der EVAA-Präsident. Es sei dabei auch unbedingt notwendig, dass die WMA die TUE-Praxis allgemein bekannt mache.
Während der Versammlung teilte Massin auch mit, dass die EVAA künftig einen Euro zusätzliches Meldegeld pro Meisterschaftsteilnehmer kassieren und die so eingenommenen Gelder ausschließlich für zusätzliche Antidoping-Kontrollen aufwenden werde. Dies habe das EVAA-Präsidium beschlossen.
Geht es nach dem Willen von Dieter Massin können Senioren-Weltmeisterschaften im Straßenlauf und Gehen künftig nur stattfinden, wenn diese auch in allen Kontinenten geschieht. Bevor wieder eigene „Nonstadia“-Weltmeisterschaften stattfänden, müsse eine schonungslose Anlayse des Desasters um die Straßenlauf-WM in Neuseeland vorgenommen werden. Massin, der die WMA auch nachdrücklich aufforderte, Weltmeisterschaften nicht nur in Europa durchzuführen, berichtete schließlich, dass der Niedersachse Bernd Rehpenning in Posen die von ihm im Auftrag der WMA neu entwickelte Tabelle der Altersfaktoren testet. Rehpenning hat nach Jahren privater Recherchen und Berechnungen Zusatzpunkte für die Senioren-Mehrkämpfer errechnet, die bei der EM derzeit parallel zu den alten WMA-Faktoren erprobt werden. Die Europameisterschaften sollen weitere Aufschlüsse geben über Akzeptanz, Vergleich und Gewichtung dieser Zuschläge, für die Rehpenning inzwischen rund 30.000 Datensätze ausgewertet hat.
(26.07.06)
Die 40 war aus Masterssicht die Zahl des Abends. Denn just beim 40. Leichtathletik-Meeting in Stockholm, das jetzt IAAF-Super-Grand-Prix heißt, stellte am Dienstag der 40-Jährige Tscheche Jan Zelezny mit 85,08m einen neuen Speerwurf-Weltrekord der Altersklasse M40 auf. Bei heißem und schwülen Wetter verbesserte der Olympiasieger von 1992, 1995 und 2000 im altehrwürdigen Olympiastadion von Stockholm die 84,08m, die Peter Blank (*1962, LG Eintracht Frankfurt) vor drei Jahren in Ulm geworfen hatte. Der Tscheche, der am Ende der Saison mit dem Leistungssport Schluss machen will, wurde Zweiter der Konkurrenz. Auf dem dritten Platz landete der 25-Jährige Sindelfinger Stefan Wenk mit 80,90m. Es gewann mit neuem Stadionrekord, für den es einen Diamanten vom Veranstalter gab, der 1982 geborene Norweger Andreas Thorkildsen (89,78 m).
(26.07.06)
Die übernächsten Senioren-Europameisterschaften werden in Italien, Dänemark und Ungarn stattfinden. Dies empfahl am Dienstag die Generalversammlung des Europäischen Seniorenleichtathletik-Verbandes (EVAA) in Posen.
Die an der Adria, 100km südlich von Rimini gelegene italienische Hafenstadt Ancona wird Ausrichter der übernächsten Hallen-EM im März 2009. Die 2500 Jahre alte Stadt verfügt über eine erst jüngst fertig gestellte Halle mit sechs Rundbahnen und allen notwendigen Einrichtungen.
Die Straßenlauf-EM werden zwei Monate später in Aarhus (Dänemark) von den erfahrenen Organisatoren der EM 2004 ausgetragen. Das britische Bolton/Horwich hatte seine Bewerbung kurzfristig zurückgezogen, nachdem bei den jüngsten Kommunalwahlen die bisherige Ratsmehrheit zugunsten einer konservativen Mehrheit abgewählt worden war.
Das ungarische Nyiregyhaza wird nach dem Willen der EVAA-Delegierten die XVII. Senioren-Europameisterschaften ausrichten. Nach einem reichlich hausbackenen Film über die 120.000-Einwohner-Stadt im Osten des Landes überzeugte die sehr professionelle Präsentation durch Marton Gyulai, Sohn des kürzlich verstorbenen langjährigen IAAF-Generalsekretärs István Gyulai. Er versprach preiswerte Europameisterschaften in einer sportbegeisterten Stadt, die über einige Erfahrung in der Veranstaltung nationaler und internationaler Meisterschaften verfügt. Teilnehmer der Generalversammlung fühlten sich an die Ausrichterstädte Kristiansand (NOR), Cesenatico (ITA) und Jyväskylä (FIN) erinnert, die trotz oder gerade wegen ihrer Größe freundlich-sportive Europameisterschaften ausrichten konnten.
WMA-Präsident Cesare Beccalli, der über die Unterzeichnung des Ausrichtervertrages mit dem WM-Organisatoren in Lahti (FIN) berichtete, verriet dann, es sei „zu 95% klar, dass die WM 2011 in Brasilien stattfinden wird.“ Es sei wichtig, dass die WM in einer für die Masters-Bewegung neuen Region stattfinde. Brasilien, wo er selbst lange Jahre gelebt und gearbeitet habe, sei ein „wundervolles Land“ und eine Teilnahme dort sei „auch nicht teurer als an einer Europameisterschaft und zwar einschließlich Flugreise“.
Heißer Favorit ist offenbar die brasilianische Millionenstadt Porto Alegre, wo Bürgermeister und Provinzgouverneur, so Beccalli, bereits überzeugt seien. Der optimistische WMA-Präsident versprach eine Vorentscheidung in den nächsten Wochen.
(25.07.06)
„ Dazu braucht es wohl noch ein paar Jahre“, meinte ein Beobachter am Rande der EVAA-Generalversammlung. Zuvor war überraschend klar der Antrag des EVAA-Präsidiums gescheitert, den Verband künftig „European Masters Association“ zu nennen. Der kürzlich verstorbene IAAF-Generalsekretär Istvan Guylai hatte dies als „notwendige Umbenennung“ auf den Weg gebracht. Aber mit 48 von 81 Stimmen verfehlte der Vorschlag die für eine Namensänderung notwendige 2/3-Mehrheit der EVAA-Delegierten klar. Deren Generalversammlung tagte am Dienstag, dem Ruhetag der XV.Senioren-Europameisterschaften, in der Aula der Sporthochschule von Poznan. Vor allem die skandinavischen Verbände und Spanien stimmten dabei für den alten „Veterans“-Namen. Auch Appelle des EVAA-Präsident Dieter Massin („Die Nationalverbände können sich nennen, wie sie möchten. Es geht um eine Entscheidung für den Europäischen Verband!“) und des scheidenden technischen Delegierten der EVAA, des Briten Winston Thomas („Den Namen 'Veterans' können wir keinem Außenstehenden vermitteln!“) hatten nicht für die erforderliche Mehrheit gesorgt. Die DLV-Vertreter unter Führung von Vize Michael Böhnke votierten für die Umbenennung.
Per Akklamation wählten die EVAA-Delegierten im weiteren Verlauf als Nachfolger des „aus familiären Gründen nicht wieder“ kandidierenden Christian Segers (FRA) den Finnen Vesa Lappalainen, Geschäftsführer der finnischen Seniorenleichtathleten, zum neuen EVAA-Vizepräsident. Pikant: Auch Lappalainen hatte sich zuvor für die Beibehaltung des Veteranen-Namens ausgesprochen, nicht ohne allerdings als persönliches Ziel seiner Kandidatur seinen Einsatz für „unseren Masterssport“ vorzugeben.
Ebenfalls per Akklamation wurde der Italiener Lamberto Vacchi als neuer Technischer Direktor der EVAA gewählt. Er hatte schon bisher als Nonstadia-Verantwortlicher dem Präsidium angehört. Sein altes Amt und das des technischen Direktors werden künftig zusammengelegt, das Präsidium entsprechend verkleinert.
Aus deutscher Sicht erfreulich war die Wahl von Kurt Kaschke zum künftigen Generalsekretär des EVAA-Verbandes. Der aktive Mehrkämpfer und jetzt nahe Hannover lebende frühere Breitensportwart von Schleswig-Holstein erhielt 71 Stimmen; lediglich 8 entfielen auf seine britische Gegenkandidatin Daphne M. Marler, die allerdings aus familiären Gründen, wie es hieß, nicht in Posen anwesend sein konnte. Kaschke folgt auf Marina Hoernicke-Gil, die dem EVAA-Präsidium seit 1982 in verschiedenen Funktionen angehörte. Nach herzlichen Worten von EVAA-Präsident Dieter Massin an sie und den scheidenden Winston Thomas ernannten die Delegierten die beiden Protagonisten der europäischen Masters-Leichtathletik zu Ehrenmitgliedern auf Lebenszeit im EVAA-Präsidium und erhoben sich applaudierend von ihren Plätzen.
(25.07.06)
Der Masters-Weltrekord des Frankfurters Peter Blank (84,08 m; 2003) wackelt. Der seit fünf Wochen 40-jährige Jan Zelezny, bei den Männern mit 98,48 Metern Weltrekordhalter, nimmt diese Marke bei seinem nächsten Start beim Super-Grand-Prix-Meeting in Stockholm (Schweden; 25. Juli), das ebenfalls sein 40. Jubiläum feiert, ins Visier.
Der Tscheche erklärt aber auch: „Das ist nicht mein wirkliches Ziel, denn das besteht darin, mit den Besten der Welt Wettkämpfe zu bestreiten.“ Zuletzt musste Jan Zelezny eine Wadenverletzung auskurieren. Diese zwang ihn dazu, ein paar Wettkämpfe abzusagen. „Jetzt fühle ich mich aber wieder gut. In meiner letzten Saison will ich noch etwas zeigen. Stockholm ist mein letzter Wettkampf vor der EM in Göteborg.“
In diesem Jahr hat der Routinier bislang zwei Starts im Mai absolviert, als Saisonbestleistung warf er dabei in Doha (Katar) 86,07 Meter.
(Quelle: www.leichtathletik.de, 22.07.06)
Am ersten Wettkampftag herrschten bei den 15. Senioren-Europameisterschaften in Posen (Polen) Temperaturen bis knapp über 40 Grad im Schatten. "Es gab aber keinen Schatten", meinte dazu ein fachkundiger Beobachter. Überraschend stark traten dabei die niedersächischen Seniorinnen auf, auf die gleich vier mal Edelmetall entfiel.
Unter diesen extremen Bedingungen entfielen im 10.000-Meter-Lauf durch Peter Lessing (*1941, SC Önsbach) und Renate Hofmann (*1939, 1.WV Wunstorf ,48:16,46) und Gabriele Rost-Brasholz (*1946, LG Bremen-Nord; 47:47,25) die ersten Goldmedaillen in den Laufdisziplinen an das deutsche Team. Weitere Bronzemedaillen gab es in den beiden Altersklassen, in denen die deutschen Läuferinnen Gold gewannen. In der W65 gelang dies Barbara Wolf (*1945, TG Viktoria Augsburg, 49:17,59min), und in der W60 kam Anita Schneider (*1945, TV Waldstraße Wiesbaden) in 48:21,49min hinter der deutschen Goldmedaillengewinnerin aus Delmenhorst auf einen hoch verdienten Bronzerang. Silber und Bronze gewannen in der W70 Elfriede Willerts (*1936, LG Wilhelmshaven, 59:16,50min) und Renate Schmideder (*1934, LG Leinfelden Echterdingen; 66:43,50min). Anne Fischer (*1955, ATS Cuxhaven) gewann in der W50 Bronze in 41:44,76min.
Selbst Peter Lessing, bekanntermaßen ein "Hitzeläufer", brach bei seinem Erfolg den von ihm geplanten Weltrekordversuch ab und lief in 38:20,41min ins Ziel. Bereits nach zwei Runden hatte der pensionierte Ingenieur aus Urloffen seine Marschroute geändert und das Tempo reduziert, um nicht ein Opfer der Hitze zu werden. Ein kluger Rat, wie dramatische Szenen in den folgenden Läufen zeigten, als der anwesende Arzt konsequent Läuferinnen und Läufer aus dem Rennen nahm, die ihre Kräfte falsch eingeteilt hatten. Die Russin Ludmilla Shevyakova (W40), die stark und offensiv lief und dabei offenbar dehydrierte, war eine der Läuferinnen, die davon betroffen war. Die Bilder erinnerten sehr an die legendäre Marathonpremiere der Frauen bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles, als die Schweizerin Gabriele Schiess ins Ziel taumelte.
Roman Tomczak (*1936, EBB Einheit Berliner Bär ) freute sich am Ende seines Laufes über Bronze in der M70 in 43:52,23min. Silber gewann in der M80 Herbert Buichwald (*1924, LC Alsternord Hamburg) in 62:09,50min.
EVAA-Präsident Dieter Massin zeigte sich nach den 10.000m-Läufen sehr beeindruckt, sowohl, wie er sagte "über die Konsequenz der polnischen Kampfrichter als auch über die mustergültige Organisation der Läufe, die im Gegensatz zu früheren internationalen Meisterschaften absolut fehlerfrei war."
(20.07.06)
Merlene Ottey hat sich am Mittwoch in Maribor (Slowenien) ihr grünes Licht für einen Start bei der Europameisterschaft in Göteborg (Schweden; 7. bis 13. August) erlaufen. Bei dem kleinen Meeting steigerte die 46-Jährige ihre Saisonbestzeit über 100 Meter als Drittplatzierte des Rennens auf 11,45 Sekunden, stellte damit einen weiteren Senioren-Weltrekord für ihre Altersklasse auf und blieb auch unter dem vom Europäischen Leichtathletik-Verband (EAA) für die EM geforderten Limit von 11,60 Sekunden.
Bereits vor einem Monat war die gebürtige Jamaikanerin, die seit 2002 für Slowenien startet und für ihr Heimatland zahlreiche Medaillen gewonnen hat, in 11,49 Sekunden ähnlich schnell gewesen. Allerdings herrschte damals in Donnas (Italien) irregulärer Rückenwind. (Quelle: www.leichtathletik.de, 20.07.06)
Als im Jahre 1978 in Viareggio (Italien) die ersten Senioren-Europameisterschaften ausgetragen wurden, ahnte man noch nicht, welche Entwicklung diese Bewegung nehmen würde. Waren es seinerzeit 21 Länder mit 1.193 Aktiven, sind es heutzutage 3.057 Aktive aus 40 Ländern. Am frühen Mittwochabend fand die Eröffnungsfeier der XV. Senioren-EM im Olympiastadion von Poznan (Polen) statt. Die Wettbewerbe beginnen am Donnerstag an zwei verschiedenen Wettkampfstätten: dem "Olimpia Stadion" und dem Stadion der Sporthochschule statt.
Der Marathonlauf startet am 30. Juli an der berühmten Regattastrecke des Malta-See, und das Straßengehen findet am 27. Juli in der Nähe des Stadions der Sporthochschule statt. Mit den Staffelwettbewerben und der Schlussfeier werden am Sonntag, 30. Juli, diese Meisterschaften beendet werden.
Mehr auf meiner Sonderseite... (Quelle www.leichtathletik.de, 19.07.06)
Mit Schreiben vom 10. Juli hat Werner Schallau den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) darüber informiert, dass er seine laufende Kandidatur als Aktivensprecher zurückzieht. Die noch offene Wahlrunde in Aachen anlässlich der Deutschen Senioren-Meisterschaften II wird ohne ihn erfolgen.Werner Schallau hat inzwischen gegenüber www.masters-sport.de eine baldige Stellungnahme zu den Doping-Vorwürfen angekündigt. (19.07.06)
Am vergangenen Freitag tagte der Verbandsrat des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) anlässlich der Deutschen Meisterschaften in Ulm. Der Verbandsrat sprach sich entgegen früheren beschlüssen für das DAMM-Programm aus, das die Seniorenwarte der Landesverbände mehrfachm, zuletzt bei ihrer Sitzung im April empfohlen hatten. Dies beinhaltet für die W50 und W60 den 3.000-Meter-Lauf, der nach einem früheren Beschluss gestrichen werden sollte.
Für die DAMM 2007 wird das Wettkampfprogramm für die W50 und W60 also wie folgt aussehen:
Seniorinnen W 50 Gruppe 1
100m, 3000m, Weitsprung, Kugelstoß, 4x100m-Staffel
Seniorinnen W 60
100m, 3000m, Weitsprung, Kugelstoß, 4x100m-Staffel
(Quelle: www.leichtathletik.de, 18.07.06)
Beim traditionellen Masters-Dreiländerkampf zwischen Frankreich, Belgien und Großbritannien in Le Touquet haben die französischen Frauen mit der 4 x 100m-Staffel Ende Juni eine neue W40-Weltbestleistung aufgestellt. Sie kamen nach 48,22sec in's Ziel und verbesserten die vor zwei Jahren auf einem Sportfest in Hagen (Westf) vom deutschen Team Kirsten Kallmeier-Schröder (*1963), Ulrike Görling (*1962), Angelika Grißmer (*1961 und Miriam Machill (*1961) gelaufene Bestmarke von 48,82 sec gleich um sechs Zehntel! Glückwunsch an die französischen Sprinterinnen Caroline Aubert-Cadinot, Nicole Barilly, Marie Nadine Valouvin und Violetta LaPierre. Mehr... (18.07.06)
Um Mitternacht 24 Uhr läuft am Montag (17. Juli) die letzte Anmeldefrist für den 33. real,- BERLIN-MARATHON ab, der am 24. September gestartet wird. Bis dahin wird das Limit von rund 40.000 Läufern erreicht sein und die letzten 500 Startplätze vergeben sein. Danach werden lediglich noch einige Topläufer hinzukommen und Starter über Kontingente von Reisebüros. (17.07.06)
Am heutigen Montagvormittag veröffentlicht der DLV die vorläufige Sperre für Dopingsünder Werner Schallau (*1938, SuS Schalke 96). Schallau war am 11. Juni bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften der Senioren in Ahlen zur Dopingprobe gebeten worden. Die A-Probe war positiv. Der in Ahlen sichtlich an starken Hüftproblemen laborierende Schalker Mastersathlet legte dem Vernehmen nach bei der Dopingprobe eine medizinische Ausnahmegenehmigung ("TUE") vor. In der anschließenden Dopingprobe wurden jedoch unabhängig voneinander zwei Präparate nachgewiesen und lediglich für einen Wirkstoff galt die erteilte Ausnahmegenehmigung .
Bekannt wurde inzwischen auch, dass die südafrikanische W60-Marathonweltmeisterin von San Sebastian Jenny Allebone zwei Monate vor ihrem WM-Erfolg in der sonntäglichen Hitzeschlacht von San Sebastian bei einem 25km-Lauf positiv auf das verbotene Kortisonpräparat Prednisolone getestet wurde. Die Südafrikanerin wurde jetzt verwarnt und das von ihr bei dem Rennen am 10.Juli2005 erzielte Ergebnis gestrichen. Für zwei Jahre sperrte die Russische Leichtathletikverband den 37 Jahre alten Langstreckler Sergey Davydov. Er wurde am 10.05.2006 bei einem Wettkampf positiv auf Mentenolo getestet. (17.07.06, update 18.07.06)
Das war ein rekordträchtiger Samstag auf dem Schalksmühler Jahnsportplatz. 43 Teilnehmer bevölkerten die Anlage anlässlich die 4. Ferien-Muffins-Cup der LG Halver-Schalksmühle - so viel wie nie zuvor. Bei nahezu idealem Wetter purzelten die Rekorde nur so. Vier Blockwettkämpferinnen bzw. Blockwettkämpfer schafften die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften Ende August in Hannover, zudem gab es ein Dutzend neuer Platzbestmarken. Prominenter Besuch war auch da: Ex-Olympiasieger Dietmar Mögenburg begleitete seine Tochter Katarina zum Blockwettkampf Sprint/Sprung der W 15, schrieb zwischendurch aber auch geduldig Autogramme. Die Nachwuchsathletin des ASV Köln gewann ihren Wettkampf mit 2517 Zählern und bewies gerade im Hochsprung (1,60 m), dass sportliches Talent ein Stück weit auch vererbbar ist.
Einen vergleichsweise kurzen Wettkampf absolvierte beim Einlagewettbewerb Stabhochsprung der amtierende Hallen-Weltmeister der Altersklasse M 45, Alfred Achtelik vom LAZ Rhede. Seine Anfangshöhe von 4,37 Meter übersprang Achtelik, ließ dann direkt 4,57 Meter auflegen, die er dreimal riss. Achtelik vertritt ebenso wie LG-Sportwart Dirk Maximowitz ab dieser Woche die deutschen Farben bei der Leichtathletik-Europameisterschaft der Senioren im polnischen Posen. (Quelle: Märkischer Zeitungsverlag come-on, 17.07.06) i
US-Masters Bill Collins hat am Freitagabend einen weiteren M55-WR aufgestellt. In seiner Heimatstadt Houston lief er bei Windstille die 200m in phänomenalen 23,36sec und ließ das Rennen dabei auf den letzten Metern sogar austrudeln. Der bisherige WR der M55 verbesserte der Texaner um eine Hundertstel. Es war übrigens der älteste 200m-Rekord in den Listen der WMA, aufgestellt 1990 vom Briten Ron Taylor im 200m-Finale der VII. Leichtathletik-Europameisterschaften der Senioren.in Budapest (Ungarn). (17.07.06)
Diskus-Altmeister Lars Riedel (*1967, LAC Erdgas Chemnitz) mit seinem elften Titelgewinn haben am ersten Tag der deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm für einen Höhepunkt gesorgt. Der fünfmalige Diskus-Weltmeister und Atlanta-Olympiasieger stockte mit 65,75 m sein Titelkonto auf. "Siegen macht schon Riesenspaß. Die Bedingungen waren heute gut, da hätte es auch noch ein bisschen weiter gehen können", war der Chemnitzer mit seinem Resultat nicht ganz zufrieden. Zur EM in Göteborg (7. bis 13. August) rechnet er mit mindestens drei sehr starken Konkurrenten. "Aber vielleicht schwächelt einer und dann ist das Podest drin", hofft der 39-Jährige. Vor elf Jahren hatte er in der schwedischen Hafenstadt seinen dritten WM-Sieg erkämpft. Hinter dem nicht unerwartet auftrumpfenden Robert Harting (SCC Berlin, 62,00m) kam Michael Möllenbeck (*1969, TV Wattenscheid 01, 61,75m) auf Rang drei
Den ersten Titel der diesjährigen Deutschen Meisterschaften in Ulm hatte sich in einem fast leeren Stadion am Samstagmorgen Sabine Zimmer über 5.000 Meter Bahngehen geholt. Die Potsdamerin dominierte den Lauf nach Belieben und holte in 21:05,49 Minuten einen souveränen Sieg. Die gemeldete Seniorenweltmeisterin Christine Sarembe-Stegmaier (*1966, LSG Aalen) trat nicht an; auch der über 110m Hürden als Geheimfavorit gehandelte Masters Mike Fenner (*1971, TV Wattenscheid 01) war nicht am Start. Im Hürdensprint setzte sich mit Thomas Blaschek (LAZ Leipzig) 13,38 Sekunden der favorisierte Titelverteidiger durch. Blaschek stellte seine Saisonbestzeit ein
Trotz exzellenter 59,36sec über 400m Hürden kam für die älteste Teilnehmerin dieser DM Barbara Gähling (*1965, LT DSHS Köln) das Aus bereits im Vorlauf; die W40-Weltrekordhalterin verpasste nach einem couragierten Lauf das Finale am Sonntag lediglich um 3 Hundertstel und hätte sich locker qualifiziert, wäre sie dem dritten Verlauf zugelost worden. Die Kölnerin hat übrigens nicht für die EM in Posen gemeldet
Über 5000m stand der -im Übrigen gelungene - TV-Bericht in der ARD ganz im Zeichen des Zweikampfes zwischen "Miki und Mocki", den nach ihrer Babypause Irina Mikitenko vor Sabrina Mockenhaupt gewann. Aus Seniorensicht überzeugte in diesem Lauf die im Vorfeld nicht so hoch eingeschätzte Eva Trost (*1968, LG Rupertiwinkel) mit Rang 7 und einer persönlichen W35-Bestleistung von 16:49,51min, während Andrea Stengel (*1971, LG Domspitzmilch Regensburg) mit ihrer Zeit von 17:40,80min nicht zufrieden sein konnte. Beide Läuferinnen sind ebenfalls nicht bei der Masters-EM am Start. Beide Läuferinnen sind übrigens ebenfalls nicht bei der Masters-EM am Start. In Poznan gemeldet ist aber Annette Weiss (*1968, Siegburger TV), die in ihrer Spezialdisziplin 3000m Hindernis in 10:52,44min als Sechste ins Ziel lief.
Was gab es sonst noch?
Ein spannendes Hauen und Stechen der Stabhochspringer, wo es für fünf Athleten mit EM-Norm um drei Tickets für Göteborg ging. Hier patzte Fabian Schulze (Kornwestheim/Ludwigsburg) mit einem «Salto nullo» bei seiner Anfangshöhe von 5,50 m. Auch Tim Lobinger (Köln) benötigte für diese Einstiegshöhe im Gegensatz zu Lars Börgeling und Danny Ecker (beide Leverkusen) zwei Versuche und musste auch zu 5,60 m zwei Mal anlaufen. Die 5,70 m, die Richard Spiegelburg (Leverkusen) auf Anhieb überquerte, waren für den Saisonspitzenreiter diesmal zu hoch. Da Ecker anschließend einmal an 5,70 und zwei Mal an 5,75 m scheiterte, blieb Lobinger wenigstens der für das EM-Ticket notwendige dritte Platz hinter dem EM-Zweiten Börgeling (5,75) und Spiegelburg (5,70).
Vor schließlich etwa 5000 Zuschauern beherzigten nur wenige Athleten die Forderung von DLV-Präsident Clemens Prokop, sich bei der zweitägigen Leistungsschau im Donaustadion für die negativen Eindrücke vom Europapokal im spanischen Malaga zu rehabilitieren. Die deutsche Rekordhalterin Betty Heidler (Frankfurt) glänzte allerdings bei ihrer souveränen Titelverteidigung im Hammerwerfen mit 73,59 m im vierten Versuch und vier Weiten über 71 Meter. Als die besten 100-m-Sprinter erwiesen sich bei Gegenwind Verena Sailer (Fürth/München/11,62) und zum zweiten Mal nach 2004 Ronny Ostwald (Wattenscheid/10,32). Über 100m Hürden der Frauen gewann mit der WM-Vierten Kirsten Bolm (Mannheim) in 12,84 Sekunden (W:+1,0) die favorisierte Titelverteidigerin, für die EM-Medaillenhoffnung Bolm war es der sechste Titelgewinn seit dem Jahr 2000.
Das Speerwurfduell entschied die Olympia-Zweite Steffi Nerius (Leverkusen) mit 65,71 m vor der WM-Zweiten und Europarekordlerin Christina Obergföll (Offenbach/64,07) für sich - beide bilden ein starkes EM-Duo. Nach der kurzfristigen Absage der Olympia-Zweiten Nadine Kleinert (Magdeburg), deren EM-Teilnahme wegen einer Schulterverletzung stark gefährdet ist, war der erste Sieg von Europapokalgewinnerin Petra Lammert im Kugelstoßen mit 18,89 m nur eine Formsache. Wegen einer Fingerverletzung verzichtete die Neubrandenburgerin aber auf ihre beiden letzten Versuche. (Quelle: eigene Recherchen, www.leichtathletik.de, dpa, 16.07.2006)
Die in der Seniorenszene weitgehend unbekannte Margit Jungmann (LV Saarland) wird den neuen Bundesausschuss Senioren leiten. Das beschloss der DLV-Verbandsrat am Rande der Deutschen Meisterschaften in Ulm. Der neue Bundesfachausschuss hat die Kompetenzen eines Bundesausschusses für den Bereich der Seniorenleichtathletik. Als stellv. Vorsitzende wurde Margret Lehnert, Sprecherin der Seniorenbeauftragten, berufen.
Die Saarländerin Margit Jungmann ist frisch wiedergewählte Vizepräsidentin des Saarländischen Leichtathletikbundes und dort seit sechs Jahren im Vorstand für den Breitensport zuständig. Im Hauptberuf ist die Rehlingenerin Leiterin des Amtes für Schulen, Kultur und Sport beim Landkreis Saarlouis. (16.07.2006, update 17.07.)
Bei der Fahndung nach möglichen Dopingsündern kann der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) nicht mit der Hilfe der spanischen Behörden rechnen. «Wir haben über einen Verbindungsmann anfragen lassen, ob wir Auszüge aus den Listen bekommen können. Aber der Leitende Staatsanwalt hat das abgelehnt», sagte Anne Jakob, die Leiterin der Anti-Doping-Koordinierungsstelle des DLV, der dpa am Rande der deutschen Meisterschaften in Ulm.
Im Zuge des in Spanien kurz vor der Tour de France aufgedeckten Dopingskandals waren Berichte aufgetaucht, wonach neben Radprofis auch Tennisspieler und Leichtathleten auf der Liste der Behörden stehen sollen. «Bisher waren das alles nur Gerüchte. Ich versuche jetzt, über meine Kanäle an die Listen heranzukommen», erklärte die DLV-Juristin. «Wenn deutsche Leichtathleten darauf auftauchen sollten, dürfte es sich nur um Einzelfälle aus den vergangenen Jahren handeln», meinte Anne Jakob. «Wir beim DLV gehen nicht von einem Flächenbrand aus.» (dpa, 15.07.06)
Obwohl auch trotz mehrerer Anfragen von www.masters-sport.de der DLV und der westfälische DLV-Landesverband FLVW bisher zur neuen Dopingaffäre in der Senioren-Leichtathletik hartnäckig schweigen, tritt allmählich Gewissheit ein: Einer der Parade-Senioren des DLV, Aktivensprecher Werner Schallau, steht im dringenden Verdacht, gedopt zu haben. Schallau war am 11. Juni bei der deutschen Mehrkampfmeisterschaft der Senioren in Ahlen zur Dopingprobe gebeten worden. Die A-Probe war positiv. Am gestrigen Freitag um 10.33 Uhr wurde dann sein Name in einem Beitrag des DLV-Internetforums best-age veröffentlicht.
in Ahlen erreichte der 1938 geborene Westfale im Fünfkampf der Altersklasse M65 am Ende einen für ihn nicht zufriedenstellenden 11. Platz, nachdem er über 1500m aufgegeben hatte. Seine Leistungen in Ahlen (Weit: 3,98(W:+0,4 ); Speer 35,66m; 200m 34,56sec (W:+0,0 ); Diskus 36,59; 1500m aufg.) waren bis dahin allerdings deutlich unter dem Niveau seines besten Vorjahresresultats (2005: Weit; 4,43 (W:+0,9);Speer 44,27; 200m: 33,35sec; Diskus: 34,40; 1500m: 8:00,84min, 24.09. in Gladbeck). Zusammen mit seinen beiden Teamkollegen belegte der pensionierte Lehrer aus Gelsenkirchen aber schließlich den Bronzerang in der Mannschaftswertung. Das Teambronze dürfte zurückzugeben sein, wenn sich der Dopingvorwurf bestätigt.
Zwei Wochen später wollte Werner Schallau am letzten Juniwochenende bei den Offenen Westfälischen Seniorenmeisterschaften in Bad Oeynhausen an den Start gehen und hatte für den Hochsprung, den Diskuswurf und die Speerwurfkonkurrenz gemeldet, trat dann aber nicht dort an. Auf Anfragen zu den Vorwürfen reagiert er bisher nicht. Nach unbestätigten Berichten soll er sich gegenwärtig "in Urlaub" befinden". Für die bevor stehende EM in Posen hat Werner Schallau nicht gemeldet.
Allerdings kandidiert Werner Schallau bei der laufenden Wahl als Aktivensprecher. Er hat das Amt innerhalb des DLV seit mehreren Jahren inne. Der in der Seniorenszene immer engagierte Träger der DLV-Nadel in Gold galt bisher als Favorit für eine Wiederwahl. Die Initiatoren der Vaterstetter Antidoping-Erklärung bestätigten inzwischen, dass Werner Schallau die Antidoping-Deklaration unterzeichnet hat. Er habe sie ausdrücklich befürwortet, hieß es.
Kurt Pientka, Geschäftsführer von Schallaus Leichtathletikverein SuS Schalke 96, bat auf Anfrage von www.masters-sport.de um Verständnis, dass er gegenwärtig keine Stellungnahme zu Werner Schallau abgebe: "Da Herr Schallau bisher weder dem Verein die Tatsache, dass er getestet worden ist, mitgeteilt hat noch sein Name in diesem Fall offiziell genannt worden ist und er deshalb auch noch nicht angehört werden konnte, ist eine Stellungnahme zur Zeit nicht nur unangebracht und unfair, sie beruhte nur auf Spekulationen." (15.07.06)
Berglauf-Weltmeister Helmut Schießl (34/TSV Buchenberg) darf bis auf weiteres nicht mehr für Deutschland starten. Der Deutsche Leichtathletik Verband (DLV) hat gestern einen Schlussstrich unter einen wochenlangen Streit gezogen und sein bisheriges Aushängeschild aus dem Kader verbannt. „Wir hatten Helmut eine Frist gesetzt. Aber er hat nicht eingelenkt. Jetzt ziehen wir die Konsequenz“, sagte Bundestrainer Wolfgang Münzel.
Anlass für die Eskalation: Schießl weigert sich, dem Verband für unangemeldete Doping-Kontrollen mitzuteilen, wo er sich aufhält (wir berichteten). Die Telefon-und Faxkosten seien ihm zu teuer. „Ich habe keine Lust, das auch noch selbst zu zahlen“, klagte Schießl über „mangelnde Unterstützung“ durch den DLV. Diese prangere er seit Monaten an; habe von den „hohen Herren“ (Schießl) aber keine Antwort erhalten. „Jetzt melde ich mich eben nicht mehr“, sagte Schießl. Bezogen auf den gestrigen AZ-Kommentar, in dem er als „Allgäuer Sturkopf“ bezeichnet wurde, meinte Schießl: „Lieber ein Allgäuer (Buchenberger) Sturkopf als ein DLV-Lakaie.“ Ohne Verbandszugehörigkeit darf der Bergläufer keine Meisterschaften bestreiten. Schießl: „Dann starte ich nur noch bei Volksläufen.“ (Quelle: all-in.de, 15.07.06)
Online ist jetzt Annettes EM-Seite von den XV. Leichtathletik-Europameisterschaften der Senioren in Posen. Neben einiger nützlicher Links findet sich dort der EM-Zeitplan (Stand 11.07.) als pdf-file - für alle, die nicht über eine Excel-Datei von Herrn Gates verfügen. Viel Spaß beim Lesen. (14.07.06)
Der eiserne Bob Minton, 56, war der überragende Athlet der britischen Mastersmeisterschaften am vergangenenen Wochenende in Birmingham. Er gewann bei den zweitägigen Meisterschaften nicht weniger als vier Titel. In der M55 wurde er Meister über 200m in 25,98sec, über 400m in 56,17sec, über 800m in 2:14,35min und schließlich in 4:33,08min auch noch über 1500m. Nachdem er wegen seines Einsatzes als Teampsychologe der britischen Mannschaft bei den Commonwealth-Games nicht an der Hallen-WM in Linz teilgenommen hatte, ist auch Dr. Stephen Peters, inzwischen 53 Jahre, sehr gut in Form. Er gewann in seiner Altersklasse die 100m in 11,65sec (W:+,18), die 200m in 23,35 sec (W: +3,6) und die 400m in beeindruckenden 52,45 sec.
Weitere Spitzenresultate: Kate Ramsey (*1968, MVAC) lief die 5000m in 16:32,03min. Vivien Bonner (*1949, SCVAC) sprintete 13,60sec über 100m bei zulässigem Rückenwind von +,18m in der W55. Zwe neue britische W60-Rekorde stellte die große Pat Gallagher (*1946. WMAA) auf, über 800m 2:44.92min und 5:36,04min über 1500m. Bei den Senioren gab es in der M70 zwei nationale Rekorde durch Hürdenläufer Tony Bowman (*1936, NVAC): Über 80m Hürden lief er 13,67sec (W: +0,6) und über 300m Hürden ausgezeichnete 51,22. Alle Resultate aus Birmingham... (14.07.06)
Es kommt Stimmung auf. Denn die Deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende in Ulm versprechen bei besten äußeren Bedingungen spannende Leichtathletik. Auch die Vorverkaufszahlen deuten auf einen guten Zuschauerzuspruch hin. Die Verantwortlichen gehen von 20.000 Besuchern aus, die am Wochenende den Weg in das Donaustadion finden. Aus sportlicher Sicht erwartet Jürgen Mallow, Leitender Bundestrainer im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), noch Signale. „Wenn sich bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm in Sachen Normen nichts mehr bewegen würde, wäre ich enttäuscht“, sagte er am Donnerstag bei einer DLV-Pressekonferenz mit Blick auf die Europameisterschaft in Göteborg vom 7. bis 13. August: „Die Titelkämpfe werden allemal spannend. Für die einen geht es um Titel, für die anderen um Normen, hinzu kommen noch zahlreiche packende Zweikämpfe.“
Der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner (SPD), der sich als Fan zum Kugelstoßen bekannte, blickte der Neuauflage der Titelkämpfe -bvereits 2003 fand die DM in Ulm statt - optimistisch entgegen. Er unterstrich, dass Ulm auch weiterhin Austragungsort für Deutsche Meisterschaften bleiben soll. Für 2010 liegt dem DLV bereits eine Absichtserklärung vor.
Fünf Mastersathletinnen und sechs Senioren sind in Ulm in den Einzeldisziplinen am Start. Während die Seniorinnen kaum Endkampf- oder Medaillenchancen haben,sieht dies bei den Männern anders aus.
Einer der Titelanwärter ist Charles Friedek (*1971, TSV Bayer 04 Leverkusen). Bei ihm kann man allerdings kaum vorhersagen, was herauskommt, zumal er zuletzt an einer Oberschenkelverletzung laborierte. Sein Start ist daher noch nicht sicher. Seit mehr als zehn Jahren musste man übrigens mindestens 16,70 Meter weit springen, um Deutscher Meister zu werden. 2006 könnte eine geringere Weite reichen.
Die besten Diskuswerfer haben ihre Saisonbestweite beim Diskuscup in Wiesbaden erreicht. Zwei Monate später müssen sie bei der DM diese Leistungen bestätigen. Es gibt kaum einen Zweifel, dass dies Lars Riedel (*1967, LAC Erdgas Chemnitz) und Michael Möllenbeck (*1969, TV Wattenscheid 01) auch gelingen wird und sich diese beiden für die EM in Göteborg qualifizieren. Fraglich ist allein, ob es dem Youngster Robert Harting (SCC Berlin) gelingt, die beiden Favoriten zu ärgern. Lars Riedel hatte seinen letzten DM-Auftritt 2003 in Ulm und gewann damals an seinem Geburtstag - sicherlich ein gutes Omen für den Wettkampf im Donaustadion.
Meister werden will auch Hammerwerfer Karsten Kobs (*1971, BV Teutonia Lanstrop). Denn "Hammerwurf-DM ist dann, wenn Karsten Kobs gewinnt!" (www.leichtathletik.de) So sieht es jedenfalls aus, wenn man sich die Ergebnislisten der letzten sieben Jahre anschaut. Geht diese Serie in Ulm zu Ende oder kann der Dortmunder noch einmal den Meisterwimpel in Empfang nehmen? Der neun Jahre jüngere Markus Esser (TSV Bayer 04 Leverkusen) hatte über den Saisonverlauf die besseren Weiten, aber „Hammerwurf-DM ist…“
Geht man nach den Meldezeiten, hat Mike Fenner (*1971, TV Wattenscheid 01) nur Chancen auf den Endlauf; aber wie schreibt www.leichtathletik.de so treffend: "...und dann ist da schließlich noch Altmeister Mike Fenner (TV Wattenscheid 01), der immer zum wichtigsten Wettkampf in Topform kommt und auf das Treppchen will..." Auch Peter Eisenwein (*1967, LAZ Salamander Kornwestheim) kann den Speer n einem guten Tag auf Bronze werfen. Gemeldet ist er in Ulm mit der fünftbesten Weite.
Zu den Frauen: Mit den schlechtesten Meldezeiten über 5000m sind Eva Trost (*1968, LG Rupertiwinkel, 16:57,40) und Andrea Stengel (*1971, LG Domspitzmilch Regensburg, 17:13,18) dabei. Mit dem Ausgang der Entscheidung dürften sie nichts zu tun haben. Das gilt auch für Hammerwerferin Betina Gabler. Die frisch gebackene Rekordhalterin und Meisterin der Seniorenmeisterschaften von Erfurt dürfte kaum in den stark besetzten Edkampf gelangen. Endlaufchancen hat dagegen die älteste Teilnehmerin dieser DM, Barbara Gähling (*1965, LT DSHS Köln, Meldezeit 58,73sec), die über 400m Hürden startet. Die größten Aussichten unter den Seniorinnen hat Geherin Christine Sarembe-Stegmaier (*1966, LSG Aalen), für die im 5000m Bahngehen Bronze drin sein könnte.
Für die Leichtathletik-Fans öffnen bereits am Samstag um 8:30 Uhr die Stadiontore. Im Fernsehen werden die Titelkämpfe in ARD und ZDF teilweise live übertragen. leichtathletik.de berichtet im Internet an beiden Tagen mit einem aktuellen Live-Ticker. Mehr... (Quelle: www.leichtathletik.de, 14.07.06)
Noch keine Stellungnahme zum neuen Dopingfall in der bundesdeutschen Seniorenleichtathletik liegt uns seitens des DLV vor. Man habe unsere Bitte um Stellungnahme "zuständigkeitshalber an die Anti-Doping-Koordinierungsstelle weitergeleitet", hieß es gestern Nachmittag. Inzwischen wurden aber weitere Detail über den betroffenen Seniorensportler bekannt.
So soll der betroffene Athlet nicht für die EM in Poznan gemeldet haben. Bei den Meisterschaften seines Landesverbandes Mitte Juni, also kurz nach der Dopingprobe, sei er ankündigungslos nicht angetreten. (14.07.06)
Einigen Poznanreisenden, die noch keine Bleibe haben, kann noch geholfen werden. Denn praktisch als "last-minute-Angebot" gibt es noch für Spätentschlossene oder Preisbewusste die Möglichkeit, in Poznan ein Zimmer in dem neuen Drei-Sterne-Hotel "Sunny Hotel Poznan" zu bekommen. Der Angebotspreis pro Doppelzimmer (nicht pro Person!!) beträgt incl. Frühstück € 25,00 (99,90 Zloty) (www.sunnyhotel.pl). Einzelzimmer sind genauso teuer, Dreibettzimmer kosten 12,50 Euro mehr, das Appartement ist für 50 Euro pro Nacht zu haben. Das neue Hotel mit Restaurant und Fitnessraum liegt direkt auf dem Weg von der Autobahn Berlin/Warschau (A2) und dem 4km entfernten Stadtzentrum; ein Funktaxi dorthin kostet ca. 3,50 Euro (12 Zloty). Das Hotel wird übrigens wohl nicht vom EM-Shuttleservice angefahren.
Für nähere Auskünfte können Interessenten, die sich nicht an das zwar in polnischer Sprache geschriebene, aber durchaus "übliche" Online-Reservierungsformular (mit SSL-Verschlüsselung) trauen, gern Jörg Reckemeier anrufen: 0441/507601, allerdings nur bis Sonntagabend (16. 7.); danach ist er als Mitglied der bundesdeutschen DLV-Teamleitung bereits auf dem Weg nach Poznan. (14.07.06)
Roman Tomczak (*1936) EBB Einheit Berliner Bär startete am gestrigen Abend beim Läuferabend der Neukönner Sportfreunde innerhalb von 35 Minuten über 1.000 m und 3.000 m und löschte bei diesen Wettbewerben die alten Berliner Rekorde aus; über 1500m von Gerhard Herbst (SC Siemensstadt) aus dem Jahre 1989 mit 4:09,0 Min. aus und verbesserte diese Zeit auf 3:40,2 Minuten (!). Im anschließenden 3.000 m Lauf wurde die bisherige Bestmarke (12:46,9 Min.) von Dieter Nicolai (LC Stolpertruppe) ebenfalls aus dem Jahr 1998 um mehr als eine halbe Minute auf 12:15,5 Min. heruntergeschraubt. Mit seinen Leistungen hat sich Roman Tomczak nachdrücklich für die in der nächsten Woche in Posen stattfindenden 15. Europameisterschaften der Senioren empfohlen. (14.07.06)
Dem Allgäuer Berglauf-Weltmeister Helmut Schießl (34/TSV Buchenberg) droht nach einem seit Monaten schwelenden Streit der Ausschluss aus dem Deutschen Leichtathletik-Verband. „Wir haben Helmut eine Frist gesetzt. Wenn er sich bis Freitag nicht bei uns meldet und einlenkt, werden wir ihn aus dem Kader auschließen“, bestätigte Bundestrainer Wolfgang Münzel (Erlenbach) gestern gegenüber der Allgäuer Zeitung.
Der Streit zwischen Schießl und dem Verband köchelt seit Monaten. Der Allgäuer Bergläufer, der seit dieser Saison Profi ist, fühlt sich zu wenig unterstützt. Jetzt eskalierte die Auseinandersetzung. Schießl teilte dem DLV mit, dass er nicht in der Lage sei, für außerplanmäßige Doping-Kontrollen zur Verfügung zu stehen. Voraussetzung für diese Kontrollen ist, dass der Athlet sich offiziell beim Verband abmeldet, wenn er länger als 72 Stunden von seinem Wohnort weg ist. Schießl: „Ich bin als Profi ständig unterwegs - auch im Ausland. Wenn ich mich ständig beim Verband melden soll - was ich ja möchte - entstehen mir Telefon- und Faxkosten. Aber vom Verband bekomme ich nichts außer Versprechungen.“
Bundestrainer Münzel zeigte sich bestürzt. „Ich bin überzeugt, dass der Helmut ein sauberer Athlet ist. Gerade deshalb verstehe ich das nicht. Im Etat sind heuer mehrere tausend Euro für ihn eingeplant. Aber wenn er sich weigert, die Bedingungen für die Doping-Kontrollen zu erfüllen, müssen wir ihn ausschließen.“ Mit anderen Worten: Schießl dürfte nicht mehr für Deutschland starten - also an keiner Europameister- oder Weltmeisterschaft teilnehmen. Der Athlet sieht das gelassen: „Ich will nur meine Schuhe binden und laufen. Dafür brauche ich keinen Verband und bei Volksläufen kann ich auch so starten.“ Außerdem könne er sich einen Wechsel in ein anderes Land vorstellen.
Im Gespräch mit unserer Zeitung bezeichnete er seine Weigerung zu den Doping-Tests als „Provokation“. Offenbar wollte er damit dem Verband die Pistole auf die Brust setzen. Vereinfachtes Motto: Zahlt oder ihr seid euren Weltmeister los. Schießl: „Jeder der mich kennt, weiß dass ich nichts zu verbergen habe. Mir geht es darum, endlich Anerkennung für meine Leistung zu bekommen. Sonst brauche ich für diesen Verband nicht zu starten.“ (Allgäuer Zeitung 14.07.06)
Mit 69 Athleten - darunter einige aus der internationalen Erfolgsklasse - aus mehreren Bundesländern feierte der TSV Schott Mainz am 8. Juli bei seinem traditionellen Senioren-Leichtathletik-Sportfest einen neuen Teilnehmerrekord. "Dass wir einen solchen Ansturm der Evergreens erleben würden, damit hatte man wirklich nicht rechnen können", freute sich Walter Nevian.
Besonders bemerkenswert fand der langjährige Meeting-Chef überdies die große Begeisterung, mit der die Teilnehmer von 30 Jahren und älter antraten. Darunter auch wieder Dauergast Philipp Burkhart (*1910). Der 96-jährige vom TuS Gabsheim, ältester aktiver deutscher Leichtathlet, erstaunte erneut mit seinen unglaublichen Mehrkampftaten.
Absoluter Höhepunkt war die Entscheidung in der Klasse M 65. In dem Spitzenduell konnte Udo Sattler (*1939, TuS Nackenheim) mit 1323 Punkten und 14 Zählern Vorsprung den mehrmaligen Rheinhessen-Meister Norbert Friesenecker (*1939, TV Laubenheim) auf den zweiten Platz verweisen. Damit gelang Sattler die Revanche für die Niederlage drei Wochen zuvor. Da nämlich hatte Norbert Friesenecker beim 17. Senioren-Sportfest des TV Guntersblum erst dank seiner besseren Kugelstoßleistung mit 1405 Punkten den bis dahin führenden Udo Sattler mit dem winzigen Vorsprung von einem einzigen Punkt noch auf den zweiten Platz verwiesen.
Dann machte nach längerer Zeit Günter Schollmayer (*1932, ESV Mainz) wieder auf sich aufmerksam. Der mehrfache Senioren-Europameister gewann den Dreikampf der M 70 mit 100 m Sprint, Weitsprung und Kugelstoß. Mit dem erstklassigen Dreikampfresultat von 1388 Punkten bei der W 55 setzte auch die mehrmalige Senioren-Weltmeisterin Trudel Reismann (*1947, TSG Heidesheim) ihre bisherige Erfolgsserie bei dem Meeting fort. (Im Internet ist leider keine Ergebnisliste veröffentlicht; Quelle Mainzer Allgemeine 13.07.06)
Nach zehnmonatiger Bauzeit ist das neue Leichtthletikstadion der Deutschen Sporthochschule Köln heute eröffnet worden. „Mit dieser hochmodernen Sportarena erhält Köln wieder einen besonderen Platz für die Leichtathletik“, beschreibt Hochschulrektor Walter Tokarski die Bedeutung des Neubaus. Den mehr als 6.000 Studierenden an Deutschlands einziger Sportuniversität steht nun endlich eine 400-Meter-Rundbahn zur Verfügung. Auch für die Schülerinnen und Schüler des Kölner Sportinternats sowie die Athletinnen und Athleten des IAAF-akkreditierten Leichtathletik-Trainingszentrums und des Leichtathletik-Teams DSHS e.V. bieten sich hervorragende Trainingsmöglichkeiten.
Das 5-Mio-Euro teure Stadion fasst 1000 Zuschauern, mit mobilen Tribünen kann die Kapazität bei Bedarf auf 4000 Zuschauer erhöht werden. Eine spezielle neunte Laufbahn auf der 400-Meter-Strecke soll Forschungszwecken dienen.
Namensgeber für die Leichtathletikanlage der Hochschule wird das Kölner Unternehmen NetCologne, bekannt als Förderer des Kölner Sports. Der neue Name NetCologne Stadion dokumentiert die seit langem bestehende enge Verbundenheit zwischen dem Telekommunikationsunternehmen und der Deutschen Sporthochschule Köln. (13.07.06)
Seit Anfang der Woche machen Gerüchte um einen neuen Dopingfall in der deutschen Seniorenleichtathletik die Runde. Bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften Anfang Juni im westfällischen Ahlen ist mindestens ein Athlet positiv getestet worden. Dies wurde www.masters-sport.de inzwischen durch zwei unabhängige Quellen bestätigt. Es soll sich bei dem positiv getesteten Athleten um einen westdeutschen Mehrkämpfer handeln. Die Rede ist von "einem äußerst prominenten Vertreter der bundesdeutschen Seniorenleichtathletik". (13.07.06)
Die Direktoren der World Marathon Majors (WMM) haben festgelegt, dass Top-Athleten und Athletinnen, die nachweislich schon einmal gegen die Anti-Doping-Regularien verstoßen haben, mit einem lebenslangen Startverbot belegt werden.
Die WMM ist ein Zusammenschluss der größten Marathonläufe der Welt in Boston, London, Berlin, Chicago und New York. Die Dopingsünder sollen nach dieser neuen Richtlinie nicht mehr bei der weltweiten Marathon-Serie starten. „Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um jemanden vom Betrügen abzuschrecken. Die Konsequenzen müssen so drakonisch sein, dass es keinen Anreiz mehr dafür gibt“, erklärte Mark Milde, der Direktor des Berlin-Marathon. Auf einer Konferenz in New York verständigten sich die fünf Direktoren auch darauf, nach neuen effizienten Wegen zu suchen, um die bestehenden Doping-Tests in ihren Rennen weiter auszubauen. (13.07.06)
Einen geänderten Zeitplan hat am Dienstag das lokale EM-Organisationskomitee für die Wettbewerbe der bevor stehenden XV. Senioren-Europameisterschaften in Polen vorgelegt. Der neue Zeitplan steht (leider nur als Excel-Datei) im Internet zum Herunterladen bereit. Mehr... (11.07.06)
Das lokale Organisationskomitee hat jetzt Hinweise und Informationen für die Nonstadia-Wettbewerbe der bevor stehenden XV. Senioren-Europameisterschaften veröffentlicht. Für den Marathonlauf und die Gehwettbewerbe gilt jeweils: Teilnehmer müssen sich 30 Minuten vor und am Start des Marathonlaufs bzw. des Gehens einfinden.
Straßengehen
Das Straßengehen findet in der Nähe des Stadions der Hochschule für Körperkultur in der Straße Droga Debinska auf einer 2km langen Schleife statt .
Erfrischungssystationen mit Wasser und Schwämmen werden gemäß den IAAF/WMA-Bestimmungen und -Richtlinien aufgestellt (also (nach Regel 230 (9) IWR (pdf)). Teilnehmer mit eigenen Getränken müssen diese, deutlich mit der Startnummer versehen, spätestens eine halbe Stunde vor Beginn des Wettbewerbs übergeben. Sie werden dann auf speziellen Tischen aufgestellt. Bei diesen Tischen dürfen sich maximal 2 Funktionäre des Landes des Teilnehmers befinden, die Getränkeflaschen überreichen und abnehmen.
Die Zeit wird per Chip gemessen. Die TeilnehmerInnen müssen die Chips spätestens eine halbe Stunde vor Start des Gehwettbewerbs im Gebäude am Stadion der Hochschule für Körperkultur bei den Garderoben abholen.
Die Zwischenzeiten werden alle 2 km (Ende jeder Schleife) durch eine bei der Start/Ziel angebrachte Uhr angegeben. Die Schiedsrichter notieren die Zwischenzeiten jedes Teilnehmers.
Marathonlauf
Der Marathonlauf wird auf der Strecke des berühmten Poznan-Marathons, eines der größten Marathonläufe Polens, ausgetragen. Start und Ziel befinden sich am Malta-See am Ende der Regattabahn.
Die Zeit wird per Chip gemessen. Die TeilnehmerInnen müssen ihren Chip spätestens eine halbe Stunde vor dem Start im Zielgebäude der Regattabahn (bei der Ergebnistafel) abholen. Die Chips sind natürlich fest an den Schuhen (Schuhbinder) zu befestigen. Die Chips werden am Ziel durch die Schiedsrichter abgenommen. Sollte dies nicht der Fall sein, sind sie im Akkreditierungszentrum im Stadion "Olimpia" abzugeben.
Der Veranstalter stellt den TeilnehmerInnen Taschen mit Identifikationsschildern für die Kleidung zur Verfügung. Darin verpackte Kleidung wird zum Ziel gebracht, wo die Sportler sie nach dem Lauf abholen können.
Erfrischungsstellen mit Wasser und Schwämmen werden gemäß den IAAF/WMA-Bestimmungen und -Richtlinien (nach Regel 240 (9) IWR (pdf) also in der Mitte zwischen den im Abstand von ca 5 Kilometern vorhandenen Verpflegungsstationen) aufgestellt. Teilnehmer mit eigenen Getränken müssen diese spätestens 45 Minuten vor dem Start übergeben, deutlich mit ihrer Startnummer versehen und mit Angabe des Ortes (Kilometer), wohin sie gebracht werden sollen. Diese Getränke werden auf speziellen Tischen aufgestellt.
Achtung: Das Zeitlimit beträgt 6 Stunden. Jeder Teilnehmer, der die Hälfte der Strecke nicht unter 3 Stunden schafft, wird automatisch aus dem Lauf ausgeschlossen. Mehr... (11.07.06)
Kräftig investiert hat die Stadt Aachen in das Aachener Waldstadion aus Anlass der Ausrichtung der Deutschen Senioren-Meisterschaften II in der alten Kaiserstadt vom 4. bis 6. August. Alle Sprintbahnen sowie die Innenbahn der Stadionrunde wurden erneuert, alle Markierungen neu aufgebracht. Die Arbeiten, die drei Wochen in Anspruch nahmen, werden dank der guten Witterung der letzten Wochen bereits am 11. Juli abgeschlossen sein. Zudem wurde eine neue Stabhochsprunganlage beschafft.
Das Waldstadion erstrahlt im frischen Glanz, wie übrigens die ganze Stadt, die sich für die zwei Wochen später beginnenden Weltreiterspiele herausgeputzt hat. Mit einem Weinfest in der Innenstadt sowie dem Radrennen "Rund um Dom und Rathaus" am Samstagabend wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Aachen am DM-Wochenende auch abseits der sportlichen Wettkämpfe, deren Schirmherrschaft der Aachener Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden übernommen hat, einiges geboten. Weitere Informationen über Aachen, das Stadion, die Anreise und mehr auf meiner Sonderseite... (Quelle Michael Böhnke auf www.leichtathletik.de 10.07.06)
Es ist, soweit bekannt, das erste Mal, dass so genannte "Hacker" die Webseite eines DLV-Landesverbandes "gehackt" haben. Getroffen hat es den Internetauftritt des Landesverbandes Sachsen. Eingebrochen wurde in den Dresdener Server von "Deepdark & r00ts", selbsternannte "Söhne des osmanischen Reichs". Am Montagnachmittag war die Webseite des LV Sachsen wieder online. Der LV nahm zu einer Anfrage von www.masters-sport.de nicht Stellung. (10.07.06)
In 11,41sec hat Bill Collins (USA) bei einem Sportfest in seiner Heimatstadt Houston einen neuen 100m-Weltrekord seiner Altersklasse aufgestellt. Bei Windstille (W:0,0) verbesserte er um 9 Hundertstel seine eigene, bei den Penn Relays in diesem Früjahr aufgestellte Weltrekordzeit, mit der den 15 Jahre alten alten Weltrekord des ebenso legendären wie exzentrischen Briten Ron Taylor (11,57) pulverisiert hatte. So auf Touren gekommen lief der 55-Jährige Texaner anschließend noch die 400m in 54,21sec. (09.07.06)
Doppelt hält besser", dachten sich die Senioren der Leichtathletik-Gemeinschaft Alsternord (AK 60 bis 70) und absolvierten gleich zwei Wettkämpfe, um die nötige Punktzahl für den Endkampf um die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften zu haben. "Beim Himmelfahrtssportfest in Lurup im Mai kamen wir nur auf 5741 Punkte. Damit wären wir momentan auf Platz sechs in Deutschland. Da aber nur die besten sechs Teams im September zum Finale nach Köngen fahren, war uns das zu unsicher", erklärt LGA-Sprecher Peter Suppa.
Die Routiniers organisierten kurzerhand noch einen Qualifikationswettkampf in der Hamburger Jahnkampfbahn und kamen im zweiten Versuch auf 5977 Zähler. "Das reicht", so Peter Suppa. Auf dem Programm standen Weitsprung, 100-Meter-Lauf, Kugelstoßen, Diskuswerfen und der 3000-Meter-Lauf. Die zwei Besten pro Disziplin und die 4 x 100-Meter-Staffel (Helmut Schumacher, Hans-Joachim Lange, Klaus Gailus, Hans-Jürgen Wolff, 51,9 Sek.) kamen in die Wertung.
Top-Einzelergebnisse, 100 m: Hans-Jürgen Wolff (12,4 Sek.), Klaus Gailus (12,6 Sek.); Kugel: Horst Neumann (13,19 m), Jens Lauk (12,13 m); Diskus: Wolfgang Saß (39,59 m), Horst Neumann (34,83 m). (aus Hamburger Abendblatt 08.07.06)
Bei guten Bedingungen erlebte das Meeting in Cuxhaven am Freitagabend bei "Weltklasse hinterm Deich" auch eine Reihe bemerkenswerter Leistungen. Eine Attraktion der Veranstaltung war die bereits 46 Jahre alte „Sprintdiva“ Merlene Ottey. Die jetzt für Slowenien startende gebürtige Jamaikanerin erzielte in 11,84 Sekunden über 100 Meter (W: -0.2) den angepeilten Senioren-Weltrekord für ihre Altersklasse. Das war eine zehntel Sekunde schneller als vor einem Monat in Madrid.
Ob man Merlene Ottey aber bei der Europameisterschaft in Göteborg (Schweden; 7. bis 13. August) sehen wird, ist noch offen. Denn zur europäischen Norm von 11,60 Sekunden, die als Mindestanforderung für einen Start im Ullevi-Stadion gilt, hat es im hohen Norden Deutschlands noch nicht gereicht.
Auf beständig hohem Niveau wirft weiterhin die Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch (*1968, SC Neubrandenburg). In Cuxhaven kam die Neubrandenburgerin auf eine Weite von 65,59 Meter. Im Kugelstoßen musste sich der aus dem vollen Training heraus startende WM-Dritte Ralf Bartels (*1975, SC Neubrandenburg) mit 19,95 Metern und Platz drei hinter Peter Sack (*1979, LAZ Leipzig; 20,27 m) und Andy Dittmar (*1974, LG Ohra-Hörselgas; 20,19 m) zufrieden geben.
Die kompletten Resultate finden Sie hier... (Quelle: www.leichtathletik.de, 08.07.06)
Der im Mittelpunkt des spanischen Dopingskandals stehende Arzt Eufemanio Fuentes hat zugegeben, neben Radsportlern auch Fußballer, Tennisspieler und Leichtathleten behandelt zu haben. Seine Erklärung steht im Widerspruch zu den Aussagen der spanischen Regierung, wonach keine Fußballer und Tennisspieler in die Affäre verwickelt seien. "Ich habe auch andere Sportler behandelt, aus dem Tennis, dem Fußball und der Leichtathletik", sagte der Mediziner am Mittwoch dem spanischen Radiosender "Cadena Ser". Da sind viele Namen, die nicht auf der Liste stehen, und einige, die ich überhaupt nicht kenne. Ich weiß nicht, warum."
Namen will Fuentes wegen seiner Schweigepflicht nicht nennen. "Ich habe mit Fußball-Mannschaften der ersten und zweiten spanischen Liga gearbeitet, die ihre Leistungen verbessert haben", erklärte er pauschal. "Wenn ich Behandlungen nicht selbst durchgeführt habe, habe ich sie ihnen empfohlen." Fuentes ist sich aber grundsätzlich keiner Schuld bewusst, da man die Art seiner Behandlungen nicht als Doping bezeichnen könne: "Es ging darum, die Genesung der Sportler zu unterstützen. Du kannst das Blut nicht manipulieren. Du kannst es ersetzen, wenn das Leben der Sportler möglicherweise in Gefahr ist."
Fuentes sieht sich zu Unrecht angegriffen: "Ich fühle mich schlecht. Ich weiß, dass ich kein Verbrechen begangen habe und trotzdem meine Glaubwürdigkeit so sehr beschädigt ist, dass ich nicht mehr als Sportmediziner arbeiten kann. Aber ich habe andere Ziele in meinem Leben."
Am 25. Mai hatte "Cadena Ser" erstmals den Namen von Jan Ullrich als Fuentes-Klient ins Gespräch gebracht. Ullrich, sein Teamkollege Oscar Sevilla und T-Mobile dementierten Verbindungen zu dem Mediziner.
Fuentes und seine Komplizen sollen laut "SZ" zwischen 2002 und 2006 vermutlich mindestens acht Millionen Euro verdient haben. (Quelle: sport1, 07.07.06)
68 Senioren-Leichtathleten aus 30 niedersächsischen Vereinen machen sich an diesem Wochenende auf nach Erfurt. Dort finden vom kommenden Freitag an die deutschen Senioren-Meisterschaften I statt, das heißt, dort zu Gast sind die jüngeren Senioren-Jahrgänge 1976 - 1957. Der NLV hat dort wieder einige heiße Eisen im Feuer. In Erfurt startet auch wieder Wolfgang Knabe (OSC Damme),der Senioren-Weltmeister der Wettkampfklasse M 40 im Dreisprung, in seiner Spezialdisziplin und im Weitsprung.
Als Titelverteidiger bei diesen Titelkämpfen gehen weiter Sascha Gerlee (Osnabrücker TB) in der M 40 über die 400 und die 400 Meter Hürden an den Start. Der OTB verteidigt in dieser Altersklasse auch die Meisterschaft in der viermal 100 Meter Staffel. Brigitte Heidrich (TSV Stelle) hofft auf einen weiteren Titel über die 400 Meter in der W 40, Frauke Lindemann (TSV Burgdorf) in der W 40 im Hochsprung. Renate Keller (LG Osnabrück) gewann im Vorjahr den Dreisprung der W 40 und hat dazu für die 80 Meter Hürden und den Weitsprung gemeldet. Carola Petersen (LG Lüneburg) hofft in der W 45 auf eine Wiederholung ihres Erfolges im Kugelstoßen und wirft dazu den Diskus. (Quelle: NLV, 06.07.06)
Seit zehn Jahren gibt es in Cuxhaven ein Sportfest, das sich im Laufe der Jahre zu einem kleinen, aber feinen Wettkampf gemausert und sich längst den Namen „Weltklasse hinterm Deich“ gegeben hat. Die Zahl der Starter ist übersichtlich, die der Männer und Frauen aus der Weltklasse ebenso. Dass die Niedersachsen nicht eben in großen Scharen vertreten sind, ist wegen der Übersichtlichkeit der Starterfelder ebenso verständlich. Trotz dieser Beschränkungen rühmen sich die Cuxhavener, eine der wertvollsten Leichtathletik-Veranstaltungen im Norden abzuliefern.
Die Veranstalter präsentieren in der neuen Auflage am kommenden Freitag eine Reihe von internationalen Stars. Davon ist die 46-Jährige stehende Sprinterin Merlene Ottey (Slowenien) die schillerndste. Ottey hält im übrigen immer noch seit 1999 die Bahnrekorde über 100 und 200 Meter. Die 100 Meter lief sie damals immerhin in 11.01 Sekunden. Am Start ist auch Diskuswerferin Franka Dietzsch (*1968, SC Neubrandenburg), die zuletzt in Malaga beim Europa-Cup ihre Disziplin gewann. Begleitet wird sie von ihrem Klubkameraden Ralf Bartels (*1975). Diese Veranstaltung findet am Freitag statt von 17.00 Uhr bis gegen 20.30 Uhr statt (Quelle: NLV, 06.07.06).
Das lokalen Organisationskomitee (LOC) der diesjährigen Senioren-Europameisterschaft in Posen (Polen; 19. bis 30. Juli) bittet alle Athleten, die ihre Hotelbuchung über den Veranstalter vorgenommen haben, die Unterlagen noch einmal zu überprüfen. Jeder Athlet, der eine Buchung über das LOC von Posen vorgenommen hat, müsste eine Bestätigung dieser Buchung erhalten haben. In diesem Fall sei, so das LOC, alles in Ordnung, und die Bestätigung müsse dann in Posen im „Accreditation Centre“ vorgelegt werden.
Sollte dies nicht der Fall sein und keine Rückmeldung bzw. Bestätigung für das gebuchte Hotelzimmer vorliegen, sollen sich die betroffenen Athleten umgehend mit dem LOC in Verbindung setzen (per E-Mail oder Fax 0048 61 835 50 10). Es wäre hilfreich, das bereits getätigte, aber nicht bestätigte Hotelbuchungsformular nochmals mitzuschicken.
Für etwas Unruhe hat inzwischen die Mitteilung des LOC gesorgt, dass von den Hotels zum Stadion nur die Athleten den kostenlosen Busservice in Anspruch nehmen könnten, die die Zimmer direkt über den Veranstalter gebucht hätten. Der deutsche Reiseveranstalter Holdertours informierte seine zahlreichen Gäste jetzt "sicherheitshalber" darüber. Tatsächlich dürfte diese Beschränkung keinen Bestand haben. Die Shuttlebusse stehen laut Ausschriebung und Vertrag zuwischen EVAA und LOC allen Teilnehmern kostenlos zur Verfügung. (06.07.06)
Zweifellos sind die beiden geklärten Dopingfälle der Hallen-WM in Linz (Österreich) ein erster Erfolg für WMA-Präsident Cesare Beccalli. Er war bei seiner Wahl im vergangenen August mit dem Versprechen angetreten, den Kampf gegen den Betrug durch Doping zu verstärken. Die zahlenmäßig deutlich gesteigerten Antidoping-Kontrollen bei der Hallen-WM beweisen jetzt, wie ernst der Italiener die Sache nimmt. Allerdings werfen die Fälle des "verschwundenen" Kasachen Rubtsov und des bisher nicht bekannten britischen Werfers, der bei der WM in San Sebastian positiv getestet wurde, noch drängende Fragen auf.
Weiterhin ist offen, welcher britische Werfer vor Jahresfrist in San Sebastian als Sünder ertappt, aber bisher offenbar nicht belangt wurde. Nach unbestätigten Informationen von zwei unabhängigen Quellen, die www.masters-sport.de vorliegen, soll dies der jetzt wiederum in Linz in den Mittelpunkt der Untersuchungen gerückte Neil Griffin sein. Er soll zuvor mit massiven Klagedrohungen seinen Start in Linz durchgesetzt haben. Angeblich will er medizinisch notwendige Medikamente genommen und in San Sebastian die Unterlagen dazu "einem Offiziellen übergeben" haben. Eine Ausnahmegenehmigung nach den Regeln der WMA für die Einnahme von Medikamenten hat er aber offenbar bei der Dopingprobe in San Sebastian nicht vorgelegt.
Mit dem jetzt des Dopings überführten Briten trifft es keinen Unbekannten, hat Neil Griffin doch seit rund einem Jahrzehnt einen guten Namen in der Werferszene, 1998 belegte er in der Diskusweltrangliste der Senioren hinter den US-Amerikanern Tom Fahey und Lad Pataki Platz 3. Vor vier Jahren belegte er Platz 2 der Weltrangliste im Werferfünfkampf. Fahey meinte inzwischen zu dem Dopingfall: "Neil Griffin war im Diskuswurf oft mein Gegner. Er hat mich bei der WM in Gateshead geschlagen, aber in Brisbane und San Sebastian habe ich gewonnen. Er wird mit Kraft, hat aber kein gute Technik. Aus den Anabolika hat er Nutzen ziehen können, weil er so mit Muskelkraft wirft." Fahey ergänzte diese Einschätzung inzwischen in einer weiteren Stellungnahme: "Ich wünsche ihm alles Gute in diesem Ärger. Er ist ein netter Typ und ein toller Werfer."
Auch der disqualifizierte Russe Andrey Fedyashin ist ein durchaus prominenter Dopingsünder. Er gewann bei der Masters-WM 2005 Silber im Kugelstoßen sowie mit dem Speer und Bronze im Diskuswurf.
Die beiden Dopingsünder Fedyashin und Griffin hatten sich auch für die Senioren-EM in Posen angemeldet. Ihre Anmeldungen sind aber auf dem Hintergrund der offenen Dopingvorwürfe vom Veranstalter nicht akzeptiert worden. Fedyashin soll sie "aus privaten Gründen" zurückgezogen haben; vorausgegangen war aber offenbar bereits die jetzt bekannt gewordene Sperre des russischen Leichtathletikverbandes. (06.07.06)
Die Ereignisse um die gedopten Senioren-Kugelstoßer weiten sich aus. Der Masters-Weltverband WMA teilte am heutigen Mittwoch mit, dass der Russe Andrey Fedyaschin inzwischen vom Leichtathletikverband seines Landes für zwei Jahre gesperrt worden ist. Die Sperre beginnt mit dem 19. Juni. Der Kugelstoßer war nach seinem zweiten Platz bei der Senioren-Hallenweltmeisterschaften im März in Linz positiv auf das anabole Steroid Stenozolon getestet worden. Der Athlet wurde darüber informiert, dass sein Wettkampfergebnis gestrichen wird. Er wurde außerdem aufgefordert, Silbermedaille und Siegerurkunde zurückzugeben.
Die Erklärung der WMA ist aber aus einem ganz anderen Grund bedeutsam. Der Weltverband, so heißt es, wolle "in Kürze" die M40-Kugelstoßresultate von Linz korrigieren, sofern, wie er mitteilt, "weitere Untersuchungen dieses Wettkampfs abgeschlossen sind". Damit wird offenkundig, dass die WMA einen Vorgang der M40-Kugekstoßdisziplin von Linz überprüfen will, der bereits vor Ort großes Aufsehen erregte und in dessen Mittelpunkt der Erste des Wettkampfes, der Kasache Sergey Rubtsov steht.
Der mit gestoßenen 17,80m überlegene Sieger des Wettkampfes Sergey Rubtsov (KAZ) hatte sich in Linz nämlich abgesetzt, als er ebenfalls auf Dopingmittel kontrolliert werden sollte. Nach dem vierten Versuch im laufenden Wettkampf meldete sich der Kasache ab, angeblich "um die Toilette aufzusuchen". Aufgrund eines Fehlers des Hauptkampfrichters wurde er dabei jedoch nicht von einem Kampfrichter begleitet und verschwand spurlos. Kurz zuvor war ein Dopingkontrolleur auf der Anlage erschienen, wo er sowohl den Kasachen als auch den jetzt disqualifizierten Russen Fedyashin zur Urinkontrolle bitten wollte. Auch nach Ende des Wettkampfes blieb Sergey Rubtsov verschwunden; trotzdem zeichnete der Hauptkampfrichter das Wettkampfprotokoll ab, ohne das Vorkommnis zu vermerken. Rubtsov glänzte auch bei der anschließenden Siegerehrung durch Abwesenheit, dafür aber - so ein Augenzeuge- gab es hier viele "aufgeregte Offizielle". In Linz hieß es schon tags darauf, Dopingkontrolleure hätten Rubtsovs bezahltes Hotelzimmer am selben Abend leer vorgefunden. Welche Folgen dieses strafwürdige Verhalten für den Kasachen haben wird, ist bisher ungeklärt. Legt man die heutige Pressem,itteilung zugrunde, will die WMA den Vorgang jetzt offenbar doch offensiv aufklären.
Rubtsov war für Kasachstan bei den Olympischen Spielen in Atlanta und Sydney am Start, belegte dort aber jeweils mit indiskutablen Weiten nur den letzten Platz im Kugekstoßen. Dabei hatte er beispielsweise drei Monate vor den Olympischen Spielen in Sydney , wo er mit 15,90m ausschied, mit 19,92m eine Jahresbestleistung gestoßen.
Bei einer Disqualifikation des Kasachen würde Enrico Pyritz (*1962, HSG Uni Greifswald) nachträglich zum Sieger und hätte seinen Titel von Sindelfingen verteidigt, der Brite John Nicholls erhielte Silber und Michael Perplies (*1962, TV Wattenscheid) bekäme Bronze. (05.07.06)
Sprinter und Mastersweltmeister Erik Wijmeersch ist am Montag unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Das teilte das zuständige Gericht im belgischen Dendermonde mit. Der beglische Sprinter befand sich zehn Tage in Untersuchungshaft.
Dem 36-Jährigen, der in diesem Jahr durch eine auffällige Leistungssteigerung von sich reden machte, wird Besitz, Kauf und Handeln mit Dopingmitteln vorgeworfen, nachdem bei der Durchsuchung seines Hauses verbotene Präparate gefunden worden waren. Eine weitere Hausdurchsuchung fand inzwischen bei seinem Sportarzt Theo Lebon statt, der vergangene Woche nach Rückkehr aus einem Spanienurlaub auch kurzzeitig festgenommen, zwei Tage später dann aber nach verschiedenen Vernehmungen vom Untersuchungsrichter wieder freigelassen wurde.
Der Belgier Wijmeersch, der wie sein Arzt alle Vorwürfe zurückweist, hatte im März die M35-Konkurrenz über 100m beider Masters-Hallenweltmeisterschaft in Linz gewonnen. Über diese Strecke ist Wijmeersch die Quali für Göteborg gelaufen. (05.07.06)
John Altendorf aus dem US-Bundesstaat Oregon hat, wie erst jetzt bekannt wurde, am 29. Juni bei einem Sportfest auf dem traditionsreichen Hayward Field der Universität von Oregon mit dem Stab 3,96m übersprungen und damit seinen eigenen, zwei Wochen zuvor aufgestellten neuen M60-Weltrekord noch einmal um beeindruckende 12 cm verbessert. Der Masterathlet hat eine Videosequenz (wmv) seines Rekordsprungs in Internet gestellt und verrät auf der Internetseite von Ken Stone auch (in englischer Sprache) etwas über seine Trainingsmethoden... (04.07.06)
Die WMA hat am Dienstag bestätigt, dass zwei Athleten im März bei den Masters-Hallenweltmeisterschaften in Linz positiv auf anabole Steroide getestet worden sind. Es handelt sich dabei um die Kugelstoßer Neil Griffin (GBR) und Andrey Fedyashin (RUS). Das von Lesley Richardson geschossene Foto links zeigt den Briten im Wettkampf in Linz. Beide hatten in ihren Altersklassen M55 und M40 jeweils die Silbermedaille errungen, Fedyashin zusätzlich auch in der Winterwurf-Diskus- und Speerwurfkonkurrenz. Die Athleten sind bis zum Abschluss des Anhörungsverfahrens zunächst suspendiert.
Die WMA teilte in einer Presseerklärung zugleich mit, dass damit die entsprechenden Resultate der Hallen-WM in den Weltmeisterschaften überprüft werden und auch nur als vorläufig betrachtet werden können. Sollten die beiden Athleten disqualifiziert werden, verlieren sie ihre WM-Medaillen. In diesem Fall würde Heino Kaup (*1962, TSV Bayer Leverkusen) in der M40-Winterwurf-Diskuskonkurrenz nachträglich die Bronzemedaille verliehen, der Südafrikaner Braam Botes erhielte Silber. Im M40-Kugelstoßen würde der bisherige Viertplatzierte John Nicolls (GBR) Bronze und der Deutsche Enrico Pyritz (HSG Uni Greifwald) jetzt die Silbermedaille erhalten; der aus Zinnowitz stammende Fallmanager am Arbeitsamt Greifswald war am Dienstagvormittag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
In der M55 fiele bei einer endgültigen Disqualifikation von Neil Griffin (BGR) das Kugel-Silber an den Kroaten Stipo Knez und Bronze an den Polen Andrzej Semoborowski. (Foto: copyright Lesley Richardson , 04.07.06)
Die Startplätze für den Stuttgart LBS Halbmarathon am Sonntag, 23.07. sind restlos vergeben.Eine Anmeldung für diesen Lauf ist deshalb nicht mehr möglich. Eine Chance, trotzdem noch einen der begehrten Startplätze für den LBS Halbmarathon zu ergattern, bietet unsereine von den Organisatoren eingerichtete Startplatz-Tauschbörse. Mehr... (04.07.06)
Abgesagt haben die Organisatoren den diesjährigen 3-Länder-Marathon am Bodensee. Sie schreiben auf ihrer Internetseite: "Wir möchten uns bei allen Läufern, Helfern, Förderern und Sponsoren für die Treue und Unterstützung unserer Laufveranstaltung bedanken. Aus organisatorischen Gründen findet heuer der 3-Länder-Marathon nicht statt. Natürlich soll es im nächsten Jahr mit einem geeigneten Partner weitergehen. Wir freuen uns schon darauf, Sie 2007 auch wieder als Fans des 3-Länder-Marathon begrüßen zu dürfen." Der Lauf war für den 1. Oktober geplant. Der 3-Länder-Marathon wird traditionell auf deutschem Boden in Lindau gestartet und führt über Bregenz ins schweizerische St. Margarethen und zurück nach Bregenz. Mehr... (03.07.06)
Die Niederländerin Weia Reinboud (*1950) hat am Sonntag bei einem Sportfest im niederländischen Krommenie einen neuen Hochsprung-Weltrekord der Altersklasse W55 aufgestellt. Die Europameisterin von Potsdam, die übrigens auch eine hochinteressante Webseite betreibt, übersprang 1,50m und steigerte damit ihre eigene, erst vier Wochen alte Weltrekordmarke um 2 cm. (03.07.06)
Die Veranstalter des MannheimMarathon machen allen gemeldeten Teilnehmern der wegen Unwetters abgesagten Veranstaltung am 20. Mai 2006 ein besonderes Entschädigungsangebot:
"Wer sich bis zum 31. Oktober 2006 für den MLP Marathon Mannheim Rhein-Neckar 2007 anmeldet, bekommt eine Ermäßigung von 50 Prozent auf die Startgebühr. Im Jahr 2008 können diese Teilnehmer dann auch den nächsten Bonus von 50 Prozent in Anspruch nehmen."
Die von den Verantwortlichen zunächst diskutierte Ersatzveranstaltung kann aufgrund der Termindichte im Herbst 2006 nicht durchgeführt werden. Die Absage des Laufes am 20. Mai 2006 wegen des Unwetters mit orkanartigen Sturmböen ist inzwischen, so die Veranstalter, auf großes Verständnis gestoßen. Mehr... (03.07.06)
Nach dem durchaus vielversprechenden Auftakt bei den letztjährigen Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Helsinki wird es entgegen früheren Zusagen und Planungen keine Masters-Einlagewettbewerbe bei den Europameisterschaften in Göteborg geben, die vom 6. bis 13. Auskunft in der zweitgrößten schwedischen Stadt Göteborg stattfinden. Dies bestätigte jetzt EVAA-Präsident Dieter Massin auf Anfrage gegenüber masters-sport.de. Die schwedischen Organisatoren hatten sich wie ihre Vorgänger vom schwedischen WMA-Generalsekretär Torsten Carlius überzeugen lassen. Nachdem dessen plötzlichen Tod im vergangenen November eine große Lücke gerissen hat, fand sich offenbar niemand in Skandinavien, der das Projekt forciert hätte. (03.07.06)
Anita Pichler Anita (*1960, TSV St. Georgen/Gusen) lieferte bei den diesjährigen Internationalen Österreichischen Seniorenmeisterschaften am ersten Juliwochenende die stärkste Leistung ab. Sie gewann in Neuhofen/Krems den W45 Titel über 5000m in 17:50,33 min. In der W55 überzeugte Anna Edlinger (*1949, *ATUS Gratkorn) über 100m in 14,66sec (W:-1,2) und über 200m in 31,06 sec (W:-1,1). Im letzten Jahr der Zugehörigkeit zur W60 gefiel auch Marianne Maier (*1942, TS Höchst); ihre stärkste Leistung waren 15,42sec (W:-0,7) über 100m.
Bei den Senioren gewann Gerald Habison Gerald (*1965, LG-Decker Itter) über 5000m in 15:36,36min den M40-Titel. Speerwerfer Otto Petrovic (*1964, ATG Graz) gewann sein Disziplin und den M40-Titel überlegen mit 58,50m. Überlegen beherrschte Rainer Schrammel (*1960, ATSV Linz LA) den M45-Sprint und siegte über 100m in 11,79sec (W:-1,0) und die doppelte Strecke in 24,28 (W:-0,9). M50-Altersklassenneuling Alois Egger Alois (*1956, TU Raika Schwaz) gewann in 2:06,94 die 800m. Der M55-Stabhochsprung sah Helmut Hübl Helmut (*1948, ALC Wels) mit 3,40 klar vorn. In der M65 heißt der neue Hochsprungmeister mit 1,43m Rudolf Zabusch (*1941, ULC-Mödling), der neue Diskuschamp Franz Ratzer (*1939, Union Neuhofen/Krems); er warf die Scheibe auf 50,34m.
Auch eine Reihe deutscher Athleten waren in Österreich am Start. Unter ihnen zeigte in der W50 Rosi Sachsenhauser (*1956, LG Region Landshut) über 100m in 14,63sec (W.:-0,5) und 30,06sec über 200m (W: -0,5) ansprechende Leistungen. Georg Kinadeter (*1946, TV Hauzenberg) belegte mit 47,32m im M60-Diskuswurf Rang 2. Der ungarische M65-Stabhochspringer Zoltan Kurunczi (*1940) glänzte mit 3,00m; sein Vereinskollege Janos Belhazi Janos (*1940) warf den Hammer auf starke 45,20m.
Alle österreichischen Resultate hier... (03.07.06)
Nachdem Annette Weiss (*1968, Siegburger Turnverein) bei den Westdeutschen Meisterschaften am letzten Wochenende über 1500m mit 4:38,27min vorgelegt hatte, hat jetzt Veronika Ulrich (*1968, LG Neu-Isenburg-Heusenstamm) gekontert. Beim Abendsportfest des des TV Waldstraße kam sie am Dienstag in Wiesbaden auf 4:39,66 min und erreichte damit fast ihre letztjährige Bestzeit - dies übrigens nach ordentlichen 800m, die sie zuvor in 2:25,42 min gelaufen war. Ulrichs Zeiten lassen also bei den bevor stehenden Deutschen Meisterschaften in Erfurt ein spannendes W35-Duell der beiden 1500m-Protagonistinnen erwarten.
Auch sonst gab es in Wiesbaden ein ganzes Bündel toller Mastersleistungen. Zu erwähnen sind hier die Zeiten von M75-er Artur Bund (*1930, LG Maintaunus West) mit 15,39 sec über 100m (W:+1,6) und 32,50 sec (W:+0,5) über die doppelte Distanz. Exzellent auch die 800m-Zeit von 1:56,54 min durch Maximilian Freund (*1967, TV Waldstraße) und die W60-erin Anja Ritschel (*1946, TV Waldstraße) steigerte sich über 800m auf 3:00,57 min. Alle Resultate aus Wiesbaden hier... (30.06.06)
Für den 33. Berlin-Marathon, der erneut vom Discounter real,- gesponsert wird, gibt es inzwischen nur noch 3.000 Startplätze. 37.000 Meldungen liegen Veranstalter SCC-RUNNING bisher vor. Sobald das Limit von 40.000 Läufern für den größten deutschen Marathon erreicht ist, werden keine weiteren Anmeldungen mehr entgegen genommen. Wer mitlaufen möchte, sollte also so bald wie möglich die Startunterlagen ausfüllen. Die größte deutsche Laufveranstaltung startet am 24. September.
Unter den 37.000 Meldungen sind auch zwei Superstars des internationalen Laufsports: Haile Gebrselassie und Mizuki Noguchi. Der 33-jährige äthiopische Ausnahmeläufer Gebrselassie stellte in seiner einmaligen Karriere bisher 20 Weltrekorde auf. Im Marathon steht seine Bestzeit bisher bei 2:06:20 Stunden. Hier hält Paul Tergat (Kenia) mit 2:04:55 Stunden den Weltrekord, den er 2003 in Berlin aufstellte. Mizuki Noguchi ist die Marathon-Olympiasiegerin von Athen 2004. Die 27-jährige Japanerin hatte 2005 den den Berlin-Marathon in der Kursrekordzeit von 2:19:12 Stunden gewonnen, die zugleich auch Asienrekord bedeutete.
Der Marathon in Berlin gehört bekanntlich zur neuen Serie der World Marathon Majors (WMM). Beim Boston-Marathon, London-Marathon, Chicago-Marathon und New York City-Marathon sammeln die besten Marathonläufer der Welt über einen Zwei-Jahres-Zeitraum Punkte. Gewertet werden zudem auch die Marathonrennen bei Olympia und der WM. Der beste Mann und die beste Frau teilen sich am Ende ein Preisgeld von einer Million Dollar, wobei maximal vier Rennen in die Wertung kommen. (30.06.06)
Sie wollen recht behalten und sich nicht pro Masters-Leichtathletik engagieren. Zur Erinnerung: Der von Württembergs Seniorenwartin Anita Bayha-Zaiser forcierte Beschluss des DLV-Verbandsrats vom 25. November vergangenen Jahres, die 3000m aus dem DAMM-Programm der Altersklassen W50/W60 ersatzlos zu streichen, wirkte damals handstreichartig und hatte allgemein für Kopfschütteln gesorgt. Entsprechende Pläne hatten die Seniorenwarte der DLV-Landesverbände zuvor einstimmig abgelehnt; allerdings hatte niemand die Seniorenwarte darüber informiert, dass längst aus Würtemberg ein entgegengesetzter Antrag - elegant an ihnen vorbei - dem DLV-Verbandsrat vorlag. Der beschloss den wenig sport- und frauenfreundlichen Antrag aus Württemberg gleich mit Wirkung vom 1. Januar 2006, übrigens ebenfalls einstimmig, allerdings ohne Diskussion oder Rücksprache mit Betroffenen, ohne Begründung und vor allem ohne Kenntnis der Position der Seniorenwarte.
Auf den Aufschrei der Masters beschwichtigte zunächst Volker Wollschläger, Vorsitzender des Bundesausschusses "Wettkampforganisation" im DLV, in einem offiziellen Schreiben die Landesverbände,die betroffenen Vereine und die Seniorinnen, der DLV werde es 2006 zunächst beim bisherigen Wettkampfprogramm zu belassen, die 3000m also in diesem Jahr nicht streichen. Wollschläger damals: "Im Übrigen kann die Änderung... in der zur Verfügung stehenden Zeit überprüft werden, um dann für 2007 eine verbindliche Regelung zu schaffen."
Wollschläger teilte zwar mit, auf Antrag des DLV-Landesverbandes Hessen werde die Frage in der "Verbandsratssitzung am 24.02. in Karlsruhe erörtert". Dort kam es jedoch zu keinerÄnderung, und schon vorher gingen Insider davon aus, dass die Änderung eher nicht zurückgenommen wird, so www.masters-sport.de am 30. Januar. Allerdings hoffte innerhalb der Seniorenszene noch mancher auf den Einsatz des neuen DLV-Vize Michael Böhnke in dieser Frage.
Heute weiß man, dass alles vergeblich sein dürfte. Denn inzwischen liegen die Unterlagen zur nächsten DLV-Verbandsratstagung am 14. Juli in Ulm auf den Tisch. Da findet sich unter TOP 6 (b) "Antrag des WLV (=Württembergischen Leichtathletikverbandes) vom 12.08.2005" und "Antrag des Bundesausschusses Wettkampforganisation vom 07.06.2006" zur Änderung der DLV-Veranstaltungsordnung ("VAO") der DAMM. Klar ist danach, dass der Beschluss nicht zurückgenommen werden soll. Der 3000m-Lauf soll weg.
Dass die Landesseniorenwarte zuletzt auf einer Sitzung am 22. April in Darmstadt beschlossen haben, dass der 3000m-Lauf in den Altersklassen W50 und W60 bestehen bleibt, wird in Ulm voraussichtlich keine Rolle spielen. Nach unserer Kenntnis sind die Verbandsratsmitglieder bisher nicht einmal über die Position der Seniorewnarte aus den Landesverbänden informiert. Anita Bayha-Zaiser, die selbst am 22. April noch in Darmstadt an der Sitzung teilnahm, hatte da zwar keine Argumente 'für' oder 'wider' die 3000 m vorgetragen. Jetzt gibt es aber unverhofft doch noch eine Begründung für den anstehenden Verbandsrat: Die 3000 m tauche in den Altersgruppen W 30 und W 40 auch nicht auf, hingegen aber die 800 m.
Unklar ist, ob das Votum der Landesseniorenwarte vom 22. April auf der Sitzung des Bundesausschusses "Allgemeine Leichtathletik" Anfang Juni dargestellt wurde, der sich auch mit dem Thema befassen konnte. Jedenfalls geht heute klar aus der Tagesordnung der anstehenden Verbandsratssitzung hervor, dass der Württemberg-Antrag vom Vorjahr trotz aller Kritik der betroffenen Athletinnen, Vereine und Seniorenwarte nicht modifiziert wird und die 3000m in der W50 und W60 weg sollen. (30.06.06)
Die DLV-Teams der Männder und der Frauen blieben beim Europacup in Malaga weit hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück und leisteten sich einen peinlichen Auftritt. In der Summe lieferten die beiden Teams das schwächste gesamtdeutsche Europacup-Ergebnis überhaupt. Der Abstieg der als Titelverteidiger (!) angetretenen Männer wurde nur dadurch verhindert, dass Deutschland im nächsten Jahr mit München Gastgeber des Europacups ist.
Auch am zweiten Tag des Europacups in Malaga (Spanien) konnte deutsche Mannschaft keine Trendwende mehr herbeiführen. Die Frauen landeten am Ende mit 93 Punkten auf Platz fünf, die Männer mit ihrerseits 86,5 Zählern gar nur auf einem achten und vorletzten Rang. Die Franzosen (118) und die Russinnen (155), die sich zum zehnten Mal in Folge durchsetzten, gewannen die Gesamtwertung.
Im DLV-Lager überwogen auch am Donnerstag die Enttäuschungen.Der Pole Piotr Malachowski gewann mit einem neuen Landesrekord (66,21 m) im Diskusring die Oberhand gegen den 39-jährigen Chemnitzer Lars Riedel, der bei seinem ersten Versuch 63,47 m erreichte und dann keine Steigerung mehr anbieten konnte. Jürgen Mallow, Bundestrainer im DLV: „Es gibt nichts zu beschönigen. Es war enttäuschend. So schlecht hat sich die deutsche Leichtathletik noch nie bei einem Europacup dargestellt. Wenn unsere Asse nicht stechen, bleibt nicht viel!“
Mehr... (29.06.06)
Ein hohes Sportler-Alter ist kein Hinderungsgrund für Weltklasseleistungen. Diesen Beweis hat das deutsche Diskus-Duo Franka Dietzsch (Neubrandenburg) und Lars Riedel (Chemnitz) diesen Sommer schon eindrucksvoll angetreten. Die 37-jährige Dietzsch führt mit 68,51 m die Weltjahresbestenliste an. Riedel, der am Mittwoch beim Europapokal im spanischen Malaga seinen 39. Geburtstag beging und sich am Donnerstag nachträglich beschenken kann, klopfte mit 69,38 m wieder an der 70-Meter-Marke an. Das Duo hat Diskus- Geschichte geschrieben: Riedel als Olympiasieger von 1996, fünfmaliger Weltmeister zwischen 1991 und 2001 sowie Europameister von 1998 in Budapest. Dietzsch wiederholte im Vorjahr in Helsinki ihren WM-Sieg von 1999 und war ebenfalls Europameisterin in Budapest.
Die Bankkauffrau ist im deutschen Frauen-Diskuswurf praktisch seit Jahren die Alleinherrscherin. Nachdem sie zum Saisonbeginn bei Regen- Wettkämpfen in Halle/Saale und Dessau nicht wie erhofft zum Zuge kam und immer beschwor, «ich kann viel weiter werfen», nutzte sie die guten Bedingungen bei der Europapokal-Ausscheidung in Schönebeck bei Magdeburg zur drittgrößten Weite in ihrer Laufbahn. Nur 1999 in Wiesbaden mit 69,51 und 1998 mit 68,91 m in Stendal hat sie weiter geworfen.
Auf Franka Dietzsch war denn auch am Mittwoch beim Europacup im spanischen Malaga einmal mehr Verlass: Die 37-jährige Neubrandenburgerin feierte nämlich an einem insgesamt für den DLV katastrophalen 1. Tag den einzigen deutschen Sieg und kassierte dafür neun Punkte. Sie entschied die Konkurrenz mit 65,54 Meter zu ihren Gunsten und wiederholte damit ihren Erfolg vom Vorjahr. «Der Fehlversuch im ersten Durchgang hat mich nicht nervös gemacht, eher wütend, weil ich ihn versaut habe. Ich hoffe, in Göteborg mit einer besseren Leistung zu gewinnen», erklärte die Mitfavoritin für die Europameisterschaften Mitte August in Schweden. „Es wäre schade, wenn wir uns nicht für den Weltcup qualifizieren würden, aber noch haben wir ja einige Asse. Die Windbedingungen waren heute sehr schwer, aber ich freue mich natürlich, dass ich meinen Europacupsieg wiederholt habe", so Dietzsch weiter.
Die Neubrandenburgerin hatte sich 2005 mit ihrem zweiten WM-Titel selbst aus einer Serie von Pleiten, Pech und Pannen befreit. Bei Olympia in Sydney hatte es nur zum sechsten Rang gereicht, bei der WM 2003 in Paris sowie bei den Olympischen Spielen in Athen kam schon in der Qualifikation das Aus. «Ich war zwischenzeitlich eine ganz schöne Zicke, weil es mich angekotzt hat, wie es sportlich gelaufen war», sagt die Weltmeisterin über diese Zeit. Inzwischen ist die Freude am Diskuswerfen zurückgekehrt, will die Europapokalsiegerin von 2001 und 2005 in Peking 2008 mit 40 Jahren um eine Olympia-Medaille kämpfen. «Na klar mache ich bis Peking weiter. Schließlich habe ich meinem Trainer Herrn Kollark versprochen, mit ihm über die chinesische Mauer zu gehen.»
So weit denkt Lars Riedel nicht, der ein Jahrzehnt lang im Diskuskäfig «Herr der Ringe» war. Diese Spitzenstellung musste der Deutsche an Virgilius Alekna (Litauen) abtreten, da gesundheitliche Probleme sein Training in den zurückliegenden Jahren stark eingeschränkt haben. Seit 2003 gehörte Riedel nicht mehr zu den Medaillengewinnern bei zwei Weltmeisterschaften und den Spielen in Athen, wo er am Oberschenkel verletzt aufgeben musste und Siebter wurde. 2003 in Paris scheiterte er in der Qualifikation, im Vorjahr in Helsinki reichte es nach hoffnungsvollen 66,32 m in der Qualifikation im Finale mit 63,05 m nur zum neunten Platz.
Die Diskusscheibe, seine Welt, kann Riedel trotzdem noch nicht aus der Hand legen. «Das, was man am besten kann, soll man möglichst lange machen», lautet seine Devise. Er will von Jahr zu Jahr entscheiden und macht sich Mut für die Europameisterschaften im August: «An Göteborg habe ich gute Erinnerungen.» Dort landete er 1995 seinen dritten WM-Triumph, beim Europapokal konnte er bisher fünf Mal die volle Punktzahl auf das Mannschaftskonto gutschreiben lassen. (Quelle: dpa, 29.06.06)
Die Niederländerin Brigitte van de Kamp hat bei einem Leichtathletikmeeting am Sonntag den Stabhochsprungweltrekord der W 45 eingestellt. Sie übersprang 3,50m und riss über 3,55m denkbar knapp. Dabei waren die äußeren Verhältnisse mit leichtem Regen alles andere als ideal. Van de Kamp begann erst vor einigen Jahren mit dem Stabochspringen und hat nach Ansicht von Beobachtern ihr Potential jetzt mit 46 noch längst nicht ausgeschöpft. (29.06.06)
Nicht viele Seniorenleichtathleten gingen bei den Westdeutschen Meisterschaften der Männer und Frauen am vergangenen Sonntag in Betzdorf an den Start, warteten aber mit durchweg guten Leistungen auf. Keine andere als Annette Weiss (*1968, Siegburger Turnverein) belegte über 1500m in sehr guten 4:38,27 Rang 4. Unerwartet stark über dieselbe Strecke zeigte sich im selben Lauf Langstrecklerin Maria Weßling (*1966, ESV Münster); sie lief in 4:47,63 min auf Rang 6.
Über 100m Hürden wurde W35-erin Evelin Nagel (*1971, TSV Bayer Leverkusen) Dritte in 14,20sec; 400m-Hürden-Weltrekordlerin Barbara Gähling (*1965, Leichtathletik-Team DSHS Köln), die auf einen Start in ihrer Spezialdisziplin verzichtete, belegte in 14,92 sec Platz 6; im Vorlauf war sie in glänzenden 14,82sec (W: -0,3) nur um eine Hundertstel am deutschen Rekord von Anke Moritz (*1959, ABC Ludwigshafen) vorbei gesprintet.
Bei den Männern waren die beiden Stabhochsprungmatadoren der Masters-Szene am Start. Während schlussendlich Danny Ecker den Wettbewerb mit 5,70m gewann, mussten Alfred Achtelik (*1960, LAZ Rhede), der allerdings nur schwer in den Wettkampf kam, bei 4,50m (Rang7) und als Achter Wolfgang Ritte(*1953, LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) bei 4,30m passen. Im Hammerwurf kam Thomas Neumann (*1971, LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) auf 62,95m. (28.06.06)
Die 46 Jahre alte Merlene Ottey, die jüngst mit neuen Masters-Weltrekorden auf sich aufmerksam machte, macht auf dem Weg zu den Europameisterschaften in Göteborg Station in Deutschland. Damit kommt die «Grande Dame» der Leichtathletik nach Cuxhaven. Die Weltklassesprinterin Merlene Ottey (*1960) startet am 7. Juli beim Internationalen Sportfest unter dem Motto «Weltklasse hinterm Deich». Die gebürtige Jamaikanerin, die bei der EM in Göteborg (6.-13. August) für Slowenien an den Start gehen will, hat an sieben Olympischen Spielen teilgenommen und insgesamt 34 Medaillen bei Leichtathletik-Großereignissen gewonnen. (28.06.2006).
Mit guten 5,01m hat Siebenkampfweltmeisterin Renate Keller (*1961, LG Osnabrück) ihre Ambitionen für eine erfolgreiche Saison deutlich gemacht - ihre erste in der AK W45. Bei den Senioren-Bezirksmeisterschaften Weser-Ems am Sonntag in Delmenhorst sprang sie die Weite bereits im ersten Versuch.
Überzeugen konnte über 5000m auch Manfred Ostendorf (*1943, VfL Oldenburg) in 18:12,50 min und der in der M65 außer Wertung startende Eugen Reinhard (*1940 LG Fallingbostel), der den Diskus auf 45,51 m warf. Ordentlich war auch die Leistung von Diskuswerfer Ernst Bux (*1936, Heidmühler FC) in der M70 mit 37,19 m und die von Elfriede Willerts (*1936 LG Wilhelmshaven) in der W70 über 5000m mit der Zeit von 26:22,52 min. Resultate aus Delmenhorst (28.06.06)
Peter Lessing (*1941 LG Ortenau Nord) hat bei den Baden Meisterschaften in Rastatt am Samstag einen neuen deutschen Rekord über 5000m aufgestellt. In seiner neuen Altersklasse M65 durchbrach er -rund 3,3 Sekunden schneller als der bisherige Rekordhalter Werner Beecker (*1932, TSV Hochdahl)- als erster deutscher M65-er die 18-Minuten-Marke und siegte in (handgestoppten) 17,58,8min. Alle Resultate aus Rastatt... (26.06.06)
Strahlendes Wetter, hervorragende Leistungen und viel Lob für die Organisatoren zeichneten die Württembergischen Senioren-Meisterschaften in der Leichtathleten im Heidenheimer Albstadion aus. „Das waren die schönsten und bestausgerichteten Senioren-Meisterschaften in meiner zwanzigjährigen Tätigkeit als Seniorenwettkampfwartin des WLV“, sagte Anita Bayha-Zaiser. Sie war der Meinung, dass in einem so schön gelegenem Stadion öfter Meisterschaften in dieser Art ausgetragen werden sollten.
Wirklich, das Heidenheimer Albstadion zeigte sich von seiner besten Seite, und alles war hervorragend organisiert. Dank der vielen Helfer und Kampfrichter um das Organisationsteam der LA-Abteilung des Heidenheimer Sportbundes und der LG Staufen unter der Leitung von Uwe Zimmermann und Michael Häring sowie dem EDV-Team mit Dr. Reiner Schlenk an der Spitze klappte alles hervorragend. Die fachkundige Information von Stadionsprecher Hans Bendl hielten Zuschauer wie Athleten stets auf dem Laufenden, die allesamt begeistert von der tollen Atmosphäre und der gelungenen Veranstaltung waren. Am Start waren 299 Teilnehmer aus 100 Vereinen, die mit dem Wetter um die Wette strahlten und viel Lob für die Ausrichter hatten.
Für die Zuschauer gab es dann auch einige hervorragende Ergebnisse auf Weltniveau zu sehen. Höhepunkt war der Weltrekordversuch im Stabhochsprung des 60-jährigen Bogdan Markowski von SV Vaihingen, der nach übersprungenen 3.70 m die 3.95 m versuchte und diese nur denkbar knapp riss. Eine Augenweide für die Zuschauer waren die Läufe des 80jährigen Hans Eberle von der LG Remseck, der über die 100 m mit 15,57 sec. einen neuen Württembergischen Rekord für 80jährige aufstellte, auch die Weitsprungleistung von 4,11 m, hier startete er bei den 75-jährigen, sind neuer Altersrekord. Weiter auch beachtlich seine 32,85 sec. über die 200 m. Hermann Albrecht, M 65 vom TSV Crailsheim, der in seiner Altersklasse zu den Besten in der Welt gehört, sicherte sich im Hammerwerfen mit 49.71m und im Hochsprung mit 1.45 m vor dem Hallenweltmeister Jürgen Volkert LG Staufen, der diesmal 1,40 m übersprang, den Sieg. Viermal in die W65-Siegerliste trug sich Erika Sauer (Spvgg Warmbronn) ein, ihre beste Leistung waren die 34,07 sec. über 200 m.
Dreifache Siegerin in der Klasse W 50 wurde Angelika Holder, LG Filder. Sie siegte im Diskus- und Speerwurf und war mit 10,85 m im Kugelstoßen die Beste. Ebenfalls Dreifach-Siegerin wurde Heidi Ambratis W 55, TSG Backnang im Hochsprung, 100m und mit sehr guten 37,30 m im Hammerwurf. Auch Teodora Albrecht, TSV Crailsheim wurde in der AK W 60 Dreifachsiegerin, erwähnenswert die 30,50 m im Hammerwurf und die 9,72 m im Kugelstoßen. Weiter erwähnenswert die Leistungen von Gerhard Klinger M 50 TG Nürtingen , der das Diskuswerfen mit 41,27 m gewann sowie die 44.75 m im Speerwurf von Volker Frey M 60 LAZ Salamander Kornwestheim-LB. Aus Sicht der Heidenheimer ragte die Leistung des Doppelsiegers in der Altersklasse M 65 Sirin Ömer TSG Schnaitheim über 1500m (5:30,44 Min.) und 5000 m (19:44,57 Min.) hervor. (Ilse Knoth, 28.06.06)
Hallen-Weltmeisterin Annette Weiss (*1968, Siegburger TV) lieferte am Freitag über 800m starke 2:15,94min beim Abendsportfest des TV Kaldauen in Siegburg ab.Ihre letztjährige Bestzeit verpasste sie damit nur um 9 Hundertstel. Beim gleichen Sportfest lief Franz-Josef Schmidt (*1951 , LG Wippetal) sehr gute 9:57,62 min über 3000m sowie sein Jahrgangskollege Herbert Ehlen (*1951, Gerolsteiner LGV) mit 16:26,93min über 5000m. Christine Samel (Samel Christine (*1950, LAZ Puma Troisdorf/Siegburg) stellte mit 74,70sec über 400m eine neue persönliche Bestzeit in der W 55 auf. (26.06.06)
Nur drei Seniorinnen traten bei den Norddeutschen Meisterschaften an diesem Wochenende in Celle an. Dabei steigerte sich Dr. Christina Ziemann (*1968, NMTV Holzminden) im Stabhochsprung auf 3,40m und wurde mit Silber belohnt. Angelika Anton (*1963, MTV Soltau) hatte starke Aufritte im Hammerwurf mit 38,29m und im Speerwurf mit 42,45m. Sabine Rahne (*1967, VfL Wolfsburg) übersprang 1,68m.
Bei den Männern gab es zwei Vizemeister aus den Senioren-Altersklassen. Über 5000m verpasste dabei Thomas Bartholome (*1969, TSV Kirchdorf) die 15-Minutengrenze erneut nur knapp um 2,69 sec und nähert sich seiner letztjährigen AK-Bestmarke von 14:54,74min an. Andreas Oberschilp (*1967 LG Bremen-Nord) lief in guten15:24,77 min ins Ziel.
Die Viertelmeiler des OTB Osnabrück wussten auch in Celle zu gefallen. Kilian Lescow überragte dabei in 56,65min über 400m Hürden - die zweitschnellste M40-Zeit, die in diesem Jahrzehnt in Deutschland gelaufen wurde. Die schnellste Zeit war er selbst vor zwei Wochen in Delmenhorst gelaufen. Gert Deppe (*1964, OTB Osnabrück) lief die Stadionrunde in 52,93 sec. Überzeugend war auch die Vorstellung von Stabhochspringer Volkmar Reineke (*1965, Hannover 96), der mir übersprungenen 4,60m Platz 2 belegte.
Oliver Rohwer (*1970, LG Wedel-Pinneberg) belegte mit 15,98 m Platz 3 in der Kugelstoßkonkurrenz und auch sein Diskusresultat von 43,47m war nicht schlecht. Platz 3 belegte auch Bernhard Ulrich (1958 SV Germania Helmstedt9 mit 52,93 m im Hammerwurf. Rüdiger Möhring (*1964, TSG Bergedorf) wurde mit 47,93 m Siebter. Mit 62,19m musste Dirk Hamann (*1971, LG Elmshorn) nach dem Vorkampf die Segel streichen. (26.06.06)
Der belgische Sprinter Erik Wymeersch bleibt weiter in Haft, nachdem die Polizei nach eigener Darstellung bei einer Hausdurchsuchung Dopingsubstanzen bei ihm gefunden hatte. Die zuständige Strafkammer im belgischen Dendermonde verlängerte am Freitagmorgen den Haftbefehl gegen den Sprinter. Bei dem 36 Jahre alten Masters-Hallenweltmeister dieses Frühjahrs über 60m waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft Wachstumshormonprodukte sicher gestellt worden. Die Untersuchungen hatten begonnen, nachdem der Belgier einen Dopingtest abgelehnt und behauptet hatte, er habe niemals verbotene Substanzen genommen.
Die Strafkammer begründete den Haftbefehl mit Flucht- und Verdunkelungsgefahr und verlängerte die Untersuchungshaft um einen Monat.
Erik Wymeersch hat über seinen Anwalt gegen die Haftfortdauer Beschwerde eingelegt. "Es wurden nur Hustensaft, eine Abmagerungspille und 9 weiße Pillen gefunden, die er jedoch von seinem Trainer erhielt", sagte Wymeersch' Anwalt zur Begründung. Die Einstiche, die an seinem Körper gefunden wurden, stammten von einer Akupunkturbehandlung, so der Verteidiger. Wymeersch selbst bestreitet die Dopingvorwürfe. Seine erheblichen Leistungssteigerungen lägen, so Wymeersch, an einem "revolutionären Trainingsprogramm" aus Griechenland.
Eric Wymeersch war am Mittwochabend wegen Besitzes von und Handel mit Dopingmitteln festgenommen worden. Anschließend hatte die Staatsanwaltschaft bekannt gegeben, dass bei einer Durchsuchung der Wohnung von Wymeersch Dopingmittel gefunden worden seien. Sie geht davon aus, dass es sich bei den Doping-Verdächtigungen gegen den Wymeersch nicht um einen Einzelfall handelt. Auch ein weiterer flämischer Athlet soll inzwischen vernommen worden sein; dabei soll es sich um 400m-Läufer Cédric van Branteghem handeln. er sei aber lediglich als Zeuge gehört worden, hieß es. Auch Patrick Himschoot, Trainer von Wymersch und Van Branteghem, ist zu den Vorwürfen polizeilich vernommen worden. Er sagte, dass die Angelegenheit nach einem anonymen Brief ins Rollen gekommen sei. Es würden immer Fragen gestellt werden, wenn jemand besonders gut oder schnell laufe. Wenn dies allerdings dazu führe, dass alle Athleten verdächtig sind, dann gehe es dem Sport schlecht, so Himschoot, der "nichts gemerkt" haben will. "Wenn Erik allerdings in Haft bleiben muss, liegt dafür wohl ein Grund vor", ergänzte er weiter. Himschoot schließt allerdings völlig aus, dass Cédric van Branteghem etwas mit Doping zu tun haben könnte.
Allerdings wachsen Zweifel bei Sportkollegen von Erik Wymeersch. Anthony Ferro, einer seiner Mannschaftskollegen, hält die plötzliche Leistungssteigerung des Sprinters jedoch für auffallend. "Im Winter war ich zwei Sekunden schneller als er und jetzt ist es umgekehrt. Es muss also etwas geschehen sein. Aber bisher ist nichts bewiesen", so Ferro, der letztes Woche beim Superleaguefinale in Prag mit Wymeersch ein Zimmer belegt hatte. Dort habe er aber nichts Verdächtiges bemerkt, sagte er.
Der Vorsitzende des flämischen Athletikverbandes, Eddy De Vogelaer, sagte gegenüber Journalisten, dass dem Sprinter und damit dem belgischen Team die Ergebnisse aus der Europäischen Superleague der Leichtathleten vom vergangenen Wochenende in Prag aberkannt würden, sollten sich die Vorwürfe bestätigen. Dann würde statt der Belgier das schwedische Team 2007 am Europacup teilnehmen. (26.06.06)
US-Sprinter Willie Gault hat am Samstag in Indianapolis einen neuen Weltrekord über 100m aufgestellt. Bei zulässigem Rückenwind von 1,0m gewann er seinen 100m-Lauf in 10,72sec. Die neue Marke war um beeindruckende 24 Hundertstel besser als der alte M45-Rekord von Neville Hodge (USA). Mit den Altersfaktoren umgerechnet entspräche der neue Weltrekord einer Zeit von 9,884 Sekunden in der offenen Altersklasse (20-30 Jahre) .
Gaults Leistung erregte nicht nur innerhalb der Mastersszene Aufsehen. Nachdem nämlich die Nachrichtenagentur Associated Press den Rekordlauf gemeldet hatte, wurde die Leistung binnen weniger Stunden von mehr als 50 Webseiten in den USA verbreitet, darunter so renommierte wie die Chicago Tribune, SI.com (Sports Illustrated), MSNBC, CBS News und der San Francisco Chronicle. (25.06.06)
Der M35-Hallenweltmeister von Linz, Erik Wymeersch (BEL), ist am späten Mittwochabend wegen Dopingverdachts festgenommen worden. Der belgische Sprinter hatte im März bei der Masters-Hallen-WM in Linz die 60m der Altersklasse M35 gewonnen. Seine Festnahme erfolgte jetzt auf Anordnung des Untersuchungsrichters aus Dendermonde "wegen Besitz von und Handel mit Dopingmitteln". Ob der 36-jährige Leichtathlet aus Sint-Niklaas in Flandern noch in Haft ist, war bisher nicht zu erfahren. Jedenfalls musste er zunächst bis zu einem Haftprüfungstermin vor der zuständigen Gerichtskammer "sitzen".
Erik Wymeersch hatte seinen Leistungshöhepunkt vor zehn Jahren, als er bei der Hallen-EM in Stockholm die 200m gewann. Im gleichen Jahr startete der Sprinter für Belgien bei den Olympischen Spielen in Atlanta über 100m und 200m. In den letzten Jahren war er weniger erfolgreich, aber in dieser Saison erlebte er - wie eine belgische Internetseite schreibt- "seinen zweiten Frühling". Bei der 2. Masters-Hallen-WM in Linz siegte er im März über 60m in 6,89sec. Zuletzt gewann er am 11. Juni bei einem Leichtathletikmeeting in Genf die 100m in 10,25sec und lief damit die Quali für die Leichtathletik-Europameisterschaften im August in Göteborg. Für sein Land am Start gewann er beim Superleague-Finale am letzten Wochenende in Prag die 100m (10,39sec, W: +1,9) und mit der 4x100m-Staffel. Damit hatte er großen Anteil daran, dass sich Belgien mit 5 Punkten Vorsprung vor den favorisierten Schweden für das Europacup-Finale 2007 qualifizierte. (24.06.06)
Die Organisatoren der Masters-WM 2007 im italienischen Riccione (Stadtplan, pdf) sind jetzt mit einem neuen Onlineauftritt im Netz. Unter der Internetadresse www.riccione.wma2007.org sind einstweilen in italienischer und englischer Sprache alle Informationen erhältlich, die von Interesse sind, darunter auch ein vorläufiger Zeitplan.
Es fällt auf: Auf den ersten Blick scheinen die Hotelpreise in der italienischen Adria-Nachsaison im Vergleich zu früheren Meisterschaften tatsächlich nicht überteuert zu sein. Für ein Einzelimmer betragen sie bei mindestens 4 Übernachtungen 25 bis 118 Euro pro Nacht, für die Übernachtung im Doppelzimmer werden pro Person 21 bis 88 Euro pro Nacht verlangt. Mit Halbpension sind die Beträge nur unwesentlich teurer. Allerdings liegen die Beträge teilweise dann doch deutlich über denen, die im September dieses Jahres von den Hotels der Region verlangt werden - ein Umstand, der ("Angebot und Nachfrage") wahrscheinlich nie zu vermeiden ist.
Der ganz nah, nur fünf Kilometer entfernt liegende Frederico-Fellini-Flughafen von Rimini wird übrigens von zahlreichen renommierten aber auch preiswerten Fluggesellschaften angeflogen, u.a. aus Köln/Bonn, Amsterdam und Zürich.
Die italienischen Organisatoren können bei solch günstigen Rahmenbedingungen mehr als 5000 Athletinnen und Athleten zu den Meisterschaften erwarten, die vom 4. bis 15. September nächsten Jahres stattfinden. (24.06.06)
Am 17. und 18.06.2006 ermittelten Bayerns Seniorinnen und Senioren ihre Landesmeister in Hösbach. Der örtliche Ausrichter LG Landkreis Aschaffenburg unter der Regie von Klaus-Dieter Heinrich und Josef Wedlich sorgte bei strahlendem Sonnenschein und fast schon tropischen Temperaturen für eine organisatorisch reibungslose Veranstaltung, die bei den Teilnehmern großen Anklang fand.
Über 730 Einzelstarts gab es zu vermelden, wobei eine eindeutig höhere Akzeptanz der Meisterschaften bei den etwas reiferen Senioren der Klassen M50 und älter zu verzeichnen ist. Die größten Felder gab es in den Klassen M60 und M65, in den alle Disziplinen nicht nur zahlenmäßig gut besetzt waren, sich aber ein deutlicher Trend zu den Wurfdisziplinen abzeichnet. Bei den Frauen gab es die meisten Starts in der W40 zu vermelden.
Angesichts der hervorragenden Leistungen, die in Hösbach erzielt wurden, fällt es schwer, einzelne Athleten besonders hervor zu heben. Stellvertretend sei nur Manfred Konopka (*1931) von der LG Hof genannt, der bei Windstille die bayerischen Bestleistungen in der M75 über 100m (14,97sec) und 200m (30,59sec) förmlich pulverisierte. Wieder am Start nach seiner Verletzung in Linz war auch Guido Müller (*1938, TSV Vaterstetten), der mit exzellenten Leistungen über 200m (26,64, W:0,0)und 400m (57,75sec) gewann und trotz 12,89 (W: 0,0) nur über 100m dem 3 Jahre jüngeren Sepp Bolsinger (*1941, LG Westallgäu, 12,75sec) den Vortritt lassen musste.
Für viele der Athletinnen und Athleten war die Meisterschaft in Hösbach, wo am 23.09.2006 auch der traditionelle Ländervergleichskampf der W/M30-45 stattfinden wird, eine Standortbestimmung vor den anstehenden Saisonhöhepunkten. Die Seniorinnen und Senioren I werden den Freistaat bei der DM in Erfurt vom 07.-09.07.2006 vertreten. In Aachen werden die nationalen Meisterschaften der Seniorinnen und Senioren II vom 04.-06.08.2006 ausgerichtet. Alle Resultate hier... (BLVonline Tom Marohn, 24.06.06)
Im italienischen Donnas hat am vergangenen Sonntag die große alte Dame des Sprints noch einmal nachgelegt. Bei exakt zulässigem Rückenwind von 2,0m/sec sprintete die gebürtige Jamaikanerin die 200m in 23,97sec und stellte damit einen neuen W45-Fabel-Weltrekord. Den bisherigen Rekord 25,56 hatte seit 1994 Phil Raschker (USA) 1994 gehalten. Über 100m kam Ottey, die -"wenn es gut läuft"- einen Start bei der EM in Göteborg plant, bei etwas zu starkem Rückenwind (2,4 m/s) in 11,49 Sekunden ins Ziel, also fast eine halbe Sekunde schneller als bei ihrem jüngst in Spanien gelaufenen 100m-WR (22.06.06)
Deutschlands 5.000-m-Olympiasieger von 1992, Dieter Baumann, kann immer noch gewinnen. Der 41-Jährige, der seine Karriere als Leistungssportler längst beendet hat, siegte am Sonntag beim Halbmarathon in Koblenz. Er lief die 21,0975 km lange Strecke in 1:10:37 Stunden, was zeigt, dass Dieter Baumann immer noch in sehr guter Form ist. Der deutsche M40-Rekord wird im Halbmarathon übrigens seit 1998 von Heiko Schinkitz (*1956, SG Adelsberg) gehalten und steht bei 1:05:02h. (22.06.06)
Ihren Kraftraum haben sie im Wohnzimmer aufgebaut, dort wird vor allem in den Wintermonaten intensiv trainiert. Und diese Mühen haben sich für Wiebke und Heinz Baseda vom SV Grün-Weiss Harburg ausgezahlt. Bei den norddeutschen Meisterschaften der Senioren im 400 Kilometer entfernten Jüterbog schaffte das Harburger Leichtathletik-Ehepaar einen vierfachen Erfolg. Die Eheleute wurden im Stadion am Rohrteich norddeutsche Doppelmeister.
Wiebke Baseda (Altersklasse W45) war schnellste Läuferin über 80 Meter Hürden in 13,67 Sekunden und kletterte auch nach 31,14 Metern im Speerwerfen ganz oben auf das Siegertreppchen. Dazu kommen zweite Plätze im Hochsprung mit 1,43 Metern und Weitsprung mit 4,31 Metern, die Weite von 9,17 Metern im Kugelstoßen reichte zu einem dritten Platz. Ehemann Heinz Baseda (M50) wurde Nordmeister über 400 Meter in 58,78 Sekunden und im Weitsprung mit 5,24 Metern, dazu kommt Rang fünf im Speerwurf mit 39,41 Metern.
Das Ehepaar Baseda war im Wohnwagen angereist und entspannte nach den Wettkämpfen auf einem Campingplatz im nahe gelegenen Nuthe-Urstromtal. (aus Hamburger Abendblatt, 22.06.06)
Auch vor den Norddeutschen Senioren-Meisterschaften machte die Fußball-Euphorie am Wochenende nicht Halt und so manch einen Athleten vermisste man auf dem Meldeprotokoll. Für gutes Wetter und eine festliche Kulisse hatte der örtliche Ausrichter, der LC Jüterbog, wieder einmal gesorgt. Der Präsident des Brandenburger Leichtathletik Verbandes, Steffen Reiche (MdB), war anwesend und ehrte viele Meister und Platzierte, während dessen die ebenfalls im Deutschen Bundestag vertretene Katrin Kuhnert (W40) von der LG Altmark über 100 Meter am Start war und dazu noch den Titel mit der Mannschaft der LG Altmark (W40) über 4x100 Meter (Kunert-Nebelung-Steiling-Kadler) in 58,88 Sekunden holte.
Neben dem verantwortlichen Seniorenwart Wilfried Schulze (Brandenburg) waren aus Mecklenburg-Vorpommern (Edgar Mahnke), Niedersachsen (Wilhelm Köster), Berlin (Karl-Heinz Flucke) sowie auch die im DLV verantwortliche Seniorenwartin Margrit Lehnert angereist, um an diesen beiden Tagen den Norddeutschen Senioren-Meisterschaften beizuwohnen.
Für Günter Hartung (M60/ASC GW Finsterwalde) reichten seine 12,86 Sekunden über 100 Meter nur zum Vizemeistertitel. Er drehte den Spieß über 200 Meter (26,77 sec) und 400 Meter (61,29 sec) um. Der Lokalmatador Willi Klaus (M65/ESV Lok Potsdam) kam nach seiner Verletzungspause nur über 100 Meter (14,14 sec) und im Hochsprung (1,34 m) zu Meisterehren. Über 400 und 800 Meter war er gegen Doppelsieger Siegfried Ritter (Eintracht Hildesheim) unterlegen.
Dem Harburger Horst Gieger (M70) hatten seine Vereinsverantworlichen einen falschen Zeitplan in die Hand gedrückt und so kam er einen Tag zu spät zu seinem 5.000-Meter-Lauf. Außer Konkurrenz startend lief der im Rennen der M35 21:52,00 Minuten, nachdem im Hauptrennen am Samstag Roman Tomczak (EBB Berlin) in 20:32,83 Minuten einen neuen Berliner Rekord seiner Klasse aufstellte. Dies war ihm noch nicht genug und er legte über 800 Meter 2:44,68 Minuten einen weiteren Rekord am Sonntag nach.
Einen neuen Brandenburger Rekord lief Viktoria Zickert (W65/LC Dosse Wittstock) über 3.000 Meter mit 15:21,27 Minuten und verbesserte die alte Bestmarke von Erika Saniocki (Rathenower LC) um fast drei Minuten.
Mehrkämpferin Sabine Rahn (VfL Wolfsburg) glänzte in ihrer Paradedisziplin Hochsprung mit 1,65 Metern und blieb damit vier Zentimeter unter ihrer Vorjahresleistung. Sie ging außerdem noch im Kugelstoßen und Speerwurf an den Start und sicherte sich weitere Podiumsplätze.
Die Speerwerferinnen waren ohnehin wieder einsame Klasse. Mit 45,85 Metern kam Karen Scholz (W40/VfV Spandau) gefährlich nahe an ihre Weltmeisterleistung von San Sebastian (46,17 m) heran. Mit ihrem letzten Wurf bei den W35-Werferinnen verbesserte sich Dagmar Imme (LG Osnabrück) auf 41,95 Metern und das waren 15 Zentimeter mehr als im Vorjahr. Älteste Teilnehmerin war Christel Happ (W75/GutsMuths Quedlinburg) die gleich in fünf Disziplinen (100 m, Hochsprung, Weistprung, Diskuswurf und Speerwurf) an den Start ging. Mit dem Speer verfehlte sie mit 20,12 Metern ihre Vorjahrsleistung nur um 13 Zentimeter. (Quelle: Karl-Heinz Flucke auf www.leichtathletik.de, 19.06.06)
Die deutschen Männer wollen beim Europacup in Malaga den vor einem Jahr gewonnen Pokal verteidigen. Die zweimalige Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch (W38) aus Neubrandenburg und der fünffache Weltmeister Lars Riedel (M39) aus Chemnitz führen die deutschen Aufgebote für den Leichtathletik- Europacup am 28. und 29. Juni im spanischen Malaga an.
Während die Männer die Trophäe nach Siegen von 2004 und 2005 zu verteidigen haben und zum dritten Mal hintereinander gewinnen könnten, waren die Frauen im Vorjahr in Florenz Dritter hinter Russland und Polen. Das Ziel: In diesem Jahr sind besonders die ersten beiden Plätze gefragt, da sie zur Teilnahme am Weltcup in Athen (16./17. September) berechtigen. Beim Qualifikationwettkampf in Regensburg ("Domspitzmilchgala") glänzte neben der 38-jährigen Dietzsch, die sich in ihrer Disziplin mit 68,51 m an die Spitze der Weltjahresbestenliste setzte, auch Masters LarsRiedel, der mit 68,09 m fast an seine Jahresbestweite (69,38) herankam. (19.06.06)
(19.06.06)
Bei den nationalen niederländischen Masters-Meisterschaften hat Hochspringerin Weia Reinboud am vergangenen Wochenende einen neuen Hochsprungweltrekord in der Altersklasse W55 aufgestellt. Die Europameisterin von Potsdam übersprang 1,48m - das war exakt ein Zentimeter höher als der alte Rekord der aus Hamburg stammenden US-Amerikanerin Phil Raschker. Auch sonst zeigten die rund 300 Teilnehmer bei besten äußeren Bedingungen vor allem in den Sprungdisziplinen starke Leistungen. Weitspringer Alje Kuiper gewann den M45-Titel mit exzellenten 7,02m. Insgesamt stellten die Oranje Masters 10 neue nationale Rekorde auf:
200m M75 Arend Koet 34,18sec
Hochsprung M55 Jan Huijbers 1,72
Hochsprung M75 Arend kKoet 1,25m
Hochsprung M80 Wim Schild 1,10m
Stabhochsprung M55 Bert Vreeswijk 3,12m
Stabhochsprung M75 Arend Koet 2,30m
Weitsprung M45 Alje Kuiper 7,02m
Dreisprung M55 Jan Huijbers 11,48m
Speer M75 Cor Braak 34,15m
Hochsprung W55 Weia Reinboud 1,48m
(15.06.06)
Die Leistungen der Männer standen im Mittelpunkt bei den Niedersächsischen und Bremer Landesmeisterschaften am vergangenen Wochenende in Verden. Gleich drei unangefochtene Meistertitel gab es für Heiko Tute (*1961, OTB Osnabrück): Er gewann den 100m Sprint in 11,99 sec (W: +1,6), über 200m in 24,10sec (W:-0,5) und über 400m in 54,10sec.
Überlegen mit 52,60m siegte Bernhard Ulrich (*1958, SV Germania Helmstedt) im Hammerwurf der M45. In der M50 sahen die Zuschauer ein packendes 3000m-Duell zwischen Dr. Wilhelm Graeber (*1955, LG Göttingen, 9:41,28 min) und dem Bremer Bernhard Memering (*1956, LG Bremen-Nord, 9:42,50 min). Eine starke leistung zeigte in dieser Altersklasse auch 110m-Hürdensprinter Wilhelm Lindmüller (*1956 TuS Wunstorf) in 15,36 sec (W:+1,0), mit 5,58m im Weit- und 1,65m im Hochsprung sowie in 48,99sec die 4x100m-Staffel der LAV Zeven ( Müller, Hans-Georg 1956 ; Umann, Jürgen 1954, Hickisch, Joachim 1955 ; Meier, Helmut 1951). Neuer Niedersächsischer Speerwurfmeister in der M50 wurde Oswald Sander (*1956, LG Osterode) mit erstklassigen 52,13 m.
In der M55 ließen die Zeiten von Helmut Meier (*1951, LAV Zeven) aufhorchen: über 100m sprintete er12,59 sec (W:+1,4)und über 200m dann 25,95sec (W:+1,6). Mit sehr guten 12,93sec (W:0,0) gewann Manfred Arnd, (*1942, TSV Burgdorf ) den 100m-Titel im letzten Jahr der Zugehörigkeit zur M60. Eine spannende Hammerwurfkonkurrenz gewann Manfred Meier (*1943, LAV Springe) mit 48,23 m vor Manfred Tolle (*1942, VfL Wolfsburg), der auf 47,46 m kam. In der M65 überzeugten Siegfried Ritter (*1938, Eintracht Hildesheim) mit 2:31,75 min über 800m und Klaus Albers (*1940, GTV Bremerhaven) im Diskuswurf mit 47,51 m.
Horst Schrader (*1935, TuS Celle) gewann ebenfalls drei Meistertitel in seiner M70: Über 100m in 13,88 sec (W:+0,6), über 200m in 28,89 (W:+0,1) und über 400m in 72,14sec. Stark waren in dieser Altersklasse auch das 3000m-Resultat von Karl Schmidt (*1936, DJK Sparta Langenhagen) in 11:48,41 min und die 47,.15m im Hammerwurf durch Joseph Geishauser (*1935, VfL Wolfsburg ). In der M75 standen die Werfer im Blickpunkt: im Diskuswurf siegte Dieter Watzlawick(*1930, LG Kreis Verden) mit 34,97 m und der Ostfriese Edgar Dreger (*1931, SV Holtland) gewann mit 37,78 m die Hammerwurfkonkurrenz.
Bei den nicht sehr zahlreich vertretenen Seniorinnen kam Angelika Anton (*1963, MTV Soltau) im W40-Speerwurf auf 41,10 m. In der W45 kam Renate Keller (*1961, LG Osnabrück) über 80m Hürden in 13,56 sec (W:+0,2) und mit 4,86m im Weitsprung (W:+0,7) zu zwei Titeln. Alle Resultate... (14.06.06)
Die Deutschen Senioren-Mehrkampfmeisterschaften im sonnenüberfluteten Sportpark Nord in Ahlen bildeten ein großes Familienfest. In den meisten Klassen bestimmten die bekannten Gesichter das Wettkampfgeschehen. Zu den wenigen Ausnahmen zählte Karl Dorschner (TSV Dörfles-Esbach), der in der Klasse M 55 den Fünfkampf-Titel vor Ludwig Hölzlberger (SV DJK Schwarzenau, 2088 Punkte) und Jörg Penndorf (SF Blau-Geld Marburg, 1963 Punkte) gewann. Der 55-Jährige, der erst vor zwei Jahren zur Leichtathletik kam, nahm zum ersten Mal an deutschen Seniorenmeisterschaften teil. Eine aufmerksame Übungsleiterin entdeckte vor zwei Jahren sein Talent, als sich das 3.500 Einwohner große Dorf Dörfles-Esbach am Wettbewerb „Wer ist die sportlichste Gemeinde?“ beteiligte.
Ein „alter Hase“ ist dagegen schon Dieter Bartsch (LAG Obere Murg), der im Fünfkampf schon dreimal bei Europameisterschaften und sechsmal bei deutschen Meisterschaften auf der höchsten Stufe des Siegertreppchens stand. Wegen einer beidseitigen Knieoperation musste er jedoch im vergangenen Jahr pausieren. Jetzt ist er wieder fit und dominierte in der Klasse M 65 mit 1.932 Punkten. Sein Vorsprung war zum Schluss so groß, dass er im 1.500-Meter-Lauf für den Sieg nicht mehr anzutreten brauchte.
Ebenfalls schon lange dabei ist Basilius Balschalarski (TuSpo Borken), der sich den Titel (2187 Punkte) erst im abschließenden 1500-Meter-Lauf erkämpfte. Für den ehemaligen Sprinter und Weitspringer war es bereits das vierte Fünfkampf-Gold. 2004 und 2005 gewann er jeweils Bronze.
Eine erfolgreiche Titelverteidigung gelang im Fünfkampf der Klasse M 50 Jörg Lorenz (LAC Quelle Fürth/München/Würzburg), der mit 2.602 Punkten vor Thomas Höner (TUS Eintracht Wiesbaden, 2.442) und Hans-Jürgen Schomburg (SSC Vellmar, 2.428) lag. Seit seinem 16. Lebensjahr betreibt der inzwischen 51-Jährige Leichtathletik und erzielte unter anderem 7.734 Punkte im Zehkampf (1978). Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit als Diplom-Ingenieur sagte Jörg Lorenz der Leichtathletik zehn Jahre lang ade. Als man in Fürth wieder eine DAMM-Mannschaft aufbaute, bildete dies für ihn Anlass, sich wieder die Spikes zu schnüren.
Im Fünfkampf der Klasse M 30 konnte sich der Vorjahreszweite Sascha Gerlee (OTB Osnabrück) mit 3.213 Punkten vor dem Ex-Hansballer Dirk Cipa (LG Olympia Dortmund, 2.894) durchsetzen. In der Klasse M 35 bildete die Weitsprung-Leistung von 6,54 Metern für Torsten Welsch (Apoldaer LV) schon die „halbe Miete“ für seinen souveränen Erfolg mit 3.127 Punkten.
Bei Jürgen Speidel (LG Eintracht Frankfurt), der in der Klasse M 40 mit 2.892 Punkten vorn lag, ragte vor allem die Speerwurf-Leistung von 47,43 Meter heraus. Auch der M 45-Sieger Udo Laub (SG Walldorf-Astoria) hatte seine „Schokoladen-Disziplin“ im Speerwerfen (48,58 m).
Den überlegensten Erfolg bei den Damen feierte Kriemhild Mann (SVG GW Bad Gandersheim), die in der Klasse W 40 mit 3.381 Punkten 406 Zähler Vorsprung vor der nachfolgenden Konkurrenz hatte. Die Mutter zweier Kinder (sechs und elf Jahre) ging bereits nach dem Hochsprung (1,60 m) in Führung. Betreut wurde sie von ihrem Ehemann Karl Mann, der in den Siebziger Jahren zu den besten bundesdeutschen Langstrecklern zählte. Mit ihrer konzentrierten Leistung stellte die Niedersächsin auch einen neuen deutschen Fünfkampfrekord in der W 40 auf.
Da sie Sekretärin des Bürgermeister ist, so die offizielle Erklärung, musste Martina Kröner (LG Hohenlohe), die mit 40 Jahren die 400 Meter noch in 57,47 Sekunden lief, vier Jahre mit der Leichtathletik aussetzen. Ihr Neubeginn im Winter 2006 war alles andere als vielversprechend. Bei den Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften in Erfurt zog sie sich fünf Meter vor dem Ziel des 200-Meter-Laufes eine Kapselverletzung zu. In Ahlen lief dagegen für sie alles nach Plan, so dass sie im Fünfkampf der Klasse W45 mit 2.701 Punkten dominierte.
In der Klasse W 55 gelang Gisela Seifert (USV Halle) mit 2.218 Punkten eine erfolgreiche Titelverteidigung. Ihre stärkste Disziplin war der Hochsprung mit 1,42 Metern. 2001 war Karin Schmitt (USC Mainz) Senioren-Weltmeisterin im Siebenkampf mit 5.407 Punkten. Aufgrund von Achillessehnenbewerden musste sie immer wieder pausieren In diesem Jahr baute sie sich langsam wieder auf. Bei den Senioren-Hallen-Weltmeisterschaften in Linz (Österreich) gewann die 55-Jährige „Silber“ im Kugelstoßen (11,31 m). In Ahlen ließ Karin Schmitt, die 1979 mit dem USC Mainz schon deutsche Vizemeisterin in der 3x800-Meter-Staffel und in der Fünfkampf-Mannschaftswertung war, in der Klasse W 55 keinen Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen und gewann sicher mit 2.065 Punkten. Aus familiären Gründen kann Christa Stedtler (TV Neubeckum) nur noch wenig trainieren, doch reichte in der Klasse W 60 ihre Leistung von 1.205 Punkten zum überlegenen Titelgewinn.
Bei den jüngeren Altersgruppen musste sich Dagmar Burgmann (LG Eintracht Frankfurt) in der Klasse W 30 schon mächtig ins Zeug legen, um bei der Endabrechnung mit 3.015 Punkten vor Simone Bürgstein (LG Eppstein-Hornau, 3.009) zu liegen. Wesentlich deutlicher fiel dagegen die Entscheidung im Fünfkampf der Klasse W 35 aus, wo Kristin Maybach (Bayer Leverkusen, u.a. 1,60 m hoch) mit 2.938 Punkten Heike Neumann (Weißenseer SV, 2.711) bezwang.
Unter den Teilnehmern sah man auch Guido Kratschmer (USC Mainz). Der Olympia-Zweite von Montreal im Zehnkampf konnte wegen starker Achillessehnen-Beschwerden in der Klasse M 50 nur zwei Übungen (40,79 m Speer und 42,14 m Diskus) abschließen. An eine „zweite Karriere“ bei den Senioren denkt er ohnehin nicht. Seine Motivation war vielmehr die Mannschaft des USC Mainz.
Am Rande der Titelkämpfe feierte Dieter Massin, der Präsident der Europäischen Veterans Athletic Association (EVAA), das seltene Jubiläum „50 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit im Bereich der Leichtathletik“. Da war es für den inzwischen 65-Jährigen eine Selbstverständlichkeit, dass er auch bei den Senioren-Mehrkampfmeisterschaften stets helfend zur Stelle war. (Quelle: Peter Middel in www.leichtathletik.de 11.06.06)
Mit der schnellsten seit 1998 gelaufenen M40-Zeit über 400m Hürden unterstrich am Wochenende bei den Landesmeisterschaften von Niedersachsen und Bremen der Osnabrücker Kilian Lescow (1966, OTB Osnabrück ) seine tolle Frühform. Er wurde in Delmenhorst in 55,63 sec Vierter. Gleich drei masters waren über 5000m vorn: Mario Burger (*1967, LG Braunschweig) siegte in 14:56,88 min vor Georg Diettrich (*1970, LG Braunschweig, 14:57,63 min) und Thomas Bartholome (*1969 TSV Kirchdorf ), der in 15:00,48 min.
Im Hammerwurf wurde Bernhard Ulrich (*1958, SV Germania Helmstedt) Zweiter mit 51,43 m. Neuer Niedersachsenmeister im Stabhochsprung wurde Volkmar Reinecke (*1965 Hannover 96) mit übersprungenen 4,60 m. Bei den Frauen machte es ihm Dr. Christina Ziemann (*1968, MTV 49 Holzminden) nach. Sie übersprang 3,30 m. Überraschend siegte im Kugelstoßen W35-erin Iris Coors (*1971, LG Fallingbostel) mit12,36 m.
Hier alle Resultate... (12.06.06)
Trotz Gegenwind von 3,5m/sec hat Sprintkönigin Merlene Ottey, die im vergangenen Monat 46 Jahre alt geworden ist, beim Rivas International Athletics Meeting nahe Madrid das 100m-Finale in 11,94sec gewonnen. Damit verbesserte die frühere Jamaikanerin und jetzige Slowenin den zehn Jahre alten Weltrekord von Karin von Riewel (*1948, LG Bayer Leverkusen) gleich um 35 Hundertstel. Es war Merlene Otteys erstes Rennen seit dem 24. August 2004, als sie sich im 200m-Semifinale der olympischen Spielen von Athen eine schwere Sehnenverletzung zuzog.
“Naja, das war doch recht langsam", sagte Ottey nach ihrem Lauf in einem Interview und zeigte sich wenig beeindruckt von ihrer Rekordleistung. "Vergessen wir die Zeit. Ich hätte mir Rückenwind gewünscht. So wars schwer, aber die Beine sind in Ordnung." Ottey sagte, nach der Verletzung in Athen hätte sie fast aufgehört, es sich aber anders überlegt, weil es sie einfach gejuckt hätte.
“Zuhause 'rumzusitzen mag ich gar nicht. Also hab ich mich doch der Operation unterzogen und wieder mit dem Training angefangen." Im vergangenen Jahr war bei einer Operation die Sehne am Knochen befestigt worden. "Jetzt ist es wieder in Ordnung", sagte Ottey und fügte hinzu, wenn es gut laufe, wolle sie im Sommer bei der EM in Gothenburg an den Start gehen. (10.06.06)
Die lokalen Organisatoren ("LOC") im polnischen Posen haben die Registrierung abgeschlossen: Insgesamt 3057 Athleten aus 40 nationalen Verbänden werden bei der EM in Poznan an den Start gehen (= 6304 Meldungen). Im Laufe der kommenden Woche werden die Namen der gemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Webseite veröffentlicht.
Führend ist bei dieser EM wieder einmal das deutsche Team mit 681 Teilnehmern (= 1467 Meldungen), an zweiter Stelle Großbritannien und Nordirland mit 335 Masters vor dem ausrichtenden Verband Polen mit lediglich 310 Athleten. (07.06.06)
Seit elf Jahren führt der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) Deutsche Seniorenmeisterschaften im Mehrkampf durch und bereits zum dritten Mal ist Ahlen in Westfalen Austragungsort dieser nationalen Titelkämpfe der besten älteren Allroundathleten. Den meisten der gemeldeten rund 300 Drei- und Fünfkämpfer/innen ist das Stadion im Sportpark Nord also bestens bekannt, so auch dem prominentesten unter ihnen: Guido Kratschmer (USC Mainz), Ex-Weltrekordler im Zehnkampf, war schon 1984 dabei, als in Ahlen die deutschen Zehnkampfmeister ermittelt wurden - oder besser werden sollten, denn der Wettkampf musste wegen Dauerregens abgebrochen werden. Was ihm damals nicht gelang, will Guido Kratschmer am Wochenende (10./11. Juni) nachholen. Die Wetterprognosen sind gut und einen erneuten Abbruch der Titelkämpfe muss niemand befürchten. Ebenfalls haben Rolf Geese und Dreispringer Wolfgang Knabe gemeldet.
Während die jüngeren „Senioren“ auf nationaler Ebene um Titel im Fünfkampf (Männer: Weit, Speer, 200m, Diskus, 1500m; Frauen: 100m, Hoch, Kugel, Weit, 800m) streiten, wird für die älteren ein Dreikampf (100m, Weit, Kugel) angeboten.
Bei Masters-Weltmeisterschaften ist das zwar anders, denn dort stehen ausschließlich Zehn- bzw. Siebenkampf auf dem Programm. Aber bei den bevorstehenden Europameisterschaften wird wie in Ahlen traditionell der 5-Kampf -neben dem Zehnkampf - im Programm sein. Ahlen ist also eine gute Vorbereitung auf die in sechs wochen stattfindende EM. Eine deutsche Besonderheit wird einmal mehr wieder für intensive Diskussionen auf der Tribüne und unter den Athleten sorgen sorgen: Während international auf der Grundlage der IAAF-Regeln ein Punktsystem verwendet wird, das einen Ausgleich der altersspezifischen Unterschiede der einzelnen Disziplinen bietet, wird im DLV allein nach der olympischen Mehrkampftabelle für die Top-Zehnkämpfer gepunktet. Mehrkämpfer haben daher ab etwa der Klasse M60 Probleme, über 1.500 Meter überhaupt Punkte zu bekommen, weil die IAAF-Tabelle nur bis zu einer Laufzeit von knapp acht Minuten geht, die kaum ein älterer Mehrkämpfer erreicht.
Während der Meisterschaften werden die Massins, also Dieter Massin, Präsident der Europäischen Veterans Athletic Association (EVAA), und sein Bruder Dr. Rolf Massin jeweils „50 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit im Bereich der Leichtathletik“ feiern und haben dazu nach Ahlen in die Sedanstraße viele alte und neue Weggefährten zu einem Empfang eingeladen. (Quelle: eigene Recherchen und www.leichtathletik.de 07.06.06)
Der SC Siemensstadt (Berlin-Siemensstadt, Rohrdamm 61-64) führt am kommenden Freitag (09.06.) um 11:00 Uhr eine DAMM-Runde durch. Erstmalig ist in diesem Jahr für die DAMM auch die Klasse M70 ausgeschrieben. Der Wettbewerb besteht aus 100 m, Weitsprung, Kugelstoß und der 4 x 100 m Staffel. Bisher hat sich der ESV Lok Potsdam als Gegner angesagt.
Sollten kurzfristig noch weitere Vereine Interesse haben, melden sie sich bei Manfred Garbisch, Tel. 030/361 46 45. Übrigens: Der DAMM Endkampf findet am 16. September in Köngen statt. Letzter Tag, um sich zu qualifizieren, ist der 17. Juli 2006. (Karl-Heinz Flucke/Seniorenwart im Berliner Leichtathletik-Verband 05. 06. 2006)
Es war einhellige Meinung im Verbandsrat und im Präsidium, die guten Leistungen unsere Seniorinnen und Senioren zu würdigen und eine eigene Meisterehrung für diese Sportlerinnen und Sportler durchzuführen. Eine Ehrung, die der Leichtathletik-Verband Rheinland in diesem Jahr erstmals durchführte und die im Bereich des DLV einmalig ist und bisher von keinem anderen Landesverband vorgenommen wurde.
Die Ehrung fand im Rahmen der Rheinland-Seniorenmeisterschaften am 28. Mai 2006 in Trier statt. In einem Umfeld also, das in der Lage ist, die Leistungen der geehrten Sportlerinnen und Sportler zu würdigen. Eingeladen waren die Deutschen Seniorenmeister des Vorjahres und die Hallenmeister aus diesem Jahr. Zudem die Medaillengewinner der Internationalen Meisterschaften des Vorjahres und der Hallen WM in diesem Frühjahr in Linz/Österreich.
Viele der eingeladenen Seniorinnen und Senioren sind nach Trier gekommen, um an der Ehrung teilzunehmen, auch dann wenn sie nicht an einem Meisterschaftswettbewerb beteiligt waren. Das zeigt, dass für eine solche Ehrung ein großes Bedürfnis bestand, dem der Verband in Trier abgeholfen hat.
Der Leichtathletik-Verband Rheinland ist jetzt jedoch weiter am Zug. Diese Meisterehrung muss ausgebaut werden. Ziel sollte sein für die erfolgreichen Seniorinnen und Senioren eine eigene Meisterehrung, unabhängig von den Seniorenmeisterschaften durchzuführen, und das schon im kommenden Jahr. (Toni Freisburger, 01.06.06)
Der diesjährige La Salle Bank Chicago-Marathon hat das Limit von 40.000 Läufern in Rekordzeit erreicht und ist damit ausgebucht. Im letzten Jahr wurde die Anmeldung mit 40.000 Teilnehmern am 14. Juli gestoppt. U.a. über einige internationale Reiseveranstalter gibt es noch vereinzelte Startnummern für das Rennen am 22. Oktober.
Race-Director Carey Pinkowski sagt: „Dieser Zuwachs an Voranmeldungen zeigt die Popularität und die Wertigkeit des Chicago-Marathons unter den Läufern. In den ersten Jahren hatte der Chicago-Marathon knapp über 4.000 Teilnehmer verzeichnet. Nun haben wir ein Feld von 40.000 Teilnehmern, 1,5 Millionen Zuschauern, sammeln Spenden von mehr als sechs Millionen US-Dollar für 60 Charities und haben ein Feld von Top-Läufern, die nicht nur um 650.000 US-Dollar Preisgeld laufen sondern auch um den eine Million-US-Dollar-Jackpot der neuen World Marathon Majors-Serie.
Für unseren Sport ist dies eine sehr aufregende Zeit, und wir warten mit Spannung auf die 29. Auflage am 22. Oktober.“
Die Top-Athleten werden nicht nur um eines der höchsten Preisgelder in diesem Sport laufen (650.000 US-Dollar) sondern auch Punkte für die World Marathon Majors sammeln, die Serie der fünf größten und spektakulärsten Marathons der Welt. Die 40.000 Teilnehmer werden alle 50 US-Bundesstaaten und mehr als 122 Länder repräsentieren.
Für weitere Informationen zum LaSalle Bank Chicago-Marathon gehen Sie bitte auf die Internetseite:www.chicagomarathon.com
(Quelle: SCC-running, 31.05.06)
Routinier Lars Riedel (*1967, LAC Erdgas Chemnitz) hat am Donnerstagnachmittag bei der Internationalen Wurfgala in Neuwied seine momentane nationale Vormachtstellung im Diskuswerfen untermauert. Bei schwierigen äußeren Bedingungen kam der Chemnitzer auf eine Weite von 62,63 Metern. Kräftiger Rückenwind verhinderte herausragende Ergebnisse. Seine beiden stärksten deutschen Widersacher, der WM-Dritte Michael Möllenbeck (*1969, TV Wattenscheid 01; 61,95 m) und der U23-Europameister Robert Harting (SCC Berlin; 60,35 m), übertrafen ebenfalls noch die 60-Meter-Marke.
Bei den Frauen kam in einem offiziellen EM-Testwettkampf des Deutschen Leichtathletik-Verbandes die Weltmeisterin Franka Dietzsch (*1968, SC Neubrandenburg) mit 63,53 Metern zu einem sicheren Sieg. Lediglich die Kubanerin Yania Ferrales (61,09 m) warf noch über 60 Meter.
Im Duell der beiden besten deutschen Hammerwerfer des letzten Jahres setzte sich der Leverkusener Markus Esser (*1980) mit 78,51 Metern gegen den Ex-Weltmeister Karsten Kobs (*1971, BV Teutonia Lanstrop; 77,20 m) durch. In der Frauenkonkurrenz siegte mit der deutschen Rekordhalterin Susanne Keil (TSV Bayer 04 Leverkusen; 67,45 m) die Favoritin vor der Neu-Frankfurterin Andrea Bunjes (66,17 m) und Kirsten Klose (TuS Eintracht Minden; 62,83 m).
Die Leverkusenerinnen Annika Suthe (57,67 m) und Linda Stahl (56,32 m) machten im Speerwurf der Frauen den ersten Platz unter sich aus. Der Deutsche Meister Christian Nicolay (*1976, TV Wattenscheid 01; 78,32 m) hatte bei den Männern mit dem zehn Jahre jüngeren Alexander Vieweg (LAZ Zweibrücken; 78,18 m) zu kämpfen. Der frühere WM-Dritte Boris Henry war in Neuwied vor Ort, allerdings nur als Zaungast. Ins aktive Geschehen griff der Saarbrücker, der nach einer langen Verletzungspause an seinem Comeback arbeitet, noch nicht ein. (25.05.06)
Mit der Rekordzahl von 14.000 Läufern wird am Mittwoch und Donnerstag (31.05./01.06.) der nächsten Woche die 7. Berliner HypoVereinsbank TEAM-Staffel über 5x5 km im Tiergarten stattfinden. Diese Veranstaltung ist nach wie vor das am rasantesten wachsende Laufereignis des SCC-RUNNING. Die Teilnehmerlimits von 1.400 Staffeln pro Tag sind längst erreicht, Nachmeldungen nicht mehr möglich. Noch vor drei Jahren war das Rennen nur halb so groß, vor sechs Jahren waren bei der Premiere 1.090 Läufer dabei.
Bei der Staffel gehen zwar auch Vereinsmannschaften an den Start, das Gros der Teams setzt sich jedoch aus Arbeitskollegen zusammen. Aber auch Familien und Freunde bilden ein Quintett, um bei der 7. Berliner HypoVereinsbank TEAM-Staffel an den Start zu gehen. Das Rennen beginnt am 31. Mai und 1. Juni jeweils um 18.30 Uhr auf der großen Rasenfläche im Tiergarten nahe der Ebertstraße und dem Brandenburger Tor. Gelaufen wird auf einer 5-km-Rundstrecke durch den Park, die aufgrund der Bauarbeiten und Absperrungen im Rahmen der Fußball-WM im Vergleich zum Vorjahr etwas verändert werden musste. Alle Teams erhalten vom Veranstalter in Kooperation mit Sponsor TNT eine Fahrrad-Kuriertasche, die gefüllt sein wird mit Vorräten für ein anschließendes Picknick im Tiergarten. Kinder bis 10 Jahre können zuvor beim Bambinilauf über eine rund 800 Meter lange Strecke antreten (Start an beiden Tagen um 18 Uhr).
Am Mittwoch wird im Team ,Printjob24’ der vierfache Paralympics-Sieger Henry Wanyoike am Start sein. Der 32-jährige Kenianer, der mit Anfang 20 erblindete, gewann bei den Spielen in Sydney 2000 und Athen 2004 jeweils die 5.000 und die 10.000 m. Außerdem hält Henry Wanyoike auch den Marathon-Weltrekord für blinde Läufer. 2005 lief er in Hamburg über die klassischen 42,195 km 2:31:31 Stunden. Der Kenianer wird bei seinen Rennen von einem Guide, mit dem er mit einem Band verbunden ist, geführt. Er plant in diesem Jahr unter anderem noch Starts beim Ironman-Triathlon in Roth, bei der Behinderten-WM in Holland und beim ING New York City-Marathon am 5. November. (25.05.06)
Die deutschen Ausdauersportler verfügen über eine neue Fachzeitschrift. Der "Verein zur Förderung des Ultramarathonlaufs in Deutschland", kurz VFUM, hat jetzt die erste Ausgabe seines VFUM-Magazins vorgelegt. Auf immerhin 112 Seiten gibt es einen Überblick über die aktuelle Situation des erst Ende vergangenen Jahres gegründeten VFUM. Der Verein war nach der Abwahl des ehem. DUV-Präsidenten Volkmar Mühl auf einer turbulenten DUV-Sitzung in Troisdorf entstanden. Schon um die Sicht der VFUM-Mitglieder zu diesen Ereignissen kennen zu lernen, lohnt ein Blick in das neue Magazin, von dem künftig jährlich zwei Ausgaben erscheinen sollen. es enthält daneben Laufberichte, die Ultramrathon-Bestenliste 2005, Rekordzusammenstellungen und viel mehr. Das VFUM-Magazin kann per E-Mail auf der Internetseite des VFUM angefordert werden.
Die andere Sicht der Ereignisse vom vergangenen November wird übrigens auf der Internetseite der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung (DUV) dargestellt, die drei Mal jährlich das Magazin ULTRA-MARATHON herausgibt. (24.05.06)
Gesamtzweiter beim 10km-Lauf in Tailfingen wurde Werner Bauknecht (*1953 LAV Tübingen) in sehr guter Zeit von 33:19min. Er war damit nur 5 Sekunden langsamer als der 29 Jahre jüngere Gesamtsieger des Laufs. Alle Resultate... (24.05.06)
Das Southern California Striders Meet of Champions dieses Jahres wird sicherlich in die Mastersgeschichte eingehen. Bei perfekten äußeren Bedingungen mit Sonne und angenehmen Temperaturen gab es in der Long Beach State University am Samstag gleich vier Mastersweltrekorde, je zwei bei den Männern und den Frauen: Willie Gault in der M45 über 200m, Bud Held im M75-Stabhochsprung, durch W65-Hochspringerin Kathy Bergen und Gerry Davidson im 3000m Lauf der W85.
Der Star von Long Beach war zweifellos Willie Gault. Der 45-Jährige war schon am Vortag von der Ostküste angereist und machte -trotz "Jetlag"-schon in seinem ersten Wettkampf über 100m auf sich aufmerksam, als er in großartigen 10,80 sec (W:+2,0,m) auf Bahn 1 ins Ziel stürmte, nur eine Hundertstel langsamer als beim Leichtathletiksportfest im Occidental College eine Woche zuvor in Los Angeles. Den Zweikampf mit dem kalifornischen Meister über 100m und 200m Matt Bruno verlor er übrigens nur um sechs Hundertstel.
Zwei Stunden später zeigte er trotz der eher weichen Laufbahn, was er drauf hat. Auf Bahn 3 wurde er zum ältesten Leichtathleten, der jemals die 200m schneller als 22 Sekunden lief. Bei zulässigem Rückenwind von 2,0m/sec kam Gault in 21,.91 ins Ziel und verbesserte damit seinen eigenen, noch nicht offiziellen Weltrekord, den er im Februar mit 22,08 sec gesprintet war. Umgerechnet mit den Altersfaktoren entspricht diese Zeit übrigens 19,58sec in der Hauptklasse.
Schon zuvor hatte der 78-Jährige Kalifornier Bud Held seinen eigenen Stabhochsprungrekord im zweiten Versuch um einen Zentimeter auf beeindruckende 2,.97 m verbessert. Er scheiterte dann drei Mal an 3,05m, also exakt 10 feet, dem amerikanischen Längenmaß. Wieder der Vergleich: Nach den Alterstabellen entspricht seine Leistung 5,88m in der Hauptklasse..
Kathy Bergen, die sich bisher einen Namen als Sprinterin gemacht hat, zeigte jetzt ihre besondere Klasse im Hochsprung und übersprang in Long Beach 1,35m. Das war ein neuer W65-Weltrekord und ein Zentimeter mehr als die IAAF-Sportlerin des Jahres 2005 Rietje Dijkman (NED) vor zwei Jahren gesprungen war. Schließlich nutzte die Kalifornierin Gerry Davidson (W 85) den Aufstieg in ihre neue Altersklasse und lief über 3000 m schneller als die 24:08,62 von Ivy Granstrom, der blinden kanadischen Langlauflegende. (22.05.06)
Prof. Dr. Andreas Nieß ist ärztlicher Direktor der Abteilung Sportmedizin des Universitätsklinikums Tübingen. Nieß war selbst ein ambitionierter Läufer (Marathon-Bestzeit: 2:23) und forscht seit Jahren zum Thema »Höhentraining«. Er stellte sich dem Interview zum Thema Höhentraining. Mehr... (Quelle: SCC-running, 22.05.06)
Wegen Sturmwarnung mit Orkanböen bis zu 110 km pro Stunde musste der dritte MLP Marathon Mannheim Rhein-Neckar gestern, am 20. Mai 2006, abgesagt werden. Lediglich der Mini-Marathon und der Bambinilauf, die bereits am Nachmittag starteten, konnten durchgeführt werden. Nach diesen beiden Wertungen verschlechterte sich das Wetter dramatisch.
Wegen des schlechten Wetters mussten zunächst die Starts der Inliner und Handbiker aus Sicherheitsgründen abgesagt und der Beginn des Marathon um eine Stunde verschoben werden. Aufgrund erneuter Unwetterprognosen und wegen blockierter Strecken in Ludwigshafen, heruntergefallener Äste und umgestürzter Bäume, mussten die Verantwortlichen der Städte Mannheim und Ludwigshafen, die Veranstaltung endgültig absagen. Ein gellendes Pfeifkonzert der enttäuschten Läufer war die erste Reaktion. Unmittelbar zum vorgesehenen Startzeitpunkt um 18.15 Uhr regnete und stürmte es aber in der Region so stark, dass die Verantwortlichen von Polizei und Feuerwehr eine Durchführung der Veranstaltung für ausgeschlossen hielten.
„Ich verstehe die große Enttäuschung, vielleicht auch die Wut einiger Läufer, die sich auf diesen Marathon monatelang intensiv vorbereitet haben,“ so der Mannheimer Oberbürgermeister Gerhard Widder, der um 19.15 Uhr gemeinsam mit dem Ludwigshafener Sportbürgermeister Wolfgang van Vliet vor die Teilnehmer trat. Mehr... (21.05.06)
Zwei herausragende Seniorenleistungen der Altersklasse 40-44 gab es am gestrigen Samstag bei der DMM-Bundesliga-Qualifikation und der Norddeutschen Regionalligameisterschaft im Stadion in Verden (Aller). Frauke Lindemann (*1965, TSV Burgdorf) sprang 1,65m hoch und ein bärenstarker Kilian Lescow (*1966, OTB Osnabrück) lief über 400m Hürden 56,48 sec. Alle Ergebnisse... (21.05.06)
Die Kritik an Eberhard Gienger nach seiner Wahl zum DOSB-Vizepräsidenten Leistungssport reißt nicht ab. Dem CDU-Bundestagsabgeordneten wird, sod die Netzeitung am Sonntag, ein Verzicht auf seinen Sitz im Sportausschuss nahe gelegt.
Eberhard Gienger wirkte zwar am Samstag erleichtert. Schließlich hätte es für den einstigen Turnweltmeister noch viel schlimmer kommen können. Doch auch so saß der Denkzettel, den ihm die Delegierten bei den Wahlen zum Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) verpasst haben.
Gienger erhielt bei seiner Kandidatur für das Amt des Vizepräsidenten Leistungssport zwar 249 Stimmen, aber 125 Delegierten hätten ihn nach seinen unklugen Äußerungen zum Doping lieber nicht in dieser Position gesehen.
In einem autorisierten Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hatte Gienger, der für die CDU im Bundestag sitzt, unter anderem gesagt, dass er nach einer Operation für zirka acht Tage ein Anabolikum bekommen hätte, nachdem sein Bein von einem auf den anderen Tag sechs Zentimeter weniger Umfang aufgewiesen hatte. „Anabolika waren damals im Wettkampf verboten, aber im Training überhaupt nicht. Ich weiß nur, dass dies vor 1976 war und man nach einer Operation im Grunde gar nicht ohne diese aufbauenden Substanzen auskam.“
Noch vor den DOSB-Wahlen hatten vier Personen, darunter die einstige Weltklassesprinterin Ines Geipel, in einer Erklärung ihr Unverständnis über Giengers Aussagen geäußert. Geipel fand Gienger deshalb auch nicht für präsidiabel, weshalb sie ihm zu einem Verzicht auf seine Kandidatur abriet. Doch Gienger kandidierte und wurde abgewatscht. „Das ist ein Dämpfer für jeden“, kommentierte der einstige DSB-Präsident Manfred von Richthofen das Wahlergebnis.
Gienger selbst hatte ein derartiges Wahlergebnis erwartet. Durch Taten nicht durch Worte wolle er nun unter Beweis stellen, dass es die richtige Entscheidung war, ihn ins Amt zu hieven. Manfred von Richthofen, auf die Kompetenz von Gienger angesprochen, wollte sich dazu nicht äußern. Der Freiherr sagte nur, dass sich jedes einzelne Präsidiumsmitglied in der täglichen Arbeit nun beweisen müsse.
Doch Gienger kommt aus der Kritik nicht heraus. Denn sein Amt als DOSB-Vize und als Mitglied des Sportausschusses des Bundestages, halten einige für unvereinbar. So auch Detlef Parr, der Sportsprecher der FDP. Parr, der Gienger schätzt, dessen Äußerungen aber für ausgesprochen unklug hält, sieht deutliche Interessenskonflikte. „Es sind jetzt zwei Hüte, die er auf hat. Ich halte diese Doppelfunktion für ausgesprochen problematisch“, sagte Parr. Wäre er selbst in der Lage von Gienger, würde er auf den Sitz im Sportausschuss verzichten.
Mit Dagmar Freitag befindet sich auch noch ein anderes Sportausschussmitglied in einer ähnlichen Lage wie Gienger. Die SPD-Politikerin ist Vizepräsidentin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. „Aber das hat für mich noch eine andere Qualität“, sagte Parr. „Das Amt eines DOSB-Vize ist kaum mit der Ausschussarbeit in Einklang zu bringen“, so Parr. ( Frank Mertens in